Künstliche Intelligenz
Jetzt in der Make 3/26: Verbrenner auf Elektro umrüsten
Wer auf einen Elektroantrieb umsteigen möchte, aber sein altes Auto liebt, muss es nicht unbedingt gegen ein neues tauschen. Man kann das Fahrzeug oft auch auf einen Elektromotor umrüsten – oder umrüsten lassen.
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Doch wie fängt man mit so einem XXL-Makerprojekt am besten an? Das haben wir uns für die Make 3/26 genauer angeschaut und liefern wertvolle Tipps für den Einstieg. Dabei gibt der Artikel einen Überblick über die nötigen Komponenten und erklärt, wann sich der Aufwand finanziell lohnt und woran sich die TÜV-Abnahme orientiert.
Dazu hat unser Redakteur Marcus Hansson auch die Werkstatt von Marco Lorey in Offenbach besucht, die seit 2008 auf solche Konvertierungen spezialisiert ist. Vom Oldtimer bis hin zum Alltagsauto wird hier alles elektrifiziert, was Räder hat. Dass der Umbau aber längst nicht nur Profis vorbehalten ist, zeigen mehrere bemerkenswerte Eigenbau-Projekte im Heft. Vielleicht steht ja auch in eurer Garage ein Kandidat für den nächsten Stromer?
Außerdem im Heft: Taupunktlüfter mit Shelly

Ein Taupunktlüfter, der den Keller oder andere Räume im Haus trocken hält, ist ein beliebtes Nachbauprojekt unter den Make-Lesern. Doch nicht jeder möchte dafür Elektronik löten, 3D-drucken oder besonders viel Zeit investieren.
In der Make 3/26 stellt unser Autor Dr. Armin Zink daher einen vereinfachten Aufbau vor, der vollständig auf Shelly-Produkte setzt. Zwei der Geräte messen (innen und außen) und ein weiteres übernimmt die Berechnungen und schaltet den Lüfter, der die feuchte Luft nach draußen transportiert. Dafür nutzt der Aufbau ein Skript, das Daten aus der Shelly-Cloud verarbeitet. Wie das genau funktioniert und wie man das System für sein Zuhause (auch ohne bestehendes Smart Home) konfiguriert, beschreibt der einsteigerfreundliche Artikel Schritt für Schritt.
Die aktuelle Make: Am Kiosk und online erhältlich
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Die Ausgabe 3/26 ist online und am Kiosk erhältlich. Mit einem unserer Abos lag das Heft sogar bereits im Briefkasten. Außerdem können Sie die Make bequem als Printversion oder PDF im Heise Shop bestellen – bis zum 05.06. sogar versandkostenfrei. Wenn Sie die Make lieber digital lesen, können Sie das in unseren Apps für iOS und Android. Online finden Sie auch das Inhaltsverzeichnis der Make 3/26.
(akf)
Künstliche Intelligenz
Acers MacBook-Neo-Antwort heißt Swift Air 14
Kompakte und dennoch wertige Mittelklassenotebooks sind en vogue, seitdem Apple im Frühjahr sein MacBook Neo vom Stapel gelassen hat. Acer nutzt als Antwort seine leichte Baureihe Swift Air. Diese debütierte im vergangenen Jahr als 16-Zöller mit Ryzen-Innenleben; nun folgt eine 14-Zoll-Variante mit Intels Einsteigerprozessor Core 300 alias Wildcat Lake.
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Während das Swift 16 dank eines Vollmetallgehäuses aus einer Magnesiumlegierung ein Kampfgewicht von nur einem Kilogramm auf die Waage bringt, setzt Acer beim neuen Swift Air 14 auf Aluminium. Trotz der geringeren Abmessungen ist es deshalb schwerer, auch wenn 1,2 Kilogramm immer noch alltagstauglich wenig Gewicht sind. Das Gehäuse gibt es in den vier Farben Grün, Pink, Lila und Blau, aber nicht alle Märkte bekommen alle Farben.

Acer kann das Swift Air 14 in Blau (hinten links), Lila (hinten rechts), Pink (vorne links) und Grün (vorne rechts) fertigen, doch nicht alle Farben werden in allen Ländern verfügbar sein.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Der matte IPS-Bildschirm deckt den sRGB-Farbraum ab und zeigt seine 1920 × 1200 Pixel (16:10) mit 120 Hertz. Die maximale Helligkeit gibt Acer mit 350 cd/m2 an. Acer sieht neben einem analogen Audioausgang und einer USB-A-Buchse auch zwei USB-C-Ports vor, die beide rasantes Thunderbolt 4 sprechen. Der WLAN-Adapter funkt gemäß Wi-Fi 6E, der Akku soll beim Internetsurfen bis zu 16 Stunden durchhalten. Biometrisches Einloggen ist per Windows-Hello-Webcam möglich.
In den USA beginnen die Preise – typisch Neo-Konter – bei 700 US-Dollar mit Core 5, 8 GByte aufgelötetem LPDDR5-Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD; hierzulande werden daraus 800 Euro. Technisch wären zwar auch 16 GByte RAM vorgesehen, doch diese Bestückung wird man bei uns nicht antreffen. Um den niedrigen Preispunkt zu treffen, helfen nur hohe Stückzahlen – und das nicht erst im Verkauf, sondern bereits bei der Produktion: Die Hauptplatine wird vorerst nur in dieser einen Konfiguration gefertigt und für Deutschland auch nur in ein grünes, pinkes oder lilafarbenes Gehäuse gesteckt.

Für die Deckelaußenseite hat Acer zwei Designs entworfen; hierzulande wird es die schlichtere Variante rechts sein.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Der Verkaufsstart ist hierzulande bereits für Juli angedacht. Damit das klappt, greift Acer zu einem technischen Kniff: Um das seit Februar wegen einer Patentverletzung rund um den Videocodec H.265 bestehende Verkaufsverbot zu umgehen, wird der in der Grafikeinheit enthaltene Hardware-Decoder stumpf abgeschaltet. Käufer können entsprechende Videos dann nur noch mit einem Software-Decoder über die CPU-Kerne abspielen, was mehr Energie benötigt als der Hardware-Decoder – aber eben sämtlichen rechtlichen Umständen gerecht wird.
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Edler Geschäftsmann
In der Riege der besonders leichten 14-Zöller tummelt sich das Business-Notebook TravelMate P6 in der 2026er-Neuauflage mit Core Ultra 300 (Panther Lake): Es wiegt gerade mal knapp ein Kilogramm. Auf Wunsch gibt es bis zu 64 GByte aufgelöteten LPDDR5X-Arbeitsspeicher und einen OLED-Touchscreen. Letzterer hat eine matte Oberfläche, welche mittels Gorilla Glas Matte Pro realisiert wird. Dieses Deckglas hat Acer bereits in der 2025er-Generation des Swift Edge eingesetzt; das aktuelle Modell spiegelt hingegen wieder.

Acers Business-Notebook TravelMate P6 wiegt knapp unter einem Kilogramm und kommt im Jahrgang 2026 erstmals mit einem matten OLED-Touchscreen.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Das TravelMate P6 mit Core Ultra 300 soll im dritten Quartal erscheinen; Preise nennt Acer bislang nicht.
(mue)
Künstliche Intelligenz
Anthropic wird zum wertvollsten KI-Start-up der Welt
Anthropic hat eine Finanzierungsrunde über 65 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und wird nun mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Damit hat sich die Bewertung seit Februar mehr als verdoppelt.
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Die jüngste Finanzierung wird von einer langen Liste von Investoren getragen. In den Beitrag eingerechnet sind 15 Milliarden US-Dollar an bereits zuvor zugesagten Investitionen, darunter 5 Milliarden Dollar von Amazon. Auch die Speicher- und Chipanbieter Samsung, Micron und SK Hynix beteiligen sich als Infrastrukturpartner an der Runde. Letztere Unternehmen hatten, getrieben durch die hohe Nachfrage nach KI-Speicher, erst kürzlich jeweils einen Börsenwert von mehr als einer Billion US-Dollar erreicht.
Das frische Kapital soll die Forschung zu Sicherheit und Interpretierbarkeit von KI-Modellen vorantreiben, zusätzliche Rechenkapazitäten für die wachsende Nachfrage nach Claude bereitstellen und den Ausbau von Produkten und Partnerschaften unterstützen, schreibt Anthropic.
Enterprise-Boom bringt Anthropic an Kapazitätsgrenzen
Das Unternehmen verzeichnete in den vergangenen Monaten ein starkes Wachstum im Enterprise-Geschäft. Immer mehr Unternehmen setzen Claude im Arbeitsalltag ein, unter anderem mit Werkzeugen wie Claude Code für die Softwareentwicklung.
Bei der letzten Finanzierungsrunde im Februar war Anthropic noch mit 380 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Die aktuelle Bewertung von 965 Milliarden Dollar liegt damit rund 2,5-mal so hoch wie noch im Februar.
Anthropic zufolge hat das Unternehmen inzwischen ein Umsatzniveau erreicht, das hochgerechnet auf ein Jahr mehr als 47 Milliarden US-Dollar entspricht. Gegenüber dem Jahresbeginn wäre das mehr als eine Verfünffachung.
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Die starke Nachfrage nach Claude machte zuletzt deutlich, dass Anthropic Schwierigkeiten hat, genügend Rechenleistung bereitzustellen. Das Unternehmen musste die Nutzung zeitweise drosseln und seine Kapazitäten gezielter verteilen.
Börsengang rückt näher
Für die Höhe der Finanzierungsrunde und das große Investoreninteresse dürfte neben Anthropics starkem Wachstum auch die Aussicht auf einen möglichen Börsengang eine Rolle spielen. Reuters berichtet unter Berufung auf Investoren und Banker, dass sich Anthropic auf eine Börsennotierung vorbereitet, die noch in diesem Jahr erfolgen könnte.
Auch OpenAI wird Berichten zufolge als Kandidat für einen baldigen Börsengang gehandelt. Das Unternehmen hatte im März eine Rekordfinanzierung über 122 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und wurde dabei mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Diese Marke hat Anthropic mit seiner neuen Bewertung von 965 Milliarden Dollar nun übertroffen.
Die Finanzierungsankündigung fiel zeitlich mit der Veröffentlichung von Claude Opus 4.8 zusammen. Das neue Spitzenmodell soll laut Anthropic bei Programmieraufgaben zulegen und eigene Unsicherheiten klarer benennen. Zugleich kündigte Anthropic an, Modelle der besonders leistungsfähigen Mythos-Klasse in den kommenden Wochen für alle Kunden verfügbar zu machen.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Hat 2000 US-Dollar gekostet: Erstmals KI-generierter Spielfilm bei Filmfestival
Beim renommierten Tribeca Filmfestival in New York soll mit „Dreams of Violets“ der erste vollständig KI-generierte Spielfilm gezeigt werden. Er ist Teil des offiziellen Programms, wie die beiden Produzenten des Films öffentlich gemacht haben. Für die Produktion wurden angeblich gerade einmal 2000 US-Dollar (rund 1700 Euro) ausgegeben. Der Film sei eine „fiktive Dramatisierung der Ereignisse rund um das Massaker an iranischen Zivilistinnen und Zivilisten durch iranische Regierungstruppen im Januar, bei dem angeblich Tausende Iraner getötet wurden“. Damit bringe er gleich zwei große Themen der Zeitgeschichte zusammen: den KI-Hype und die Geschehnisse in der Islamischen Republik. Der Film ist 75 Minuten lang und erweckt den Eindruck, mit echten Menschen in Teheran gedreht worden zu sein.
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In „Dreams of Violets“ („Träume von Veilchen“) werden die Ereignisse im Januar anhand von fünf Personen nacherzählt, heißt es in der Zusammenfassung: „Im Morgengrauen, während iranische Streitkräfte verwundete Demonstranten hinrichten, entdeckt ein gewalttätiger Soldat die fünf, die sich in einer Sackgasse versteckt halten. Über ihnen beobachtet Amir, ein Kind im Rollstuhl, die Szene von einem Fenster aus und beschließt, zu handeln.“ Jedes einzelne Bild ist dabei KI-generiert, die Produzenten versichern aber, dass der Film auf journalistischen Berichten, Fotos und Berichten von Augenzeuginnen und Augenzeugen beruht. Das Ergebnis wirke „genauso realistisch wie Filme, die auf herkömmliche Weise von Menschenhand produziert wurden“.
Anders „unmöglich“ zu realisieren
Produziert wurde der Film von Ash und Pooya Koosha, zwei Brüdern aus Teheran. Beide haben das Land schon 2009 verlassen und in Großbritannien Asyl ersucht, nachdem Ash als Musiker in dem Film „Perserkatzen kennt doch keiner“ mitwirkte. Dafür hatte ihn das Regime ins Visier genommen. „Dreams of Violets“ ist nun ihr erster eigener Film. Die Geschichte sei für sie persönlich bedeutungsvoll, weil sie im Iran die Gewalt selbst erlebt hätten. Es handle sich nicht um eine technische Übung, versicherte Ash gegenüber dem Hollywood Reporter. Er hätte den Film lieber mit einer Crew, mit Menschen und mit der „Würde einer richtigen Produktion“ realisiert: „Das stand mir aber nicht zur Verfügung“. KI-Technik habe etwas möglich gemacht, was sonst einfach unmöglich gewesen sei. Benutzt wurden demnach unter anderem Googles Nano Banana und Kling AI für die Generierung des Videos, Claude AI für die Sprachbearbeitung und Gemini für die Recherche.
Neben seinem eigentlichen Job hat Ash den Film nachts am Computer erstellt, erklärten die Verantwortlichen. Was sonst zwei Millionen US-Dollar kosten würde, habe so nur 2000 gekostet. Dabei wurde die Arbeitszeit also wohl nicht mit eingerechnet. Mit derselben Technik könnten die Kosten für einen großen Hollywoodfilm von 200 Millionen US-Dollar fast auf 0 gesenkt werden, behaupten sie noch. Das würde einen Strom an neuen Filmen ermöglichen, wobei seine Firma helfen könne. Sie trägt den Namen „Fountain 0“. Ash unterstrich noch, dass er um die Ängste von Kreativen wisse. „Dreams of Violets“ ergänzt die Geschichte um KI-Nutzung rund um die Geschehnisse im Iran nun um ein neues Kapitel: Nach den Luftangriffen gegen das Land hatte dort geschaffene KI-Propaganda für Aufsehen gesorgt, die auf eine Lego-Ästhetik mit hohem Wiedererkennungswert setzt.
(mho)
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