Künstliche Intelligenz
„GTA 6“ erscheint wie geplant am 19. November
„Grand Theft Auto 6“ erscheint am 19. November 2026 für Playstation 5 und Xbox Series X/S. Das hat Take-Two Interactive nun erneut bestätigt. Weil „GTA 6“ einerseits so etwas wie der Messias der Spielebranche ist und andererseits schon mehrfach verschoben wurde, ist die erneute Release-Bekräftigung für die Branche nicht ganz unwichtig. Viele Spielefirmen planen die Releases ihrer eigenen Spiele so, dass sie sich auf keinen Fall mit „GTA 6“ in die Quere kommen. Andere hoffen darauf, dass der Erfolg des von Rockstar entwickelten Spiels sich in mehr verkauften Konsolen niederschlägt und entsprechend auch andere Titel beflügeln könnte.
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Take-Two hat den Release-Termin am Donnerstag mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen bestätigt. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 (Ende: 31. März) schloss das Unternehmen laut Take-Twos Quartalsbericht mit Nettobuchungen von 6,72 Milliarden US-Dollar ab – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und etwas über der eigenen Prognose von 6,65 bis 6,7 Milliarden Dollar.
Rekordjahr erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr 2027 (Ende: 31. März 2027) prognostiziert Take-Two nun vor allem dank „GTA 6“ Nettobuchungen von 8 bis 8,2 Milliarden Dollar – rund 20 Prozent mehr als im abgelaufenen Geschäftsjahr. CEO Strauss Zelnick bezeichnete „GTA 6“ im Earnings Call als „der meisterwartete Entertainment-Titel aller Zeiten“ und kündigte an, dass Rockstar Games seine Marketingkampagne noch im Sommer 2026 starten werde.
„GTA Online“ weiterhin stark
Von „Grand Theft Auto 5“ hat Take-Two eigenen Angaben zufolge inzwischen fast 230 Millionen Einheiten verkauft. Nachhaltigen Umsatz generiert Take-Two vor allem über „GTA Online“, die Live-Service-Komponente des Open-World-Spiels, die sich über Erweiterungen und Mikrotransaktionen finanziert.
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Eine PC-Version von „GTA 6“ ist bislang nicht angekündigt. Take-Two-CEO Strauss Zelnick begründete die fehlende PC-Fassung jüngst damit, dass die Zielgruppe auf Konsolen spiele. Gleichzeitig räumte er ein, dass PCs als Spieleplattform an Bedeutung gewonnen hätten. Es gilt als wahrscheinlich, dass eine PC-Fassung zumindest mittelfristig geplant ist.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Iraner sollen wieder das Internet nutzen dürfen
Die iranische Netzsperre soll am Dienstag aufgehoben werden – in welchem Umfang, ist abzuwarten. Seit 28. Februar oder 88 Tagen ist der Iran offline, aufgrund eines Befehls des Nationalen Sicherheitsrates des Landes. Dieser begründete die digitale Totalzensur damals mit laufenden IT-Angriffen, die parallel zu den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran erfolgten.
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Mindestens ebenso wichtig dürfte für das Gremium Informationskontrolle gewesen sein: Die Menschen im Iran konnten sich ohne Internet kaum unabhängig informieren, umgekehrt drangen nur bedingt Informationen über die Zustände im Land nach draußen. Am Montag hat Präsident Massud Peseschkian angeordnet, die Internetsperre aufzuheben. Doch könnte dies zu einem neuen Instrument der Kontrolle ausarten, unter dem Begriff „Internet Pro”.
Laut dem Nachrichtensender Iran International stützt sich der Präsident bei dem Öffnungsbefehl auf eine Empfehlung des iranischen Onlinerates (Supreme Council of Cyberspace). Der vom saudischen Königshaus finanzierte Nachrichtensender gibt an, dass sich die iranischen Machthaber uneinig seien über die Aufhebung der Netzsperre.
Führungskreise sind geteilter Meinung
Zunächst habe die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Anordnung des Präsidenten angemeldet. Da der Nationale Sicherheitsrat die Sperre verfügt habe, könne auch nur dieses Gremium sie wieder aufheben. Stunden später habe Fars die Kritik allerdings relativiert und den Schritt als „notwendig” und „früher oder später” sowieso folgend bezeichnet.
Auch der Onlinerat sei laut einem Bericht der Tageszeitung Faraz geteilter Meinung gewesen. Drei der zwölf Abstimmenden seien demnach für die Fortführung der Internetsperre eingetreten. Besonders der Chef des staatlichen Rundfunks und der vom Präsidenten eingesetzte Sekretär des Onlinerates hätten sich für die digitale Totalzensur stark gemacht, doch sei eben Präsident Peseschkian für die Aufhebung der Sperre.
„Internet Pro” als teure Klassen-Zensur?
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Iran International berichtet über Pläne einer Klassen-basierten Zensur unter der Bezeichnung „Internet Pro”. Internetzugang könnte damit als Privileg regimetreuen Bürgern vorbehalten bleiben. Geplant seien unterschiedliche Zugangspakete, je nach Person, deren Beruf und behördlicher Zustimmung.
Beispielsweise könnten Ärzte Zugang zu Youtube, wohl zwecks Fortbildung, nicht aber zu Instagram erhalten. Geschäftsleute hätten dann vielleicht Zugriff auf Instagram, wohl zu Werbezwecken, sonst aber auf nichts.
Umgehung der Restriktionen mittels Starlink oder virtueller privater Netze (VPN) sei nicht ausgeschlossen, aber, weil verboten, lebensgefährlich und teuer. Die Preise hätten sich seit Kriegsbeginn vervielfacht. Nicht zuletzt könnten sich auch die staatsnahen Netzbetreiber mit „Internet Pro” eine goldene Nase verdienen. Schließlich sind viele Geräte, auch medizinische, heutzutage auf Internetzugang angewiesen, sodass deren Nutzern hohe Preise für passenden Internetzugang abgepresst werden könnten.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Stellantis-Umbau: Fokus auf Kernmarken und Kapazitätsabbau in Europa
Stellantis stellt sich auf dem wichtigen US-Markt auf einen langen Weg zurück zu alter Stärke ein. Mit Kostensenkungen, der Konzentration von Investitionen auf Kernmarken und mit strafferer Organisation will Konzernchef Antonio Filosa in Nordamerika bis 2030 wieder eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent einfahren, wie das Unternehmen in Auburn Hills (Michigan) nahe Detroit bekannt gab. Das hat auch Auswirkungen auf das Europa-Geschäft.
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Drei vertiefte Kooperationen
Zugleich gab Stellantis eine Reihe von angestrebten Kooperationen bekannt, die den Konzern vor allem bei der Digitalisierung helfen sollen. Konkret geht es um die Firmen Applied Intuition, Qualcomm und Wayve. Quer über alle Marken hat Stellantis in einigen Bereichen einen Nachholbedarf, der mit flexibel gehaltenen Kooperationen angegangen werden soll.
Wayve soll Stellantis bei der Integration von KI in die AutoDrive-Plattform helfen. Als erste Zielmarke nennt der Konzern Level 2++ auf Autobahnen und Innenstädten ab dem Jahr 2028. Zum Teil bieten das einige Autohersteller schon heute. Ziel von Stellantis sei langfristig auch eine höhere Automatisierung. Der End-to-End-KI-Ansatz von Wayve sei darauf ausgelegt, „über verschiedene geografische Regionen und Fahrzeugtypen hinweg zu generalisieren“. Im Laufe der Zeit unterstütze das eine Einführung auf mehreren Märkten und ermögliche eine schnellere Bereitstellung sowie eine kontinuierliche Verbesserung durch Daten aus der Praxis, schreibt Stellantis. Momentan hemmen global unterschiedliche gesetzliche Vorgaben die Verbreitung von hoch- oder vollautomatisierten Systemen. Doch Hersteller müssen sich darauf einstellen, dass auf einigen Märkten mehr erlaubt ist als auf anderen – und von Kunden dann auch entsprechende Fahrautomatisierungen eingefordert werden.
Eine Zusammenarbeit mit Applied Intuition soll Entwicklung, Simulation, Validierung und Bereitstellung von Software über zentrale Fahrzeugsysteme hinweg beschleunigen. Funktionen sollen schneller bereitgestellt werden können. Basis der gemeinsamen Arbeit soll die Plattform STLA Brain werden. Stellantis verspricht „kontinuierliche Verbesserung während des gesamten Fahrzeuglebenszyklus“. Der Konzern hat gerade in diesem Bereich einiges aufzuholen, wie aktuelle Testwagen immer wieder zeigen. Tempo, Skalierbarkeit und Qualität seien in dieser Hinsicht entscheidend, wenn man neue Technologien in Fahrzeuge bringe, argumentiert Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer bei Stellantis.
Ausgebaut werden soll die Kooperation mit Qualcomm. Dafür gibt es einen mehrjährigen Auftrag, bei dem Qualcomm den Snapdragon Ride Pilot ADAS-Stack sowie System-on-Chips für die nächste Generation von Stellantis-Fahrzeugen liefern soll. Die gegenüber den aktuellen Chips erheblich höhere Rechenleistung wird benötigt, um künftige Anforderungen im Bereich Infotainment, vor allem aber bei Fortschritten in der Fahrautomatisierung umsetzen zu können. Einsparungen sollen durch eine Standardisierung über Plattformen hinweg erreicht werden.
Langfristige Pläne an der Börse nicht gefragt
An der Börse kamen die langfristigen Sanierungspläne von Stellantis zunächst nicht gut an. Der Konzern habe sich wie befürchtet Ziele gesetzt, die weit in der Ferne lägen, schrieb Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies. Die Stellantis-Aktie sackte in Mailand zeitweise um über 7 Prozent ab, zuletzt lag das Minus noch bei 4,5 Prozent. In Summe liege die Zielmarke für die operative Marge aber wohl knapp über 7 Prozent und damit höher als gedacht. Die Wachstumsambitionen für Europa und den Nahen Osten und Afrika seien ebenfalls größer.
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Die Kehrtwende werde nicht an einem Tag gelingen, sagte Verwaltungsratschef und Agnelli-Erbe John Elkann auf einer Investorenveranstaltung. Vielmehr müsse der Erfolg jeden Tag erarbeitet werden. Zur Rosskur des Vielmarkenkonzerns – mit Marken wie Peugeot, Fiat, Citroën, Chrysler, Alfa Romeo, Jeep und Ram – gehört eine Schrumpfung der Europasparte, die auch Opel treffen wird.
Weniger Autos aus Europa
Das Europageschäft soll seine Produktionskapazität pro Jahr um mehr als 800.000 Fahrzeuge senken, hieß es. Dazu gehörten eine andere Nutzung des Werkes im französischen Poissy sowie die Fertigung zusammen mit Partnern in Rennes, Madrid und Saragossa. Wie bereits bekannt, soll in Saragossa ein von Opel und der chinesischen Stellantis-Beteiligung Leapmotor entwickeltes vollelektrisches SUV gebaut werden. Jobs in der Fertigung sollen erhalten bleiben, hieß es vom Konzern.
In Europa strebt Stellantis eine operative Marge von 3 bis 5 Prozent an. Das Sparprogramm auf dem Kontinent soll dazu beitragen, die jährlichen Kosten im Konzern bis 2028 gegenüber dem vergangenen Jahr um 6 Milliarden Euro zu senken. In den kommenden fünf Jahren will Chef Filosa zusammengenommen 60 Milliarden Euro investieren, um Stellantis wieder auf Kurs zu bringen. Rund 70 Prozent der Mittel entfallen dabei auf die vier Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat. Dass Filosa sein Augenmerk vor allem auf diese Marken richtet, war zuvor bereits in Medienberichten durchgesickert.
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(mfz)
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Halbleiter-Ökosystem: Studie beschreibt EU-Problemzonen | heise online
Nach Corona-Chipkrise, Suez-Kanal-Krise um die Ever Given, KI-Nachfrage-Krise und zuletzt auch noch irankriegsbedingter Grundstoffkrise scheint eines nun allgemein akzeptiert zu sein: „Mikroelektronik ist auch Geopolitik“, sagte Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE und CDU-Politikerin beim ZVEI Summit in Berlin. Der fand am Mittwoch und Donnerstag statt. Und das bedingt eine strategische Aufstellung, wie sie die EU seit Jahren versucht. In Teilen der Halbleiterwertschöpfungskette sei die europäische Unabhängigkeit schon erreicht, sagt Connemann. Aber es gehe jetzt darum, die Lücken zu schließen.
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Die wichtigste Frage für einen Business Case bleibe jedoch die Nachfrage, sagt Connemann – und dann gehe es darum, ob europäisch bestellt werden könne. „Ohne technologische Souveränität keine digitale Souveränität“, sagt Tanjeff Schadt vom Consultingunternehmen Strategy&. Ohne Mikroelektronik gebe es aber keine technologische Souveränität. Die Strategieberatung hat im gemeinsamen Auftrag von ZVEI, dem niederländischen Verband der Technologieindustrie FME und dem deutschen und dem niederländischen Wirtschaftsministerium zu ermitteln versucht, welche Halbleiterindustriepolitik in der EU sinnvoll sein könne. Und dafür wurde der Halbleiterbedarf für die Nutzung in der EU sowohl als Binnenmarkt als auch für den Export analysiert.
Industriebedarf steigt stärker als Konsumbedarf
Bis 2040 würde sich die Nachfrage im Kern verdoppeln, so die Studie. Die Nachfrage durch die EU-Industrie steige dabei sogar stärker als die der Verbraucher, bei bestimmten Typen wie GPUs und CPUs etwa auf das siebenfache Niveau gegenüber 2025, bei Speicher das dreifache. Datacenter seien dabei das größte Wachstumsfeld mit einer Verelffachung auf das Niveau der Automobilindustrie, sagen die Consultants voraus. Doch die Abbildung von Geopolitik gehört zu den Faktoren, die laut der Studie die Nachfrage der kommenden Jahrzehnte ebenso mitprägen. Denn vor allem die Nutzung in kritischen Infrastrukturen und in sicherheitsrelevanten Anwendungsbereichen, etwa militärischen, sei ein großer Treiber der Nachfrage, was entsprechende Kapazitäten voraussetze.
Doch solange die Lieferketten funktionieren, fällt der Kostenfaktor derzeit zum Nachteil Europas aus. 15–30 Prozent sei der Kostennachteil bei einer Produktion in Europa, rechnet Berater Schadt beim ZVEI Summit in Berlin auf der Bühne vor. Beim Packaging sei die EU 20–30 Prozent teurer, etwa durch Lohn- und Baukosten. Das sei nicht zu weit weg, um diese Lücken schließen zu können, sagt Tanjeff Schadt. Die politische Stabilität sei dabei ein Faktor, der auch von Investoren positiv gesehen würde.
Die Studie sei ausdrücklich „kein Aufruf zur Planwirtschaft“, sagt der Strategy&-Berater. Konkret empfiehlt seine Untersuchung drei unterschiedliche Stufen: Erhalten, Stärken und neue Fähigkeiten zu schaffen oder neue Partnerschaften einzugehen.
Starke Unterschiede zwischen Segmenten
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Die Autoren gehen offenbar davon aus, dass Europa beim Equipment zur Halbleiterproduktion vergleichsweise gut dastehe – von ASML über Zeiss bis hin zu anderen Spezialisten. Doch bei den Designfähigkeiten sehen die Autoren bei Strom- und Kommunikationschips, bei Sensorik und Mikrocontroller-Units (MCU) weiteren Bedarf – den größten aber bei CPUs, GPUs und SoC-Designfähigkeiten. Bei der konkreten Produktion seien Größen unter 7 Nanometer, die Kategorie der 8-16 nm- sowie der 21-46 nm-Strukturen besonders dringlich, so das Ergebnis der Studie. Doch auch darüber – bis hin zur 350 nm-Kategorie – müsse mehr getan werden.
Beim Packaging sehen die Autoren vor allem bei neuen Verfahren wie dem Stapeln von Chiplets auf engstem Raum dringenden Handlungsbedarf. Bei allen Feldern, die sie als strategisch besonders dringlich erachten, heißt das für sie „Build or Partner“ – also selber machen oder einen verlässlichen Partner finden.
Damit markieren die Autoren solche Felder, in denen EU-Firmen weniger als 8 Prozent Marktanteil haben und zugleich ein wesentlicher Anstieg der Nachfrage erwartet wird. Photonen-, neuromorphe, Quanten und neue Speichertechnologiechips stehen nicht näher spezifiziert ebenfalls in dieser Kategorie.
Etwas abgetrennt betrachten die Autoren hingegen die notwendigen Leiterplatten, auf die Chips für Endprodukte aufgebracht werden. In der Vergangenheit wurde diese nicht als überkomplex geltende Technologie jedoch oft vergessen, wenn es um den Gesamtfertigungsprozess der industriell weiterverwertbaren Chipproduktion ging. Bis 2040 würde Automotive weiterhin die Hälfte des PCB-Bedarfs ausmachen. Doch diesem Löwenanteil stehe ein steigender Anteil Spezial-PCBs gegenüber, etwa für KI-Server oder militärische Nutzung, wo es primär um Resilienz gehe. Hier gebe es einen massiv steigenden Bedarf an Fähigkeiten, die nicht hauptsächlich ökonomisch, sondern strategisch getrieben seien.
Vorlage für Neuauflage des EU-Chips-Act
Die niederländisch-deutsche Studie kommt nicht zufällig kurz vor dem sogenannten „Tech Sovereignty-Package“, in dem die Europäische Kommission in der übernächsten Woche nun ihre Pläne vorstellen will, wie die EU unabhängiger von Dritten werden soll. Dabei geht es auch um die zukünftige Strategie zur Förderung und Ansiedlung von Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten – etwa im Nachfolger des Chips Act, aber auch mit Blick auf KI-Infrastrukturen.
Dass die EU mit der ersten Iteration, die unter anderem zur Intel-Ansiedlung in Magdeburg (Chipfertigung) und Wrocław (Packaging) hätte führen sollen, nur Teilerfolge aufweisen konnte, soll als lehrreich adressiert werden – und große Schritte in Richtung „fabless“ unternommen werden. Dabei geht es um eine Unabhängigkeit von konkreten Chipunternehmen hin zur Auftragsfertigung bei entsprechenden Dienstleistern. Gegen Lieferkettenprobleme bei Grundstoffen wie zuletzt beim Helium kann das allerdings kaum Absicherung bieten.
(mho)
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