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Drohende Insolvenz: Actioncam-Hersteller GoPro sucht nach Auswegen


GoPro steckt offenbar in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. In einer aktuellen Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC weist der Hersteller darauf hin, dass erhebliche Zweifel daran bestehen, ob das Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb in der bisherigen Form fortführen kann.

Konkret geht es um eine sogenannte „Going Concern“-Warnung. Damit wird in US-Finanzberichten ausgedrückt, dass ein Unternehmen nicht sicher davon ausgehen kann, seine Verpflichtungen in den kommenden zwölf Monaten erfüllen zu können. Eine Insolvenz ist damit nicht automatisch verbunden. Für Anleger, Kreditgeber und Geschäftspartner ist ein solcher Hinweis aber ein deutliches Warnsignal.

Absatz, Umsatz und Gewinn sinken weiter

GoPro verweist in den Unterlagen auf mehrere Belastungsfaktoren. Dazu zählen operative Verluste, ein negativer operativer Cashflow und Finanzierungsvereinbarungen, bei denen bestimmte Vorgaben eingehalten werden müssen. Werden diese Auflagen verletzt, könnten Kreditgeber unter Umständen eine vorzeitige Rückzahlung verlangen. GoPro schreibt selbst, dass dafür möglicherweise nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen würden.

Die Bilanz zeigt, wie eng die Lage geworden ist. Ende 2025 verfügte GoPro noch über liquide Mittel in Höhe von knapp 50 Millionen US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 103 Millionen US-Dollar. Zugleich sank das Gesamtvermögen von 544 Millionen auf 428 Millionen US-Dollar. Der Umsatz lag 2025 bei rund 652 Millionen US-Dollar, unterm Strich stand jedoch erneut ein Verlust.

Auch das laufende Geschäft liefert bislang keine Entlastung. Im ersten Quartal 2026 erzielte GoPro einen Umsatz von 99 Millionen US-Dollar, 26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz lag bei rund 313.000 Kameras und damit 29 Prozent niedriger. Die Zahl der Abonnenten ging ebenfalls zurück, wenn auch weniger stark.

Speicherkrise belastet GoPro

Als zusätzliche Belastung nennt GoPro stark gestiegene Speicherpreise. Nach Unternehmensangaben verteuerte sich Speicher zuletzt um 80 bis 115 Prozent. Hintergrund ist die hohe Nachfrage nach Speicherprodukten für KI-Rechenzentren, wodurch klassische Speicherkomponenten für Gerätehersteller knapper und teurer werden. Für GoPro ist das besonders problematisch, weil die Kameras in einem preissensiblen Markt verkauft werden.

Die Konkurrenz wird stärker

Hinzu kommt ein veränderter Markt für Actioncams. Smartphones haben einfache Aufnahmesituationen in vielen Fällen übernommen, während Hersteller wie DJI und Insta360 mit eigenen Kameras stärker auftreten. Für GoPro wird es dadurch schwieriger, frühere Marktanteile zu halten und Nutzer regelmäßig zum Wechsel auf neue Modelle zu bewegen.

Das Unternehmen prüft deshalb mehrere Optionen. Dazu gehören zusätzliche Finanzierungen, geänderte Kreditvereinbarungen, der Verkauf nicht benötigter Vermögenswerte sowie strategische Alternativen bis hin zu einem Verkauf oder Zusammenschluss. Außerdem baut GoPro Stellen ab. Bereits im April war von einer Reduzierung der weltweiten Belegschaft um rund 23 Prozent die Rede.

Mission One soll es richten

Ob die neuen Mission-One-Kameras die Lage verbessern können, bleibt offen. Sie sollen GoPro stärker in professionelle Anwendungsbereiche bringen, kommen aber zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen keinen finanziellen Spielraum mehr hat. Entscheidend dürfte nun sein, ob GoPro frisches Kapital, neue Vereinbarungen mit Kreditgebern oder einen strategischen Partner findet.



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Prototyp TB1000: LG zeigt 27″-OLED-Display mit True Black 1000


Inzwischen liegen nähere Informationen über das neue OLED-Monitor-Panel von LG Display vor, das erstmals die Anforderungen von DisplayHDR True Black 1000 schaffen soll. Dies war zuvor lediglich Notebook-Displays gelungen. In der Spitze soll die Helligkeit sogar 2.000 cd/m² erreichen. TFT Central hat erste Impressionen.

Erstes OLED-Monitor-Panel erreicht True Black 1000

Das besondere Display, das sicher noch eine Weile von der Serienfertigung entfernt ist, trägt auf der Computex den Projektnamen TB1000 und misst 27 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung beträgt 2.560 × 1.440 Pixel und die Bildwiederholrate 540 Hz. Das berichtet TFT Central mit ersten Eindrücken von der Messe in einem Video. Der ausgestellte Prototyp nutzt laut den Angaben von LG ein Tandem-WOLED-Panel (Primary RGB Tandem 2.0) mit RGBW-Stripe-Pixelstruktur. Es kommen also wenig überraschend weiße Subpixel zum Einsatz, die bei der hohen Leuchtkraft helfen dürften.

Auf ganzer Bildfläche (100 % APL) soll das Display eine Leuchtkraft von 560 cd/m² erreichen. Das ist sogar deutlich mehr als die als Minimum für den VESA-Standard DisplayHDR True Black 1000 benötigten 500 cd/m². Zum Vergleich: Erst vor kurzem haben OLED-Monitore das Siegel DisplayHDR True Black 600 erreicht. Dafür bedarf es nur 350 cd/m² (100 % APL) sowie punktuell 600 cd/m². LG wirbt zwar mit sogar 2.000 cd/m² für den TB1000-Prototyp, allerdings gilt dies lediglich für einen winzigen Bereich von 1,5 Prozent der Bildfläche.

LG Display zeigt auf der Computex das erste OLED-Monitor-Display mit True Black 1000 (Bild: TFT Central)

Weitere Neuheiten

LG Display zeigt in Taiwan auch die neuen Displays mit RGB-Stripe-Layout (ohne weiße Subpixel), wie sie in 39 Zoll beim Dell Alienware AW3926QW oder in 27 Zoll und 32 Zoll bei Asus ROG Swift OLED PG27UCWM und ROG Swift OLED PG32UCWM zum Einsatz kommen.

Asus zeigt sich besonders einsatzfreudig bei den Neuheiten von LG Display und setzt beim ROG Strix OLED XG259QWPG Ace auf das erste WOLED-Panel mit 24,5 Zoll und 540 Hz für eSports.

Im Video wird auch auf die Techniken Black Frame Insertion (BFI) und DFR 2.0 eingegangen. Bei DFR 2.0 soll die Bildwiederholrate vervierfacht werden, wenn die Auflösung entsprechend reduziert wird. TFT Central schlussfolgert daraus „1.000 Hz OLED kommt“, allerdings wird das voraussichtlich noch ein paar Jahre dauern.



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Steel Shark Mini G & Mini M: Sharkoon baut 2-Kammer-Tower mit Glas oder Gitter


Steel Shark Mini G & Mini M: Sharkoon baut 2-Kammer-Tower mit Glas oder Gitter

Sharkoon zeigt zur Computex nicht nur günstige Fortsetzungen von Maus- und Tastatur-Klassikern, sondern auch ein neues Zwei-Kammer-Gehäuse. Beim Steel Shark Mini handelt es sich um einen Tower mit wahlweise Glas- oder Gitterfront. Preislich bleibt Sharkoon erneut moderat.

Wirklich winzig wird das „Mini“-Modell des Steel Shark jedoch nicht, denn auch der kleine Ableger bleibt ein ATX-Gehäuse mit entsprechenden Dimensionen. Es schrumpft nur gegenüber dem normalen Steel Shark, das vor allem über und hinter dem Mainboard mehr Platz bietet – in der Kleinversion wird das Netzteil daher hinter die Front verlegt. Was die Mini-Modelle auszeichnet, ist die Front mit Aluminium-Streifen und die Wahl zwischen entweder einem Mesh-Gitter mit quadratischen, zur Gehäuseform passenden Öffnungen (Mini M) oder einem Glaspanel (Mini G).

Daraus folgt, dass lediglich beim M Lüfter an die Front gesetzt werden können. Das G-Modell kommt ohne sie aus. Lüfter können zudem an Ober- und Rückseite sowie den Boden gesetzt werden. Dort sitzen sie an einer angewinkelten Halterung. Lüfter im rechten Seitenteil sieht jedoch keine der beiden Varianten vor. Vorinstalliert werden jeweils drei 120-mm-Lüfter mit ARGB-LEDs. Beim Einsatz einer Wasserkühlung kann maximal auf einen 360-mm-Radiator zurückgegriffen werden.

Beide Varianten sollen im Juli zu einer Preisempfehlung von rund 80 Euro in den Handel gelangen.

Sharkoon Steel Shark Mini M
Sharkoon Steel Shark Mini M
Sharkoon Steel Shark Mini M
Sharkoon Steel Shark Mini M (Bild: Sharkoon)
Sharkoon Steel Shark Mini G
Sharkoon Steel Shark Mini G (Bild: Sharkoon)

Das Steel Shark bietet mehr Platz

Das bereits für rund 90 Euro im Handel erhältliche Steel Shark ist demgegenüber ein klassischer Glaskasten, bei dem Netzteil und Festplatten in einer zweiten, geräumigen Kammer hinter der Front verschwinden. Eine Wahloption bei der Front gibt es nicht, sie besteht immer aus Glas.

Das große Modell wird mit vier ARGB-Lüftern ausgeliefert, die an einem integrierten Hub angeschlossen und über diesen geregelt werden. Insgesamt passen zehn Lüfter in das Gehäuse, wahlweise auch zwei 360-mm-Radiatoren an Seitenteil und Oberseite.

Kühler und Grafikkarten können bis hin zu besonders großen Modellen verwendet werden. Für Kühler liegt das Höhenlimit bei 168 Millimetern, Grafikkarten können 424 Millimeter lang werden.

Sharkoon Steel Shark (Bild: Sharkoon)



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Wildcat Lake Refresh: Intels Einsteigerchip wächst nächstes Jahr auf acht Kerne


Wildcat Lake Refresh: Intels Einsteigerchip wächst nächstes Jahr auf acht Kerne

Bild: Intel

Während der kleine Panther Lake alias Intel Wildcat Lake gerade in Notebooks und PCs einschließlich Mini-PCs einzieht, nehmen die Gerüchte über den Refresh zu und besagen vor allem eines: mehr Kerne. Unterm Strich könnte so sehr schnell die Leistung deutlich ansteigen.

Intel Wildcat Lake ist aktuell ein Design, das zwei Performance-Kerne und vier LPE-Cores nutzt. Diese ungewöhnliche Kombination hat das Produkt ein wenig von Intel Lunar Lake geerbt, dort kombinierte das Unternehmen erstmals 4P+4LPE-Cores. Und im kommenden Jahr geht es für Wildcat Lake nun auf diesen Stand zurück: 4+0+4 sagen die offiziellen Gerüchte, das steht für 4 P-Cores, 0 klassische E-Cores aber zusätzlich 4 LPE-Kerne. Von zwei auf vier Performance-Kerne zu verdoppeln, wird die Leistung in einigen Anwendungen beachtlich steigern.

Die Entscheidung sei demnach erst vor wenigen Wochen getroffen, heißt es in den Meldungen weiter. Ursprünglich war geplant, einen 6-Kern-Prozessor aus der Nova-Lake-Familie hier aufzustellen. Dieser hätte aber auch nur den Aufbau 2+0+4 geboten, wäre also kein Fortschritt hinsichtlich Kernausstattung geworden.

Angesichts der Speicherkrise, die noch Jahre anhalten soll und dem anvisierten Marktumfeld, passe ein Refresh von Wildcat Lake nun deutlich besser. Wildcat Lake ist bekanntlich nicht nur bei den Kernen abgespeckt, auch nutzt er nur Single-Channel-Speicher und bietet zudem weniger I/O. Vollwertige Panther Lake und vermutlich auch Nachfolger Intel Nova Lake bieten in diesen Ausstattungsmerkmalen viel mehr und sind auch deshalb deutlich teurer in einem Endprodukt.

Intel Wildcat Lake alias Intel Core 300 konnte in den vergangenen Wochen seit Start viel Aufmerksamkeit erringen. Zur Computex 2026 hat nahezu jeder Notebookhersteller mindestens eine Lösung auch mit dem kleinsten Intel-Chip im Angebot, trifft er doch ein wenig den Nerv der Zeit. Denn das MacBook Neo ist stark gestartet, die großen und teuren bisherigen Chips sind dafür aber kein Gegenspieler. Eine eierlegende Wollmilchsau wird das natürlich nicht, wie das ComputerBase-Hands-on zum neuen Dell XPS 13 zeigt.

Durch chinesische Firmen könnte es aber der einmal anvisierte Preisbrecher sein, wie Chuwi zur Messe noch einmal klarstellt. Mit rund 450 US-Dollar ist es bisher das günstigste Modell. Einen Termin nennt Chuwi aber noch nicht.

Chuwi UniBook vs. Apple MacBook Neo
Chuwi UniBook vs. Apple MacBook Neo (Bild: Chuwi)



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