Apps & Mobile Entwicklung
Für Windows und macOS: OpenAI Codex führt per Erweiterung Aufgaben in Chrome aus
OpenAI hat eine Erweiterung für Chrome veröffentlicht, mit der der Coding-Assistent Codex Aufgaben direkt im Browser ausführen kann. Zum Start steht die Funktion unter Windows und macOS bereit, allerdings gehen Nutzer in der EU und damit auch in Deutschland vorerst leer aus.
Aufgaben an Chrome weiterleiten
Mit der ab sofort im Chrome Web Store verfügbaren Erweiterung soll Codex künftig auch komplexe Aufgaben direkt innerhalb des Browsers übernehmen können. Dafür kann der Assistent auch bereits bestehende Sitzungen nutzen, um Browser-basierte Abläufe über Websites und Web-Apps hinweg auszuführen, ohne dass die Seiten von OpenAI separat geöffnet werden müssen.
Zu den möglichen Einsatzszenarien zählen unter anderem die Navigation durch strukturierte Websites, umfangreiche Dateneingaben, die Kontrolle von Dashboards oder auch das Debuggen von Browser-basierten Abläufen. Darüber hinaus kann Codex Aufgaben im Hintergrund über mehrere Browser-Tabs hinweg parallel bearbeiten und dadurch wiederkehrende Arbeitsabläufe vereinfachen. Die einzelnen Aufgaben organisiert die Erweiterung automatisch in Tab-Gruppen, damit zusammengehörige Prozesse gebündelt bleiben.
Benötigte Anwendungen werden automatisch gewählt
Nach der Installation der Erweiterung und dem Aufbau der Verbindung können Anwender direkt neue Codex-Threads starten. Der Assistent entscheidet dabei eigenständig anhand der jeweiligen Aufgabe, welche Anwendungen und Werkzeuge zur Bewältigung benötigt werden und ruft diese automatisch auf. Sofern entsprechende Integrationen vorhanden sind, können dabei auch weitere Browser-Erweiterungen eingebunden werden.
Die Steuerung funktioniert zudem in beide Richtungen: Aufgaben lassen sich nicht nur direkt im Browser an Codex übergeben, sondern auch per Texteingabe innerhalb von Codex an Chrome weiterreichen. Der Browser wird daraufhin automatisch geöffnet und führt die gewünschten Schritte aus.
Hierzulande noch nicht verfügbar
Die neue Codex-Erweiterung für Chrome steht ab sofort innerhalb der Codex-App unter Windows und macOS in allen Regionen außerhalb der EU und Großbritanniens zur Verfügung. Laut OpenAI soll die Verfügbarkeit in weiteren Regionen in Kürze ausgeweitet werden.
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Firmware-Update 5.19.4: Amazon bringt Dunkelmodus auf den Kindle Colorsoft

Amazon hat ein Firmware-Update für zahlreiche seiner Kindle-Reader veröffentlicht. Mit diesem erhält unter anderem der Kindle Colorsoft (Test) den bereits lange von Nutzern gewünschten systemweiten Dunkelmodus. Darüber hinaus umfasst die Aktualisierung die üblichen Leistungsverbesserungen und Fehlerkorrekturen.
Der neue Dunkelmodus lässt sich entweder über die Schnellaktionen aktivieren, die per Wisch vom oberen Bildschirmrand erreicht werden können, oder direkt in den Anzeigeeinstellungen einschalten. Mit diesem soll insbesondere die Lesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen verbessert werden.
Dark-Mode soll auch für den Scribe Colorsoft erscheinen
Laut dem in der Regel gut informierten Portal Good e-Reader soll das Update ebenfalls für den erst seit kurzer Zeit verfügbaren Kindle Scribe Colorsoft erscheinen. Auf Amazons Support-Seite für die Software-Aktualisierungen* der Kindles wird für das Gerät zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung allerdings weiterhin lediglich die Firmware-Version 5.19.3.1 geführt. Für das erste, bereits 2022 veröffentlichte Modell (Test) steht das Update hingegen schon zur Verfügung.
Bei diesem wird mit der neuen Version die Werkzeugleiste um zusätzliche Formen für die Stifteingabe erweitert. Gleichzeitig soll deren Erstellung vereinfacht werden: Wird der Stift nach dem Zeichnen am Ende der Eingabe kurz gedrückt gehalten, wandelt das E-Note die Skizze automatisch in eine saubere geometrische Form um. Darüber hinaus unterstützt der Stylus nun handschriftliche Notizen direkt auf Bildern in E-Books sowie in an den Kindle gesendeten Word-Dokumenten.
Nur ein älterer Reader bisher mit neuer Version bedacht
Das Update steht darüber hinaus für den Kindle Paperwhite der 12. Generation aus dem Jahr 2024 bereit. Die offiziellen Versionshinweise nennen für dieses Modell allerdings ausschließlich allgemeine Leistungsverbesserungen und Fehlerkorrekturen.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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ABF-Substrate für CPUs & GPUs: Hidden Champion Ajinomoto baut ab 2028 neue Fabrik

Schon in ABF steckt der Herstellername, er ist jedoch außerhalb kaum bekannt: Ajinomoto. Die explodierende Nachfrage nach neuen Chips und damit auch Substraten lässt die japanische Firma aufrüsten und eine neue Fabrik errichten. Los geht es damit ab 2028, jedoch erst ab 2032 soll die Anlage voll in Produktion gehen.
Der ABF-Ursprung liegt schon über 50 Jahre zurück
Eigentlich ist Ajinomoto ein Unternehmen, welches sich der Nahrungsmittelversorgung verschrieben hat und dafür auch bekannt ist. In den 70er Jahren forschte das Unternehmen dabei an Möglichkeiten, die Produktion zu optimieren, woraus ein Beiprodukt entstand, das sich auch für andere Dinge eignete.
Ajinomoto glaubte, dass dies die aufstrebende Industrie rund um elektrische Bauteile und später Computer sein könnte. In der Industrie wurden sie aber lange nicht angenommen, weshalb das Projekt fast kurz vor dem Aus stand. Der Durchbruch kam 1996, als ein großer CPU-Hersteller an die Gruppe herantrat, ab 1998 dann die ersten Aufträge vergeben wurden und 1999 auf den Markt kamen.
Das zweite Standbein kennt außerhalb der Branche dennoch fast keiner, steckt aber heutzutage doch in jedem PC: der Ajinomoto Build-up Film (ABF).
Die Isolierschicht zwischen den kleinsten Teilen im Chip und Substrat sorgt für deren problemlosen Betrieb. Bei CPUs und auch GPUs hat ABF einen Marktanteil von 95 bis de facto 100 Prozent und steckt so letztlich auch in jeder Spielekonsole und in jedem Server. Seit 2010 hat sich das Unternehmen dabei breiter aufgestellt, knapp ein Dutzend verschiedene ABF-Varianten gibt es nun, um Kundenwünsche noch besser zu erfüllen.
ABF-Knappheit wird mit neuer Fab begegnet
Dass ABF durchaus auch mal knapp werden könnte, berichtete ComputerBase bereits im Jahr 2021. Bisher konnte Ajinomoto die Produktion aber gut skalieren, nun wird es jedoch wirklich zu eng: ein Neubau muss her. Dieser wurde nun offiziell in Japan bewilligt, ab 2028 sollen die Bauarbeiten beginnen. 2032 soll schließlich die Produktion starten, mit viel Spielraum um sie weiter auszubauen, schreibt das Unternehmen heute (PDF-Dokument).
Im Quartalsbericht hatte Ajinomoto die passenden Prognosen dabei. Nicht nur wird die Nachfrage nach Chips größer, auch werden diese wiederum vor allem für AI viel größer ausfallen. All dies führt zu einem Boom, der fast ausschließlich aus der Serverumfeld kommt.
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Lian Li DK-07 Wood: Auch das Schreibtisch-Gehäuse gibt es in Holzversion
Holz an Gehäusen ist längst eine verbreitete Option. Insofern erscheint es nur logisch, dass Möbelstücke nachziehen: Auch das Desk-Gehäuse DK-07 von Lian Li wird einer Variante mit Echtholz-Tischplatte aufgelegt.
Aufbau des Desk-Gehäuses
Beim schon vor zwei Jahren vorgestellten DK-07 handelt es sich um einen Schreibtisch, der maximal zwei E-ATX-Rechner gleichzeitig in der Tischplatte unterbringt. Kühler dürfen 180 Millimeter hoch, Grafikkarten 383 Millimeter lang sein. Sie lassen sich auch vertikal montieren, was ein separat erhältliches Riser-Kabel erfordert. Zusätzlich hat Lian Li die Montage von vier 2,5″-SSDs und zehn 3,5″-Festplatten vorgesehen. Wird nur ein Rechner verbaut, können zwei weitere 2,5″-Datenträger untergebracht werden.
Die Montage erleichtern herausnehmbare Mainboard-Trays, das Kabelmanagement für Kabelführungen im Gehäuse, an dessen Rückseite sowie Kabeldurchführungen zur Tischplatte.
Jedem Rechner, der durch einen Glas-Ausschnitt von oben betrachtet werden kann, steht ein eigenes I/O-Panel unter anderem mit zwei USB-C-2×2-Anschlüssen zur Verfügung. Die Kühlung übernehmen insgesamt 17 120-mm- (1 Rechner) oder 12 120-mm-Lüfter (2 Rechner). Darüber hinaus passen maximal vier 360-mm-Radiatoren in den Tisch, die Hälfte in Dual-System-Konfiguration. Außerdem bringt Lian Li links und rechts neben dem „Rechner-Abteil“ zwei 26 Zentimeter tiefe, 10,5 Zentimeter breite und 5 Zentimeter hohe Schubladen zur Schaffung von Stauraum unter.
Die 1.480 × 877 Millimeter große Tischplatte der neuen Version besteht nun aus dunklem Walnussholz. Dass es sich um Echtholz handelt, ist anzunehmen, da Lian Li von einem „solid wood tabletop“ spricht. Dieses soll mit maximal 100 Kilogramm belastbar sein und verspricht einen Wohnraum-tauglicheren Look, der sich in andere Einrichtungsstile einfügt als die bisher ausschließlich schwarzen DK-07.
Auch diese Version des DK-07 kann elektrisch zwischen 676 und 1.162 Millimeter in der Höhe verstellt werden, drei Höhen lassen sich speichern. Smartphones lassen sich durch eine Wireless-Charging-Fläche kabellos laden.
Preis und Verfügbarkeit
Verkauft wird die neue Version des DK-07 ab dem 7. Mai. Was ungewöhnlich aussieht, kostet entsprechend: Die Preisempfehlung liegt unverändert bei rund 1.400 US-Dollar zuzüglich Steuern. Wann das Gehäuse in Europa startet, ist noch nicht bekannt.
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