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Bahn-Chaos und Verspätungen: Warum die Sanierung der Gleise allein nicht hilft
Deutschlands Bahnnetz ist ein einziges Baustellenchaos: Wochen- und monatelange Sperrungen zwischen Berlin und Hamburg oder in Köln sind an der Tagesordnung. Das bringt viele Umstände und Ärger für die Bahnkunden, egal ob es sich um Pendler, Geschäftsreisende oder Urlauber handelt. Angesichts einer Pünktlichkeitsrate von zuletzt nur noch 51,5 Prozent im Fernverkehr ist die Hoffnung jedoch, dass zumindest danach alles besser wird. Ist bald alles rosig im deutschen Schienennetz?
Eher nicht, denn viele der großen und kleinen Baumaßnahmen dienen hauptsächlich dazu, das Netz einigermaßen zu stabilisieren. Das ist unumgänglich nach Jahrzehnten der Vernachlässigung, von Sparrunden und des Fahrens auf Verschleiß. Das als Generalsanierung bezeichnete Konzept, ganze Korridore zu sperren, soll das Aufholen vereinfachen und gleichzeitig mehr Möglichkeiten zur Optimierung bieten. Doch schaut man sich die geplanten und bereits erledigten Generalsanierungen genauer an, drohen die tatsächlichen Verbesserungen für die Bahnkunden überschaubar zu bleiben.
- Die deutschen Bahnstrecken sind in einem schlechten Zustand und müssen aufwendig saniert werden.
- Um einen stabilen Betrieb zu erreichen, sperrt die Bahn zahlreiche Strecken schrittweise gesperrt und erneuert sie in einem Rutsch.
- Doch die Generalsanierung löst viele Probleme nicht und bringt manche Nachteile mit sich.
Dazu passt, dass die angekündigten Sanierungen schon jetzt Verspätung haben und sich weit ins nächste Jahrzehnt ziehen werden. Dazu streicht man ambitioniertere Vorhaben zusammen und die vorgesehenen Gelder reichen womöglich nicht mal für alle Maßnahmen. Doch woran fehlt es dem Netz, was müsste getan werden, um nicht nur den Ist-Zustand beizubehalten, sondern wie gewünscht mehr Kapazitäten zu schaffen? Wir betrachten in diesem Artikel, was aktuell schiefgeht, welche Maßnahmen weiter helfen könnten und warum das alles so furchtbar lange dauert.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bahn-Chaos und Verspätungen: Warum die Sanierung der Gleise allein nicht hilft“.
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Zwei Monitore in einem: Lenovo bringt All-in-One-PC mit großem 16:18-Bildschirm
Die meisten All-in-One-PCs haben wie Desktop-Monitore einen Bildschirm im Seitenverhältnis 16:9 oder 16:10. Lenovos geht beim ThinkCentre X AIO einen anderen Weg: In dessen Rahmen steckt ein 27,6 Zoll großes Panel im 16:18-Format. Das entspricht zwei nahtlos übereinander angefügten 16:9-Displays. Die Auflösung beträgt 2560 × 2880 Pixel, also zweimal WQHD beziehungsweise doppeltes 1440p.
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Der Bildschirm ist drehbar gelagert, sodass man das Gerät auch mit vertauschten Dimensionen nutzen kann (Pivot). Das matte Panel läuft mit 60 Hertz, deckt den DCI-P3-Farbraum zu 98 Prozent ab und schafft eine maximale Helligkeit von 300 cd/m². Damit ist das Display hauptsächlich fürs Büro geeignet und weniger zum Spielen – in Anbetracht des Seitenverhältnisses nicht weiter verwunderlich. Weitere Monitore lassen sich an der Rückseite per HDMI- oder Thunderbolt-4-Buchsen anschließen.
Lenovo setzt im ThinkCentre X AIO auf Intels neue Core-Ultra-300-Generation und wird Prozessoren bis hinauf zum Core Ultra X7 358H mit dicker Xe-GPU einbauen. Im Inneren stehen zwei M.2-Schächte für SSDs bereit, beim Arbeitsspeicher sieht Lenovo bis zu 64 GByte aufgelötetes LPDDR5-RAM vor.
Das über sieben Kilogramm schwere ThinkCentre X AIO soll ab März zu Preisen ab 1700 Euro in den Handel kommen.
Spiritueller Surface-Studio-Nachfolger
Ein mit dem ThinkCentre X AIO vergleichbares All-in-One-Gerät mit nahezu quadratischer Bildfläche gab es zuletzt von Microsoft, nämlich das Surface Studio mit großem 3:2-Bildschirm. Das glücklose Gerät hinkte bei der integrierten Hardware aber dem Stand der Technik immer ein bis zwei Generationen hinterher – und wird längst nicht mehr fortgeführt.
heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
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(mue)
Künstliche Intelligenz
Saugbot Roborock Saros Rover erklimmt Treppen mit Hühnerbeinen statt Fähre
Der Saugroboterhersteller Roborock hat auf der Technikmesse CES einen Saugroboter vorgestellt, der mithilfe von mehrgelenkigen Beinen Treppen überwinden kann. Der Roborock Saros Rover verfügt über eine Zwei-Rad-Bein-Architektur. Jedes der Radbeine kann er unabhängig voneinander anheben und absenken. Dadurch sind kleine Sprünge, agile Drehungen, plötzliche Stopps und Richtungswechsel möglich. Das soll den Saros Rover auch für komplexes Treppenterrain, etwa für schmale, kurvige Wendeltreppen, eignen. Sind die Beine eingeklappt, fährt der Roboter wie andere Putzflundern auch flach über den Boden und putzt ihn.
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Der Ansatz wirkt sehr viel praxistauglicher und weniger aufwendig als die Technikpfade, die andere Hersteller bisher verfolgen. Ohne menschliche Hilfe können Saug- und Wischroboter bisher mehrere Etagen nicht putzen. Man muss sie schon die Treppe herauf- und herabtragen, damit sie auf einer anderen Ebene Dienst schieben können. Auf der IFA 2025 zeigten Dreame und Eufy Reinigungsroboter, die in einer Art Fähre fuhren und sich von ihr über die Stufen hieven ließen. Die Transporthilfe braucht viel Platz, weshalb sie für schmale Treppenaufgänge nicht infrage kommen. Movas Treppenkletterer nutzt einen eingebauten Lift, dessen Kufen wiederum sehr tiefe Treppenstufen voraussetzen.
Im Unterschied zu dem Markentrio soll der Saros Rover zudem während des Treppen-Trips die einzelnen Stufen reinigen können. Ob es sich um harte oder teilweise mit Teppich versehene Stufen handelt, soll keinen Unterschied machen.
Wann der Saros Rover marktreif ist und wie viel er dann kostet, lässt Roborock bisher offen.
Hinweis: heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(fds)
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Aumovio: neue Displaykonzepte und Zentralrechner mit NXP‑Prozessor
Die aus dem Automotive-Geschäft von Continental hervorgegangene Firma Aumovio ist seit 18. September 2025 als unabhängiges Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Aumovio nutzt die CES 2026 in Las Vegas, um seine Ansätze für automatisiertes Fahren, Elektrik- und Elektronikarchitektur für softwaredefinierte Kraftfahrzeuge sowie Fahrzeugsicherheit zu zeigen.
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Im Mittelpunkt des Messeauftritts der Frankfurter Firma steht die „User Experience“ im Fahrzeuginnenraum. Unter dem Namen „Branded Personalized Cockpit“ zeigt Aumovio eine modulare Multi-Display-Landschaft, die verschiedene Anzeigetechniken kombiniert. Dazu zählen zwei OLED-Displays und ein E-Ink-Bildschirm. Je nach Designthema ändert sich Farben und Muster des Armaturenbretts.

Das E-Ink-Armaturenbrett wechselt passend zum Designthema Muster und Farben.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Hinter dem OLED-Bildschirm auf der Fahrerseite ist eine von außen nicht sichtbare Kamera integriert. Im noch breiteren OLED-Display auf der Beifahrerseite lassen sich beispielsweise Filme abspielen. Dabei kann die Winkelabhängigkeit erhöht werden, sodass der Bildschirminhalt von der Fahrerseite aus nicht einsehbar ist.

Im Privacy-Modus ist das Entertainmentsystem auf der Beifahrerseite von der Fahrerposition nicht mehr einsehbar.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Assistiertes und automatisiertes Fahren mit Xelve
Mit der Systemplattform Xelve adressiert Aumovio Fahrerassistenz und autonomes Fahren von Level 2 bis Level 4. Aumovio hat mehrere Ausprägungen im Programm: Xelve Park für automatisierte Parkfunktionen, Xelve Drive für assistiertes und teilautomatisiertes Fahren sowie Xelve Pilot als Fallback-Lösung für hochautomatisiertes Fahren nach Level 4.
Die neueste Ergänzung Xelve Trailer warnt mithilfe von Rundumkameras vor Kollisionen beim Rangieren mit Anhängern. Sie nutzt Bilderkennungsalgorithmen, um Hindernisse zu erkennen und somit beim Manövrieren zu unterstützen. Xelve Trailer zielt vor allem auf den US-amerikanischen Markt.
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Entwicklungsweg zum softwaredefinierten Fahrzeug
Ein Schwerpunkt Aumovios liegt auf Elektrik- und Elektronik-Architekturen für softwaredefinierte Fahrzeuge. Zentrales Element ist ein Vehicle Control High-Performance-Computer (HPC), der sicherheitskritische und -unkritische Funktionen hardwareseitig isolieren, aber trotzdem parallel auf einem Chip abarbeiten können soll. Grundlage für den VC-HPC-Fahrzeugrechner ist der Prozessor S32N79 aus der S32N7-Serie des Niederländischen Unternehmens NXP Semiconductors.
Aumovio unterstützt Fahrzeugentwickler mit in einer virtuellen Umgebung samt Steuergeräten, Sensoren und Aktuatoren. Funktionen lassen sich damit virtuell oder hybrid implementieren und testen.
Ergänzend stellt Aumovio das Konzept des „Automotive Remote Control Network“ vor, das standardisierte Komponenten und Kommunikationsprotokolle nutzt. Verhältnismäßig einfache Komponenten sollen die Variantenvielfalt reduzieren – in komplexeren Fahrzeugen mit mehr Funktionen kommen einfach mehrere dieser Standardelemente zum Einsatz. Das soll die Architektur vereinfachen, aber auch Produktionskosten senken, weil nicht für jedes System ein eigens dafür entwickelter Controller nötig ist.

Den Vehicle Control High-Performance-Computer ergänzt Aumovio um möglichst flexible Standardkomponenten, um Produktions- sowie Entwicklungskosten zu senken und die Architektur zu vereinfachen.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Bessere Sicht bei Nachtfahrten
Software für bessere Kamerasicht bei Nacht soll mehr Sicherheit beim Fahren gewährleisten. Die Erweiterung reduziert Blendungseffekte durch die Scheinwerfer des Gegenverkehrs und unterstützt beim Erkennen von Gefahren wie Hindernissen auf der Fahrbahn bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Aumovio-Software verbessert unter anderem Nachtsicht, indem sie Blendeffekte des Gegenverkehrs reduziert.
(Bild: Aumovio)
Außerdem hat Aumovio den E-Motor-Rotor-Temperatursensor (eRTS) vorgestellt, eine Sensortechnik für E-Motoren, die direkte, drahtlose Temperaturmessung des Rotors in permanenterregten Synchronmotoren ermöglicht. Im Vergleich zur aktuell gängigen softwarebasierten Temperatursimulation soll der Toleranzbereich von 15 auf nur noch drei Grad Celsius sinken.
heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(akr)
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