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BMW und Viasat zeigen Satelliten-Direktfunk im Auto


Was Smartphones schon können, soll künftig auch in Autos funktionieren: die Kommunikation über Satelliten statt über Mobilfunk. Neuere Handys von Apple, Google und Samsung greifen bereits auf Satellitenkommunikation zurück, wenn kein klassischer Mobilfunkempfang besteht. Die Technik erlaubt Anwendungsfälle, wie das Verschicken von Nachrichten oder des Standorts. In Notsituationen kann das Leben retten.

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Seit einiger Zeit zeigt auch die Automobilbranche Interesse an der Technik. Nach einem Unfall in abgelegenen Regionen ohne Mobilfunkempfang könnte ein Auto mit Satellitenkommunikation selbstständig einen Notruf absetzen. Das brächte einen Sicherheitsgewinn gegenüber Smartphones mit Satellitenkommunikation: Die Insassen könnten nach einem Unfall nicht mehr bei Bewusstsein sein oder innerhalb des Fahrzeugs erst gar keinen Satellitenempfang haben. Das Auto hat hingegen seine Antennen außen angebracht, kennt seinen Standort und weiß über die Airbagsteuerung und andere Sensoren, wie schwer der Unfall war und wie viele Personen an Bord sind.

Um Kommunikationsdienste ins Auto zu bringen, haben namhafte PKW- und Chiphersteller wie unter anderem BMW und Qualcomm schon vor rund zehn Jahren die 5G Automotive Association (5GAA) gegründet, die in Sacramento, Kalifornien, die Konferenz „Advancing Connected Mobility“ ausgerichtet hat. Dort zeigte BMW in dieser Woche zusammen mit dem Satellitenbetreiber Viasat eine Demonstration einer Satellitenkommunikation, bei der ein Sprachanruf über Satellit getätigt wurde. In fernerer Zukunft wären neben Telefonie auch noch andere Anwendungen denkbar, etwa eine Mauterfassung oder Warnungen in Echtzeit vor Gefahren auf der Route. Hierzu hatte die 5GAA bereits vergangenes Jahr in Paris demonstriert, wie die „Vehicle-to-Everything“-Kommunikation beziehungsweise „Car-to-Car Communication“ (C2X) satellitengestützt funktionieren könnte.


(spo)



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Amazon will Satellitenproduktion und Startkadenz für Leo steigern


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Der Aufbau von Amazons Satellitenkonstellation Leo läuft nach Plan: Mehr als 200 Satelliten sind bereits im All. Weitere stehen bereit. Aktuell ist Leo laut Amazon die drittgrößte Satellitenkonstellation im Orbit.

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Für den kommenden Monat sind nach Angaben von Amazon drei weitere Satellitenstarts angesetzt. Damit sei man im Plan, im ersten Jahr des Aufbaus elf Starts durchzuführen. In Zukunft soll die Zahl auf 20 Starts pro Jahr steigen.

Derzeit stehen laut Amazon sechs vollständig bestückte Nutzlasten mit rund 200 Satelliten an der Startvorbereitungsanlage im US-Bundesstaat Florida bereit, eine weitere Nutzlast wird in Kourou im französischen Übersee-Department Französisch-Guayana vorbereitet.

Um eine möglichst große Zahl von Satelliten auf einen Schlag ins All zu bringen, setzt Amazon auf Schwerlastraketen. Der erste Transport mit einer Schwerlastrakete fand im Februar statt: Die europäische Trägerrakete Ariane 6 brachte 32 Satelliten ins All.

Neben der Ariane 6 sollen auch die Vulcan Centaur des US-Raumfahrtunternehmens United Launch Alliance (ULA) sowie die New Glenn von Jeff Bezos’ Unternehmen Blue Origin zum Einsatz kommen. Die Vulcan Centaur soll zunächst 40 Satelliten transportieren können, die New Glenn 48 Satelliten. Alle drei Raketen verfügen über genug Platz für weitere Satelliten.

Die Ariane wird laut Amazon in absehbarer Zeit mit verbesserten Boostern ausgestattet, sodass sie mehr Satelliten ins All bringen kann. Verbesserungen gibt es auch bei der Atlas V: Durch den Einsatz eines stärkeren Triebwerks wird die Rakete von ULA bei seinen kommenden Missionen 29 statt bisher 27 Satelliten transportieren. Der erste Flug mit 29 Satelliten an Bord ist für den kommenden Sonntag geplant.

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Amazon baut die Leo-Satelliten in seiner Fabrik in Kirkland im US-Bundesstaat Washington. Derzeit liefen dort mehrere Satelliten pro Tag vom Band, teilte Amazon mit. Die Kapazität könne jedoch noch gesteigert werden: Möglich sei, 30 Satelliten pro Woche zu bauen. Die werde jedoch derzeit nicht ausgeschöpft, weil nicht genug Trägerraketen zur Verfügung stünden.

Amazon hat 100 weitere Satellitenstarts gebucht, unter anderem bei Blue Origin und dessen Konkurrenten SpaceX. 80 davon sind für den Aufbau der ersten Generation gedacht, die weiteren für die Satelliten der zweiten Generation. Die reservierten Kapazitäten sollen ausreichen, um mehr als 800 Satelliten ins All zu schießen.

Um diese Startfrequenz umzusetzen, hat Amazon über 200 Millionen US-Dollar in die Modernisierung der Startanlagen von ULA auf der Cape Canaveral Space Force Station im US-Bundesstaat Florida sowie in zweites Schiff, das Booster vom ULA-Werk in Alabama nach Cape Canaveral transportiert.

Zudem hat Amazon die Startvorbereitungsanlage in Florida gebaut. Eine vergleichbare Anlage soll auch auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien entstehen, um künftig auch Satelliten von der Westküste aus starten zu können.


(wpl)



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Apple Business vereint MDM, E-Mail und Markenmanagement ab 14. April


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Apple hat mit Apple Business eine neue Plattform angekündigt, die sämtliche Unternehmensdienste des Konzerns unter einem Dach vereint. Der Dienst soll ab dem 14. April 2026 in mehr als 200 Ländern und Regionen kostenlos verfügbar sein – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Apple Business löst die bisherigen Einzelprodukte Apple Business Essentials, Apple Business Manager und Apple Business Connect ab. Das Angebot dürfte primär kleinere Unternehmen ansprechen, die mit der gemeinsamen Plattform jetzt einen einfacheren Zugang zu den verschiedenen Diensten erhalten.

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Wie Apple in der Ankündigung erläutert, umfasst die Plattform integrierte mobile Geräteverwaltung (MDM), geschäftliche E-Mail-, Kalender- und Verzeichnisdienste mit eigenen Domains sowie ein Markenmanagement für Apple Maps, Wallet und weitere Services. Verwaltete Apple Accounts sollen durch kryptografische Trennung berufliche und private Daten auf den Geräten voneinander abschotten. Administratoren können allerdings die Anmeldung privater Apple-Accounts auf Firmengeräten auch einfach komplett unterbinden.

Die integrierte Geräteverwaltung richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die keine separate MDM-Lösung wie Jamf Pro oder Microsoft Intune betreiben wollen. Apple Business bietet vorkonfigurierte Entwürfe für Geräteeinstellungen und Apps, Benutzergruppen-Management nach Funktion oder Team sowie benutzerdefinierte Rollen für granulare Zugriffskontrolle. Verwaltete Apple Accounts lassen sich automatisch über Identity-Provider wie Microsoft Entra ID oder Google Workspace erstellen. Für größere Unternehmen dürfte die Admin-API interessant sein, mit der sie über vorhandene Tools auf Apples neue Plattform zugreifen können. Für Unternehmen mit komplexeren Anforderungen dürften spezialisierte Lösungen wie Jamf Pro weiterhin die bessere Wahl sein – einen Überblick über MDM-Systeme im Vergleich bietet unser Ratgeber.

Die Basisplattform ist kostenlos. Apple Business Essentials wird nach dem 14. April nicht mehr verfügbar sein – bestehende Kunden zahlen dann keine monatliche Servicegebühr für die Geräteverwaltung mehr. Daten aus Apple Business Connect werden automatisch migriert. Die Apple-Business-App sowie die E-Mail-, Kalender- und Verzeichnisfunktionen erfordern iOS 26, iPadOS 26 oder macOS 26. Welche Neuerungen iOS 26 für den Unternehmenseinsatz bringt, haben wir in einem separaten Ratgeber zusammengefasst.

Neben der Geräteverwaltung bietet Apple Business ein umfassendes Markenmanagement: Unternehmen können Name, Logo und Standortdetails einheitlich in Apple Maps, Wallet und weiteren Apps pflegen, Standort-Einblicke zu Suchvorgängen und Klicks einsehen sowie ab Sommer 2026 Werbung in Apple Maps schalten. Tap to Pay auf dem iPhone lässt sich mit eigenem Markenlogo nutzen.

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Update

24.03.2026,

19:43

Uhr

Eine Passage zu zubuchbaren Ergänzungen wurde entfernt, da diese zunächst nur in den USA angeboten werden.


(mki)



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EU sichert sich Rohstoffe: Freihandelsabkommen mit Australien steht


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Nach jahrelangen, teils zähen Verhandlungen ist der Durchbruch geschafft: In Canberra besiegelten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Premierminister Anthony Albanese am Dienstag ein Abkommen, das über den klassischen Abbau von Handelshemmnissen hinausgeht. In einer Zeit, in der globale Lieferketten als politische Druckmittel missbraucht werden, soll der Deal einen Wendepunkt für die europäische Wirtschaft markieren. Der Fokus liegt dabei auf der Sicherung kritischer Rohstoffe und der Verringerung einseitiger Abhängigkeiten, insbesondere von China.

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Der wirtschaftliche Rahmen des Abkommens ist groß. Schätzungen der EU-Kommission zufolge könnten die Exporte nach Australien im nächsten Jahrzehnt um bis zu 33 Prozent steigen, was einem jährlichen Handelswert von rund 17,7 Milliarden Euro entspräche. Besonders deutsche Schlüsselbranchen wie der Automobilbau und die Chemieindustrie dürften mit deutlichen Zuwächsen rechnen.

Doch der Kern des Deals findet sich in den Zolltabellen und den Rohstoffklauseln. Mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Warenexporte fallen weg, was den europäischen Unternehmen eine jährliche Ersparnis von etwa einer Milliarde Euro einbringen dürfte.

Für die europäische Tech-Branche und den Übergang zur Green Tech ist Australien als Partner unverzichtbar. Dort werden unter anderem Lithium, Mangan und Aluminium abgebaut – Rohstoffe, die für Akkus für E-Autos und Hochleistungschips für KI-Anwendungen unverzichtbar sind. Bisher war die EU bei diesen strategisch wichtigen Ressourcen oft auf Importe aus Ländern wie China angewiesen, die den Handel zunehmend als geopolitische Waffe einsetzen. Von der Leyen betonte in ihrer Rede vor dem australischen Parlament, dass solche Abhängigkeiten abgebaut werden müssten.

Das Abkommen schafft Abhilfe, indem es den Zugang zu australischen Rohstoffen erleichtert und Investitionshürden abbaut. Erstmals gibt es dezidierte Bestimmungen, die den Markt für europäische Firmen berechenbarer machen. Gleichzeitig vereinbarten beide Seiten hohe Nachhaltigkeits- und Sicherheitsstandards, um die Rohstoffgewinnung ökologisch vertretbar zu halten. Die EU will so dafür sorgen, dass keine „schmutzigen“ Importe den eigenen Klimazielen schaden.

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Die Kooperation bezieht sich auch auf eine Verteidigungspartnerschaft und die Forschung. Australien wird demnach assoziiertes Mitglied des Forschungsrahmenprogramms Horizont Europa. Das soll den Austausch von Ingenieuren und Wissenschaftlern fördern und gemeinsame Entwicklungen in den Bereichen Quantencomputing, KI und grüne Energien beschleunigen.

Hinter der Initiative steht eine geopolitische Strategie. Nach den jüngsten Abschlüssen ähnlicher Deals mit Indonesien und Indien will die EU ihre Präsenz im Indopazifik ausbauen. Ferner reagiert Brüssel damit auf die unsichere Lage im transatlantischen Verhältnis. Angesichts der Unwägbarkeiten unter US-Präsident Donald Trump und der Spannungen innerhalb der NATO sucht die EU nach verlässlichen Partnern, die ähnliche demokratische Werte und Umweltstandards teilen.

Nach der rechtlichen Prüfung müssen der Rat und das Parlament der EU dem Entwurf für das Abkommen mit Australien noch zustimmen. Da dieser auch verbindliche Verpflichtungen zum Pariser Klimaschutzabkommen und zu Arbeitsrechten enthält, gilt eine Zustimmung als wahrscheinlich. Australien muss den Vertrag ebenfalls ratifizieren.


(wpl)



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