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+++ Earlybird +++ BMW i Ventures +++ Syngroh Capital +++ Hansgrohe +++ 4tiitoo +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Earlybird legt achten Fonds auf (360 Millionen) +++ BMW i Ventures legt dritten Fonds auf (300 Millionen) +++ Syngroh Capital (Hansgrohe) tätigt erstmals Startup-Investment +++ 4tiitoo (Blicksteuerung von Computern) ist insolvent +++

+++ Earlybird +++ BMW i Ventures +++ Syngroh Capital +++ Hansgrohe +++ 4tiitoo +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 30. April).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Earlybird
+++ Neuer Fonds, neue Chefs! Der Berliner Investor Earlybird verkündet das Final Closing seines achten Fonds (360 Millionen Euro). Trotz der derzeit schwieriges Lage ist es der „bislang größte Fonds“ in der Geschichte des Investors, der 1997 an den Start ging. Im fünften Fonds (2022) waren 350 Millionen. Insgesamt verwaltet das Team nun 2,5 Milliarden. Mit dem neuen Fonds investierte Earlybird bereits in Startups wie Black Forest Labs, SpAItial AI, Sintra AI, Arago, Porters und Rivia. Mit dem frischen Geld plant das Team rund 35 Investments. In der Regel investiert Earlybird initial zwischen 1 und 12 Millionen (Pre-Seed, Seed, Series A). Im Zuge des neuen Fonds verkündet der langjährige Geldgeber auch noch einmal den eingeleiteten Führungswechsel: „Nearly three decades after founding Earlybird, Co-Founders Hendrik Brandis and Christian Nagel, and the Partners Paul Klemm, Tim Rehder, and Andre Retterath, have implemented a novel partnership model: perpetual active ownership. Only active partners will own Earlybird; ownership will always be transferred to active partners.“ Ein gutes Konzept, um den Investor langfristig aufzustellen – ohne Quälereien bei künftigen Führungswechseln. Mehr über Earlybird

BMW i Ventures
+++ BMW investiert jetzt Millionen in KI! BMW i Ventures, die Beteiligungstochter des Autobauers BMW, legt seinen dritten Fonds auf (300 Millionen US-Dollar). „Vollständig von der BMW Group getragen, legt Fonds-III den Schwerpunkt auf Physical AI, Agentic AI, industrielle Software, Fertigungs- und Lieferkettentechnologien sowie auf fortschrittliche Materialien. Investiert wird in Nordamerika und Europa, von der Seed-Phase bis zur Series-B“, heißt es in einer Presseaussendung. Insgesamt verwaltet BMW i Ventures nun 1,1 Milliarden US-Dollar. BMW i Ventures mit Hauptsitz im Silicon Valley (Mountain View), unterstützt seit 2011 junge und aufstrebende Startups. Im Portfolio des Geldgebers befinden sich Unternehmen wie Lime, RideCell, Parkopedia, Tekion, Solid Power und AutoBrains. Initial investiert BMW i Ventures bis zu 10 Millionen US-Dollar. Mehr über BMW i Ventures

Syngroh Capital
+++ Hansgrohe-Familie steht jetzt auch auf Startups! Syngroh Capital, die Beteiligungsgesellschaft der Hansgrohe-Gründerfamilie, investiert in das Leipziger GreenTech PolymerActive und tätig somit erstmals ein Startup-Investment. Weitere sollen folgen! „Im Startup-Sektor befasst sich Syngroh Capital vorrangig mit den Themen nachhaltige Technologie und Ressourceneffizienz, einem Bereich, in dem die Familie ihre Managementerfahrung aus dem Familienunternehmen Hansgrohe einbringen kann“, heißt es zum ersten Venture-Capital-Investment. Bislang setzte Syngroh Capital auf die Beteiligung an etablierten mittelständischen Unternehmen. Neben Kapital möchte die Familie Grohe bei allen Investments und Beteiligungen „auch Erfahrung und Know-how beisteuern und so einen unternehmerischen Mehrwert liefern“. Mehr über Syngroh Capital

4tiitoo 
+++ Pleite! Das Münchner Startup 4tiitoo (forty two), das sich um die KI-gestützte Blick- und Sprachsteuerung von Computern kümmert, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Thomas Klöckner bestellt. Das Unternehmen, 2013 von Tore Meyer und Stephan Odörfer gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 5,5 Millionen Euro ein – unter anderem vom High-Tech Gründerfonds (HTGF). Zuletzt plante das Unternehmen laut Jahresabschluss 2023 eine weitere Investmentrunde. Was zuletzt bekanntlich nicht einfach war. Mehr über 4tiitoo

LLM-Sichtbarkeit
+++ Startups, die jetzt ihre LLM-Sichtbarkeit messen und gezielt steuern, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil – bevor die großen Budgets der Etablierten in diesen Kanal fließen. Der erste Schritt ist nicht teuer. Er kostet vor allem Aufmerksamkeit. Mehr im Gastbeitrag von Julian Gottke (blinq)

Startup-Radar
+++ Es ist wieder soweit – neue Startups stehen in den Startlöchern! Hier sind einige spannende junge Unternehmen, die man kennen sollte. Heute werfen wir einen Blick auf diese Neugründungen: Backsleepers, LeadRep, PAVE Space, FREI und lowcloud. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ IndustrialTech Spread AI bekommt 30 Millionen +++ BioTech Primogene sammelt 4,1 Millionen ein +++ HealthTech dehaze erhält 3,2 Millionen +++ Finanzspritze für HealthTech odacova +++ ECD International übernimmt SC Media House. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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Ich habe mit 40 meinen Job gekündigt und ein Unternehmen gegründet


Vier Jahre ohne Gehalt: Jana Krotsch erzählt, warum sie sich als Gründerin und Mutter von drei Kindern rund 5.200 Euro monatlich zahlte.

Ich habe mit 40 meinen Job gekündigt und ein Unternehmen gegründet

Jana Krotsch, Collage: Gründerszene

In unserer Reihe zeigen Gründerinnen und Gründer, wann sie sich ihr erstes Gehalt ausgezahlt haben, wie hoch es war – und warum sie genau diesen Zeitpunkt ausgewählt haben. Hier erzählt: Jana Krotsch, Gründerin von ubiMaster.

Vier Jahre lang baute Jana Krotsch ihr Startup auf, ohne sich ein Gehalt auszuzahlen: 2018 gründete sie in München das Edtech-Unternehmen UbiMaster, inspiriert von ihrem Alltag als berufstätige Mutter von drei Schulkindern.

Vor der Gründung arbeitete Krotsch unter anderem als Senior Project Manager bei Munich Re. Mit Anfang 40 kündigte sie, investierte ihre Abfindung vollständig in das Unternehmen und startete als Solo-Gründerin. Finanziell trug in dieser Zeit vor allem ihr Mann die Familie, zusätzlich lebte sie von Rücklagen. Erst 2022 begann sie, sich erstmals Geld aus dem Unternehmen auszuzahlen.

So funktioniert UbiMaster

UbiMaster ist eine digitale Nachhilfeplattform, über die sich Schüler spontan Unterstützung holen können. Sie loggen sich ein und werden innerhalb weniger Minuten mit einem Tutor verbunden – egal ob Mathe, Deutsch oder Englisch. Bezahlt wird das Ganze nicht von den Familien, sondern von Partnern wie Banken oder Unternehmen, die das Angebot integrieren. Für die Nutzer ist es dadurch kostenlos und jederzeit verfügbar.

Hier erzählt sie von ihrem ersten Gründer-Gehalt, wann und wie viel sie sich ausgezahlt hat, und, wie sie die Höhe des Gehaltes festgelegt hat.

Gründerszene: Du hast als Mutter in deinen 40ern gegründet. Was hat dich dazu bewegt?

Jana Krotsch: Ich habe mich damals gefragt, ob ich das, was ich gerade mache, wirklich bis zum Ende meines Berufslebens machen möchte, oder ob ich nochmal etwas verändern will. Durch meine Kinder habe ich gemerkt, wie groß der Bedarf an Nachhilfe ist und wie stark Bildung immer noch vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Es ging bei meinen Kindern nicht immer nur darum, ein Klassenziel zu erreichen, sondern auch darum, sich zu verbessern. Gleichzeitig war ich selbst im Job oft eingespannt und konnte nicht immer helfen. Da kam die Idee: Können wir das nicht einfacher lösen? Ich habe mich dann bewusst entschieden zu kündigen und etwas Eigenes zu machen. Viele in meinem Umfeld waren in klassischen Karrieren und somit eher skeptisch. Auch weil es ja schon viele Nachhilfeanbieter am Markt gab – aber eben mit einem anderen Ansatz. Da fühlt man sich manchmal allein.  Mein Mann hat mich in solchen Phasen sehr unterstützt und mir auch geraten, immer mal Abstand vom Business zu nehmen. Das hat geholfen, wieder klarer zu denken.

Was war der größte Unterschied zur Corporate-Welt?

Es war komplett anders. In einem Unternehmen hat man immer Ansprechpartner, mit denen man sich austauschen kann. Als Gründerin war ich am Anfang allein, hatte kein Netzwerk und musste viele Entscheidungen selbst treffen. Gleichzeitig war es unglaublich spannend, weil jeden Tag etwas Neues passiert. Ich habe in dieser Zeit extrem viel gelernt, wahrscheinlich so viel wie sonst in vielen Jahren.

Wie sah dein Alltag mit drei Kindern und Gründung aus?

Man darf sich nichts vormachen. Ein Unternehmen zu gründen und gleichzeitig Kinder zu betreuen, funktioniert nicht parallel. Man arbeitet mindestens so viel wie in einem normalen Job, oft auch am Wochenende. Wir hatten Unterstützung durch Kinderbetreuung und ein Aupair. Trotzdem war es eine intensive Zeit. Ich habe viel abends und nachts gearbeitet, weil tagsüber die Kinder da waren.

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Wann diese Gründerin sich ihr erstes Gehalt zahlte – und wie hoch es war

Wann hast du dir das erste Gehalt ausgezahlt – und wie hoch war es?

Ich habe 2018 gegründet und mir bis 2022 kein Gehalt ausgezahlt. Erst als wir stabile Umsätze hatten, Mitarbeitende und eine Finanzierungsrunde in Sicht war, habe ich damit angefangen. Mein erstes Gehalt lag bei etwa 5.200 Euro im Monat. Das ist für eine Gründerin wahrscheinlich eher hoch, aber man muss den Kontext sehen: Ich habe viele Jahre Berufserfahrung, komme aus der Corporate-Welt und habe eine Familie.

Wie hast du in der Zeit ohne Gehalt gelebt?

Am Anfang habe ich einen Gründerzuschuss bekommen, der etwa ein Jahr lief. Danach haben wir von Ersparnissen gelebt, und mein Mann hat mit seinem Gehalt den Großteil der laufenden Kosten übernommen. Ich habe auch eigenes Geld in das Unternehmen investiert. Zusätzlich gewannen wir , aber diese Mittel waren für den Aufbau des Unternehmens gedacht, nicht für ein Gründergehalt.

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Warum hast du genau zu diesem Zeitpunkt angefangen, dir ein Gehalt auszuzahlen?

Der entscheidende Punkt war, dass die Umsätze planbarer wurden. Die Geschäftsentwicklung war nicht mehr so volatil, sondern stabiler. Außerdem kam eine Finanzierungsrunde näher. Sobald Investoren einsteigen, ist es ohnehin üblich, ein Geschäftsführergehalt zu haben. Deshalb war das der richtige Moment.

Wie hat sich das erste Gehalt angefühlt?

Es macht schon etwas mit einem, wieder regelmäßig Geld auf dem eigenen Konto zu haben. Es ist auch ein Stück Stolz. Aber ich messe meinen Erfolg nicht nur daran. Für mich sind die wichtigen Momente, wenn wir sehen, dass wir viele Schüler erreichen und wirklich etwas bewirken.

Hattest du ein schlechtes Gewissen, dir Geld auszuzahlen?

Nein, weil ich das erst gemacht habe, als das Unternehmen es tragen konnte. Vorher ging es schlicht nicht.

Wie hast du die Höhe deines Gehalts festgelegt?

Ich habe geschaut, was in der Gründerszene üblich ist, und das mit meiner eigenen Situation abgeglichen. Ich komme aus einer gut bezahlten Corporate-Karriere und habe eine Familie – das muss man dabei beachten. Später spielt auch die Abstimmung mit Investoren eine Rolle. Außerdem ist finanzielle Vorsorge extrem wichtig. In den Jahren ohne Einkommen habe ich zum Beispiel nichts in die Rentenversicherung eingezahlt. Ein gutes Gründergehalt sollte so gewählt sein, dass man stabil leben kann. Wenn man ständig finanziellen Druck hat, kann man nicht kreativ arbeiten.

Würdest du rückblickend etwas anders machen?

Nein, der Zeitpunkt war richtig. Früher ging es nicht, weil nicht genug Kapital da war. Später hätte es auch keinen Sinn gemacht.

Wie seid ihr als Familie mit dem finanziellen Risiko umgegangen?

Wir haben sehr offen darüber gesprochen. Ich habe mir ein klares Budget gesetzt und gesagt: Ich investiere das und schaue, ob es funktioniert. Wir sind eine Familie mit drei Kindern und laufenden Kosten, da muss man transparent sein. Man sollte die finanzielle Situation unbedingt vorher klären und offen darüber sprechen. Ein Partner, der das mitträgt, ist sehr wichtig. Für mich war das Ganze eine bewusste Investition, in das Unternehmen, aber auch in mein Leben.

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Wie gut lassen sich Gründung und Familie vereinbaren?

Es bringt eine gewisse Flexibilität, aber man arbeitet auch viel abends und nachts. Für mich war es ein guter Zeitpunkt, weil meine Kinder schon etwas älter waren. Mit ganz kleinen Kindern hätte ich mir das deutlich schwieriger vorgestellt.

Was hat dir die Gründung persönlich gebracht?

Sehr viel. Ich habe extrem viel gelernt. Und ich sehe auch, dass ich meinen Kindern etwas vorlebe. Meine Tochter hat einmal gesagt, dass sie sich ohne mich vielleicht nie getraut hätte, selbst einen unternehmerischen Weg zu gehen. Das ist für mich ein sehr schönes Feedback.





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Machtwechsel bei Earlybird: „Bauen dauerhafte Legacy“ – Neues Führungsteam beim Kult-VC




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WIN-Initiative investiert 2,64 Milliarden Euro in Startups – ohne Steuergeld


Mit der WIN-Initiative sollen bis 2030 zwölf Milliarden Euro in Startups und Scaleups fließen. Der erste Report zeigt Fortschritte – aber es wird auch deutliche Kritik an Tempo und Strategie laut.

WIN-Initiative investiert 2,64 Milliarden Euro in Startups – ohne Steuergeld

Katharina Beck (Bündnis 90/Die Grünen) findet lobende Worte – aber kritisiert auch offene Baustellen bei der Umsetzung der WIN-Initiative.
picture alliance / dts-Agentur

WIN-Initiative auf Kurs: Gemeinsam mit dem Bundesfinanz- und dem Bundeswirtschaftsministerium hat die KfW den ersten Jahresreport zum Programm für Wachstums- und Innovationskapital vorgelegt. Die Bilanz für 2025 fällt positiv aus. Aber Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst mahnen: Trotz Fortschritten gebe es weiterhin entscheidende Stellschrauben zu drehen.

Darum geht es bei der WIN-Initiative

Die Initiative wurde im September 2024 unter der Ampel-Regierung von Bundesfinanzministerium, Bundeswirtschaftsministerium, Bundeskanzleramt, der KfW, Unternehmen und Verbänden gegründet, um privates Kapital für Startups und Scaleups in Deutschland zu mobilisieren.

Hierzu zählen Beteiligungen an jungen Unternehmen – als direkte Investments, über Venture-Capital-Fonds oder -Dachfonds. Weitere Investitionen umfassen etwa Fremdkapital für diese Unternehmen. Das Ziel ist, bis 2030 Investitionen von zwölf Milliarden Euro zu erreichen. Im Auftrag der Bundesregierung koordiniert die KfW die WIN-Initiative.

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Das sind die Ergebnisse des Reports

Die Ergebnisse des Jahresreports: Bis Ende 2025 wurden 2,64 Milliarden Euro von insgesamt 12 Milliarden Euro zugesagten Commitments in den Markt investiert. Thematisch konzentrieren sich Investitionen in junge Unternehmen mit den Schwerpunkten KI, Klima- sowie Sicherheits- und Verteidigungstechnologien.

61 Prozent des Kapitals fließt nach Deutschland. 37 Prozent der Investitionen fließt in den europäischen Markt, heißt es in einer Mitteilung des Bundesministeriums der Finanzen, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der KfW. Rund 67 Prozent der Milliardensumme flossen in Scaleup-Unternehmen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Zehn Prozent gingen an Startups, 18 Prozent wurden als Seed-Kapital in Early-Stage-Gründerinnen und Gründer investiert.

Ein Großteil der Mittel sei demnach in klassische Venture-Capital-Fonds (51 Prozent) geflossen. Direktinvestitionen in Unternehmen machen acht Prozent aus, Venture-Capital-Dachfonds sechs Prozent.

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„Wir arbeiten weiter daran, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland zu stärken. Wir wollen in zentralen Bereichen Technologieführerschaft erreichen“, sagt Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. „Mit dem Standortfördergesetz hat die Bundesregierung außerdem die Rahmenbedingungen für junge und innovative Unternehmen maßgeblich verbessert. Das schafft die Arbeitsplätze von morgen und stärkt unsere Souveränität.“

Lob für Fortschritte der Startup-Förderung

Zuletzt hatte das Bündnis 90/Die Grünen scharfe Kritik an der Umsetzung geübt. Nun gibt es lobende Worte von Katharina Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Sprecherin für Finanzpolitik und Berichterstatterin: „Die WIN-Initiative ist im Plan, das ist nach einem Jahr großer Untätigkeit der neuen Bundesregierung endlich eine gute Nachricht für den Startup-Standort Deutschland. 2,64 Milliarden Euro in gut einem Jahr, 6 von 10 Maßnahmen umgesetzt, Pensionskassen mit mehr Spielraum für VC-Investitionen durch die angehobene Risikokapitalquote, Standortfördergesetz verabschiedet. Das zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert. Gekostet hat es den Steuerzahler nichts.“

Grüne fordern konkrete Schritte für 25-Milliarden-Ziel

Trotzdem hapere es noch an einigen Stellen, insbesondere die Kommunikationsstrategie der Bundesregierung wird von den Grünen kritisiert. Keine Pressekonferenz, kaum Kommunikation durch die Bundesregierung – es sei einfach zu still um den Report. „Reiche und Klingbeil verkennen ganz offensichtlich das riesige Potenzial der WIN-Initiative. Wer neue Investoren gewinnen und weitere Commitments mobilisieren will, muss auch öffentlich dafür eintreten.“ Dieses Signal bleibe aus.

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Und noch eine weitere Forderung haben die Grünen, denn die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag das Ziel formuliert, das Kapital auf über 25 Milliarden Euro zu verdoppeln. Aber: „Eine Verdoppelung setzt voraus, dass die Bundesregierung konsequent handelt. Davon ist nichts zu sehen“, sagt Katharina Beck. Deshalb fordert sie, dass sich die Regierung nun für die geplante Verdoppelung einsetzen müsse.

Bitkom fordert mehr Tempo

Auch die noch vier noch offenen WIN-Maßnahmen, darunter die Stärkung von Dachfondsstrukturen und die Reform der privaten Altersvorsorge sollten ebenfalls zügig umgesetzt werden, so Beck. „Auf europäischer Ebene braucht Deutschland eine stärkere Verhandlungsposition beim 28. Regime einem einheitlichen Rechtsrahmen, der Gründen und Skalieren in Europa für alle erleichtern würde.“

Wo es wirklich zählt, sind die Beteiligten die Umsetzung noch schuldig.

Dr. Ralf Wintergerst

Bitkom-Präsident

Auch der Digitalverband Bitkom mahnt in einer Mitteilung, dass es weitere Schritte brauche, um die Wachstumskapital-Lücke wirklich zu schließen. „Ausgerechnet dort, wo es wirklich zählt, sind die Beteiligten der WIN-Initiative noch die Umsetzung schuldig“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Für Stiftungen und Family Offices muss es attraktiver werden, in Startups zu investieren.

Und vor allem Pensionskassen und Versorgungswerke müssen einen Teil ihres Kapitals in junge Technologieunternehmen investieren – davon würden beide Seiten profitieren, weil dann auch breite Bevölkerungsteile am Erfolg von Startups teilhaben könnten. Und schließlich müssen Investoren, die wie zum Beispiel Business Angels frühzeitig in Startups eingestiegen sind, ihre Anteile auch weiterverkaufen können.“ Er fordert mehr Sichtbarkeit für diese Themen und deutlich mehr Tempo von der Politik gefragt.





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