Digital Business & Startups
+++ Culinu +++ CallistoHealth +++ YOU(th) +++ Calm/Storm +++ tubics +++ Selfpublishing
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Startup der Woche: Culinu +++ Check24-Gründer investiert via CallistoHealth in aufstrebende Health-Startups +++ So blickt Calm/Storm Ventures auf die Zukunft der Medizin +++ YouTube-Spezialist tubics ist insolvent +++ So funktioniert Selfpublishing +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 20. April).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#STARTUPTICKER
Culinu
+++ Die Jungfirma Culinu ist unser Startup der Woche! Die Jungfirma aus Frankfurt am Main, von Julian Obermeier und Maximilian Werner gegründet, bietet mit Küchenzauber die „erste KI für Pflegeheimküchen“. „Die KI, die Verpflegung versteht. Ihre rechte Hand. Das schlagende Herz Ihrer Küchen“, ist auf der Seite zu lesen. Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar
CallistoHealth
+++ Millionen für HealthTech-Teams! Gründerinnen und Gründer, die im HealthTech-Segment unterwegs sind, sollten sich den Namen CallistoHealth merken. Hinter dem Münchner Health-Investor steckt insbesondere Check24-Gründer Henrich Blase. Zur Seite stehen ihm die langjährigen Wegbegleiter Matthias Orlopp und Stefan Eckhardt. Über CallistoHealth schreibt das schlagkräftige Team: „CallistoHealth is an investment vehicle within the CHECK24 investment office VC, by which we back the boldest and most impactful ideas, not only by providing capital, but also by contributing with our entrepreneurial experience, tech expertise, and network“. Mit CallistoHealth möchten Blase und Co. „den Status quo der Gesundheitsversorgung hinterfragen“ und gezielt in „Longevity-Start-ups mit Schwerpunkten in Digital Health, Diagnostik und Prävention“ investieren. CallistoHealth investierte bereits in das Berliner Startup YOU(th). Das Unternehmen setzt auf gesundheitliche Prävention. Via Pluto Capital investiert das CallistoHealth-Team weiter branchenunabhängig in aufstrebende Startups und via Apollo Capital in Startups, die thematisch zu Check24 passen. Mehr über CallistoHealth
Calm/Storm Ventures
+++ Lesenswert! Lucanus Polagnoli und Johannes Blaschke, Partner beim Wiener HealthTech-Investor Calm/Storm Ventures, sprechen im Interview mit dem Manager Magazin über die Zukunft der Medizin. Unter anderem geht es dabei um das Trendthema Longevity und die KI. Der junge Geldgeber, 2020 gegründet, „investiert gezielt in Gründer:innen, die digitale Lösungen bauen, um Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern – mit einem klaren Fokus auf Impact“. (Manager Magazin) Mehr über Calm/Storm Ventures
tubics
+++ Pleite! Der Wiener YouTube-Spezialist tubics, das sich zuletzt vom SaaS-Startup zur Agentur wandelte, ist insolvent. Der Pivot funktionierte grundsätzlich. „Das grundlegende Problem lag jedoch in der Struktur: Ein gesundes, organisches Agenturgeschäft wirft schlicht nicht die Margen ab, die nötig sind, um die hohen, offenen Darlehen aus unserer aggressiven Wachstumsphase als Software-Startup zu bedienen“, sagt Gründer Matthias Funk gegenüber Brutkasten. Wayra Deutschland und Co. investierten im Jahre 2022 rund 1,4 Millionen Euro in tubics. Mehr über tubics
Selfpublishing
+++ Viele Gründerinnen und Gründer träumen von einem eigenen Buch. Ich entschied mich bewusst fürs Selfpublishing. Nicht nur wegen der besseren Konditionen, sondern vor allem wegen der Kontrolle über Inhalte, Prozesse und Tempo. Mehr im Gastbeitrag von Marvin Behrendt
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Getsafe kauft helden.de +++ Klett übernimmt Careloop komplett +++ Dataciders kauft DataSpark +++ SPiNE erhält 3 Millionen +++ lively bekommt Millionensumme. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
Wachstum ohne Zustellbarkeitsverlust: Der E-Mail-Marketing-Fahrplan für Startups
#Gastbeitrag
Oft stellen sich Gründer die Frage: Ist E-Mail in Zeiten von Instagram, TikTok oder WhatsApp überhaupt noch zeitgemäß? Die Antwort ist ein klares Ja. Während soziale Netzwerke durch Algorithmen bestimmen, wer Ihre Inhalte sieht, bleibt die E-Mail der einzige Kanal, der Ihnen gehört.

Für schnell wachsende Startups ist E-Mail-Marketing ein entscheidender Kanal: Er ist kosteneffizient, baut direkte Kundenbeziehungen auf und treibt Conversions. Doch was als einfacher Newsletter beginnt, wird mit dem Wachstum zur komplexen Herausforderung. Improvisierte Tools führen unweigerlich zu Problemen: Newsletter landen im Spam, wichtige Transaktionsmails kommen nicht an und manuelle Prozesse fressen wertvolle Zeit.
Die zentrale strategische Frage lautet: Wie skalieren Startups ihr E-Mail-Marketing, ohne an Zustellbarkeit zu verlieren? Dieser Fahrplan zeigt, wie ein professionelles Fundament von der ersten Mail bis zur automatisierten Journey den Weg für nachhaltiges Wachstum ebnet.
Warum E-Mail? Relevanz in Zeiten von Social Media
Oft stellen sich Gründer die Frage: Ist E-Mail in Zeiten von Instagram, TikTok oder WhatsApp überhaupt noch zeitgemäß? Die Antwort ist ein klares Ja. Während soziale Netzwerke durch Algorithmen bestimmen, wer Ihre Inhalte sieht, bleibt die E-Mail der einzige Kanal, der Ihnen gehört und einen direkten, ungefilterten Zugang zum Postfach des Kunden bietet.
Laut dem aktuellen Email Impact Report liefert E-Mail-Marketing nach wie vor den höchsten ROI aller Kanäle. Zudem bevorzugen es mehr als 55 % der Konsumenten, Angebote und Marken-Updates per E-Mail statt über soziale Medien zu erhalten. In einer fragmentierten digitalen Welt bleibt die E-Mail das stabilste Rückgrat für Kundenbindung und messbaren Umsatz.
Die Gründungsphase: Das Fundament für Skalierbarkeit legen
Die Basis für Erfolg ist eine skalierbare E-Mail-Marketing-Software wie Mailjet. Anstatt nur die Kosten für die ersten 500 Kontakte zu betrachten, müssen Gründer ein Tool wählen, das die Anforderungen der nächsten 50.000 Kontakte technisch und funktional bereits abdeckt. Ein professionelles Setup beginnt genau hier:
- Double-Opt-in: Von Tag eins an ist ein sauberer Listenaufbau durch ein konsequentes Verfahren Pflicht. Dies ist rechtlich notwendig und der erste Schritt zu einer hohen Zustellbarkeit.
- Frühzeitige Segmentierung: Die Trennung von Interessenten und Bestandskunden ermöglicht relevantere Inhalte und stärkt die Bindung.
- Sender-Reputation: Wer auf eine professionelle, skalierbare Lösung setzt, stellt sicher, dass die technischen Voraussetzungen für eine hohe Zustellrate von Anfang an erfüllt sind.
„Wer bei der Zustellbarkeit spart, zahlt später mit dem gesamten Kanal.“
Die Zustellbarkeit ist die Währung im E-Mail-Marketing. Eine schlechte Reputation bei Providern wie Gmail oder GMX ist nur schwer wiederherzustellen.
Wachstumsphase: Prozesse für Teams und erste Automatisierungen
Sobald das Startup wächst und das Marketing-Team aus mehr als einer Person besteht, werden unstrukturierte Prozesse zum Effizienzkiller. Geteilte Logins führen zu Chaos: Entwürfe werden überschrieben und Kampagnen versehentlich versendet. In dieser Phase wird die Kollaborationsfähigkeit der Plattform entscheidend.
Professionelle Lösungen ermöglichen die Zuweisung unterschiedlicher Benutzerrollen. So kann ein Junior-Marketer Kampagnen entwerfen, während ein Manager sie vor dem Versand freigibt. Gleichzeitig ist dies der ideale Zeitpunkt für erste Automatisierungen: Eine automatisierte Willkommens-Serie oder Onboarding-Strecken stellen sicher, dass jeder Kontakt eine konsistente Erfahrung erhält. Geteilte Vorlagen sorgen zudem für ein einheitliches Branding über alle Kampagnen hinweg.
Skalierungsphase: API-Integration und Transaktions-E-Mails meistern
In der Skalierungsphase wird die E-Mail-Kommunikation zu einem integralen Bestandteil des Produkts. Es geht nicht mehr nur um Newsletter, sondern um systemkritische Transaktions-E-Mails: Passwort-Zurücksetzungen, Bestellbestätigungen oder Rechnungen. Diese müssen absolut zuverlässig und in Echtzeit zugestellt werden.
Die Lösung liegt in einer robusten E-Mail-API oder einem SMTP-Relay. Ein kritischer Punkt ist dabei die saubere Trennung von Marketing- und Transaktions-Traffic. Während Marketing-Mails an große Verteiler gehen und höhere Spam-Markierungsraten haben können, genießen Transaktions-Mails höchste Priorität. Eine Vermischung riskiert, dass eine schwache Marketing-Kampagne die Zustellung wichtiger System-Mails gefährdet.
Die Achillesferse der Skalierung: Zustellbarkeit proaktiv managen
Zustellbarkeit ist kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Mit steigendem Versandvolumen wächst das Risiko, als Spam eingestuft zu werden. Ein professionelles Setup umfasst daher:
- Authentifizierung: Protokolle wie SPF, DKIM und DMARC sind heute absoluter Mindeststandard, um die Legitimität des Absenders zu beweisen.
- Bounce-Management: Professionelle Plattformen bereinigen Kontaktlisten automatisch, indem sie unzustellbare Adressen sofort entfernen.
- Reputations-Monitoring: Die Überwachung der genutzten IP-Adressen ist essenziell, um bei Problemen proaktiv eingreifen zu können.
DSGVO und Compliance: Rechtssicherheit als Wachstumsfaktor
In einem Markt, in dem Datenschutz immer wichtiger wird, ist DSGVO-Konformität ein Wettbewerbsvorteil. Ein improvisierter Ansatz, bei dem Einwilligungen in Excel-Listen verwaltet werden, ist rechtlich untragbar. Ein professionelles Setup automatisiert die Einhaltung der Anforderungen inklusive lückenloser Dokumentation.
| Aspekt | Improvisierter Ansatz | Professionelles Setup |
| Einwilligung | Manuelle Listen, keine Zeitstempel | Automatisierte Double-Opt-in-Prozesse |
| AV-Vertrag | Oft nicht vorhanden | Rechtssicherer Vertrag (AVV) |
| Datenstandort | Unklar, oft außerhalb der EU | Transparente Angabe (EU-Server) |
| Abmeldung | Manueller Prozess | Automatischer Abmelde-Link |
Foto (oben): Shutterstock
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Project A investiert in KI-Startup von Celonis-Alumni – hier ist das Pitchdeck
Europas Fabriken KI-fähig zu machen – das plant das Startup Linexa aus München. Dafür hat das Deep-Tech jetzt eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde vom Berliner VC Project A. Auch Business Angels haben sich beteiligt. Darunter: Celonis-Gründer Bastian Nominacher, Thomas Böck, CEO vom Industrieunternehmen Festo und Christian Schlögel, ehemaliger CTO/CDO der Tech-Companies Kuka & Körber.
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Die Idee von Linexa
Viktor Stryczek, Alexandros Vassiliadis und Tobias Drees haben das Startup Ende 2025 gegründet. Kennengelernt haben sich die drei während ihrer Zeit bei Celonis.
Sowohl dort als auch bei früheren Berufsstationen hatten die Gründer laut Vassiliadis viel mit Produktionsunternehmen zu tun. Dadurch sind sie auf die Idee für ihr Startup gekommen. „In den Gesprächen kam immer derselbe Nenner: Produktionslinien sind über Jahrzehnte so stark gewachsen, dass kein Einzelner mehr den Überblick hat“, so Vassiliadis. „Anlagen von einem Dutzend Herstellern stehen nebeneinander, manche vor vierzig Jahren installiert, manche letzten Monat. Die Dokumentation liegt teils in Excel-Listen, teils in den Köpfen einzelner Instandhalter.“
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Mit Linexa wollen die Gründer Fabriken helfen, ihre Produktionsprozesse ganzheitlich zu überblicken und zu verstehen. Dafür sammelt Linexa die Daten der verschiedenen Programme, über die die Anlagen laufen, und baut daraus ein einheitliches Datenmodell, das die Funktionsweise aller Maschinen abbildet. „Darauf können die KI-Agenten die Produktion anpassen, optimieren oder absichern“, so Vassiliadis.
Heißt: Wenn Fabriken ihre Produktion umstellen, Anlagen anpassen oder Maschinen zum Schutz der Mitarbeitenden absichern wollen, können sie das laut den Gründern mit Linexa schneller umsetzen – ohne lange Ausfallzeiten und teure Serviceverträge.
KI darf keine Fehler machen
Laut Stryczek sei die größte Herausforderung bei der Entwicklung der KI von Linexa zum einen die Strukturierung der Daten gewesen – und die KI selbst. Dafür sei viel Forschungsarbeit notwendig gewesen.
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Denn die KI-Agenten generieren für die Anpassung der Anlagen einen Code. Und der muss komplett fehlerfrei sein. „Fehler können Produktionsausfälle verursachen, Anlagen beschädigen oder sogar Menschen gefährden“, sagt Stryczek. „Jeder Änderungsvorschlag muss deshalb in einem Zwischenschritt virtuell simuliert werden. Erst wenn das Verhalten exakt dem erwarteten entspricht, wird er freigegeben.“
Linexa werde bereits von einem deutschen Lebensmittelproduzenten genutzt. Den Namen gibt das Startup nicht bekannt. Das frische Kapital soll nun in den Ausbau des Teams und der Plattform fließen.
Hier geht’s zum Pitchdeck
Linexa hat Gründerszene das Pitchdeck zur Verfügung gestellt, mit dem sie die Investoren überzeugen konnten. Weitere Pitchdecks anderer Startups findet ihr hier.
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DefenseTech : Warum das Integrationsproblem wichtiger ist als die Innovationslücke
#Gastbeitrag
Wer heute ein DefenseTech- oder GovTech-Startup gründet, braucht mehr als eine gute Technologie. Er muss Systemarchitektur, Beschaffungswege und die Akteure auf staatlicher Seite verstehen. Ein Gastbeitrag von Falk Schäfers.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Investitionen in europäische DefenseTech-Startups haben sich von 2024 auf 2025 auf 2,3 Milliarden Dollar verdoppelt. Allein das deutsche Unternehmen Helsing sammelte 700 Millionen Dollar ein. Der ukrainische KI-Drohnenhersteller Swarmer legte einen der größten Börsengänge des letzten Jahres hin. Europa holt im globalen DefenseTech-Wettbewerb auf. Der Abstand zu den USA und Israel schrumpft.
Das ist ein gutes Zeichen, aber es reicht nicht. Das Problem liegt nicht im Mangel an Innovation, sondern in der Fähigkeit, diese Innovationen zu nutzen. Diese Fähigkeit fehlt in Deutschland und Europa noch immer in erschreckendem Ausmaß.
Kritische Infrastruktur: Eine zivil-militärische Herausforderung
Die Verteidigung kritischer Infrastruktur ist nicht mehr nur ein militärisches Thema. Technologien zur Abwehr von Drohnenangriffen schützen inzwischen auch Energieanlagen, Häfen, Industrieparks und Flughäfen.
Was bedeutet das konkret? Sensoren, Detektionssysteme und Lagebildfusion müssen zwischen zivilen Betreibern und staatlichen Akteuren reibungslos funktionieren. Der Engpass liegt nicht in den einzelnen Technologien, sondern in ihrer Integration. Viele marktreife Einzellösungen existieren, aber sie wachsen selten systemisch zusammen.
Das ist nicht ausschließlich ein technisches Problem, sondern auch ein Architekturproblem, das die staatliche Handlungsfähigkeit direkt betrifft.
Das eigentliche Problem: Absorptionsfähigkeit
Budgets sind inzwischen vorhanden. Was fehlt, sind Strukturen, die Innovationen in die Praxis umsetzen. Vergabekultur, Zuständigkeitsfragmentierung und fehlende Skalierungsmechanismen bremsen die Umsetzung im Defense Bereich.
Gründerinnen und Gründer mit marktreifen Produkten stecken oft monatelang in Beschaffungskorridoren fest. Verwaltung und Politik sind frustriert, weil die richtigen Lösungen schwer zu identifizieren und noch schwerer zu beschaffen sind. Diese Reibungsverluste behindern eine schnelle Skalierung.
Der Dialog zwischen Politik, Bundeswehr, Industrie, Startups und Investoren muss institutioneller werden – dabei stellt der sog. Rüstungsgipfel von Verteidigungsministerium und Wirtschaftsministerium gemeinsam mit Verbänden, Industrie und Startups bereits einen guten Beginn dar. Produktionskapazitäten und europäische Lieferketten rücken zunehmend in den Vordergrund, nicht zuletzt, weil der Wandel in der Automobilindustrie neue Fertigungskapazitäten und -expertise freisetzt, die für die Rüstungsindustrie relevant werden. Man sollte den Markt für Sicherheit und Verteidigung stets mindestens europäisch betrachten, mit dem Ziel, ihn über nationale Grenzen hinweg zu erweitern und gemeinsame Standards zu schaffen.
Was Gründer jetzt brauchen
Wer heute ein DefenseTech- oder GovTech-Startup gründet, braucht mehr als eine gute Technologie. Er muss Systemarchitektur, Beschaffungswege und die Akteure auf staatlicher Seite verstehen.
Erstens: Denkt in Fähigkeiten, nicht in Produkten. Konsequentes Vorgehen nach dem Fähigkeitsprinzip und Plattformdenken sind der Schlüssel zum Erfolg in dem Bereich. Einzellösungen sind austauschbar. Langfristig werden neben der Fähigkeit verschiedene Systeme zu verbinden und Entscheidungsfähigkeit zu schaffen, auch die Supply-Chain an sich sowie die Zulieferung kritischer Komponenten das, was Beschaffer und strategische Partner langfristig suchen.
Zweitens: Baut frühzeitig Brücken zur öffentlichen Hand. Pilotprojekte mit Behörden und Kooperationen mit der Bundeswehr oder Sicherheitsbehörden sind kein Beiwerk. Sie sind der Proof of Concept, der Skalierung überhaupt erst ermöglicht. Die Nähe zum Endnutzer unterstützt bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung den
Drittens: Dual-Use ist keine Notlösung, sondern eine Stärke. Technologien, die sowohl zivile als auch militärische Infrastruktur schützen, haben ein breiteres Marktpotenzial und eine stabilere Finanzierungsbasis. Dabei kann in späteren Phasen und zum Ausbau der Produktion neben Venture Capital auch der Rückgriff auf Structured Finance Ansätze wie Debt Vehikel von Banken spannend werden.
Über den Autor:
Falk Schäfers, Co-CEO des börsennotierten Investors Heliad AG, hat während der Rocket Internet Ära bereits IPOs begleitet, darunter von HelloFresh und Delivery Hero. Heliad ist auch in Defense-Startups wie ARX Robotics, Albacore und das Cybersecurity Startup Aikido investiert. Darüber hinaus positioniert sich Heliad als Brücke zwischen privaten und öffentlichen Kapitalmärkten und ermöglicht Anlegern den Zugang zu wachstumsstarken Pre-IPO-Unternehmen über eine liquide, börsennotierte Struktur.
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
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