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YouTube testet Videos nur für Superfans – aber nicht gegen Geld
Mit einem womöglich neuen Top-Fans-Format für exklusive Videos ohne Paywall und einer automatischen AI-Erkennung setzt YouTube auf Loyalität und mehr Transparenz bei KI-Inhalten.
Die Streaming-Plattform YouTube kennzeichnet bestimmte AI-Inhalte künftig automatisch und testet womöglich gleichzeitig ein neues Veröffentlichungsformat für die loyalsten Fans. Die Funktion Top Fans schaltet Videos offenbar nur für das oberste ein Prozent der Zuschauer:innen eines Kanals frei. Eigentlich hatte YouTube die Option im vergangenen Jahr für Musik-Artists angekündigt. Inzwischen taucht sie laut ersten Screenshots aber auch bei Creatorn außerhalb des Musik-Business auf.

Eine offizielle breite Einführung hat YouTube bislang allerdings noch nicht angekündigt. Wenn YouTube das Top Fans Feature tatsächlich für mehr Creator freischaltet, würde anders als bei Plattformen wie Patreon oder OnlyFans nicht Geld über exklusive Inhalte entscheiden, sondern Aktivität, Watchtime und Interaktion.
Ask YouTube startet:
KI-Suche kommt auf die Videoplattform

Nicht gekauft, sondern verdient: YouTube testet exklusive Videos für Top Fans
Wer mehr Videos schaut als 99 Prozent der übrigen Zuschauer:innen eines Accounts, regelmäßig kommentiert und häufig mit den Inhalten interagiert, gehört zur exklusiven Gruppe der obersten ein Prozent der Fans und erhält womöglich bald Zugriff auf Videos, die nur für diese Community freigeschaltet werden.
YouTube erwähnte die Funktion erstmals während der Made On-Präsentation im vergangenen Jahr. Dort stellte das Unternehmen Top Fans zunächst als neues Feature für Künstler:innen aus der YouTube Music Community vor. Laut der Streaming-Plattform soll die Funktion Creatorn helfen, ihre engagiertesten Fans persönlicher anzusprechen und langjährige Unterstützung stärker zu belohnen. Ziel sei es, engere Fanbeziehungen aufzubauen und Zuschauer:innen zu belohnen, „die von Anfang an dabei waren“.
Acht Monate später taucht die Funktion jetzt bei mehr Creatorn auf. Der Social-Media-Experte Matt Navarra zeigt auf Threads erste Screenshots der neuen Upload-Einstellungen. Dort erscheint neben Optionen wie Private oder Unlisted nun auch der Bereich Top Fans. Videos, die darüber veröffentlicht werden, können offenbar tatsächlich nur von den Top-ein-Prozent-Fans eines Kanals angesehen werden. Die übrigen 99 Prozent der Zuschauer:innen bleiben selbst mit Direct Link außen vor.
Creator könnten die Funktion künftig für exklusive Inhalte, Experimente oder kontroversere Meinungen nutzen. Auch YouTube selbst profitiert von dem Treuemodell. Wenn User versuchen, zum obersten Prozent der aktivsten Fans eines Kanals zu gehören, dürfte das die Watchtime und Interaktion auf der Plattform deutlich erhöhen.
YouTube macht AI Labels sichtbarer und erkennt KI-Inhalte künftig automatisch
YouTube kennzeichnet bereits seit 2024 Inhalte, wenn Creator angeben, dass sie KI-Tools genutzt haben. Jetzt macht die Streaming-Plattform ihre AI-Hinweise deutlich sichtbarer und führt die automatische KI-Erkennung ein.
Besser sichtbare und vereinfachte AI Labels
Hinweise auf fotorealistische oder stark mit KI bearbeitete Inhalte sollen künftig wesentlich prominenter angezeigt werden. Bei längeren Videos erscheinen die Labels direkt unter dem Video-Player und oberhalb der Beschreibung. Bei Shorts blendet YouTube die Hinweise direkt als Overlay im Video ein.
Zuschauer:innen sollen AI-Inhalte dadurch schneller erkennen können, ohne erst die Videobeschreibung öffnen zu müssen. Für unrealistische, animierte oder nur leicht bearbeitete Inhalte bleiben die Hinweise dagegen weiterhin in der erweiterten Beschreibung verborgen. In einem Video erklärt YouTube noch etwas ausführlicher, warum die neuen AI Labels sichtbarer werden sollen.
YouTube führt automatische AI-Erkennung ein
Zusätzlich führt YouTube neue automatische Erkennungssysteme für AI-generierte Inhalte ein. Creator müssen realistische AI-Inhalte zwar weiterhin selbst kennzeichnen. Erkennt YouTube jedoch eine starke fotorealistische AI-Nutzung und fehlt eine entsprechende Kennzeichnung, setzt die Plattform das Label künftig automatisch. Allerdings ist nicht gesichert, dass YouTube jegliche KI-Anpassungen erkennt und markiert – etwa die Vergrößerung des tatsächlichen Publikums bei politischen Reden.
YouTube betont in der Ankündigung, Transparenz und die Kontrolle der Creator miteinander in Einklang bringen zu wollen. Ein AI-Hinweis allein soll weder Empfehlungen noch die Monetarisierung eines Videos beeinflussen.
Kampf gegen Deepfakes:
YouTube bringt AI Likeness Detection für alle ab 18
Creator behalten die Kontrolle über ihre Kennzeichnungen
Wird ein Video fälschlicherweise als AI-generiert erkannt, können Creator die Kennzeichnung weiterhin direkt in YouTube Studio anpassen. Dauerhaft sichtbar bleiben die Hinweise allerdings bei Inhalten, die mit YouTubes eigenen AI Tools wie Veo oder Dream Screen erstellt wurden oder C2PA-Metadaten für vollständig generative AI-Inhalte enthalten.
Zusätzlich erweitert YouTube in den kommenden Wochen den Zugriff auf die Technologie zur Erkennung von AI Deepfakes. Alle Kanäle ab 18 Jahren sollen Zugriff erhalten – unabhängig von Reichweite, Abonnent:innenzahl oder Monetarisierung.
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Meta One startet direkt mit 4 Abostufen
Mit den vergleichsweise niedrigen Einstiegspreisen für Dienste wie Instagram Plus oder WhatsApp Plus will Meta die Hürde senken, künftig für besonders spannende sowie neue Funktionen zu zahlen, und gleichzeitig möglichst viele Menschen für die neuen Abos gewinnen. In Europa hatte Meta bereits 2023 kostenpflichtige Versionen von Facebook und Instagram ohne Werbung eingeführt. Der Konzern reagierte damit auf strengere EU-Datenschutzvorgaben rund um personalisierte Werbung und Datennutzung.
Instagram Plus und WhatsApp Plus starten weltweit
– perspektivisch kommt Meta One

Instagram Plus: Mehr Reichweite, mehr Insights und heimliche Story Views für 3,99 US-Dollar
Instagram Plus setzt vor allem auf exklusive Insights und Interaktionsfunktionen, die bisher nicht direkt in der App verfügbar waren. Das Abo soll laut den neuen Informationen 3,99 US-Dollar pro Monat kosten und unter anderem folgende Funktionen enthalten:
- unbegrenzte Zielgruppenlisten für Stories über die bisherige Close-Friends-Funktion hinaus
- Story Rewatch Insights
- durchsuchbare Viewer-Listen
- ein wöchentliches Story Spotlight für zusätzliche Sichtbarkeit
- Stories mit einer Laufzeit von bis zu 48 Stunden statt nur der üblichen 24 Stunden
- Quiet Posting für Profil und Highlights, ohne Inhalte aktiv im Feed auszuspielen
- Story Preview ohne sichtbaren Viewer-Eintrag
- Custom App Icons
- eigene Schriftarten für Bios
- zusätzliche Profil-Pins
Creator sollen laut den Informationen allerdings darüber informiert werden, dass die anonyme Story-Preview-Funktion existiert.

WhatsApp Plus: Meta macht sogar Chat-Design und Klingeltöne zum Abo
Das WhatsApp-Bezahlabonnement WhatsApp Plus steht seit Mitte Mai ersten iOS Usern zur Verfügung und bringt zahlreiche Personalisierungs- und Komfortfunktionen in die App. In Europa kostet WhatsApp Plus laut bisherigen Tests derzeit rund 2,49 Euro pro Monat. Laut den neuen Informationen soll das Abo langfristig 2,99 US-Dollar monatlich kosten. Zum Paket gehören unter anderem:
- Premium Sticker
- animierte Chat Overlays
- zusätzliche Themes
- alternative App-Logos mit individuellen Farbeffekten
- individuelle Klingeltöne
- bis zu 20 angepinnte Chats statt bisher drei
- individuelle Anpassungen für Chat-Listen
- 18 zusätzliche Farboptionen für die App-Gestaltung

Facebook Plus: Stories, Reactions und Viewer-Suche für 3,99 US-Dollar
Facebook Plus soll ebenfalls 3,99 US-Dollar pro Monat kosten und bringt ähnliche Funktionen wie Instagram Plus auf Facebook und Messenger. Laut den neuen Informationen umfasst das Abo unter anderem:
- längere Story-Laufzeiten von bis zu 48 Stunden
- animierte Super Reactions für Stories
- Viewer Insights und Suchfunktionen für Story-Zuschauer:innen
- Story Previews, ohne selbst als Viewer sichtbar zu werden
- Custom Icons für Facebook und Messenger
Auch hier sollen Poster laut den Informationen darüber informiert werden, dass die anonyme Preview-Funktion existiert.

© Meta via Matt Navarra
Meta One: AI, Creator Tools und Reichweite werden zum Premium-Bundle
Laut Social-Media-Experte Matt Navarra plant Meta mehrere unterschiedliche Stufen für AI-, Creator- und Business-Funktionen. Die verschiedenen Meta One-Angebote sollen perspektivisch Instagram Plus, Facebook Plus, WhatsApp Plus und zusätzliche AI-Funktionen unter einem gemeinsamen Premiumsystem bündeln.
Meta One Plus für 7,99 US-Dollar pro Monat
Meta One Plus soll zusätzliche AI-Nutzung und Premiumfunktionen aus den Meta Apps enthalten. Dazu gehören unter anderem:
- mehr monatliche AI-Nutzung
- mehr Thinking Mode für komplexe Aufgaben in der Meta AI App und im Web
- zusätzliche Bild- und Videogenerierung
- gebündelte Premiumfunktionen aus Instagram, Facebook und WhatsApp

Meta One Essential für 14,99 US-Dollar pro Monat
Mit Meta One Essential richtet sich Meta an Creator und professionelle Accounts. Das Paket soll unter anderem folgende Funktionen enthalten:
- Verified Badge für Instagram und Facebook
- zusätzlicher Schutz gegen Fake Accounts und Identitätskopien
- proaktive Überwachung möglicher Copycat Accounts
- erweitertes Linksheet für Websites, Social Profiles und weitere Ziele

Meta One Premium für 19,99 US-Dollar pro Monat
Im Vergleich zu Meta One Plus soll Meta One Premium für 19,99 US-Dollar pro Monat deutlich mehr Kapazität für intensive AI-Nutzung und komplexere Requests bieten. Laut den Informationen richtet sich das Paket vor allem an Power User mit höherem AI-Bedarf.

Meta One Advanced für 49,99 US-Dollar pro Monat
Das teuerste und umfangreichste Meta One-Abo soll laut den veröffentlichten Informationen 49,99 US-Dollar pro Monat kosten. Meta One Advanced richtet sich an professionelle Accounts, Brands und Creator und enthält unter anderem folgende Features:
- bessere Platzierungen in Instagram- und Facebook-Suchergebnissen
- höhere Sichtbarkeit im Feed
- hervorgehobener Follow Button auf Reels
- automatische Follow-Einladungen an Personen, die mit Inhalten interagieren
- klickbare Links in Instagram Posts und Reels
- erweiterte Profile mit mehreren Adressen und zusätzlichen Informationen
- Competitive Insights für Instagram
- Audience Insights für Facebook
- optimiertes Scheduling
- Shared Account Access
- Alerts für Original Content Credit
- menschlicher Support

Die verschiedenen Meta One-Abos sollen laut den veröffentlichten Informationen zunächst in ausgewählten Märkten getestet werden. Meta One Plus und Premium starten demnach zuerst in Singapur, Guatemala und Bolivien. Meta One Essential und Advanced sollen zunächst in Saudi-Arabien, Marokko, Thailand und Bangladesch getestet werden.
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Popkultur statt Pathos: McDonald’s setzt im WM-Sommer auf Sharingprodukte und Musik
Fußball – und McDonald’s – bringt Menschen zusammen, findet der Fast-Food-Anbieter
Der Spot läuft bereits seit ein paar Tagen, jetzt wird auch ein zugehöriger Song gepusht: McDonald’s Deutschland startet in den Fußballsommer 2026 und verbindet die anstehende WM mit Sharingprodukten, Creator-Aktivierungen und einem eigens produzierten Track.
Gut zwei Wochen vor dem ersten Anpfiff zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt sich McDonald’s Deutschland kommunikativ in Stellung. Der neue Kampagnen-Spot ist seit einigen Tagen im Einsatz, nun folgt der nächste Baustein: Mit der Promotion des eigens produzierten Songs „In der Luft“ schaltet die Marke ihre Sommerkommunikation vollständig frei. Ziel ist es, den Fußballsommer emotional zu besetzen – über Musik, gemeinsames Essen und geteilte Erlebnisse.
Inhaltlich rückt McDonald’s das gemeinschaftliche Erlebnis in den Mittelpunkt. Fußball wird als sozialer Anlass verstanden – als Moment, der Freundeskreise, Familien und spontane Begegnungen zusammenbringt. An diese Logik knüpft die Marke an und positioniert sich als Begleiter für Match-Abende, Public Viewing oder kurze Snack-Pausen unterwegs.
Flankiert wird die Kampagne von zeitlich begrenzten Produktneuheiten, wie es bei dem Fast-Food-Anbieter in solchen Fällen üblich ist. Seit dem 20. Mai und noch bis zum 30. Juni erweitert McDonald’s Deutschland sein Angebot um mehrere sogenannte Food-Highlights. Neu ist unter anderem der Crispy Chicken Dog, eine Mischung aus Burger und Hot Dog, die Assoziationen an Stadionverpflegung wecken soll. Für größere Runden setzt die Marke auf eine neue Sharebox: Sie kombiniert 40 verschiedene Snacks aus Huhn und Käse und ist explizit auf das Teilen ausgelegt. Außerdem kehrt der Deutschlandburger zurück, optisch und geschmacklich an Schwarz-Rot-Gold angelehnt.
Zur Sommerkampagne gehören auch zeitlich limitierte Produkte
Die Verbindung von zeitlich begrenztem Sortiment, Musik-Release und Creator-Aktivierungen folgt einer klaren Logik: Aufmerksamkeit soll nicht punktuell, sondern über mehrere Kontaktflächen hinweg aufgebaut werden. Insgesamt ist die Kampagne ein weiteres Beispiel dafür, wie kommerzialisiert und kommunikativ Großereignisse wie die WM inzwischen aufgeladen werden können. Die Marke setzt dabei weniger auf klassische Fußballinszenierung als auf Popkultur, Social Media und das Versprechen gemeinsamer Momente. Auch der Trend zu nostalgischen Momenten, der in diesem Jahr in vielen Kampagnen erkennbar ist, spiegelt sich darin wider.
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Ferrari Luce: So clever nutzt Lidl den Wirbel um den E-Ferrari für Eigenwerbung
Lidl nutzt die Debatte um den E-Ferrari für Eigenwerbung
Die Welt der Sportwagenfans steht Kopf: Ein E-Auto von Ferrari! Und dann sieht der Luce auch noch sehr gewöhnungsbedürftig aus und kostet 550.000 Euro – mindestens. Nach der Enthüllung des Wagens wurde Ferrari nicht nur an der Börse, sondern auch im Social Web abgestraft. Lidl macht sich das auf clevere Weise zunutze.
Der erste vollelektrische Ferrari fliegt dem Sportwagenhersteller aus dem italienischen Maranello gerade ziemlich um die Ohren. Zwar können sich die Leistungsdaten – etwa bis zu 1.050 PS, mehr als 310 km/h in der Spitze, 530 Kilometer E-Reichweite und ein Sprint von null auf 100 km/h in 2,5 Sekunden – durchaus sehen lassen. Doch die Kosten – Experten rechnen bei einem Grundpreis von 550.000 Euro bei individualisierten Modellen mit mehr als 700.000 Euro – und vor allem die Optik stößt vielen Fans der Traditionsmarke übel auf.
Für Lidl hat sich die Live-Marketing-Aktion schon jetzt gelohnt. Das Werbemotiv, das Dario Ciraulo, als Teamlead Talkability für die Social-Media-Auftritt von Lidl verantwortlich, gemeinsam mit seinem Team inhouse umgesetzt hat, kommt schon jetzt auf fast 37.000 Reaktionen und gehört damit zu den meist geteilten Lidl-Posts des Jahres.
Die besten Social-Media-Reaktionen auf den Ferrari Luce
Ferrari sieht sich im Social Web derweil mit einer Flut von Memes konfrontiert, die das Elektromodell des Unternehmens teils kritisch, teils humorvoll kommentieren. Wir haben an dieser Stelle die amüsantesten Reaktionen zusammen gestellt:
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