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Digital Business & Startups

Ex-Freshfields-Jurist sammelt 1,3 Millionen Euro für sein Legal-Startup ein


Das Potsdamer Startup nu:legal will juristische Standardprozesse mit KI beschleunigen, und sammelt dafür 1,3 Millionen Euro von Investoren ein.

Das Team von Nu:legal um Bork Morfaw arbeitet daran, dass Arbeitsverträge und Datenschutzerklärungen künftig weniger Zeit kosten als der erste Kaffee im Büro.

Das Team von Nu:legal um Bork Morfaw arbeitet daran, dass Arbeitsverträge und Datenschutzerklärungen künftig weniger Zeit kosten als der erste Kaffee im Büro.
nu:legal

Arbeitsverträge, Kündigungen oder Datenschutzerklärungen: Viele juristische Prozesse in Unternehmen laufen noch immer langsam, teuer und manuell ab. Gleichzeitig experimentieren immer mehr Firmen mit KI-Tools — stoßen dabei aber schnell an Grenzen.

Hier möchte das Potsdamer Legal-Tech-Startup Nu:legal ansetzen. Das Unternehmen des ehemaligen Freshfields-Juristen Bork Morfaw hat jetzt 1,3 Millionen Euro eingesammelt. Die Finanzierungsrunde wurde von Caesar Ventures angeführt.

Die Plattform richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, die juristische Prozesse wie Arbeitsverträge, Kündigungen oder Datenschutzerklärungen schneller abwickeln möchten, ohne dabei vollständig auf generische KI-Tools setzen zu müssen. „Wir glauben nicht daran, Anwälte zu ersetzen“, sagt Morfaw. „Wir glauben daran, juristische Expertise mithilfe von Technologie skalierbar zu machen. Viele juristische Standardprozesse werden bis heute weitgehend manuell bearbeitet. Das kostet Unternehmen Zeit und bindet gleichzeitig Kapazitäten in Kanzleien.“

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Vom Freshfields-Anwalt zum Startup-Gründer

Gegründet wurde Nu:legal von Bork Morfaw, der zuvor bei der Wirtschaftskanzlei Freshfields an Legal-Tech- und GenAI-Projekten gearbeitet hat. Bekannt wurde er bereits mit „LegalGPT“ (früher „AnwaltGPT“), einer KI-Anwendung für juristische Unterstützung mit 200.000 Nutzern. Die Erfahrungen daraus hätten laut Morfaw gezeigt, wie groß die Nachfrage nach schneller Rechtsunterstützung sei, aber auch, wo generische KI an Grenzen stoße.

„Das Problem ist nicht mangelnder Bedarf an Rechtsberatung“, sagt Morfaw. „Das Problem ist, dass das bestehende System nie für die Geschwindigkeit moderner Unternehmen entwickelt wurde.“





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Digital Business & Startups

Planted und Code Gaia fusionieren – REPS bekommt 23,6 Millionen – allO erhält 14 Millionen


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ ESG-Softwareanbieter Planted und Code Gaia fusionieren +++ Energy Harvesting-Startup REPS bekommt 23,6 Millionen +++ Restaurant-Software allO erhält 14 Millionen +++ LegalTech nu:legal sammelt 1,3 Millionen ein +++

Planted und Code Gaia fusionieren – REPS bekommt 23,6 Millionen – allO erhält 14 Millionen

Im #DealMonitor für den 27. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

REPS
+++ Nicht genannte Investoren investieren 23,6 Millionen US-Dollar in REPS. Das Tiroler Startup, 2023 von Alfons Huber in Mils gegründet, wandelt Bremsenergie aus dem Straßenverkehr in Strom um. „REPS kann auf asphaltierten Straßenabschnitten installiert werden, an denen Fahrzeuge langsamer werden oder bremsen müssen – zum Beispiel vor Ampeln, Stoppschildern, Mautstationen, Streckenabschnitten mit Gefälle oder Autobahnausfahrten“, heißt es zur Idee. Das frische Kapital soll unter anderem in die internationale Expansion fließen. Mehr über REPS

allO 
+++ Der New Yorker Investor Zigg Capital, LifeX Ventures, Aperture, Wecken & Cie., 20VC und Keen Venture Partners sowie Business Angels wie Angels in the round include Fabian Siegel, Mark Ransford, Ludwig Fuchs investieren 14 Millionen US-Dollar in allO. Das Münchner Startup, 2020 von Benedikt von Lewinski, Cancan Liu und Teodor Rupi gegründet, positioniert sich als „All-in-One-System für Restaurants“. „allO unifies POS, integrated payments, reservations, kiosks, delivery, webshop, and back office into a single platform, with a suite of AI-powered digital employees on top“, heißt es zum Konzept. Zuvor flossen bereits rund 6,5 Millionen Dollar in allO – unter anderem von 20VC, Keen Venture Partners, NL Startup Fund, 20Product, 20Growth sowie Business Angels wie Mario Götze, Claire Hughes-Johnson, Daniel Khachab, Martin Enderle, Navid Hadzaad und Pat Cummins. Zigg Capital hält nun 17,4 % an allO. Auf Keen Venture Partners entfallen derzeit 17,9 %. 20VC ist mit 15,5 % an Bord. Mehr über allO

nu:legal
+++ Der Münchner Early-Stage-Investor Caesar Ventures, Superangels und mehrere Business Angels investieren 1,3 Millionen Euro in nu:legal. Das LegalTech aus Potsdam, 2025 von Bork Morfaw, ehemaliger Jurist bei Freshfields, gegründet, möchte kleine und mittelständische Unternehmen bei juristischen Prozesse zu Arbeitsverträge, Kündigungen, oder Auftragsverarbeitungsverträge helfen. „Die Plattform kombiniert dafür spezialisierte juristische Workflows, intelligente Automatisierung sowie anwaltliche Prüfung“, teilt das Team mit. Caesar Ventures hält nun rund 7,9 % an nu:legal. Mehr über nu:legal

MERGERS & ACQUISITIONS

Planted Code Gaia
+++ Die beiden ESG-Softwareanbieter Planted und Code Gaia fusionieren. „Mit über 630 Kunden und einem profitablen Kerngeschäft gehört die neue Gruppe zu den führenden Anbietern im europäischen Markt“, heißt es in einer Presseaussendung. Auch nach der Fusion bleiben beide Marken unter dem Dach von House of Gaia erhalten. Markus Adler, Gründer von Code Gaia, übernimmt dabei das operative Geschäft. Code Gaia-Mitstreiter Niklas Schönstein verantwortet die Produktstrategie. Planted-Gründer Wilhelm Hammes kümmert sich um künftige Akquisitionen. In den kommenden 24 Monaten sollen „gezielt spezialisierte ESG-Softwareanbieter mit komplementärer Produkttiefe“ in die neue Gruppe integriert werden. Das Kölner Startup Planted, 2021 von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller und Wilhelm Hammes gegründet, pflanzte zum Start Mischwälder zur CO2-Kompensation. Später wurde aus der Jungfirma eine Lösung für CO2-Management und Reporting. Zu den Investoren des Startups gehörten TechVision Fonds, WENVEST Capital und neoteq ventures. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 7 Millionen in Planted. Das Unternehmen übernahm 2024 bereits seinen Berliner Konkurrenten Clime. Code Gaia (vormals Spenoki), 2020 von Markus Adler, Niklas Schönstein und Till Kundrun in München gegründet, positioniert sich als „Betriebssystem für Wirtschaftlichkeit & Resilienz“. Die Brand- und Retail-Agentur Liganova übernahm 2022 die Mehrheit an Code Gaia. Zuletzt hielt Liganova-Gründer Vincent Bodo Andrin die Mehrheit am Unternehmen. Mehr über Planted

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Foto (oben): azrael74



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Digital Business & Startups

Save the date: Cologne Startup Summer Night


#Eventtipp

Jetzt vormerken: Im Juli steigt erneut die Cologne Startup Summer Night. Das sommerliche Networking-Event hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Treffpunkt der regionalen Startup- und Investorenszene entwickelt.

Save the date: Cologne Startup Summer Night

Am 8. Juli findet erneut die Cologne Startup Summer Night statt. Das Event, das von KölnBusiness, Web de Cologne, den Gateway Hochschulen Köln und der Gateway Factory organisiert wird, zählt zu den wichtigsten Networking-Veranstaltungen der rheinischen Gründerszene.

Erwartet werden Gründer:innen, Investor:innen, Unternehmer:innen sowie Vertreter:innen aus Politik, Presse, Verbänden, NGOs und Wirtschaftsförderung. Ziel der Veranstaltung ist es, Akteur:innen aus dem Startup-Ökosystem miteinander zu vernetzen und den Austausch zwischen jungen Unternehmen, Investor:innen und etablierten Firmen zu fördern.

Ein Highlight der Veranstaltung ist erneut das Startup Village. Dort erhalten bis zu zehn Kölner Startups die Möglichkeit, ihre Ideen und Geschäftsmodelle zu präsentieren, neue Kontakte zu knüpfen und ihre Sichtbarkeit in der Szene zu erhöhen. Ergänzt wird das Programm durch eine Investoren-Lounge, in der sich Gründer:innen und Investor:innen in vorab vereinbarten Gesprächen austauschen können.

Die Cologne Startup Summer Night hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Treffpunkt der regionalen Szene entwickelt. Neben Networking stehen dabei vor allem neue Kooperationen, der Austausch über aktuelle Entwicklungen im Startup-Ökosystem sowie die Stärkung Kölns als Startup-Standort im Fokus.

Zur Anmeldung der Cologne Startup Summer Night

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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Foto (oben): Manor Lux





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KI-Song für den Kanzler: Gründer will Merz mit diesem Lied wachrütteln


Die Startup-Szene ist etwas frustriert von Friedrich Merz. Jetzt ließ ein Drohnen-Gründer sogar einen KI-Song für den Kanzler produzieren.

KI-Song für den Kanzler: Gründer will Merz mit diesem Lied wachrütteln

Florian Seibel mit seiner Platte für Merz.
Florian Seibel

Das Verhältnis der Startup-Szene zu Friedrich Merz ist eher disharmonisch. Der Kanzler sprach vergangene Woche bei den German Startup Awards in Berlin. Die Reaktionen in der Szene: höflich, aber ernüchtert. Viele Gründer hatten sich nach dem Regierungswechsel schnelle Reformen und mehr wirtschaftlichen Aufbruch erhofft. Stattdessen wächst die Ungeduld.

Florian Seibel, der Gründer des Drohnen-Startups Quantum Systems, greift jetzt zu ungewöhnlicheren Mitteln: zum Taktstock. Er hat sich von der Agentur Stern Stewart einen Song produzieren lassen. Titel: „Imagine a Moonshot“.

Wo Aufbruch, fragen sich die Gründer.

Wo Aufbruch, fragen sich die Gründer.
Picture Alliance

Der Stil ist an Soul angelehnt. Musiker standen dafür aber nicht im Studio, sondern es kam KI zum Einsatz. Natürlich.

Den Track hat Seibel extra auf eine Schallplatte pressen lassen und wollte sie dem Kanzler bei den Awards überreichen. Ob das geklappt hat, ist nicht überliefert.

Merz ist Fan von Jazz-Trompeten

Worum es Seibel geht? Was in den Lyrics noch ein bisschen indirekt daherkommt, hat der Gründer auf Linkedin ausbuchstabiert: Es brauche eine klare Vision und schnelle Umsetzung. „Untätigkeit führt in die Katastrophe.“

Es sei „an der Zeit, Herr Merz“, schreibt Seibel. „Wir, die deutsche Wirtschaft, stehen hinter Ihnen. Jetzt liegt es an Ihnen, zu handeln. Es wird nicht einfach sein. Es wird schwer werden. Aber es lohnt sich: Gemeinsam können wir dieses Land wieder auf Kurs bringen.“

Ob die Platte dabei hilft, beim Bundeskanzler Gehör zu finden? Vielleicht hätte man dafür den Jazz-Trompeter Till Brönner ins Boot holen müssen. Den nannte Merz mal seinen Lieblingsstar und persönlichen Freund. Außerdem sei er Fan von Klassik und gehe gerne aufs Wagner-Festival in Bayreuth.

Wenn man sich einen pathetischen Soundtrack für das Drama zwischen Merz und der Gründerszene aussuchen wollte, wäre Wagner vielleicht gar nicht so schlecht.





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