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Huawei FreeClip 2 Open-Ear-Kopfhörer im Test


Kleiner und leichter als der Vorgänger präsentieren sich die FreeClip 2 im Test ebenso überzeugend wie der Vorgänger. Mit optionalen Ohrringen macht Huawei die Kopfhörer auf Wunsch auch zum modischen Accessoire. Die FreeClip 2 sind eine gelungene Weiterentwicklung des Überraschungserfolgs.

Mit den FreeClip (Test) ist Huawei Ende 2023 ein echter Überraschungserfolg gelungen. Die Open-Ear-Kopfhörer werden einfach um das Ohr gelegt (geclippt), halten durch ihren Bügel aber trotzdem zuverlässig, ohne zu stören. Mit den FreeClip 2 bringt Huawei nun den Nachfolger, die Erwartungen sind also hoch. Auch mit dem neuen Modell übernimmt Huawei das vom Vorgänger bekannte C-Bridge-Design, also eine gebogene Verbindung zwischen dem Element vor und dem Element hinter dem Ohr, möchte aber die Passform nochmals verbessert haben. Zudem ist das neue Modell leichter als der Vorgänger und soll in jeder Situation noch sicherer am Ohr halten. Gleichzeitig sollen die FreeClip 2 mehr Modeaccessoire sein als der Vorgänger, denn für das neue Modell wird auch Schmuck angeboten, der sich einfach am Bügel befestigen lässt.

FreeClip 2 mit neuem Design
FreeClip 2 mit neuem Design
Die Ohrringe werden einfach an der C-Bridge angebracht
Die Ohrringe werden einfach an der C-Bridge angebracht
FreeClip 2 am Ohr
FreeClip 2 am Ohr

Die Huawei FreeClip 2 sind in den Farben Blau, Weiß und Schwarz ab heute im Huawei Online Store und im Flagshipstore in Berlin sowie im Handel zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro erhältlich. Beim Kauf der FreeClip 2 im Online Store oder im Flagshipstore von Huawei erhalten Käufer zum Start bis zum 01.03.2026 einen Rabatt von 20 Euro.

Vergleich FreeClip 2 und FreeClip

Wie erwähnt hat Huawei das Design der FreeClip 2 im Vergleich zum Vorgänger leicht angepasst. Sichtbar ist dies vor allem an dem bohnenförmigen Element hinter dem Ohr, das deutlich schmaler ausfällt als bei der ersten Generation. Auch der überzogene Bügel, die C-Bridge, fühlt sich nun weniger nach Gummi an – und somit angenehmer.

FreeClip 2 (links) und FreeClip (rechts)
FreeClip 2 (links) und FreeClip (rechts)

Am generellen und bewährten Aufbau, also einem C mit der Akustikkugel vorne und einem bohnenförmigen Element an der Rückseite, die über eine Brücke aus Formgedächtnislegierung verbunden sind, hat sich nichts geändert.

Das Verbindungsstück ist flexibel und hält die Ohrhörer erneut ohne Druck sicher und äußerst bequem am Ohr. Wer denkt, dass die FreeClip 2 beim Sport sofort herausfallen, der irrt. Denn auch die neue Generation hält fest am Ohr. Auch das neue Modell ist deshalb für viele sportliche Tätigkeiten wie etwa Joggen geradezu prädestiniert, da man die Umgebung trotz Musikwiedergabe weiterhin wahrnehmen kann.

FreeClip 2 (links) und FreeClip (rechts)

Wie auch der Vorgänger lässt sich das neue Modell stundenlang tragen, ohne dass es unangenehm drückt. Das leichte Tragegefühl in Verbindung mit dem sicheren Sitz ist wieder eine absolute Stärke der Kopfhörer und überrascht all jene, die den Vorgänger nicht kennen, da man es bei dieser Art der Befestigung so gar nicht erwarten würde. Fällt doch mal ein Ohrhörer aus dem Ohr, wird der Nutzer benachrichtigt und der Ohrhörer gibt einen Ton wieder, um ihn schnell wiederzufinden.

FreeClip 2 (links) und FreeClip (rechts)

Wie bei der ersten Generation können der rechte und linke Ohrhörer beliebig vertauscht werden, da automatisch erkannt wird, welcher an welchem Ohr sitzt. Um die so automatisch vorgenommene Zuordnung von Rechts und Links wieder aufzuheben, müssen die FreeClip 2 ein Mal ins Ladecase gelegt und letzteres geschlossen werden. Bei der nächsten Entnahme wird die Ausrichtung neu ermittelt und festgelegt. Auf Wunsch kann diese Funktion aber in der App auch deaktiviert werden, sodass rechter und linker Ohrhörer immer fest zugeordnet sind.

Kleiner und leichter

Das Gewicht der Ohrhörer hat Huawei von 5,6 auf 5,1 Gramm reduzieren können, das Gewicht des Ladecases von 45,5 auf 37,8 Gramm. Vor allem ist das Ladecase aber auch deutlich kleiner geworden, ohne dabei Funktionen eingebüßt zu haben. Mit 25,00 × 49,60 × 50,00 mm zu ehemals 27,35 × 59,70 × 51,95 mm sind nicht nur die Abmessungen reduziert worden, sondern auch die Form wurde verändert. Sie gleicht nun eher einem Quadrat mit abgerundeten Ecken und Kanten. Anstatt beide Ohrhörer nebeneinander in das Ladecase einzusetzen, werden diese nun hochkant leicht überlappend im Ladecase verstaut, was den Platzbedarf reduziert.

Das neue, kleinere Ladecase der FreeClip 2
Das neue, kleinere Ladecase der FreeClip 2
FreeClip 2 im neuen Ladecase
FreeClip 2 im neuen Ladecase

Neue Treiber für mehr Lautstärke

Die FreeClip 2 setzen auf einen neuen Doppelmembran-Treiber mit 10,8 mm Durchmesser in der Kugel. Dies sorgt laut Huawei für eine Erhöhung der Lautstärke um 100 Prozent und eine verstärkte Basswiedergabe, die bei Open-Ear-Kopfhörern bauartbedingt ein Problem ist, da der Bass vor dem Ohr und nicht im Ohr wiedergegeben wird. Durch diese Veränderungen sollen die FreeClip 2 besser klingen als der Vorgänger.

FreeClip 2 mit neuem Design
FreeClip 2 mit neuem Design

Die FreeClip 2 nutzen zudem einen zusätzlichen NPU-KI-Prozessor, der die zehnfache Rechenleistung bietet. Durch ihn werden Funktionen wie eine adaptive Lautstärkeanpassung und adaptive Sprachverbesserung möglich. Eine adaptive Lautstärkeanpassung sorgt dafür, dass die Lautstärke der Musikwiedergabe den Umgebungsgeräuschen angepasst wird. In lauten Umgebungen wird sie also automatisch erhöht, wird es dann wieder leiser, wird automatisch auch die Lautstärke wieder reduziert. Auch die Geräuschunterdrückung der FreeClip 2 bei Telefonaten soll verbessert worden sein. Zur Geräuschunterdrückung bei Anrufen wird ein System aus drei Mikrofonen und mehrkanaliger Deep-Neural-Network-Algorithmen angewandt. Der NPU-KI-Prozessor ist zudem für das Herausfiltern der Hintergrundgeräusche und das Verstärken der Stimme des Anrufers zuständig.

Gleichzeitig soll auch die Schallabstrahlung beim Telefonieren nach außen reduziert worden sein, sodass die Umgebung weniger von dem Gespräch über die Kopfhörer wahrnimmt. Hierfür nutzt Huawei umgekehrte Schallwellen.

Mit IP57 besser gegen Wasser geschützt

Mit IP57 statt IP54 sind die neuen FreeClip 2 zudem besser gegen Wasser geschützt und können nun formal sogar zeitweilig untergetaucht werden (30 Minuten in bis zu 1 Meter Tiefe). Falls nötig, lassen sich die Ohrhörer somit problemlos reinigen.

Etwas längere Akkulaufzeit

Trotz der kleineren Bauweise gibt Huawei mit 9 beziehungsweise 38 Stunden (mit Ladecase) eine etwas längere Akkulaufzeit als bei den FreeClip an, die offiziell 8 beziehungsweise 36 Stunden (mit Ladecase) durchhalten. Hierfür wurde die Kapazität der Akkus leicht erhöht, die nun bei 60 mAh in den Ohrhörern und 537 mAh im Ladecase liegt. Beim Vorgänger waren es 55 und 510 mAh. Das Ladecase kann wie beim Vorgänger entweder über USB-C oder drahtlos per Wireless Charging geladen werden. 10 Minuten Laden reicht für rund 3 Stunden Musikwiedergabe.

Das Ladecase der FreeClip 2 wird über USB-C oder kabellos geladen
Das Ladecase der FreeClip 2 wird über USB-C oder kabellos geladen
FreeClip 2 im neuen Ladecase
FreeClip 2 im neuen Ladecase

ComputerBase hat die Akkulaufzeit wie üblich bei mittlerer Lautstärke unter Verwendung von AAC und einem bunten Musikmix selbst getestet. Die Huawei FreeClip halten so 9:22 Stunden durch, also etwas länger als von Huawei beworben.

Bluetooth 5.3 mit L2HC, AAC und SBC

Die FreeClip setzen auf Bluetooth 5.3, als Audiocodecs werden neben SBC auch AAC und L2HC unterstützt, wobei L2HC bei Nutzung mit einem Huawei-Gerät eingesetzt wird.

Auch Bluetooth-Multipoint zur gleichzeitigen Verbindung mit zwei Endgeräten und dem nahtlosen Wechsel wird unterstützt. Auf diese Weise kann beispielsweise mit den Ohrhörern ein Telefonat am Smartphone beantwortet werden, während gerade eine Serie auf dem Tablet geguckt wird.

FreeClip 2: Die C-Bridge hat ein weicheres Material bekommen
FreeClip 2: Die C-Bridge hat ein weicheres Material bekommen
FreeClip 2: Die Bohne ist kleiner geworden
FreeClip 2: Die Bohne ist kleiner geworden
FreeClip 2
FreeClip 2

Die FreeClip 2 als Modeaccessoire mit Schmuck

Nachdem Huawei in China schon bei der ersten Generation speziellen Schmuck für die FreeClip angeboten hatte, den man an die C-Bridge der Ohrhörer klippen kann, kommt diese Möglichkeit mit den FreeClip 2 offiziell auch nach Deutschland.

Huawei kooperiert hierfür mit der französischen Marke Les Néréides und wird ab heute ein Set anbieten, bei dem man beim Kauf der FreeClip 2 ein Paar Les Néréides-Ohrringe, die an den Kopfhörern befestigt werden können, kostenlos dazu erhält. Es sollen viele verschiedene Ohrringe von dezent bis auffällig, klein, groß, kurz und lang angeboten werden.

Huawei FreeClip 2 als Modeaccessoire

Huawei FreeClip 2 mit Ohrringen (Bild: Huawei)

Weitere Details zu den einzelnen Modellen liegen ComputerBase vorab noch nicht vor, doch Huawei hat für den Test Vorabanfertigungen von einem Paar mitgeliefert, damit ComputerBase sich selbst einen Eindruck verschaffen kann. Die Ohrringe werden einfach über einen passgenauen Verschluss an der C-Bridge befestigt, Position, Ausrichtung und theoretisch die Anzahl der Ohrringe je FreeClip 2 können Träger selbst wählen.

Eine durchaus einzigartige und für viele jüngere Damen wahrscheinlich interessante Option, die FreeClip 2 zu individualisieren. Als zusätzliche Option, die man nutzen kann, in jedem Fall ein willkommenes Angebot und ein Versuch von Huawei, die Kopfhörer aus der Tech-Ecke mehr in den Bereich der Modeaccessoires zu bringen.

FreeClip 2 mit Ohrring
FreeClip 2 mit Ohrring
Die Ohrringe werden einfach an der C-Bridge angebracht
Die Ohrringe werden einfach an der C-Bridge angebracht
Die Ohrringe werden einfach an der C-Bridge angebracht
Die Ohrringe werden einfach an der C-Bridge angebracht
MIt Ohrringen passen die FreeClip 2 nicht mehr (beide) in das Ladecase
MIt Ohrringen passen die FreeClip 2 nicht mehr (beide) in das Ladecase

Erweiterte Bedienung mit Wischen

Auch die Steuerung hat Huawei mit dem Nachfolger leicht überarbeitet. Sie erfolgt grundsätzlich wie beim Vorgänger über Tippgesten, wobei es keine Rolle spielt, ob man die vordere Kugel, die hintere Bohne oder das Verbindungsstück antippt. Die Erschütterung löst die Funktion aus, was im Alltag gut funktioniert.

Neue Wischgeste für die Lautstärke

Neu ist, dass man nun die Lautstärke über eine Wischgeste auf dem bohnenförmigen Element hinter dem Ohr anpassen kann. Streicht man nach oben, erhöht dies die Lautstärke, wischt man nach unten, reduziert sie sich. Im Alltag erweist es sich am einfachsten, wenn man das Element mit Daumen und Mittelfinger festhält und mit dem Zeigefinger wischt. Die Steuerung über die Wischgeste erfolgt dann schnell und zuverlässig.

FreeClip 2 im Ladecase
FreeClip 2 im Ladecase

Ein doppeltes Tippen startet oder pausiert die Wiedergabe oder nimmt einen Anruf an beziehungsweise beendet ihn. Ein dreifaches Tippen springt einen Track vor. Die Steuerung kann in der AI-Life-App angepasst werden und lässt sich für beide Ohrhörer auch unterschiedlich belegen. So lässt sich auf zweifaches Tippen beispielsweise auch das Aktivieren des Sprachassistenten legen. Auch die Steuerung von Anrufen über Kopfbewegungen wird unterstützt.

Wählt man für rechts und links unterschiedliche Funktionen, wird dies auch automatisch umgeschaltet, wenn man die Ohrhörer im anderen Ohr trägt als bei der Einrichtung. Gleich welchen Ohrhörer man rechts einsetzt, ihm werden dann immer die für rechts festgelegten Funktionen zugewiesen und die Steuerung wird automatisch passend umgestellt.

Trageerkennung nun mit Infrarot

Auch eine Trageerkennung bieten die FreeClip 2 wieder, die in der App auf Wunsch deaktiviert werden kann. Sie sorgt dafür, dass die Wiedergabe pausiert wird, wenn ein Ohrhörer abgelegt wird. Sie setzt automatisch wieder ein, wenn der Ohrhörer wieder angelegt wird. Huawei verwendet für die Trageerkennung anders als beim Vorgänger nun kleine Infrarotsensoren an der hinteren bohnenförmigen Einheit. Das führt dazu, dass die Erkennung schneller funktioniert als beim Vorgänger.

Die Huawei FreeClip 2 können problemlos auch einzeln genutzt werden.

Konfiguration und Updates über AI-Life-App

Abseits der Option zur Anpassung der Steuerung, die Huawei erfreulicherweise mit dem neuen Modell erweitert hat, kann über die AI-Life-App von Huawei der Klang via Equalizer angepasst werden, wobei man hier einerseits aus den vier EQ-Effekten „Standard“, „Erhöhen“, „Höhenverstärkung“ und „Stimmen“ wählen kann, andererseits aber auch eigene Profile anhand eines 10-Band-Equalizers erstellen kann. Das war beim Vorgänger zum Start noch nicht möglich.

Huawei FreeClip 2 in der AI-Life-App

Huawei FreeClip 2 in der AI-Life-App

In den Einstellungen kann wie bereits erwähnt die Trageerkennung deaktiviert, die automatische Erkennung der Trageseite der Ohrhörer konfiguriert, die Kopfsteuerung aktiviert und ein Modus für eine niedrigere Audiolatenz aktiviert werden.

Die Funktion der adaptiven Lautstärkeregelung ist noch als experimentelle Funktion in den Einstellungen markiert, kann aber bereits problemlos genutzt werden.

Über die Option „Gerät finden“ kann man wahlweise auf dem linken oder rechten Ohrhörer einen Ton wiedergeben, um ihn zu orten, sofern er noch in der Nähe und verbunden ist.

Auch Firmware-Updates können über die App aufgespielt werden. Im Test kommt HarmonyOS 5.1.0.158 zum Einsatz.

Keine Einschränkungen ohne Huawei-Smartphone

Huawei verzichtet auch beim neuen Modell darauf, wichtige Funktionen an den Besitz eines Huawei-Smartphones zu koppeln. Einzig für das einfachere Koppeln im Stil von Google Fast Pair oder Microsoft Swift Pair ist jedoch ein Huawei-Smartphone mit EMUI notwendig, damit beim Öffnen des Ladecases die Kopfhörer zum Verbinden auf dem Smartphone eingeblendet werden.

Klang der Huawei FreeClip 2

Am grundsätzlichen Problem, dass Open-Ear-Kopfhörer den Klang nicht genauso kraftvoll wiedergeben können wie In-Ear-Kopfhörer, können auch die FreeClip 2 nichts ändern. Vor allem der Bass ist weniger druckvoll und differenziert. Das ändert aber nichts daran, dass es erneut überrascht, wie druckvoll Titel wie Bad Guy von Billie Eilish dann doch wiedergegeben werden können.

Im Vergleich zu den ersten FreeClip von Huawei fällt auf, dass die FreeClip 2 die Frequenzen besser trennen und so einzelne Instrumente feiner herauszuhören sind als bei den FreeClip. Auch beim Tiefbass gibt es – entgegen der Darstellung des Frequenzverlaufs im nächsten Abschnitt – durchaus Verbesserungen, denn der Tiefbass in St Jude von Florence + The Machine geht bei leiser Lautstärke später verloren als bei den FreeClip und ist vorher auch deutlicher wahrzunehmen.

FreeClip 2 (links) und FreeClip (rechts)
FreeClip 2 (links) und FreeClip (rechts)

Abseits dieser Unterschiede ist der Klang der FreeClip 2 mit dem der FreeClip zu vergleichen, was durchaus positiv ist, denn schon die erste Generation wusste mit ihrem Klang unter Berücksichtigung des offenen Aufbaus zu überraschen.

Die FreeClip 2 erfüllen somit bei Weitem nicht die höchsten audiophilen Ansprüche, aber wenn man unterwegs, beim Sport, auf dem Fahrrad oder irgendwo anders, wo man die Umgebung weiterhin wahrnehmen können möchte, auf Musik nicht verzichten möchte, sind die FreeClip 2 auch klanglich für genau diesen Zweck überzeugend und eine der, wenn nicht die, angenehmste Wahl. Wer sich hingegen abends ins stille Kämmerlein setzt, nur um Musik zu hören, sollte andere Lösungen vorziehen.

Analyse des Frequenzverlaufs

Auch bei den kabellosen In-Ear-Kopfhörern führt ComputerBase Messungen zum Frequenzverlauf durch. Hierfür wird auf das miniDSP Headphone & Earphone Audio Response System (H.E.A.R.S.) in Verbindung mit der Software REW zurückgegriffen. Hierbei handelt es sich nicht um eine IEEE-standardisierte Messstation. Sie liefert jedoch gute Vergleichswerte, die insbesondere eine Vergleichbarkeit der betrachteten Kopfhörer untereinander ermöglicht. Die Mikrofone im rechten und linken Ohr des miniDSP H.E.A.R.S. sind kalibriert. Da das miniDSP H.E.A.R.S. kein Innenohr modelliert, sondern über einen geraden Gehörgang verfügt, sind die Messungen allein kein ausreichendes Kriterium, um den Klang abschließend zu beurteilen, sondern können nur als Ergänzungen zu den Schilderungen gesehen werden. Auch Klarheit und Dynamik lassen sich nicht bewerten.

Der Schalldruck ist bei allen Kopfhörern bei 300 Hz auf circa 84 dB kalibriert – nicht alle In-Ears lassen sich hier auf genau 84 dB einstellen, sodass eine Abweichung von 1 dB nach oben und unten in Kauf genommen werden muss. Alle Messungen werden nach Herstellervorgaben von 20 Hz bis 20 kHz mehrfach und mit unterschiedlichen Ohrhörerpositionen durchgeführt, um diese Einflüsse zu berücksichtigen und einen schlechten Sitz zu erkennen. Bei In-Ears zeigt sich dieser schnell in starken Ausreißern, einem unsauberen Frequenzverlauf oder völlig fehlendem Bass bei schlechter Abdichtung. Die Ergebnisse sind aus fünf Messungen je Seite bei bestem festgestellten Sitz gemittelt und geglättet. Eine gerade Linie bei 84 dB entspräche messtechnisch einer neutralen Präsentation der Frequenzen, die in der Realität aber nie erreicht wird.

Die Frequenzanalyse der Huawei FreeClip 2 zeigt ein dem subjektiven Empfinden entgegenstehendes Bild, denn die FreeClip 2 weisen hier weniger Tiefbass auf als die FreeClip. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass der Testaufbau im Grunde nicht für diese Art von Kopfhörern gedacht ist und die Messungen der FreeClip 2 somit nicht unbedingt aussagekräftig und vergleichbar sind.

Gute Sprachqualität

Bei der Telefonie filtern die FreeClip 2 enorm gut die Hintergrundgeräusche heraus, was aber auch dafür sorgt, dass der Sprecher nicht mehr ganz präsent klingt, sondern als wäre er etwas zu weit von den Mikrofonen weg. Klangcharakteristik der Stimme und Verständlichkeit sind gut und weniger nasal als beim Vorgänger. Teurere Konkurrenten liefern hier jedoch teils bessere Ergebnisse ab.

Huawei FreeClip 2 – Mikrofonqualität

Huawei FreeClip – Mikrofonqualität

Apple AirPods Pro 3 – Mikrofonqualität

Apple AirPods Pro 2 – Mikrofonqualität

Nothing Ear (3) Super-Mic – Mikrofonqualität

Nothing Ear (3) Ohrhörer – Mikrofonqualität

Huawei FreeArc – Mikrofonqualität

Huawei FreeBuds Pro 4 – Mikrofonqualität mit Audio-Rekorder

Google Pixel Buds Pro 2 – Mikrofonqualität

Samsung Galaxy Buds 3 Pro – Mikrofonqualität

Sennheiser Momentum True Wireless 4 – Mikrofonqualität

Bose QuietComfort Ultra Earbuds – Mikrofonqualität

Jabra Elite 10 – Mikrofonqualität

Sony WF-1000XM5 (FW 2.0.1) – Mikrofonqualität

Weitere Testaufnahmen anderer In-Ear-Kopfhörer

Latenz der Huawei FreeClip 2

Mit den beiden Standard-Audiocodecs SBC und AAC ergibt sich bei den FreeClip 2 die übliche Latenz, also Versatz zwischen Bild und Ton, von 160-180 ms, wenn durch die App keine Synchronisation des Signals vorgenommen wird.

In der AI-Life-App kann jedoch ein Modus für eine niedrige Audiolatenz aktiviert werden, der unabhängig vom Endgerät genutzt werden kann, also sowohl unter Android als auch iOS problemlos funktioniert. Mit diesem liegt die Latenz im Test zwischen 80 und 120 ms, ist also etwas besser als beim Vorgänger.

Grundsätzlich ist die Latenz beim reinen Musikhören unbedeutend und nur bei der Videowiedergabe oder dem Spielen von Relevanz.

Latenz zwischen Bild und Ton im Vergleich
Die Latenz weiterer In-Ear-Kopfhörer im Vergleich

Fazit

Die Huawei FreeClip 2 sind ein gelungener Nachfolger des Überraschungshits, der FreeClip. Kleiner, leichter, längere Akkulaufzeit und etwas besserer Klang sind ein stimmiges Angebot, das zwar keinen Besitzer der ersten Generation zum Kauf bewegen muss, aber die FreeClip 2 zu einer der besten, wenn nicht der besten Optionen macht, wenn man auf der Suche nach Open-Ear-Kopfhörern ist, die sich sehr angenehm tragen, auch beim Sport nicht abfallen und einen für ihren Einsatzzweck guten Klang bieten. Für ihren Einsatzzweck sind auch die FreeClip 2, wie es auch die FreeClip schon waren, eine hervorragende Wahl.

FreeClip 2 mit optionalen Ohrringen
FreeClip 2 mit optionalen Ohrringen

Auch die Steuerung hat Huawei mit dem neuen Modell erweitert, einerseits um eine Lautstärkesteuerung über das bohnenförmige Element hinterm Ohr, andererseits durch mehr Optionen bei der Belegung in der App.

Das neue, kleinere Ladecase der FreeClip 2
Das neue, kleinere Ladecase der FreeClip 2
FreeClip 2 am Ohr

Den Preis hat Huawei im Vergleich zum Vorgänger nicht erhöht. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt weiterhin 199 Euro – zum Start gibt es 20 Euro Rabatt. Günstig ist das sicher nicht, aber wer nach genau solchen Kopfhörern für den Sport sucht, wird den Kauf nicht bereuen.

  • Hervorragendes Tragegefühl
  • Offenen Design
  • Sehr gut für Sport geeignet
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Automatischer Rechts-Links-Wechsel
  • Gute Sprachqualität
  • Guter Klang
  • Schnellladen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Auto-Play und Auto-Pause
  • Wireless Charging
  • IP57
  • Erfüllt keine audiophilen Ansprüche
  • Bauartbedingt schlechterer Klang als reine In-Ears
ComputerBase-Empfehlung für Huawei FreeClip 2

ComputerBase hat die FreeClip 2 leihweise von Huawei unter NDA zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.

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Tolles Tablet, aber an den falschen Stellen verbessert


Mit einem dünneren Gehäuse, einem neuen Bedienstift und einem schnelleren Prozessor kommt das Xiaomi Pad 8 einige Monate nach dem Launch in China auch nach Europa. Für nextpit konnte ich den Anwärter zum „Besten iPad-Klon 2026“ für Euch ausprobieren. Also: Lohnt sich der Kauf des Xiaomi Pad 8?

Preis & Verfügbarkeit

Das Xiaomi Pad 8 kommt zu einem teureren Basispreis nach Europa. Ohne Zubehör und mit geringster Ausstattung kostet das Android-Tablet nun mindestens 449,90 € in der UVP. Zu diesem Preis gibt’s aber immerhin 128 GB Speicherplatz und 8 GB Arbeitsspeicher – 256 GB kosten bei Xiaomi 499,99 €.

Für unseren Test hat uns Xiaomi zudem das Magic Focus Keyboard sowie den neuen Bedienstift „Focus Pen“ geschickt. Die Tastatur kostet 199,90 € zusätzlich, für den Stift müsst Ihr 99,90 € einplanen.

Design: Xiaomi Pad 8 wird noch dünner

Obwohl das Xiaomi Pad 7 aus dem letzten Jahr nur 6,2 mm dick war, speckt der Nachfolger noch einmal ab. Das neue Tablet ist nur 5,75 mm dick, wirkt aber genauso stabil. Die schlankere Konstruktion wirkt sich auch positiv auf das Gewicht aus: Das Xiaomi Pad 8 wiegt nur noch 485 g im Vergleich zu den 500 g des Vorgängermodells. Die Diät tut dem Tablet durchaus gut, wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen.

Sehr überzeugend bleibt die Verarbeitungsqualität des Xiaomi Pad 8. Sie ist auch im Jahr 2026 so hoch, dass man das nur knapp 500 € teure Android-Tablet kaum von einem iPad Pro unterscheiden könnte. Generell lässt sich auch in der achten Generation des Xiaomi Pad nicht abstreiten, dass es sich um einen iPad-Klon handelt. Die gefrästen Lautsprechergitter an beiden kürzeren Kanten, die mittig zentrierte Kamera in der Längsseite und das Keyboard, das an das Apple Magic Keyboard erinnert.

All diese Eigenschaften kopiert Xiaomi so gekonnt, dass sich tatsächlich ein sehr iPad-ähnliches Handling ergibt. Und das ist keineswegs ein Kritikpunkt. Es gibt Gründe, warum Apples Tablets Marktführer sind. Und Xiaomi schafft es, viele dieser Punkte zu kopieren.

Kritik gibt es beim Design daher nicht. Lediglich die Lautsprecher liegen deutlich hinter denen des iPad Pro. Sie klingen blechern und betonen Mitten und Höhen über. Kurz gesagt: Dem Xiaomi Pad 8 fehlt es nach wie vor an der Bassleistung.

Display: Tolle Auflösung, leider kein OLED

Als Verbesserungswunsch blieb mir nach meinem Test des Xiaomi Pad 7 im letzten Jahr das Display im Gedächtnis. Leider konnte Xiaomi hier wohl nicht nachbessern. Wir bekommen nach wie vor ein 11,2″ großes Display mit einer sehr hohen Auflösung von 2136 x 3200 Pixeln. Die Helligkeit bleibt mit 800 Nits allerdings gleich und Xiaomi hält an einem IPS-Panel fest.

In Zeiten, in denen viele Konkurrenten bereits auf OLED-Technologie setzen, ist das ernüchternd. Die Kontraste des Panels sind dennoch ordentlich, Filme und Mobile Games sind dank der Bildwiederholrate von 144 Hz zudem schön flüssig.

Zum Arbeiten an der frischen Luft reicht die Helligkeit des Panels aber nicht wirklich aus. Xiaomi versäumt es zudem nach wie vor, eine matte Displaybeschichtung anzubieten.

Software: Fokus auf Produktivität

Schaut man sich die Produktseite des Xiaomi Pad 8 an, weiß eine neue Funktion zu überraschen: Angeblich kann man das Android-Tablet mit seinem MacBook verbinden, um Daten zu übertragen oder es als externen Monitor zu verwenden.

Tatsächlich gibt es im App Store für macOS die App „Xiaomi-Interconnectivity“, die Verbindungen zwischen macOS und Android erlaubt. Im Test war es uns so etwa möglich, eine über 2 Gb große Videodatei in nur zwei Minuten von macOS an das Tablet zu schicken. Schon das ist eine wirklich wertvolle Neuerung.

Die Verwendung als externes Display funktionierte im Test allerdings nicht. Beim Verbindungsversuch teilt uns das Xiaomi Pad 8 mit, dass das Verbinden mit Tablets nicht möglich sei. Aber auch davon abgesehen gibt es Neuerungen bei der Software.

Das Xiaomi Pad 8 kommt vorinstalliert mit Xiaomi HyperOS 3, das wiederum auf Android 16 basiert. Der neue Focus Pen unterstützt nun auch Produktivitäts-Apps anderer Hersteller und erlaubt es unter anderem, die Dicke des Pinsels über Wischgesten zu steuern oder Drehbewegungen zu erkennen. Der neue Stylus rückt so nochmal näher an das Pendant von Apple.

Darüber hinaus fühlt sich HyperOS 3 mit dem Focus Keyboard noch einmal mehr wie ein echter Notebooks-Ersatz an. Multitasking wird genauso unterstützt wie Gesten auf dem Touch-Pad, mit denen man zwischen Apps und virtuellen Desktops umherschalten kann.

Mit diesen Neuerungen wird das Xiaomi Pad 8 zu einem wirklich brauchbaren Notebook-Ersatz. Hier überzeugt das Tablet voll und ganz!

Leistung und Ausstattung: Neues SoC bringt mehr Leistung

Als inkrementelles Update gibt es im Xiaomi Pad 8 ein neues SoC. Das Snapdragon 8s Gen 4 ersetzt dabei das Snapdragon 7+ Gen 3 des Vorgängermodells. Beide Chips sind im 4-Nm-Verfahren gefertigt und nutzen 8 Kerne für die CPU. Im Xiaomi Pad 8 sorgt die Adreno-825-GPU zudem für eine bessere Grafikleistung. In den Benchmarks schauen wir gleich, ob sich das Upgrade lohnt.

Erwähnenswert ist zudem, dass Xiaomi auf einen neuen Speicherstandard setzt, wenn man sich für die Variante mit 256 GB entscheidet. Während die 128-GB-Version nach wie vor mit UFS 3.1 arbeitet, gibt es für einen Aufpreis nun UFS 4.1. Statt WiFi 6E vertraut Xiaomi jetzt zudem auf WiFi 7. Zeit also für ein paar Benchmarks:

Xiaomi Pad 8 Xiaomi Pad 7 Apple iPad Mini (2024) Samsung Galaxy Tab S9 FE Huawei MatePad 11,5 S
3D Mark Wild Life 4.684 nicht möglich 2.785
3D Mark Wild Life (Stress Test Extreme) Bester Loop: 4.600
Schlechtester Loop: 3.988
Stabilität: 86,7 %
nicht möglich Bester Loop: 3.628
Schlechtester Loop: 2.342
Stabilität: 64,5 %
Bester Loop: 846

Schlechtester Loop: 842
Stabilität: 99,5 %

GeekBench 6 Single: 2.117
Multi: 6.534
Single: 1.846
Multi: 5.131
Single: 2.912
Multi: 7.182
Single: 1.024
Multi: 2.940
Single: 1.191
Multi: 3.907

Das Plus an Leistung ist im Vergleich zum Vorgänger und auch im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Tablets deutlich. Allerdings nutzt Xiaomi im teureren Pro-Modell bereits den viel gelobten Snapdragon 8 Elite, der in vielen Top-Smartphones aus dem Jahr 2025 arbeitet. Die Leistung im Alltag ist trotzdem zufriedenstellend. Zum Surfen, für aktuelle Mobile Games und zum mobilen Arbeiten reicht die Leistung des Xiaomi Pad 8 aus.

Nach wie vor ärgerlich ist allerdings, dass Xiaomi keine Variante mit Modem anbietet. 5G oder LTE sucht man hier also vergebens und so bleibt das Tablet in einer weiteren Eigenschaft hinter einigen Konkurrenten zurück.

Akku und Aufladen

Obwohl das Gehäuse des Xiaomi Pad 8 dünner wird, steigt die Akkukapazität des Android-Tablets. Statt ehemals 8.850 mAh stehen nun 9.200 mAh zur Verfügung. Aufgeladen wird nach wie vor mit 45 W kabelgebunden. Die Ladezeiten fallen allerdings mit verschiedenen Ladegeräten, die jeweils genügend Leistung bringen, zu lang aus.

Eine vollständige Aufladung von 5 % auf 100 % dauerte im Test knapp drei Stunden. Über Xiaomis Schnellladefunktion erreichte die Akkustandsanzeige 50 % nach 1h 15m. Es empfiehlt sich, das Tablet über Nacht zu laden. Denn voll aufgeladen überzeugt der größere Akku im Benchmark sehr. Im PC-Mark-Benchmark, das eine andauernde Nutzung simuliert, hielt das Tablet mehr als 13 Stunden lang durch. Das sind drei Stunden mehr als das Vorgängermodell. Klasse!

Fazit

Selten hat uns ein Android-Tablet so gut gefallen, wie das Xiaomi Pad 8. Das liegt vor allem an seiner Nähe zum iPad, die jetzt sogar Einzug in den Arbeitsalltag findet. Denn mit der verbesserten Konnektivität zu anderen Betriebssystemen lassen sich jetzt sogar Dateien und Bildschirminhalte mit Apple-Geräten tauschen.

Leider verbessert Xiaomi das Pad 8 allerdings eher in Bereichen, in denen schon das Vorgängermodell überzeugen konnte. Das Xiaomi Pad 8 hätte nicht dünner werden müssen und selbst die Leistung wäre noch ausreichend gewesen. Eine matte Displaybeschichtung oder Support für Mobilfunk vermissen wir aber nach wie vor.

Positiv hervorheben wollen wir zum Ende dieses Tests aber noch das Zubehör und die Akkulaufzeit. Xiaomis Focus Keyboard und der neue Focus Pen bewegen sich qualitativ auf dem Niveau der Apple-Pendants. Gleichzeitig sorgt der größere Akku für eine tolle Unabhängigkeit von Steckdosen.



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Wie gut ist Pokémon Pokopia?: Süße Sammeltiere sind so gut wie Resident Evil


Wie gut ist Pokémon Pokopia?: Süße Sammeltiere sind so gut wie Resident Evil

Bild: Nintendo

Gaming hat die Hit-Wochen ausgerufen. Auf das hervorragende Resident Evil: Requiem (Test) folgt Pokémon Pokopia in einem ganz anderen Genre am entgegengesetzten Pol, aber laut Testberichten mit gleicher Qualität.

Resident Evil ist gruselig und zum Weglaufen, Pokémon kuschelig und zum Dableiben. Pokopia, sagen Tests, ist ein hervorragendes „Cozy Game“, das einfach nur nett ist. Spielerisch hat es aber ebenso einiges zu bieten. Eurogamer beschreibt das Konzept so: Das Spiel kombiniere Animal Crossing mit Minecraft und mache ein Gestaltwandler-Pokémon zur Hauptfigur. Dergestalt machen sich Spieler daran, eine von Menschen verlassene Welt wiederherzustellen.

Mechaniken sind laut der Seite etwas seichter gehalten als in den Vorbildern, aber vielfältig. Die Habitat-Mechanik rückt dabei fast jeder Test in den Mittelpunkt: Wer ein Pokémon und dessen Fähigkeiten oder Unterstützung haben möchte, muss ihm Lebensraum schaffen und es möglichst weit zufriedenstellen. Das schaltet zugleich neue Gegenstände frei, die wiederum den Aktionsradius in der Spielwelt vergrößern. Mechaniken werden zunehmend komplexer, Abhängigkeiten größer. Dadurch findet der VGC nach 100 Spielstunden immer noch Neues, die Kampagne selbst dauert etwa die Hälfte dieser Zeit. Kämpfe gibt es allerdings nicht – die Pokémon siedeln friedlich.

Das Ergebnis von Exploration, die stets Dinge zum Entdecken bereithält, und dem Wiederbeleben der Ödnis entspannt, Writing und Soundtrack werden ebenso wie die technische Umsetzung gelobt.

Dabei nimmt das Spiel während der Story zunächst recht deutlich an die Hand, was unter anderem GameStar und GameInformer als möglichen Störpunkt benennen, der VGC bemängelt zudem den Grind im (freien) Endgame, der die Seite jedoch nicht an einer Traumwertung hindert. Kritik wird ansonsten nicht groß geübt. Das Spiel gefällt.

Fazit: Top

Die beste „entspannende Simulation die ich seit Jahren gespielt habe“, bilanziert der GameInformer deshalb, für 4Players entpuppt sich Pokémon Pokopia gar als „das bessere Animal Crossing“ (4Players). Differenzen in den Wertungen speisen sich demnach vorrangig daraus, wie sehr das Genre selbst Anklang findet. Mit einem Metacritic-Schnitt von 88 Punkten mausert sich Pokopia aber unabhängig davon zu einem der besten Spiele des Jahres.

Wertungsüberblick für Pokémon Pokopia



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Google und Back Market: ChromeOS Flex statt Elektroschrott für Notebooks


Google und Back Market: ChromeOS Flex statt Elektroschrott für Notebooks

Bild: Google

Back Market und Google nutzen den MWC in Barcelona, um eine Debatte über die Lebensdauer von Hardware anzustoßen. Dazu starten die Unternehmen ein Pilotprogramm, mit dem kompatible, bereits vorhandene Notebooks ein neues Leben mit ChromeOS erhalten sollen.

ChromeOS auf alten Notebooks per USB-Stick

Mithilfe von ChromeOS-Flex-USB-Sticks sollen ältere Windows- und Mac-Geräte zu cloudbasierten Geräten werden. Über den USB-Stick lässt sich ChromeOS Flex installieren. Das Pilotprogramm richtet sich zunächst an Händler und Kunden auf der Plattform sowie an Schulen und kleine Unternehmen. Back Market ist ein Marktplatz für professionell erneuerte Elektrogeräte. Ziel der Kooperation ist es, dass kompatible ältere Notebooks mit ChromeOS Flex noch mehrere Jahre lang genutzt werden können, während sie sonst häufig ein Fall für den Elektroschrott wären. Denn die Hardware ist häufig für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Streaming, Dokumentenerstellung und webbasiertes Arbeiten nicht das Problem, sondern die inzwischen nicht mehr erhältlichen Software-Updates oder Upgrades etwa in Form von Windows 11. Mit dem webbasierten Ansatz von ChromeOS Flex lässt sich diese Problematik insofern umgehen, da Updates und Sicherheit von der Cloud abhängen, nicht vom Gerät selbst. Auf diese Weise kann auch alte Hardware länger eine geschützte Umgebung bieten.

Zunächst als Pilotprojekt ausgelegt

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit bietet Back Market Händlern, Kunden, Schulen und kleinen Unternehmen USB-Keys mit ChromeOS Flex an. Mit diesen lässt sich das cloudbasierte Betriebssystem von Google auf den Geräten nutzen. In der Pilotphase soll die Aktion zunächst in begrenztem Umfang starten, um zu lernen, wie der Zugang barrierefreier gestalten werden kann.

Mit dem Ende von Windows 10 stehen Millionen funktionsfähige Notebooks vor dem Aus, da sie kein Upgrade auf Windows 11 erhalten. Gleichzeitig werden immer mehr Aufgaben auch am Notebook in der Cloud durchgeführt.

Laut UN-Angaben (UNITAR) fielen 2022 weltweit über 62 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Ein Volumen, das fünfmal schneller wächst als die Recycling-Kapazitäten.

Google und Back Market nutzen das „Slow Tech Uprising“-Event parallel zum Mobile World Congress in Barcelona, um ihre Kooperation bekannt zu geben. Im Fokus des Events steht die Frage, wie der Einsatz von KI den Wert von Hardware neu definiert. Dabei geht es auch um die Frage: Wie lange sollte ein Gerät im Zeitalter der Cloud eigentlich halten?

Unterschiede zwischen ChromeOS Flex und ChromeOS

ChromeOS und ChromeOS Flex haben die gleiche zugrunde liegende Technologie und die gleichen Verwaltungstools. ChromeOS-Geräte enthalten jedoch einen Google-Sicherheitschip, über den geprüft wird, ob Hardware und Betriebssystem vertrauenswürdig sind. Da ChromeOS-Flex-Geräte keinen Google-Sicherheitschip enthalten, ist der verifizierte Bootvorgang von ChromeOS auf diesen Geräten nicht verfügbar. Zudem kann das BIOS und die UEFI-Firmware auf ChromeOS-Flex-Geräten nicht automatisch aktualisiert werden. Da ChromeOS-Flex-Geräte nicht zwingend ein Trusted Platform Module (TPM) besitzen, kann es zudem unter Umständen nicht über einen Verschlüsselungsschlüssel auf Hardwareebene geschützt werden.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Back Market unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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  • ChromeOS Flex

    3,1 Sterne

    ChromeOS Flex ist Googles kostenloses Chromebook-Betriebssystem für PCs und Macs.



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