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Fake-Führerscheine aus dem Internet leaken Kundenidentitäten


Der deutsche Führerschein gilt prinzipiell auch im Ausland, doch in vielen Ländern außerhalb der EU ist zusätzlich ein internationaler Führerschein erforderlich. Dieser ermöglicht Behörden vor Ort, herauszufinden, welche deutschen Führerscheinklassen den örtlichen Fahrerlaubnissen entsprechen. Außerdem enthält der internationale Führerschein etliche Übersetzungen, vor allem in Sprachen, die kein lateinisches Alphabet nutzen. So kann auch ein Polizist in Thailand oder China überprüfen, ob man dort überhaupt Auto oder Motorrad fahren darf. Auch für den Mietwagen im USA-Urlaub ist der internationale Führerschein unverzichtbar.

Glaubt man einigen Anbietern im Internet, ist es eine reine Formalität, diesen auszustellen, und in nur fünf Minuten erledigt: Man trägt die Daten einfach selbst ein, lädt noch ein paar Fotos von sich und seinem Führerschein hoch und schon bekommt man ein PDF. Darin findet sich der vorgeblich ein bis drei Jahre gültige internationale Führerschein, der in über 150 Ländern gültig sein soll, abgestempelt mit diversen frei erfundenen Logos. Etwa 50 bis 70 Euro zahlt man für diese Dienstleistung, für rund 100 bis 150 Euro soll man außerdem noch einen Ausdruck zugeschickt bekommen.

  • Betrüger verkaufen online vorgebliche internationale Führerscheine – und öffnen damit Tür und Tor für den Identitätsdiebstahl bei ihren Kunden.
  • Ursache der Datenlecks sind unsachgemäß konfigurierte Installationen des verbreiteten Content-Management-Systems WordPress.
  • Indem Sie den Websitebetreiber und das WordPress-API anhand offen zugänglicher Daten überprüfen, reduzieren Sie das Risiko, Opfer zu werden.

Doch nicht nur die Führerscheine dieser Anbieter sind fragwürdig, sondern auch der Umgang mit den Daten ihrer Kunden: Durch den Hinweis eines Lesers konnte c’t ein Netzwerk mehrerer Anbieter identifizieren, das die PDF-Dateien vom gleichen Dienstleister erstellen lässt. Dieser veröffentlicht sämtliche Kundendaten ungeschützt für jedermann abrufbar im Internet: Name, Geburtsdatum, Geburtsort, E-Mail-Adresse, WhatsApp-Nummer, ein Selfie, Fotos von Vorder- und Rückseite des nationalen Führerscheins und sogar die Unterschrift. Also alles, was man für den Identitätsdiebstahl braucht, um damit Accounts bei Kryptobörsen anzulegen oder sich beim E-Mail-Provider auszuweisen und so sämtliche Onlinezugänge zu übernehmen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fake-Führerscheine aus dem Internet leaken Kundenidentitäten“.
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Seit 40 Tagen Internet in pakistanischem Kaschmir stark gedrosselt


Im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs ist seit 40 Tagen das Internet stark gedrosselt. Das geht aus Zahlen der auf Internetsperren spezialisierten Organisation Netblocks hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

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Die Störung sei keine vollständige Sperrung, schrieb die Forschungsdirektorin von Netblocks, Isik Mater. Es sei jedoch das Kernnetz betroffen, von dem die meisten kleineren Anbieter abhängig seien.

Auch Menschen in der Provinz bestätigten der dpa die Einschränkung der Telekommunikationsdienste. „Die einzige Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, ist mit Telefonaten. Aber auch dabei kommt es wegen Signalstörungen vor, dass die Verbindung nicht zustande kommt“, sagt ein Anwohner aus der Region am Telefon.

Zur Drosselung des Internets war es im Zuge schwerer Proteste in der Region Anfang Juni gekommen. Diese richteten sich gegen das Verbot des lokalen Netzwerks JAAC, das sich vor den Neuwahlen zum regionalen Parlament Ende Juli für eine Änderung von dessen Zusammensetzung einsetzt. Forschungsdirektorin Mater sagt jedoch: „Der Eindruck ist, dass die anfängliche Sperre zwar mit der Auflösung des JAAC zusammenhing, die anhaltende Unterbrechung jedoch nur dazu dient, die Situation im In- und Ausland aus dem Blickfeld zu drängen.“

Die Himalaya-Region Kaschmir wird von den Atommächten Indien und Pakistan beansprucht. Beide Staaten kontrollieren jeweils einen Teil des Gebiets. Seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft und der Teilung Britisch-Indiens im Jahr 1947 kam es dort wiederholt zu bewaffneten Konflikten zwischen beiden Ländern. Die aktuellen Proteste spielen sich im pakistanisch kontrollierten Teil Asad Jammu und Kaschmir ab.


(mho)



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Zwei Russen und ein US-Amerikaner fliegen zur ISS


Trotz der Spannungen aufgrund des russisch-ukrainischen Krieges sind zwei russische Kosmonauten mit einem US-Astronauten an Bord eines russischen Raumschiffs zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. „Heute um 20.52 Uhr Moskauer Zeit (19.52 Uhr MESZ) hat die Sojus MS-29 an dem Modul Pritschal der ISS angedockt“, teilte die staatliche russische Raumfahrtbehörde Roskosmos auf Telegram mit. Vom Start vom Raumfahrtbahnhof Baikonur im zentralasiatischen Kasachstan bis zum Andocken vergingen demzufolge etwa drei Stunden. Zur Besatzung der 75. Mission gehören die Russen Pjotr Dubrow und Anna Kikina sowie der US-Amerikaner Anil Menon. Menons Mutter hat ukrainische Wurzeln.

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Die Zahl der Raumfahrer auf der ISS steigt mit der Ankunft des Trios auf zehn. Auf der Raumstation sind bereits die US-Astronauten Jessica Meir, Jack Hathaway, Chris Williams, die Französin Sophie Adenot und die drei Russen Sergej Kud-Swertschkow, Sergej Mikajew und Andrej Fedjajew von der vorhergehenden 74. Mission vom Februar.

Zum Missionsstart reiste der Leiter der US-Raumfahrtbehörde NASA, Jared Isaacman, nach Baikonur. Gemeinsam mit dem Chef von Roskosmos, Dmitri Bakanow, beobachtete er den Raketenstart. Damit wohnte zum ersten Mal seit acht Jahren ein NASA-Chef dem Start einer gemeinsamen Weltraummission mit Russland in Baikonur bei.

Bei Gesprächen zwischen Bakanow und Isaacman wurde der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge eine Verlängerung der Zusammenarbeit bei der ISS bis 2030 vereinbart. Bakanow kündigte demnach auch eine Fortsetzung der wechselseitigen Flüge zur ISS bis zu deren Betriebsende an. Auf der NASA-Webseite sind dabei bereits Pläne für Missionen bis ins Jahr 2032 aufgeführt. Russland plant allerdings früheren Verlautbarungen von Bakanow zufolge ab 2028 den Baubeginn einer neuen eigenen Raumstation, die Mitte der 2030er Jahre ihren Betrieb aufnehmen könnte.

Die ISS ist ein gemeinsames Projekt von NASA, Roskosmos, der europäischen Raumfahrtagentur ESA und den Raumfahrtbehörden Kanadas und Japans. Sie wird seit 1998 betrieben und ist damit die bisher langlebigste Raumstation. Seit 2000 fliegen regelmäßig Langfristmissionen zur ISS. Seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim von 2014 und dem Einmarsch in die Ukraine von 2022 ist die Zusammenarbeit zwischen Russland und den anderen Teilnehmerstaaten erschwert.


(mho)



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KBA-Halbjahresbilanz: Jeder vierte Neuwagen fährt batterieelektrisch


Fast jeder vierte im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland neu zugelassene Pkw fährt mittlerweile batterieelektrisch. In diesem Zeitraum wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 368.006 batterieelektrische Autos (BEV) neu zugelassen. Das ist ein Plus von 48 Prozent gegenüber den ersten beiden Quartalen des Vorjahres. Ihr Anteil am Gesamtmarkt wuchs damit von 17,7 auf 24,8 Prozent.

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Die Zulassungsstellen meldeten 1.484.393 neue Pkw im ersten Halbjahr, 5,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Davon entfielen laut KBA 966.085 Fahrzeuge auf alternative Antriebe, entsprechend einem Anteil von 65,1 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 56,6 Prozent. Zu solchen Fahrzeugen zählt das KBA neben BEV auch Hybride, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellen- und solche mit Gasantrieb.

Spiegelbildlich verlieren Pkw mit Motoren für die konventionellen flüssigen Kraftstoffe weiter an Boden: Benziner verzeichneten im Halbjahr ein Minus von 18,2 Prozent, Diesel gingen um 8,6 Prozent zurück. Auch im Juni setzte sich der Trend fort, Autos mit Ottomotor verkauften sich um 16,8 Prozent schlechter, solche mit Dieselmotor verloren 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Bei BEV bleibt VW mit 49.495 Neuzulassungen zwar die stärkste Marke, verzeichnete aber als eine von wenigen ein leichtes Minus von 5,6 Prozent. Dahinter die Volkswagen-Marke Skoda mit 36.654 BEV und einem Plus von 63,9 Prozent, BMW mit 30.943 Stück, entsprechend einem Zuwachs von 37 Prozent, sowie Tesla mit einem 224,6-prozentigen Anstieg auf 28.857 BEV. Mercedes legte um 81 Prozent auf 26.133 Elektroautos zu.

Besonders dynamisch wuchsen einige kleinere Marken: Peugeot steigerte seine BEV-Zulassungen um 279,7 Prozent auf 6675 Fahrzeuge, BYD nahm um 128,5 Prozent auf 10.381 BEV zu, Renault um 95,3 Prozent auf 10.933 Einheiten. Die Elektroautomarke Smart konnte ihre Zulassungen mit einem Zuwachs um 116,3 Prozent mehr als verdoppeln. Auf der Verliererseite führen zwei chinesische Nischenanbieter mit heftigen Verlusten: NIO brach um 87,6 Prozent ein, GWM um 98,7 Prozent.

Bei den Plug-in-Hybriden ging es im Halbjahr um 17,9 Prozent nach oben. Im Juni war der BYD Seal U mit 1782 Neuzulassungen das meistzugelassene Plug-in-Hybridmodell.

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Der wachsende Elektroanteil drückt den durchschnittlichen CO₂-Ausstoß der Neuwagenflotte. Im Halbjahr lag der Wert bei 98,4 g/km, ein Rückgang um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Juni sank er sogar auf 92,6 g/km. Knapp ein Drittel aller Neuwagen (30,5 Prozent) stieß im Halbjahr weniger als 50 g/km aus. Der EU-Flottengrenzwert für 2025 liegt bei 93,6 g/km; das KBA stellt in seinen Mitteilungen aber keinen direkten Vergleich mit der Vorgabe her.

Das seit einem Vierteljahrhundert stetig wachsende SUV-Segment dominierte im Halbjahr mit 35,5 Prozent Marktanteil weiterhin deutlich vor der Kompaktklasse (13,6 Prozent) und den Kleinwagen (12,9 Prozent). Die Elektrifizierung zieht sich offenbar quer durch alle Fahrzeugklassen, vom MINI im Kleinwagensegment bis zum Mercedes EQS in der Oberklasse. Eine Trendwende zu kleineren Elektrofahrzeugen lässt die aktuelle Statistik nicht erkennen.

Innerhalb der eigenen Flotten erreichten die Premiumhersteller die höchsten Anteile alternativ angetriebener Fahrzeuge: BMW kam auf 84,5 Prozent, Mercedes auf 81,3 Prozent und Porsche auf 71,1 Prozent. Bei elektrischen oder elektrifizierten Antrieben mit der Möglichkeit batterieelektrischen Fahrens (BEV plus Plug-in plus Brennstoffzelle) führt Porsche mit 52,2 Prozent, gefolgt von Audi mit 43,3 Prozent. Den stärksten Zuwachs bei alternativen Antrieben verbucht Opel mit einem Plus von 100,3 Prozent.

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(fpi)



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