Apps & Mobile Entwicklung
Ubuntu Linux: ARM64 verlässt bei Canonical endgültig die zweite Reihe

Ubuntu war auf ARM64 lange mit Einschränkungen verbunden. In einem aktuellen Rückblick zeigt Canonical nun, wie viele Lücken innerhalb eines Jahres geschlossen wurden. Ubuntu 26.04 LTS markiert dabei einen wichtigen Schritt hin zur Gleichbehandlung mit klassischen PC-Systemen.
ARM64 zieht in das Hauptarchiv um
Eine der wichtigsten Änderungen spielt sich für Nutzer weitgehend im Hintergrund ab. Mit Ubuntu 26.04 hat Canonical die ARM64 -Pakete aus einem bislang getrennten Softwarearchiv in das reguläre Ubuntu-Hauptarchiv verschoben. Dort liegen auch die Pakete für klassische PCs mit AMD- oder Intel-Prozessoren.
Für Nutzer soll das vor allem schnellere und zuverlässigere Downloads bedeuten, da ARM64-Pakete nun automatisch über die regulären Ubuntu-Spiegelserver verteilt werden. Canonical spricht davon, ARM64 nicht länger als sogenannte „Ports-Architektur“ zu behandeln. Die Umstellung ist für Ubuntu 26.04 abgeschlossen und soll auch auf Ubuntu 24.04 LTS nachgezogen werden.
Sicherheitsupdates jetzt auch ohne Neustart
Auch bei Sicherheitsupdates schließt ARM64 eine bisherige Lücke. Seit Ubuntu 26.04 LTS unterstützt Canonicals Livepatch-Dienst die ARM64-Architektur. Kritische Aktualisierungen für den Linux-Kernel können damit während des laufenden Betriebs eingespielt werden, ohne dass das System anschließend zwingend neu gestartet werden muss.
Die Funktion gab es für AMD64-Systeme bereits seit Jahren. Für ARM64 waren laut Canonical zunächst zusätzliche Arbeiten am Linux-Kernel, den Entwicklungswerkzeugen und der eigenen Infrastruktur notwendig.
Steam läuft inzwischen auch auf ARM64
Fortschritte gibt es zudem beim Spielen. Canonical bietet Steam seit Anfang Juni in einer stabilen ARM64-Version über das eigene Snap-System an. Bei einem Snap handelt es sich vereinfacht gesagt um ein von Canonical genutztes App-Paket, das eine Anwendung samt benötigter Bestandteile gebündelt bereitstellen kann.
Da der reguläre Steam-Client für Linux weiterhin für x86-Prozessoren ausgelegt ist, greift Canonicals Lösung auf die Übersetzungsschicht FEX zurück. Sie ermöglicht es, die eigentlich für klassische x86-PC-Prozessoren entwickelte Software auf ARM64-Hardware auszuführen. Unterstützt werden unter anderem Snapdragon-Notebooks und weitere ARM64-Systeme. Canonical weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass das Projekt nicht von Valve unterstützt wird.
Mehr Arm-Notebooks und weniger Softwarelücken
Auch bei Notebooks baut Ubuntu die Arm-Unterstützung aus. Snapdragon-X-Elite-Geräte können seit Ubuntu 25.10 mit aktiviertem Secure Boot starten. Ubuntu 26.04 LTS ist die erste LTS-Version mit dieser Unterstützung. Parallel arbeitet Canonical bereits an der nächsten Snapdragon-X2-Elite-Generation.
Mit dem CIX P1 nimmt das Unternehmen zudem eine weitere Arm-Plattform abseits von Qualcomm ins Visier. Gleichzeitig wächst das Softwareangebot. Anwendungen wie OnlyOffice und FreeCAD stehen inzwischen nativ für ARM64 bereit. Google hat darüber hinaus Chrome für Linux auf ARM64 angekündigt, wodurch künftig auch geschützte Streaming-Inhalte über Widevine ohne bisherige Umwege nutzbar werden sollen.
Ganz geschlossen ist die Lücke zu klassischen PC-Systemen noch nicht. Canonicals Rückblick zeigt jedoch, wie deutlich sich die Situation innerhalb eines Jahres verändert hat. ARM64 soll bei Ubuntu nicht länger als Sonderfall behandelt werden, sondern zunehmend den gleichen Stellenwert wie AMD64 erhalten.
Apps & Mobile Entwicklung
Mova Lidax Ultra 1000 AWD Mähroboter im Test
Mit zwei Kameras, Lidar-Navigation, schwebendem, verschiebbarem Messerteller, Home-Assistant-Anbindung und Dreame-Technik bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD viel für weniger als die Konkurrenz. Es hakt aber noch nicht nur bei der automatischen Kartierung, weshalb der Mähroboter nicht für jeden die richtige Wahl ist.
Mit dem Mova Lidax Ultra 1000 AWD bekommt man einen hervorragend ausgestatteten Mähroboter ohne Begrenzungskabel oder RTK-Station für bis zu 1000 m² Rasenfläche mit Technik von Dreame zum günstigeren Preis. Mit zwei Kameras, Lidar-Navigation, zwei Messerscheiben mit 12 Messern auf einem auch seitlich beweglichen Teller für den Randschnitt, Allradantrieb und einem Akku mit 243 Wh Kapazität erscheinen selbst die im Handel aufgerufenen 1.399 Euro im Vergleich zur über 1.000 Euro teureren Konkurrenz von Dreame günstig.
Das Fazit vorneweg
Ausgelegt für rund 1.000 m² bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD eine Schnittbreite von 40 cm, um Flächen zügig fertigstellen zu können. An Ränder kommt der Rasenmähroboter bis auf rund 4 cm heran, da sich die gesamte Mäh-Aufhängung beim Kantenschnitt zur Seite bewegt und so den Abstand zum Rand verringert. Wie nah, hängt auch vom Verlauf der Kante ab. Mal sind es nur 3-4 cm, mal aber auch 6 cm oder mehr, wenn eine Kurve gefahren werden muss. Regelmäßige Nacharbeit an Rändern mit erhöhter Kante ist deshalb nötig. Auch die Höhenverstellung erfolgt beim Mova Lidax Ultra 1000 AWD nicht über einen Drehregler am Gerät, sondern lässt sich per App einstellen und wird über Motoren automatisch angepasst. Stellen, die der Mähroboter ausgespart hat, beispielsweise weil Pflanzen zu tief über dem Rasen hängen, kann man im manuellen Modus mit dem Smartphone als Controller und Display jederzeit selbst nacharbeiten.
Die Kehrseite all dieser Technik und Funktionen ist zweifellos die Größe des Mova Lidax Ultra 1000 AWD. Zwar geht er mit Abmessungen von rund 74 × 53 × 32 cm und einem stattlichen Gewicht von rund 24 kg auf einem 1.000-m²-Grundstück immer noch problemlos unter, aber für kleinere Gärten oder Flächen mit vielen Hindernissen und vor allem für Engstellen ist er nicht optimal. Im Test konnte er ein schmales Rasenstück mit einer Breite von 75 cm weder passieren noch mähen. Bei der Einrichtung abgefahren, wird es vom Mähroboter anschließend aus der Karte entfernt und nicht mehr beachtet. Ein weiteres, auch nur knapp 60 cm breites Rasenteilstück, aus dem rückwärts wieder navigiert werden muss, lässt sich ebenso nur manuell mähen. Befinden sich viele Hindernisse auf dem Rasen, etwa Tischgruppen oder Bäume, wirkt der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ob seiner Größe etwas schwerfällig beim Umkurven. Um möglichst wenig nacharbeiten zu müssen, kann man aber die Abstände, die der Mähroboter zu diesen Objekten einhält, reduzieren.
Darüber hinaus fielen im Test immer wieder Stellen auf dem Rasen auf, die trotz des Abfahrens der Rasenfläche in geraden Reihen nicht perfekt gemäht und höher als der restliche Rasen waren. Hier hat der Mähroboter einfach ein paar Zentimeter Lücke zwischen den Bahnen gelassen und dies auch später nicht automatisch korrigiert. Etwas Abhilfe schafft das Aktivieren eines Kreuz- oder Schachbrettmusters anstelle gerader Bahnen.
Das schwimmende Mähdeck sorgt aber dafür, dass auch in Senken gemäht wird, in denen andere das Gras zu hoch stehen lassen und der Rasen auch bei Unebenheiten überall gleich lang geschnitten wird. Diese unabhängige Lagerung der Mähteller bieten gerade günstigere Modelle nicht. Auch die geringe Lautstärke des Mova Lidax Ultra 1000 AWD während des Mähvorgangs ist positiv zu verbuchen.
Zudem ist die automatische Erkennung und Anpassung des Rasenrands nach der initialen Kartierung verbesserungswürdig. Wird an einem Rand anfänglich beim Abfahren zu viel Platz gelassen, korrigiert der Mova Lidax Ultra 1000 AWD diese Lücke beispielsweise zu Rasenkantensteinen mit dahinter liegendem Beet nicht automatisch, sondern hält diesen Abstand auch zukünftig ein, so dass der Rand nicht optimal gemäht wird. Weiß man dies schon vor der Kartierung, kann man dies allerdings berücksichtigen und den Rand statt grob tatsächlich so genau wie möglich abfahren – andere Mähroboter passen die Karte in dieser Hinsicht jedoch besser automatisch an.
Darüber hinaus kann man beim Mova-Mäher derzeit nicht deaktivieren, dass er Pflanzen am Rand ignorieren und trotzdem den initialen Kantenschnitt vornehmen soll. So lässt er zu Rändern mit angrenzenden Pflanzen mehr Abstand als etwa die Modelle von Dreame und der Abstand zum Rand wird unter Umständen immer größer, wenn die Pflanzen wachsen. Über dem Rasen hereinragende Äste, die eigentlich unterfahren werden könnten, sorgen mitunter auch dafür, dass der Mova-Mäher den Rasen an dieser Stelle ignoriert. Auch wenn man bei der Kartierung bewusst über den Rasenrand hinaus etwa unter eine Hecke fährt, damit beim Mähen keine Kante stehen bleibt, wird dies vom Mäher anschließend ignoriert und es entsteht eine Rasenkante.
Und die vorderen Räder drehen sich bei Wendemanövern etwas zu wenig, was an engen Stellen, auf zu feuchtem Grund oder bei neu gesätem Rasen schnell dazu führt, dass Erde verschoben und Rasen herausgerissen wird. Das liegt auch an seinem hohen Eigengewicht, das er auf den Rasen bringt. Der eufy C15 (Test) führt beim Wenden ein deutlich besseres Manöver durch als der Mova Lidax Ultra 1000 AWD, das für ein besseres Ergebnis am Bahnende sorgt. Zudem lässt sich die Breite der gefahrenen Bahnen und somit eine Überlappung dieser nicht einstellen, etwa um einen schnelleren oder eben genaueren Schnitt zu erzielen. Für das vollständige Mähen von 300 m² benötigt der Mähroboter ungefähr 90 Minuten und verbraucht rund 30 Prozent seines Akkus. Allerdings ist die benötigte Zeit stark von der Form der Rasenfläche, der Anzahl der Hindernisse und der Steigung abhängig.
Gleichzeitig merkt man, dass Mova über Firmware-Updates ständig versucht Verbesserungen umzusetzen. Allerdings macht der Mähroboter auch mit aktueller Firmware in der Ladestation weiterhin Geräusche, die man im Umfeld des Roboters hört. Hierfür scheint eine Radverriegelung verantwortlich zu sein, die dauerhaft die Räder blockiert, damit der Mäher nicht wegrutschen kann. Auch die Leistungsaufnahme in der Ladestation, trotz geladenem Akku, ist mit 15 bis 20 Watt sehr hoch. Trennt man sie vom Strom, verliert der Mäher über Nacht nahezu seine gesamte Akkuladung.
Doch bis man all diese Erkenntnisse gewonnen hat, ist etwas Einrichtung und Anpassung nötig, deshalb einen Schritt zurück auf Anfang.
Schnelle Ersteinrichtung mit manueller Kartierung
Tatsächlich nötiger Platz um Ladestation kleiner
Nachdem man den Mähroboter ausgepackt und die Basisstation an einem Ort mit WLAN-Empfang im Garten aufgestellt hat, soll man den Roboter zunächst laden. Mova nennt als Abstände um die Ladestation einen Meter nach rechts, links und hinten, also den Bereich, über den der Mähroboter in die Station fährt. Für die Ersteinrichtung ist dies sinnvoll, später kann man die Ladestation aber beispielsweise auch in eine Lücke mit seitlicher Begrenzung stellen, wenn der Mähroboter von hinten gerade hineinfahren kann, da er beim Herausfahren zunächst immer gerade aus der Station fährt. Für die Planung des Standorts ist diese Information durchaus relevant, da die genannten seitlichen Abstände in der Praxis keine Rolle spielen. Die Basisstation kann mit beiliegenden Erdankern fixiert werden. Eine Reinigungsbürste, die oben in die Ladestation eingesetzt wird, reinigt den Lidar-Sensor des Mähroboters. Eine komplette Abdeckung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD bietet die Ladestation aber nicht. Eine solche muss separat erworben werden, wenn man den Mähroboter besser gegen Sonne und Regen schützen möchte.
Eingerichtet wird der Mova Lidax Ultra 1000 AWD über die Movahome-App, wofür man mit dem WLAN verbunden sein muss. Wurde der Mähroboter über die Bedienelemente an der Oberseite eingeschaltet, über die man ihn auch ohne App manuell steuern kann, kann man die Sprache einstellen, einen PIN-Code festlegen und sich mit ihm über Bluetooth verbinden, bevor er über die App mit dem WLAN verbunden wird. Auch das Teilen mit anderen Nutzern über die App ist später möglich.
Karte manuell oder automatisch erstellen
Zunächst muss jedoch eine Karte der Rasenfläche oder Rasenflächen erstellt werden, falls es mehrere verbundene Zonen gibt. Hierfür sollte das Gras nicht höher als 12 cm sein, die Fläche keine Löcher aufweisen und von beweglichen Hindernissen befreit werden. Für die Kartenerstellung steuert man den Roboter über die App entlang des Randes der Mähfläche und läuft dabei hinter ihm her. Hierbei wird zunächst ein Startpunkt definiert, den der Mäher interessanterweise auch anschließend immer als Startpunkt für seine Mähaufgabe wählt. Bereiche, die schmaler als einen Meter sind, kann man in der App als Pfade festlegen. Sie werden dann vom Mähroboter durchfahren, zählen aber nicht zu der eigentlichen Mähfläche, etwa bei der Mährichtung.
Alternativ zur manuellen Kartenerstellung kann man auch die „Automatische Begrenzungserkennung“ wählen und den Mova-Mäher allein den Arbeitsbereich abstecken lassen. Hierfür sind aber eindeutige Rasenkanten und gutes Tageslicht nötig, da die Erfassung über die Frontkamera erfolgt und der Mähroboter versucht, Rasen von anderen Flächen zu unterscheiden. An Wegen und Randsteinen funktioniert das gut, bei Beeten weniger gut als es etwa der eufy C15 (Test) mit weniger aufwendiger Technik beherrscht. Bei weichen Übergängen driftete der Mova-Mäher ins Beet ab, während eufy hier klar Rasen und Beet unterscheiden konnte. Die automatische Kartierung führte im Testfall somit nicht zum Erfolg und es musste für eine klare Begrenzung der manuelle Modus genutzt werden. Versucht man den Automatik-Modus, muss man also ein Auge auf den Roboter haben, um ihn ggf. zu stoppen.
Karte lässt sich bearbeiten
Ist die Karte erstellt, kann sie in der App bearbeitet werden. So lassen sich auch Sperrzonen definieren, die vom Mähroboter ausgespart werden sollen. Auch das Hinzufügen weiterer Zonen und das Erstellen von Verbindungswegen etwa über Steinplatten ist möglich. Steht die Ladestation nicht direkt auf dem Rasen, lässt sich auch für sie ein Verbindungspfad erstellen. Die Ladestation muss also nicht zwingend direkt auf dem Rasen platziert werden, wenn in der Nähe ein besserer, frei zugänglicher Standort gegeben ist.
Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD bewältigt Steigungen bis 80 Prozent, also rund 38,5 Grad und hält auch auf schräger Fläche gut seine Bahnen ein. Optimale Ergebnisse erzielt man laut Mova bis zu einer Steigung von 24 Grad. Hindernisse können bis zu einer Höhe von 6 cm überfahren werden. Im Alltag führt dies aber auch dazu, dass manche erhöhten Ecken von Steinen oder Holz bei einer Drehung gerne überfahren statt sauber umkurvt werden.
Eine zweite Karte erstellen
Neben dem Trennen einer Karte in verschiedene Zonen oder dem Verbinden von mehreren Zonen zu einer Karte kann auch eine zweite Karte erstellt werden. Dies ist für ist für Situationen gedacht, in denen der Roboter nicht autonom zwischen getrennten Rasenflächen hin- und herfahren kann oder mehrere Karten erforderlich sind, etwa weil die Rasenfläche für eine Karte zu groß ist. Auch mehrere Grundstücke lassen sich so theoretisch mit einem Mähroboter bearbeiten, wenn man ihn zwischen den Grundstücken hin und her trägt.
Für das Erstellen einer zweiten Karte ist es aber notwendig, entweder eine zweite Ladestation zu kaufen, oder aber die vorhandene Ladestation ebenfalls auf die zweite Rasenfläche zu stellen und dort anzuschließen. Für spätere Mähvorgänge ist ein Versetzen der Ladestation dann nicht mehr möglich, wobei es natürlich zu Fehlern kommt, wenn der Mähroboter die zweite Fläche nicht mit einer Akkuladung mähen kann. Trägt man ihn dann zur Ladestation, lädt ihn auf und trägt ihn wieder zurück auf die 2. Karte, kann er den Mähvorgang aber an der Stelle fortsetzen, an der er zuvor abgebrochen wurde. Die Optionen in der App gehen übrigens so weit, dass man selbst eine Ladezeit für den Mähroboter einstellen kann, während der er ausschließlich geladen werden soll.
Generell lassen sich Mähvorgänge sowohl über die App als auch den Mähroboter selbst jederzeit stoppen bzw. pausieren. Drückt man die rote Stopptaste auf dem Mähroboter, kann er jedoch erst wieder gestartet werden, wenn man am Roboter seine PIN eingegeben hat. Das Fortsetzen des Mähvorgangs allein über die App ist dann nicht möglich.
Viele Optionen zur Anpassung des Mähverhaltens
Die Mova-App bietet darüber hinaus viele Optionen, um das Mähverhalten anzupassen. Neben der Mähhöhe zwischen 3 und 10 cm kann auch die Geschwindigkeit von rund 1.800 m² am Tag auf 2.600 m² am Tag erhöht werden. UltraTrim 2.0 ist die bereits genannte Option, dass der Mähroboter beim Mähen der Kanten enger an diese heranfährt und beim zweiten Durchgang den Messerscheiben an den Rand bewegt. „Sicheres Randmähen“ sorgt hingegen dafür, dass bewusst mehr Platz gelassen wird. Auch die Lidar-Hinderniserkennung lässt sich deaktivieren, damit der Mähroboter überwachsenes Gras mähen kann.
Darüber hinaus lässt sich die Mährichtung individualisieren und die Höhe und der Abstand der Hindernisvermeidung in 5-cm-Abständen einstellen. All diese Optionen sind je eingerichteter Mähzone anpassbar, so dass man verschiedenen Bedürfnissen verschiedener Bereiche im Garten auch entsprechend Rechnung tragen kann. Die Möglichkeiten sind somit sowohl komfortabel als auch reichhaltig.
Natürlich lassen sich auch Zeitpläne für das Mähen erstellen, wobei automatisch zwei Zeitpläne für Frühling/Sommer und Herbst/Winter erstellt werden. Aber auch manuelle Zeitpläne oder der Verzicht auf diese sind möglich.
Zudem muss nicht immer die gesamte Fläche gemäht werden, über die Mähmodi kann man in der App zwischen Gesamtfläche-Mähen, Zonenmähen, Randmähen, Punktuelles
Mähen und Manueller Modus wählen. Bei letzterem steuert man den Mova-Roboter per Smartphone wie beschrieben selbst.
Gesteuert über einen kleinen Kontaktsensor lässt sich zudem ein Regenschutz aktivieren. Wenn diese Funktion aktiviert ist, unterbricht der Roboter bei Regen automatisch den Mähvorgang und kehrt zur Ladestation zurück. In der App kann eingestellt werden, wie lang dieser Schutz bei Regen gelten soll, damit der Rasen auch nach dem Regen wieder abtrocknen kann. Neben dem Regenschutz hat Mova auch einen Frostschutz integriert, der verhindert, dass der Rasen bei unter 0 °C gemäht wird. Bei Frost wird aber ohnehin auch der Akku des Mähroboters nicht mehr geladen. Den Winter über sollte der Mähroboter in einem Innenraum mit geladenem Akku eingelagert werden.
Und wer es ganz ausgefallen mag, für den hat Mova Mähformen in die App integriert. So lassen sich individuelle oder vorgegebene Formen auswählen, die vom Mähen ausgeschlossen werden sollen, womit man Motive auf den Rasen zeichnen kann.
Diebstahlschutz- und Sicherheitsfunktionen
Neben den Optionen, die sich auf das eigentliche Mähen beziehen, bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD aber auch noch einige Diebstahlschutz- und Sicherheitsfunktionen. Hierzu gehören Alarme beim Anheben oder Verlassen der Karte, die Anzeige des Standorts in Echtzeit auf Google Maps, Warnungen bei Anwesenheit von Personen als Alarmanlage etwa während der Urlaubszeit und eine Kindersicherung zur Verhinderung des unbeabsichtigten Betriebs. Die Diebstahlschutz- und Sicherheitsfunktionen können in der App unter dem Eintrag „Geräteseite“ konfiguriert werden.
Als TrueGuard bezeichnet Mova zudem Funktionen, mit denen man den Mähroboter als Wachhund auf Patrouille schicken kann. Dies geht über die Möglichkeit, jederzeit ein Echtzeitvideo abzurufen hinaus, denn man kann ihn so ganz gezielt zu bestimmten Orten navigieren lassen.
Home-Assistant-Integration
Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD lässt sich über die Integration dreame-mower für Home Assistant über HACS auch in dieses Smart-Home-System einbinden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Integration von Dreame bzw. Mova, sondern um eine Community-Integration. Diese funktioniert jedoch bislang sehr zuverlässig, wenn auch nicht rein lokal, sondern über die Cloud des Herstellers, dafür aber mit einer Kartenansicht und zahlreichen Optionen zur Steuerung des Mähroboters und Zugriff auf relevante Werte des Geräts. Auch über Home Assistant lässt sich das Mähen starten, pausieren und stoppen und der Mähroboter zum Laden in die Station schicken. Ob man sinnvolle Ereignisse anderer Smart-Home-Geräte hat, an die man einen Mähvorgang koppeln möchte, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab – möglich ist dies über die Integration und Automationen jedoch per se.
IP-Zertifizierung und AirTag-Fach
Dank IPX6 kann man die Unterseite des Mähroboters auch mit dem Gartenschlauch reinigen. Ein Hochdruckreiniger sollte dafür aber nicht verwendet werden. Auch die Ladekontakte am Roboter und der Ladestation sowie die Kameras sollte man regelmäßig mit einem Tuch säubern. Die Räder lassen sich bei Bedarf mit einer Bürste reinigen. Mova empfiehlt, die Messer alle 6 bis 8 Wochen zu tauschen. Die Lidar-Kappe sollte man deshalb aufheben und bei Reinigungsarbeiten an der Unterseite aufsetzen, damit die Fläche nicht zerkratzt.
Die Bedienelemente und das Farbdisplay schützt Mova mit einer Abdeckung zusätzlich vor Dreck. Auch an dieser Stelle zeigt sich die sehr gute Verarbeitung und die Wertigkeit, die dem Nutzer insgesamt vermittelt, für sein Geld auch einen entsprechenden Mehrwert erhalten zu haben.
An der Unterseite verfügt der Mähroboter auch über ein kleines Fach beispielsweise für einen AirTag. Allerdings dürfte dies neben den Schutzmaßnahmen, die der Mähroboter ohnehin schon bietet, von Dieben noch am einfachsten zu entdecken und der AirTag zu entfernen sein.
Hindernisvermeidung
Eine effektive Hinderniserkennung ist für Mähroboter unerlässlich, um Tiere und Gegenstände im Garten zu schützen. Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD erkennt Gegenstände laut Hersteller ab einer Größe von 2 × 2 cm. Im Test umfuhr er größere Objekte zuverlässig, die auf dem Rasen liegen gelassen wurde. Kleine Stoff-Kuscheltiere ebenso wie kleine und größere Bälle, Gartenschuhe, den Rasensprenger, die Beine des Gartentischs und der -stühle und nicht zuletzt Personen. Generell müssen Objekte aber eine gewisse Höhe erreichen, um erkannt zu werden. Eine flacher Frisbeering mit Loch in der Mitte wird beispielsweise einfach überfahren. Stellt man in der App die Erkennung auf „Hoch“, springt der Mova schneller an, aber dies reduziert auch die Mähgeschwindigkeit.
Denn er erkennt auch so häufig schon zahlreiche Hindernisse und Objekte, vor allem am Rand der Mähzone, die es dort gar nicht gibt. Etwas überrascht schaut man manchmal auf die Karte in der App, die dann übersät ist mit erkannten Hindernissen.
Abschließende Beurteilung
Ergänzend zum Fazit zu Beginn des Tests lässt sich abschließend festhalten, dass der Mova Lidax Ultra 1000 AWD seine Stärken vor allem in größeren Gärten ohne viele Hindernisse, Übergänge und Engstellen ausspielen kann. In kleineren Gärten sind ihm wendigere und leichtere Modelle wie ein eufy C15 überlegen. In größeren Gärten mit Engstellen und Hindernissen bietet hingegen Dreame selbst mit seiner A-Serie derzeit noch überlegene Funktionen, da diese Modelle trotz gleicher Technik engere Stellen passieren können und schneller mähen. Gänzlich frei von Schwächen ist auch der Mova Lidax Ultra 1000 AWD trotz all seiner Technik und des Preises am Ende nämlich nicht, wie die ausführlichen Erläuterungen im Test darlegen.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
Apps & Mobile Entwicklung
+12 Prozent: iPhone 18 Pro Max mit größerem Akku zeichnet sich ab

Apples nächste Smartphone-Generation kommt aller Voraussicht nach mit teils deutlich größeren Akkus auf den Markt. Das geht aus Einträgen einer chinesischen Zertifizierungsbehörde hervor. Insbesondere das iPhone 18 Pro Max soll mit knapp 12 Prozent Zuwachs eine Batterie mit merklich größerer elektrischer Ladung erhalten.
Akku im iPhone 18 Pro Max mit SIM-Karte wächst auf 5.391 mAh
Laut Einträgen bei einer chinesischen Zertifizierungsbehörde, aus denen ein Nutzer des Microblogging-Dienstes Weibo zitiert, wird für das iPhone 18 Pro Max, das erneut in Varianten ausschließlich mit eSIM sowie zusätzlich mit physischer SIM-Karte auf den Markt kommen soll, eine Batteriekapazität von 5.567 mAh respektive 5.391 mAh erwartet.
Gegenüber dem in Deutschland vertriebenen iPhone 17 Pro Max mit physischer SIM-Karte entsprechen 5.391 mAh einer Steigerung um 11,8 Prozent gegenüber dem iPhone 17 Pro Max (Test) mit 4.823 mAh. Das iPhone 17 Pro Max nur mit eSIM bietet mit 5.088 mAh bereits eine größere Batterie, im iPhone 18 Pro Max soll diese auf 5.567 mAh und somit um 9,4 Prozent steigen.
Laufzeiten dürften länger ausfallen
Die Maßnahme dürfte in längeren Laufzeiten resultieren, sofern sich die weiteren Parameter des Smartphones nicht grundlegend verändern. Derzeit wirbt Apple für das iPhone 17 Pro Max mit Laufzeiten von bis zu 37 Stunden für die lokale Videowiedergabe und bis zu 33 Stunden für die Streaming-Videowiedergabe. Bereits das sind jeweils 4 Stunden mehr als noch beim iPhone 16 Pro Max (Test). Beim iPhone 17 Pro sind es 31 Stunden und 28 Stunden.
eSIM-Modelle bieten noch größere Akkus
Auch das kleinere iPhone 18 Pro soll den Einträgen zufolge eine größere Batterie erhalten, im Direktvergleich fällt der Unterschied aber marginal aus. Das Modell mit physischer SIM-Karte kommt laut der Behörde auf 4.056 mAh und somit 1,7 Prozent mehr als beim iPhone 17 Pro mit 3.988 mAh. Für das eSIM-Modell soll die Kapazität von 4.252 mAh auf 4.288 mAh wachsen – das entspricht weniger als 1 Prozent. Zwischen eSIM- und SIM-Modell klafft je nach iPhone eine Lücke von 3,3 bis 6,6 Prozent.
Neue iPhones kommen wieder im September
Noch ist nicht bekannt, welche Varianten der neuen Smartphones auf welchen Märkten veröffentlicht werden. Deutschland hat bislang noch stets die Modelle mit einem SIM-Fach erhalten, während in den USA bereits mit dem iPhone 14 im September 2022 auf „eSIM only“ umgestellt wurde. In Hongkong und Festlandchina verkauft Apple die aktuellen iPhone-Modelle sogar noch mit der Option auf zwei physische SIM-Karten – ohne eSIM-Support.
Die Vorstellung von iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und dem ersten faltbaren iPhone von Apple wird dieses Jahr für den 8. oder 9. September. Die Vorbestellungen sollen am 10. September beginnen.
Apps & Mobile Entwicklung
Nintendo Switch 2: Neue Version mit Wechselakku legt beim Gewicht zu

Nintendo überarbeitet ab Sommer 2026 schrittweise mehrere seiner Hardware-Produkte für den europäischen Markt. Hintergrund sind neue EU-Vorgaben für austauschbare Akkus. Neben Controllern betrifft die Umstellung auch die Switch 2 (Test), die dadurch etwas schwerer wird.
Switch 2 wird schwerer und verliert etwas Akkukapazität
Die überarbeitete Switch 2 soll laut Nintendo frühestens im Herbst 2026 im europäischen Nintendo Store erscheinen. Ihr Akku lässt sich künftig vom Nutzer austauschen. Gleichzeitig sinkt die Kapazität geringfügig von bislang 5.220 auf 5.172 mAh, was einer Reduzierung um rund ein Prozent entspricht.
Das Gehäuse der Konsole wird durch die Überarbeitung wiederum etwas schwerer. Ohne Controller steigt das Gewicht von 401 auf 411 Gramm. Mit angesetzten Joy-Con 2 nennt Nintendo künftig 548 statt 534 Gramm. Die mitgelieferten Joy-Con 2 erhalten ebenfalls austauschbare Akkus.
An der Funktionalität der überarbeiteten Hardware soll sich laut Nintendo nichts ändern. Der Hersteller betont zudem, dass die neuen Varianten nicht in allen europäischen Ländern gleichzeitig verfügbar sein müssen. Produktions- und Vertriebsfaktoren könnten den Marktstart beeinflussen.
Auch Joy-Con und Pro Controller werden angepasst
Die ersten überarbeiteten Produkte sollen bereits ab Sommer 2026 erscheinen. Den Anfang machen ausgewählte Joy-Con-Farben der ursprünglichen Switch. Akkukapazität und Gewicht bleiben dabei unverändert.
Im Winter folgen voraussichtlich die Joy-Con 2 sowie der Pro Controller der Switch 2. Bei den Joy-Con 2 steigt das Gewicht je nach Seite um rund 2 Gramm, die Akkukapazität bleibt gleich. Deutlicher fällt die Änderung beim Pro Controller aus: Dessen Akku schrumpft von 1.070 auf 897 mAh und damit um rund 16 Prozent. Gleichzeitig sinkt das Gewicht von 235 auf 228 Gramm.
Für Anfang 2027 plant Nintendo außerdem überarbeitete Versionen des kabellosen Nintendo-64-Controllers für die Switch sowie des GameCube-Controllers für die Switch 2. Beim N64-Controller bleibt die Akkukapazität gleich. Der GameCube-Controller erhält dagegen einen Akku mit 525 statt 500 mAh.
EU-Vorgabe gilt ab Februar 2027
Hintergrund der Änderungen ist die Europäische Batterieverordnung. Deren Artikel 11 gilt ab dem 18. Februar 2027 und verpflichtet Anbieter grundsätzlich dazu, Produkte mit tragbaren Batterien so zu gestalten, dass Endnutzer die Akkus entfernen und ersetzen können. Nach den Vorgaben darf dafür nur handelsübliches Werkzeug nötig sein. Spezialwerkzeug ist grundsätzlich nur dann zulässig, wenn es kostenlos mit dem Produkt bereitgestellt wird. Das Ziel der Vorgabe ist die Reduzierung von Schrott durch eine bessere Reparierbarkeit.
Nintendo beginnt die Umstellung damit mehrere Monate vor Inkrafttreten der Vorgaben. Passende Akku-Austauschsets für die betroffenen Produkte sollen künftig im europäischen Nintendo Store angeboten werden. Weitere Details will das Unternehmen jeweils kurz vor dem Verkaufsstart der überarbeiteten Hardware veröffentlichen.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine






