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Fußbodenheizung: Shelly Linkedgo ST1820 – funktioniert auch unter Home Assistant


Das smarte Thermostat Linkedgo ST1820 kann per Shelly-App und mit Home Assistant gesteuert werden. Wie gut es in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Das smarte Thermostat ST1820 zur Steuerung einer Fußbodenheizung stammt vom chinesischen Hersteller Linkedgo, wird aber mit Shelly-Firmware betrieben und wird daher auch von Shelly als OEM-Produkt mit dem Zusatz „Powered by Shelly“ vertrieben. Neben der Ansteuerung eines Stellventils einer wassergeführten Fußbodenheizung bietet es außerdem einen integrierten Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor. Es funkt per WLAN und benötigt daher keinen Hub wie Zigbee-Modelle. Zudem kann es als BLE-Gateway für andere Shelly-Geräte dienen.

Wie gut das Shelly Linkedgo ST1820 in der Praxis funktioniert und wie eine Integration in Home Assistant gelingt, zeigt der Testbericht.

Verarbeitung, Design, Bedienung und weitere Funktionen

Das Gehäuse des Shelly Linkedgo ST1820 ist quadratisch mit einer Kantenlänge von 8,55 cm, die Rahmentiefe beträgt 1,2 cm. Mit einer Tiefe von nur 2,6 cm fällt das Gehäuseinnere recht kompakt aus. Mit einer Breite und Höhe von 5,4 cm passt es problemlos in klassische 55er-Unterputzdosen. Somit ist es auch als klassische Nachrüstlösung für ein bestehendes analoges Thermostat geeignet.

Die Montage des inneren Gehäuses ist schnell erledigt. Anschließend steckt man die äußere Abdeckung mit integriertem Display und Drehregler einfach auf. Ein Einrastgeräusch signalisiert, dass die Abdeckung fest sitzt.

Als Bedienelemente stehen ein ovales Touch-Display, das in der Mitte der Vorderseite sitzt, sowie ein Drehregler am unteren Rand parat. Über das Touch-Display können Anwender das Thermostat konfigurieren und etwa Offsets für Temperatur und Luftfeuchte einstellen, die Kindersicherung aktivieren sowie den Temperaturbereich und die Frostschutztemperatur einstellen. Die Bediensprache am Gerät können Anwender zwischen Chinesisch und Englisch auswählen – Deutsch wird leider nicht unterstützt.

Im Betrieb bleibt der Bildschirm ausgeschaltet. Sobald man den Regler dreht oder drückt, erscheinen auf dem Display die aktuelle Temperatur, die Luftfeuchte sowie das Statussymbol in Form einer auf dem Kopf stehenden Pyramide für den Netzwerkstatus. Befindet sich daneben ein Ausrufezeichen, besteht keine Verbindung zum Netzwerk. Mit dem Drehregler können Anwender die Temperatur in 1er-Schritten justieren.

Insgesamt ist das Shelly Linkedgo ST1820 hervorragend verarbeitet und weiß auch designtechnisch zu gefallen.

Inbetriebnahme mit Shelly App

Für die Inbetriebnahme wird die Shelly-App benötigt. Das Thermostat wird über Bluetooth in der App angezeigt, anschließend führt ein Assistent durch die einzelnen Konfigurationsschritte inklusive Koppelung mit dem heimischen WLAN. Wie üblich bei Smart-Home-Geräten wird dabei nur das 2,4-GHz-Netz unterstützt.

Shelly Linkedgo ST1820: Auch ein Zugriff über den Browser ist möglich.

Konfiguration und Heizpläne

Die Shelly-App ist nicht nur für Smartphones optimiert, sondern auch für Tablets, sodass man von der größeren Darstellungsfläche auf diesen Geräten profitiert.

Als Besonderheit bietet das Shelly Linkedgo ST1820 den Parameter „Thermostathysterese“. Das aus dem Griechischen stammende Wort Hysterese bedeutet unter anderem Zurückbleiben und stellt bei Thermostaten eine Toleranz dar, sodass die Heizung nicht ständig ein- und ausgeschaltet wird, sobald sich die Temperatur geringfügig ändert. Wenn etwa eine Zieltemperatur von 22 °C eingestellt ist, sorgt eine Hysterese von 0,5 °C dafür, dass die Heizung erst bei 22,5 °C ausgeschaltet und bei 21,5 °C eingeschaltet wird. Das sorgt für einen besonders schonenden und energieeffizienten Betrieb der Fußbodenheizung.

Shelly Linkedgo ST1820: Konfiguration mit Shelly-App

Mit der Shelly-App lassen sich für das Thermostat natürlich auch Heizpläne erstellen. Das gelingt auch über den Browser. Dabei kann man nach Tagen und Monaten differenzieren, sodass eine manuelle Einstellung der Temperatur in der Regel überflüssig wird. Eine Fenster-Offen-Erkennung bietet das Thermostat nicht. Dies kann man aber über einen Tür-/Fenster-Sensor von Shelly innerhalb der App über eine Automatisierung (Szenen) realisieren.

Shelly Linkedgo ST1820: Integration in Home Assistant

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Wer auf der Suche nach einem Thermostat für Fußbodenheizungen ist, das man auch unter Home Assistant steuern kann, erhält mit dem Shelly Linkedgo ST1820 ein äußerst leistungsstarkes Modell. Bereits die offizielle Shelly-Integration bietet viele Funktionen. Sie beinhaltet die typische Heizungssteuerung und integriert auch die Sensoren für Temperatur und Luftfeuchte. Außerdem unterstützt Home Assistant auch Firmware-Updates, wobei man zwischen regulären und Beta-Updates auswählen kann.

Einige Konfigurationsparameter wie „Thermotathysterese“ werden standardmäßig jedoch nicht an Home Assistant übermittelt. Da das Thermostat aber MQTT unterstützt, können diese Parameter trotzdem eingebunden werden. Hilfreich stehen dabei KI-Tools wie ChatGPT oder Deepseek zur Seite, die den YAML-Code für entsprechende Anpassungen bereitstellen. Hilfreich dabei ist auch der MQTT-Explorer (Heise Download), mit dem man entsprechende Abfragen direkt an das Gerät senden kann, um zu überprüfen, ob das Gerät tatsächlich die gewünschten Daten liefert.

Über Home Assistant lassen sich weitere sinnvolle Funktionen abbilden. So kann man etwa eine Fenster-Offen-Erkennung auf Basis eines starken Temperaturabfalls realisieren. Über Hilfssensoren ist es außerdem möglich, umfassende Daten über den Heizbetrieb zu erhalten.

Preis

Fazit

Mit dem Linkedgo ST1820 bietet Shelly ein hochwertig verarbeitetes Thermostat für Fußbodenheizungen, das sich auch für weniger technikaffine Menschen über einen Drehregler komfortabel bedienen lässt. Der leichte Einbau sowie die einfache Inbetriebnahme und Konfiguration stehen ebenfalls auf der Habenseite. Doch das bieten auch andere Modelle wie von Aqara, Homematic IP und Meross.

Im Unterschied zu diesen ist aber dank Unterstützung von MQTT sowie einer sehr guten Integration für Home Assistant das Shelly Linkedgo ST1820 ideal für Smart-Home-Enthusiasten geeignet. Allerdings ist es mit etwa 82 Euro auch nicht ganz billig. Zudem gibt es standardmäßig keine Fenster-Offen-Erkennung, die sich aber über einen Tür-/Fenster-Sensor und einer Automatisierung realisieren lässt.



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Video: Glasfaserausbau – So verlängert ihr euren Anschluss!


Das Kabel eures Glasfaseranschlusses ist zu kurz und der Anbieter will Hunderte Euro, um euch die Leitung im Haus nach oben zu legen? Die gute Nachricht: Ihr könnt die letzten Meter kostengünstig selbst überbrücken. Außerdem lässt sich die Glasfaser fast beliebig durchs ganze Haus verlängern, ohne geringere Datenraten befürchten zu müssen.

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In diesem Video erklären wir euch, welche Stecker- und Kabeltypen es gibt und wie ihr herausbekommt, welches Kabel ihr kaufen müsst, damit alles problemlos funktioniert.


(mond)



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Elektroautos und Plug-in-Hybride: Das unterschätzte AC-Laden


Kürzlich verkaufte ich mein erstes Elektroauto privat. Beim Plausch mit dem sehr netten Käufer-Ehepaar wurde mir wieder einmal bewusst, dass Grundlagen rund um das AC-Laden nicht einfach als selbstverständlich angesehen werden sollten. Denn warum beispielsweise mit manchen 7,4-kW-Ladern im Auto meistens nur etwas mehr als 4 kW möglich sind, ist nicht vollkommen trivial. So entstand die Idee zu diesem Artikel, der solche grundlegenden Fragen rund um das Laden mit Wechselstrom noch einmal umfassend klären soll.

  • in Deutschland meist auf 22 kW begrenzt
  • Warnung vor einphasigen Ladern
  • Schieflast kann die nutzbare Ladeleistung begrenzen

In den glanzvollen Aufmachungen von neuen Elektroautos wird fast immer mit der Ladeleistung an Gleichstrom geworben. In Deutschland sind an der gängigen Infrastruktur derzeit praktisch ausschließlich maximal 400 kW möglich, und selbst das ist die absolute Ausnahme. Denn meist sind es bestenfalls 300 kW. Knapp 50.000 Schnellladepunkte führt die Bundesnetzagentur (Stand 1. Februar 2026) auf. Doch das gesamte Bild vervollständigt sich erst mit den fast 150.000 öffentlichen AC-Ladepunkten, zu denen die privaten Wallboxen noch hinzukommen. Die Zahl der Lademöglichkeiten mit Wechselstrom liegt also drastisch über denen der DC-Säulen.

Das hat einen wirtschaftlichen Hintergrund. Eine DC-Ladestation braucht in der Regel einen Anschluss an das Mittelspannungsnetz. Das ist weitmaschiger als das Niederspannungsnetz, das für einen AC-Ladepunkt ausreichend ist. Die Kosten für eine Netzanbindung sind also meistens erheblich höher. Im Gegenzug kann an einer DC-Säule mehr Strom pro Zeiteinheit verkauft werden, wenn sie entsprechend ausgelastet ist, versteht sich.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Elektroautos und Plug-in-Hybride: Das unterschätzte AC-Laden“.
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lernen:digital: Drei Jahre Suche nach Workarounds zum Bildungsföderalismus


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Er sollte etwas Großes schaffen: digitale Möglichkeiten und Methoden auf ihre Schultauglichkeit zu erforschen. Drei Jahre ist es her, dass die damalige Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) den Startschuss für den „Kompetenzverbund lernen:digital“ gab. 205 Millionen Euro wurden über die Laufzeit dafür zur Verfügung gestellt. Der Kompetenzverbund sollte Lehren aus den großen Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie ziehen, als zwar für Remote-Unterricht jede Menge Technologie beschafft wurde, die Lehrkräfte jedoch oft ohne großes Vorwissen und Hilfestellungen auf die neue, zwangsweise entstandene Realität trafen. Bei einer zweitägigen Veranstaltung im Berliner Café Moskau zogen Verantwortliche und Beteiligte nun eine Abschlussbilanz: Was haben die Millionen für lernen:digital tatsächlich bewirken können?

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203 Teilprojekte ganz unterschiedlicher Art hätten in diesem Rahmen stattgefunden, berichtete Katharina Scheiter, die die Koordinierungsstelle für den Kompetenzverbund leitet. Und sparte ansonsten nicht mit harter Kritik an den politisch Verantwortlichen: Aufgrund von Konstruktionsfehlern des Vorhabens sei es von Anfang an in erster Linie darum gegangen, „das Beste daraus zu machen“, sagte Katharina Scheiter, die an der Universität Potsdam Professorin für digitale Bildung ist. Es habe an Vorplanung und gemeinsamen Zielen gemangelt. Die erreichten Ergebnisse seien zwar gut und wertvoll, würden aber bislang am wichtigsten Bedarf der Bildungsinstitutionen vorbeigehen: wie die Schülerinnen und Schüler mit digitalen Mitteln besser lernen könnten. Den „Stein der Weisen“, nämlich wie der Transfer über gute Fortbildung hin zu den Schülerinnen und Schülern gelingen würde, den habe man auch nicht gefunden, stimmte der für Bildung zuständige bremische Staatsrat Torsten Klieme der kritischen Bestandsaufnahme zu.

Der Konstruktionsfehler, den Bildungsforscherin Scheiter beklagte, hat dabei gleich mehrere Gründe: Der eigentliche Hauptgrund liegt im Bildungsföderalismus – zuständig für die Bildung sind grundsätzlich die Länder, für die Forschung hingegen ist der Bund zuständig. Aufgrund der Zuständigkeitsverteilung durften also nur Forschungsvorhaben finanziert werden – alles andere ist Länderangelegenheit, etwa wie die Lehrerfortbildung organisiert ist. Teilnehmer der Veranstaltung merkten daher auch an, dass ein wesentlicher Teil der Projektlaufzeit damit verschwendet worden sei, Bundes- und Ländervorhaben miteinander in Einklang zu bringen, also die Forschungsmittel des Bundes mit den Vorgaben der 16 Kultusministerien und der Landesinstitutionen zusammenzubringen.

Die ursprünglich gewünschte Praxisnähe, also wie das Bildungswesen tatsächlich digitale Möglichkeiten nutzen kann, fiel dabei offenbar weitgehend weg – und an flächendeckende Skalierung von Erkenntnissen war deshalb schon gar nicht zu denken. Schon in der Konzeptionsphase sei dabei der Blick auf die Praxis abhandengekommen, erklärt der beim Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zuständige Abteilungsleiter Stefan Luther. Dazu kam ein anderes Problem: dass die Mittel schnell gebunden werden sollten. Und um das „Momentum Geld“ (Luther), das zu dem Zeitpunkt zur Verfügung gestanden habe, nicht verstreichen zu lassen, habe man sich trotzdem für die Durchführung entschieden. Das meint unter anderem Mittel aus dem EU-Programm „NextGenerationEU“.

„Zu viel Geld mit zu wenig praktischem Effekt“, bilanziert auch Torsten Klieme recht deutlich. Im Fall einer Weiterführung, die seiner Ansicht nach sinnvoll sei, solle es daher anders aufgesetzt werden, sagte der Ländervertreter. Doch wie das in Zukunft genau aussehen soll, ist offenbar noch zu besprechen. Auf Ergebnisse von „lernen:digital“ solle dabei in jedem Fall aufgebaut werden, erklärte BMBFSFJ-Abteilungsleiter Stefan Luther.

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Hoffnung setzten dabei zumindest die beiden zuständigen Vertreter aus der Politik auf den Digitalpakt 2.0. Eigentlich schon vor über einem Jahr im Grundsatz zwischen Bund und Ländern geeint, soll nun tatsächlich nur noch die Tinte für die Unterschriften aller Beteiligten fehlen. Es gehe nur noch um Wochen, sagten Bund- und Ländervertreter unisono.

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Dass alle künftigen Forschungs- und Transferprogramme sich an der Zielsetzung des sogenannten Start-Chancen-Programms orientieren müssten, dafür sprach sich Staatsrat Klieme aus: Es gehe darum, die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die nicht die Mindestkompetenzen erreichen, zu halbieren. „Das ist, was unser Bildungssystem in seiner Qualität am Boden hält“, erklärte Klieme. Alle anderen Programme müssten sich die Frage stellen, was sie auf die Mindestkompetenzen einzahlen könnten – auch die Bund-Länder-Initiative im Rahmen des Digitalpakts 2.0. In dieser Säule des renovierten Bund-Länder-Finanzierungspakets zur digitalen Bildung soll dann auch ein Teil dessen, was mit dem „Kompetenzzentrum für digitales Lernen“ erarbeitet wurde, weitergeführt werden. Ein Forschungscluster zum Thema Didaktik, also zur Vermittlung von Wissen und Kompetenzen sei genau wie ein Schwerpunkt zu Künstlicher Intelligenz geplant.

Nach drei Jahren Laufzeit scheint also vor allem ein eindeutiges Forschungsergebnis den einstigen hehren Zielen gegenüberzustehen: Auch 205 Millionen Euro und eine Vielzahl an Forschungsprojekten ergeben noch kein kohärentes Gesamtkonzept für eine bessere digitale Bildung. Das viel genutzte Schlagwort der lernen:digital-Veranstaltung in Berlin hieß daher: „Ko-Konstruktive Zusammenarbeit“. Was vor allem bedeutet: Bund und Länder, Forschung, Bildung, Verwaltung und Politik wollen sich künftig zumindest möglichst wenig im Wege stehen.


(dahe)



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