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Abhörskandal: Spyware-Hersteller in Griechenland zu Haftstrafen verurteilt


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Ein Gericht in Griechenland hat am Donnerstag den Gründer von Intellexa, Tal Dilian, wegen illegaler Abhörpraktiken und Datenschutzverletzungen zu acht Jahren Haft verurteilt. Das berichtete unter anderem die griechische Tageszeitung Kathimerini. Intellexa ist ein Firmenzusammenschluss mehrerer Spyware-Hersteller, der vor allem für die Spähsoftware Predator bekannt ist.

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Dilian, ein früherer israelischer Armeeoffizier, und drei weitere Führungskräfte von Intellexa standen wegen ihrer Rolle in einem 2022 aufgedeckten Abhörskandal vor Gericht. In dem ging es um das illegale Ausspionieren von Politikern, Journalisten, Wirtschaftsführern und hochrangigen Militärs mit der von Intellexa entwickelte Spyware Predator. Der Fall wurde auch als „griechisches Watergate“ bekannt. Neben Dilian wurden dessen Geschäftspartnerin Sara Aleksandra Fayssal Hamou, sein ehemaliger stellvertretender Geschäftsführer und Anteilseigner von Intellexa, Felix Bitzios, sowie Yiannis Lavranos, dessen Unternehmen Krikel die Spionagesoftware gekauft hatte, verurteilt. Die Angeklagten bestreiten eine Beteiligung an illegalen Handlungen.

Predator gilt als ausgefeilte Spionagesoftware. Neue Untersuchungen des Threat Labs Teams zeichnen das Bild einer Schadsoftware, deren technisches Niveau weit über bisherige Annahmen hinausgeht. Die Entwickler haben demnach Funktionen implementiert, die nicht nur der reinen Spionage dienen. Vielmehr verteidigt sich das Programm aktiv gegen Entdeckung und lernt aus Fehlern.

Der Fall in Griechenland ist der erste bekannte Fall, in dem ein Spyware-Hersteller wegen des Missbrauchs seiner Technologie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird. Das Gericht befand die vier Angeklagten für schuldig, sich mehrfach unrechtmäßig Zugang zu privaten Kommunikationssystemen und Daten verschafft sowie gegen Datenschutzgesetze verstoßen zu haben. Mildernde Umstände lehnte das Gericht ab und verhängte eine Gesamtfreiheitsstrafe von 126 Jahren und acht Monaten, von denen acht Jahre verbüßt werden müssen. Das Gericht ordnete Ermittlungen gegen weitere Personen an. Die Verurteilten können Berufung einlegen.

Der Überwachungsskandal kam im Sommer 2022 ans Licht, nachdem der Vorsitzende der Oppositionspartei PASOK, Nikos Androulakis, darüber informiert wurde, dass sein Smartphone mit der Spyware Predator von Intellexa infiziert wurde, während er Abgeordneter im Europäischen Parlament war. Später räumte die griechische Regierung ein, dass Androulakis vom griechischen Geheimdienst EYP überwacht wurde, sprach aber von einer klassischen Telekommunikationsüberwachung.

Nach und nach stellte sich heraus, dass Dutzende Politiker, Geschäftsleute und Journalisten über ihre Mobiltelefone ausspioniert wurden. Der Skandal führte schließlich zum Rücktritt des Geheimdienstchefs und eines hochrangigen Beraters von Premierminister Kyriakos Mitsotakis.

Im Jahr 2023 verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen Intellexa. Die Spionagewerkzeuge des Unternehmens seien eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA, begründet die dafür zuständige Abteilung des US-Handelsministeriums. Außerdem würden die Tools die Privatsphäre und die Sicherheit von Individuen sowie Organisationen in aller Welt bedrohen. Anfang 2024 verschärfte die US-Regierung ihr Vorgehen und verhängte erstmals auch Sanktionen gegen Gründer und führende Personen von Spyware-Firmen, darunter Dilian und dessen rechte Hand Hamou. Nun müssen beide sogar ins Gefängnis.

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(akn)



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Rahmen und Strukturen im c’t-Fotografie-Wettbewerb: Stimmen Sie jetzt ab!


Nutzen Sie noch bis zum 4. Mai Ihre Chance, die gelungensten Bilder des aktuellen Fotowettbewerbs „Rahmen und Strukturen“ auf die Gewinnerplätze zu wählen.

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Draußen spielt das Wetter verrückt und springt im Minutentakt zwischen Sturm, Regen und Sonne umher. In den Fotobeiträgen unseres aktuellen Wettbewerbs ist die Stimmung jedoch ganz anders.

Die Aufgabe, Rahmen und Strukturen zu finden und gekonnt festzuhalten, führte zu einer Vielzahl an Architekturmotiven. Wo Menschenhand im Spiel ist, verlaufen Fluchten gerade, reihen sich Säulen symmetrisch auf und Mauern stehen im rechten Winkel. Doch nicht nur Menschen erschaffen wiederkehrende Muster, auch die Natur entwirft sie selbst. Lassen Sie sich also von einer Vielzahl geordneter Motive überraschen, die Mustern folgen und Strukturen feiern.

Nun liegt es an den Nutzerinnen und Nutzern der heise-Fotogalerie, die Sieger zu küren!

Die Bewertungsphase läuft noch bis zum 4. Mai 2026 um 12 Uhr. Am Wettbewerb und an der Bewertung können alle registrierten User der Galerie teilnehmen. Die zehn bestplatzierten Bilder stellen wir in der c’t Fotografie 04/26 und natürlich online vor. Sie haben noch keinen Galerie-Account? Hier können Sie sich kostenlos anmelden.


(hoh)



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Nvidia dementiert Übernahmegerüchte | heise online


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„Nvidia plant eine gigantische Übernahme, die die PC- und Server-Landschaft so grundlegend verändern wird wie nichts anderes seit der Erfindung des Computers.“ Das schrieb Semiaccurate kürzlich über eine potenzielle Übernahme eines PC-Herstellers seitens Nvidia.

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Der Bericht fand so großen Anklang, dass Nvidia ihn inzwischen gegenüber diversen US-Medien dementiert: „Der Medienbericht ist falsch; Nvidia führt keine Gespräche über die Übernahme eines PC-Herstellers.“

Im Fokus der Gerüchteküche stand Dell, der sowohl Desktop-PCs und Notebooks herstellt als auch Server (zusätzlich zu anderen Komponenten wie PC-Monitore, einschließlich der Marke Alienware). Die Wahl auf Dell wäre nicht komplett abwegig gewesen: Dell-Gründer und -Chef Michael Dell sowie Nvidia-Chef Jensen Huang verstehen sich offenbar gut. In einem gemeinsamen Interview verriet Dell 2024 erstmals die Existenz von Nvidias Notebook-Prozessor N1X.

Dell hat derzeit eine Marktkapitalisierung von knapp 120 Milliarden US-Dollar. Fast so viel Nettogewinn machte Nvidia in den vergangenen drei Quartalen. Die Übernahme wäre dank der vielen KI-Milliarden rein finanziell also stemmbar.

Wie schon bei der geplanten, aber geplatzten ARM-Übernahme durch Nvidia ergäben sich durch den Kauf eines PC-Herstellers allerdings kartellrechtliche Fragen: Wenn Nvidia eigene Notebooks herstellt, gleichzeitig aber Prozessoren an andere Hersteller verkauft, könnte die Firma Konkurrenten potenziell gezielt benachteiligen.

Dells Aktie schoss nach den Gerüchten um etwa sieben Prozent hoch, hat sich seit dem Dementi aber wieder auf dem Vorwochenniveau eingependelt. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um über 40 Prozent gestiegen.

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(mma)



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KI-Halluzinationen vor Gericht | heise online


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Künstliche Intelligenz wird vermehrt in der Justiz genutzt. Das stellt Rechtssysteme vor Herausforderungen: Weltweit haben Gerichte mit Schriftsätzen zu kämpfen, die KI-Halluzinationen enthalten, berichtet der US-Radiosender NPR.

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Dem Bericht zufolge nutzen immer mehr Anwälte KI für Schriftstücke in laufenden Verfahren. Das Problem: Die KI-Anwendungen zitieren nicht existierende Gerichtsurteile, verfälschen Aussagen oder geben Urteile falsch wieder. Das ist besonders problematisch für das anglo-amerikanische Fallrecht, das sich maßgeblich auf Präzedenzfälle stützt.

Damien Charlotin, Rechtswissenschaftler an der Wirtschaftshochschule HEC Paris, betreibt eine Online-Datenbank, die weltweit Verfahren erfasst, in denen Gerichte Personen wegen des Vorbringens von Dokumenten mit KI-Fehlern sanktioniert haben. Laut dieser Datenbank gab es bis April 2026 weltweit mehr als 1300 solcher Gerichtsverfahren. Allein 800 der Fälle entfielen auf US-Gerichte, erklärte Charlotin gegenüber NPR.

Dem Wissenschaftler zufolge hat die Menge an Gerichtsverfahren, in denen Dokumente mit Fehlern aus KI-Tools verwendet wurden, seit vergangenem Jahr erheblich zugenommen. Erst kürzlich wurden an einem Tag zehn Fälle an zehn verschiedenen Gerichten bekannt.

Auch die Strafen werden härter. Vergangenen Monat verhängte ein US-Bundesgericht in Oregon Sanktionen von insgesamt über 100.000 US-Dollar gegen einen Anwalt. Auch er hatte Dokumente eingereicht, die von KI-Modellen verursachte Fehler enthielten. Laut NPR sollen solche Fälle von halluzinierten Gerichtsentscheidungen oder falschen Zitaten in Prozessdokumenten bereits bei obersten Gerichten der US-Bundesstaaten aufgetreten sein.

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NPR zufolge haben einige US-Gerichte bereits Kennzeichnungsvorschriften eingeführt. Demnach muss jedes Dokument, das mit KI erstellt oder bearbeitet wurde, detailliert gekennzeichnet werden. Ziel sei es, festzustellen, welches Dokument die Gerichte detailliert auf KI-Halluzinationen überprüfen müssen.

Ein von NPR zitierter Anwalt hält diese Praxis allerdings für wenig praktikabel. Da KI mittlerweile im standardmäßigen Funktionsumfang von Kanzleisoftware integriert ist, wäre nahezu jedes Dokument kennzeichnungspflichtig.


(rah)



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