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Behind the Set › PAGE online


Brücken bauen im Bewegtbild: »Behind the Set« bringt Studierende und Fachleute zusammen, stärkt den praxisnahen Wissenstransfer und begegnet den strukturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Ein neues Format, das für die Community leben soll und von ihr getragen wird.

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Grafik © CreatiF Center

»Behind the Set« möchte Wissen kommunizieren und kollaborative Arbeitsweisen in der hiesigen Filmproduktion fördern. Die Kooperation läuft zwischen dem bundesweiten Berufsverband Assistant Directors Union (ADU) und dem CreatiF Center der HFF München.

Das CreatiF Center ist seit der Gründung 2023 als zentraler Hub für den Transfer zwischen Kunst, Wissenschaft und Medientechnologie bekannt und arbeitet eng mit Partner:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, was neue Wege in die Märkte öffnen kann. Ein Punkt, der in den verschiedenen Designdisziplinen ebenfalls immer wieder diskutiert wird.

Ständiger Wandel am Set

Ein solcher Austausch über Grenzen hinweg ist dringend nötig, denn Deutschland gerät als Produktionsstandort immer stärker unter Druck. Auch im Bewegtbild wird für viele Stakeholder die Luft dünner beziehungsweise für manche vielfältiger – ähnlich wie in Agenturen und Unternehmen. Genau wie beim Design ist auch die fragmentierte Branchenstruktur der Filmbranche ein ewig leidiges Thema. Und wo viel Bewegung herrscht, braucht es mindestens genauso viel Austausch.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Abläufe, sondern um einen fundamentalen technologischen Wandel am Set. Der Einzug von Virtual Production – dem Drehen vor gigantischen LED-Wänden – und KI-gestützten Tools wirft die traditionelle Arbeitsteilung komplett über den Haufen.

Wo früher visuelle Effekte erst Monate nach dem Dreh in der Postproduktion entstanden, müssen Teams heute digitale Kulissen und Workflows schon vorab perfekt koordinieren. Das erfordert ein völlig neues, abteilungsübergreifendes Verständnis von Produktionsmanagement.

Werkzeugkasten für die Bewegtbildbranche

Das neue Format richtet sich sowohl an den Nachwuchs als auch an die Profis: Es betrifft zum Beispiel Regieassistenz-Teams, angehende Filmstudierende, Tech-Interessierte oder Bildgestalter:innen. Aber genauso betroffen sind die fertig ausgebildeten Fachleute, weil viele hinter den rasanten technologischen Entwicklungen alleine nicht hinterherkommen können. Es braucht mehr Vermittlungsangebote und Infopools.

In der Planung ist daher eine Formatmischung aus virtuellen Austauschformaten, Veranstaltungen, Fachbeiträgen und Einblicken aus der Praxis. Lena Fischer, Projektleitung des Integrativen Produktionsmanagements im CreatiF Center, nennt dies einen Werkzeugkasten und kommentiert:

»Wir wollen ein Format bauen, das für die Community ist und auch von der Community mitgetragen wird.«

Weil das Format als Transferprojekt gefördert ist, wird es kostenlos angeboten. Das Kick-off-Event findet am 8. Juni statt.

Mehr Informationen gibt es auf der Website.

 

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Witzig & musikalisch: Schottland feiert WM-Teilnahme auf eigene Art! › PAGE online


Nach 28 Jahren ist Schottland wieder bei einer Fußball-WM dabei. Und die traditionsreiche Limo Irn-Bru feiert das mit einem Musik-Spot mit vielen Stars – und einem erfrischenden Blick darauf, was die Fußball-Fans in den USA erwartet: von irren Ticketpreisen und riesigen Hot Dogs bis zur Security.

Witzig & musikalisch: Schottland feiert WM-Teilnahme auf eigene Art! › PAGE online

Irn-Bru, die leuchtende orange schottische Limo mit einem Geschmack nach Zitrusfrüchten, ist nicht irgendein Getränk. Es wird das »andere Nationalgetränk« des Landes genannt. Neben dem berühmten Whiskey natürlich. Und ist erfolgreicher als Colca-Cola dort.

Das »Iron-Brew«, wie es ursprünglich hieß, ist also eine Instanz in Sachen schottischer Nationalität. Und so feiert die Marke die erste Teilnahme der schottischen Nationalmannschaft bei einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 1998 mit durchschlagendem Erfolg.

Dafür hat es den ikonischen Brand-Jingle »Made in Scotland from Girders« in einen musikalischen Werbespot verwandelt, bei dem ein schottisches Who-is-Who auftritt: Von Franz Ferdinands Frontmann Alex Kapranos über Fußballheld John McGinn und einem wunderbaren Chor bis hin zu Susan Boyle, die hoch oben auf der ikonischen Forth Rail Bridge schmettert. Schade allerdings um die schlechten Fake-Bilder in diesem Part.

So lustig wie musikalisch

Umso schöner ist der neckische Humor, den die Agentur Lucky Generals gemeinsam mit dem Regie-Duo Grandmas aus Manchester auf den Weg brachte.

Und der so manche absurde Realität herauskitzelt – von den Ticketpreisen bis zu den häufig so überdimensionalen Portionen in US-Restaurants, Naturkatastrophen und der Security bei der Ankunft.

Auch wenn die Andeutung eher subtil bleibt und sich auf eine geschmuggelte Dose Irn-Bru bezieht, ist die Anspielung auf die Einreisepolitik der Regierung naheliegend.

Wie der Slogan wurde auch die Plattform »Made in Scotland From Girders« wiederbelebt und feiert die Resilienz schottischer Fans.

Zusätzlich zu dem Musikspot, der im Mittelpunkt der Kampagne steht und jetzt im Fernsehen, auf Social Media und in digitalen Kanälen läuft, gibt es eine Plakatkampagne, Spotify- und Vinyl-Veröffentlichungen und Behind-the-Scenes-Inhalte.

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Plakat der Kieler Woche 2026 – Design Tagebuch


In gut zwei Wochen beginnt die größte Segelregatta der Welt, die Kieler Woche (20. bis 28. Juni 2026). Das Plakat zur diesjährigen Kieler Woche sei „freundlich, locker und mit einer besonderen Leichtigkeit“, so der Veranstalter.

Im Rahmen des traditionellen Designwettbewerbs zur diesjährigen Kieler Woche hatte sich im vergangenen Jahr der Grafikdesigner Erik Brandt aus Minneapolis mit seinem Entwurf gegen 14 weitere Vorschläge durchgesetzt. Die Jury ist der Auffassung: „Das Design vereint die beiden zentralen Facetten der Kieler Woche – Sport und Freizeit – in einem modernen, vielseitigen Auftritt.“

Kieler Woche Plakat 2026, Quelle: Landeshauptstadt Kiel

Auszug des Jury-Statements

„Die dynamische Komposition und die sommerliche Farbgebung vermitteln Offenheit und Lebensfreude. Im Zentrum steht die Wendetonne, die als starkes Symbol den Segelsport mit der offenen, festlichen Atmosphäre des Volksfests verbindet. […] Die rhythmische Spiegelung des Textes schafft eine visuelle Kontinuität, die spielerisch über das Format hinausgeht. Durch die Wiederholung entsteht ein starkes Symbol für die lange Tradition der Kieler Woche, ihre beständige Wiederkehr – und die Gewissheit, dass sie auch in Zukunft immer wieder neu erlebbar sein wird“, heißt es in der Beurteilung der Jury.

Das Plakat der Kieler Woche wird seit 1959 in einem jährlich stattfindenden Designwettbewerb ermittelt, zudem Designer aus dem In- und Ausland eingeladen werden. Das Siegermotiv kommt während der Segel- und Festwoche auf Plakaten und Flaggen zum Einsatz und schmückt darüber hinaus zahlreiche Medien und Anwendungen wie Kaffeebecher, Schlüsselbänder und andere Werbeartikel.

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Design zwischen Krieg und Haltung › PAGE online


Berlin Design Week 2026: PAGE gibt Eindrücke der Ausstellungen »Design in Wartime« und »Tolerance«. Genaues Hinschauen ist unbedingt empfohlen, weil die Themen nie an Wichtigkeit verlieren.

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Tolerance Poster Show, Ausstellung Macherei Kreuzberg // Foto: PAGE

Mit der Menschheit gehen auch leider immer Krieg und globale Konflikte einher. Das machte der Referent Prof. Bohdan Tscherkes von der Nationalen Polytechnischen Universität Lwiw und Gastprofessor an verschiedenen Universitäten auf der Berlin Design Week direkt zu Beginn seines Vortrags klar.

»Design in Wartime«

Er widmet Teile seiner Professur-Arbeit dem ernsten und wichtigen Thema »Design in Wartime«. Dazu kuratierte er im Rahmen der Berlin Design Week auch eine Ausstellung.

Wie tief Design und Kriegführung historisch und aktuell miteinander verwoben sind, verdeutlichte Tscherkes im Talk durch einen eindringlichen visuellen Vergleich. Er stellte ein historisches Gemälde aus dem 17. Jahrhundert einer modernen Infografik von heute gegenüber.

Er zeigte ein klassisches Militärgemälde, das reitende Soldaten in dynamischen, kriegerischen Posen darstellt – die damalige Kunst, den Kampf zu inszenieren. Daneben präsentierte er ein modernes Grafik-Chart, das die Flugbahnen russischer Drohnen über der Ukraine während einer einzigen Nacht visualisiert.

Beides ist Design. 

Krisenzeiten bringen je nach Zeitgeist also ganz eigene Designbereiche hervor  – er benannte einige konkret: Refugee housing facilities, Shelters, Military Design, Art Therapy Design sowie Design for Recovery.

Die Ausstellung drehte sich genau um diese Ansätze räumlicher Strategien, sie zeigte 19 Arbeiten ukrainischer und österreichischer Design- und Architekturstudent:innen.

Eindrücke: 

Design in Wartime Impression der Ausstellung der Berlin Design Week

Design in Wartime Impression der Ausstellung der Berlin Design Week
Fotos: PAGE

Design in Wartime

Design in Wartime

 

Tolerance: Plakatkultur mit Haltung

Im selben Gebäude konnten Besucher:innen obendrein die Tolerance Poster Show bewundern, eine internationale Wanderausstellung. Gegründet von Mirko Ilić, erstreckte sich diese über ein ganzes Stockwerk.

Insgesamt 82 ausgewählte Poster beschäftigten sich mit dem Motto Toleranz.

Wie die Poster inszeniert waren, beeindruckte, denn alle waren auf dem Boden ausgelegt, nicht an den Wänden aufgehängt. Das hatte eine ganz spezielle Wirkung, denn am frühen Abend – kurz vor der Schließung des Gebäudes – fielen die Lichtstrahlen seitlich ins Innere des Stockwerkes.

So entstanden neben der tollen Plakatkunst hübsche, natürliche Lichtkonstellationen. An manchen Stellen gab es sogar kleine Regenbögen durch das einfallende Licht – ein perfektes visuelles Zusammenspiel mit dem Ausstellungsmotto der Toleranz.

Eindrücke der Posterausstellung:

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg

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Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg - Urban Signals Möbel
Urban Signals, Möbelkollektion Neuendorf Arterior

 

Fotos: PAGE

Passend zum Artikel: Design braucht eine sehr laute Stimme!

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