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„Der Super Mario Galaxy Film“: Marios Markenuniversum
Die meisten Kinder, die ihn im Kino sehen, werden gar nicht wissen, wie unfassbar gut die Vorlage war. Und dieser Film wird daran nichts ändern. „Super Mario Galaxy“ war 2007 eines dieser Nintendo-Spiele, das nach langer Zeit und einem weniger brillanten Vorgänger erschien, um all den Krümelspielen zu zeigen, wer der Kuchen ist. Und der Kuchen trug einen Schnurrbart.
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„Super Mario Galaxy“ landete wie eine Offenbarung auf der Wii. Es war eines dieser Nintendo-Spiele, die großen technischen Aufwand verstecken, um etwas Komplexes einfach aussehen zu lassen. In einer Zeit, in der viele 3D-Spiele ihre umständliche Kamerasteuerung noch zur Herausforderung für echte Gamer verklärten, schaute Nintendos Spiel fast immer aus der richtigen Perspektive auf Mario, obwohl er knubbelige und krumme Himmelskörper erkundete. Auf jedem Planeten konnte sich eine neue Idee verstecken. Mario Galaxy 1 steht zwischen anderen Jump’n’Runs wie ein schwarzer Monolith voller Sterne. Und Mario Galaxy 2 hatte Yoshi. Auf jeden Fall sollte man also den Galaxy-Re-Release für die Nintendo Switch spielen. Das Geld ist gut angelegt.
Und der Kinofilm?
Ob man den Super Mario Galaxy Film schauen sollte, ist dagegen eine offene Frage. Man kann ihn schauen. Es tut nicht weh! Der Film ist kurzweilig. Er zündet ein Feuerwerk der Nintendo-Zitate und Easter Eggs, das über die volle Dauer anhält. Wer in einem Kino voller Fans sitzt, hört mehrmals pro Minute entzücktes Raunen. Einige rufen jede Referenz unweigerlich in den Kinosaal, so als wollten sie beweisen, dass sie den Nebencharakter aus einem alten Spiel zuerst erkannt haben.

Nintendo
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So ein Film ist vielleicht die geeignete Zutat, um spielfaule Kinder für Nintendo zu begeistern. Aber er wirkt wie ein Nebenprodukt. Er ist eine Einladung in eine Markenwelt, Werbung für Videospiele und eine kostengünstigere Alternative zum Besuch eines Super-Nintendo-World-Themenparks. Vielleicht wird dort demnächst in den Warteschlangen der Film gezeigt?
Doch zwingend nötig war der Super Mario Galaxy Film eher aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn sich in dem Feuerwerk irgendwo eine kreative Vision versteckt, dann ist sie leicht zu übersehen.
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Mario sieht Sterne
Schon eine Inhaltsangabe gestaltet sich schwierig. Rosalia wird ganz zu Anfang von Bowser Jr. entführt, und muss dann leider recht lange auf ihre Rettung warten. Das ist zwar ein erkennbarer Handlungsstrang, doch statt einer sich zuspitzenden Spannung gibt’s einfach immer irgendwelche neuen Szenen, in denen Mario oder Peach lustige und verrückte Abenteuer erleben.
Auch früh im Film kommt es zur überraschenden Entdeckung Yoshis in einem Level aus „Super Mario Odyssey“. Danach ist er zwar immer dabei, man weiß aber nicht so recht warum. Überhaupt: Warum Charaktere einander doof finden oder mögen, warum sie ihre Meinung ändern, das wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Bowser liefert ein besonders deutliches Beispiel. Anfangs ist er noch wie am Ende des ersten Films geschrumpft und eingesperrt, dann taumelt er in einer Weise zwischen Gut und Böse, die sich nie besonders folgerichtig oder nachvollziehbar anfühlt. Für die Erläuterung solcher Hintergründe hat der Film leider keine Zeit. Erstens wäre das vielleicht langweilig, zweitens fahren Mario und Luigi gerade Dirt Bike! Sie machen total verrückte Stunts!
Die Galaxie ist nicht genug
Rosalia taucht auf, ihre fliegende Luma-Kindertagessternwarte ebenso, und in mehreren Szenen spielt die Kamera mit dem Horizont auf kleinen, runden Welten. Luma verwandeln sich sogar in sternförmige Katapulte, um Menschen wie im Wii-Klassiker in die Ferne zu schießen. Die Bezüge zum Original sind also zahlreich. Trotzdem gehen sie unter. Denn statt eines erkennbaren Settings hat der Film eher ein Marken-Multiversum. In seiner spielerischen Wahllosigkeit erinnert er eher an eine „Smash Bros.“-Kampagne. Viele Charaktere und Gegner kommen aus anderen Spielen.
Jederzeit können Dinosaurier oder Pikmin im Spiel abgesetzt werden. In jeder Kameraeinstellung versteckt sich ein Pinguin oder eine Propellerwanne oder ein vergessenes Zubehörteil, das man aus einem bestimmten Spiel wiedererkennen könnte. Das führt zu Überfrachtung, es wird ganz schön wahllos, aber für suchfreudige Fans ergibt sich ein Vergnügen wie bei einem Wimmelbild. Die Geschichte kann man ignorieren, wenn man das lustige Detail im Bildhintergrund entdeckt. Vielleicht ist das die angemessene Art, diesen Film zu schauen. Wer spielt schon „Super Mario“ wegen der Story?
Bananenstarkes Potenzial
Im Super Mario Galaxy Film nach einer Geschichte und Charakteren zu suchen, ist frustrierend. Unter diesen Gesichtspunkten ist er schlecht. Der erste Mario-Film war kein Meisterwerk, aber er funktionierte deutlich besser als die Geschichte eines Klempners, der erst in ein Wunderland stolpert, dann eine Peach bewundern darf, die nicht mehr viel mit der hilflos quietschenden Prinzessin zu tun hat, und schließlich selbst zum Helden reift.
Der zweite Film besitzt nominell auch eine Geschichte, interessiert sich aber selbst nicht dafür. Hier geht es einfach darum, dass jede Szene knallt. Urplötzlich kann jeder Charakter tollpatschig scheitern oder zum Actionheld werden, einfach damit man beim Zuschauen visuell etwas geboten bekommt.
Bei allen Überraschungen führt das auch zu einem Déjà-vu-Erlebnis beim Schauen, vor allem wenn man gelegentlich mit Kindern ins Kino geht. Der Super Mario Galaxy Film wurde von Illumination entwickelt, den Machern der Minions. Und mehr noch als Mario 1 ist auch Mario Galaxy ein Minions-Film. Auch da geht es weniger um eine Handlung, sondern um bedingungslose Unterhaltung mit Action und Witz in jeder einzelnen Szene. Bei dieser Logik ist nun auch Mario angekommen. Der Crossover-Film ist wahrscheinlich nicht mehr aufzuhalten.
(dahe)
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RTL-SDR V4 eingestellt: Beliebter SDR-Stick erreicht das Aus
Der RTL-SDR V4 wird nicht weiter produziert. Das haben die Entwickler des beliebten Dongles für Software Defined Radio (SDR) offiziell bestätigt. Grund dafür ist das Ende der verfügbaren Bestände des verwendeten Tuner-Chips Rafael R828D, der schon seit längerer Zeit nicht mehr hergestellt wird. Bereits bei der Vorstellung des V4 im August 2023 war klar, dass es sich eigentlich um ein Produkt mit begrenzter Laufzeit handelt, das auf Restposten angewiesen ist. Nun sind die letzten brauchbaren Chips verbaut.
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Für Maker und Funk-Enthusiasten ist das durchaus relevant, denn der RTL-SDR V4 gilt in vielen Bastelprojekten als robuste SDR-Lösung. Anders als bei anderen Funkempfängern übernimmt dabei nicht fest verdrahtete Hardware die Signalverarbeitung, sondern größtenteils Software. Ein SDR-Stick digitalisiert Funkdaten direkt und übergibt sie an den Rechner. Mit passender Software lassen sich dann unterschiedlichste Funkstandards analysieren oder empfangen – etwa Flugfunk, Wettersonden, Amateurfunk, ADS-B-Flugzeugdaten, Satellitensignale oder IoT-Funkprotokolle.
Vorteile bei Hochfrequenzen
Der V4 unterscheidet sich von älteren RTL-SDR-Modellen vor allem durch seine Architektur für den Empfang im hochfrequenten Bereich (HF). Frühere Varianten wie der V3 benötigten meist einen externen Upconverter, um Kurzwellenfrequenzen unterhalb von etwa 24 MHz sinnvoll zu empfangen. Beim V4 ist dieser Upconverter bereits integriert. Zusätzlich setzt das Design auf mehrere Signalpfade und zusätzliche Filter, die über die drei Eingänge des R828D-Chips realisiert werden. Das reduziert Störungen und erleichtert die Verarbeitung unterschiedlicher Frequenzbereiche.
Bei Hochfrequenzen bringt das Vorteile bei der Empfangsqualität. Wer beispielsweise Kurzwelle, CB-Funk oder Amateurfunkbänder empfangen will, muss weniger externe Hardware einsetzen. Für portable Projekte oder kompakte Messaufbauten ist das praktisch. Außerdem ist der Stick dadurch für viele Einsteiger leichter nutzbar, weil zusätzliche Konverter und Filter wegfallen.
Ganz verschwinden soll die Technik aber nicht. Die Entwickler arbeiten bereits an einem neuen Modell namens V4L. Dieses nutzt den R828S-Chip, der allerdings nur zwei Eingänge unterstützt. Dadurch entfallen einige der zusätzlichen Filtermöglichkeiten des bisherigen V4. Die grundsätzliche Architektur mit integriertem HF-Upconverter soll jedoch erhalten bleiben.
Allerdings wird auch der V4L nur begrenzt verfügbar sein. Denn auch der R828S wird nicht mehr produziert, weshalb erneut nur vorhandene Lagerbestände zum Einsatz kommen. Zudem wird ein neuer Treiber erforderlich sein, da der Chip bislang offenbar noch nie in einem RTL-SDR-kompatiblen Produkt eingesetzt wurde.
V5-Nachfolger denkbar
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Den älteren RTL-SDR V3 wollen die Verantwortlichen dagegen weiterhin regulär produzieren. Parallel denken die Entwickler bereits über eine mögliche Version V5 nach. Konkrete Informationen dazu gibt es bisher aber nicht. Noch vorhandene Restbestände des V4 könnten vereinzelt bei Händlern auftauchen. Die Entwickler warnen allerdings vor zahlreichen Fälschungen auf Marktplätzen. Teilweise würden dort Gehäusekopien des V4 mit einfacher V3-Klonhardware verkauft. Für Funkbastler gilt also einmal mehr: Nicht alles, was wie ein SDR aussieht, ist auch einer.
Wer noch so einen Dongle zu Hause hat, findet in unserem Artikel zum USB-C-Umbau Tipps, wie man den Stick mit einer USB-C-Buchse versieht.
(das)
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Einride beginnt Projekt mit autonomen Lkw in Ohio
Autonome Lkw auf öffentlichen Straßen: Das schwedische Unternehmen Einride plant ein Projekt mit seinen fahrerlosen Lkws im US-Bundesstaat Ohio. Dabei werden diese auch auf öffentlichen Straßen fahren.
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Bei dem Projekt, das im Sommer startet, arbeitet Einride mit dem US-Logistikunternehmen EASE Logistics zusammen. Zwei der autonom fahrenden Lkw sollen Güter zwischen Lagern von EASE transportieren. Sie werden dabei sowohl auf dem Gelände des Logistikunternehmens als auch auf Landstraßen fahren.
„Einsätze wie dieser tragen dazu bei, autonome Lkw-Transporte von überwachten Pilotprojekten in den täglichen Frachtbetrieb zu bringen, wo Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz in großem Maßstab bewertet werden können“, sagte EASE-Chef Peter Coratola. „Indem wir mit führenden Anbietern autonomer Technologien, darunter Einride, in der realen Welt zusammenarbeiten, helfen wir, die für die nächste Generation des Güterverkehrs erforderliche Infrastruktur und Betriebsbereitschaft zu beschleunigen.“
Überwacht aus einem Kontrollzentrum
Der elektrisch angetriebene Lkw von Einride ist für den hochautomatisierten Betrieb (SAE Stufe 4) konzipiert und hat deshalb keine Fahrerkabine. Es ist eher eine fahrende Ladefläche. Im Betrieb wird das Fahrzeug von einem Kontrollzentrum aus überwacht. „Sicherheit ist kein Merkmal, das wir unserer Technologie hinzufügen, sondern die Grundlage, auf der alles aufbaut“, sagte Einride-Chef Roozbeh Charli.
Es ist laut Einride bereits das dritte Projekt mit EASE Logistics. In Europa war ein autonomer Lkw von Einride mit einer Sondergenehmigung erstmals 2019 auf öffentlichen Straßen in Schweden unterwegs.
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(wpl)
Künstliche Intelligenz
Hunderte bösartige npm-Pakete im AntV-Ökosystem entdeckt
In einer neuen Mini-Shai-Hulud-Lieferkettenattacke haben Bedrohungsakteure am 19. Mai mehr als 600 bösartige Versionen von npm-Paketen verbreitet. Hauptziel der Attacke war das Datenvisualisierungs-Ökosystem AntV. Die infizierten Versionen sind mittlerweile entfernt.
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Die IT-Forscher von Socket identifizierten eingangs 639 kompromittierte AntV-Paket-Versionen, die sich auf 323 npm-Pakete verteilen. Laut JFrog hat sich die Zahl inzwischen auf 325 npm-Pakete erhöht. Die Angreifer brachten sie über das gehackte Projekt-Maintainer-Konto atool in Umlauf, das die Pakete im @antv-Namespace veröffentlicht. Weil das kompromittierte Konto mit weitverbreiteten Paketen aus den Bereichen Datenvisualisierung, Graphing, Mapping, Charting und React-Komponenten verknüpft ist, stuft Socket den potenziellen Schaden der Lieferkettenattacke als erheblich ein.
Schädliche Paket-Versionen erschienen zwischen 03:56 und 04:56 Uhr MESZ unter anderem von @antv/g2, @antv/g6, @antv/x6, @antv/l7, @antv/s2, @antv/f2, @antv/g, @antv/g2plot, @antv/graphin, @antv/data-set sowie von timeago.js, size-sensor und canvas-nest.js (vollständige Liste im Socket-Blogpost). Vermint war auch das Paket echarts-for-react, ein weitverbreiteter React-Wrapper für Apache ECharts, der monatlich mehr als eine Million Downloads verzeichnet. Socket entdeckte die bösartigen Versionen laut eigenen Angaben jeweils etwa 6 bis 12 Minuten nach ihrer Veröffentlichung.
Nicht wählerisch beim Datenklau
Auf infizierten Systemen sucht die Malware nach Zugangsdaten und leitet diese an https://t[.]m-kosche[.]com:443/api/public/otel/v1/traces aus. Dabei haben es die Datendiebe auf Cloud-Credentials etwa für Amazon AWS und Microsoft Azure abgesehen, stehlen aber auch GitHub- und npm-Tokens, Konfigurationsdateien und SSH-Schlüssel.
Findet die Malware nutzbare GitHub-Zugangsdaten, kann sie auf dem infizierten Account auch automatisch ein neues Repository anlegen und die gestohlenen Daten dort im Verzeichnis results/ ablegen. Kompromittierte Konten lassen sich anhand der rückwärts geschriebenen Zeile „Shai-Hulud: Here We Go Again“ im README.md erkennen. Eine GitHub-Suche nach „niagA oG eW ereH :duluH-iahS“ findet derzeit rund 1.500 betroffene Repositories.
Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des Shai-Hulud-Quellcodes durch die Hackergruppe TeamPCP erfolgte die Mini-Shai-Hulud-Lieferkettenattacke auf AntV. Da mittlerweile die ersten Shai-Hulud-Klone erschienen sind, liegt es nahe, dass einer davon AntV im Visier hatte. Weitere Malware-Varianten sind zu erwarten: TeamPCP hat im Cybercrime-Forum BreachForums zu einem Wettbewerb um den schädlichsten Klon aufgerufen.
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(mro)
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