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#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ TravelTech Holidu zündet mit KI den M&A-Turbo +++ IndustrialTech boomt in Deutschland +++ ClimateTech ecoLocked schlittert in die Insolvenz +++ Startups aus Heidelberg, die alle kennen sollten +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 9. Juli).
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#STARTUPTICKER
Holidu
+++ Hier funktioniert KI als M&A-Turbo! Das Münchner Travel-Unternehmen Holidu, 2014 gegründet, übernahm kürzlich den niederländischen Ferienhausdienst Gites.com – die 14. Akquisition der jungen Firmengeschichte. Eine beachtliche Zahl – auch für ein millionenschweres Scaleup. Denn die eigentliche Arbeit bei Akquisitionen beginnt meist erst nach dem Deal: Systeme müssen zusammengeführt, Daten migriert und Prozesse integriert werden. Genau dabei setzt Holidu inzwischen ganz gezielt auf KI. „Der Deal selbst war nie der schwierige Teil, die Migration danach schon“, sagt Gründer Johannes Siebers. Holidu legt bei Übernahmen viel Wert auf die etablierten Marken, die nach außen erhalten bleiben. Im Hintergrund führt das Team jedoch alles auf einer gemeinsamen Technologieplattform zusammen. KI unterstützt dabei unter anderem die Due Diligence, automatisiert Datenmigrationen und beschleunigt die technische Integration. „Früher hat sie Monate gedauert. Heute nimmt KI uns einen Großteil dieser Arbeit ab“, führt der Holidu-Macher aus. Die jetzt schon ordentliche Buy-and-Build-Strategie von Holidu, das in den vergangenen Jahren bereits rund 175 Millionen an Venture Capital eingesammelt hat, dürfte damit weiter an Tempo gewinnen. Schon jetzt stammen rund 30 % des Angebotswachstums in diesem Jahr aus Übernahmen. Mehr über Holidu
IndustrialTech
+++ IndustrialTech boomt! Im ersten Halbjahr 2026 entstanden in Deutschland 128 neue Industrie-Startups – ein Plus von 125 % gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025. Dies geht aus dem neuen Report „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“ von Startup-Verband und startupdetector hervor. Der Gründungsboom erreicht damit zunehmend auch die industrielle Wertschöpfung – ein Bereich, der für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit besonders wichtig ist. Startups wie Kyrok, Hades Mining und Almetra haben zuletzt gezeigt, wie viel Potenzial inzwischen in diesem Segment steckt. (Next Generation, PDF) Mehr über Next Generation
ecoLocked
+++ Pleite! Das Berliner Startup ecoLocked ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Florian Linkert bestellt. Das ClimateTech, 2021 von Mario Schmitt, Micheil Gordon und Stefanie Gerhart gegründet, „entwickelt für Kunden aus der Baubranche sowohl CO2-optimierte Betonrezepturen als auch die entsprechenden Biokohlenstoff-Zusatzstoffe“. Matterwave Ventures, Climentum Capital, Counteract, SFO, Sabanci Building Solutions und Voyagers investierten zuletzt 4 Millionen Euro in die Jungfirma. Mit ecoLocked gerät damit das nächste deutsche ClimateTech in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mehr über ecoLocked
Heidelberg
+++ Im kleinen Städtchen Heidelberg am Neckar tummeln sich zahlreiche aufstrebende Startups. Deswegen blicken wir wieder einmal auf die Digital-Szene in der Neckarstadt und stellen sieben aufstrebende Startups aus Heidelberg vor, die alle kennen sollten. Mehr über Heidelberg
Startup-Radar
+++ Erneut bereichern vielversprechende Neugründungen die Startup-Szene. Im Folgenden stellen wir diese junge Unternehmen vor: Kontori, Arctory, Coback, azuza und goal100.studio. Mehr im Startup-Radar
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Fuchs & Eule erhält 10 Millionen +++ ValueGrain sammelt bis zu 3,3 Millionen ein +++ auxilius.ai streicht 1,3 Millionen ein +++ reverse.fashion bekommt Millionensumme +++ butterfly & elephant investiert in Additive Marking +++ Tourlane übernimmt Lambus. Mehr im Deal-Monitor
#JOBS
CHECK24
+++ Unser Job des Tages! CHECK24 sucht einen Senior Fullstack Softwareentwickler (m/w/d) KI-Lösungen, InsurTech. Bei CHECK24 treiben wir Innovation in der Versicherungswelt mit Leidenschaft und modernster Technologie voran. Unser Ziel: Deutschlands besten Versicherungsvergleich – einfach, fair und transparent.
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
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Köln gründet weiter kräftig – Investments brechen ein
#Hintergrund
Nach dem Rekordjahr 2025 bleibt Köln auf Startup-Kurs. Die Zahl der Neugründungen steigt im ersten Halbjahr erneut deutlich. Bei den Finanzierungen zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Zahl und Volumen der Finanzierungsrunden liegen klar unter dem Vorjahresniveau.

Mit 76 Neugründungen im ersten Halbjahr knüpft Köln an das Rekordjahr 2025 an. Bereits nach sechs Monaten hat der Startup-Standort rund zwei Drittel des Vorjahreswertes erreicht. Anders sieht es bei den Finanzierungen aus: Sowohl die Zahl der Deals als auch das Investitionsvolumen sind deutlich rückläufig.
Im Vorjahreszeitraum waren in Köln 47 Startups gegründet worden, im Gesamtjahr 112 – so viele wie nie zuvor. Aktuell sind 894 Startups am Standort aktiv. Der vergleichsweise geringe Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 890 aktiven Startups ist laut KölnBusiness auf eine Datenbereinigung zurückzuführen.
Die meisten neuen Startups entstanden zuletzt in den Bereichen Software, Werbung und Bildung, E-Commerce, Rechtsberatung sowie Medizin. Bei 18 % der Neugründungen gehört mindestens eine Gründerin zum Team.
Bei den Investments zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Im ersten Halbjahr wurden 28 Finanzierungsrunden mit einem Gesamtvolumen von 47,3 Millionen Euro öffentlich bekannt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 37 Runden mit 186 Millionen Euro.
Die größten Finanzierungen entfielen auf Jupus (13 Millionen Euro), Foodforecast (8 Millionen Euro), eternal.ag (8 Millionen Euro) und UMH System (5 Millionen Euro). Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 wurden 73 Finanzierungsrunden mit rund 380 Millionen Euro registriert. 2024 hatte das Investitionsvolumen mit 381 Millionen Euro auf einem ähnlich hohen Niveau gelegen.
Trotz des schwächeren ersten Halbjahres gibt es auch positive Signale. Der Kölner Frühphaseninvestor neoteq ventures hat im Mai das First Closing seines zweiten Fonds bekannt gegeben. Nach eigenen Angaben wurden bereits mehr als 25 Millionen Euro eingesammelt. Das Zielvolumen liegt bei 50 Millionen Euro.
Rückblick: Köln zündet 2025 den Startup-Turbo
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

Foto (oben): KI
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Vibecoding: Tech-Experte teilt drei Anfänger-Tipps für euer Startup
Vibecoding macht Gründen einfacher denn je. Programmierer Ole Zierau verrät seine wichtigsten Tipps für den Start.
Künstliche Intelligenz (KI) treibt den Startup-Boom an. Mehr als 3000 Gründungen zählte der Startup-Verband in Deutschland – allein im ersten Halbjahr 2026. „So viel Gründungsdynamik gab es in Deutschland noch nie“, sagt Verbandschefin Verena Pausder. Der größte Sektor sei die Software-Branche mit mehr als 800 Neugründungen. „KI senkt die Hürden fürs Gründen deutlich und immer mehr Menschen nutzen diese Chance.”
Viele Gründerinnen und Gründer bauen neue Apps und Websites per Vibecoding. Vibe Coding beschreibt eine Art zu programmieren, bei der man einer KI einfach erklärt, was man bauen möchte, statt den Code selbst Zeile für Zeile zu schreiben. „Das Faszinierende ist, dass man nicht mehr jeden einzelnen technischen Schritt selbst verstehen muss”, sagt Entwickler Ole Zierau. „Die Modelle verfügen über das Wissen aus unzähligen Codebasen, Algorithmen und technischen Dokumentationen. Dadurch eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten.”
Zierau ist Principal Engineer beim Medien- und Tech-Konzern Axel Springer. Bei unserem Startup-Sommercamp “Gründerszene sucht die Supergründer” macht er acht Gründer startklar fürs Vibecoding. Zwei Monate lang bauen die Fellows skalierbare Consumer-Apps von Grund auf. Ihnen helfen dabei Top-Profis aus Tech und Business. Bei Gründerszene teilt Experte Zierau seine wichtigsten Tipps für den Einstieg ins Vibecoding.
1. Fragt die KI nach Tipps fürs Vibecoding
Eure Startup-Visionen seien mit KI nur einen Prompt entfernt, sagt Zierau. “Die eigentliche Veränderung besteht darin, dass wir nicht mehr überlegen müssen, wie wir etwas technisch umsetzen. Stattdessen konzentrieren wir uns darauf, was wir erreichen möchten. Das Wie übernimmt zunehmend das Modell.”
Wenn ihr loslegt, braucht ihr dennoch ein “gewisses Grundlagenwissen”, sagt Zierau. “Genauso wie Gründer auch ein grundlegendes Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge brauchen”.
Gründer sollten verstehen: „Wie funktionieren Computersysteme? Wie funktionieren Anwendungen? Was ist eine Datenbank und wofür brauche ich sie? Was ist ein Backend, was ein Frontend und welche Grenzen haben diese Systeme?“
Zieraus Tipp für Einsteiger: Stellt diese Fragen direkt dem KI-Modell. „So entsteht nach und nach ein Frage-Antwort-Dialog, der euch an das gewünschte Ziel heranführt.“ Und er rät: Schaut euch Youtube-Videos von Entwicklern an, die ihre Arbeit streamen. „Dabei lernt man unglaublich viel.“
2. Findet das Vibecoding-Modell, das zu euch passt
Die eigentliche Herausforderung sei, „zu verstehen, wo man hinmöchte und welche Technologie man dafür braucht.“ Beschreibt der KI deshalb eure Idee. Fragt dann, wie ihr sie technologisch umsetzen könnt. „Das ist aus meiner Sicht der beste Einstieg“, sagt Zierau. Wollt ihr zunächst einen Prototypen bauen oder eine Idee schnell ausprobieren, „sind Tools wie Lovable der richtige Einstieg. Man kommt sehr schnell zu einem Ergebnis“, sagt Zierau. „Die Eintrittsbarriere ist also sehr gering.“
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Für den „Supergründer“-Workshop hat Zierau eine technische Grundlage vorbereitet, auf der die Fellows ihre Apps skalieren können. Ein Github-Projekt enthält den Basiscode für die Benutzeroberfläche und das Backend. Das verarbeitet Daten und steuert die Anwendung. Mit dem Open-Source-Werkzeug Terraform lässt sich die gesamte Infrastruktur jederzeit automatisch und identisch neu aufbauen. Die Cloud-Plattform AWS bietet zudem genügend Spielraum, um die Anwendungen später deutlich auszubauen – etwa mit eigenen Backend-Diensten oder KI-Funktionen über Werkzeuge wie Codex.
„Entscheidend ist, Zugang zu einem Modell zu haben und anschließend eine Entwicklungsumgebung einzurichten“, sagt Zierau. Auch hierfür könnt ihr die KI nach einem Leitfaden fragen. „Damit schafft man die Grundlage, um direkt entwickeln zu können. Ab diesem Punkt eröffnet das Modell nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.“
3. Vibecoding-KI wird immer besser
Dabei kann die KI auch Fehler machen, halluzinieren – wie jeder Chatbot. Dafür sieht Zierau zwei Lösungswege: „Entweder ihr entdeckt selbst einen Fehler, kopiert die Fehlermeldung per Copy-and-paste in das Modell und lasst die KI analysieren. Oder das Modell überprüft den Zustand der Anwendung regelmäßig selbst und sucht eigenständig nach Problemen.“ Hierbei helfen Überwachungstools, die ihr direkt integrieren könnt in eure Vibecoding-Struktur. Sie zeigen euch Fehler im Code auf, ohne dass ihr dafür eine Programmiersprache lernen müsst.
Rechnet mit Fehlern, verabschiedet euch von Perfektion. „Ich würde lieber eine Anwendung veröffentlichen, die noch nicht bis ins letzte Detail getestet ist, um früh Feedback zu bekommen und daraus zu lernen, als zwei Jahre auf den perfekten Release zu warten“, sagt Zierau. „Am Ende geht es darum, Ideen möglichst schnell auszuprobieren, daraus zu lernen und kontinuierlich besser zu werden.“
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Vertraut auch darauf, dass Entwickler ihre KI-Modelle kontinuierlich verbessern: „Die Probleme, die wir heute sehen, werden größtenteils gelöst werden.“ Fehler, die heute auftauchen, könnte die KI in einigen Monaten verbessern. „Wir akzeptieren, dass wir heute noch keine hundertprozentige Fehlerfreiheit erreichen. Dafür gewinnen wir enorm an Entwicklungsgeschwindigkeit und können Fehler sehr schnell beheben. Genau diesen Trend sehen wir derzeit überall“, sagt Zierau.
Nicht immer werde die Qualität das Niveau erreichen, das früher erfahrene Spezialisten etwa beim Bau einer Datenbank erzielten. „Aber die Modelle ermöglichen es uns, viel schneller von einer Idee zu einer funktionierenden Lösung zu gelangen.“
Über neue Software-Ideen sagt Zierau: „It’s just one prompt away“ – sie sind nur einen Prompt entfernt. „Man beschreibt, was man bauen möchte, und findet gemeinsam mit dem Modell den Weg dorthin.“
Das Sommercamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln dabei mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz eigene Apps. Unterstützt wird das Programm von unseren Partnern Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
Digital Business & Startups
Das zeigt sehr gut, wie wichtig Events für junge Unternehmen sind
#Interview
Das Bielefelder Startup Tentris entwickelt eine neue Generation von Graphdatenbanken für Unternehmen. Im Interview spricht Gründer Tobias Rebert über die Entstehung des Unternehmens, den Sieg beim STARTUPLAND-Pitch-Contest und die nächsten Wachstumsschritte.

Das junge Bielefelder Startup Tentris, 2024 von Alexander Bigerl, Tobias Rebert, Nikolaos Karalis und Axel-Cyrille Ngonga Ngomo als Spin-off der Universität Paderborn gegründet, möchte eine neue Generation von Graphdatenbanken etablieren.
„Diese bilden Wissen ähnlich ab wie das menschliche Gehirn; nicht als einzelne Datenpunkte, sondern als vernetzte Informationen. Dadurch können Unternehmen und KI-Systeme deutlich schneller die richtigen Antworten finden und bessere Entscheidungen treffen“, teilt das Team mit, das 2026 der Pitch Contest-Gesamtsieger im STARTUPLAND war.
Der Schweizer Venture-Capitalist Bloomhaus Ventures, der Münchner Geldgeber Vanagon Ventures, der Berliner SME-Tech-Investor altitude (den das Team auf unserer STARTUPLAND Conference kennen gelernt hat), 10x Value Partners und Business Angel Pascal Wichmann investierten zuletzt 925.000 Euro in. Hinzu kamen 1 Million Euro in Form von Fördergeldern (EXIST).
Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Tentris-Gründer Rebert einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Unternehmen.
Wie würdest Du Deiner Großmutter Tentris erklären?
Stell Dir vor, die Informationen eines Unternehmens liegen in tausenden Ordnern, Datenbanken und Programmen verteilt. Wir bauen die Technologie, die all diese Informationen miteinander verbindet und die richtigen Zusammenhänge sichtbar macht. Konkret entwickeln wir mit Tentris eine neue Generation von Graphdatenbanken. Diese bilden Wissen ähnlich ab wie das menschliche Gehirn; nicht als einzelne Datenpunkte, sondern als vernetzte Informationen. Dadurch können Unternehmen und KI-Systeme deutlich schneller die richtigen Antworten finden und bessere Entscheidungen treffen.
Wie wollt Ihr Geld verdienen – also wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Unser Kernprodukt ist TentrisDB, eine RDF-Graphdatenbank für Unternehmen. Kunden nutzen unsere Datenbank, um große Mengen vernetzter Daten effizient zu speichern, zu analysieren und für KI-Anwendungen nutzbar zu machen. Dabei verfolgen wir zwei Geschäftsmodelle: Zum einen lizenzieren wir unsere Software an Unternehmen, die diese in ihrer eigenen Infrastruktur oder privaten Cloud betreiben möchten. Zum anderen bauen wir aktuell ein Database-as-a-Service-Angebot auf, bei dem Kunden Tentris direkt aus der Cloud nutzen können. Ergänzend unterstützen wir Unternehmen bei der Einführung und Integration der Technologie.
Wie ist die Idee zu Tentris entstanden?
Die Idee für Tentris entstand aus der Forschung. Den Grundstein legte die Masterarbeit unseres Mitgründers Alexander Bigerl, in der er einen völlig neuen Ansatz für die Verarbeitung von Wissensgraphen entwickelte. Aufbauend darauf vertieften Alexander und unser Mitgründer Nikolaos Karalis die Technologie über mehrere Jahre im Rahmen ihrer Promotionen an der Universität Paderborn. Mit der Zeit wurde deutlich, dass dieser Ansatz nicht nur wissenschaftlich interessant ist, sondern das Potenzial hat, ein grundlegendes Problem moderner Dateninfrastrukturen zu lösen. Daraus entstand schließlich die Entscheidung, die Technologie in Form eines Startups auf den Markt zu bringen.
Im Frühjahr habt Ihr die Pitch Stage im STARTUPLAND gerockt. Wie blickst Du inzwischen auf diesen Tag zurück?
Mit etwas Abstand blicken wir sehr gerne auf den Tag zurück. Natürlich freuen wir uns über den Erfolg auf der Bühne, aber besonders wertvoll waren die Gespräche, die daraus entstanden sind. Tatsächlich haben wir auf der Veranstaltung sogar einen unserer heutigen Investoren kennengelernt. Das zeigt sehr gut, wie wichtig solche Events für junge Unternehmen sind. Neben dem Wettbewerb sind es vor allem die Menschen, die man trifft, die neuen Perspektiven und die unerwarteten Chancen, die langfristig den größten Unterschied machen.
Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Die größte Herausforderung bestand darin, aus jahrelanger Spitzenforschung ein Produkt zu entwickeln, das Unternehmen tatsächlich einsetzen können. Zwischen einer wissenschaftlichen Innovation und einer marktreifen Software liegen viele Herausforderungen: von Produktentwicklung über Finanzierung bis hin zum Aufbau der richtigen Kundenbeziehungen. Gleichzeitig bewegen wir uns in einem Markt, der von großen internationalen Anbietern geprägt wird. Als junges Deep-Tech-Unternehmen mussten wir daher nicht nur beweisen, dass unsere Technologie funktioniert, sondern auch, dass wir langfristig ein verlässlicher Partner für Unternehmen sein können.
Wo steht Tentris in einem Jahr?
Ich hoffe, dass wir in einem Jahr auf die Frage nicht mehr antworten müssen, was Tentris eigentlich macht, sondern mit Kundenprojekten zeigen können, welchen Unterschied unsere Technologie macht. In einem Jahr möchten wir die ersten Unternehmen erfolgreich im produktiven Betrieb begleiten, unsere Cloud-Lösung auf den Markt gebracht haben und weiter wachsen. Am wichtigsten ist für uns aber, dass unsere Kunden mit Tentris schneller Antworten finden, bessere Entscheidungen treffen und das Potenzial ihrer Daten endlich voll ausschöpfen können.
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Tentris
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