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Qualcomm Dragonfly C1000: Server-CPU mit 250+ Kernen bei >5 GHz plus HBC

Qualcomm hat im Rahmen seines Investor Days die Produktstrategie fürs Rechenzentrum ausgebreitet. Mit dabei ist auch die erste neue CPU: C1000. Mit diesem Chip will Qualcomm über 250 Kerne in Form von Chiplets als performante und gleichzeitig sehr effiziente Lösung anbieten.
Nuvias Erbe ist zurück am Anfang
Wirklich technische Details hatte Qualcomm nur in ganz engem Rahmen dabei. Das Unternehmen setzt dabei weiter auf die Oryon-CPU-Kerne, in abgewandelter Form für den Server angepasst. Hier schließt sich nun letztlich der Kreis, woran Nuvia vor dem Aufkauf durch Qualcomm im Jahr 2021 eigentlich gearbeitet hat: einen Serverprozessor. Entsprechend alt ist Oryon, dessen Markenname im Jahr 2022 für einen Marktstart 2023 enthüllt wurde, im Kern dann aber auch schon. Nun soll der erste Serverprozessor ab 2028 damit verfügbar werden.
Kaum technische Details benannt, Start ab 2028
Wirklich tief gehen die Ankündigungen dabei nicht, es dauert schließlich auch noch rund zwei Jahre, bis die CPUs auch da sind. Über 250 Single-Threaded-Arm-Kerne sollen durch Chiplets realisiert werden, auch ein Takt von über 5 GHz soll dabei angeboten werden.
Das Marketing spricht dabei stets von „leadership performance“, an den meisten Stellen beziehen sich dann die wichtigsten Prognosen aber auf die Metrik Performance per Watt und „TCO savings“. In der Regel heißt das dann jedoch eher, dass die Leistung ganz oben nicht bei Nvidia und AMD mithalten dürfte, sondern darunter über den Preis und eben die Effizienz punkten will. Dafür sollen die CPUs sowohl luft- als auch wassergekühlt werden können. Für Konnektivität nach außen soll PCI Express 7 geboten werden, auch CXL wird unterstützt.
Qualcomm High Bandwidth Compute (HBC)
Eine interessante Entwicklung, die auch dem neuen Prozessor optional helfen kann, wird die Einführung von High Bandwidth Compute (HBC) in die KI-Beschleunigerfamilie ab der kommenden Generation AI250. Dabei wird die XPU-Einheit vom eigentlichen KI-Beschleuniger ausgekoppelt und direkt unter den Speicher gepackt. Nun funktioniert das Ganze hier als eine Art „Near-Memory-Computing“, es bietet laut Qualcomm die Performance-Vorteile von sehr schnellem SRAM, welcher normalerweise nur in kleiner Menge in CPUs/GPUs zu finden ist, aber in einer Kapazität von DRAM/HBM. Das Ganze klappt zudem mit ganz klassischem Packaging, kein teures CoWoS und auch keine Abwandlung ist nötig.
In der Theorie und von Qualcomm so auch in PowerPoint ausgeführt, lassen sich so in bestimmten Fällen große Leistungszuwächse erzielen, vor allem in Bezug auf die zur Verfügung stehende Energie – sprich es ist deutlich effizienter als eine Lösung mit HBM. Qualcomm wird HBC erstmals mit den AI250-Karten ab 2027 anbieten, deren Rack ist bei 140 kW gedeckelt. Im Qualcomm Dragonfly AI250 als Rack arbeiten nun 43 TByte klassischer LPDDR-Speicher zusammen mit etwas über 6 TB HBC, heißt es in der neuen Produktbeschreibung. Beim AI300 wird bereits die zweite Generation angepeilt mit noch höheren Boni.
5 Milliarden Umsatz ab 2027, 15 Milliarden ab 2029
Für genau diese KI-Beschleuniger-Racks hat Qualcomm vor Ort auch Microsoft für Azure und Meta als erste Kunden gewonnen. Beide werden mit einem Volumen von über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz ab dem Jahr 2027 den Einstieg von Qualcomm in das Rechenzentrumsgeschäft unterstützen, insgesamt sollen im kommenden Jahr bereits 5 Milliarden US-Dollar in dem Bereich umgesetzt werden. Dazu zählen aber auch viele zusätzliche Netzwerkprodukte. So richtig los soll es dann ab 2029 gehen: Hier plant Qualcomm mit 15 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr mit Datacenter-Lösungen, verteilt über Custom-Lösungen, KI-Beschleuniger, Konnektivität und letztlich CPUs. Vor allem die Aussicht auf mehr Umsatz ließ die Qualcomm-Aktie nachbörslich deutlich ins Plus drehen, nachdem sie zuvor nachgegeben hatte.
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GPT-5.5 Instant erhält Update: Bessere Konversation soll zu besseren Ergebnissen führen

OpenAI hat ein Update für GPT-5.5 Instant veröffentlicht, das weniger auf höhere Leistung als auf eine bessere Gesprächsqualität abzielt. Der KI-Spezialist verspricht sich davon vor allem eine präzisere Erkennung der Nutzerabsichten, was sich insbesondere in alltäglichen Anwendungsfällen positiv bemerkbar machen soll.
Der Alltag steht im Vordergrund
Im Gegensatz zu früheren Aktualisierungen konzentriert sich OpenAI dieses Mal weniger auf klassische Leistungskennzahlen wie Programmierung oder mathematische Fähigkeiten, stattdessen stehen Verbesserungen im alltäglichen Einsatz im Fokus. So soll das KI-Modell künftig komplexe Anfragen zuverlässiger bearbeiten und flexibler auf Rückmeldungen reagieren können. Gerade im Alltag sollen sich laut OpenAI dadurch deutliche Vorteile ergeben, etwa bei der Entscheidungsfindung, Beratung, Reise- und Projektplanung, Recherche sowie bei Produktsuche und Shopping.
Bessere Ergebnisse durch gesteigertes Verständnis
Erreicht werden soll dies dadurch, dass das System den eigentlichen Zweck einer Anfrage künftig besser erkennt und den daraus resultierenden Kontext über mehrere Gesprächsrunden hinweg konsistenter berücksichtigt. Dadurch sollen Antworten zielgerichteter ausfallen und den tatsächlichen Bedarf des Nutzers seltener verfehlen. Das soll sich insbesondere bei komplexeren Eingaben mit mehreren Vorgaben oder Einschränkungen bemerkbar machen. GPT-5.5 Instant soll sämtliche Anforderungen vollständiger berücksichtigen und zugleich nachvollziehbarer erläutern, weshalb eine bestimmte Empfehlung geeignet ist.
OpenAI erklärt in seinen Release Notes außerdem, dass das neue Modell zusätzliches Feedback besser in seine Ergebnisfindung einbeziehen kann. Werden beispielsweise während eines Gesprächs die Rahmenbedingungen geändert oder eine Antwort infrage gestellt, soll GPT-5.5 Instant seine Empfehlungen künftig anpassen, anstatt wie bislang häufig frühere Aussagen lediglich zu wiederholen.
Ebenso haben die Entwickler Stil und Präsentation der Antworten überarbeitet. Laut OpenAI sollen die Ausgaben dadurch weniger schematisch wirken, stattdessen bewusster strukturiert, kreativer und zugleich zurückhaltender formuliert sein, um insgesamt natürlicher und hochwertiger zu erscheinen.
Bei Suchanfragen wird die Umgebung mehr eingebunden
Auch die Funktionen für Produktempfehlungen und lokale Suchanfragen hat OpenAI erweitert. Mit dem Update kann das Modell Standortinformationen nun besser in die Suche nach passenden Ergebnissen einbeziehen, beispielsweise um Geschäfte oder Dienstleistungen in der näheren Umgebung vorzuschlagen. Darüber hinaus werden Produktempfehlungen, Unternehmensinformationen und Bilder kohärenter miteinander verknüpft, wenn sie den Nutzer bei seiner Entscheidung unterstützen.
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Samsung PM1763: PCIe-6.0-SSD mit 28,4 GB/s (mit WaKü) erst 2027 und teuer

Zur ISC 2026 hat Samsung seine beste SSD mit PCIe 6.0 im Gepäck. Richtig schnell arbeitet sie dauerhaft aber wohl nur flüssiggekühlt. Nach der frühen Ankündigung vor einem dreiviertel Jahr wird die Produktion nun jedoch erst Ende 2026 anlaufen, die Verfügbarkeit ab Anfang 2027 gegeben sein. Und der Preis? Eher hoch.
Die ersten schnellen SSDs nach neuem Standard PCI Express 6.0 werden dabei wohl in ähnliche Probleme laufen, wie es sie bei den ersten SSDs nach Standard PCI Express 5.0 und auch schon 4.0 gab. Im Betrieb wurden und werden diese zum Teil auch noch heute sehr heiß, Passivkühler entweder direkt ab Werk oder dann auf Mainboards & Co waren dringend empfohlen, damit die Leistung nicht komplett ins Bodenlose fällt oder die SSD sogar den Dienst quittiert.
Die nächste Generation kann diese Probleme nicht in Luft auflösen. Die neue Samsung PM1763 wird je nach Format und Kapazität von bis zu 64 TByte und daraus resultierend auch sehr hohem Stromverbrauch deshalb auch explizit auf den Einsatz in Umgebungen ausgelegt, in denen sie in den Flüssigkeitskreislauf eingeschlossen werden kann. Bei modernen Servern geht der Trend zuletzt nur noch in diese Richtung, CPU, GPU aber auch RAM werden dabei bereits mit (zum Teil auch warmen) Wasser oder einem anderen Gemisch gekühlt. Die SSD hier einzubinden, ist letztlich nur der nächste Schritt. Samsung verspricht so eine deutlich gesteigerte Effizienz.
Der Rechnung zugrunde dürfte liegen, dass die Leistung weit weniger stark einbricht, als auch dass die Chips deutlich kühler arbeiten und so etwas weniger Energie aufnehmen. Der Bärenanteil dürfte aber auf die deutlich stabilere Leistung entfallen.
Und die Leistung ist bekanntlich hoch. Bis zu 28,4 GByte pro Sekunde nennt Samsung auch heute als Spezifikation für Lese-Vorgänge, beim Schreiben fällt das auf 21 GByte pro Sekunde zurück. Bei den Flash-Bausteinen wird erwartungsgemäß auf TLC gesetzt, bestätigte das Unternehmen zur ISC 2026.
Bei der Preisfrage druckst Samsung auf der Messe etwas herum, will natürlich nichts Genaues sagen, was in der aktuellen Zeit noch verständlicher ist als bisher schon. Da die Sampling-Phase auch erst Ende des Jahres startet und die Serienproduktion Anfang 2027, dauert es realistisch betrachtet ja auch noch fast ein Jahr, bis die SSDs wirklich verfügbar sind.
Einige Indizien lieferte das Unternehmen aber, die für einen entsprechend hohen Preis sprachen. Schließlich sei der Controller neu für PCI Express 6.0, auch die Flash-Bausteine viel besser und daraufhin angepasst. Schon allein dies rechtfertige einen Aufpreis gegenüber PCIe-5.0-SSDs, erklärte Samsung.
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Microsoft vollführt Kehrtwende: 8 GB sollen nun doch für Windows 11 ausreichend sein
Nachdem Microsoft über Jahre hinweg besonders im Zusammenhang mit Copilot+-PCs immer wieder 16 GB RAM als notwendige Grundlage für ein gut funktionierendes Windows 11 propagiert hatte, stuft der aktuelle Surface-Kaufberater nun 8 GB RAM für alltägliche Aufgaben als ausreichend ein. Das markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende.
Laut Windows Latest stuft Microsoft in seinem aktualisierten Surface-Kaufberater 8 GB RAM als ausreichend für alltägliche Anwendungen wie Surfen, Streaming und Office-Arbeiten ein. Für Copilot+-PCs gilt allerdings weiterhin die bisherige Mindestanforderung von 16 GB. Noch Anfang 2026 hatte Microsoft in mehreren Beiträgen sogar 32 GB RAM als ideale Ausstattung für Spiele unter Windows 11 empfohlen. Ein entsprechender Blog-Beitrag wurde dem Bericht zufolge nach Kritik stillschweigend entfernt.
Speicherkrise auch bei Microsoft angekommen
Microsofts Kehrtwende überrascht allerdings nur auf den ersten Blick. Inzwischen bietet der Softwarekonzern selbst mehrere Surface-Modelle mit lediglich 8 GB RAM an. Dazu gehören sowohl Business- als auch Consumer-Versionen des Surface Laptop 13 und des Surface Pro 12. Gleichzeitig sind diese Geräte teurer als vergleichbare Modelle des Vorjahres mit 16 GB RAM und setzen zudem auf ältere Snapdragon-X-Prozessoren. Somit könnte auch Microsoft in den Strudel der aktuellen Speicherkrise geraten sein und entsprechend reagieren müssen.
Allerdings scheint sich die neue Linie noch nicht überall im Unternehmen durchgesetzt zu haben. So empfiehlt Microsofts eigener KI-Store-Assistent Interessenten weiterhin 16 GB RAM, wenn ein möglichst zukunftssicheres Gerät gewünscht ist, während die offiziellen Produktseiten 8 GB als ausreichend darstellen.
Windows 11 lebt auf großem Fuß
Ob diese Einschätzung der Realität entspricht, darf allerdings bezweifelt werden. Microsoft hat in der jüngeren Vergangenheit zwar verschiedene Optimierungen an Windows 11 vorgenommen, dennoch haben Untersuchungen wiederholt gezeigt, dass die aktuelle Windows-Version deutlich verschwenderischer mit Arbeitsspeicher umgeht als ihre Vorgänger. Zum Vergleich: Für Windows 10 galten noch 2 GB RAM als Mindestanforderung, während 4 GB für eine komfortable Nutzung empfohlen wurden.
Das zeigt sich auch an der deutlich gestiegenen Zahl von Hintergrunddiensten. Hinzu kommt, dass zahlreiche Anwendungen heute mehr Arbeitsspeicher benötigen, insbesondere wenn sie auf WebView2-Komponenten setzen, wie Microsoft es beispielsweise beim aktuellen Outlook tut. Ebenfalls berücksichtigt werden muss, dass sich sowohl PC-Nutzer als auch Entwickler über viele Jahre kaum Gedanken über den Speicherbedarf machen mussten. Arbeitsspeicher war vergleichsweise günstig und ausreichend verfügbar. Das führte dazu, dass Programme häufig weniger konsequent optimiert wurden als früher – ein Trend, der sich insbesondere im Spielebereich beobachten lässt.
Apple macht es vor
Ein weiterer Grund dürfte die Markteinführung des MacBook Neo für 699 Euro sein. Das Notebook ist ebenfalls lediglich mit 8 GB RAM ausgestattet, ist dadurch jedoch in eine Preisregion vorgedrungen, die für ein Gerät mit vergleichbarer Leistung bislang kaum erreichbar schien. Microsoft soll daraufhin einen Bericht bei Signal65 in Auftrag gegeben haben, in dem argumentiert wurde, dass Windows-11-Laptops das MacBook Neo übertreffen. Besonders die 8 GB RAM des MacBook Neo wurden dabei als erheblicher Engpass gegenüber den 16 GB Arbeitsspeicher von Windows-Geräten derselben Preisklasse angeführt. Laut Windows Latest soll Microsoft zudem Forscher für die Aussage bezahlt haben, dass 8 GB Arbeitsspeicher die große Schwäche des MacBook seien.
Microsoft hat keine Antwort
Als Reaktion brachte Microsoft günstigere Varianten des Surface Pro und des Surface Laptop auf den Markt, die ebenfalls lediglich über 8 GB RAM verfügten. Mit Preisen von 849 beziehungsweise 949 US-Dollar konnten jedoch auch sie nicht an das MacBook Neo heranreichen. Zudem mussten beide Modelle auf Copilot+ verzichten. Doch auch hier gilt: Im vergangenen Jahr wurden beide Modelle von Microsoft noch mit mehr Arbeitsspeicher zu einem niedrigeren Preis angeboten. Apple konnte dagegen seine Erfahrungen aus dem iPhone- und iPad-Bereich in die Entwicklung von macOS für die eigenen M-Prozessoren einfließen lassen, die bereits damals als sehr effizient galten. Windows entwickelte sich in dieser Hinsicht genau in die entgegengesetzte Richtung.
Windows muss radikal neu gedacht werden
Ob Microsoft Windows 11 so weit verschlanken kann, dass das Betriebssystem auch auf kleineren Speicherkonfigurationen performant läuft, erscheint fraglich und dürfte sich nicht kurzfristig umsetzen lassen. Ebenso könnte sich ein solches Vorhaben bis zur nächsten Windows-Version hinziehen. Dafür wäre allerdings ein grundlegendes Umdenken seitens des Software-Riesen erforderlich. Apple hat dagegen bereits mehrfach bewiesen, dass sich die technische Basis von macOS radikal verändern lässt – und war damit erfolgreich.
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