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UK beschließt Sperrstunde für bestimmte Social Media User


Zapfenstreich um 0 Uhr. Teenager ab 16 dürfen im UK künftig in der Nacht keine Social-Media-Plattformen mehr nutzen. Auch suchtgefährdende Features werden deaktiviert. Unter 16-Jährige dürfen dort bald ohnehin gar nicht mehr auf Social Media zugreifen.

Für Teenager wird der Zugang zu sozialen Medien im Vereinigten Königreich immer stärker beschränkt. Nachdem der scheidende Premierminister Keir Starmer kürzlich ein besonders strenges Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre für 2027 angekündigt hatte, legte die Regierung jüngst mit der Vorstellung einer Social-Media-Sperrstunde für Teenager nach. Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr morgens sollen sie per Default keinen Zugriff auf Plattformen wie Instagram oder TikTok haben. Außerdem kommen massive Feature-Beschränkungen auf die älteren Teenager zu. In Deutschland wird ebenfalls über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche diskutiert, doch viel spricht derzeit dagegen. Allerdings könnte ein neuer EU-Plan für mehr Regulation in diesem Bereich sorgen.


Die krasse Konsequenz:

Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige im UK

Person vor Laptop mit Text zum Social-Media-Verbot und Person am Smartphone auf dem Screen
© UK Government via Canva

Sperrstunde in der Nacht und kein Infinite Scroll mit personalisiertem Content mehr

In der Ankündigung des Department for Science, Innovation and Technology verdeutlicht die Regierung des Vereinigten Königreichs einmal mehr, wie streng sie die Social-Media-Nutzung junger User regulieren möchte. Die konkreten Gesetzesentwürfe für das Social-Media-Verbot sowie die neuen Einschränkungen sollen schon Ende des Jahres dem Parlament vorgelegt werden und dann im Frühjahr 2027 in Kraft treten.

Für 16- und 17-Jährige, die im UK nicht vom neuen Verbot betroffen sind, gibt es dann auch konkrete Einschnitte bei der Nutzung. Dazu gehört die Sperrstunde in der Nacht, die von Mitternacht bis 6 Uhr morgens gilt. Sie soll automatisch für alle User im betreffenden Alter aktiviert werden. Die Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Innovationen, Elizabeth Kendall, sagte dazu:

These measures will be crucial in helping young people get the sleep they need, focus on school and college, and spend more quality time with family and friends, all of which are fundamental to building a happy, healthy and fulfilling adult life. 

Ihre Einschätzung dazu teilte sie zudem in den sozialen Medien, via X.

Neben der Sperrstunde sollen potentiell suchtfördernde Features für User im Alter von 16 bis 17 Jahren deaktiviert werden. Dazu gehören laut der UK-Regierung Autoplay-Funktionen im Infinite Scroll sowie stetig neue personalisierte Inhalte im Feed.

Our consultation provided a clear message from parents and teenagers alike – even as young people gain greater independence at 16, they should still be protected from the most addictive online features that can have a harmful impact on their wellbeing,

ergänzt Kendall. Wie genau die Regierung dafür sorgen möchte, dass diese Features per Default für die Teenager deaktiviert werden, ist noch unklar. Für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben werden jedoch die Tech-Plattformen selbst verantwortlich sein – und bei einer Missachtung erhebliche Strafen fürchten müssen. Das dürfte genauso für Betreiber:innen von KI-Chatbots gelten; Meta zum Beispiel bietet beides, Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook und die KI-Assistenz Meta AI. Denn das UK möchte für unter 18-Jährige regelmäßig Pausen bei der Interaktion mit AI Chatbots vorschreiben. Außerdem könnten Chatbots, die nachweislich gesundheitsgefährdende Hinweise geben, von der Nutzung ausgeschlossen werden. Auch in diesem Kontext mag sich die Durchsetzung der Regularien jedoch als komplex erweisen.

Deutschland und die EU mit anderem Lösungsansatz

In Deutschland wird ebenfalls über konkrete Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche diskutiert – während Länder wie Spanien, Griechenland und Co. schon konkrete Pläne verkündet haben. Der Deutsche Ethikrat sprach sich zuletzt dagegen und eher für plattformspezifische und nutzungsbedingte Einschränkungen aus. Zu einem ähnlichen Schluss kommt die EU, die jedoch ein Verbot für Kinder bis 13 Jahre auf den Weg gebracht hat. Ein solches hat ebenso Bundesfamilienministerin Karin Prien vorgeschlagen. Die unabhängige Expert:innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“, eingesetzt von Prien, hat kürzlich 56 Handlungsempfehlungen vorgelegt, die sich mit dem Kinder- und Jugendschutz im digitalen Zeitalter befassen. Darin wird aber eher auf eine EU-weite Lösung zur Altersbeschränkung hingewiesen, während ein grundsätzliches Verbot in Deutschland nur als Notlösung gilt. Eine gesetzliche Mindestaltersgrenze von 13 Jahren soll aber im Fokus stehen.

Der Balanceakt zwischen geschützter Teilhabe der jungen Menschen – die neben Entertainment auch News und Trends, Bildung und Aufklärung via Social Media erfahren können – und strengen Restriktionen wird in Deutschland und in der EU weiterhin ein heiß diskutiertes Thema bleiben; umso mehr, da der Digitalraum mit seinen sozialen Plattformen ein Kernelement zeitgemäßer Kommunikation ist. Klar ist schon jetzt, dass die Konzerne mehr in die Verantwortung gezogen werden sollen.


EU bereitet Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige vor

Smartphone mit Warnhinweis zu den Auswirkungen von Social Media auf die psychische Gesundheit – Symbolbild zur geplanten EU-Altersgrenze für soziale Netzwerke.
© Christopher Ott – Unsplash

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Hitzewelle: Begehrte Klimageräte und Ventilatoren vielerorts vergriffen – und nun?


.In Deutschland übersteigen die Temperaturen vielerorts wieder die 30-Grad-Marke

Wer nach Ventilatoren oder Klimageräten sucht, muss in diesen Tagen geduldig sein – und braucht Glück. Viele Händler erwarten in diesem Sommer keine neue Ware mehr. Ein Überblick.

In Deutschland übersteigen die Temperaturen vielerorts wieder die 30-Grad-Marke. Auch in den eigenen vier Wänden wird es ungemütlich. Der Deutsche Wetterdienst hat tropische Nächte vorhergesagt. Die Verbraucher rüsten sich. In vielen Geschäften sind Ventilatoren und Kühlgeräte aber vergriffen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Wie ist die Situation bei den Händlern?

Die Hitzewelle habe die Nachfrage explodieren lassen, sagt Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Bundesverbands Technik des Einzelhandels (BVT). Die Geräte seien inzwischen weitestgehend ausverkauft.

Hornbach: Bei der Baumarktkette sind nur noch vereinzelt Ventilatoren verfügbar, mobile Klimageräte nicht mehr, sagt ein Sprecher. Einen Liefertermin für Nachschub gebe es derzeit nicht.

Bauhaus: Bei Ventilatoren und mobilen Klimageräten sind einzelne Modelle nach Angaben eines Sprechers regional ausverkauft, andere je nach Markt in begrenzter Anzahl verfügbar. Die Filialen werden aktuell mit neuer Ware beliefert. „Weitere Mengen werden in diesem Sommer jedoch nicht mehr erwartet“, heißt es. Neue Bestellungen träfen erst im Herbst ein.

MediaMarktSaturn: „Aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode verzeichnen wir weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach Ventilatoren und Klimageräten“, teilt die Elektronikfachmarktkette mit. Besonders angespannt ist die Lage bei mobilen Klimageräten. Die Filialen erhalten in diesen Tagen erneut Nachschub. Für die laufende Sommersaison seien dann keine Nachlieferungen mehr zu erwarten.

Euronics: Die Nachfrage übersteige vielfach das Angebot, heißt es. Einige Modelle seien nur noch eingeschränkt verfügbar oder ausverkauft. Weitere Warenlieferungen werden in den kommenden Wochen erwartet.

Otto: „Bei uns sind derzeit noch ausreichend Ventilatoren und Klimageräte erhältlich“, sagt ein Sprecher. Besonders preiswerte Geräte seien kurzfristig ausverkauft gewesen, sollten aber in den nächsten zwei Wochen wieder verfügbar sein.

Expert: „Viele Geräte sind inzwischen ausverkauft, sodass aktuell nur noch vereinzelt Restbestände verfügbar sind“, sagt eine Sprecherin. Nur in einzelnen Märkten könnten Kunden noch fündig werden. Nachlieferungen kämen jedoch regelmäßig.

Wurde der Einzelhandel vom Wetter überrascht?

„Das Ausmaß dieser Entwicklung war nur schwer vorhersehbar“, heißt es von Euronics. Die Bedarfsplanung orientiere sich an den Erfahrungen und Verkaufszahlen der Vorjahre. Vergleichbar langanhaltende Hitzeperioden seien bislang die Ausnahme gewesen.

Vor allem bezahlbare und qualitativ gute Geräte ließen sich nicht per Knopfdruck nachliefern, sagt BVT-Geschäftsführer Kahnt. Produktion und Transport bräuchten Zeit. Der Handel könne keine riesigen Vorräte für heiße Wochen bereithalten. „Das würde enorme Lagerkosten verursachen und viel Kapital binden.“ Mit dem Risiko, dass die Geräte im schlimmsten Fall bis zum nächsten oder sogar übernächsten Sommer im Lager stünden.

Gibt es Alternativen?

Neben Ventilatoren und mobilen Klimageräten können Verbraucher auch zu fest installierten Split-Klimaanlagen greifen – also zu Geräten mit Innen- und Außeneinheit. Die Anlagen sind in der Regel leistungsfähiger und effizienter, aber auch teurer. Abhilfe bringen sie derzeit auf die Schnelle aber nicht.

Die Nachfrage sei extrem hoch, teilt der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe mit. „Sehr viele Kunden wollen noch möglichst kurzfristig eine Klimaanlage installiert bekommen.“ Geräte seien zwar ausreichend vorhanden. Die Betriebe seien in den Sommermonaten mit Service, Reparatur und Wartung bestehender Anlagen allerdings so stark ausgelastet, dass ein Einbau nicht kurzfristig möglich sei. Die durchschnittliche Wartezeit liegt dem Verband zufolge bei gut drei Monaten.

Split-Klimaanlagen sind auch in Baumärkten erhältlich. Laut Verband dürfen die Geräte jedoch nur von zertifizierten Betrieben installiert werden. Die Anlagen arbeiten mit Kältemitteln, die bei unsachgemäßem Einbau entweichen können.

Wie verbreitet sind Klimaanlagen?

17 Prozent haben eine Klimaanlage zu Hause, wie eine repräsentative YouGov-Umfrage zeigt. 20 Prozent planen demnach, sich eine zuzulegen. Der Anteil ist damit innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Im Juli 2025 lag er noch bei 10 Prozent. 15 Prozent besaßen damals bereits eine.

Besonders stark ausgeprägt sind die Kaufpläne laut Umfrage derzeit bei Menschen zwischen 25 und 54 Jahren. Bis zu 27 Prozent von ihnen beabsichtigen, sich ein Gerät anzuschaffen.

YouGov befragte am 8. Juli mehr als 3.300 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland, knapp ein Jahr zuvor am 31. Juli 2025 nahmen gut 3.000 an der Umfrage teil. Der Begriff Klimaanlage war dabei nicht näher definiert. Er umfasst sowohl Split-Anlagen als auch mobile Klimageräte, bei denen die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird.

Wie hat sich der Verkauf entwickelt?

Der Absatz von Raumklimageräten – meist Split-Klimaanlagen – stieg zwischen 2023 und 2025 von rund 260.000 auf 320.000 Stück, wie der Fachverband Gebäude-Klima mitteilt. Für 2026 liegen noch keine Zahlen vor, weiteres Wachstum wird aber erwartet.

2020 waren bereits etwa 350.000 Geräte abgesetzt worden. Die meisten Anlagen stammen von asiatischen Herstellern wie Panasonic, Mitsubishi, LG und Daikin, werden aber großteils in Europa produziert. Mobile Klimageräte sind in den Daten nicht enthalten.

Was hilft noch bei Hitze?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband rät, tagsüber möglichst Fenster und Türen zu schließen, damit warme Luft nicht eindringt. Auch Jalousien oder Rollläden könnten helfen. Gelüftet werden sollte erst, sobald es draußen kühler ist als drinnen – idealerweise nachts. Um für Durchzug zu sorgen, sollten die Fenster weit geöffnet werden. Empfohlen wird zudem, unnötige Wärmequellen auszuschalten – etwa einen zweiten Kühlschrank. Von Christian Rothenberg, dpa



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Meta AI übersetzt Reels endlich ins Deutsche


Die KI-Übersetzungen für Reels werden um neue Sprachen erweitert. Auf Instagram kommt erstmals auch Deutsch hinzu. Wir zeigen dir, wie du die Option nutzen kannst.

Viele User haben darauf gewartet. Nun gibt es KI-Übersetzungen der Meta AI für Reels auch in anderen Sprachen – für Instagram jetzt auch auf Deutsch. Mit der Funktion können Reels übersetzt, nachvertont und optional mit Lip-Sync versehen werden. Die eigene Stimme bleibt zudem erhalten.


2025 erweiterte Meta das Übersetzung-Feature schon einmal, aber zu der Zeit ohne die deutsche Sprache.

Reels ohne Verständnishürden:

Meta AI erweitert die Übersetzung um neue Sprachen

Smartphone Screenshot mit der Meta-AI-Übersetzungsfunktion für Instagram Reels. Nutzer:innen können ihre Inhalte automatisch übersetzen und lippensynchron vertonen lassen. Neben Englisch und Spanisch stehen nun auch Hindi und Portugiesisch zur Auswahl.
© Meta/Instagram

Creator können Übersetzungen vorab prüfen

Mit der Übersetzung von Reels soll ein praktisches Tool für Creator geschaffen werden, mit dem die Reichweite international ausgebaut werden kann. Creator sollen zudem laut Pressemitteilung die Kontrolle behalten und selbst die Sprachen auswählen, die sie anbieten. Ferner können sie Übersetzungen vor der Veröffentlichung prüfen und die Funktion jederzeit aktivieren oder deaktivieren.

Zu den neuen Sprachen gehören auf Instagram neben Deutsch auch Französisch, Koreanisch, Italienisch und Japanisch. Auf Facebook kommen die Sprachen Vietnamesisch, Französisch, Arabisch, Indonesisch und Thai hinzu. Sie werden ab sofort schrittweise verfügbar sein. Damit stehen jetzt insgesamt 18 Sprachen zur Verfügung, so Adam Mosseri, Geschäftsführer von Instagram. Für Facebook gilt indes die Einschränkung, dass Creator mindestens 1.000 Follower brauchen, um auf das Feature zugreifen zu können.

So funktioniert es

Die Übersetzungsfunktion ist auf Instagram für alle öffentlichen Accounts verfügbar. User können vor dem Veröffentlichen eines Reels „Gesprochenen Text übersetzen“ aktivieren (gegebenenfalls unter „Weitere Optionen“). Bei der ersten Nutzung musst du die Meta AI-Übersetzung „zulassen“. Unter „Übersetzungseinstellungen ändern“ lassen sich hierbei Sprachen, Lip-Sync und die optionale Vorabprüfung einstellen. Danach kann das Reel geteilt werden. Die Übersetzung eines Reels kann bis zu 24 Stunden nach Veröffentlichung andauern. Nach Abschluss der Übersetzung kommt eine Benachrichtigung.

Um die Übersetzung zu prüfen, kannst du dein Reel öffnen und auf „Übersetzungen aufrufen“ klicken. Dann kannst du die jeweilige Sprache auswählen. Die Übersetzung kann auch gelöscht werden, hierzu klickst du auf dein Reel und tippst unten rechts auf „Optionen“. Dann tippst du auf „Verwalten“ und „Übersetzung von gesprochenem Text“. Wenn du auf „Sprachen“ klickst, kannst du jede Sprache einzeln ändern. Wenn du auf „Optionen“ und dann auf „Übersetzung löschen“ klickst, wird diese entfernt. Probleme können mit „Übersetzungsfehler melden“ gemeldet werden.


Bilingual Captions für Reels versprechen mehr Reichweite und neue Zielgruppen

Schwarzer Hintergrund mit dem farbigen Edits-Logo und der Aufschrift „NEW! Edits“ in Weiß.
© Meta

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CEO Stephan Kemen im Gespräch: Mäurer & Wirtz: Wie das 4711-Unternehmen mit Creator-Brands wächst


Stephan Kemen ist CEO von Mäurer & Wirtz

Das Marketing des Parfümhauses Mäurer & Wirtz zeigt exemplarisch, wie sich ein traditionelles Unternehmen in der Plattformökonomie neu erfinden kann. CEO Stephan Kemen treibt die Transformation beherzt voran und nutzt dafür unter anderem Influencer-Kooperationen.

Stephan Kemen erinnert sich noch gut an den Moment, in dem ihm klar wurde, wie groß die Aufgabe tatsächlich war. Die Welt befand sich im Lo

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