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Im Test vor 15 Jahren: SilverStones Temjin TJ11 für hohe Ansprüche ab 560 Euro


Die SilverStone-Temjin-Serie war für hohe Qualität und Preise bekannt, mit dem Temjin TJ11 (Test) überschritt der Hersteller aber im Jahr 2011 alle bis dato üblichen Maßstäbe. Für einen Preis von 560 Euro musste sich das Gehäuse an einem extrem hohen Standard messen lassen. Ganz ohne Ausnahme klappte das nicht.

Bewährtes Holzhammerrezept

Für einen Preis von 560 Euro hieß es bei SilverStone „klotzen, nicht kleckern“. Mit Abmessungen von 642 × 224 × 657 mm (H × B × T) und einem Gewicht von 17,4 kg war das TJ11 ein echter Koloss. Dafür ermöglichte der Hersteller es Anwendern, quasi jegliche Hardware im Inneren zu verbauen. Das fing bei den Mainboard-Formfaktoren an, die von Micro-ATX und ATX über XL-ATX bis hin zu Serverstandards wie SSI CEB reichten. Davon abgesehen fanden sich neun 5,25-Zoll-, sechs 3,5-Zoll- und drei 2,5-Zoll-Laufwerksschächte in dem Gehäuse. Die Frontanschlüsse umfassten jeweils zwei USB-2.0- und 3.0-Ports sowie einen Anschluss für ein Mikrofon und Kopfhörer.

Optisch fiel das TJ11 schlicht und elegant aus. Der Hersteller verzichtete auf optisch laute Ausstattungsmerkmale wie LED-Beleuchtung, ausgefallene Kanten oder ausladende Plastikverzierungen. Die Frontpartie des Gehäuses fiel besonders schlicht aus, abgesehen von den Aluminiumblenden für die Laufwerke gab es nichts zu sehen. Ein interessantes Feature war, dass das TJ11 über gleich zwei Power-Taster verfügte. Das ergab durchaus Sinn: Der obere Schalter konnte genutzt werden, wenn das Gehäuse auf dem Boden stand, und für den unwahrscheinlichen Fall, dass es auf einem Schreibtisch stand, war der untere An/Aus-Schalter leichter zu erreichen.

Die Seitenteile des TJ11 verfügten beide über ein vierteiliges Lochgitter am unteren Ende, das für Zirkulation im Gehäuse sorgten. Direkt über dem Lochgitter befanden sich große rechteckige Aussparungen. Diese waren notwendig, da SilverStone mit dem TJ11 ein Zweikammerprinzip verfolgte, das die Stromversorgung und Festplatten von den restlichen Komponenten trennte. Die Aussparungen fungierten als Lufteinlässe für die beiden verbauten 180-mm-Lüfter. Um die Verschmutzung des Innenraums zu verringern, stattete SilverStone das TJ11 mit feinen Staubfiltern aus. Wer einen Einblick auf das Innenleben des Gehäuses werfen wollte, der konnte das über das verbaute Seitenfenster in der rechten Seitenwand tun.

Neben diesen recht üblichen Merkmalen besaß das TJ11 die eine oder andere außergewöhnliche Eigenschaft. Beispielsweise bot es Platz für gleich zwei Netzteile nach ATX-Standard. Zudem wurde das Mainboard um 90 Grad gedreht verbaut, was sich der Thermik zunutze machen sollte.

Perfekte Verarbeitung und hohe Lautstärke

Die Verarbeitung war – dem Preis angemessen – perfekt. Es gab keine scharfen Kanten, wacklige Materialien oder unsaubere Verbindungen. Das Gehäuse war nicht vernietet, sondern verschraubt – konnte also vollständig in seine Einzelteile zerlegt werden. Weniger positiv fiel das Urteil bezüglich der Lautstärke aus. Von Haus aus kam das TJ11 mit den zwei großen 180-mm-Lüftern, einem 120-mm-Modell im Deckel und zwei an der linken Seite. Leider landete das Gehäuse mit dieser Belüftung auf einem der hintersten Plätze in puncto Lautstärke. Subjektiv war die Belüftung immer zu hören und störend laut. Die CPU- und GPU-Temperaturen waren dabei durch die Bank hinweg niedrig.

Ärgerlich waren die lauten Lüfter vor allem in Anbetracht des Preises von 560 Euro. Bei diesem Preis sollte man Kunden nicht zumuten, noch leisere Lüfter nachkaufen zu müssen.

Fazit

Am Ende machte sich beim TJ11 alles am Preis fest. Für 560 Euro war es nicht an jeden oder gar viele Anwender gerichtet. Für 560 Euro war nichts anderes als Perfektion an jeder Stelle zu erwarten. Und für 560 Euro waren die beigelegten Lüfter inakzeptabel. Wer so viel Geld für ein Gehäuse ausgab, den störte eine Kleinigkeit aber eventuell nicht. Und daher galt am Ende, dass das TJ11 für Liebhaber der Marke und Designsprache, die Wert auf Verarbeitungsqualität und einige ausgefallene Features legte, eine gute Wahl sein konnte.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.



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Blind-Shooter Blindfire: „Lights Out“ spielt im Dunkeln und lässt die Lichter an


Blind-Shooter Blindfire: „Lights Out“ spielt im Dunkeln und lässt die Lichter an

Bild: Double Eleven

Im Dunkeln spielen, das steckt hinter dem Multiplayer-Shooter Blindfire. Der wurde zwar eingestellt, ist mit dem jüngsten und letzten Update dafür aber kostenlos geworden und bleibt spielbar. Die „Lights Out“-Version lässt die Lichter an.

Ein wenig erinnert die Idee von Blindfire an Superhot, wo die Zeit läuft nur, wenn man sich selbst bewegt. Bei diesem Multiplayer-Titel bleiben die Karten allerdings dunkel. Lichtfallen beleuchten das Geschehen nur kurz, ansonsten gilt es, sich auf Mündungsfeuer und die Akustik zu verlassen, um andere Spieler zu orten. Die Spiel­geschwindigkeit ist deshalb recht langsam, die Magazine klein. Beides legt bewusstes Vorgehen nahe.

Laut Entwicklern, die sich dabei auf Spieler berufen, eignet sich Blindfire damit tatsächlich auch für Spieler ohne Sehvermögen. Sie bekommen mit dem letzten Update akustische Hinweise zur Orientierung in Levels und als Zielhilfe, der „Audio Aim Assist“. Zusätzlich gibt es zwei neue Waffen, neue Skins – für ein Spiel, in dem man andere Spieler kaum sieht – und Achievements.

So spielt sich Blindfire

Mit diesem Konzept steckt hinter Blindfire eine definitiv ungewöhnliche Idee. Wie spielt sich das? Der Titel ist sicherlich nicht der nächste Megahit, aber durchaus frisch. Für ein paar Partien unterhält das Konzept durch seinen Neuigkeitswert – auch ohne sich groß darauf einzulassen. So hell wie auf dem Teaser-Bild ist Blindfire eigentlich nur in der MVP-Sequenz am Ende eines Matches, ansonsten bleibt es stockdüster.

Für ein paar Runden lohnt es sich einmal hineinzuschauen, zumal der Titel wirklich kostenlos und nicht bloß Free to Play angeboten wird. Die Mühe ist gering: System­anforderungen sind extrem niedrig, die Downloadgröße mit 3 Gigabyte überschaubar.

Spiele sollen leben

Grund für die kostenlose Veröffentlichung ist laut den Entwicklern der Wunsch, das Spiel zu erhalten. Geplant sei, die Server ohne zeitliche Begrenzung am Laufen zu halten. „Wir weigern uns, unser Werk zu begraben, nur weil die Dinge nicht perfekt gelaufen sind“, schreiben die Entwickler, „wir halten es am Leben, weil wir stolz darauf sind“.

Blindfire was a flash in the dark. It was weird, loud and ours. It is staying online for anyone who wants to play it today, tomorrow or years from now. Thanks for being part of the journey.

Double Eleven

Spiele seien „Kunst und sie verdienen es bewahrt zu werden“. Damit knüpfen sie an die Stop-Killing-Games-Initiative an, hinter der der selbe Grundgedanke steckt. Und das ist alles: Werbung oder Marketing-Kampagnen für Blindfire werde es nicht geben, die „Lights Out“-Version verstehe sich als „ein Geschenk für alle, die sehen wollen, was wir erschaffen haben“. Und das ist verdammt cool.

Systemanforderungen Blindfire: Lights Out



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Samsung Odyssey OLED G8: Neue 4K-UHD-Monitore im Doppelpack mit 27″ und 32″


Samsung Odyssey OLED G8: Neue 4K-UHD-Monitore im Doppelpack mit 27" und 32"

Bild: Samsung

Samsung bringt weitere Gaming-Monitore mit QD-OLED. Die neuen Modelle der Reihe Odyssey OLED G8 G80SH liefern 4K UHD auf rund 27 Zoll (S27HG802S) und 32 Zoll (S32HG802S). Beide arbeiten mit 240 Hz und besitzen einen DisplayPort 2.1 mit voller Geschwindigkeit (UHBR20) sowie USB-C mit 98 Watt.

Mit Anti-Reflexion, doch ohne QuantumBlack?

Die neuen Samsung-Monitore verwenden das gleiche Design mit besonders flachem Standfuß und silbergrauem Gehäuse samt RGB-Leuchtring auf der Rückseite. Die „Anti-Reflexions-Folie“ soll besser als herkömmliche Folien arbeiten. Von „QuantumBlack“ steht hier allerdings nichts. Dabei hatte Samsungs Display-Tochter im März noch erklärt, dass diese Folie „für alle neuen Produkte des Jahres 2026 geplant“ sei.

Samsung Odyssey OLED G8 (G80SH)
Samsung Odyssey OLED G8 (G80SH) (Bild: Samsung)

DP2.1 UHBR20, HDMI 2.1 und USB-C mit 98 W

Auch bei den Anschlüssen herrscht Einigkeit, sodass sowohl der S27HG802S als auch der S32HG802S über einen DisplayPort 2.1 mit vollen 80 Gbit/s sowie zweimal HDMI 2.1 verfügen. Der einzelne USB-C-Upstream-Port liefert bis zu 98 Watt und unterstützt den DP-Alt-Modus. Von den beiden USB-A-Buchsen diene eine lediglich für „Service“, berichtet die Website DisplaySpecifications, der augenscheinlich noch detailliertere Datenblätter vorliegen. Eine KVM-Funktion wird nicht geboten.

Samsung Odyssey OLED G8 (G80SH) (Bild: Samsung)

Panels der 3. und 4. Generation

Da die 32″-Zoll-Variante mit einer höheren „typischen“ Helligkeit von 300 cd/m² sowie der Zertifizierung nach DisplayHDR True Black 500 beschrieben wird, ist von einem QD-OLED-Panel der 4. Generation auszugehen. Beim S27HG802S weisen 250 cd/m² und True Black 400 in Richtung der 3. Generation. Weitere Eckdaten verraten die nachfolgende Tabelle sowie Samsungs Produktseiten*.

Preise und Verfügbarkeit

Der kleinere S27HG802S wird für 1.029 Euro zur Vorbestellung angeboten, der Versand soll voraussichtlich ab dem 19.06.2026 erfolgen. Für den größeren S27HG802S werden 1.099 Euro fällig. Dieser soll voraussichtlich bereits ab dem 05.06.2026 ausgeliefert werden.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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chromax.black: Schwarze Noctua NF-A12x25 G2 PWM sind zum Greifen nahe


chromax.black: Schwarze Noctua NF-A12x25 G2 PWM sind zum Greifen nahe

Bild: Noctua

Noctuas G2-Lüfter gibt es bis dato nur als 140 mm messende NF-A14x25 G2 PWM auch in Schwarz („chromax.black“). Jetzt steht die Veröffentlichung der schwarzen Variante des NF-A12x25 G2 PWM mit 120 mm aber offensichtlich kurz bevor.

„Wir sind so nahe…“

Darauf deuten von Noctua auf Social-Media-Plattformen veröffentlichte Bilder hin, die schwarze Lüfter zeigen.

Eindeutiger Hinweis auf die baldige Veröffentlichung des Noctua NF-A12x25 G2 PWM chromax.black (Bild: Noctua)

Die
schwarzen NF-A14x25(r) G2 chromax.black waren den typisch braunen im November 2025 mit über einem Jahr Abstand gefolgt. Parallel erschien auch eine schwarze Version des Noctua NH-D15 G2.

Sofern die schwarzen 120-mm-Lüfter wirklich in Kürze den Markt erreichen, hätte es beim NF-A12x25 G2 damit nicht ganz so lange gedauert, denn sie wurden in Braun erst zur Computex 2025 vor knapp einem Jahr präsentiert.

Darum braucht chromax.black immer so lange

Warum die schwarzen Varianten immer mit deutlichem Zeitversatz erscheinen, hatte Noctua in der Vergangenheit bereits wiederholt erklärt, zuletzt im April per Blog-Post noch einmal über die eigene Webseite.

Zusammengefasst: Die schwarzen Farbpigmente im flüssigen Kunststoff verhalten sich in der Produktion gänzlich anders als die braunen, was die Viskosität, Wärmeleitfähigkeit und Kristallisation des Kunststoffs beeinflusst. Um den Lüftern 1:1 dieselben Eigenschaften wie den braunen Varianten zu verpassen, muss also auch Entwicklungsarbeit geleistet, statt nur schwarze Farbpigmente zugegeben werden.



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