Apps & Mobile Entwicklung
Soundcore Liberty 5 Pro (Max): In-Ear-Kopfhörer machen leise mit AI-Chip Made in Germany
Im Rahmen des Anker Day hat das Unternehmen die Soundcore Liberty 5 Pro (Max) als erste In-Ear-Kopfhörer mit dem in Deutschland gefertigten KI-Chip „Thus“ vorgestellt. Ankers eigener AI-Chip ist bei den Liberty 5 Pro (Max) vor allem auch für das ANC zuständig. Die beiden Kopfhörer-Modelle unterscheiden sich anhand des Ladecases.
Marktstart heute ab 179,99 Euro
Die Soundcore Liberty 5 Pro und Liberty 5 Pro Max lassen sich ab sofort über die Soundcore-Website oder Händler wie* Amazon* bestellen. Anker ruft 179,99 Euro für die Liberty 5 Pro* mit kleinerem Display im vorderen Bereich des Ladecases sowie 249,99 Euro für die Liberty 5 Pro Max* mit größerem Display im Deckel der In-Ear-Kopfhörer auf. Technisch sind beide Varianten identisch aufgestellt, sodass die gleiche Audio- und ANC-Qualität und weitgehend gleichen Audio-Features geboten werden.
Thus ist das Gehirn der Liberty 5 Pro (Max)
Das „Gehirn“ der In-Ear-Kopfhörer bildet der „Thus“, ein von Anker in Eigenregie entwickelter und in Dresden gefertigter KI-Chip für die Verarbeitung von Audiosignalen sowohl aufseiten des Eingangs mit den acht verbauten Mikrofonen als auch für die Ausgabe über die Treiber in den Gehörgang des Trägers.
Nach Angaben von Anker verfügt der Thus über eine lokale Rechenleistung von 5 GOPS, kann also fünf Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde durchführen. Der AI-Chip ist dabei auf Edge-AI-Anwendungen ausgelegt, es läuft darauf kein vollwertiges LLM, wie es bei Gemini oder ChatGPT zum Einsatz kommt, sondern ein auf die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse von Anker im Bereich Audio zugeschnittenes lokales KI-Modell – unterteilt in die zwei Bereiche ANC (Active Noise Cancellation) und ENC (Environmental Noise Cancellation).
Active Noise Cancellation
Potenzielle Störgeräusche der Umgebung sollen effektiv mittels ANC herausgefiltert werden, um für „glasklare“ Musik und Telefonie zu sorgen, wie es Anker in der Ankündigung beschreibt. Dabei kann es sich um Windgeräusche, laute Menschengruppen, Autoverkehr und andere potenziell störende Geräuschquellen handeln, die der Thus über die – pro Earbud – vier verbauten Mikrofone filtern kann.
Drei Mikrofone sind dabei sogenannte „Feedforward Mics“, die Lärm noch vor Erreichen des Ohrkanals aufzeichnen, während ein „Feedback Mic“ den verbleibenden Lärm im Ohr aufnimmt, sodass laut Anker ein in sich geschlossener Kreislauf gebildet wird. Daraufhin kann der Thus eine Gegenphase der Schallwellen erzeugen, was bedeutet, dass die zwei identischen Schallwellen exakt um 180 Grad phasenverschoben sind. Der Wellenberg der einen Welle überlagert somit exakt mit dem Wellental der anderen Welle. Dadurch heben sich die Signale gegenseitig auf, was als Phasenauslöschung bezeichnet wird und für das ANC sorgt.
Environmental Noise Cancellation
Die ENC-Seite des Thus ist für das Herausfiltern von Störgeräuschen beim Sprechen zuständig, etwa bei lauten Bahnfahren, in der Kneipe mit Musik im Hintergrund oder zum Beispiel im Fußballstadion. Dabei setzt Anker nicht auf traditionelle Mikrofone, sondern einen VPU-Sensor, einen „Voice Pick-Up Bone Vibration Sensor“. Ein VPU-Sensor ist ein spezialisierter Beschleunigungsmesser, der Vibrationen der Stimmbänder über die Haut oder Kieferknochen erfasst und somit den traditionellen Weg der per Luft übertragenen Schallwellen umgeht, um dort präsenten Lärm nicht mit zu erfassen. Im Abgleich mit der externen Lärmerfassung lässt sich die Stimme so präzise isolieren.
Das Feature verbessert nicht nur die Qualität der Telefonie und allgemeinen Stimmaufzeichnung, sondern auch die Erkennung von Sprachbefehlen zur Bedienung der Kopfhörer. Neben den Wischgesten am Earbud lassen sich wahlweise auch Sprachbefehle wie „Play Music“, „Next Track“, „Answer Call“, „ANC Mode“ und weitere zur Steuerung der Liberty 5 Pro (Max) nutzen – die Sprache lässt sich einstellen.
Liberty 5 Pro Max kommen mit AI Note Taker
In allen genannten Punkten sind Liberty 5 Pro und Liberty 5 Pro Max identisch aufgestellt. Erst beim Ladecase unterscheiden sich die Kopfhörer: die Liberty 5 Pro haben eine kleine Anzeige vorne im Ladecase, die Liberty 5 Pro Max ein größeres Display auf dem Ladecase. Bei den Liberty 5 Pro lassen sich über die Anzeige Informationen wie der Akkustand von Earbuds und Ladecase anzeigen oder ANC-Modus und Lautstärke verändern.
Exklusiv für die Liberty 5 Pro Max ist – neben dem großen Display – der „AI Note Taker“, ein Sprachrekorder direkt im Ladecase, der auch Transkripte erstellen und einzelne Sprecher identifizieren und in den späteren Aufnahmen markieren kann. Eine Aufnahme lässt sich schnell über doppeltes Drücken der rückseitigen Taste am Ladecase starten, alternativ auch über die App-Auswahl auf dem Display oder eines der Widgets in den Quick Settings. Daraufhin nimmt das Ladecase selbst, also ohne Herausnehmen der Earbuds, eine Konversation auf. Das Ladecase lässt sich so zum Beispiel während eines Meetings auf den Tisch stellen, um die Gespräche aller Teilnehmer aufzuzeichnen.
Das Ladecase speichert die Aufnahme zunächst lokal und synchronisiert sie später mit der App auf dem Android- oder iOS-Smartphone. Im Nachgang der Synchronisierung erfolgt eine automatische Löschung der Dateien vom Ladecase, um dort wieder Speicherplatz für neue Aufnahmen frei zu haben. Die Audioaufnahmen lassen sich in der Soundcore-App transkribieren, wobei auch die unterschiedlichen Sprecher erkannt und markiert werden. Anwender können den Sprechern im Nachgang Namen zuweisen, die dann für die gesamte Konversation übernommen werden. Highlights eines Gesprächs lassen sich über einmaliges Drücken der Ladecase-Taste hervorheben. Diese werden dann auch visuell in der Audiospur und im Transkript markiert. Das Transkript wiederum lässt sich mittels AI-Hilfe auch zu einer kürzeren Version zusammenfassen.
Akkulaufzeiten und technische Details
Anker bewirbt die Liberty 5 Pro mit einer Akkulaufzeit ohne ANC von 12 Stunden respektive 50 Stunden über das Ladecase, das mit 5 Minuten Ladezeit für weitere 4 Stunden Musik sorgt. Mit ANC verkürzt sich die Laufzeit auf 6,5 Stunden respektive 28 Stunden mit Ladecase. Die Liberty 5 Pro Max kommen auf die selben Laufzeiten ohne sowie mit ANC. Beide Varianten lassen sich drahtlos über das Ladecase oder rückseitig via USB-C laden.
Die Liberty 5 Pro und Liberty 5 Pro Max unterstützen für die Verbindung Bluetooth 6.1 und lassen sich (unter anderem) mit Android- und iOS-Smartphones verbinden, bei Google auch mit Fast Pair. Unterstützt werden auch Dolby Atmos Spatial Audio, drahtloses Hi-Res Audio und LDAC. LE Audio und der LC3-Codec sind nach Kenntnisstand der Redaktion jdeoch nicht an Bord.
Anker liefert beide In-Ear-Kopfhörer mit fünf unterschiedlich großen „Ear Tips“ sowie drei Größen der „Ear Wings“ aus, die die Earbuds sicher im Ohr halten sollen. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein USB-C-Kabel. Anker bietet die Liberty 5 Pro in den Farben Mitternacht, Titanblau, Titanrosa und Wolkenweiß an, die Liberty 5 Pro Max in den Farben Mitternacht und Champagne.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Anker unter NDA im Vorfeld und im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in New York City erhalten. Die Kosten für An-, Abreise und zwei Hotelübernachtungen wurden vom Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Anthropic Claude Cowork: Desktop-Assistent nun auch für Mobilgeräte und Web erhältlich
Anthropic hat seinen agentenbasierten Desktop-Assistenten Claude Cowork nun auch für Mobilgeräte und das Web veröffentlicht. Nutzer können KI-gestützte Arbeitsabläufe damit ab sofort nahtlos zwischen Desktop, Browser und Smartphone oder Tablet fortsetzen. Der Rollout startet zunächst als Beta für Max-Abonnenten.
Arbeiten auf verschiedenen Geräten ausführen
Mit der jetzigen Komplettierung soll Claude Cowork Wissensarbeit auf allen Geräten automatisieren, wobei die KI dabei eigenständig über verschiedene angebundene Dienste hinweg arbeitet, zu denen unter anderem Dateien, Kalender, E-Mails, Messenger, Web-Inhalte und weitere verbundene Werkzeuge gehören können. Ziel ist es laut Anthropic, Aufgaben vollständig an die KI zu delegieren und diese bis zum Abschluss selbstständig bearbeiten zu lassen. So kann eine Arbeit am Desktop-PC begonnen, später unterwegs am Notebook fortgesetzt und anschließend auf dem Smartphone über die Android- oder iOS-App oder im Web überprüft werden. Die Arbeit folgt somit dem Nutzer. Ebenso kann Cowork Aufgaben im Hintergrund ausführen, während der Anwender mit anderen Tätigkeiten beschäftigt ist oder das jeweilige Gerät gar nicht aktiv nutzt.
Gelangt das System während der Bearbeitung an einen Punkt, an dem eine menschliche Entscheidung erforderlich ist, fordert die KI den Anwender zur Freigabe oder zur Richtungsentscheidung auf. Die Entscheidungsgewalt verbleibt damit jederzeit bei diesem. Ergebnisse werden somit erst nach ausdrücklicher Prüfung und Zustimmung abgeschlossen oder versendet.
Agenten haben sich längst von der Software-Entwicklung gelöst
Anthropic betont in der Vorstellung, dass sich der praktische Einsatz von Claude Cowork deutlich von der ursprünglichen Arbeitsweise klassischer KI-Agenten unterscheidet. Während diese in der Vergangenheit vor allem mit Programmierung in Verbindung gebracht wurden, sollen bei Cowork inzwischen bis zu 90 Prozent der ausgeführten Tätigkeiten aus anderen Bereichen stammen. Besonders häufig sollen die Agenten für Geschäftsprozesse wie die Auswertung von Quartalszahlen einschließlich der Erstellung eines Berichts oder für die Erstellung von Präsentationen auf Basis verschiedener gesammelter Daten eingesetzt werden. Diese Aufgaben sollen laut Anthropic mittlerweile rund die Hälfte aller Cowork-Anwendungsfälle ausmachen.
Darüber hinaus sieht das Unternehmen den Desktop weiterhin als primären Arbeitsort an. Nur dort steht der vollständige Funktionsumfang von Claude Cowork zur Verfügung, der nun ebenso den Zugriff auf lokale Dateien und den Browser umfasst. Gleichzeitig erhalten Nutzer, die keine Desktop-Anwendung installieren können oder möchten, erstmals Zugriff über den Browser.
Der KI-Spezialist hat jedoch nicht nur die verschiedenen Plattformen zusammengeführt, sondern auch die Benutzeroberfläche der Anwendung vereinheitlicht. Dadurch teilen sich klassische Chats und Cowork im Web sowie auf dem Desktop künftig eine gemeinsame Startseite. Darüber hinaus werden Projekte und erstellte Inhalte zentral verwaltet, wodurch das Delegieren von Aufgaben weiter vereinfacht werden soll.
Zunächst nur als Testversion und nicht für alle
Der Rollout startet zunächst schrittweise als Beta für Max-Abonnenten und wird in den kommenden Wochen auf weitere Tarife ausgeweitet. Begleitend zur Einführung verlängert das Unternehmen die verdoppelten Cowork-Nutzungslimits bis zum 5. August, damit Nutzer auch umfangreichere Aufgaben ausprobieren können.
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Nvidia-Rosa-CPU: Rigel-Kerne mit Armv9.2, mehr L2 und schnellerem Speicher

Nvidia erhöht die Schlagzahl bei den Prozessoren. Auf die Vera-CPU folgt Rosa mit aufgewerteten Rigel-Kernen bei gleicher Architekturbasis. Nvidia-CEO Jensen Huang stellte im Gespräch mit ComputerBase bereits klar, dass das Unternehmen Arm-CPU-Kerne „von der Stange“ vorziehe.
Schon mehrfach griff die ComputerBase-Redaktion die nächste CPU-Generation von Nvidia mit dem Namen Rosa auf. Sie ist die dritte Generation eigener Prozessoren, folgt so der ersten Generation Grace und der in diesem Jahr aktuell werdenden CPU Vera. Seit der Vera-Generation rückt vor allem auch der alleinige Betrieb, also ohne stetige GPU-Anbindung, wieder in den Fokus. Der dürfte auch für Rosa gelten, wenngleich Nvidia bereits bestätigt hat, dass sowohl Rosa Feynman für das Datacenter als auch Rosa Feynman für die Consumer-Abteilung alias Nvidia Spark kommen werden.
Rigel-Kerne folgen auf die Olympus-Kerne
Nvidias Ian Buck als Chef der HPC-Sparte plauderte nun noch einmal über die Vorteile der neuen Vera-CPU und gab dabei einen kleinen Ausblick auf den Nachfolger Rosa für das Datacenter.
NVIDIA’s next-generation Rosa CPU with the Rigel core will continue the company’s CPU roadmap for the agentic AI era. Rigel is NVIDIA’s next-generation Arm v9.2 CPU core, delivering higher per-core performance than Olympus while keeping the same silicon footprint. Key improvements include better instruction delivery, a larger L2 cache and more efficient memory handling.
Nvidia
Die neuen Rigel-Kerne werden demnach auf „Arm v9.2“ setzen, exakt gemeint dürfte dabei vermutlich die Armv9.2-A-Architektur sein. Die Olympus-Kerne der Vera-CPU sind mit exakt dieser Architektur kompatibel, aber noch zu einem großen Teil eigenentwickelt. Dass Nvidia für die neuen Kerne mehr L2-Cache versprechen kann, deckt Arms Referenzdesign der Kerne bereits ab, auch effizienter mit Speicher umzugehen ist stets eine Option. Hier könnte LPDDR6 beispielsweise helfen, der zum Start der neue CPU in erst einigen Jahren längst breiter verfügbar sein dürfte.
Dass in der Architektur noch Leben steckt, hatte Arm kürzlich selbst gezeigt, indem das Unternehmen zusammen mit Meta einen 136-Kern-Prozessor vorgestellt hat. Dieser nutzt Neoverse V3 in weiter angepasster Form und zeigt, dass die grundlegende Idee aus dem Jahr 2024 stets noch weiter optimiert werden kann. Größere Caches, wie sie Nvidia nun will – Veras Olympus-Core hat 2 MB L2 pro Kern – sah die Architektur aber damals bereits vor, und die Unterstützung von moderneren, schnelleren und effizienteren Speichers benötigt lediglich „einige Eingriffe“.
Consumer und Datacenter haben andere Kerne unter gleichem Namen
Spannend bleibt jedoch die Frage, welche Kerne das Consumer-Segment dann jeweils erhält, Neoverse V3 und die große Anzahl und Features sind für das Gebiet schlichtweg „Overkill“. Die Consumer-Version von Grace setzt heute nämlich auf Arm-Cortex-Kerne wie etwa in SoCs für Smartphones. Grace für das Datacenter setzt hingegen auf Neoverse-Kerne. Wie das bei Vera umgesetzt ist, ist aber ebenfalls noch unbekannt.
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T820-Serie macht den Anfang: Anbernic setzt mit Update verstärkt auf eigenes Ökosystem

Anbernic hat ein großes Software-Update für sämtliche Android-Handhelds der T820-Serie veröffentlicht. Der Retro-Spezialist will damit den Ausbau eines eigenen Ökosystems vorantreiben und den Fokus künftig stärker auf Software-Pflege statt auf neue Hardware legen. Die neue Firmware soll gleichzeitig die Nutzung vereinfachen.
Zahlreiche Modelle erhalten komplett neue Software
Das Firmware-Update steht für alle seit Anfang 2025 veröffentlichten Handhelds auf Basis der T820-Plattform bereit und unterstützt unter anderem die Modelle RG556, RG406V, RG406H, RG Slide sowie das RG476H. Die neue Software-Version wird sowohl als Over-the-Air-Aktualisierung direkt auf den Geräten als auch als manueller Download über die Firmware-Website des Unternehmens bereitgestellt.
Neue Bestandteile sollen Nutzung vereinfachen
Wie Anbernic in einem auf YouTube veröffentlichten Video erklärt, steht mit der neuen Version das sogenannte „RG-Ecosystem“ im Mittelpunkt. Dieses umfasst mehrere neue Anwendungen und Funktionen, die die Nutzung der Android-Handhelds verbessern sollen und künftig möglicherweise auch auf weitere Geräte des Herstellers ausgeweitet werden könnten. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt RG Home, ein vollständig neu entwickeltes Frontend, das den bisherigen RG Launcher ersetzen soll. Im Vergleich zum Vorgänger präsentiert sich die neue Oberfläche deutlich moderner und soll Android-Apps besser integrieren. Eine überarbeitete Menüstruktur mit Seitenleisten auf beiden Bildschirmseiten sowie ein insgesamt aufgeräumteres Design sollen insbesondere Nutzer ansprechen, die das vorinstallierte Betriebssystem verwenden möchten, ohne auf alternative Launcher oder Frontends zurückgreifen zu müssen.
Ein weiterer Bestandteil des neuen Ökosystems ist das RG Control Center. Nach einer einmaligen Aktivierung über das Android-Schnellmenü lässt es sich jederzeit per Wischgeste vom Bildschirmrand öffnen und bündelt zahlreiche Funktionen wie die Systemeinstellungen des Handhelds, die Leistungsüberwachung, Performance-Anpassungen sowie den direkten Zugriff auf die Tastenbelegung an einer zentralen Stelle. Bereits seit längerer Zeit hatten Nutzer immer wieder fehlende Overlay-Funktionen kritisiert, auf die Anbernic mit dem Update nun reagiert.
Die neue Software eröffnet Nutzern der Handhelds darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten, das System an die eigenen Vorstellungen anzupassen. So lassen sich nach dem Update Tasten individuell belegen, Bildschirm-Overlays erstellen, Touch-Eingaben beliebigen Tasten zuweisen und mehrere Steuerungsprofile speichern. Die neuen Funktionen sollen insbesondere die Nutzung von Android-Spielen erleichtern, die ausschließlich für die Touchscreen-Steuerung entwickelt wurden.
Chance auf ein neues Ökosystem
Während die Software des chinesischen Herstellers in der Vergangenheit von vielen Nutzern als überladen empfunden wurde und deshalb häufig alternative Betriebssysteme oder Launcher zum Einsatz kamen, soll das neue Update für mehr Ordnung sorgen. Setzt Anbernic diesen Kurs konsequent fort, könnte sich langfristig ein deutlich ausgereifteres Software-Ökosystem etablieren.
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