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Künstliche Intelligenz

Alliwava GH8 mit Ryzen 9 im Test: Mini-PC mit guter Verarbeitung, 2x LAN & USB4


Der Mini-PC Alliwava GH8 kommt mit guter Verarbeitung, satten 32 GB DDR5-RAM und einer 1 TB SSD sowie zwei LAN-Ports und USB4.

Mit dem GH8 liefert Hersteller Alliwava einen vielversprechenden Mini-PC, der mit dem AMD Ryzen 9 8945HS, 32 GB DDR5-RAM und 1 TB SSD-Speicher daherkommt. Neben dem schicken Metallgehäuse sticht vor allem der USB4-Port hervor, der es dem GH8 ermöglicht, eine eGPU hinzuzuschalten. Die zwei LAN-Ports machen ihn zudem für verschiedene Anwendungsbereiche interessant. Ob er die 725 Euro (Code: MHNQTHB53695) wert ist, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Alliwava GH8?

Für den GH8 verwendet Alliwava den AMD Ryzen 9 8945HS (Codename Hawk Point) mit Zen-4-Prozessorarchitektur. Mit seinen 8 Kernen und 16 Threads kommt er auf eine Taktrate von bis zu 5,2 GHz mit einem Grundtakt von 4 GHz. Die thermische Verlustleistung (TDP) liegt indes bei 45 W, die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad. Gefertigt ist der Chip nach Zen-4-Architektur im 4-Nm-Verfahren, er stammt aus Ende 2023.

Als integrierte Grafikeinheit gibt es die uns altbekannte Radeon 780M mit Ryzen-AI-NPU (39 TOPS). Sie wartet mit 12 CUs (Computing Units) zu 768 Shader-Einheiten auf und taktet mit bis zu 2800 MHz.

Der Arbeitsspeicher setzt sich aus zweimal 16 GB DDR5-SODIMM-Modulen (5600 MT/s) von Kingbank zusammen und kann auf maximal 256 GB aufgerüstet werden. Als Festplatte wird eine 1 TB große M.2-2280-PCIe-Gen-4-SSD ohne Namen beworben. Hierbei handelt es sich aber nur um ein PCIe-3.0-Modell, welches in einem PCIe-4.0-Steckplatz sitzt. Das bestätigt auch Crystaldiskmark: Die No-Name-Festplatte schreibt mit langsamen 3572 MB/s und liest mit nur 2036 MB/s. Dank zweitem M.2-Steckplatz ist der Festplattenspeicher aber immerhin auf bis zu 4 TB erweiterbar.

Bei den Anschlüssen finden sich frontal zwei Typ-A-USB-3.0, ein USB4-Typ-C mit 40 GB/s Übertragungsgeschwindigkeit und ein Typ-C-Port mit PD-, Displayport- und Thunderbolt-Unterstützung. Hier wäre eine eindeutige Beschriftung hilfreich gewesen, da die beiden USB-C-Ports identisch aussehen. Dank des USB4-Ports kann man den Alliwava GH8 theoretisch mit einer eGPU versehen, eine Oculink-Schnittstelle wäre für diesen Fall aber besser gewesen.

Die Rückseite des Mini-PCs ist derweil mit zwei 2,5G-LAN-Ports bestückt, die sich neben einem HDMI-2.1- und einem Displayport-2.1-Anschluss (jeweils 4K bei 60Hz) einreihen. Zusätzlich befinden sich daneben noch zwei USB-2.0-Ports sowie der DC-Anschluss für die Stromversorgung der Maschine.

Für die kabellose Verbindung stehen Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 zur Verfügung. Das ist schade, denn der Minisforum AI X1 (Testbericht) zu einem ähnlichen Preis überzeugt hier mit Wi-Fi 7, was dem aktuellsten Standard entspräche. Für die Ethernet-Verbindung dient ein dualer Realtek-RTL8125BG-Controller. Als WLAN-Adapter kommt der Intel AX200 zum Einsatz.

Performance: Wie schnell ist der Alliwava GH8?

Für die Performance-Messung des Alliwava GH8 verwenden wir mehrere Benchmark-Programme, darunter PCmark 10. Laut Entwickler UL Solutions, die den Workflow-Benchmark von Version 1.x auf 2.x aktualisiert haben, sind die Ergebnisse beider Versionen nicht miteinander vergleichbar. Wir testen unsere Mini-PCs vorerst mit beiden Versionen. In Version 1.x erreicht der GH8 im Schnitt 6565 Punkte. In Version 2.x erzielt er hingegen durchschnittlich 7259 Punkte.

Bei Geekbench 6 erreicht er durchschnittlich 2498 Punkte im Single-Core- und 11.529 im Multi-Core-Test, während ihm das Programm im Schnitt 21.400 OpenCL-Punkte attestiert. Bei Cinebench 2024 kommt der Alliwava GH8 auf 854 Punkte für die Multi-Core-Performance und 101 Punkte für die Single-Core-Leistung des Ryzen 9 8945HS.

Beim Gaming-Benchmark Time Spy von 3Dmark erreicht der GH8 im Schnitt eine Gesamtpunktzahl von 2619, während der Grafikscore 2316 Punkte erreicht. Beim CPU-Score erzielt der Mini-PC 10.148 Punkte.

Kommen wir zu unseren Spieletests in Full-HD: In Counter-Strike 2 erreichen wir bei einer Mischung aus mittleren und hohen Grafikeinstellungen Höchstwerte von 81 FPS, bewegen uns aber hauptsächlich zwischen 60 und 70 FPS, mit Ausreißern nach unten in die niedrigen Fünfziger.

In der Aufbausimulation Cities Skylines 2 starten wir das Spiel mit 139.000 Einwohnern in hoher Grafikauflösung und erreichen maximal 7 FPS. Mittlere Einstellungen bescheren uns dann schon 11, niedrige Einstellungen sogar 19 FPS. Auf den sehr niedrigen Einstellungen kommen wir nicht über 25 FPS. Wirklich spieletauglich sind die FPS-Zahlen hier also nicht.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Alliwava GH8?

Der Alliwava GH8 bezieht im Idle zwischen 9 und 12 W, im AIDA64-Stresstest schießt er dann auf knapp 69 W hoch. Der Prozessortakt startet mit 4,8 GHz, schwankt dann zwischen 3,9 und 4,3 GHz und bleibt schlussendlich bei etwa 4 GHz konstant.

Unter Volllast röhrt der Alliwava GH8 mit durchschnittlich 39 dB(A), gemessen per Smartphone-App. Im Idle liegt er bei etwa 28 dB(A). Durchschnittlich kommt die CPU auf etwa 42,9 Grad, mit einem Maximalwert von 88,1 Grad. Im Idle liegt die Temperatur bei etwa 37 Grad.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Alliwava GH8 installiert?

Der GH8 von Alliwava kommt mit Windows 11 Pro (Version 24H2) und lässt sich problemlos ohne eine aktive Internetverbindung einrichten. Ein eingehender, vollständiger Systemscan via Windows Defender deklariert den PC als sauber. Bloatware, abseits von den bekannten Windows-Programmen, sucht man ebenso vergebens.

Linux testen wir via Ubuntu über einen bootbaren Stick. Das Betriebssystem startet zwar, erkennt aber weder den WLAN-Adapter, noch lässt sich Bluetooth aktivieren.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Alliwava GH8?

Das Gehäuse des Alliwava GH8 besteht zum Großteil aus Aluminium und wirkt wertig. Nur die Bodenplatte besteht aus Plastik und mit vier Schrauben befestigt. Das Abnehmen des Unterbodens ist relativ unkompliziert. Wer zu kurze oder zu dicke Fingernägel hat, könnte aber Schwierigkeiten haben, die Platte herauszuhebeln – hier empfiehlt sich etwa der vorsichtige Einsatz eines Plektrums. Da der Boden nicht mit dem Lüfter verbunden ist, muss man auch keine Angst haben, dessen Kabel mit zu viel Wucht von der Platine zu reißen.

Mit etwa 480 g und 130 × 127,5 × 52 mm ist der Alliwava GH8 kompakt und angenehm leicht. An den Seiten des Gehäuses befinden sich dünne Lüftungsgitter, während das Gros der Abwärme durch das flächendeckende Mesh-Gitter oben auf dem GH8 entflieht. Halt auf dem Schreibtisch wird dem Mini-PC durch zwei längliche Gummistreifen auf der Unterseite verliehen. Die Verarbeitung ist insgesamt top.

Preis: Was kostet der Alliwava GH8?

Den Alliwava GH8 gibt es direkt beim Hersteller für 725 Euro (Code: MHNQTHB53695) in der Ausstattung 32 GB DDR5-RAM und 1 TB SSD. Zusätzlich gibt es zwei weitere Konfigurationen mit 16 GB und 64 GB RAM. Diese sind aktuell jedoch ausverkauft.

Fazit

Der Alliwava GH8 überzeugt mit einer wunderbaren Verarbeitung und einem wertigen und zum Großteil metallischen Gehäuse. Ein USB4- und zwei LAN-Ports rüsten ihn für vielzählige Einsatzzwecke aus, während ihm der Ryzen 9 8945HS die nötige Leistung gibt, um auch etwas anspruchsvollere Aufgaben anzugehen.

Für einen Preis von 725 Euro bietet er aber nichts, was ihn von anderen Mini-PCs seiner Preisklasse herausragen lässt. Der ebenfalls von uns getestete Minisforum AI X1 erzielt in unseren Benchmarks bessere Werte und kommt sogar mit zwei USB4-Anschlüssen, Wi-Fi 7 und einer deutlich schnelleren SSD. Diese ist beim GH8 nämlich nicht wie vom Hersteller beworben eine Gen-4, sondern eine Gen-3-Festplatte – PCIe 4.0 ist nur der Slot.

Schlussendlich erbringt der Alliwava GH8 eine solide Leistung, geht aber etwas unter, wenn es um die verfügbaren Anschlüsse und zeitgemäßen Verbindungsstandards geht. Hier können andere Mini-PCs zu einem ähnlichen Preis mehr. Er erhält dafür von uns immer noch solide dreieinhalb von 5 Sternen.



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Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick


Smarte Luftgütesensoren messen Feuchtigkeit, Temperatur, CO₂, CO, VOC, Ozon, Feinstaub, Radon und mehr. Damit hat man Schadstoffe und Schimmelgefahr im Blick.

Menschen atmen pro Minute im Durchschnitt etwa 15 Mal ein und aus. Das macht pro Tag über 20.000 Atemzüge. Da ist es gut zu wissen, wie die genaue Zusammensetzung der Luft aussieht. Denn ein optimales Raumluftklima ist nicht nur gut für das Immunsystem, sondern auch von Vorteil, wenn es um die Vermeidung von Schimmel geht. Denn der schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern kann auch die Bausubstanz in Mitleidenschaft ziehen.

Neben gesundheitlichen Aspekten ist eine optimale Luftqualität auch Voraussetzung, um produktiv arbeiten zu können. Hierbei ist hauptsächlich die Konzentration von CO₂ maßgeblich. Draußen liegt der Anteil von Kohlendioxid bei etwa 400 ppm, also 0,04 Prozent. Im kleinen Homeoffice mit nur einer Person kann der CO₂-Anteil schnell auf über 2000 ppm steigen und in kleinen Konferenzräumen mit mehreren Personen sind auch 5000 ppm oder mehr drin. Das Fatale dabei: Die Folgen einer hohen CO₂-Belastung wie Konzentrationsschwäche oder Kopfschmerzen treten auf, noch bevor man die schlechte Raumluftqualität wahrnimmt.

Das Problem betrifft besonders nach neuesten Energieeffizienzstandards errichtete Gebäude, die in der Regel keine aktive Lüftung bieten. Während in unsanierten Wohnungen nicht nur Wärme schnell entweicht, sondern auch CO₂ und Luftfeuchte, ist der Luftaustausch in energetisch sanierten Wohnungen deutlich geringer. Das hat zur Folge, dass bei fehlender regelmäßiger Frischluftzufuhr das Raumklima die Bildung von Schimmel begünstigt und sich Luftschadstoffe und CO₂ schneller anreichern und somit die Arbeitsproduktivität sinkt.

Smarte Raumluftsensoren können dabei helfen, das Schimmelrisiko und der Leistungsfähigkeit sowie der Gesundheit abträgliche Luftschadstoffe wie CO₂, flüchtige organische Verbindungen (TVOC, Total Volatile Organic Compounds) oder Feinstaub frühzeitig zu erkennen. Damit können Anwender Räume rechtzeitig lüften und gegebenenfalls einen Luftreiniger (Bestenliste) oder Luftentfeuchter (Ratgeber) aktivieren, um Bausubstanz, produktive Arbeitsumgebung und Gesundheit zu erhalten.

Welcher Luftgütesensor ist der beste?

Mit 13 Sensoren erfasst der Air-Q Pro die meisten Daten zur Luftqualität. Ferner lässt er sich einfach in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Home Assistant oder Homey Pro integrieren. Die App zeigt nicht nur aktuelle Werte, sondern auch Verlaufsdaten. Außerdem bietet sie detaillierte Hintergrundinformationen zu den von den Sensoren erfassten Schadstoffen. Mit seinen LEDs signalisiert der Air-Q Pro, wie die Luftqualität die Gesundheit und Leistung beeinflusst. Allerdings ist der Air-Q-Pro mit einem Preis von knapp 600 Euro nicht gerade ein Schnäppchen.

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann zum Raumluftsensor Airthings View Plus greifen, der aktuell für 208 Euro erhältlich ist. Dieser ermittelt mit Radon, CO₂, TVOC, PM2.5, Temperatur und Luftfeuchte die wichtigsten Werte zur Raumluftqualität (Detaillierte Informationen zu verschiedenen Schadstoffen bieten wir am Ende des Artikels). Wie den Air-Q-Pro können Anwender den preiswerten Raumluftsensor in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) einbinden.

Wer sich nur für die Kohlendioxidkonzentration interessiert, wird mit dem Switchbot Meter Pro CO₂ für aktuell 56 Euro, dem Nedis Luftqualitätsmonitor für 72 Euro oder zum Netatmo Raumluftsensor für 89 Euro bestens bedient. Sie liefern zuverlässige Werte und lassen sich problemlos in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) einbinden.

CO2 ja ja ja ja ja ja, Science ja ja ja nein
VOC ja ja ja ja ja ja nein nein ja nein
PM10 ja nein ja ja nein ja, Science nein nein nein nein
PM2.5 ja ja ja ja ja ja, Science nein nein ja ja
PM1 ja nein ja ja nein ja, Science nein nein ja ja
Radon nein ja nein nein nein ja nein nein nein nein
Temperatur ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Luftfeuchte ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Lärm ja nein nein nein nein nein nein ja nein nein
Luftdruck ja ja nein nein nein ja nein nein nein nein
Stickstoff ja nein ja ja nein nein nein nein nein nein
Kohlenmonoxid ja nein nein nein nein nein nein nein nein nein
Ozon ja nein nein nein nein nein nein nein nein nein
Formaldehyd ja nein nein nein nein nein nein nein nein ja
KURZÜBERSICHT

Ein Schnäppchen ist der Air-Q Pro für 589 Euro nicht gerade. Doch dafür erhält man das derzeit leistungsfähigste Luftqualitäts-Messgerät, das anhand von 13 Sensoren zahlreiche Messwerte zur Luftqualität in nahezu Realzeit liefert. Dank der Anbindung an ein Smart-Home-System wie Home Assistant oder Homey Pro können Anwender den Air-Q Pro für Automatisierungen nutzen.

VORTEILE

  • Smart-Home-Anbindung
  • Leistungsfähigster Raumluftsensor
  • Tolle App und Browser-Zugriff
  • Informative LEDs

Wer die Schimmelgefahr um Auge behalten oder einen dezenten Hinweis fürs rechtzeitige Lüften erhalten möchte, um ein produktives und gesundes Raumklima zu gewährleisten, benötigt ein Hygrometer mit CO₂-Sensor. Genau das bietet der Switchbot Meter Pro CO₂. Und das zu einem derzeit unschlagbaren Preis von nur 56 Euro.

VORTEILE

  • Günstigster smarter CO₂-Melder
  • Kompatibel zu vielen Smart-Home-Systemen
  • Batteriebetrieb

NACHTEILE

  • LC-Display schlecht ablesbar
  • Mit USB-C-Stromversorgung schlecht aufstellbar

Ratgeber

Die besten Luftgütesensoren lassen sich unter Home Assistant einbinden und stehen damit für Automatisierungen zur Verfügung.

Weitere Sensoren ohne CO₂

Neben den leistungsstärksten Raumluftsensoren, die auch die CO₂-Konzentration erfassen, gibt es noch eine Reihe günstiger Varianten:

Airthings Wave Mini

Der kreisrunde Sensor ohne Display, aber mit LED-Punkt, misst neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit und VOC, aber kein CO₂. Über diese Werte ermittelt der aktuell für 45 Euro erhältliche Airthings Wave Mini auch das Schimmelrisiko. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt via Bluetooth, die Auswertung über eine App für iOS und Android. Die LED am Gerät aktivieren Nutzer, indem sie vor dem Gerät winken. Sie zeigt mit einem Farbcode die Raumluftqualität an und rät zum Lüften, wenn die Luftqualität dies erfordert. Eine Anbindung an den Google Assistant und den Automatisierungsdienst IFTTT ist möglich.

Amazon Smart Air Quality Monitor

Der 80 Euro teure Amazon Smart Air Quality Monitor misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO, VOC und Feinstaub. Wir vermissen den für Innenräume so wichtigen CO₂-Wert. Aus den fünf gemessenen Werten erstellt das Gerät einen Luftqualitätswert zwischen 0 und 100, wobei 100 der beste zu erreichende Wert ist. Am Amazon Smart Quality Monitor selbst befindet sich eine in der App deaktivierbare LED, die farbig anzeigt, wenn die Luftqualität nachlässt und man lüften sollte.

Das Gerät kann als Aktor für Routinen agieren – allerdings gilt das nur für den Temperaturwert. So kann man etwa beim Überschreiten eines bestimmten Feinstaubwerts eine smarte Lampe aufleuchten lassen, ein smartes Heizkörperthermostat (Bestenliste) aufdrehen oder eine smarte Steckdose (Ratgeber) aktivieren. Es ist auch möglich, einzelne Werte in die Routinen einzubeziehen. Das ist sinnvoll, um etwa einen Luftreiniger (Bestenliste) beim Unterschreiten eines bestimmten Luftwertes zu aktivieren.

Um auf die Werte zuzugreifen, muss der Nutzer in der Alexa-App über „Alle Geräte“ den Sensor suchen und dort das Dashboard aktivieren. Das ist zu umständlich. Wer einen Amazon Echo Show (Vergleichstest) hat, kann sich das Dashboard über den Sprachbefehl „Wie ist die Luftqualität drinnen?“ anzeigen lassen und damit interagieren. Allerdings verschwindet die Anzeige nach wenigen Sekunden wieder. Es ist leider nicht möglich, sie dauerhaft darzustellen.

Das Äußere, die Installation und die Funktion als Aktor in Routinen des Alexa-Kosmos (Ratgeber) sind gelungen. Aber es fehlt der CO₂-Wert.

Eve Room

Der mit seinen Maßen von 15 × 54 × 54 Millimeter große Sensor Eve Room kann Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VOC messen. Das Gerät steht auf dem Tisch oder hängt an der Wand. Der Akku erlaubt einen Betrieb von sechs Wochen, danach wird er über Micro-USB wieder aufgeladen. Ein monochromes E-Ink-Display zeigt die gemessenen Werte an. Die Eve-App bildet alle Messwerte in Diagrammen nach Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren ab. Eve Romm kostet etwa 100 Euro, versteht sich jedoch nur mit Apples Homekit und gelangt so ins Smart Home. Was mit Apple Homekit alles möglich ist, zeigen wir im Ratgeber Apple Homekit: Endlich gute Smarthome-Steuerung.

Einfache Hygrometer mit und ohne Display

Last but not least gibt es auch smarte Sensoren, die Temperatur und Luftfeuchte messen, sodass Anwender über die aktuelle Luftfeuchte informiert sind und somit das Schimmelrisiko im Blick haben. Hier gibt es Varianten mit und ohne Display. Die Preise beginnen ab 10 Euro.

Schimmelgefahr durch zu hohe Luftfeuchtigkeit

Zu trockene Luft belastet die Schleimhäute und lässt sie austrocknen. Das führt zu gereizten Atemwegen und kann Krankheiten begünstigen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Schweißausbrüchen führen und Schimmel verursachen. Vor allem bei energetisch sanierten Wohnungen ist aufgrund der Dämmung die Schimmelgefahr hoch, wenn nicht regelmäßig gelüftet wird. Für die Luftfeuchtigkeit gelten Werte zwischen 40 und 60 Prozent als optimal.

Luftschadstoffe belasten die Gesundheit erheblich

Laut der Weltgesundheitsbehörde (WHO) zählt die Luftverschmutzung zu einem der größten Umweltrisiken für die Gesundheit. Durch eine Verbesserung der Luftqualität sinkt das Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzerkrankungen, Lungenkrebs und chronische und akute Atemwegserkrankungen, einschließlich Asthma.

Studien belegen, dass je geringer die Luftverschmutzung ausfällt, desto besser ist die kardiovaskuläre und respiratorische Gesundheit der Bevölkerung, sowohl langfristig als auch kurzfristig. Laut WHO lebten 2019 etwa 99 Prozent der Weltbevölkerung an Orten, an denen die Luftqualitätsrichtwerte der Gesundheitsbehörde nicht eingehalten wurden.

Schätzungen zufolge verursachte die Luftverschmutzung (Außenluftverschmutzung) in Städten und ländlichen Gebieten im Jahr 2016 weltweit 4,2 Millionen vorzeitige Todesfälle. Neben der Luftverschmutzung im Freien stellt aber auch die Schadstoffbelastung in Innenräumen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar.

Nach Angaben des Umweltbundesamts halten sich die Menschen in Mitteleuropa durchschnittlich 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen auf. Pro Tag atmet der Mensch je nach Alter und Aktivität 10 bis 20 m3 Luft ein.

Zur Verbesserung der Luftqualität existieren daher schon seit Jahren Grenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe und Empfehlungen für ein besonders gesundheitsverträgliches Raumklima.

CO (Kohlenmonoxid) ist gefährlich, besonders in Innenräumen mit Kamin und Gaskochern. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung und ist ein farb-, geruchs- und geschmacksneutrales Gas, welches in höheren Konzentrationen als starkes Atemgift wirkt.

In Ländern wie Großbritannien und den USA sind entsprechende Sensoren bereits häufig fester Bestandteil in vielen Haushalten. Diese erkennen im besten Fall frühzeitig einen erhöhten CO-Gehalt in der Luft und warnen die Bewohner.

Nebenwirkungen einer hohen CO₂-Konzentration: Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, erhöhtes Ansteckungsrisiko, erhöhte Atemfrequenz (Screenshot von Airthings View Plus).

CO₂ ist geruchs- und geschmacksneutral, der Mensch kann es also nicht erkennen – zumindest nicht ohne Hilfsmittel. Da Menschen und Tiere CO₂ ausatmen, kann die Konzentration von Kohlendioxid, die natürlich bei 0,04 Prozent (400 ppm) liegt, schnell steigen. Diese Gefahr einer hohen CO₂-Konzentration besteht hauptsächlich in der kalten Jahreszeit, wenn Fenster und Türen überwiegend geschlossen bleiben. Die Harvard School of Public Health hat ermittelt, dass eine zu hohe CO₂-Menge in der Raumluft direkte Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit hat. Zu hoch sind Werte ab 1400 ppm (parts per million), als akzeptabel gelten 1000 bis 1400 ppm – optimal sind CO₂-Konzentrationen unter 1000 ppm.

Kohlenstoffdioxid-Werte können in schlecht gelüfteten Büros und Klassenzimmern schnell wachsen. Beispielsweise steigt in einem 3,5 bis 4 Quadratmeter großen geschlossenen Raum mit einer einzigen Person der CO₂-Gehalt in nur 45 Minuten von 500 ppm auf über 1000 ppm an.

Feinstaub wirkt sich negativ auf den Gesundheitszustand des Menschen aus. Während in Außenbereichen häufig Autoabgase, Kraftwerke oder Industrie für den Feinstaub verantwortlich sind, treiben in Innenräumen Emissionsquellen wie Rauchen, Kerzen, Staubsaugen, Drucker und Kochen, genauer gesagt Braten den Feinstaubwert nach oben.

Auch wenn es für die Feinstaubbelastung in Innenräumen keinen festgelegten Wert gibt, ab wann diese als gesundheitsschädigend gilt, geht die WHO davon aus, dass jede Feinstaubkonzentration negative Auswirkungen auf den Menschen hat.

Wenn die Außenluft bereits mit Feinstaub belastet ist, hilft auch kein Lüften, um die Feinstaubkonzentration in Innenräumen zu senken. In diesem Fall sind Luftreiniger (Bestenliste) erste Wahl. Sie können bei richtiger Dimensionierung die Feinstaubkonzentration in Innenräumen innerhalb von wenigen Minuten absenken. Auch Zimmerpflanzen können das Raumklima nachhaltig verbessern.

Laut Umweltbundesamt gibt es für Feinstaub der Klasse PM10 einen Tagesgrenzwert von 50 μg/m³. Dieser darf lediglich an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Allgemein gilt ein maximaler Jahresmittelwert von 40 μg/m³. Für die kleineren Partikel PM2.5 gibt es von der EU und der WHO nur unverbindliche Zielwerte von 25 μg/m³. Für die kleineren und noch gefährlicheren Partikel existieren aktuell noch keine Grenzwerte.

Was ist Radon und warum ist es gefährlich?

Radon ist ein radioaktives Gas, das unsichtbar, geruchlos und geschmacksneutral ist. Es entsteht im Erdboden und kann aus dem Untergrund oder aus Baumaterialien entweichen – und von dort in Innenräume gelangen. Je nach Region variiert die Radon-Konzentration im Boden in Deutschland erheblich.

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor dauerhaft erhöhten Werten ab 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) Raumluft. Denn die eigentliche Gefahr geht von den Zerfallsprodukten des Radons aus: Sie lagern sich beim Einatmen in der Lunge ab und schädigen das Gewebe durch Alpha-Strahlung. Langfristig kann das Lungenkrebs auslösen – oft erst Jahrzehnte nach der Exposition.

In Deutschland gibt es je nach Region teils große Unterschiede bei der Radon-Konzentration.

Damit ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Schätzungen zufolge gehen mehr als sechs Prozent aller Lungenkrebstodesfälle in Deutschland auf eine zu hohe Radon-Belastung zurück – das sind rund 2.800 Tote pro Jahr. Damit fordert Radon mehr Todesopfer als der Straßenverkehr.

Das Risiko steigt kontinuierlich mit der Belastung: Laut Lungeninformationsdienst erhöht sich das relative Risiko pro 100 Bq/m³ Raumluft um etwa 16 Prozent. Je höher die Radonkonzentration und je länger der Aufenthalt, desto größer das Erkrankungsrisiko.

Mit den flüchtigen organischen Verbindungen VOC (Volatile Organic Compounds) sind zahlreiche Stoffe gemeint, die bei gewissen Temperaturen in die Gasphase übergehen, sich also in der Luft befinden und eingeatmet werden. Sie können bei zu hoher Konzentration Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und Reizungen der Atemwege hervorrufen. Die Gesamtzahl aller in der Luft befindlichen Stoffe wird als TVOC (Total Volatile Organic Compounds) bezeichnet.

Dabei ist es gar nicht so einfach, hohe VOC-Konzentrationen zu vermeiden. Die Verbindungen sind unter anderem in Möbeln, Farben, Stoffen und Reinigungsmitteln enthalten. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit sind unter Umständen spürbar, obwohl viele Stoffe geruchs- und geschmacksneutral sind. Ganz vermeiden lassen sie sich nicht. Das Bundesumweltministerium empfiehlt, Produkte mit dem Siegel „Blauer Engel“ zu kaufen und Materialien zu verwenden, die laut AgBB-Bewertungsschema geprüft wurden. Auch hier gilt, wenn sich die Quellen nicht vollständig vermeiden oder beseitigen lassen: Lüften reduziert die VOC-Konzentration in Innenräumen.

Viele Raumluftsensoren messen zusätzlich die Temperatur. Laut Experten liegt im Schlafzimmer die optimale Raumtemperatur bei 16 bis 18 Grad Celsius, im Wohn- und Arbeitszimmer sowie der Küche sind 19 bis 22 Grad und im Kinderzimmer sowie Bad 22 bis 24 Grad optimal.

Fazit

Durch eine kontinuierliche Luftqualitätsmessung und Benachrichtigungen bei Ausschlägen können Anwender für ein verbessertes Raumklima sorgen. Etwa durch rechtzeitiges Lüften, um der Schimmelgefahr oder der hohen CO₂-Konzentration und damit einer unproduktiven Arbeitsumgebung zu begegnen. Und wenn sich auf Basis dieser Werte noch Geräte wie smarte Fenster, Luftreiniger (Bestenliste) und Luftbe- und entfeuchter steuern lassen, verbessert sich das Raumklima in einem Smart Home ganz automatisch.

Wer nach dem Motto „Das Beste oder nichts lebt“, ist mit dem Air-Q Pro für 589 Euro am besten bedient. Der leistungsstärkste Luftgütesensor bietet insgesamt 13 Sensoren und eine tolle App sowie ein Desktop-Dashboard. Dort gibt es nicht nur detaillierte Statistiken zum Verlauf der Luftqualität, sondern auch nützliche Erklärungen und Ratschläge rund um das Thema Raumklima und Gesundheit. Zudem lässt sich der Air-Q Pro problemlos in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Home Assistant und Homey Pro einbinden.

Letzteres bietet Awair Element ebenfalls, kann aber mit nur fünf Sensoren nicht mit dem Air-Q Pro mithalten. Dafür ist das Gerät mit 250 Euro aber auch erheblich günstiger als der Testsieger. Wer den Open-Source-Gedanken sowie eine Integration in Home Assistant und Homey Pro schätzt, wird mit den Luftsensoren von Airgradient bestens bedient. Sie sind auch als Bausatz besonders günstig erhältlich. Die Preise beginnen bei 125 Dollar für die Outdoor-Variante und 138 Dollar für den Airgradient One. Und wer einen guten Sensor für Homekit sucht, kann zum Netatmo-Luftqualitätsmesser greifen, dieser kostet etwa 70 Euro. Und das günstigste smarte CO₂-Messgerät ist der Switchbot Meter Pro CO₂ für aktuell nur 56 Euro.

Wer an Werten zur Radon-Belastung interessiert ist, kann zum Airthings Wave Plus für 169 Euro, zum Airthings View Plus für 208 Euro, zum Radon Eye für 198 Euro oder zum Air-Q-Radon für 369 Euro greifen.

Und wer lediglich das Schimmelrisiko im Blick haben möchte, wird mit smarten digitalen Hygrometern, mit und ohne Display bereits ab 10 Euro bestens bedient.

BESTENLISTE

Testsieger

Air-Q Pro

Luftgütesensor Air-Q Pro im Test

Der Air-Q Pro ist mit bis zu 15 Sensoren der mit Abstand leistungsfähigste Luftqualitätsmesser. Die App ist informativ und das Gerät unterstützt zahlreiche Smart-Home-Zentralen. Was es sonst noch bietet, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Smart-Home-Anbindung
  • Leistungsfähigster Raumluftsensor
  • Tolle App und Browser-Zugriff
  • Informative LEDs

Der Air-Q Pro ist mit bis zu 15 Sensoren der mit Abstand leistungsfähigste Luftqualitätsmesser. Die App ist informativ und das Gerät unterstützt zahlreiche Smart-Home-Zentralen. Was es sonst noch bietet, zeigt der Test.

Der in Deutschland von der Corant GmbH gefertigte Raumluftsensor Air-Q Pro bietet in der Standardausführung 13 Sensoren. Er misst CO₂, VOC, Feinstaub der Klassen PM1, PM2.5 und PM10, Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid, Formaldehyd, Ozon, Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte und Lärm erfassen. Zusätzlich werden aus Teilen dieser Werte noch die relative Luftfeuchte und der Taupunkt ermittelt. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Gerät mit einem weiteren Sensor zu bestücken.

Air-Q Pro: Mit 13 Sensoren sammelt der Air-Q Pro die meisten Daten zur Luftqualität

App, Ausstattung und Funktionen

Der Air-Q Pro wird über ein USB-Netzteil mit Strom versorgt. Als Energiezufuhr kann aber auch eine Powerbank dienen. Das erleichtert den mobilen Einsatz, wenn man etwa in einem anderen Raum die Luftqualität überprüfen möchte. Gesteuert wird der Luftqualitätssensor mit der Air-Q-App. Sie erfasst sämtliche Daten der Sensoren und stellt diese übersichtlich grafisch dar. Zu jedem einzelnen Wert liefert die App zusätzliche Informationen wie Beschreibung, Grenzwerte, Folgen, Entstehung und Sensorhardware. Auch bei der Überschreitung von Grenzwerten bietet die App nützliche Informationen zu Konsequenzen für Gesundheit und Leistung.

Ferner stehen die erfassten Daten auch online unter my.air-q.com zur Verfügung, wenn der Nutzer dem Datenupload in die Air-Q-Cloud zugestimmt hat. Zudem gibt es noch ein Online-Forum, in dem sich nicht nur Nutzer untereinander austauschen können, sondern auch die Mitarbeiter der Firma bei Problemen den Anwendern hilfreich zur Seite stehen.

Integration in Smart-Home-Systeme

Die Einbindung in ein Smart-Home-System ist mit dem Air-Q Pro kein Problem. Für relevante Smart-Home-Zentralen wie Homey Pro (Testbericht) und Open-Source-Lösungen wie Home Assistant (Testbericht), Iobroker oder Open Hab stehen entsprechende Integrationen parat. Veränderte Luftwerte übermittelt der Air-Q Pro nahezu in Realzeit an die entsprechenden Zentralen, sodass man immer auf aktuelle Werte zurückgreifen kann. Auf eine Integration in Amazon Alexa und Google Assistant muss man derzeit noch verzichten, da diese Dienste die Kommunikation mit sämtlichen Sensoren des Air-Q Pro nicht unterstützen.

Mit der Integration in ein Smart-Home-System können Anwender Grenzwerte definieren, die bestimmte Aktionen auslösen. So lassen sich unter anderem die Werte des Air-Q zur Steuerung des Philips-Luftreinigers AC4221 (Testbericht) verwenden, um das Gerät effizienter zur Verbesserung des Raumklimas zu nutzen. Zwar bieten smarte Luftreiniger ebenfalls eine automatische Steuerung, doch diese basiert meist nur auf einem einzigen Sensor-Wert. Mit den zahlreichen Messwerten des Air-Q lässt sich der Luftreiniger wesentlich smarter steuern, sodass damit eine schnellere Verbesserung der Luftqualität erzielt wird. Zudem kann eine optimale Steuerung des Luftreinigers auch zu einer Senkung der Nutzungszeit führen, sodass Filter länger halten.

LEDs informieren über Luftqualität

Doch auch ganz ohne Integration signalisiert der Air-Q mit seinen beiden LED-Anzeigen für Gesundheit und Leistung, wie es um die Raumluftqualität bestellt ist und ob es Zeit zum Lüften ist. Sind alle LEDs auf der linken und rechten Seite beleuchtet, ist die Luftqualität perfekt. Je weniger LEDs leuchten, desto schlechter ist die Luftqualität.

Die Messtechnologie des Air-Q hat Hersteller Corant eigenen Angaben zufolge mit wissenschaftlichen Partnern nach Laborstandard entwickelt. Speziell für die Wissenschafts-Community gibt es noch den Air-Q Science, auf den Entwickler über eine API vollständig zugreifen können.

Preis

Der Air-Q-Pro mit 13 Sensoren kostet regulär 689 Euro. Aktuell ist das Gerät für 589 Euro im Angebot. Wer nicht so viel Geld investieren möchte, kann zum Air-Q Basic greifen, der mit elf Sensoren die Luftqualität überwacht und 439 Euro kostet. Mit 329 Euro am günstigsten ist der Air-Q Light, der fünf Sensoren bietet. Das Top-Modell Air-Q Science für 799 Euro bietet 14 Sensoren und einen vollen Zugriff auf die API des Geräts.

Fazit

Ein Schnäppchen ist der Air-Q Pro für 589 Euro nicht gerade. Doch dafür erhält man das derzeit leistungsfähigste Luftqualitäts-Messgerät, das anhand von 13 Sensoren zahlreiche Messwerte zur Luftqualität in nahezu Realzeit liefert. Dank der Anbindung an ein Smart-Home-System wie Home Assistant oder Homey Pro können Anwender den Air-Q Pro für Automatisierungen nutzen. Aber auch ohne Smart-Home-Integration überzeugt das Gerät: Mit den direkt am Gerät angebrachten LEDs sehen Anwender auf den ersten Blick, wie stark die aktuelle Raumluftqualität die Gesundheit beeinträchtigt und die Leistungsfähigkeit beschränkt. Die leicht zu bedienende App vervollständigt den hervorragenden Gesamteindruck: Sie zeigt nicht nur die Daten der Sensoren an, sondern bietet detaillierte Informationen rund um das Thema Luftschadstoffe. Und wer möchte, kann die Daten zur Luftqualität inklusive Verlaufsdaten auch vom Browser aus betrachten.

Luftgütesensor Airthings View Plus im Test

Der Raumluftsensor Airthings View Plus erfasst anhand sieben Sensoren Daten zur Luftqualität. Sein E-Ink-Display zeigt diese an. Das Gerät lässt sich auch in Smart-Home-Systeme integrieren.

VORTEILE

  • Sieben Sensoren: Radon, CO₂, PM2.5, PM1, VOC, Temperatur, Luftfeuchte & Luftdruck
  • Informative App und Web-Dashboard
  • Integrierbar in Smart-Home-Systeme

NACHTEILE

  • Integration in Smart-Home-System von Cloud abhängig
  • Relativ teuer
  • träge

Der Raumluftsensor Airthings View Plus erfasst anhand sieben Sensoren Daten zur Luftqualität. Sein E-Ink-Display zeigt diese an. Das Gerät lässt sich auch in Smart-Home-Systeme integrieren.

Der View Plus ist der leistungsstärkste Luftgütesensor der norwegischen Firma Airthings. Er misst die Luftschadstoffe Radon, Feinstaub nach den Klassen PM2.5 und PM1, Kohlendioxid (CO₂) und luftgetragene Chemikalien (VOCs). Außerdem informiert er über Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck. Das kleine E-Ink-Display zeigt aber nicht alle Messwerte an. Lediglich zwei Werte finden dort Platz. Per Handgeste kann man dem Gerät noch eine Einschätzung zur Luftqualität entlocken. Im günstigsten Fall wird dann „Your Air is good“ angezeigt.

Design und App

Der View Plus kann mit sechs AA-Batterien (im Lieferumfang enthalten) oder direkt per USB-Netzteil betrieben werden. Wenn das Gerät über USB mit Strom versorgt wird und mit Wi-Fi verbunden ist, fungiert es als Hub für andere Airthings-Geräte wie Wave Mini, Wave Plus, Wave Radon 2nd Gen. Die Konfiguration erfolgt über die App.

Die App bietet Zugriff auf sämtliche Sensorwerte und verschickt Warnungen, wenn fest vorgegebene Schwellenwerte überschritten werden. Sie zeigt außerdem Verlaufswerte grafisch nach bestimmten Zeitintervallen an. Mehr Details dazu bietet das Web-Dashboard, auf das man per Browser und per App Zugriff hat. Vorsicht ist geboten, wenn man den Airthings einem anderen Raum zuordnet. Dann stehen die bisherigen Messwerte nur noch unter dem Web-Dashboard parat.

Wie genau sind die Messwerte?

Anders als der Air-Q und der Awair Element aktualisiert der Airthings die Messwerte nur alle paar Minuten. Die Werte für Radon werden sogar nur stündlich aktualisiert, Temperatur, Luftfeuchte alle 2,5 Minuten, sowie VOC und CO₂ alle 5 Minuten. Im Batteriebetrieb verlängern sich die Intervalle auf 10 Minuten. In puncto Messgenauigkeit steht der Airthings View Plus dem Testsieger Air Q Pro in nichts nach.

Wie gut ist die Smart-Home-Integration?

Dank Support für Amazon Alexa, Google Assistant und IFTTT können Anwender den View Plus in ihr Smart Home integrieren und auf Basis der gemessenen Werte etwa einen Luftreiniger steuern. Eine direkte Integration unterstützt der Raumluftsensor für Homey Pro (Testbericht) und Home Assistant (Testbericht). Allerdings erfolgt diese Integration nur über die Cloud des Herstellers. Eine lokale Einbindung ist anders als bei Air-Q Pro, Awair Element und den Airgradient-Luftsensoren leider nicht möglich.

Während die App keine Anpassung der Schwellenwerte bietet, ist das bei der Integration in Homey Pro möglich. Grundsätzlich können Anwender nach eine Integration in einem Smart-Home-System die Schwellenwerte für Warnungen durch eigene Automatisierungen anpassen.

Preis

Airthings verkauft den View Plus für günstige 208 Euro (VK: 299 Euro). Als Alternative bietet sich der Airthings Wave Plus an. Das Gerät erfasst bis auf Feinstaub die gleichen Werte wie der View Plus und ist mit 169 Euro (VK 229 Euro) deutlich günstiger. Eine Anzeige bietet der Wave Plus jedoch nicht.

Fazit

Der Airthings View Plus bietet als einer der wenigen Luftgütesensoren auch Daten zur Radonbelastung. Weiterhin informiert das Gerät über die Schadstoffe PM2.5, PM1, sowie die CO₂-Konzentration, Luftdruck, Luftfeuchte und Temperatur. Sein kleines E-Ink-Display informiert jedoch nur über maximal zwei Sensorwerte und zeigt nur nach einer Handgeste, wie gut es insgesamt über die Luftqualität bestellt ist. Der Luftgütesensor kann auch per Batterien betrieben werden und ist somit mobil einsatzfähig.

Mehr Daten zur Luftqualität bietet die App respektive das Web-Dashboard. Ansonsten informiert sie auch über gesundheitliche Auswirkungen von zu hohen Schadstoffbelastungen. Allerdings liegen diese Informationen nur in Englisch vor.

Positiv ist die Integrationsmöglichkeit in Smart-Home-Lösungen wie Homey Pro und Home Assistant, mit der die Sensordaten für eigene Automatisierungen genutzt werden können. Allerdings werden die Werte nur alle paar Minuten aktualisiert.

Luftgütesensor Airgradient Open Air im Test

Der Open-Source-Luftgütesensor Airgradient Open Air misst neben Temperatur und Luftfeuchte noch CO₂, Feinstaub diverser Klassen, TVOCs und NOx. Das Gerät lässt sich in Home Assistant und Homey Pro integrieren und ist relativ preiswert.

VORTEILE

  • Reaktionsschnelle Anzeige von Luftveränderungen
  • Lokale Integration für Home Assistant und Homey Pro
  • Preiswerter Outdoor-Luftgütesensor
  • Open Source

NACHTEILE

  • keine App
  • relativ lange Lieferzeit wegen Versand aus Thailand

Der Open-Source-Luftgütesensor Airgradient Open Air misst neben Temperatur und Luftfeuchte noch CO₂, Feinstaub diverser Klassen, TVOCs und NOx. Das Gerät lässt sich in Home Assistant und Homey Pro integrieren und ist relativ preiswert.

Die Luftqualität in Deutschland hat sich seit der Jahrtausendwende erheblich verbessert. Laut Umweltbundesamt werden hierzulande die geltenden Grenzwerte für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei nicht überschritten. Dennoch liegt die Feinstaubbelastung größtenteils über der Empfehlung der Weltgesundheitsbehörde (WHO).

Luftschadstoff WHO 2005 WHO 2021 EU-Grenzwert (aktuell) EU ab 2030
Stickstoffdioxid (NO2) 40 µg/m³ 10 µg/m³ 40 µg/m³ 20 µg/m³
PM2.5 10 µg/m³ 5 µg/m³ 25 µg/m³ 10 µg/m³
PM10 20 µg/m³ 15 µg/m³ 40 µg/m³ 20 µg/m³

Während in der EU noch ein Grenzwert für die Feinstaubklasse PM2.5 von 25 µg/m³ gilt, hat die WHO vor drei Jahren diesen auf 5 µg/m³ gesenkt, zuvor lag er bei 10 µg/m³. Letzterer soll in der EU ab 2030 gelten. Für kleinere Partikelgrößen gibt es derzeit noch keine Grenzwerte, obwohl diese viel gefährlicher als große Partikel sind. Und das, obwohl die WHO davon ausgeht, dass es keine Feinstaubkonzentrationen gibt, die nicht gesundheitsschädlich sind.

Laut WHO führen bereits kurzzeitig erhöhte Feinstaubkonzentrationen zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Demnach sterben jährlich 3,2 Millionen Menschen vorzeitig an Krankheiten, die auf die Luftverschmutzung zurückzuführen sind. Aber auch geringere Konzentrationen sind über einen längeren Zeitraum gesundheitsschädlich. Forscher gehen davon aus, dass in Verbindung mit SARS-CoV-2 etwa 15 Prozent aller weltweiten Todesfälle der Corona-Pandemie auf eine langfristige Exposition von Luftverschmutzung zurückzuführen sein könnte. In Europa soll dieser Anteil sogar 19 Prozent betragen und in Ostasien beachtliche 27 Prozent.

Wer wissen möchte, ob beim Lüften schadstoffreiche Luft in die Wohnung gelangt, benötigt entweder einen Raumluftsensor, der Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM), Stickoxide (NOX), flüchtige organische Verbindungen (TVOC, Total Volatile Organic Compounds) erfasst oder einen Luftgütesensor, der draußen positioniert werden kann.

Diese Voraussetzungen erfüllt der Luftgütesensor Airgradient Open Air genauso wie sein Indoor-Pendant Airgradient One (Testbericht). Wie bei der Indoor-Variante hat das Unternehmen das komplette Design des Geräts als Open Source veröffentlicht, sodass auch andere Organisationen preiswerte Outdoor-Luftqualitätsmessgeräte herstellen können. Airgradient spendet zudem 1 Prozent ihres Umsatzes an eine gemeinnützige Organisation und fördert damit Umweltschutzprojekte.

Wie gut der Raumluftsensor Airgradient Open Air (O-1PST), den es als Bausatz für 125 Dollar und als fertiges Gerät für 190 Dollar gibt, in der Praxis funktioniert und wie er sich in Smart-Home-Systeme integrieren lässt, zeigt dieser Test.

Highlights aus dem Test

  • Airgradient Open Air (O-1PST) misst Temperatur, Luftfeuchte, CO₂, Feinstaub (PM2.5, PM10, PM1), TVOCs und NOX
  • Kompatibel zu Home Assistant und Homey Pro
  • Cloud-Anbindung optional
  • Für draußen geeignet

Was ist im Lieferumfang enthalten?

Der Airgradient Open Air steckt in einem würfelförmigen Gehäuse mit einer Kantenlänge von etwa 8 cm. Hinten ist sie mit 8,5 cm etwas höher, was zur Folge hat, dass die Oberseite etwas nach vorn geneigt verläuft. Als Outdoor-Modell hat das den Vorteil, dass Regen gut abtransportiert wird. Mit einem Gewicht von etwa 175 Gramm ist er nicht besonders schwer. Im Lieferumfang sind außerdem zwei metallene flache Kabelbinder enthalten, mit denen man den Airgradient Open Air gut an einer dünnen Säule befestigen kann. Wir haben ihn bei uns im Test damit an einer Halterung für ein Balkongeländer im Schatten montiert (siehe Bildergalerie). An der Rückseite gibt es zudem noch Halterungen, mit denen man das Gerät an einer Wand verschrauben kann. Im Lieferumfang ist zudem ein vier Meter langes USB-A auf USB-C-Kabel für die Stromversorgung des Geräts enthalten, ein Netzteil wird nicht mitgeliefert. Die Lufteinlässe sind unten, sodass kein Regen ins Gehäuseinnere gelangen kann. Wegen der unteren Lufteinlässe sollte der Outdoor-Luftgütesensor nicht auf eine flache Oberfläche aufgestellt, sondern stattdessen immer etwas erhöht montiert werden.

Wie wird der Airgradient Open Air in Betrieb genommen?

Die Inbetriebnahme des Luftgütesensors Airgradient Open Air erfolgt wie beim Indoor-Modell Airgradient One (Testbericht) mit einem Browser – schließlich sind beide Geräte bis auf wenige Details technisch identisch. Hierfür ruft man das Assistent-gesteuerte Set-up unter der Adresse app.airgradient.com/onboarding/welcome auf. Sollte das nicht gelingen, verbindet man sich direkt zum Gerät, der unter airgradient-xxx im WLAN auftaucht. Das Zugangspasswort lautet „cleanair“. Über die IP-Adresse 192.168.4.1 gelangt man dann zum Konfigurationsmenü, das die Koppelung des Airgradient Open Air mit dem heimischen WLAN-Netz ermöglicht, wobei das Gerät nur 2,4-GHz-Netze unterstützt. Unter app.airgradient.com erfolgt dann die weitere Konfiguration (siehe auch Bildergalerie). Hierfür muss man allerdings ein Konto beim Hersteller anlegen.

Kann der Airgradient Open Air auch ohne Cloud verwendet werden?

Standardmäßig erfolgt die Konfiguration und der Betrieb des Airgradient Open Air per Browser mit der Cloud des Herstellers. Allerdings ist es auch möglich, das Gerät in Home Assistant (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht) zu integrieren (siehe Bildergalerie). Dabei werden die Messdaten ohne Umwege über die Hersteller-Cloud direkt vom Gerät erfasst.

Zeigt der Airgradient Open Air Messdaten direkt am Gerät an?

Anders als der Airgradient One, der über ein kleines 1,3-Zoll-OLED-Display an der Vorderseite Temperatur, Luftfeuchte, CO₂-Konzentration sowie Werte für Feinstaub (PM2.5), TVOC und Stickoxide (NOX) anzeigt, bietet die Outdoor-Variante Zugriff auf die gemessenen Werte nur über einen Browser (siehe Bildergalerie).

Über das Web-Interface oder den Integrationen für Home Assistant und Homey Pro stehen weitere Werte zur Verfügung. So misst der Airgradient Open Air auch die Feinstaubklassen PM10 und PM1.

Wie zuverlässig funktioniert der Airgradient Open Air in der Praxis?

Den Raumluftsenor Airgradient Open Air testen wir bereits seit einigen Monaten. Das Gerät hat bislang einwandfrei funktioniert. Voraussetzung ist natürlich, dass der Montageort vom WLAN abgedeckt ist. Die von den Sensoren erfolgten Messungen haben wir dabei mit unseren Luftgütesensoren Air Q, Awair Element und Airthings View Plus zunächst im Innenraum verglichen. Im Wesentlichen weichen die verschiedenen Geräte dabei kaum voneinander ab. Allerdings reagieren Air Q, Awair Element und Airgradient Open Air deutlich schneller auf Luftveränderungen. Beim Airthings View dauert es hingegen einige Minuten, bis der Anwender von einer veränderten CO₂- oder Feinstaubkonzentration erfährt.

Air Gradient Open Air: Web-Dashboard und Landkarte mit Messwerten

Gibt es eine Übersichtskarte, die Messwerte des Airgradient Open Air anzeigt?

Wer die Daten seines Airgradient Open Air für die Cloud des Herstellers freigibt, kann sein Gerät nach wenigen Minuten unter map.airgradient.com einsehen. Und nicht nur das. Dort findet man auch Messwerte von Geräten anderer Nutzer.

Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt Airgradient Open Air?

Mit der Firmware 3.1.1, die man noch manuell per Browser auf das Gerät flashen musste, funktioniert die Integration in Home Assistant und zukünftige Firmware-Updates erfolgen automatisch. Ausgeliefert wird der Airgradient Open Air inzwischen mit Firmware 3.14. Mittlerweile gibt es auch für Homey Pro eine Integration, sodass man den Airgradient Open Air unter diesen beiden Smart-Home-Plattformen auch für Automatisierungen nutzen kann. Das ist auch mit Open HAB möglich, allerdings ist diese Integration an die Cloud des Herstellers geknüpft, während Home Assistant und Homey Pro den Airgradient Open Air direkt über das lokale Netzwerk einbinden. Über die Installation einer ESP-Home-Firmware für den Airgradient Open Air, kann der Raumluftsensor auch mit anderen Smart-Home-Systemen gekoppelt werden.

Air Gradient Open Air: Mit Airdash erscheinen die Messwerte unter macOS in der Menüleiste

Zudem existiert mit Airdash noch eine Lösung für macOS, die Temperatur, Luftfeuchte, sowie CO₂- und Feinstaubkonzentration in der Menüleiste anzeigt. Allerdings basiert Airdash auf der Cloud des Herstellers.

Air Gradient One und Open Air: Integration in Home Assistant

Was kostet der Raumluftsensor Airgradient Open Air?

Der Luftgütesensor Airgradient Open Air (O-1PST) ist derzeit nur direkt beim Hersteller erhältlich. Die Lieferung erfolgt aus Thailand und kann bis zu drei Wochen dauern. Den Luftgütesensor gibt es als Bausatz für 125 Dollar und als fertiges Gerät für 190 Dollar, zuzüglich Lieferkosten in Höhe von 25 Dollar. Zoll wird bei der Einfuhr nicht fällig, allerdings muss man mit der Erhebung der Umsatzsteuer rechnen. Mit dem Code 10TYUFT10TS erhalten Besteller 10 Prozent Rabatt.

Im Vergleich zu anderen Outdoor-Luftgütesensoren ist der Airgradient Open Air sehr preiswert. Für den IQ Air Outdoor, der allerdings standardmäßig keinen CO₂-Sensor enthält, muss man mit 329 Euro deutlich mehr ausgeben.

Fazit

Airgradient liefert mit dem Open Air einen preiswerten Luftgütesensor für den Außenbereich, der neben Temperatur und Luftfeuchte noch CO₂, Feinstaub in den Klassen PM2.5, 1 und 10 sowie TVOCs und NOx erfasst. Dank der Integration in Home Assistant und Homey Pro können Anwender den Airgradient Open Air für Automatisierungen in Kombination mit anderen smarten Geräten wie Luftfeuchter und Luftreiniger verwenden, um so für ein gesundes Raumklima sorgen.

Im Test hat uns die Datenaufbereitung in der Cloud inklusive einer Landkarte mit Messwerten vieler anderer Air-Gradient-Nutzer besonders gut gefallen.

Für den Airgradient Open Air spricht außerdem der gute Support, der sich auch durch ein lebendiges Forum ausdrückt, in dem sich auch der Firmengründer engagiert. Zusätzlich berichtet das Unternehmen auf Youtube über aktuelle Firmware-Verbesserungen, wissenschaftliche Hintergründe sowie der internationalen Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen.

Raumluftsensor Airgradient One im Test

Der Open-Source-Raumluftsensor Airgradient One misst CO₂, Feinstaub, TVOCs und NOx. Das Gerät lässt sich in Home Assistant und Homey Pro integrieren und ist relativ preiswert.

VORTEILE

  • Reaktionsschnelle Anzeige von Luftveränderungen
  • Integrationen für Home Assistant und Homey Pro
  • Preiswerter Raumluftsensor
  • Open Source

NACHTEILE

  • keine App
  • relativ lange Lieferzeit wegen Versand aus Thailand

Der Open-Source-Raumluftsensor Airgradient One misst CO₂, Feinstaub, TVOCs und NOx. Das Gerät lässt sich in Home Assistant und Homey Pro integrieren und ist relativ preiswert.

Smarte Raumluftsensoren erkennen Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM), Stickoxide (NOX), flüchtige organischen Verbindungen (TVOC, Total Volatile Organic Compounds). Dazu messen einige Varianten die CO₂-Konzentration, sowie Temperatur und Luftfeuchte. Damit hat man nicht nur wichtige Luftschadstoffe im Blick, sondern kann anhand der Daten auch auf Gefahren durch Schimmelbildung aufgrund hoher Luftfeuchte reagieren, sowie für ein produktives Arbeitsklima (CO₂) durch rechtzeitiges Lüften sorgen.

Der Airgradient One ist ein Raumluftsensor, der diese Anforderungen erfüllt. Mehr noch: Firmengründer Achim Haug, ein früherer Siemens-Manager, hat das komplette Design des Geräts als Open Source veröffentlicht, sodass auch andere Organisationen preiswerte Luftqualitätsmessgeräte herstellen können. Airgradient spendet außerdem 1 Prozent ihres Umsatzes an eine gemeinnützige Organisation und fördert damit Umweltschutzprojekte.

Wie gut der Raumluftsensor Airgradient One (I-9PSL), den es als Bausatz für 138 Dollar und als fertiges Gerät für 195 Dollar gibt, in der Praxis funktioniert und wie er sich in Smart-Home-Systeme integrieren lässt, zeigt dieser Test.

Was ist im Lieferumfang enthalten?

Der Airgradient One steckt in einem quadratischen Gehäuse mit einer Seitenlänge von 13 cm und einer Tiefe von 3,5 cm. Mit einem Gewicht von 335 Gramm ist er nicht besonders schwer. Dank zweier Plastikclips, die man unten ans Gehäuse ansteckt, findet der Airgradient One sicheren Halt auf einem Regal oder Tisch. Dank Öffnungen an der Rückseite kann man den Raumluftsensor auch an einer Wand montieren. Im Lieferumfang ist zudem ein zwei Meter langes USB-A auf USB-C-Kabel die Stromversorgung des Geräts enthalten, ein Netzteil wird nicht mitgeliefert. Der Stecker ist abgewinkelt und passt damit perfekt in den entsprechenden USB-C-Port auf der Rückseite. Dort gibt es außerdem Kabelführungen, sodass das Kabel sauber nach unten geführt wird.

Wie wird der Airgradient One in Betrieb genommen?

Die Inbetriebnahme des Luftgütesensors Airgradient One erfolgt mit einem Browser. Hierfür ruft man das Assistent-gesteuerte Set-up unter der Adresse app.airgradient.com/onboarding/welcome auf. Sollte das nicht gelingen, verbindet man sich direkt zum Gerät, der unter airgradient-xxx im WLAN auftaucht. Über die IP-Adresse 192.168.4.1 gelangt man dann zum Konfigurationsmenü, das die Koppelung des Airgradient One mit dem heimischen WLAN-Netz ermöglicht. Unter app.airgradient.com erfolgt dann die weitere Konfiguration (siehe auch Bildergalerie). Hierfür muss man allerdings ein Konto beim Hersteller anlegen.

Kann der Airgradient One auch ohne Cloud verwendet werden?

Standardmäßig erfolgt die Konfiguration und der Betrieb des Airgradient One mit der Cloud des Herstellers. Allerdings ist es auch möglich, das Gerät lokal in Home Assistant (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht) zu integrieren (siehe Bildergalerie).

Zeigt der Airgradient One Messdaten direkt am Gerät an?

Der Airgradient One verfügt an der Vorderseite über ein kleines 1,3-Zoll-OLED-Display. Darauf zeigt der Raumluftsensor Temperatur, Luftfeuchte, CO₂-Konzentration sowie Werte für Feinstaub (PM2.5), TVOC und Stickoxide (NOX) an. Ansonsten signalisiert das Gerät mit einer LED-Leiste am oberen Rand des Gehäuses die CO₂- oder die Feinstaub-Konzentration. Je nach Konzentration leuchten die LEDs dabei in unterschiedlichen Farben auf (siehe auch Bildergalerie). Über die Web-Oberfläche oder unter Home Assistant können Anwender festlegen, ob die LED-Leiste die CO₂- oder die Feinstaub-Konzentration anzeigen soll. Es ist auch möglich, die Helligkeit zu regulieren und die LED-Leiste komplett abzuschalten.

Über das Web-Interface oder den Integrationen für Home Assistant und Homey Pro stehen weitere Werte zur Verfügung. So misst der Airgradient One auch die Feinstaubklassen PM10, PM1 und PM0.3.

Wie zuverlässig funktioniert der Airgradient One in der Praxis?

Den Raumluftsenor Airgradient One testen wir bereits seit einigen Monaten. Das Gerät hat bislang einwandfrei funktioniert. Die von den Sensoren erfolgten Messungen haben wir dabei mit unserem Air Q, dem aktuell leistungsfähigsten Raumluftsensor, sowie dem Airthings View verglichen. Im Wesentlichen weichen die verschiedenen Geräte dabei kaum voneinander ab. Allerdings reagieren Air Q als auch Airgradient One deutlich schneller auf Luftveränderungen. Beim Airthings View dauert es hingegen einige Minuten, bis der Anwender von einer veränderten CO₂- oder Feinstaub-Konzentration erfährt.

Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt Airgradient One?

Mit der Firmware 3.1.1, die man noch manuell per Browser auf das Gerät flashen musste, funktioniert die Integration in Home Assistant und zukünftige Firmware-Updates erfolgen automatisch. Ausgeliefert wird der Airgradient One inzwischen mit Firmware 3.14. Mittlerweile gibt es auch für Homey Pro eine Integration, sodass man den Airgradient One unter diesen beiden Smart-Home-Plattformen auch für Automatisierungen nutzen kann. Das ist auch mit Open HAB möglich, allerdings ist diese Integration an die Cloud des Herstellers geknüpft, während Home Assistant und Homey Pro den Airgradient One direkt über das lokale Netzwerk einbinden. Über die Installation einer ESP-Home-Firmware für den Airgradient One, kann der Raumluftsensor auch mit anderen Smart-Home-Systemen gekoppelt werden.

Home Assistant: Integration der Raumluftsensoren Air-Q, Air Gradient One, Awair Element und Airthings View Plus

Was kostet der Raumluftsensor Airgradient One?

Der Raumluftsensor Airgradient One (I-9PSL) ist derzeit nur direkt beim Hersteller erhältlich. Der Versand erfolgt aus Thailand. Bis das Gerät in Deutschland ankommt, können bis zu drei Wochen vergehen. Den Raumluftsensor gibt es als Bausatz für 138 Dollar und als fertiges Gerät für 195 Dollar, zuzüglich 25 Dollar für Versand. Zoll wird bei der Einfuhr nicht fällig, allerdings muss man mit der Erhebung der Umsatzsteuer rechnen. Mit dem Code „10TYUFT10TS“ erhalten Besteller 10 Prozent Rabatt.

Im Vergleich zur Konkurrenz sind das sehr faire Preise. Geräte wie der Airthings View, der Temperatur, Luftfeuchte, CO₂, PM2.5, PM1, VOC sowie Radon erfasst ist mit über 300 Euro deutlich teurer. Eine etwas günstigere, aber dafür auch nicht ganz so leistungsfähige Alternative ist der Raumluftsensor Awair Element. Dieser erfasst neben Temperatur und Luftfeuchte noch Feinstaub (PM2.5), CO₂ und VOCs und ist für aktuell 130 Euro erhältlich.

Fazit

Airgradient liefert mit dem One einen preiswerten Raumluftsensor, der neben Temperatur und Luftfeuchte noch CO₂, Feinstaub in den Klassen PM2.5, 1 und 10 sowie TVOCs und NOX erfasst. Dank der Integration in Home Assistant und Homey Pro können Anwender den Airgradient One für Automatisierungen in Kombination mit anderen smarten Geräten wie Luftfeuchter und Luftreiniger verwenden, um so für ein gesundes Raumklima sorgen.

Doch auch ohne diese Möglichkeit ist der Airgradient One ein sinnvolles Gerät, das Anwender nicht nur per Display über den aktuellen Status der Luftqualität informiert, sondern auch visuell über die am oberen Gehäuserand angebrachte LED-Leiste. Im Test funktioniert der Airgradient One bei uns seit Monaten zuverlässig, sodass wir ihn guten Gewissens empfehlen können.

Für den Airgradient One spricht außerdem der gute Support, der sich auch durch ein lebendiges Forum zeigt, in dem sich auch Firmengründer Achim Haug engagiert. Zusätzlich berichtet das Unternehmen auf Youtube über aktuelle Firmware-Verbesserungen, wissenschaftliche Hintergründe sowie der internationalen Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen.

Luftgütesensor Awair Element im Test: CO₂, VOC & PM2.5 im Blick

Der Luftgütesensor Awair Element ermittelt anhand seiner Sensoren die Luftqualität. Dank einer API lässt er sich einfach in Smart-Home-Zentralen integrieren und für Automatisierungen nutzen.

VORTEILE

  • Relativ günstig
  • Integration in Smart-Home-Systeme mit lokaler API
  • Informative und innovative LED-Anzeige

Der Luftgütesensor Awair Element ermittelt anhand seiner Sensoren die Luftqualität. Dank einer API lässt er sich einfach in Smart-Home-Zentralen integrieren und für Automatisierungen nutzen.

Der Luftgütesensor Awair Element bietet zwar nur fünf Sensoren, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂, flüchtig organische Verbindungen (TVOC) und Feinstaubpartikel (PM2.5) erfassen, doch dafür hat das Gerät ein besonderes Design und kostet nicht die Welt. Obendrein bietet es eine einfache Integration in Smart-Home-Zentralen wie Homey Pro und Home Assistant. Damit eignet sich Awair Element ideal für Automatisierungen mit anderen Smart-Home-Komponenten (Ratgeber). Dazu gehören etwa Luftreiniger (Bestenliste) oder Luftbe- und -entfeuchter (Ratgeber) sowie Klimageräte (Ratgeber). Zudem erfasst es die Messwerte ähnlich flott wie der Air-Q und übermittelt die Daten in Realzeit an die verbundenen Smart-Home-Zentralen.

Design und App?

Der Awair Element sieht auf den ersten Blick wie ein kleiner Lautsprecher aus. Doch statt Musik überträgt er den aktuellen Status der Luftqualität in Form von LED-Balken, die die Werte der einzelnen Sensoren repräsentieren. Aus diesen Einzelwerten berechnet die App einen Gesamtwert, der in Prozent die Luftqualität anzeigt. Der sogenannte Awair-Score erscheint neben den LED-Balken. Zudem repräsentiert eine farbige LED rechts oben den aktuellen Luftstatus. Erreicht der Awair-Score Werte zwischen 80 und 100 Prozent, leuchtet sie in Grün, zwischen 60 und 80 Prozent in Gelb, zwischen 40 und 60 Prozent in Orange, zwischen 20 und 40 Prozent in Rot und zwischen 0 und 20 Prozent in Violett. Die Daten werden alle 10 Sekunden aktualisiert. Anwender haben so die aktuelle Raumklimasituation im Blick.

Trotzdem lohnt auch ein Blick in die Awair-App, die nicht nur die aktuellen Werte der fünf Sensoren sowie den Awair-Score anzeigt, sondern auch Verlaufsgrafiken für die einzelnen Sensoren bietet. Allerdings zeigt die App die Verlaufsstatistiken nur tageweise und wochenweise an. Für einen größeren Betrachtungszeitraum kann man aber auf ein Smart-Home-System wie Home Assistant oder Homey Pro ausweichen (siehe auch Bildergalerie). Der im Gerät aktive Lüfter verursacht kaum Geräusche, sodass Awair Element auch im Schlafzimmer genutzt werden kann.

Außerdem informiert die App in englischer Sprache rund um das Thema Raumklima inklusive detaillierten Erklärungen zu einzelnen Schadstoffen. Anwender können mithilfe der App außerdem die LED-Anzeige konfigurieren. Statt der Standardansicht mit LED-Balken der einzelnen Sensorwerte und Awair-Score kann man auch den Wert eines einzelnen Sensors oder die Uhrzeit anzeigen lassen (Mehr dazu in der Bildergalerie).

Wie funktioniert die Smart-Home-Anbindung?

Die Smart-Home-Integration ist nicht nur per Cloud möglich, sondern auch per lokaler API. Diese muss man allerdings in der App aktivieren. Letztlich wird dadurch ein HTTP-Server auf dem Gerät aktiviert, sodass man auch per Browser auf Awair Element zugreifen kann (siehe auch Bildergalerie).

Preis

Regulär kostet der Luftgütesensor Awair Element 199 Euro. Aktuell gibt es leider kein günstigeres Angebot. Zum Prime Day oder zum Black Friday ist der Awair meist deutlich günstiger.

Fazit

Der Luftgütesensor Awair Element für 199 Euro ermittelt mithilfe von fünf Sensoren den aktuellen Status der Luftqualität. Die Sensordaten zeigt das Gerät an der Vorderseite in Form von LED-Balken sowie einen Gesamtwert in Prozent an. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch informativ. Überdies können Smart-Home-Anwender Awair Element ganz ohne Cloud über eine lokale API relativ einfach in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant und Homey Pro einbinden und so das Gerät für Automatisierungen verwenden.

Im Vergleich zum Testsieger ist Awair Element deutlich günstiger, bietet aber nur fünf Sensoren. Doch zur Beurteilung des Raumklimas und zur Steuerung von Luftreinigern respektive Luftbefeuchtern reichen die Daten völlig aus, sodass Awair Element unser Favorit in puncto Preis-Leistung ist.

Raumluftsensor Air-Q Radon im Test: Radon, VOC und Raumklima im Griff

Der Air-Q Radon misst radioaktives Gas und weitere Luftdaten wie VOC, Temperatur und Luftfeuchte. Wie gut das Gerät im Alltag funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE

  • schnelle Radon-Messung
  • LEDs informieren über Luftqualität
  • Tolle App mit übersichtlichen Grafiken und Erläuterungen zu den einzelnen Werten
  • Offene Architektur mit Integration in zahlreiche Smart-Home-Systeme

NACHTEILE

  • relativ teuer
  • sinnvoller Einsatz eines Radon-Messgeräts nur in bestimmten Regionen

Der Air-Q Radon misst radioaktives Gas und weitere Luftdaten wie VOC, Temperatur und Luftfeuchte. Wie gut das Gerät im Alltag funktioniert, zeigt der Test.

In Deutschland fordert Radon jährlich mehr Todesopfer als der Straßenverkehr, wobei die Radon-Belastung unterschiedlich verteilt ist. Das unsichtbare, radioaktive Gas entweicht aus dem Boden oder Baumaterialien und kann sich in Innenräumen anreichern, was langfristig das Lungenkrebsrisiko erhöht. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt über sechs Prozent der Lungenkrebstodesfälle auf zu hohe Radon-Belastung zurück – etwa 2.800 Tote pro Jahr.

In Deutschland gibt es je nach Region teils große Unterschiede bei der Radon-Konzentration.

Regelmäßiges Lüften hilft, die Belastung zu reduzieren, ebenso wie Luftreiniger. Doch um die tatsächliche Konzentration zu kennen, sind spezielle Messgeräte wie der FT Lab Radon Eye RD200 (Testbericht). Der Radon-Messer überzeugt zwar durch eine zuverlässige und zügige Messung, bietet aber keine Integration in Smart-Home-Systeme, und aus der Ferne kann man die Daten auch nicht abrufen. Letztere Möglichkeiten bieten etwa der Airthings View Plus (Testbericht) oder der Air-Q Radon. Anders als beim Airthings erfolgt die Radon-Messung beim Air-Q aber deutlich zügiger. Während der Airthings pro Stunde einen Radon-Durchschschnittswert ermittelt, liefert der Air-Q Daten innerhalb weniger Sekunden.

Im Test zeigt sich, was der Air-Q Radon neben der reinen Radon-Messung noch leisten kann und wie er sich im Praxiseinsatz schlägt.

Design und App

Aufgrund der für die Radon-Messung erforderlichen Messkammer fällt der Air-Q Radon mit den Abmessungen 10,50 × 10,50 × 14,50 cm gegenüber dem Air-Q Pro mit 13,50 × 4,90 × 11,80 cm relativ voluminös aus. Mit Strom wird das Gerät über ein drei Meter langes USB-A-auf-USB-C-Kabel versorgt, wobei der USB-A-Anschluss an das mitgelieferte USB-Netzteil und der USB-C-Stecker mit dem Anschluss an der Unterseite des Geräts verbunden wird.

Wie der Air-Q signalisiert auch der Radon die Luftqualität über zwei LED-Anzeigen an der Vorderseite des Gehäuses. Sie verlaufen senkrecht und erreichen mit neun einzelnen LEDs eine Länge von etwa 6 cm. Was dort signalisiert wird, können Anwender in der Air-Q-App, die auch für Tablets optimiert ist, einstellen. Dabei stehen die errechneten Indexe für Gesundheit, Schimmelfrei und Leistung wie auch Einzelwerte wie Radon oder Feuchtigkeit zur Auswahl. Die Air-Q-App erläutert, was das Leuchten der einzelnen LEDs bedeutet. Hat man Radon eingestellt, leuchten sämtliche LEDs in hellgrün, wenn die Radonkonzentration weniger als 30 Bq/m³ beträgt. Sind alle LEDs rot, entspricht dies einer Radonkonzentration von 560 Bq/m³. Die Zwischenabstufung in Orange zeigt 30 BQ/m³ je LED an. Man sieht also auf den ersten Blick, ohne die App bemühen zu müssen, wie gut die aktuelle Raumluftqualität ist.

Die Air-Q-App überzeugt nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung der gemessenen Sensorwerte, sondern auch mit detaillierten Erläuterungen.

Die Air-Q-App zeigt die Werte der einzelnen Sensoren in übersichtlichen Grafiken an. Wer eine Auswertung am Desktop wünscht, kann dies über die Registrierung des Geräts in der Air-Q-Cloud, die man in den Cloud-Einstellungen der App aktiviert, realisieren. Damit gelingt auch eine Fernabfrage des Geräts. Unter my.air-q.com kann man nach der Registrierung die Werte des Air-Q Radon auch am Desktop abrufen.

Der Air-Q Radon bietet auch eine Push-Funktion, die man in der App aktivieren kann. Dann erhält man entsprechende Warnmeldungen, wenn Grenzwerte überschritten werden.

Wie genau sind die Messwerte?

Die vom Air-Q ermittelten Werte haben wir mit anderen Raumluftsensoren wie dem FT Lab Radon Eye RD200 (Testbericht), Airthings View Plus (Testbericht) verglichen. Dabei zeigt sich, dass Radon Eye RD200 und Air-Q-Radon eine ähnlich hohe Radonkonzentration erfassen, der Air-Q-Radon aber bereits nach knapp zwei Sekunden auf veränderte Werte reagiert, während der Radon Eye RD200 diese erst nach 10 Minuten liefert. Am langsamsten geht der Airthings View Plus zu Werke, der nur stündlich Durchschnittswerte anzeigt. Zudem liegen diese etwas unterhalb der von Radon Eye RD200 und Air-Q Radon ermittelten Radonkonzentration.

Die Werte der anderen Sensoren wie Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck entsprechen in etwa denen, die wir auch beim Airthings View Plus oder anderen Raumluftsensoren wie Awair Element (Testbericht) erhalten. Außerdem lassen sich die Sensoren auch kalibrieren, sodass man diese mit anderen Messgeräten abgleichen kann.

Wie gut ist die Smart-Home-Integration?

Unter Home Assistant steht eine Integration für den Air-Q Radon zur Verfügung, sodass man die Werte des Geräts auch für Automatisierungen nutzen kann. Auch lassen sich damit Benachrichtigungen auch in Form von E-Mails versenden und nicht nur Push-Nachrichten, wie sie die Air-Q-App bereitstellt.

Dank einer Integration für Home Assistant steht der Air-Q Radon auch unter dem beliebten Smart-Home-System für Automatisierungen zur Verfügung. Mittels Dashboards lassen sich Daten bequem auswerten.

Eine Auswertung der Daten kann standardmäßig mit der in Home Assistant integrierten Historien-Funktion erfolgen. Alternativ bieten sich auch interaktive Dashboards, etwa auf Basis von Plotly Graph Card.

Neben Home Assistant unterstützt der Air-Q Radon auch eine einfache Einbindung in Homey Pro und Iobroker. Etwas schwieriger ist der Anschluss an Homematic. Eine Unterstützung für Matter ist angekündigt, steht aber noch nicht zur Verfügung.

Preis

Der Air-Q Radon kostet in der Standardausführung mit fünf Sensoren für Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck 369 Euro. Dieses Modell kann nicht mit zusätzlichen Sensoren erweitert werden. Wer mehr Sensoren benötigt, greift zum Air-Q Radon Science, der in der Grundausstattung 500 Euro kostet und mit bis zu elf Sensoren (Radon, VOC, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO₂, Feinstaub PM1, PM2.5, PM4, PM10, Partikelgröße) für 659 Euro angeboten wird. Die Science-Varianten richten sich an Wissenschaftler und Entwickler, die über die lokale API das Gerät für ihre Bedürfnisse konfigurieren können. Eine entsprechende Dokumentation steht auf parat.

Die folgende Tabelle zeigt alle Air-Q-Varianten.

Fazit

Ein Radon-Messgerät ist angesichts der großen Gesundheitsgefahren eine sinnvolle Investition. Allerdings kommt es darauf an, wo man wohnt. Die Karte des Bundesamtes für Strahlenschutz bietet einen detaillierten Überblick. Wohnt man in einem der stark belasteten Gebiete, ist der Air-Q Radon ein nützlicher Begleiter. Gegenüber dem Mitbewerb zeichnet sich das von der Corant GmbH aus Leipzig entwickelte Gerät durch eine Radon-Messung innerhalb von wenigen Sekunden aus, während andere Geräte dafür 10 Minuten oder eine Stunde benötigen. So kann man auf einen Anstieg der Radonkonzentration schneller reagieren. Zudem bietet es eine offene Architektur und unterstützt zahlreiche Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant, sodass man den Air-Q Radon, der in der Standardausführung für 369 Euro Euro erhältlich ist, auch für Automatisierungen und zur bequemen Datenauswertung ganz ohne Cloud am Desktop nutzen kann.

Preis-Leistungs-Sieger

Switchbot Meter Pro CO₂

Switchbot Meter Pro CO₂ im Test: Günstiges CO₂-Messgerät mit Hygrometer

Neben Kohlendioxid erfasst der Switchbot Meter Pro CO₂ außerdem Temperatur und Luftfeuchte. Sein Display informiert auch über das kommende Wettergeschehen. Was der smarte Raumluftsensor sonst noch kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Günstigster smarter CO₂-Melder
  • Kompatibel zu vielen Smart-Home-Systemen
  • Batteriebetrieb

NACHTEILE

  • LC-Display schlecht ablesbar
  • Mit USB-C-Stromversorgung schlecht aufstellbar

Neben Kohlendioxid erfasst der Switchbot Meter Pro CO₂ außerdem Temperatur und Luftfeuchte. Sein Display informiert auch über das kommende Wettergeschehen. Was der smarte Raumluftsensor sonst noch kann, zeigt der Test.

Switchbot bietet mit dem Meter Pro CO₂ einen Raumluftsensor, der mithilfe eines Sensors der Schweizer Firma Sensirion Kohlendioxid erfasst. Sensirion-Sensoren gelten in der Branche als sehr zuverlässig und genau. Zudem integriert das Gerät ein Hygrometer und misst somit auch Temperatur und Luftfeuchte. Die gemessenen Werte zeigt das Gerät auf seinem 3,6 Zoll großen LC-Display, inklusive Wettervorhersage, Datum und Uhrzeit, an.

Mit einem Preis von aktuell rund 52 Euro ist der Switchbot Meter Pro CO₂ nicht nur einer der günstigsten CO₂-Melder am Markt, er lässt sich außerdem in Smart-Home-System einbinden, sodass Anwender mit Automatisierungen in Kombination mit anderen Komponenten ein produktives und gesundes Raumklima schaffen können. Wie das genau funktioniert und was das Gerät sonst noch zu bieten hat, zeigt unser Test.

Funktionen, Lieferumfang & Design

Der Switchbot Meter Pro CO₂ kann mit zwei AA-Batterien (im Lieferumfang enthalten) betrieben werden, die eine Laufzeit von bis zu 500 Tagen bieten sollen. Das Gerät bietet aber auch einen USB-C-Port zum Anschluss eines USB-Netzteils. Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten, dafür aber ein etwa USB-A-auf-C-Flachbandkabel. Das fällt aber mit einer Länge von circa 90 cm recht kurz aus, sodass man, wenn die nächste Steckdose weiter entfernt ist, ein längeres Kabel benötigt. Da allerdings der USB-C-Anschluss am Gerät recht knapp bemessen ist, sollte man auf ein Kabel mit einem kurzen USB-C-Stecker setzen. Ansonsten drückt das Kabel das 227 Gramm leichte und 92 × 79 × 25 mm große Gerät nach oben, sodass die abklappbare Standhalterung nicht genügend Stabilität bietet (siehe auch Bildergalerie). Statt den Switchbot Meter Pro CO₂ aufzustellen, kann man ihn dank einer Befestigungsmöglichkeit an der Rückseite auch an einer Wand aufhängen.

Das 3,6 Zoll große LC-Display ist bei guter Beleuchtung leicht ablesbar. Allerdings bietet es keine Hintergrundbeleuchtung, sodass man es etwa abends im Wohnzimmer mit geringer Helligkeit nur noch schwer ablesen kann (siehe Bildergalerie).

Wie häufig aktualisiert der Switchbot Meter Pro CO₂ die Sensorwerte?

Im Batteriebetrieb beträgt das Aktualisierungsintervall für den CO₂-Sensor 30 Minuten und mit USB-C-Stromversorgung standardmäßig eine Minute. Dieses Intervall können Anwender auf bis zu eine Sekunde verkürzen. Dann besteht allerdings die Gefahr, dass sich das Gerät erwärmt und somit die gemessenen Temperaturwerte ungenau ausfallen können. Falls das passiert, können Anwender die Temperatur mit der Switchbot-App kalibrieren.

Konfiguration des Switchbot Meter Pro CO₂

Mit der Switchbot-App kann man das Gerät umfassend konfigurieren. So lassen sich Warnbedingungen Temperatur, Luftfeuchte, CO₂ und weitere wie Taupunkt definieren, bei denen das Gerät eine Push-Nachricht oder auch am Display visuell oder akustisch warnt.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Wie nahezu alle Switchbot-Geräte funkt auch der Meter Pro CO₂ mit Bluetooth. Damit kann man das Gerät allerdings nur mit der Switchbot-App verbinden und lokal steuern. Für die Integration in ein Smart-Home-System (Bestenliste) wie Homey Pro (Testbericht) oder Home Assistant (Testbericht) ist daher ein Switchbot-Hub nötig. Auch wenn man von unterwegs auf die Daten des Geräts zugreifen möchte, wird ein Hub benötigt. Dieser bietet noch weitere Vorteile. So kann man etwa ein Switchbot-Außenthermometer mit dem Meter Pro CO₂ verbinden, sodass die Außentemperatur auf dessen Bildschirm angezeigt wird.

Da der Switchbot-Hub auch kompatibel zu Matter ist, kann über diesen das Gerät auch mit anderen Smart-Home-Systemen gekoppelt werden, die anders als Homey Pro und Home Assistant keine direkte Integration von Switchbot-Geräten erlauben. Allerdings werden auf diesem Weg nur die Daten von Temperatur- und Luftfeuchte-Sensor weitergereicht. Auf CO₂-Werte muss man derzeit über Matter noch verzichten.

Preis

Regulär kostet der Switchbot Meter Pro CO₂ 80 Euro. Aktuell ist das Gerät aber bereits für rund 56 Euro im Angebot. Wer das Bluetooth-Gerät nicht nur lokal ansteuern oder in Smart-Home-Systeme integrieren möchte, benötigt einen Switchbot Hub wie den Hub mini für 30 Euro. Mit 85 Euro ist das Set mit Hub, Meter Pro CO₂ und Outdoor-Thermostat sogar etwas günstiger.

Fazit

Wer die Schimmelgefahr um Auge behalten oder einen dezenten Hinweis fürs rechtzeitige Lüften erhalten möchte, um ein produktives und gesundes Raumklima zu gewährleisten, benötigt ein Hygrometer mit CO₂-Sensor. Genau das bietet der Switchbot Meter Pro CO₂. Und das zu einem derzeit unschlagbaren Preis von nur 56 Euro. In Verbindung mit der ausgezeichneten App können Anwender eigene Schwellenwerte für die verschiedenen Sensoren definieren, sodass sie vom Gerät akustisch oder visuell sowie per Push über nicht mehr optimale Werte gewarnt werden.

Wer darüber hinaus das Raumklima in Verbindung mit anderen smarten Geräten wie Luftbe- und enfeuchter automatisieren möchte, kann den Switchbot Meter Pro CO₂ mithilfe eines Hubs auch in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant und Homey Pro integrieren. Weniger gut haben uns hingegen das bei ungünstigen Lichtbedingungen nur schwer ablesbare LC-Display gefallen. Und auch die Stromversorgung per USB-C-Kabel ist nicht ganz optimal gelungen. Aber alles in allem ist der Switchbot Meter Pro CO₂ ein hervorragendes Gerät, das nicht nur durch einen attraktiven Preis, sondern auch durch die gebotenen Leistungen überzeugt.

Nedis Luftqualitätsmonitor: Günstiges CO₂-Messgerät mit Hygrometer im Test

Neben CO₂ erfasst der smarte Raumluftsensor von Nedis außerdem Temperatur und Luftfeuchte. Der Test zeigt, wie gut er in der Praxis funktioniert.

VORTEILE

  • Preiswerter CO₂-Melder mit präzisen Messwerten
  • Kompatibel mit der Tuya-Plattform und anderen Systemen wie Home Assistant
  • Batteriebetrieb

NACHTEILE

  • Display zeigt nur CO₂ oder Temperatur und Luftfeuchte an
  • Kein Bluetooth für lokale Ansteuerung
  • Bildschirm im Batteriebetrieb größtenteils deaktiviert

Neben CO₂ erfasst der smarte Raumluftsensor von Nedis außerdem Temperatur und Luftfeuchte. Der Test zeigt, wie gut er in der Praxis funktioniert.

Nedis bietet mit dem Smart Life Luftqualitätsmonitor einen smarten Raumluftsensor mit einem 4 Zoll (10 cm) großen berührungsempfindlichen Bildschirm, der aktuelle Luftdaten wie CO₂, Temperatur und Luftfeuchte anzeigt. Das Gerät wird über die Tuya-App per WLAN gesteuert und kann auch in Home Assistant für Automatisierungen in Kombination mit anderen Geräten verwendet werden.

Mit einem Preis von aktuell rund 72 Euro gehört der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor zu den günstigeren smarten CO₂-Melder. Doch sind die ermittelten Werte auch genau? Diese und andere Fragen beantwortet unser Testbericht.

Der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor misst CO₂, Temperatur und Luftfeuchte. Leider zeigt das Display die Werte nicht gleichzeitig an. Im Batteriebetrieb ist der Bildschirm die meiste Zeit deaktiviert.

Funktionen, Lieferumfang & Design

Der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor bietet ein schwarzes LED-Display mit abgerundeten Ecken und einem Durchmesser von 10 cm. Das weiße Gehäuse verjüngt sich nach hinten, sodass man die Tiefe von etwa drei Zentimetern kaum bemerkt. An den Seiten bietet es Lufteinlässe und hinten zwei Halterungsmöglichkeiten, mit denen man das Gerät mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln an einer Wand montieren kann. Alternativ kann daran auch ein im Lieferumfang befindlicher Ständer montiert werden, sodass man das CO₂-Messgerät mit Hygrometer auf eine ebene Fläche wie einem Regal stellen kann.

An der rechten Seite befindet sich im unteren Bereich eine USB-C-Buchse, über die das Gerät mit dem mitgelieferten Netzteil und Kabel mit Strom versorgt wird. Außerdem bietet es noch eine aufladbare Pufferbatterie, die aber nur eine Betriebszeit von 5 Stunden gewährleistet.

Die Anzeige von CO₂-Werten erfolgt über in weiß hintergrundbeleuchtete und 1,5 cm hohen Ziffern. Zusätzlich zur CO₂-Anzeige in ppm wird außerdem die aktuelle Uhrzeit dargestellt. Aufgrund der hintergrundbeleuchteten Ziffern sind die Daten gut ablesbar, obwohl das Display stark spiegelt. Die Luftqualität wird über einen 12 mm breiten farbigen LED-Streifen im oberen Display-Bereich signalisiert. Liegt die CO₂-Konzentration zwischen 400 und 1000 ppm, leuchtet dieser in Grün, zwischen 1000 und 2000 ppm in Gelb, darüber in Rot. Wird letzterer Grenzwert überschritten, ertönt für etwa 30 Sekunden ein sich wiederholender, lauter Piepton. Die Alarmfunktion kann man über das Lautsprechersymbol deaktivieren.

Wie häufig aktualisiert der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor die Sensorwerte und wie genau sind diese?

Die Sensoren reagieren nach wenigen Sekunden auf veränderte Luftwerte, egal ob das Gerät mit Batterien oder per USB-Ladegerät mit Energie versorgt wird. Im Batteriebetrieb schaltet sich allerdings der Bildschirm nach wenigen Sekunden aus. Steigt die CO₂-Konzentration über 2000 ppm, schaltet er sich automatisch ein. Ansonsten bleibt er ausgeschaltet, kann aber manuell über das Einschaltsymbol am unteren Display-Rand aktiviert werden.

Der Nedis Smart Life liefert ähnlich exakte Werte wie der Switchbot Meter Pro CO₂.

Konfiguration des Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor

Der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor kann über WLAN mit der App Nedis Smart Life oder auch mit der Tuya-App gesteuert werden. Standardmäßig informiert die App, wenn die CO₂-Konzentration über 2000 ppm steigt. Über die Option Szene können Anwender Automatisierungen erstellen und eigene Grenzwerte für eine Benachrichtigung definieren. Automatisierungen in Kombination mit anderen Tuya-Geräten sind ebenfalls möglich, um etwa eine Tuya-kompatible Lampe oder einen Luftentfeuchter einzuschalten, wenn ein bestimmter Grenzwert überschritten wird.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor ist standardmäßig kompatibel zu der Tuya-App. Die Tuya-Plattform bietet Unterstützung für Tausende Geräte. Eine Anbindung über die Tuya-Cloud in andere Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Homey Pro (Testbericht) oder Home Assistant (Testbericht) ist ebenfalls möglich. Somit ist man nicht auf die Tuya-App begrenzt, sondern kann den Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor für Automatisierungen mit nicht zur Tuya-Welt kompatiblen Geräten verwenden.

Preis

Regulär kostet der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor (WFISA20CBK) 83 Euro. Aktuell ist das Gerät aber bereits für rund 51 Euro im Angebot.

Fazit

Wer einen dezenten Hinweis fürs rechtzeitige Lüften erhalten möchte, um ein produktives und gesundes Raumklima zu gewährleisten oder die Schimmelgefahr im Auge behalten will, benötigt ein Hygrometer mit CO₂-Sensor. Genau das bietet der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor für relativ günstige 72 Euro.

Leider zeigt sein leicht ablesbarer Bildschirm die CO₂-Konzentration alleine an, zur Anzeige von Temperatur und Luftfeuchte muss man die Anzeige manuell umschalten. Wer alle drei Werte auf einen Blick sehen möchte, muss zu einem anderen Raumluftsensor greifen, etwa dem Switchbot Meter Pro CO₂ (Testbericht), der wie der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor mit einem Preis von aktuell 66 Euro ähnlich günstig ist. Manchmal ist der Switchbot sogar für unter 50 Euro im Angebot.

In puncto Smart-Home-Anbindung steht der Nedis dem Switchbot hingegen in nichts nach. Beide Lösungen sind eine gute Wahl, wenn Automatisierungen in einem Smart Home gewünscht sind und man etwa das Raumklima in Verbindung mit anderen smarten Geräten wie Luftbe- und enfeuchter automatisieren möchte. Auch was die Messgenauigkeit anbelangt, weiß der Nedis Smart Life Luftqualitätsmonitor zu überzeugen und unterscheidet sich praktisch nicht von anderen präzisen CO₂-Messgeräten wie dem Switchbot Meter Pro CO₂ (Testbericht) oder dem Awair Element (Testbericht).

Raumluftsensor Tuya Smart Air Quality Monitor im Test: CO₂, TVOC und Feinstaub

Tuya Smart Air Quality Monitor erfasst mithilfe von sechs Sensoren die Luftqualität und erlaubt Automatisierungen in Kombination mit anderen Tuya-Komponenten.

VORTEILE

  • Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂, TVOC, PM2.5 und PM1.0
  • Relativ preiswert
  • Kompatibel zur Tuya-Plattform

NACHTEILE

  • Nur über China-Shop erhältlich

Tuya Smart Air Quality Monitor erfasst mithilfe von sechs Sensoren die Luftqualität und erlaubt Automatisierungen in Kombination mit anderen Tuya-Komponenten.

Der Tuya Smart Air Quality Monitor erfasst neben Temperatur und Feuchtigkeit noch die Konzentration von CO₂, TVOC sowie die Feinstaubpartikel PM2.5 und PM1.0. Die entsprechenden Werte zeigt der Raumluftsensor auf einem relativ großen Display mit einer Diagonale von etwa 16,5 Zentimeter, wobei für TVOC das unübliche Format mg/m³ statt ppm gewählt wurde. Die Hintergrundbeleuchtung können Anwender ausschalten oder auf Stufe 1 (mittel) oder Stufe 2 (hell) stellen.

Als Feinstaub-Grenzwerte sind in der Tuya-App die Werte 10 und 20 µg/m³ voreingestellt. Diese können nicht geändert werden. Allerdings kann man in der App eigene Routinen erstellen und Werte für personalisierte Alarme definieren. An der Rückseite bietet das Gerät Relais-Anschlüsse, die mit den jeweiligen Sensoren gekoppelt sind und zur Steuerung externer Geräte verwendet werden können. Letzteres empfiehlt der Hersteller allerdings nur für Fachpersonal oder Ingenieure.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Wer viele Tuya-Smart-Home-Komponenten verwendet, kann das Gerät für Automatisierungen in Kombination mit anderen Produkten dieser Plattform einsetzen.

Wie genau sind die Messwerte?

Die Messwerte des Tuya Smart Air Quality Monitor entsprechen denen von anderen qualitativ hochwertigen Geräten wie Awair Element oder Air-Q Pro und geben keinen Anlass zu Kritik.

Preis

Das Gerät wird von Banggood (Ratgeber China-Shops) zu einem Preis von etwa 110 Euro vertrieben. Bei hiesigen Händlern ist das Gerät leider nicht erhältlich.

Fazit

Der Tuya Smart Air Quality Monitor misst die Luftqualität anhand von sechs Sensoren. Im Test hat der Raumluftsensor tadellos funktioniert und mit genauen Messwerten überzeugt. Damit haben Anwender nicht nur die Schimmelgefahr im Blick, sondern auch die Feinstaub- und CO₂-Belastung. In Kombination mit anderen Tuya-Produkten wie dem Morento-Luftreiniger (Testbericht) oder kompatiblen Luftbe- und entfeuchter sowie Klimaanlagen können Anwender mithilfe des Tuya Smart Air Quality Monitor ihr Raumklima smart steuern (Ratgeber). Leider ist der relativ günstige Tuya-Raumluftsensor nur über einen chinesischen Online-Shop erhältlich. Was man dabei beachten muss, zeigen wir im Ratgeber Rückgabe, Service & Rechte: Ist Einkaufen bei Aliexpress, Temu & Co. seriös?.

Netatmo Smarter Raumluftsensor im Test

Der smarte Raumluftsensor von Netatmo erfasst neben CO₂, Temperatur und Luftfeuchte noch Lärm. Außerdem ist er kompatibel mit Apple Home und Home Assistant.

VORTEILE

  • Kompatibel mit Apple Homekit, Home Assistant und Homey Pro
  • CO₂-Sensor

NACHTEILE

  • Messwerte werden nur alle 5 Minuten aktualisiert
  • Cloud-Konto erforderlich
  • kein Feinstaubsensor

Der smarte Raumluftsensor von Netatmo erfasst neben CO₂, Temperatur und Luftfeuchte noch Lärm. Außerdem ist er kompatibel mit Apple Home und Home Assistant.

Mit dem Netatmo Raumluftsensor, den manche Händler auch unter der Bezeichnung Healthy Home Coach führen, hat man die CO₂-Belastung sowie dank Thermometer und Luftfeuchte auch die Schimmelgefahr im Blick. Zudem misst das Gerät noch den Schallpegel.

Aussehen und App

Mit Strom wird der Netatmo-Raumluftsensor über ein Netzteil versorgt. Ein Betrieb über Batterien wie beim Airthings View Plus unterstützt das Gerät nicht. Die kupferfarbene Röhre mit den Maßen von 45 × 155 Millimetern von Netatmo erfasst neben der Luftfeuchtigkeit auch die Temperatur, den CO₂-Gehalt der Raumluft und als Besonderheit die Lautstärke. Diese Daten werden in der App des Herstellers angezeigt. Hierfür ist ein Konto erforderlich. Ein Display bietet der Netatmo-Raumluftsensor hingegen nicht, dafür informiert eine LED-Leiste über die Qualität der Raumluft, allerdings nur, wenn man das Touchfeld an der Oberseite des Gehäuses berührt.

Die App versendet Warnungen, wenn die vom Hersteller eingegebenen Grenzwerte überschritten werden und gibt Tipps zur Verbesserung des Raumklimas. Sie bietet auch eine Verlaufsansicht, die allerdings nur Werte der letzten 21 Stunden umfasst.

Bei Bedarf informiert die App per Push-Benachrichtigung über verschiedene Ereignisse. Dafür stehen Vorlagen zur Verfügung – etwa CO₂ höher als 1000 ppm –, aber auch eigene Regeln können Anwender erstellen. Allerdings berücksichtigen diese nur einen Auslöser, eine Kombination wie „Wenn Temperatur unter 20 °C und Luftfeuchtigkeit über 80 Prozent“ ist somit nicht möglich.

Netatmo: Integration für Home Assistant (Geräteseite)

Wie gut lässt sich der Netatmo Raumluftsensor ins Smart Home integrieren?

Der Netatmo-Raumluftsensor ist kompatibel zu Apple Home, Home Assistant und Homey Pro, sodass das Gerät für Automatisierungen zur Verfügung steht. Die Integration ist allerdings abhängig von der Netatmo-Cloud. Eine API für eine lokale Steuerung gibt es nicht.

Netatmo: Integration für Home Assistant (Automatisierung)

Wie genau sind die Messwerte?

Die Messwerte des Netatmo-Raumluftsensors sind plausibel. Im Vergleich zum Testsieger Air-Q Pro oder zum Awair Element zeigen sich keine nennenswerten Abweichungen.

Was kostet der Netatmo-Raumluftsensor?

Der smarte Raumluftsensor von Netatmo kostet regulär knapp 100 Euro. Aktuell wird das Gerät für 70 Euro angeboten und zählt damit zu den günstigsten CO₂-Meldern. Auch die Netatmo Wetterstation (Testbericht) mit Innenmodul für aktuell 110 Euro informiert über Luftfeuchtigkeit, Temperatur und CO₂-Gehalt.

Fazit

Der Netatmo-Raumluftsensor für aktuell 88 Euro misst CO₂, Temperatur, Luftfeuchte und Schallpegel. Mit diesen Daten können Anwender das Lüften von Räumen optimieren und haben die Schimmelgefahr im Blick. Positiv ist auch, dass das Gerät kompatibel mit einigen Smart-Home-Systemen ist, sodass man es für Automatisierungen verwenden kann.

Weniger gut gefallen uns, dass der smarte Raumluftsensor die Luftqualität nicht dauerhaft an seiner LED-Leiste anzeigt sowie das recht lange Aktualisierungsintervall von fünf Minuten. Wer darüber hinaus noch die Feinstaubbelastung im Blick haben möchte, muss zu einer leistungsfähigeren Alternative greifen.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Air Quality Detector MT29

FT Labs Radon Eye RD200

AGT ZX5160-944



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Künstliche Intelligenz

Amazon, Google und Microsoft stärken Anthropic den Rücken


Nachdem Produkte von Anthropic für Anwendungen im Feld von nationaler Sicherheit und Militär durch das Pentagon als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft wurden, stärken Amazon, Google und Microsoft dem KI-Startup den Rücken. Die Unternehmen betonten unabhängig voneinander, ihre Kunden könnten Claude und andere Tools von Anthropic weiterhin mit den Werkzeugen von Google und Microsoft verwenden.

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Dies berichtet CNBC unter Berufung auf Aussagen von Sprechern der beiden Unternehmen. Zuerst hatte sich Microsoft „nach einer Prüfung durch unsere Anwälte“ am Donnerstag für einen Verbleib von Anthropic-Zugängen über seine Angebote ausgesprochen. Das gelte für alle Microsoft-Kunden außer dem Pentagon. Am Freitag folgte dann Google, das „für nicht-militärische“ Projekte ebenfalls Claude und Co. über seine Cloud-Dienste anbieten will. Ebenso will auch Amazon verfahren.

Das US-Verteidigungsministerium hatte am Freitag die Produkte von Anthropic offiziell als „Supply-Chain-Risk“ eingestuft. Das war zuvor nur für ausländische Unternehmen wie Huawei erfolgt. Vorausgegangen war ein lange eskalierter Streit um den Einsatz von Anthropic-Tools durch das Pentagon. Das Softwareunternehmen wollte Massenüberwachung von US-Bürgern und autonome Waffensysteme mit seinen Produkten von der Nutzung durch das Militär ausschließen. Darauf wollte sich das Ministerium nicht einlassen, und setzte Anthropic ein Ultimatum, das am Freitag ablief. Andere Anbieter, wie OpenAI und xAI hatten Medienberichten zufolge weniger Bedenken.

Der aktuellen Regelung zufolge gilt der Bann nur für das Verteidigungsministerium, nicht für sämtliche staatlichen Auftraggeber. Wohl auch deswegen haben sich Amazon, Google und Microsoft nun bemüht, ihre Kunden zu beruhigen – zahlreiche Projekte, auch für öffentliche Stellen, dürften bereits mit Claude entwickelt werden. Nicht nur Anthropic, auch den drei Tech-Riesen drohen hohe Verluste, wenn die Kunden nun die Plattformen wechseln würden. Anthropic seinerseits will die Einstufung als Sicherheitsrisiko rechtlich anfechten.

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Künstliche Intelligenz

Proton: Nutzeridentifizierung durchs FBI bringt Schweizer Datenschutz ins Wanken


Der verschlüsselte E-Mail-Dienst Proton aus der Schweiz steht erneut im Zentrum einer Debatte über Anonymität und staatliche Zugriffe. Dem FBI sei es gelungen, die Identität einer Person hinter einem vermeintlich anonymen Konto aufzudecken, berichtet 404 Media. Betroffen ist demnach ein Account der Protestbewegung „Stop Cop City“, die auch als „Defend the Atlanta Forest“ bekannt ist. Die Aktivisten nutzten die Adresse als offiziellen Kontakt für ihren Blog und soziale Medien.

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Proton wirbt offensiv mit Privatsphäre und dem Standort Schweiz. Doch der Fall illustriert, welche Realitäten der internationalen Strafverfolgung dem entgegenstehen. Der Fluss der Daten führte laut dem Bericht über den offiziellen Dienstweg der internationalen Rechtshilfe. Die US-Behörden stellten ein Ersuchen an die Schweiz, basierend auf einem Staatsvertrag zur Rechtshilfe in Strafsachen von 1973. Da es sich bei dem fraglichen Konto um einen kostenpflichtigen Account handelte, konnte und musste Proton auf richterliche Anordnung hin Zahlungsdaten herausgeben.

Diese Informationen, die bei der Nutzung von Kreditkarten zwangsläufig anfallen, ermöglichten es dem FBI schließlich, den Inhaber des Kontos zu identifizieren. Proton-Kommunikationschef Edward Shone betont nun, die Firma habe keine Daten direkt an das FBI übermittelt. Sie habe lediglich auf rechtsverbindliche Anordnungen der Schweizer Justiz reagiert. Für die betroffene Person macht diese juristische Nuance in der Konsequenz freilich keinen Unterschied.

Proton rechtfertigt die Kooperation etwa mit dem Verweis auf schwere Straftaten wie den Beschuss eines Polizeibeamten und den Einsatz von Sprengvorrichtungen. Recherchen des Guardian ziehen diese Darstellung indes in Zweifel. In der eidesstattlichen Erklärung zum Durchsuchungsbefehl des FBI finde sich kein Hinweis auf eine Schießerei. Bekannt ist lediglich ein Vorfall aus dem Januar 2023. Dabei erschoss die Polizei den Aktivisten Manuel Paez Terán, nachdem dieser zuvor einen Beamten verletzt haben sollte. Die Diskrepanz zwischen der Begründung für die Datenherausgabe und den Ermittlungsakten sorgt für zusätzliche Kritik an der Transparenz des Anbieters.

Ein Blick in den Transparenzbericht von Proton verdeutlicht, dass solche Vorgänge keine Einzelfälle sind. 2024 gab das Unternehmen in über 10.000 Fällen Nutzerdaten an Behörden weiter. Nur in weniger als sechs Prozent dieser Fälle wehrte sich der Dienst rechtlich gegen die Anordnungen.

In der eigenen Datenschutzerklärung weist Proton darauf hin, dass bei Kreditkartenzahlungen Drittanbieter wie der US-Dienst Chargebee zum Einsatz kommen. Wer solche Spuren hinterlässt, kann folglich nicht auf die versprochene Anonymität bauen, sofern etwa ein Strafverfolgungsinteresse besteht. US-Provider versuchen oft, ihre Nutzer über solche Anfragen zu informieren. Die Schweizer Rechtslage sieht dagegen vor, dass eine solche Benachrichtigung durch die Behörden selbst erfolgen muss. Das unterbleibt in der Praxis im Rahmen laufender Ermittlungen oft. Der Rechtsanwalt Martin Steiger erläutert: In der Schweiz sei „die Kooperation mit Behörden der Normalfall“.

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Die strategische Ausrichtung von Proton scheint sich ohnehin zu wandeln. Nach dem Bekanntwerden von Plänen für eine Novelle der Schweizer Überwachungsverordnung kündigte die Firma im vorigen Sommer an, verstärkt in Infrastrukturen im europäischen Ausland zu investieren. Sein Rechenzentrum am Hauptsitz in Genf hat das Unternehmen bereits dichtgemacht. Für Nutzer bleibt die Erkenntnis, dass Verschlüsselung zwar den Inhalt der Kommunikation schützt. Die Identität des Absenders ist bei kostenpflichtigen Diensten und internationaler Behördenkooperation aber weit weniger sicher, als es das Marketing verspricht.


(nen)



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