Apps & Mobile Entwicklung
Tolles Tablet, aber an den falschen Stellen verbessert
Mit einem dünneren Gehäuse, einem neuen Bedienstift und einem schnelleren Prozessor kommt das Xiaomi Pad 8 einige Monate nach dem Launch in China auch nach Europa. Für nextpit konnte ich den Anwärter zum „Besten iPad-Klon 2026“ für Euch ausprobieren. Also: Lohnt sich der Kauf des Xiaomi Pad 8?
Preis & Verfügbarkeit
Das Xiaomi Pad 8 kommt zu einem teureren Basispreis nach Europa. Ohne Zubehör und mit geringster Ausstattung kostet das Android-Tablet nun mindestens 449,90 € in der UVP. Zu diesem Preis gibt’s aber immerhin 128 GB Speicherplatz und 8 GB Arbeitsspeicher – 256 GB kosten bei Xiaomi 499,99 €.
Für unseren Test hat uns Xiaomi zudem das Magic Focus Keyboard sowie den neuen Bedienstift „Focus Pen“ geschickt. Die Tastatur kostet 199,90 € zusätzlich, für den Stift müsst Ihr 99,90 € einplanen.
Design: Xiaomi Pad 8 wird noch dünner
Obwohl das Xiaomi Pad 7 aus dem letzten Jahr nur 6,2 mm dick war, speckt der Nachfolger noch einmal ab. Das neue Tablet ist nur 5,75 mm dick, wirkt aber genauso stabil. Die schlankere Konstruktion wirkt sich auch positiv auf das Gewicht aus: Das Xiaomi Pad 8 wiegt nur noch 485 g im Vergleich zu den 500 g des Vorgängermodells. Die Diät tut dem Tablet durchaus gut, wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen.
Sehr überzeugend bleibt die Verarbeitungsqualität des Xiaomi Pad 8. Sie ist auch im Jahr 2026 so hoch, dass man das nur knapp 500 € teure Android-Tablet kaum von einem iPad Pro unterscheiden könnte. Generell lässt sich auch in der achten Generation des Xiaomi Pad nicht abstreiten, dass es sich um einen iPad-Klon handelt. Die gefrästen Lautsprechergitter an beiden kürzeren Kanten, die mittig zentrierte Kamera in der Längsseite und das Keyboard, das an das Apple Magic Keyboard erinnert.
All diese Eigenschaften kopiert Xiaomi so gekonnt, dass sich tatsächlich ein sehr iPad-ähnliches Handling ergibt. Und das ist keineswegs ein Kritikpunkt. Es gibt Gründe, warum Apples Tablets Marktführer sind. Und Xiaomi schafft es, viele dieser Punkte zu kopieren.
Kritik gibt es beim Design daher nicht. Lediglich die Lautsprecher liegen deutlich hinter denen des iPad Pro. Sie klingen blechern und betonen Mitten und Höhen über. Kurz gesagt: Dem Xiaomi Pad 8 fehlt es nach wie vor an der Bassleistung.
Display: Tolle Auflösung, leider kein OLED
Als Verbesserungswunsch blieb mir nach meinem Test des Xiaomi Pad 7 im letzten Jahr das Display im Gedächtnis. Leider konnte Xiaomi hier wohl nicht nachbessern. Wir bekommen nach wie vor ein 11,2″ großes Display mit einer sehr hohen Auflösung von 2136 x 3200 Pixeln. Die Helligkeit bleibt mit 800 Nits allerdings gleich und Xiaomi hält an einem IPS-Panel fest.
In Zeiten, in denen viele Konkurrenten bereits auf OLED-Technologie setzen, ist das ernüchternd. Die Kontraste des Panels sind dennoch ordentlich, Filme und Mobile Games sind dank der Bildwiederholrate von 144 Hz zudem schön flüssig.
Zum Arbeiten an der frischen Luft reicht die Helligkeit des Panels aber nicht wirklich aus. Xiaomi versäumt es zudem nach wie vor, eine matte Displaybeschichtung anzubieten.
Software: Fokus auf Produktivität
Schaut man sich die Produktseite des Xiaomi Pad 8 an, weiß eine neue Funktion zu überraschen: Angeblich kann man das Android-Tablet mit seinem MacBook verbinden, um Daten zu übertragen oder es als externen Monitor zu verwenden.
Tatsächlich gibt es im App Store für macOS die App „Xiaomi-Interconnectivity“, die Verbindungen zwischen macOS und Android erlaubt. Im Test war es uns so etwa möglich, eine über 2 Gb große Videodatei in nur zwei Minuten von macOS an das Tablet zu schicken. Schon das ist eine wirklich wertvolle Neuerung.
Die Verwendung als externes Display funktionierte im Test allerdings nicht. Beim Verbindungsversuch teilt uns das Xiaomi Pad 8 mit, dass das Verbinden mit Tablets nicht möglich sei. Aber auch davon abgesehen gibt es Neuerungen bei der Software.
Das Xiaomi Pad 8 kommt vorinstalliert mit Xiaomi HyperOS 3, das wiederum auf Android 16 basiert. Der neue Focus Pen unterstützt nun auch Produktivitäts-Apps anderer Hersteller und erlaubt es unter anderem, die Dicke des Pinsels über Wischgesten zu steuern oder Drehbewegungen zu erkennen. Der neue Stylus rückt so nochmal näher an das Pendant von Apple.
Darüber hinaus fühlt sich HyperOS 3 mit dem Focus Keyboard noch einmal mehr wie ein echter Notebooks-Ersatz an. Multitasking wird genauso unterstützt wie Gesten auf dem Touch-Pad, mit denen man zwischen Apps und virtuellen Desktops umherschalten kann.
Mit diesen Neuerungen wird das Xiaomi Pad 8 zu einem wirklich brauchbaren Notebook-Ersatz. Hier überzeugt das Tablet voll und ganz!
Leistung und Ausstattung: Neues SoC bringt mehr Leistung
Als inkrementelles Update gibt es im Xiaomi Pad 8 ein neues SoC. Das Snapdragon 8s Gen 4 ersetzt dabei das Snapdragon 7+ Gen 3 des Vorgängermodells. Beide Chips sind im 4-Nm-Verfahren gefertigt und nutzen 8 Kerne für die CPU. Im Xiaomi Pad 8 sorgt die Adreno-825-GPU zudem für eine bessere Grafikleistung. In den Benchmarks schauen wir gleich, ob sich das Upgrade lohnt.
Erwähnenswert ist zudem, dass Xiaomi auf einen neuen Speicherstandard setzt, wenn man sich für die Variante mit 256 GB entscheidet. Während die 128-GB-Version nach wie vor mit UFS 3.1 arbeitet, gibt es für einen Aufpreis nun UFS 4.1. Statt WiFi 6E vertraut Xiaomi jetzt zudem auf WiFi 7. Zeit also für ein paar Benchmarks:
| Xiaomi Pad 8 | Xiaomi Pad 7 | Apple iPad Mini (2024) | Samsung Galaxy Tab S9 FE | Huawei MatePad 11,5 S | |
|---|---|---|---|---|---|
| 3D Mark Wild Life | 4.684 | nicht möglich | 2.785 | – | |
| 3D Mark Wild Life (Stress Test Extreme) | Bester Loop: 4.600 Schlechtester Loop: 3.988 Stabilität: 86,7 % |
nicht möglich | Bester Loop: 3.628 Schlechtester Loop: 2.342 Stabilität: 64,5 % |
Bester Loop: 846
Schlechtester Loop: 842 |
|
| GeekBench 6 | Single: 2.117 Multi: 6.534 |
Single: 1.846 Multi: 5.131 |
Single: 2.912 Multi: 7.182 |
Single: 1.024 Multi: 2.940 |
Single: 1.191 Multi: 3.907 |
Das Plus an Leistung ist im Vergleich zum Vorgänger und auch im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Tablets deutlich. Allerdings nutzt Xiaomi im teureren Pro-Modell bereits den viel gelobten Snapdragon 8 Elite, der in vielen Top-Smartphones aus dem Jahr 2025 arbeitet. Die Leistung im Alltag ist trotzdem zufriedenstellend. Zum Surfen, für aktuelle Mobile Games und zum mobilen Arbeiten reicht die Leistung des Xiaomi Pad 8 aus.
Nach wie vor ärgerlich ist allerdings, dass Xiaomi keine Variante mit Modem anbietet. 5G oder LTE sucht man hier also vergebens und so bleibt das Tablet in einer weiteren Eigenschaft hinter einigen Konkurrenten zurück.
Akku und Aufladen
Obwohl das Gehäuse des Xiaomi Pad 8 dünner wird, steigt die Akkukapazität des Android-Tablets. Statt ehemals 8.850 mAh stehen nun 9.200 mAh zur Verfügung. Aufgeladen wird nach wie vor mit 45 W kabelgebunden. Die Ladezeiten fallen allerdings mit verschiedenen Ladegeräten, die jeweils genügend Leistung bringen, zu lang aus.
Eine vollständige Aufladung von 5 % auf 100 % dauerte im Test knapp drei Stunden. Über Xiaomis Schnellladefunktion erreichte die Akkustandsanzeige 50 % nach 1h 15m. Es empfiehlt sich, das Tablet über Nacht zu laden. Denn voll aufgeladen überzeugt der größere Akku im Benchmark sehr. Im PC-Mark-Benchmark, das eine andauernde Nutzung simuliert, hielt das Tablet mehr als 13 Stunden lang durch. Das sind drei Stunden mehr als das Vorgängermodell. Klasse!
Fazit
Selten hat uns ein Android-Tablet so gut gefallen, wie das Xiaomi Pad 8. Das liegt vor allem an seiner Nähe zum iPad, die jetzt sogar Einzug in den Arbeitsalltag findet. Denn mit der verbesserten Konnektivität zu anderen Betriebssystemen lassen sich jetzt sogar Dateien und Bildschirminhalte mit Apple-Geräten tauschen.
Leider verbessert Xiaomi das Pad 8 allerdings eher in Bereichen, in denen schon das Vorgängermodell überzeugen konnte. Das Xiaomi Pad 8 hätte nicht dünner werden müssen und selbst die Leistung wäre noch ausreichend gewesen. Eine matte Displaybeschichtung oder Support für Mobilfunk vermissen wir aber nach wie vor.
Positiv hervorheben wollen wir zum Ende dieses Tests aber noch das Zubehör und die Akkulaufzeit. Xiaomis Focus Keyboard und der neue Focus Pen bewegen sich qualitativ auf dem Niveau der Apple-Pendants. Gleichzeitig sorgt der größere Akku für eine tolle Unabhängigkeit von Steckdosen.
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Apple: Tim Cook tritt nach 15 Jahren als CEO ab

Nach fast 15 Jahren im Amt als CEO an der Spitze von Apple wird Tim Cook diesen Posten verlassen. Sein Nachfolger wird John Ternus, der bisher die Hardware-Abteilung von Apple leitete. Cook bleibt allerdings als Vorstandsvorsitzender dem Unternehmen erhalten.
Nach mehreren Interimsphasen aufgrund der fortschreitenden Erkrankung von Apple-Gründer Steve Jobs hatte Tim Cook am 24. August 2011 gänzlich die Führung des Konzerns hinter iPhone und Mac als CEO übernommen. Am 20. April 2026 verkündete Tim Cook nun in einem offenen Brief seinen bevorstehenden Rücktritt von diesem Amt. Im September will Cook den Posten an seinen neuen Nachfolger John Ternus übergeben. Cook, der seit 1998 bei Apple tätig ist, will danach aber weiterhin für Apple arbeiten und zwar als „Executive Chairman“ im Vorstand.
In seinem Schreiben richtet Tim Cook vor allem Dank in Richtung der treuen Apple-Anhänger, deren Nachrichten er sich zu Herzen nahm.
Der neue CEO ist ein Hardware-Mensch
Während Cooks Karriere im Bereich der Wirtschaftswissenschaften begann, ist der kommende Apple-CEO John Ternus ein gelernter Ingenieur. Bereits 2001 kam Ternus zu Apple, ist also seit 25 Jahren dabei. Zunächst arbeitete er am Produktdesign des Apple Cinema Display. Seit 2013 kümmerte er sich in leitender Position um die Aufsicht bei der Entwicklung von AirPods, iPad und Mac. Unter Dan Riccio übernahm Ternus später auch die Verantwortung für die Entwicklung der iPhone-Hardware, um kurz darauf dessen Posten als Senior Vice President of Hardware Engineering bei Apple zu übernehmen.
In die Fußstapfen von Ternus wird wiederum sein vorheriger Vize Johny Srouji treten, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Wechsel kommt nicht überraschend
Sowohl der Abtritt von Tim Cook als auch die Nachfolge durch John Ternus kommen nicht überraschend, da bereits im vergangenen Herbst von der Financial Times genau in diese Richtung berichtet wurde. Selbst der damals genannte Zeitpunkt für eine Ankündigung im Frühjahr 2026 traf nun zu. Gerüchte in dieselbe Richtung hatte es sogar schon vor einigen Jahren gegeben.
Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund für einen Wechsel, denn unter Cooks Führung wuchs die Marktkapitalisierung an der Börse von 350 Milliarden US-Dollar auf über 4 Billionen US-Dollar. Zudem hatte er erfolgreich das China-Geschäft aufgebaut.
Allerdings hat Cook mit inzwischen 65 Jahren auch ein gewisses Alter erreicht, das die Arbeit an der Spitze eines riesigen Konzerns erschwert. John Ternus hat nun in etwa das Alter, das Cook bei seinem Antritt als CEO hatte.
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Nur noch Vega als OS: Kein Sideloading mehr bei neuen Fire Sticks von Amazon

Es hatte sich lange abgezeichnet: Trotz anhaltender Kritik setzt Amazon sein Vorhaben um und wird künftig bei seinen Fire TV Sticks ausschließlich das neue Betriebssystem Vega einsetzen. Damit entfällt die Unterstützung für Android-Apps, Installationen sind zudem nur noch über den App-Store von Amazon möglich.
Aktueller Stand bereits seit längerem abzusehen
Bereits im September des vergangenen Jahres hatte der Online-Händler im Zuge der Vorstellung seines neuen Fire TV Stick 4K Select das neue Betriebssystem auf seinen TV-Sticks eingeführt und angedeutet, künftige Fire TV Sticks ebenfalls mit dem eigenen, auf Linux basierenden Betriebssystem Vega auszuliefern. Kurzzeitig keimte Hoffnung auf, als Amazon bekannt gab, bei den eigenen Fire Tablets eine Abkehr vom ebenfalls hauseigenen Fire OS hin zu Android vollziehen zu wollen. Für die TV-Sticks gilt dieser Kurswechsel jedoch offensichtlich nicht.
Amazon erhält volle Kontrolle über Nutzung
Für Nutzer bringt dieser Strategiewechsel erhebliche Nachteile mit sich, da die Möglichkeit entfällt, Anwendungen außerhalb von Amazons App-Store auf den Stick zu spielen, weil Android-Anwendungen nicht länger unterstützt werden. Damit entscheidet Amazon künftig allein darüber, welche Apps auf den entsprechenden Geräten installiert werden können. Der Schritt markiert zugleich den Abschluss einer Entwicklung, die sich bereits seit Monaten abgezeichnet hatte: Im November des vergangenen Jahres häuften sich Berichte, wonach Amazon begonnen hatte, Apps zu blockieren, die unter anderem kostenlosen Zugriff auf Premium-Inhalte ermöglichen sollten. Betroffen waren sowohl Anwendungen aus dem eigenen Store als auch solche aus externen Quellen. Als zentrale Begründung nannte Amazon seinerzeit insbesondere die Bekämpfung digitaler Piraterie.
Viele Apps nicht mehr verfügbar
Offen bleibt die Frage, wie viele Entwickler künftig den Aufwand betreiben werden, ihre bisherigen Apps für Fire OS auf das neue System zu portieren und im Amazon-eigenen App-Store bereitzustellen. Schon in der Vergangenheit fehlten dort zahlreiche auf den Sticks genutzte Anwendungen wie beispielsweise der Medien-Server Kodi und mussten per Sideloading auf das Gerät gebracht werden. Diese Möglichkeit entfällt künftig vollständig, womit der Online-Händler nun die vollständige Kontrolle darüber besitzt, welche Software sich auf den bei ihm gekauften Fire TV Sticks befindet.
Amazon hüllt sich in Schweigen
Ein weiteres Problem für Konsumenten ist die zurückhaltende Kommunikation: Zwar beschreibt Amazon das neue Vorgehen auf den eigenen Hilfeseiten für Entwickler, gegenüber Verbrauchern blieb eine klare Information jedoch lange Zeit aus. Beim neuesten Fire TV Stick HD weist der Hersteller zumindest in den Produktbeschreibungen darauf hin, dass sich ausschließlich Apps aus dem eigenen Store installieren lassen. Laut einem Bericht von ArsTechnica soll Amazon allerdings eine Stellungnahme dazu, dass alle zukünftigen Fire TV Sticks nur noch mit Vega OS veröffentlicht werden, abgelehnt haben. Pläne, auch bereits existierende Fire-Modelle auf Vega OS umzustellen, sollen hingegen nicht bestehen.
Meinung von Michael Schäfer

Es ist erstaunlich, wie Unternehmen immer wieder die gleichen Fehler begehen können. Über lange Zeit hinweg stellten Fire Tablets eine attraktive und vor allem kostengünstige Alternative zu den damals deutlich höherpreisigen Einsteigermodellen anderer Hersteller wie Samsung oder Apple dar. Die Hardware bot ausreichend Leistung für den alltäglichen Gebrauch und die dürftige App-Auswahl im Amazon App-Store ließ sich unkompliziert durch das Aufspielen des Google Play Stores korrigieren, womit am Ende ein breites Angebot an Anwendungen zur Verfügung stand. Auch die auf einen digitalen Bauchladen ausgerichtete Oberfläche ließ sich ohne großen Aufwand durch einen alternativen Launcher ersetzen.
Im Laufe der Zeit zog Amazon jedoch auch hier immer mehr die Daumenschrauben an und schottete sein System zunehmend ab. Der Play Store funktioniert zwar weiterhin, eine alternative Oberfläche ist jedoch, wenn überhaupt, nur noch mit erheblichem Aufwand realisierbar. Früher wurden Fire Tablets auch auf ComputerBase gerne empfohlen, mittlerweile muss von diesen abgeraten werden: Die Hardware bietet zwar weiterhin eine gute Leistung, Amazons penetrantes Verkaufen erstickt eine sinnvolle Nutzung jedoch immer stärker.
Diesen Fehler wiederholt der Online-Händler nun bei seinen Fire-TV-Geräten. Auch diese stellten lange Zeit eine kostengünstige Möglichkeit dar, Streaming-Dienste auf weniger „smarten“ TV-Geräten verfügbar zu machen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich diese neue Marschrichtung auf die Verkaufszahlen auswirken wird. Denn Amazon scheint zu übersehen, dass andere Mütter ebenfalls schöne Töchter haben und der nächste Stick nur einen Kaufklick entfernt liegt.
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HUDIMM: Was der „günstigere DDR5“ anders macht
ASRock hat angekündigt, auf Mainboards der Serien 600, 700 und 800 für Intel (12. – 14. Gen Intel Core + Core Ultra) in Zukunft „HUDIMM“ zu unterstützen und damit etwas gegen die extrem gestiegenen RAM-Preise tun zu wollen. Und auch Asus arbeitet daran. Doch was steckt hinter „HUDIMM“, warum ist er günstiger und was leistet er?
Das steckt hinter „HUDIMM“
DDR5 „HUDIMM“ alias „Half UDIMM“ („ein halbes UDIMM“) nutzt nur noch einen der beiden 32-Bit-Sub-Channels eines DDR5-Modules. Das Modul benötigt deshalb auch nur noch die Hälfte der Speicherchips, um voll bestückt zu sein und kommt mit einem weniger komplexen PCB aus. In der Pressemitteilung von ASRock sind vorerst allerdings nur klassische Module mit der Hälfte der Chips zu sehen, das PCB also offensichtlich noch für UDIMM gedacht. Kostenvorteil: keiner.
DDR5-Module gibt es in der Regel nur mit 16 GB Kapazität aufwärts, Riegel mit nur 8 GB Kapazität sind selten und vergleichsweise teuer: Unter den im Handel gelisteten Einzelmodulen sind nur 11 Prozent lediglich 8 GB groß.
Mehr 8-GB- und sogar 4-GB-Module?
HUDIMM könnte 8 GB große DDR5-Module salonfähiger (Einsatz bisheriger Chips für 16-GB-Module) machen oder gar 4 GB große Module ermöglichen (Einsatz bisheriger Chips für 4-GB-Module) und damit die Anschaffungskosten für eine derart befähigte DDR5-Plattform senken.
Die Bandbreite fällt um 50 Prozent
Kehrseite der Medaille ist die halbierte Speicherbandbreite pro Modul. HKEPC hat den Effekt durch das Abkleben einer der beiden 32-Bit-Channels auf einem Mainboard von Asus, dessen BIOS ebenfalls schon HUDIMM unterstützt, bereits nachgewiesen: Zwei HUDIMM-Module (Dual Channel, 2 × 32 Bit × 1) verhalten sich nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis wie ein UDIMM-Modul (Single Channel, 1 × 32 Bit × 2). Für die breite Masse der Office-PCs ist die fallende Bandbreite tendenziell wohl weniger ein Problem.
ASRock führt derweil nicht nur das Thema „niedrigere Preise“ als Argument für HUDIMM ins Feld, sondern verspricht auch eine höhere Bandbreite und niedrigere Latenzen durch die Kombination aus 8-GB-HUDIMM- und 16-GB-UDIMM-Modul im Vergleich zu einem 24-GB-UDIMM-Modul, denn in diesem Fall stehen drei 32-Bit-Kanäle nur zwei 32-Bit-Kanälen gegenüber.
Im aktuellen Marktumfeld sollte sich ASRock aber wohl vorrangig auf das Preisthema fokussieren. Dazu passt dann wiederum auch, dass vor allem Systemintegratoren und OEMs davon profitieren können sollen.
We’ve noticed the strong demand for affordable DDR5 modules, with this patent pending technology, it will bring flexibility and affordable cost for global system integrators, we are also cooperating with DRAM manufacture to bring more One sub-channel HUDIMM module to the market.“Said Chris Lee, Vice President of ASRock motherboard and gaming monitor business unit.
HUDIMM soll auch als SO-HUDIMM für Notebooks erscheinen.
Meinung von Jan-Frederik Timm

„HUDIMM macht Speicher günstiger!“ So einfach kann es sein, oder? Nein, wird mit dem Blick auf die Details deutlich. Im Endeffekt verspricht HUDIMM nur dann deutlich niedrigere Preise bieten zu können, wenn auch die Modulkapazität (weiter) sinkt. Oder das weniger komplexe Ein-Channel-PCB im anvisierten Preissegment einen Unterschied macht. Beides wird überhaupt nur im absoluten Einstiegssegment der Fall sein. In den Klassen darüber ist durch HUDIMM kein Vorteil gegenüber den bisherigen Optionen inklusive „nur ein UDIMM-Riegel nutzen“ zu erwarten. So einfach ist es mit den Preisen am Ende also doch nicht.
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