Künstliche Intelligenz
Fauna Robotics bringt humanoiden Roboter Sprout für Forschung und Entwicklung
Das US-amerikanische Robotikunternehmen Fauna Robotics hat die humanoide Roboter-Plattform Sprout entwickelt, die als Basis für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden kann. Die Ausrichtung des Roboters liegt allerdings nicht auf industrieller Arbeit, sondern eher auf Anwendungen im Haushalt, sozialer Interaktion und Freizeitvergnügen.
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Sprout ist 107 cm groß und wiegt lediglich 22,7 kg. Durch sein relativ geringes Gewicht kann er auch mal von einem Ort zum anderen getragen werden. Das muss allerdings nicht sein, denn der humanoide Roboter kann out-of-the-box selbst laufen und auch Treppen steigen.
Insgesamt besitzt Sprout 29 Freiheitsgrade: jeweils 5 an den Beinen und Füßen und je 6 an den 48 cm langen Armen. Die Hände sind als 3-Finger-Greifer ausgelegt. Zusätzlich kann er den Kopf und Oberkörper drehen und neigen. Zwei bewegliche, antennenförmige Augenbrauen verleihen dem Roboter eine individuelle Note.
Der Körper aus Aluminium und Komposit-Materialien ist vollständig mit einem weichen, gummiartigen Material überzogen. Sollte es trotz der integrierten Sicherheitsmaßnahmen doch mal zum physischen Kontakt mit einem Menschen kommen, dann dürfte der weniger schmerzhaft ausfallen.
Sprout soll Gewichte bis zu 11,2 kg stemmen können, das jedoch nur kurzzeitig, weniger als 10 Sekunden, und nur in einer bestimmten Armstellung. Der Umgang mit Objekten bis zu rund einem Kilogramm soll dagegen dauerhaft möglich sein. Zu den verwendeten Aktuatoren macht Fauna Robotics keine Angaben.
Das Hirn der Robotersteuerung bildet die CPU Nvidia Jetson AGX Orin 64 GB. Als Speicher dient eine 1 TByte NVMe SSD. An Kameras und Sensoren hat Sprout eine ZED 2i RGB-D-Stereo-Kamera, 4 VL53L8CX-8×8-Zonen-Distanz-Sensoren, eine 9-Achsen-IMU (Inertial Measurement Unit) und ein Mikrofon-Array zur akustischen Raumerfassung an Bord.
Programmierung und Training
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Eine Verbindung zum Roboter kann über Wi-Fi 5.2 oder per Ethernet hergestellt werden. Der Roboter arbeitet zwar autark, kann über die Datenanbindung aber auch ferngesteuert und trainiert werden. Für die Entwicklung von Roboteranwendungen stellt Fauna Robotics ein SDK zur Verfügung. Die Programmierung erfolgt in Python und über C++ APIs. Bei der Visualisierung hilft das Visualisierungs- und Management-Tool Foxglove für Roboter. Die Roboterarchitektur ist kompatibel mit Nvidia Isaac Sim, Gazebo und MuJoCo, um Simulationen durchzuführen und den Roboter trainieren zu können.
Angetrieben wird Sprout von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 5000 mAh oder 10.000 mAh. Die Laufzeit des Roboters beträgt mit der stärkeren Batterievariante zwischen 3 und 3,5 Stunden.
Fauna Robotics sieht den Roboter als Entwicklungsplattform und zum Einsatz in Haushalten. Als Plattform zur Entwicklung industrieller Anwendungen ist er allerdings aufgrund seiner physischen Einschränkungen nicht geeignet. Vielmehr soll Sprout als sozialer Roboter und für leichte Tätigkeiten zu Hause einsetzbar sein. Der Preis von Sprout dürfte für durchschnittliche Haushalte allerdings zu hoch sein: Er liegt bei rund 50.000 US-Dollar.
(olb)
Künstliche Intelligenz
Abschaltungen in Moskau: Mit Telefonzellen aus dem Funkloch?
Nach zunehmenden Netzabschaltungen in Russland kursiert im Parlament der Vorschlag, wieder Telefonzellen aufzustellen. Die Wiederbelebung von Telefonzellen, nun mit Internetzugang, sei dringlich geworden, sagte der Duma-Abgeordnete der Kremlpartei Einiges Russland, Igor Antropenko, der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Das ermöglicht es Bürgern, sogar in der Zeit von Abschaltungen Verbindung zu halten und gewährleistet ein gebührendes Niveau an Sicherheit.“
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Seit Tagen klagen Menschen in Russland über massive Internetprobleme, die Moskau zum Funkloch machen und den Alltag behindern. An den Kassen muss teilweise wieder bar bezahlt werden, Apps für etwa Fitnesszentren, Banken, Kurierdienste oder Taxis funktionieren nicht. Auch andere Städte und teilweise ganze Regionen des Landes gehen immer häufiger offline. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte vor wenigen Tagen, dass die Abschaltungen nötig seien wegen ukrainischer Angriffe und so lange anhalten würden wie nötig.
Moskau baut Kontrolle und Zensur im Netz vor allem seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren zunehmend aus. Mehrere Messengerdienste wie WhatsApp und zahlreiche Websites sind blockiert und lassen sich ohne ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) – wogegen Moskau auch immer stärker vorgeht – nicht öffnen. Inzwischen drohen sogar Strafen für die reine Suche nach Informationen, die Behörden als „extremistisch“ eingestuft haben. Als „extremistisch“ gebrandmarkt sind vor allem Internetressourcen, die den Machtapparat kritisieren, wie der Anti-Korruptions-Fonds des in Haft gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
FBI sucht Opfer infizierter Steam-Spiele für eigene Ermittlungen
Die US-amerikanische Bundespolizei hat Ermittlungen gegen Personen aufgenommen, die auf Steam Malware-infizierte Spiele angeboten haben. Damit könnten sensible Daten von den Systemen der Nutzer entwendet worden sein. Das FBI sucht deshalb jetzt nach Opfern, die eines oder mehrere solche Games von Valves Spiele-Plattform heruntergeladen und gespielt haben, um Informationen zu sammeln. Nutzer werden aufgerufen, ein entsprechendes Formular auszufüllen, um die Ermittlungen zu unterstützen.
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Die Ermittler haben bislang diese mit Malware verseuchten Steam-Spiele identifiziert: „BlockBlasters“, „Chemia“, „Dashverse/DashFPS“, „Lampy“, „Lunara“, „PirateFi“ und „Tokenova“. Mit diesen Games hätten die Angreifer Nutzer in der Zeit von Mai 2024 bis Januar 2026 attackiert, aber von diesen Games sind derzeit immer noch Lampy und Lunara bei Steam zu finden. Andere offenbar infizierte Spiele wie PirateFi hat Valve bereits entfernt. Das war im Februar 2025.
Steam-Ermittlungen per FBI-Formular
Nun sucht die US-Bundespolizei nach Hintergrundinformationen für eigene Ermittlungen und stellt dafür ein umfangreiches Formular bereit. Nutzer der genannten Spiele werden gebeten, dieses auszufüllen. Die Angaben sind freiwillig, und das FBI verspricht, die Identitäten vertraulich zu behandeln. Doch Opfer könnten „unter Umständen Anspruch auf bestimmte Leistungen und Entschädigungen“ haben.
Allerdings werden teils private Daten abgefragt. Neben obligatorischen Angaben wie Name und Adresse wird auch die mit dem Steam-Konto verknüpfte E-Mail-Adresse gefordert. Weitere Informationen sind zwar freiwillig, aber das FBI würde bei eventuellem Verlust von Kryptowährung auch gern die Wallet-Adresse des Opfers erfahren. Sollte das Bankkonto aufgrund der Malware-infizierten Spiele geleert worden sein, fragt die US-Bundespolizei auch Bankinformationen ab.
Wichtiger für die Ermittlung von Verdächtigen ist hingegen, ob den Nutzern diese Games online empfohlen wurden, etwa per Messenger oder in sozialen Netzwerken. Hier fragt das FBI explizit nach Nutzernamen der möglichen Angreifer und Screenshots sowie Protokollen der Kommunikation, sollten diese vorliegen. Ein Upload dieser Daten per Formular ist zwar nicht möglich, aber die US-Bundespolizei behält sich eventuelle Rückfragen vor. Wer entsprechende Unterlagen hat, dürfte nach dem Ausfüllen des Formulars deshalb vom FBI kontaktiert werden.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
MacBook Neo: Gute Reparierbarkeit, Tastatur einzeln ersetzbar
Apples neues MacBook Neo ist nicht nur das günstigste Notebook, das der Konzern jemals hergestellt hat, sondern auch eines der am einfachsten zu reparierenden – und erinnert damit an ältere Generationen. Das zeigt ein erster Teardown, den ein Reparaturdienstleister durchgeführt hat, sowie Apples hauseigenes Reparaturhandbuch für das Modell, das bereits vorliegt. Demnach benötigt man zum Auseinanderbauen nur Torx-Schraubendreher. Die Verwendung eines Heißluftgeräts zum Entfernen von Verklebungen oder das Ziehen sogenannter Pull-Tabs (Klebestreifen), die man nachher mühsam ersetzen muss, fallen weg.
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Viele Komponenten leicht entnehmbar
Der gesamte Prozess der Zerlegung soll deutlich unter zehn Minuten gedauert haben, meldet die Firma TECH RE-NU aus Maidstone bei Melbourne. Komponenten wie die extrem kleine Hauptplatine, das Trackpad, die beiden Lautsprecher oder die beiden USB-C-Anschlüsse lassen sich einzeln abschrauben und tauschen. Auch der Akku lässt sich nach Lösen von 18 Schrauben entfernen. Beim ganzen Teardown gab es nur ein einziges minimal verklebtes Flexkabel. Der Bildschirm wurde in dem Video als Gesamtkomponente entnommen.
Beim australischen Teardown nicht entnommen wurde die Tastatur aus dem Topcase. Diese lässt sich aber, im Gegensatz zu allen MacBooks aus den vergangenen Jahren, einzeln austauschen – und nicht nur zusammen mit dem Topcase aus Alu. Alle drei Komponenten, die Apple in diesem Bereich verbaut, also reguläre Tastatur, Tastatur mit Touch-ID-Fingerabdrucksensor (beim teureren MacBook Neo) und Topcase, wird es offenbar als Ersatzteile geben. Im Self-Service-Repair-Laden des Herstellers sind sie derzeit aber noch nicht gelistet. Das Neo taucht dort derzeit noch nicht auf.
Positive Entwicklung bei Apple
Es wird spannend, welchen „Repairability Score“ (Reparierbarkeitswertung von 0 bis 10) vom renommierten Reparaturdienstleister iFixIt das MacBook Neo erhalten wird. Das Gerät dürfte auf den vorderen Plätzen landen. Die wie erwähnt extrem kleine Hauptplatine, auf der das A18-Pro-SoC samt integriertem RAM sowie der NAND-Flash-Speicher mit 256 oder 512 GByte sitzen, dürfte sich ohne Chip-Auslötkenntnisse wohl nicht weiter auseinanderbauen lassen. Apples Reparaturhandbuch zeigt hier nur, wie man die Hauptplatine (Logic Board) ausbaut und wieder einsetzt.
Insgesamt ist es erstaunlich, dass Apple sich bei der Reparierbarkeit des MacBook derart viel Mühe gegeben hat. Das Gerät ist damit nicht nur günstig, sondern dürfte auch lange halten, weil Nutzer alle wichtigen Komponenten – inklusive solchen, die gerne kaputt gehen wie etwa die USB-C-Ports oder das Trackpad – austauschen lassen können. Es handelt sich also keineswegs um ein Wegwerfprodukt. TECH RE-NU lobt Apple in dem Video denn auch. Man freue sich darauf, die Maschine für seine Kunden künftig reparieren zu dürfen.
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(bsc)
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