Apps & Mobile Entwicklung
Apples günstigere Alternative zum MacBook Air
Am dritten und letzten Tag der Apple Experience präsentierte der iPhone-Hersteller die größte Neuheit: das MacBook Neo. Der neue Laptop ist für all diejenigen, denen das MacBook Air bislang zu teuer war. Trotz aller Gerüchte im Vorfeld gab es noch einige Überraschungen.
Nach der Vorstellung des iPhone 17e und iPad Air, sowie dem MacBook Pro und MacBook Air mit M5-Chips, folgt jetzt ein vollkommen neues Produkt von Apple. Das Unternehmen nimmt das Herz eines iPhones und kombiniert es mit den Möglichkeiten eines Laptops. Das Resultat ist das MacBook Neo, das mit einem geringeren Preis auf Kundenfang gehen soll.
MacBook Neo: Kampfansage für billige PC-Notebooks
Das MacBook Neo ist offiziell das günstigste Mitglied von Apples Laptop-Familie. Nachdem das Unternehmen für einige Zeit bei ausgewählten Händlern noch das MacBook Air mit M1-Chip verkauft hat, gibt es jetzt ein aktuelleres Einsteiger-MacBook. Im Inneren des Neo mit 13-Zoll-Display arbeitet ein A18 Pro Chip, bekannt aus dem iPhone 16 Pro. Damit dürfte sich die Performance – je nach Benchmark –zwischen einem M1 und M3 einordnen. Tests werden die genauen Werte offenbaren. Dem Einsatz der KI-Funktionen von Apple Intelligence steht ebenfalls nichts im Weg.
Im Alu-Gehäuse stecken außerdem 8 GB RAM und eine SSD mit mindestens 256 GB. Gegen Aufpreis bekommt Ihr eine 512-GB-SSD sowie eine Tastatur, die auch einen Touch-ID-Sensor bietet. Letzterer fehlt in der Grundausstattung des MacBook Neo. Eine Hintergrundbeleuchtung fehlt dem Keyboard jedoch. Beim Trackpad hat Apple ebenfalls gespart.
Das Neo bietet außerdem ein Multi-Touch Trackpad, während Nutzer eines MacBook Air und Pro auf einem modernen Force Touch Trackpad klicken dürfen. Eine präzise Erkennung und Unterscheidung wie stark der Druck mit dem Finger ist, fehlt beim günstigen Laptop also.
Das 13,0 Zoll große IPS-Display bietet eine Auflösung von 2.408 x 1.506 Pixeln und eine maximale Helligkeit von 500 Nits. Apples Sparmaßnahmen beim MacBook Neo sorgen dafür, dass es lediglich im sRGB-Farbraum arbeitet. P3 oder Apples True-Tone-Technologie gibt es nicht. Im Displayrahmen – eine Notch gibt es nicht – hat Apple eine 1080p-FaceTime-HD-Kamera verbaut.

Im Gegensatz zum teureren MacBook Air bietet das Neo nur zwei Lautsprecher und zwei Mikrofone; im Air sind es vier beziehungs drei. Es ist unterstützt aber weiterhin Dolby Atmos und 3D-Audio. Ein 3,5-mm-Anschluss für Kopfhörer ist geblieben. An der linken Seite sind außerdem zwei USB-C-Ports zu finden; MagSafe fehlt. Einer der beiden Anschlüsse bietet USB 3 mit bis zu 10 Gb/s, während der andere Port mit USB 2 und 480 Mb/s auskommen muss.
Zur kabellosen Kommunikation mit der Außenwelt unterstützt das MacBook Neo Wi-Fi 6E und Bluetooth 6.
Apple gibt die Akkulaufzeit beim Surfen mit bis zu 11 Stunden an. Beim Videostreaming hält der Akku mit 36,5 Wh angeblich für bis zu 16 Stunden. Das Gehäuse des MacBook Neo erinnert an die aktuelle Designsprache des Air oder Pro. Das keilförmige Design hat Apple endgültig beerdigt. Es ist mit 1,27 cm etwas höher als das 13 Zoll große Air, bringt aber ebenfalls 1,23 kg auf die Waage. Mit 29,75 cm in der Breite und 20,64 cm in der Tiefe ist es etwas kleiner als der große Bruder.
MacBook Neo: Preise und Verfügbarkeit
Apple bietet das Alu-Gehäuse in den Farben Silber, Rosa, Zitrus und Indigo an. Das MacBook Neo kann ab sofort ab 699 Euro vorbestellt werden. Für 100 Euro mehr liefert Apple den Laptop wie erwähnt mit einer 512-GB-SSD und einer Tastatur mit Touch ID aus. Weitere Auswahlmöglichkeiten gibt es nicht. Die Auslieferung beginnt am 11. März 2026.
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Webserver in Sekunden lahmgelegt: OpenAIs Codex soll bei DoS-Attacke geholfen haben
Sicherheitsforscher haben mit „HTTP/2 Bomb“ eine neue Denial-of-Service-Attacke auf Basis von HTTP/2 entdeckt, die Server in Sekunden lahmlegen kann. Sie entsteht durch die Kombination zweier seit Jahren bekannter Angriffstechniken. Nach Angaben der Forscher spielte dabei auch OpenAIs KI-Agent Codex eine wichtige Rolle.
Zusammen noch gefährlicher
Das kalifornische Sicherheitsunternehmen Calif berichtet über eine neue DoS-Angriffsmethode, die auf Standardkonfigurationen von HTTP/2 bei mehreren weit verbreiteten Webservern abzielt. Betroffen sein sollen unter anderem Nginx, Apache HTTP Server, Microsoft IIS, Envoy sowie Cloudflares Pingora. Darüber berichtet The Register.
Bei dem von den Forschern als „HTTP/2 Bomb“ bezeichneten Angriff werden zwei seit mehr als zehn Jahren bekannte Schwachstellen beziehungsweise Angriffstechniken miteinander kombiniert. Dazu zählt die sogenannte HPACK Compression Bomb (CVE-2016-6581), bei der die Header-Kompression von HTTP/2 ausgenutzt wird, um durch zahlreiche kleine Anfragen einen hohen Speicherverbrauch auf dem Server zu verursachen. Hinzu kommen Slowloris-ähnliche Verbindungsangriffe, darunter CVE-2016-8740 und CVE-2016-1546, bei denen eine große Zahl von Verbindungen über längere Zeit offen gehalten wird. Durch die Kombination beider Methoden soll der Speicherbedarf massiv steigen, sodass ein Server bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr erreichbar ist.
Besonders kritisch sei laut den Forschern, dass bereits ein einzelner Angreifer mit einer gewöhnlichen 100-Mbit-Verbindung einen verwundbaren Server innerhalb kurzer Zeit lahmlegen könne. Bei Apache httpd und Envoy soll ein einzelner Client innerhalb von rund 20 Sekunden bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher belegen können. Nach Schätzungen der Experten könnten bis zu 880.000 Websites betroffen sein.
Erst die KI erkennt die „Wirksamkeit“
Eine eher unrühmliche Rolle kommt laut dem Bericht OpenAIs Coding-Assistent Codex zu, den die Forscher als wesentlichen Faktor bei der Entstehung des Angriffs betrachten. Demnach analysierte das System die beiden seit Langem bekannten Code-Basen und erkannte, dass sich die jeweiligen Schwachstellen gegenseitig ergänzen. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte der KI-Agent schließlich den kombinierten Angriff. „Diese Kombination ist offensichtlich, sobald man sie sieht, und doch hat, soweit wir wissen, kein Mensch sie gegen diese Server zusammengestellt“, konstatiert Entdecker Quang Luong.
Patches bereits verteilt
Nginx hat nach Angaben der Forscher bereits im April mit Version 1.29.8 entsprechende Korrekturen veröffentlicht. Auch Apache stellte mit mod_http2 v2.0.41 einen Fix bereit. Für Envoy wurden ebenfalls Patches veröffentlicht, deren Wirksamkeit laut Calif allerdings noch überprüft werden müsse. Microsoft untersucht nach eigenen Angaben mögliche Schutzmaßnahmen für IIS.
Cloudflare sieht keine Gefährdung
Cloudflare widerspricht hingegen der Einschätzung, dass Pingora von dem Angriff betroffen sei. Nach Angaben des Unternehmens schützen die vorhandenen DDoS-Abwehrmechanismen Kunden bereits vor der beschriebenen Angriffsmethode. Dennoch empfehlen die Sicherheitsforscher als vorläufige Schutzmaßnahmen für Microsoft IIS und Pingora, HTTP/2 gegebenenfalls zu deaktivieren oder die Zahl zulässiger HTTP-Header pro Anfrage zu begrenzen.
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NAND-Geschäft im 1. Quartal: Umsatz fast vervierfacht, YMTC holt Micron und Sandisk ein

Die Speicherhersteller fahren in diesen Zeiten Umsatzrekorde ein. Allein im ersten Quartal 2026 soll die NAND-Branche 46 Milliarden US-Dollar eingenommen haben, das ist 3,5 Mal mehr als ein Jahr zuvor, berichtet Counterpoint. Bei den Marktanteilen hat der chinesische Neuling YMTC inzwischen gewaltig aufgeholt.
Im ersten Quartal mehr Umsatz als im Jahr 2023
Alle NAND-Flash-Hersteller zusammen sollen im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 46 Milliarden US-Dollar generiert haben. Das ist noch einmal doppelt so viel wie im vierten Quartal 2025 und 3,5 Mal so viel wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Counterpoint rechnet vor, dass der NAND-Umsatz im Q1 2026 damit sogar den Umsatz des Gesamtjahres 2023 überboten hat.
Die Zahlen überraschen allerdings nicht angesichts der Preise für NAND-Flash, die sich seit dem Herbst massiv erhöht haben. Die Ursache ist die globale Speicherkrise. Im Zuge des Aufbaus und Ausbaus immer größerer Rechenzentren, primär für den Einsatz von KI-Anwendungen, ist der Bedarf an Speicherchips enorm gestiegen. Das sorgt für eine Verknappung im Markt und starke Preiserhöhungen. Entsprechend haben auch die Preise für Endprodukte wie SSDs und Speicherriegel erheblich angezogen. Prognosen zu einem „historischen Speicherengpass“ haben sich inzwischen bewahrheitet.
- HDD, SSD und RAM teurer: Der „historische“ Speicherengpass ist da
Durch den KI-Boom verschiebt sich das NAND-Geschäft zudem mehr und mehr in Richtung der Enterprise-SSDs für Server. Diese sollen im ersten Quartal bereits 43 Prozent der Verkäufe ausgemacht haben, bis zum Ende des Jahres sollen ihr Anteil auf 60 Prozent steigen.
YMTC holt weiter auf
Erst seit einigen Jahren mischt der chinesische Hersteller YMTC im globalen NAND-Geschäft mit. Die Knappheit bei den Herstellern aus Südkorea und den USA sorgt dafür, dass immer mehr Kunden auf den NAND aus China zurückgreifen. Das wiederum führt zu steigenden Marktanteilen, sodass YMTC im ersten Quartal 2026 bereits 13 Prozent erreicht haben soll. Das sind ganze 5 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Außerdem werden damit die etablierten Größen Micron und Sandisk eingeholt.
Kioxia liegt mit 14 Prozent schon in Schlagweite, sodass YMTC schon bald zur Nummer Drei aufsteigen könnte. Der geplante Börsengang von YMTC könnte nämlich für frisches Geld für den weiteren Ausbau der Produktion sorgen. Allerdings will auch Kioxia seine NAND-Produktion in den nächsten Jahren massiv ausbauen.
Während Samsung mit 29 Prozent Marktanteil erneut seine Position als größter NAND-Flash-Hersteller verteidigt hat, liegt SK Hynix (inklusive Solidigm) mit 18 Prozent auf Rang zwei.
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Von klein bis riesig: Lian Lis Gehäuse-Neuheiten der Computex im Überblick

Zur Computex 2026 gibt es bei Lian Li zahlreiche neue Gehäuse zu sehen. Darunter sind überarbeitete Versionen existierender Modelle, die Fortsetzung der V-Serie mit „Pfeiler-Display“ und das kompakte, in Kooperation mit Dan Cases entwickelte B4-mATX.
Das B4-mATX wird kompakt & flexibel
Das B4 sieht auf den ersten Blick wie ein typisches Micro-ATX-Kompaktgehäuse aus. Es kann allerdings entweder als normales Gehäuse oder als Turm aufgestellt werden. Mit rund 21,3 Liter Volumen ist es zudem für ein Mainstream-Gehäuse für seinen Formfaktor überaus kompakt. Trotzdem passen ein 360-mm-Radiator, 140 mm lange ATX-Netzteile und Tower-Kühler in das Gehäuse. Erscheinen wird das Modell am 26. Juni für rund 70 US-Dollar mit schwarzen Mesh-Abdeckungen, die Holzvariante startet ab 85 US-Dollar. In Weiß werden jeweils 5 US-Dollar mehr verlangt.
Riesiges V2000 steht auf Rädern
Im dritten Quartal wird die V-Serie mit dem V2000 für rund 240 US-Dollar fortgesetzt. Der geräumige Tower kommt auf Abmessungen von 579 × 260 × 610 mm. Das reicht für zwei Netzteile, EEB-Workstation-Mainboards und sechs Festplatten, aber auch 420-mm-Radiatoren. Weil das System potentiell schwer wird, stellt Lian Li es auf Räder. Highlight ist das Display mit Temperatursensor, das sich an der vorderen linken Ecke befindet.
Turbine bei Lancool
Das Lancool 4 ist ebenfalls für das dritte Quartal 2026 vorgesehen, soll aber nur 130 US-Dollar kosten. Das Turbinen-Design der Frontlüfter kennt man schon vom Lancool 217 Inf oder dem Lian Li Vector 150 Inf, hier wird es aber für einen ATX-Tower genutzt. Die untere Kammer des Gehäuses soll als Luftleiter dienen, ohne können Lüfter am Boden schräg gestellt werden, um die Grafikkarte besser zu belüften.
Das rund 110 US-Dollar teure, 505 × 249 × 496 mm große Lancool 207XL plant Lian Li für das vierte Quartal. Hinter seiner Schlitz-Front verbergen sich zwei 170-mm-Lüfter mit einer Tiefe von 30 Millimetern, am Boden sitzen zudem zwei Querstromlüfter zur GPU-Kühlung.
Neue Glaskästen
Darüber hinaus plant der Hersteller eine verbesserte Version des O11D Evo. Der Glaskasten kann als „V2“ Lüfter am Boden schräg gestellt werden und seine Mainboard-Halterung verschieben. Kreisförmige Aussparungen für Lüfter sollen zudem Turbulenzen und damit Lautstärke verringern. Im Handel wird das Evo V2 im vierten Quartal erscheinen, die Preisempfehlung liegt bei knapp 170 US-Dollar.
Für rund 100 US-Dollar hat Lian Li ab dem dritten Quartal einen weiteren Glaskasten parat. Das UX100 verfügt über eine gebogene Glasscheibe, die sich auch auf die rechte Gehäuseseite erstreckt. Der Schlitz im „Sockel“ dient dabei der Belüftung.
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