Künstliche Intelligenz
„Keimzelle einer nationalen Industrie“: Mexiko präsentiert erstes Elektroauto
Mexiko hat am Wochenende sein erstes Elektroauto aus nationaler Produktion vorgestellt. Unter Applaus fuhr Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo bei der offiziellen Vorstellung in einem der Hangars des Militärflughafens Santa Lucía im Norden von Mexiko-Stadt eine Proberunde mit dem „Olinia 1“. Einen entsprechenden Post teilte sie in den sozialen Netzwerken. Olinia ist ein Wort aus der indigenen Sprache Nahuatl und bedeutet Bewegung, sich fortbewegen. Das Auto soll laut einem Bericht der mexikanischen Tageszeitung La Jornada 150.000 Pesos (rund 7.500 Euro) kosten und ab dem Sommer nächsten Jahres auf den Straßen zu sehen sein.
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„Olinia ist viel mehr als nur ein Elektroauto“, würdigte Sheinbaum die Entwicklung des Fahrzeugs. „Es steht für den Keim einer neuen nationalen Industrie und eines neuen Innovationsökosystems“, das auf der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungszentren, dem Staat und der Privatwirtschaft basiert, so die Präsidentin.
Das Elektroauto Olinia ist das Ergebnis von 18 Monaten gemeinsamer Arbeit von Institutionen, Forschungszentren und öffentliche Universitäten wie dem Nationale Politechnische Institut IPN (Instituto Politécnico Nacional), sowie Spezialisten und Unternehmen aus China, den Vereinigten Staaten, Indien und Deutschland, schreibt La Jornada. Darüber hinaus haben auch mexikanische Firmen bei der Konzeption, Integration und Fertigung des Fahrzeugs mitgewirkt.
Mehr als nur ein Fertigungsstandort
Das in Mexiko entwickelte Elektrofahrzeug breche mit der Vorstellung, so Präsidentin Sheinbaum, dass das Land nur Fahrzeuge montieren oder Innovationen aus dem Ausland adaptieren könne. Mexiko ist ein bedeutender Produktionsstandort der internationalen Autoindustrie. Viele Automobilkonzerne, darunter auch deutsche Hersteller wie VW, Audi, BMW und andere, betreiben Montagewerke im Land, wo sie vornehmlich für den US-amerikanischen Markt produzieren. Ende 2024 begann beispielsweise Audi im Bundesstaat Pueblo mit dem Bau seiner ersten Montagehalle für E-Auto-Akkus außerhalb Deutschlands. Elektroautobauer wie der chinesische Hersteller BYD oder der US-Konzern Tesla haben ihre Mexiko-Pläne vorerst auf Eis gelegt.
„Es geht nicht nur darum, ein Elektroauto zu bauen, es geht darum zu zeigen, dass wir in der Lage sind, zu imaginieren, zu entwerfen, zu entwickeln und zu verwirklichen“, so Sheinbaum. „Lange Zeit wurde von Mexiko als einem Land gesprochen, das dazu bestimmt sei, nur das zu produzieren, was andere sich ausgedacht hatten. Man sagte uns, Mexiko sei nur für die Fertigungsindustrie gemacht, unsere Rolle bestehe darin, Technologie zu empfangen, nicht sie zu entwickeln, Ideen zu empfangen, nicht sie zu erschaffen, aber das ist falsch.“ Sheinbaum zeigte sich überzeugt, dass das Olinia-Projekt in Mexiko neue Studiengänge, Fachrichtungen und Forschungsprojekte in Bereichen wie Batterien, Software, künstliche Intelligenz, moderne Elektronik, neue Werkstoffe und saubere Energien vorantreiben werde.
Drei Viertel der Komponenten aus heimischer Produktion
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„Der Aufbau einer nationalen Industrie bedeutet nicht, sich abzuschotten, sondern zu lernen, Kompetenzen zu integrieren und unser Wissen Schritt für Schritt auszubauen“, sagte Projektleiter Roberto Capuano Tripp vor den zahlreichen geladenen Gästen bei der Vorstellung. Bis zum Jahr 2030 sollen 75 Prozent der Komponenten des Autos aus nationaler Produktion stammen, gab Capuano als Ziel aus.
Olinia 1 ist ein kompaktes Plug-in-Elektrofahrzeug, das bis zu sechs Personen bietet und auch für den Transport von Rollstuhlfahrern ausgerüstet ist. Es verfügt über eine 14,7-kWh-Batterie mit einer Reichweite von 125 Kilometern. Das Fahrzeug ist auf niedrige Betriebskosten ausgelegt. Bei einer Fahrtleistung von 75 Kilometer pro Tag könne Olinia im Vergleich zu einem Benzinauto allein an Treibstoffstoffkosten bis zu 50.000 Pesos (2.500 Euro) pro Jahr einsparen, so die Entwickler.
Capuano kündigte zudem an, dass am Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gearbeitet werde, mit dem Ziel, bis 2030 Zehntausende von Ladestationen im Land zu installieren. Als ersten Schritt gebe es in Abstimmung mit dem Energieministerium und der Bundesstromkommission bereits ein Projekt zur Einrichtung von 2.000 Ladestationen im Bundesstaat Mexiko, in Mexiko-Stadt und in Puebla.
(akn)
Künstliche Intelligenz
macOS 27 Golden Gate: Liquid-Glass-Feinschliff, bessere Performance, Siri AI
Auf der heutigen Keynote zur WWDC 2026 hat Apple die nächste Version von macOS angekündigt. Apple vermarktet das System weiterhin mit einem Beinamen: macOS 27 heißt Golden Gate, eine Referenz an die Golden Gate Bridge in San Francisco.
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Liquid Glass – die zweite Runde
Die mit macOS 26 eingeführte Liquid-Glass-Oberfläche hat Apple einer Überarbeitung unterzogen. Die glasige Grundidee bleibt erhalten. Apple habe auf User-Feedback gehört und die Transparenzeffekte und Kontraste etwa bei Buttons verbessert, um die in Tahoe vielfach kritisierte Lesbarkeit zu erhöhen.

Mit dem überarbeiteten Liquid Glass in macOS 27 Golden Gate kommt die klar erkennbare Symbolleiste wieder zurück.
(Bild: Apple)
Konkret bieten macOS 27 wie auch iOS und iPadOS 27 einen Schieberegler, um die Transparenz und Glasigkeit von Liquid-Glass-Elementen stufenlos einzustellen. Die Seitenleiste geht wieder bis zum Rand des Fensters und die Symbolleiste bekommt wieder einen Hintergrund, sodass Buttons nicht etwas verloren über Dokumentinhalte schweben. Der Eckenradius soll über alle Apps hinweg einheitlich sein, auch für noch nicht angepasste Programme. Ferner hat Apple die Icons überarbeitet, sie sollen schärfer erscheinen.
Performance, Stabilität und Spotlight
Mehrere Vorberichte beschreiben macOS 27 als ein „Snow Leopard“-artiges Update – in Anlehnung an Mac OS X 10.6 aus dem Jahr 2009, das ohne große neue Funktionen, dafür mit massiven Stabilitätsverbesserungen erschien. So hat Apple in allen Systemen an der Performance gedreht. Apps sollen 30 Prozent schneller starten und Inhalte etwa in der Fotos-App bis zu 70 Prozent schneller erscheinen als zuvor. Animationen sollen flüssiger laufen, und ein überarbeiteter CPU-Scheduler soll für weniger CPU-Last und flüssigere Animationen sorgen. AirDrop-Übertragungen will Apple um 80 Prozent beschleunigt haben.
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Für Spotlight verspricht Apple dank eines neuen Indexverfahrens eine schnellere Anzeige der Suchergebnisse und dank eines neuen Ranking-Algorithmus relevantere Vorschläge. Das soll sich auch auf Mail, Fotos und andere Apps auswirken.

Dank überarbeitem Spotlight in macOS 27 Golden Gate verspricht Apple relevantere Ergebnisse in Apple Mail.
Apple Intelligence und eine neue Siri AI
Apple Intelligence hat Apple grundlegend überarbeitet – mitsamt „Siri AI“. In Zusammenarbeit mit Google und Gemini-Modellen sollen Apple-Intelligence-Funktionen und Siri leistungsfähiger werden. Damit will Apple auch das Versprechen von der WWDC 2024 erfüllen: Siri AI soll den persönlichen Kontext des Nutzers einbeziehen und Bildschirminhalte verstehen sowie Aktionen über App-Grenzen hinweg ausführen können. Siri AI erscheint im Laufe des Jahres als eigenständige App in einer Beta-Version. Für macOS soll sie im Unterschied zu iOS und iPad direkt in der EU verfügbar sein.
Die neuen lokalen Foundation-Modelle arbeiten multimodal und verstehen somit verschiedene Inhaltstypen gleichzeitig. Weiterhin kombiniert Apple lokale Modelle mit datenschutzfreundlichen Cloud-Modellen. Sie treiben diverse Funktionen an. Image Playground etwa soll damit erheblich bessere Bilder generieren. Zudem ist die App flexibler geworden, sodass man Bereiche markieren und weiter überarbeiten kann. Auch Kurzbefehle lassen sich bald mit natürlicher Sprache per KI erstellen. Visual Intelligence kommt auf den Mac und kann dort Bilder und Ausschnitte analysieren.

Über App Actions lassen sich andere Programme von der KI steuern, vermutlich ähnlich wie mit dem MCP-Protokoll. Weitere Details zu den KI-Neuerungen finden Sie im Artikel zu Apple Intelligence und Siri AI.
Mehr KI-Bearbeitung der Fotos-App
Auf Grundlage der neuen KI-Modelle bekommt die Fotos-App mehr und verbesserte Bearbeitungsfunktionen. Das Clean-Up-Tool zum Entfernen von störenden Objekten soll realistischere Ergebnisse liefern und mit größeren Bildbereichen klarkommen. Zudem erweitert die neue Extend-Funktion den Hintergrund eines Bildes, eine Funktion, die Programme wie Photoshop schon länger anbieten. „Spatial Framing“ verändert die Perspektive, wobei man diese interaktiv anpassen kann.
Safari mit automatischer Tab-Organisation und Preisalarm
Safari bekommt eine KI-gestützte Tab-Verwaltung. Sie sortiert offene Tabs thematisch in Gruppen. Zudem kann der Browser Seiten auf Veränderungen überwachen und etwa über Preisänderungen benachrichtigen. Dazu sagt man dem Browser, auf welche Änderung man wartet.

Safari in macOS 27 Golden Gate nutzt KI, um Tabs thematisch in der Tableiste zu gruppieren.
(Bild: Apple)
Mit „Describe an Extension“ kreiert man per natürlicher Sprache eine Safari-Erweiterung. Als Beispiel nennt Apple eine Funktion, die Rezepte von Websites einsammelt und speichert. Statt als kompromittiert eingestufte Passwörter manuell zu ändern, soll das künftig Apples KI übernehmen.
Geteilte iCloud-Alben lassen sich über das Web deutlich leichter mit Android- und Windows-Nutzern teilen, die nun auch eigene Bilder beisteuern können. Zudem kann man Fotos in voller Auflösung bereitstellen.
Jugendschutzfunktionen und Bildschirmzeit
Beim Jugendschutz hat Apple nach eigener Aussage mit Kinderärzten und Erziehungsexperten einen Leitfaden für den Medienkonsum von Kindern entwickelt, der sich in zahlreichen neuen Funktionen niederschlägt. Eltern können detailliert vorgeben, wann ihre Kinder welche Apps und Websites nutzen dürfen und mit wem sie Kontakt haben – ergänzt um eine Funktion, mit der Kinder den Zugriff auf einzelne Seiten gezielt anfragen können. Der bisherige Nacktheits-Filter wird auf Gewaltdarstellungen erweitert. Die Bildschirmzeit hat Apple von Grund auf überarbeitet und soll deutlich schwerer umgehbar sein. Künftig lassen sich Zeitfenster pro App-Kategorie definieren, etwa nur Schul-Apps am Vormittag und Spiele am Wochenende. Über neue Schnittstellen sollen auch Drittanbieter-Apps ihre Inhalte am Alter der Nutzer ausrichten. Weitere Details zu den Jugendschutzfunktionen finden Sie in der Meldung zu iOS 27.

Kinderaccount
Apple
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Barrierefreiheit
Bereits im Mai 2026 hatte Apple mehrere Neuerungen für die Bedienungshilfen vorab vorgestellt. VoiceOver und die Lupe nutzen künftig Apple Intelligence für detailliertere Bildbeschreibungen; der Reader für Bedienungshilfen soll auch mit komplexeren Inhalten, mit Spalten, Bildern und Tabellen zurechtkommen. Zudem will Apple KI-Zusammenfassungen sowie eine Übersetzungsfunktion integrieren. Videos ohne Untertitel versieht macOS automatisch mit On-Device generierten Untertiteln – zum Start allerdings nur auf Englisch in den USA und Kanada. Hinzu kommen zuverlässigeres Pairing für Hörgeräte sowie die Unterstützung des Sony-Access-Controllers als frei konfigurierbarer Gamecontroller am Mac.
Weitere Änderungen
- Höher aufgelöste Flyover-Animation in Apple Maps.
- macOS unterstützt ultrabreite Displays mit Auflösungen wie 5K bei 120 Hz.
- Für den Mehrbildschirm-Betrieb soll sich macOS zuverlässiger die Anordnung der Displays merken.
- In Podcasts lässt sich künftig nahtlos zwischen Video- und reiner Audio-Wiedergabe wechseln.
- Viele Apps unterstützen nun auch auf Mac Pull-to-Refresh, um Inhalte durch Herunterziehen zu aktualisieren.
- Die Systemeinstellung „Allgemein“ listet alle Apps auf, die ab macOS 28 nicht mehr funktionieren werden.
- Systemdienste wie MDM und Software-Updates setzen ab macOS 27 mindestens TLS 1.2 voraus.
Verfügbarkeit
Entwickler können ab sofort die Beta-Version von macOS 27 Golden Gate herunterladen. Im Juli folgt die erste Public Beta für interessierte Endanwender. Die finale Version des Betriebssystems dürfte wie üblich im Herbst erscheinen.
Hardware-Voraussetzungen: Endgültiges Aus für Intel
Mit macOS 27 endet eine Ära: Es ist die erste macOS-Version, die ausschließlich auf Apple-Silicon-Macs läuft. Apple hatte das Aus für die x86-Architektur bereits zur WWDC 2025 angekündigt und bezeichnete macOS 26 Tahoe als letzte Version für Intel-Hardware.
Folgende, noch mit Tahoe kompatible Intel-Maschinen, fallen damit aus dem Support:
- iMac 5K 2020
- Mac Pro 2019
- MacBook Pro 16″ ab 2019
- MacBook Pro 13″ ab 2020 mit vier Thunderbolt-3-Ports
Für diese Geräte liefert Apple allen Erfahrungen nach im Rahmen von macOS 26 noch zwei bis drei Jahre Sicherheitsupdates.
macOS 27 läuft auf allen Apple-Silicon-Macs.
(wre)
Künstliche Intelligenz
iOS 27: Apple lässt Siri AI nicht in die EU
Déjà-vu bei Siri AI: Apple bringt die Neuauflage von Siri fürs Erste nicht auf iPhones und iPads von EU-Nutzern. Zum Start von iOS 27 und iPadOS 27 werden viele der am Montagabend angekündigten KI-Funktionen in Deutschland und den anderen 26 EU-Mitgliedsstaaten fehlen, wie der Hersteller mitteilte.
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Die Einführung von Apple Intelligence erfolgte vor zwei Jahren in der EU ebenfalls verzögert, damals lieferte Apple die KI-Funktionen statt im Herbst 2024 dann im Frühjahr 2025 nach. In macOS 27, watchOS 27 und visionOS 27 soll Siri AI aber auch direkt in die EU kommen.
DMA impliziert iPhone-Öffnung für andere KI-Modelle
EU-Regulierer hätten keinen der Vorschläge akzeptiert, wie Apple Siri AI in die EU bringen und zugleich andere virtuelle Assistenten sicher unterstützen könne. Im Unterschied zu macOS wurden iOS und iPadOS von der EU-Kommission als Gatekeeper-Dienste eingestuft und fallen deshalb unter striktere Wettbewerbsregeln. Dazu gehört etwa, Wettbewerbern ähnliche Möglichkeiten auf der Plattform einzuräumen, die sonst nur der Hersteller hat – in diesem Fall also das Bereitstellen eines systemweiten KI-Systems mit umfassendem Zugriff auf Nutzerdaten.
Apple habe dafür extra einen „Trusted System Agent“ vorgeschlagen, mit dem andere KI-Modelle dieselben Fähigkeiten wie Siri AI erhalten würden. Dies habe das Unternehmen über einen Zeitraum von 18 Monaten umsetzen wollen, doch die Europäische Kommission habe das abgelehnt, schreibt Apple.
EU schreibt Android KI-Interoperabilität vor
Dieser weitere Konflikt zwischen Apple und den EU-Regulierern zeichnete sich bereits ab: Die Kommission hat vor Kurzem in einem Feststellungsverfahren gegen Google Interoperabilität bei KI angemahnt – Android müsse sich für andere KI-Modelle auf Systemebene öffnen. Dabei meldete sich auch Apple umgehend mit scharfer Kritik zu Wort und warnte davor, dass eine solche weitreichende Öffnung für andere KI-Systeme die Daten der Nutzer gefährde.
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Zugleich betonte Apple, Siri AI weiterhin auf iPhones in der EU bringen zu wollen, es gebe dafür aber keinerlei Zeitplan. Siri AI soll erstmals den persönlichen Kontext des Nutzers einbeziehen und dafür etwa Informationen aus Mails, Chats und Adressbuch heranziehen. Die KI-Siri ist laut Apple künftig in der Lage, Aktionen in Apps auszuführen. Das KI-System ist dem Hersteller zufolge weiterhin so konzipiert, dass weder Apple noch andere die Daten einsehen können. Apples Private Cloud Compute läuft künftig erstmals nicht nur in Apple-Rechenzentren, sondern auch bei anderen Cloud-Anbietern sowie auf Nvidia- und Intel-Hardware, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.
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(lbe)
Künstliche Intelligenz
Angebote zur WM: Fernseher günstig kaufen – 32″ für 99 Euro, 55″ QLED für 279
Neuer Fernseher für die Fußball-WM 2026? Guter Zeitpunkt, die Händler locken mit teils satten Rabatten bei Fernsehern. Wir zeigen die besten Deals und Angebote.
Wer sich für die diesjährigen Sport-Events und Fußballspiele noch einen neuen Fernseher anschaffen möchte, findet derzeit zahlreiche verlockende Angebote. Doch nicht jeder als reduziert beworbene TV ist auch wirklich ein Schnäppchen. Wir haben kurz vor dem WM-Start nochmals die aktuellen Deals verschiedener Händler mit dem Preisvergleich abgeglichen und stellen hier die besten Angebote vor.
Die besten TV-Angebote vor der Fußball-WM 2026
Keine Lust auf eine Recherche in den verschiedenen Kategorien? Dann kommen hier die besten Fernseher-Angebote in der Übersicht, allesamt händisch von der Redaktion überprüft, absteigend sortiert nach Rabatt zum Straßenpreis.
- Xiaomi TV A 32, 32″ LCD mit 50/60 Hz für 99 Euro inkl. Versand statt 146 Euro (-32 Prozent) – neuer Tiefstpreis!
- Hisense 43E6NT, 43″ LCD mit 50/60 Hz für 199 Euro inkl. Versand statt 268 Euro (-25 Prozent) – neuer Tiefstpreis!
- Hisense 100E7Q PRO, 100″ LCD mit 100/120 Hz für 1409 Euro inkl. Versand statt 1649 Euro (-15 Prozent). Tiefstpreis – Ende April noch bei 1600 Euro (-15 Prozent).
- Samsung GQ42S92F, 42″ OLED mit 144 Hz für 699 Euro statt 799 Euro (-13 Prozent) – neuer Tiefstpreis!
- Samsung QE85QN70F, 85″ QLED mit 100/120 Hz für 1209 Euro (Coupon: ALZADAYS10DE) statt 1379 Euro (-12 Prozent) – neuer Tiefstpreis!
- Sharp 55HP5265E, 55″ QLED, mit 50/60 Hz für 279 Euro statt 404 Euro (-10 Prozent) – derzeitiger Bestpreis, war aber schon günstiger.
- LG OLED evo AI C5 OLED77C59LB, 77″ OLED mit 100/120 Hz für 1799 Euro inkl. Versand statt 1949 Euro (-7 Prozent). – derzeitiger Bestpreis, war aber schon günstiger.
- LG OLED evo AI C5 OLED65C57LA, 65″ OLED mit 100/120 Hz für 1199 Euro statt 1299 Euro (-7 Prozent) – neuer Tiefstpreis!
- TCL 98Q8C, 98″ LCD mit 100/120 Hz für 2799 Euro bei verschiedenen Shops. Bestpreis und günstiger als in den letzten Wochen, aber der Preis wurde in der Vergangenheit schon erreicht.
Wie gut sind die Angebote?
Wie man in der Übersicht bereits sieht, sind einige der derzeitigen Deals sind richtig attraktiv – allerdings lohnt ein genauer Blick, und das Angebot muss zu den eigenen Ansprüchen und Wünschen passen. Häufig werben Shops mit hohen Rabatten, die sich aber auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) beziehen. Im Vergleich zum tatsächlichen Marktpreis fällt die Ersparnis oft deutlich bescheidener aus. Wer wirklich sparen will, muss zusätzlich die Preisentwicklung beobachten. Hier wird gerne getrickst: Manche Geräte sind zwar günstiger als noch vor zwei Wochen – das relativiert sich aber, wenn der Preis kurz zuvor erst angehoben wurde oder das Modell in der Vergangenheit bereits deutlich billiger zu haben war.
Andere Fernseher sind zeitgleich bei mehreren Händlern reduziert. Dann ist der Vorteil gegenüber der Konkurrenz gering oder gar nicht vorhanden – was auf den ersten Blick unattraktiv wirkt. War das Gerät zuvor aber überall teurer, kann es sich trotzdem um einen guten Deal handeln. Hier ein paar konkrete Beispiele:
Da wäre der Samsung GQ55Q6F, ein QLED-4K-TV mit einer Diagonale von 55 Zoll, der bei Amazon aktuell für 399 Euro angeboten wird. Beworben ist ein Rabatt von 53 Prozent gegenüber der UVP von 849 Euro – Amazon rechnet hier transparent und korrekt. Auch der Preisvergleich bestätigt: Amazon ist derzeit der günstigste gelistete Anbieter. Mitbewerber verlangen zwischen 459 und 549 Euro, sodass das Angebot mindestens 13 Prozent günstiger ist. Ein einmaliger Deal ist es jedoch nicht: Der Preisverlauf zeigt, dass der Fernseher schon vor einigen Wochen für 399 Euro zu haben war, bevor er kurzzeitig teurer wurde. Zugreifen kann man hier, der Preis ist gut – aber es ist kein Nobrainer, wie es die 53 Prozent versprechen mögen.
Anders sieht es beim nächsten Modell aus, dem Hisense 43E6NT 4K-TV. Der Fernseher mit einer Diagonalen von 43 Zoll ist aktuell in zwei Shops ab 199 Euro und beim nächst teuren Händler ab 200 Euro gelistet. Die Preisdifferenz dieser beiden Angebote ist rechnerisch unerheblich – trotzdem handelt es sich um einen ordentlichen Deal, das zeigt der Blick auf die nächst höheren Preisschilder. Die Mitbewerber verlangen zwischen 269 Euro und 392 Euro und damit deutlich mehr. Der Blick auf die Preisentwicklung zeigt außerdem, dass dieses TV-Modell bisher nie günstiger war. Hier kann man einen guten Deal machen, weshalb das Gerät auch in der Übersicht aufgelistet ist.
Wieder anders verhält es sich beim Philips 48OLED760 mit Ambilight, der im Preisvergleich ab 698,90 Euro gelistet ist. Hier liegt der günstigste Anbieter nur mickrige 10 Cent unter dem Preis der nächsten sechs Mitbewerber. Erst ab Angebot sieben wird es dann teurer. Der Blick auf die Preisentwicklung zeigt außerdem, dass es diesen OLED-TV in der Vergangenheit bereits ab 670 Euro gab. Der aktuelle Preis ist somit gut, aber kein echtes Schnäppchen.
Grundsätzlich gilt: Man sollte sich vor dem Kauf gut überlegen, welche Technologie und Bilddiagonale für die eigenen Ansprüche angemessen sind.
Marke oder No-Name?
Viele Käufer sind beim TV-Kauf markentreu. Wer einmal die Ambilight-Funktion eines Philips-Fernsehers schätzen gelernt hat, wechselt meist nur zu einem neueren Modell desselben Herstellers. Ähnlich verhält es sich bei LG, Samsung & Co. – vor allem dann, wenn der Fernseher mit Smartphones, Apps, Smart-Home-Geräten und weiterer Technik im Haushalt zusammenspielen soll.
Auch Betriebssystem und Bedienoberfläche hängen größtenteils vom Hersteller ab. Fast jede Marke setzt auf ein eigenes Software-Ökosystem oder nutzt gar verschiedene Betriebssysteme:
- LG: webOS
- Samsung: Tizen
- Sony, Philips (viele Modelle), TCL, Hisense, Xiaomi: Google TV oder Android TV
- Toshiba, Grundig, JVC (teils): Fire TV OS von Amazon
- Philips (neuere Modelle): Titan OS
Achtung im unteren Preissegment: Manche besonders günstige Smart-TVs bieten keinen vollwertigen App-Store. Neue Streaming-Dienste oder App-Updates sind dann nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar.
Welches System am besten passt, ist Geschmackssache – jede Plattform hat ihre Vor- und Nachteile, einen klaren Sieger gibt es nicht.
Tendenziell bieten kleinere Marken und No-Name-Hersteller größere Bilddiagonalen zum gleichen Preis, dafür gibt es oft Abstriche bei Ausstattung und Bildtechnologie im Vergleich zu den großen Markenherstellern.
OLED, QLED, DLED?
Die Abkürzungen sorgen für Verwirrung. Selbst Menschen mit guten technischen Grundkenntnissen haben schon einen QLED gekauft – im Glauben, es sei ein OLED. Kein Wunder: Q und O sehen sich verdammt ähnlich. Doch wo liegen die Unterschiede, und worauf sollte man 2026 setzen?
- OLED: Selbstleuchtende organische Pixel, perfekter Schwarzwert, exzellente Kontraste – ideal für Heimkino in abgedunkelten Räumen. Varianten: WOLED (LG) und QD-OLED (Samsung/Sony).
- QLED: LCD-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung und einer zusätzlichen Quantum-Dot-Schicht für hohe Helligkeit und kräftige Farben – stark in hellen Räumen.
- LED/DLED (Direct LED): LCD-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Bei DLED sind die LEDs vollflächig hinter dem Panel angeordnet, was eine gleichmäßigere Ausleuchtung als bei Edge-LED ermöglicht. Günstiger als OLED oder QLED.
Wichtig zu wissen: Nur dort, wo wirklich OLED draufsteht, stecken auch selbstleuchtende organische Pixel drin. Alles andere – ob QLED, DLED oder LED-TV – basiert technisch auf LCD-Panels.
Alternativen
Der folgende Preisvergleich zeigt die günstigsten Angebote zu verschiedenen beliebten OLED-TV-Kategorien:
Der folgende Preisvergleich zeigt die günstigsten LCD-TV-Angebote beliebter Kategorien:
Fazit
Wer einen neuen Fernseher sucht, kann rund um die anstehenden Fußball-Großereignisse echte Schnäppchen machen – egal, ob es ein riesiges Panel, ein kontraststarker OLED, ein Modell mit Ambilight oder ein TV mit anderen Extras sein soll.
Wer unsicher ist, welcher Fernseher zum eigenen Haushalt passt, sollte vorab einen Blick in unsere Kaufberatung zu 4K-TVs werfen.
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