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FAQ Linux-Gaming: Tipps fürs Troubleshooting


Ein Windows-Spiel, das ich unter Linux via Steam spielen möchte, startet einfach nicht. Der „Spielen“-Button in Steam wechselt zwar kurz die Farbe, springt dann aber ohne Fehlermeldung wieder zurück auf grün, als hätte ich nie darauf geklickt. Warum startet das Spiel nicht und was kann ich noch tun?

Wenn das Spiel nur kurz zu starten scheint, es aber doch nicht tut, ist häufig das Dateisystem schuld. Prüfen Sie daher zunächst, auf welcher Partition das Spiel liegt. Üblicherweise richtet Steam eine Bibliothek im Home-Verzeichnis ein, das auf einem Linux-Dateisystem liegt und keine Probleme bereitet. Allerdings lassen sich über das Menü „Steam/Einstellungen“ unter „Speicherplatz“ weitere Bibliotheksorte definieren. Das ist etwa sinnvoll, wenn im Home-Verzeichnis nicht genug Platz ist. Bei der Installation eines Spiels können Sie dann jeweils entscheiden, auf welcher Partition es landen soll. Falls Sie dabei versehentlich eine Partition mit dem Windows-Dateisystem NTFS erwischen, kann es sein, dass Spiele nicht starten. Welches Dateisystem eine Partition nutzt, verraten beispielsweise Tools wie „Laufwerke“ (Gnome-Disk-Tool) oder Partitionierungswerkzeuge wie Gparted (Download) und die KDE-Partitionsverwaltung (Download).

Abhilfe schaffen Sie, indem Sie das Spiel aus Steam heraus verschieben. Dazu öffnen Sie per Rechtsklick auf den Spielnamen in der Steam-Bibliothek die „Eigenschaften“ und wechseln zu „Installierte Dateien“. Mit der Schaltfläche „Installationsverzeichnis verschieben“ verlegen Sie dieses auf einen der anderen als Bibliotheksverzeichnis eingerichteten Datenträger.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „FAQ Linux-Gaming: Tipps fürs Troubleshooting“.
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IT-Altgeräte: Spenden und Weitergabe statt Müll dominieren in deutschen Firmen


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Deutsche Unternehmen gehen mit ausgedienten IT-Geräten mehrheitlich verantwortungsvoll um: 74 Prozent entsorgen funktionsfähige Hardware fachgerecht. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervor. Nur ein Prozent wirft die Geräte in den Gewerbeabfall.

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Die Erhebung unter 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten (durchgeführt in den Kalenderwochen 39 bis 44 des Jahres 2025) zeigt, dass Unternehmen unterschiedliche Wege der Wiederverwertung nutzen. 33 Prozent der Befragten spenden ausrangierte Laptops, Server oder Bildschirme an Schulen, Jugendprojekte oder andere gemeinnützige Einrichtungen. 23 Prozent verkaufen die Geräte vergünstigt an die eigene Belegschaft.

28 Prozent der Unternehmen geben ihre IT-Hardware an Leasinggeber zurück, die sich anschließend um Aufbereitung und Weiterverwertung kümmern. 18 Prozent verschenken Geräte direkt an Angestellte, während 12 Prozent sie an spezialisierte Zweitverwerter verkaufen. 15 Prozent lagern funktionsfähige Altgeräte ein, um sie bei Ausfällen, Lieferengpässen oder in Krisensituationen als Ersatz nutzen zu können. Vier Prozent verkaufen an sonstige Dritte.

„Wer Geräte länger in der Nutzung hält, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und verringert überdies Abhängigkeiten in den Lieferketten“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die längere Nutzung spare Rohstoffe und Energie – wobei der Verband keine konkreten Zahlen zu den Umweltauswirkungen nennt.

Als fachgerecht gilt die Entsorgung laut Bitkom, wenn sie den Vorgaben des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) entspricht, das die EU-WEEE-Richtlinie in Deutschland umsetzt. Dazu gehören die umweltverträgliche Verwertung über zertifizierte Recycling-Systeme wie die Stiftung ear, die professionelle Datenlöschung sowie der Verzicht auf illegale Exporte. In der Praxis kombinieren Firmen unterschiedliche Methoden, wie auch die aktuelle Umfrage zeigt.

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Deutschland liegt beim Elektrogeräte-Recycling mit einer Quote von 85,5 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 80,7 Prozent – so zumindest eine Erhebung bei Statista mit Daten aus dem Jahr 2022. Das ElektroG verpflichtet Hersteller, die Kosten für die Entsorgung zu tragen, während im B2B-Bereich individuelle Rücknahmevereinbarungen üblich sind.


(fo)



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HP-Chef wechselt plötzlich zu Paypal, beide Aktien fallen


Paypals Verwaltungsrat ist mit der Geschäftsentwicklung unzufrieden und hat CEO Alex Chriss mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Er hat nicht genügend Händler dazu überreden können, an der Kasse das Paypal-Logo prominent zu platzieren und so Verbraucher zur Nutzung des Bezahldienstes samt teurer Konsumkredite zu leiten. Am 1. März soll der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Enrique Lores das Amt des Chief Executive Officers übernehmen. Im Hauptberuf war Lores seit über sechs Jahren CEO bei HP, wo er davor schon drei Jahrzehnte gearbeitet hatte. HPs Verwaltungsrat war auf den Wechsel offenbar nicht vorbereitet und hat seinerseits Lores sofort der Tür verwiesen.

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Beide Aktien leiden, Paypals Papiere ganz besonders. Die Aktien beider Konzerne sind seit rund zwei Monaten auf Talfahrt. Paypal hat in dem Zeitraum rund 17 Prozent eingebüßt, HP mehr als 20 Prozent. Mit dem plötzlichen Wechsel Lores’ sind HP-Anteile am Dienstag weitere gut vier Prozent gefallen, womit sie im Vergleich zu Paypal noch gut bedient sind: Dessen Aktien sind am Dienstag fast 20 Prozent abgestürzt – obwohl das Geschäft leicht gewachsen ist und praktisch der gesamte operative Cashflow in Form von Aktienrückkäufen ausgeschüttet werden soll. Beide Aktien markierten 52-Wochen-Tiefs.


Porträt eines weißen Mannes mit dunklem Anzug und roter Krawatte

Porträt eines weißen Mannes mit dunklem Anzug und roter Krawatte

Enrique Lores: Lange HP, alsbald Paypal

(Bild: Paypal)

„Obwohl in den letzten zwei Jahren bestimmte Fortschritte in zahlreichen Gebieten gemacht wurden, standen Tempo der Veränderungen und Ausführung nicht im Einklang mit den Erwartungen des Verwaltungsrates”, begründet Paypals Verwaltungsrat die Personalie. Lores sitzt seit fast fünf Jahren in dem Gremium und leitet es seit Juli 2024. Diese Rolle übernimmt ab sofort David Dorman.

HP geht erst einmal auf die Suche nach einem neuen CEO. Wie es mit der Aktie weitergeht, zeigt sich schon am Mittwoch, wenn HP seine Quartalszahlen verrät. Paypal hat das bereits am Dienstag getan.

Sie erfüllen die Erwartungen von Finanzanalysten nicht. Zudem sind diese vom Ausblick auf das laufende Jahr enttäuscht: Sowohl Marge als auch Nettogewinn je Aktie sollen leicht zurückgehen. Da hilft auch das Aktienrückkaufprogramm im Ausmaß von sechs Milliarden Dollar nicht gegen den Kurssturz. Zukünftiges Wachstum erhofft sich Paypal insbesondere durch KI-Agenten, die das Geld ihrer Verbraucher ausgeben sollen, sowie Werbeeinnahmen und sogenannte Stablecoins.

2026 wurden 439 Millionen Paypal- und Venmo-Konten wenigstens ein Mal genutzt. Das ist ein Zuwachs von einem Prozent im Jahresabstand. Allerdings ist die durchschnittliche Anzahl der Transaktionen je Konto um fünf Prozent gefallen. Damit ist die Anzahl der Transaktionen insgesamt um vier Prozent zurückgegangen.

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In Summe hat das Unternehmen 2026 33,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ein Zuwachs von vier Prozent. Davon blieben 6,1 Milliarden Dollar als Betriebsgewinn (+14%) und 6,4 Milliarden als operativer Cashflow (-14%). Damit einhergehend sind die Geldreserven um rund fünf Prozent oder zirka eine halbe Milliarde Dollar zurückgegangen. Dank einer niedrigeren Steuerquote sowie nicht-betrieblicher Einkünfte ist der Nettogewinn trotz allem um 26 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar gesprungen.


(ds)



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München macht digitale Souveränität mit eigenem Score messbar


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Die Stadt München hat ein eigenes Messinstrument entwickelt, um die digitale Souveränität ihrer IT-Infrastruktur zu bewerten. Der sogenannte Score für Digitale Souveränität (SDS) ähnelt optisch dem Nutri-Score und kennzeichnet IT-Systeme nach ihrer Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern und „ausländischen“ Rechtsräumen. Die Technische Universität München war an der Entwicklung beteiligt.

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Das IT-Referat hat im September und Oktober 2025 bereits einen ersten umfassenden Test durchgeführt. Von insgesamt 2780 städtischen Anwendungsservices wurden 194 besonders kritische ausgewählt und anhand von fünf Kategorien bewertet. Die Analyse zeigte bereits einen hohen Grad an Digitaler Souveränität: 66 Prozent der 194 bewerteten Services erreichten die höchsten Stufen (SDS 1 und 2), nur 5 Prozent die kritische Stufe 4 und 21 Prozent die kritischste Stufe 5. Der SDS bewertet dabei nicht nur technische Abhängigkeiten, sondern auch rechtliche und organisatorische Risiken.

„Mit unserem Score wird digitale Souveränität zum ersten Mal messbar, denn nur was wir messen können, können wir auch gezielt verbessern“, erklärte Dr. Laura Dornheim, IT-Referentin und Chief Digital Officer der Stadt München. Die Messbarkeit sei der Schlüssel, um die Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung zu sichern und systematisch zu steigern. Die bisher mit Stufe 5 bewerteten Dienste setzen sich unter anderem aus gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen zur eVergabe, Anwendungsservices großer Anstalten des öffentlichen Rechts in Bayern und Hamburg und Software für die eAkte zusammen.

Das IT-Referat definiert digitale Souveränität als die Fähigkeit von Individuen und Institutionen, ihre Rolle in der digitalen Welt selbstständig, selbstbestimmt und sicher auszuüben. Der entwickelte Score basiert auf einem Fragenkatalog, der IT-Services auf verschiedene Risikofaktoren untersucht. Dabei werden unter anderem Vendor-Lock-in-Effekte, Abhängigkeiten von ausländischen Jurisdiktionen und die Verfügbarkeit offener Standards bewertet.

Die Bewertung erfolgt über fünf Kategorien, deren genaue Zusammensetzung das IT-Referat in der Beschlussvorlage dokumentiert hat. Besonders kritische Faktoren führen zu einem Score von null, während die Erfüllung von Standardkriterien positiv in die Bewertung einfließt. Schwachstellen ließen sich so transparent identifizieren, um gezielt Gegenmaßnahmen zu planen.

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Der SDS soll nun nach Beschluss des Stadtrats in alle IT-Prozesse und Vergabeverfahren einfließen. Künftig werden bei Ausschreibungen strengere Anforderungen an offene Standards gestellt. Das IT-Referat plant zudem, Umstiegsszenarien zu entwickeln, um Lock-in-Situationen zu vermeiden. Die Weiterentwicklung der Methodik erfolgt in Zusammenarbeit mit der TUM. Über die Fortschritte bei der digitalen Souveränität wird das IT-Referat künftig jährlich im E-Government- und Open-Government-Report an den Stadtrat berichten.

Die Münchner Initiative fügt sich in einen breiteren europäischen Trend ein. Während der Bundestag an Konzepten zur Reduzierung der Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen arbeitet und Frankreich mit Visio eine eigene Videokonferenzlösung einführt, geht München einen systematischen Weg: Erst messen, dann gezielt verbessern. Der Score soll künftig auch auf weitere IT-Bereiche ausgeweitet werden.


(fo)



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