Apps & Mobile Entwicklung
End of Life für Destiny 2: Letztes Update ist das Ende und ein Problem für Bungie

Bungie schickt Destiny 2 mit einem letzten Update in den Ruhestand. Der Shooter, der lange das Vorzeigeprodukt des Studios war, wirft ein Licht auf die kritische Lage des Entwicklers: Ein echter Nachfolger ist weder in Sicht noch geplant.
Destiny 2 war eigentlich nicht tot zu kriegen. Der Shooter hatte seit Erscheinen 2017 immer Erfolg, konnte mit den meisten Erweiterungen punkten, weitere Plattformen erschließen und sich als Free-to-Play-Titel neu erfinden. Bei aller Kritik: Alles falsch gemacht hat Bungie sicher nicht.
Der Trend zeigt allerdings sinkende Spielerzahlen. Daran konnte selbst die letzte Erweiterung nicht dauerhaft etwas ändern. Nach gut neun Jahren ist deshalb Schluss. Das für den 9. Juni angekündigte Update wird das letzte für den Live-Service-Shooter sein. Danach wolle man Arbeiten am „Ausbrüten unserer nächsten Spiele“ und eine „neue Reise als Studio beginnen“. Destiny 2 wird danach nicht mehr ausgebaut, aber spielbar bleiben. Viele Änderungen im Update sollen genau das ermöglichen. Destiny und alle DLC und Content Packs sollen ab dem 9. Juni im Bundle angeboten, einzelne Packs und Erweiterungen dauerhaft günstiger werden.
Destiny am Ende – und Bungie?
Damit ist nicht nur die Reise für Destiny 2, sondern die Marke vorerst beendet, das klingt in den Formulierungen des Studios deutlich an. Nur: Ein neues Spiel oder Projekt gibt es nicht, denn auch diesbezüglich bleiben die Formulierungen vage.
Bestätigt wird diese Einschätzung von Bloomberg. Unter Berufung auf eigene Quellen schreibt die Seite, dass bei Bungie zwar viele Ideen für neue Spiele entwickelt, von Sony aber kein grünes Licht gegeben wurde.
Ein Grund dafür mag die schwierige Marktlage für Live-Service-Shooter sein. Diese sieht man auch an Marathon. Der Extraction Shooter hat aktuell kaum mehr Spieler als Destiny 2, ist aber brandneu – und hat die Erwartungen damit deutlich verfehlt. Hoffnungen ruhen auf wachsenden Spielerzahlen durch schrittweise Verbesserungen, in die Bungie aktuell investiere.
Das Destiny-2-Team habe deshalb keine Aufgabe, ein Destiny 3 stehe nicht an. Sony plane vielmehr eine „erhebliche Anzahl von Entlassungen“. Überschrieben ist das Update allerdings mit dem Bemerkung, dass jedes Ende ein neuer Anfang sei. Das mutet an der Stelle wie ein Kalenderspruch an – Bungies Zukunft sieht zunehmend düsterer aus.
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GPT-5.6 Sol, Terra und Luna: OpenAIs neue Top-Modelle erscheinen am Donnerstag
Nachdem die Trump-Administration die Fable- und Mythos-Modelle von Anthropic wieder freigegeben hat, folgt jetzt OpenAI. Die neuen Top-Modelle GPT-5.6 Sol, Terra und Luna, die bislang noch nicht frei verfügbar sind, erscheinen am Donnerstag für die Allgemeinheit.
Bislang konnte nur eine ausgewählte Gruppe die Preview-Versionen der GPT-5.6-Modelle testen. Die Trump-Administration wollte zudem selber Sicherheitsaspekte überprüfen.
- Wie bei Mythos 5 und Fable 5: US-Administration verzögert OpenAIs neues GPT-5.6-Modell
Nun also die Freigabe für die Allgemeinheit. Wie bereits angekündigt erscheint GPT-5.6 erstmals in drei Modellstufen:
- GPT-5.6 Sol: Das leistungsfähigste Modell, es ist die direkte Konkurrenz zu Anthropics Top-Modellen Fable und Mythos.
- GPT-5.6 Terra: Das ausbalancierte Modell für den Assistenten-Alltag. Laut OpenAI ist die Leistung vergleichbar mit GPT-5.5 bei halbierten Kosten.
- GPT-5.6 Luna: Die kleinste Modellreihe, die besonders auf Geschwindigkeit – also schnelle Antwortzeiten – und niedrige Kosten ausgelegt ist.
Mit Sol, Terra und Luna will OpenAI jetzt präziser unterscheiden, zu was die jeweiligen Modellvarianten in der Lage sind.
Noch mehr Computing-Leistung bei Bedarf
Modellnamen verraten allerdings nur bedingt, wie leistungsfähig ein KI-Assistent bei einer Anfrage tatsächlich ist. Entscheidender ist zudem der Aufwandmodus – also die verfügbare Computing-Leistung, um eine Anfrage zu beantworten.
Dieser Aspekt wird auch bei OpenAIs Ankündigung deutlich. Für GPT-5.6 Sol gibt es mit „Max“ eine neue Reasoning-Stufe für besonders hohen Aufwand. „Außerdem führen wir den neuen Modus ‚ultra‘ ein, der über die Fähigkeiten eines einzelnen Agenten hinausgeht und Unteragenten nutzt, um komplexe Arbeit zu beschleunigen“, heißt es in der Mitteilung.
Automatisiertes Red Teaming gegen Jailbreaks
Sicherheit ist wie mittlerweile üblich ein Schwerpunkt in OpenAIs Ankündigung. Ein Fokus liegt auf Verfahren, um Schwachstellen zu finden, die zu Jailbreaks führen können. Dabei handelt es sich um Eingaben, mit denen sich die in den Modellen integrierten Schutzmechanismen aushebeln lassen, die etwa die Fähigkeiten in Bereichen wie Cyberangriffe oder Waffenbau begrenzen.
Laut OpenAI wurden mehr als 700.000 A100-äquivalente GPU-Stunden in automatisiertes Red Teaming investiert, um universelle Jailbreaks zu finden. Das ergänzt die menschlichen Tests, die nach wie vor stattfinden. Nur, dass sich auf diese Weise deutlich mehr Angriffsmuster prüfen lassen.
Ein Jailbreak war bei der Sperre für Anthropics Fable- und Mythos-Modelle relevant. Die Trump-Administration soll Hinweise von Amazon als Anlass genommen haben, um Anthropic mittels einer Anordnung über Exportkontrollen zu verpflichten, die Modelle vom Markt zu nehmen. Was tatsächlich der Auslöser für die Sperre war, wird ebenso noch diskutiert wie weitere Hintergründe und Konsequenzen der Entscheidung.
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Anthropic Claude Cowork: Desktop-Assistent nun auch für Mobilgeräte und Web erhältlich
Anthropic hat seinen agentenbasierten Desktop-Assistenten Claude Cowork nun auch für Mobilgeräte und das Web veröffentlicht. Nutzer können KI-gestützte Arbeitsabläufe damit ab sofort nahtlos zwischen Desktop, Browser und Smartphone oder Tablet fortsetzen. Der Rollout startet zunächst als Beta für Max-Abonnenten.
Arbeiten auf verschiedenen Geräten ausführen
Mit der jetzigen Komplettierung soll Claude Cowork Wissensarbeit auf allen Geräten automatisieren, wobei die KI dabei eigenständig über verschiedene angebundene Dienste hinweg arbeitet, zu denen unter anderem Dateien, Kalender, E-Mails, Messenger, Web-Inhalte und weitere verbundene Werkzeuge gehören können. Ziel ist es laut Anthropic, Aufgaben vollständig an die KI zu delegieren und diese bis zum Abschluss selbstständig bearbeiten zu lassen. So kann eine Arbeit am Desktop-PC begonnen, später unterwegs am Notebook fortgesetzt und anschließend auf dem Smartphone über die Android- oder iOS-App oder im Web überprüft werden. Die Arbeit folgt somit dem Nutzer. Ebenso kann Cowork Aufgaben im Hintergrund ausführen, während der Anwender mit anderen Tätigkeiten beschäftigt ist oder das jeweilige Gerät gar nicht aktiv nutzt.
Gelangt das System während der Bearbeitung an einen Punkt, an dem eine menschliche Entscheidung erforderlich ist, fordert die KI den Anwender zur Freigabe oder zur Richtungsentscheidung auf. Die Entscheidungsgewalt verbleibt damit jederzeit bei diesem. Ergebnisse werden somit erst nach ausdrücklicher Prüfung und Zustimmung abgeschlossen oder versendet.
Agenten haben sich längst von der Software-Entwicklung gelöst
Anthropic betont in der Vorstellung, dass sich der praktische Einsatz von Claude Cowork deutlich von der ursprünglichen Arbeitsweise klassischer KI-Agenten unterscheidet. Während diese in der Vergangenheit vor allem mit Programmierung in Verbindung gebracht wurden, sollen bei Cowork inzwischen bis zu 90 Prozent der ausgeführten Tätigkeiten aus anderen Bereichen stammen. Besonders häufig sollen die Agenten für Geschäftsprozesse wie die Auswertung von Quartalszahlen einschließlich der Erstellung eines Berichts oder für die Erstellung von Präsentationen auf Basis verschiedener gesammelter Daten eingesetzt werden. Diese Aufgaben sollen laut Anthropic mittlerweile rund die Hälfte aller Cowork-Anwendungsfälle ausmachen.
Darüber hinaus sieht das Unternehmen den Desktop weiterhin als primären Arbeitsort an. Nur dort steht der vollständige Funktionsumfang von Claude Cowork zur Verfügung, der nun ebenso den Zugriff auf lokale Dateien und den Browser umfasst. Gleichzeitig erhalten Nutzer, die keine Desktop-Anwendung installieren können oder möchten, erstmals Zugriff über den Browser.
Der KI-Spezialist hat jedoch nicht nur die verschiedenen Plattformen zusammengeführt, sondern auch die Benutzeroberfläche der Anwendung vereinheitlicht. Dadurch teilen sich klassische Chats und Cowork im Web sowie auf dem Desktop künftig eine gemeinsame Startseite. Darüber hinaus werden Projekte und erstellte Inhalte zentral verwaltet, wodurch das Delegieren von Aufgaben weiter vereinfacht werden soll.
Zunächst nur als Testversion und nicht für alle
Der Rollout startet zunächst schrittweise als Beta für Max-Abonnenten und wird in den kommenden Wochen auf weitere Tarife ausgeweitet. Begleitend zur Einführung verlängert das Unternehmen die verdoppelten Cowork-Nutzungslimits bis zum 5. August, damit Nutzer auch umfangreichere Aufgaben ausprobieren können.
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Nvidia-Rosa-CPU: Rigel-Kerne mit Armv9.2, mehr L2 und schnellerem Speicher

Nvidia erhöht die Schlagzahl bei den Prozessoren. Auf die Vera-CPU folgt Rosa mit aufgewerteten Rigel-Kernen bei gleicher Architekturbasis. Nvidia-CEO Jensen Huang stellte im Gespräch mit ComputerBase bereits klar, dass das Unternehmen Arm-CPU-Kerne „von der Stange“ vorziehe.
Schon mehrfach griff die ComputerBase-Redaktion die nächste CPU-Generation von Nvidia mit dem Namen Rosa auf. Sie ist die dritte Generation eigener Prozessoren, folgt so der ersten Generation Grace und der in diesem Jahr aktuell werdenden CPU Vera. Seit der Vera-Generation rückt vor allem auch der alleinige Betrieb, also ohne stetige GPU-Anbindung, wieder in den Fokus. Der dürfte auch für Rosa gelten, wenngleich Nvidia bereits bestätigt hat, dass sowohl Rosa Feynman für das Datacenter als auch Rosa Feynman für die Consumer-Abteilung alias Nvidia Spark kommen werden.
Rigel-Kerne folgen auf die Olympus-Kerne
Nvidias Ian Buck als Chef der HPC-Sparte plauderte nun noch einmal über die Vorteile der neuen Vera-CPU und gab dabei einen kleinen Ausblick auf den Nachfolger Rosa für das Datacenter.
NVIDIA’s next-generation Rosa CPU with the Rigel core will continue the company’s CPU roadmap for the agentic AI era. Rigel is NVIDIA’s next-generation Arm v9.2 CPU core, delivering higher per-core performance than Olympus while keeping the same silicon footprint. Key improvements include better instruction delivery, a larger L2 cache and more efficient memory handling.
Nvidia
Die neuen Rigel-Kerne werden demnach auf „Arm v9.2“ setzen, exakt gemeint dürfte dabei vermutlich die Armv9.2-A-Architektur sein. Die Olympus-Kerne der Vera-CPU sind mit exakt dieser Architektur kompatibel, aber noch zu einem großen Teil eigenentwickelt. Dass Nvidia für die neuen Kerne mehr L2-Cache versprechen kann, deckt Arms Referenzdesign der Kerne bereits ab, auch effizienter mit Speicher umzugehen ist stets eine Option. Hier könnte LPDDR6 beispielsweise helfen, der zum Start der neue CPU in erst einigen Jahren längst breiter verfügbar sein dürfte.
Dass in der Architektur noch Leben steckt, hatte Arm kürzlich selbst gezeigt, indem das Unternehmen zusammen mit Meta einen 136-Kern-Prozessor vorgestellt hat. Dieser nutzt Neoverse V3 in weiter angepasster Form und zeigt, dass die grundlegende Idee aus dem Jahr 2024 stets noch weiter optimiert werden kann. Größere Caches, wie sie Nvidia nun will – Veras Olympus-Core hat 2 MB L2 pro Kern – sah die Architektur aber damals bereits vor, und die Unterstützung von moderneren, schnelleren und effizienteren Speichers benötigt lediglich „einige Eingriffe“.
Consumer und Datacenter haben andere Kerne unter gleichem Namen
Spannend bleibt jedoch die Frage, welche Kerne das Consumer-Segment dann jeweils erhält, Neoverse V3 und die große Anzahl und Features sind für das Gebiet schlichtweg „Overkill“. Die Consumer-Version von Grace setzt heute nämlich auf Arm-Cortex-Kerne wie etwa in SoCs für Smartphones. Grace für das Datacenter setzt hingegen auf Neoverse-Kerne. Wie das bei Vera umgesetzt ist, ist aber ebenfalls noch unbekannt.
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