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Künstliche Intelligenz

Fraunhofer entwickelt Robotersystem zum automatisierten Altbatterien-Recycling


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Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) entwickeln in dem Projekt „Rob@t2Cell“ ein Roboter-basiertes System für ein automatisiertes Recycling und die Wiederverwendung von Batteriezellen. Das teilte das IPA am Donnerstag mit. Das System entscheidet dabei auch, wie die Altbatterien genutzt werden sollen.

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Prinzipiell können Batteriezellen wiederverwendet, industriell wiederaufgearbeitet oder in ihre Bestandteile zerlegt werden, um sie dann in anderen oder ähnlichen Produkten weiter verwenden zu können. Ein wichtiger Punkt für eine automatisierte Wiederaufbereitung und das Recycling ist der Ladezustand der Batteriezellen. Je nachdem, ob die Batterie recycelt oder weiterverwendet werden soll, muss der Ladestand zunächst angepasst werden. Bei Batterien, die recycelt werden sollen, werden die Batterien tiefentladen, bei Weiterverwendung werden sie schonend auf einen vorab definierten Ladezustand gebracht, um funktionierende Batteriezellen weiter am Leben zu erhalten und sie später aufbereiten und wiederverwenden zu können.

Am Beginn steht die Entscheidung, für welchen Zweck eine alte Batterie noch genutzt werden kann und ob sie entladen oder aufgeladen werden muss. Die Fraunhofer-Forscher entwickeln dazu ein robotisches System, das diesen Entscheidungs- und Lade-/Entladeprozess automatisiert. Das umfasst etwa die automatisierte Kontaktierung, eine intelligente Charakterisierung der Batterie und eine Entscheidung in Echtzeit über die Weiternutzung sowie dann den Lade-/Entladeprozess selbst.

Bei Batterien, die für das Recycling vorgesehen sind, erfolgt eine automatisierte Demontage durch einen Roboter. Die Batteriezellen werden freigelegt und geöffnet. Dabei muss der Roboter „höchste Anforderungen an Sicherheits-, Hochvolt- und Softwaretechnik erfüllen“, schreibt das IPA. Nach erfolgter Entwicklung soll der Roboter dann in einem industriellen Testlauf bei dem Recycling-Spezialisten Umicore erprobt werden.

Die Rückgewinnung der Rohstoffe aus den Batteriezellen erfolgt über ein wasserbasiertes Recycling-Verfahren. Es soll auch nicht-tiefentladene Zellen verarbeiten können und sehr effizient sein, versprechen die IPA-Forscher.

Das Projekt „Automatisierte Kreislaufwirtschaftsanlage mit intelligenter Entladung und Aufbereitung von Batteriezellen für eine zirkuläre Wertschöpfungskette Batterie – Rob@t2Cell“ läuft noch bis Ende 2028. Beteiligt sind neben dem Fraunhofer IPA noch Umicore, acp systems, die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) sowie das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart. Weitere Partner sind BorgWarner Battery Systems Technical Center und Siemens.

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5,09 Millionen Euro Fördergeld fließen für das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).


(olb)



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Künstliche Intelligenz

Einige nutzen Wero – doch Paypal bleibt in Deutschland vorn


Das europäische Bezahlangebot Wero gewinnt an Bekanntheit, tut sich gegen nationale Platzhirsche oder US-Riesen wie Paypal aber noch schwer. Anhand einer YouGov-Umfrage in neun europäischen Ländern stellte das Beratungsunternehmen BearingPoint fest: Wero werde europaweit wahrgenommen.

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In Frankreich, wo Wero wie in Deutschland schon umfangreicher verteilt wurde, antworteten demnach 19 Prozent der dort 1.052 Befragten, dass sie für einen Geldtransfer zwischen Privatpersonen hauptsächlich Wero nutzten. Als Antwortmöglichkeit konnten die Befragten etwa auch Bargeld oder Überweisung auswählen. Deutschland kam mit 4 Prozent Wero-Nutzern unter den hierzulande 2.026 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Erhebung aus dem Dezember auf Platz 2.

Nationale mobile Bezahldienste dominieren der Erhebung zufolge bei Zahlungen zwischen Privatpersonen, z. B. Twint in der Schweiz (66 Prozent), MobilePay in Dänemark (92 Prozent) und Finnland (61 Prozent), Swish in Schweden (86 Prozent), Tikkie in den Niederlanden (71 Prozent). In Deutschland ist Paypal (56 Prozent) demnach der bevorzugte Dienstleister.

Die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern, will Wero zur europäischen Paypal-Alternative ausbauen. Seit Anfang Juli 2024 ist Wero am Start und bietet nach dem Muster des US-Konkurrenten Paypal vor allem direkte mobile Geldzahlungen von Mensch zu Mensch an. Inzwischen kann der Dienst auch bei etlichen Händlern beim Einkaufen im Netz genutzt werden, ähnlich wie Kreditkarten oder Apple Pay, Google Pay, Paypal, Klarna oder andere vergleichbare Dienste.

BearingPoint-Partner Robert Bosch sagt zu den Umfrageergebnissen: „Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass moderne digitale Zahlungssysteme in ganz Europa an Bedeutung gewinnen. Ein zentraler Treiber ist der Wunsch nach einer eigenständigen europäischen Alternative zu bisher dominierenden, nicht-europäischen Lösungen – ein wichtiger Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität.“

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(dahe)



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Valve: Steam Controller darf nur noch mit sauberem Steam-Account gekauft werden


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Mit einer Warteliste will Valve künftige Chargen des Steam Controllers fairer verteilen. Das PC-Gamepad war unmittelbar zum Release so begehrt, dass die Server von Valve unter der Nachfrage zusammenbrachen. Seitdem ist der Steam Controller ausverkauft.

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Einige Geräte landeten dabei nicht direkt in den Händen von ehrlichen Interessenten, sondern bei Scalpern: Auf Kleinanzeigen und anderen Plattformen waren schnell Angebote zu deutlich erhöhten Preisen zu finden. Ein neues Reservierungssystem soll dagegen helfen: In die Warteliste eintragen darf sich nur, wer einen sauberen Steam-Account hat, der „nicht negativ aufgefallen“ ist. Zudem sind Bestellungen auf ein Gerät pro Account beschränkt. Wer bereits vor Einführung des Reservierungssystems einen Steam Controller ergattert hat, bekommt vorerst keine Möglichkeit, einen weiteren zu bestellen.

Scalper kaufen begehrte Gegenstände zum marktüblichen Preis allein in der Absicht, sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Sie nutzen dafür oft Bots, um sich Waren zu sichern. Wegen Speicherkrisen, Chipmangel, Lieferkettenproblemen und generell hoher Nachfrage wurden sie in den vergangenen Jahren bei vielen Hardware-Releases zur allgegenwärtigen Erscheinung. Aber auch abseits von Grafikkarten und Konsolen treiben Scalper Preise nach oben – etwa bei Event-Tickets.

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Unmittelbar nach dem Marktstart des Steam Controllers waren in Deutschland auf Kleinanzeigen.de mehrere Nutzer zu sehen, die vorbestellte Steam Controller anbieten. Die aufgerufenen Preise reichten dabei von 150 bis 380 Euro – obwohl die Geräte bei Valve nur 100 Euro kosten. Viele der Nutzer gaben dabei an, mehrere Controller auf einmal gekauft zu haben. Das ist mit Valves neuem System nicht mehr möglich.

Damit sich Scalper nicht einfach einen neuen Steam-Account anlegen und darüber kaufen, implementiert Valve einen weiteren Sicherheitsmechanismus: Auf die Warteliste kommen nur Nutzer, die vor dem 27. April 2026 etwas auf Steam gekauft haben. Neu erstellte Accounts haben demnach keine Chance.

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Kaufinteressenten, die sich auf Valves Warteliste eintragen können, werden per Mail über eine Kaufgelegenheit informiert – wie lange das dauert, ist unklar. Valve arbeitet nach eigenen Angaben kontinuierlich daran, die Lagerbestände wieder aufzufüllen. Bekommt man eine Mail-Benachrichtigung, muss man innerhalb von 72 Stunden zuschlagen, bevor die Kaufgelegenheit verfällt. Die Reservierungen sollen am 8. Mai um 19 Uhr freigeschaltet werden.

Bei Verfügbarkeit benachrichtigen: Das heise-Angebot Bestell.bar informiert per Mail und Push-Benachrichtigung, sobald der Steam Controller online wieder zu einem fairen Preis erhältlich ist. Für bessere Chancen zum Kauf werden die Händler nahezu in Echtzeit überwacht.


(dahe)



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eBay-Übernahme durch GameStop: Neue Zweifel an der geplanten Finanzierung


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Die Finanzierung der angestrebten Übernahme von eBay durch GameStop ist noch unsicherer als bislang bekannt, weil der Videospielhändler die von einer Bank zugesagten 20 Milliarden US-Dollar nur unter äußerst unwahrscheinlichen Bedingungen bekommt. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Das Geld gibt es demnach nur, wenn die Schulden des fusionierten Unternehmens ein Kredit-Rating erhalten, das bei Firmen mit einem vergleichbaren Schuldenstand nahezu ausgeschlossen ist. Damit könnte GameStop etwa die Hälfte der für den Kauf nötigen Summe fehlen.

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Dass GameStop eBay für 56 Milliarden US-Dollar übernehmen will, hat der US-Videospielhändler am Wochenende publik gemacht. Dabei war der bekannte Online-Marktplatz vor der Bekanntmachung rund 46 Milliarden US-Dollar wert, GameStop lediglich 12 Milliarden. Laut GameStop stehen für die Übernahme Barreserven in Höhe von 9,4 Milliarden US-Dollar bereit. Auch auf eine Finanzierungszusage über 20 Milliarden US-Dollar von der Bank TD Securities hat sich das Unternehmen berufen. Genau daran werden jetzt aber Zweifel laut. Cohen hat vorher schon nicht erklären wollen oder können, wie sein Unternehmen die bislang fehlenden 16 Milliarden US-Dollar auftreiben will.

Cohen hat 2023 den Chefposten bei GameStop übernommen, vorher hatte er das Management des Videospielhändlers als zu langsam kritisiert und seine Beteiligung kontinuierlich ausgebaut. GameStop war Anfang 2021 in die Schlagzeilen gerückt, als der Aktienkurs, angetrieben von im Internet organisierten Privatanlegern, eine atemberaubende Rallye hingelegt hat. Das bescherte Hedgefonds, die auf einen Kursverfall gewettet hatten, enorme Verluste. Unter Cohens Führung hat GameStop unter anderem alle Filialen in Deutschland geschlossen und sich primär auf das Geschäft mit Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen konzentriert.


(mho)



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