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NASA bereitet den Bau einer Mondkolonie vor
Neue Rover, neue Lander und mehr als ein Dutzend Missionen. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA) hat ihre Pläne für die Vorbereitung einer dauerhaften Besiedelung des Mondes konkretisiert.
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So sollen noch in diesem Jahr drei unbemannte Missionen in Richtung Mond starten. An der dritten werden auch die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA) und das staatliche Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI) beteiligt sein. Weitere Missionen will die NASA nach eigenen Angaben im Laufe des Jahres bekannt geben.
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Moon Base: Humanity’s First Outpost on the Lunar Surface (Official NASA Trailer)
„Die Mondbasis wird der erste Außenposten Amerikas und der Menschheit auf einem anderen Himmelskörper sein“, sagte NASA-Direktor Jared Isaacman. „Jede Mission, bemannt oder unbemannt, wird eine Gelegenheit zum Lernen sein, wenn wir zur Mondoberfläche zurückkehren, die Infrastruktur aufbauen, um dort zu bleiben, und die Fähigkeiten erlernen, die nötig sind, um in einer der anspruchsvollsten und gefährlichsten Umgebungen zu leben und zu arbeiten, die man sich vorstellen kann.“
Drei Missionen im Jahr 2026
Mit der Mission Moon Base I soll der unbemannte Lander Blue Moon Mark 1 Endurance des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin starten. Ziel der Mission ist laut NASA, eine präzise Landung sowie die Funktion wichtiger Systeme wie Antrieb oder autonome Navigation und Steuerung zu demonstrieren. Daneben soll Endurance zwei wissenschaftliche Nutzlasten zum Mond bringen: ein Kamerasystem, das beim Abstieg und der Landung von Endurance die Wechselwirkung zwischen dem Triebwerksstrahl und der Mondoberfläche erfasst, und einen Laser, der Raumfahrzeugen im Mondorbit eine bessere Positionsbestimmung ermöglicht.

Zeitplan für den Bau einer Mondbasis
(Bild: Edmy S. Cruz Reyes / NASA)
Im Rahmen von Moon Base II soll der Lander Griffin von Astrobotic getestet werden. Er soll etwa eine halbe Tonne Fracht auf den Mond bringen. Darunter wird der von Astrolab entwickelte Rover Flip sein, mit dem Erfahrungen für die Entwicklung künftiger Mondfahrzeuge (Lunar Terrain Vehicle, LTV) gesammelt werden sollen.
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Kern von Moon Base III wird der Nova-C Trinity von Intuitive Machines, der das Instrument Lunar Vertex mitnimmt. Dessen Aufgabe wird sein, helle Flecken auf der Mondoberfläche zu untersuchen, um Erkenntnisse über die Oberflächenentwicklung und das Materialverhalten unter extremen Bedingungen zu gewinnen. Zudem wird der Lander Nutzlasten der ESA und des KASI mitnehmen.
Mondautos und Drohnen
Daneben hat die NASA mitgeteilt, dass sie den US-Raumfahrtunternehmen Astrolab und Lunar Outpost 219 Millionen US-Dollar respektive 220 Millionen US-Dollar für den Bau von LTVs bewilligt hat. Beide Rover – Astrolabs Crewed Lunar Vehicle (CLV-1) und Lunar Outposts Pegasus von – sind dafür gedacht, dass Astronauten damit fahren und Nutzlasten auf dem Mond transportieren können. Diese beiden sollen voraussichtlich mit dem Lander Blue Moon Mark 1 von Blue Origin zum Mond fliegen.
Schließlich hat die NASA das Raumfahrtunternehmen Firefly Aerospace beauftragt, ein Landefahrzeug zu bauen, das mehrere Drohnen zum Mond bringen soll. Diese werden am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA entwickelt und sollen 2028 zum Mond fliegen.
Neue Mondpläne
NASA-Direktor Isaacman hatte die Neuordnung des US-Mondprogramms im März angekündigt. Danach will die NASA 2028 wieder Menschen auf den Mond bringen und bis Anfang der 2030er Jahre eine Mondbasis errichten, die dauerhaft bewohnt sein soll. Dafür wird der geplante Bau einer Raumstation im Mondorbit gekippt. Diese Station, an der auch die ESA beteiligt gewesen wäre, sollte als Zwischenstation für Missionen zum Mond und später zum Mars dienen.
Grund für die veränderten Pläne dürften die chinesischen Pläne für eine bemannte Mondmission bis 2030 sowie die Errichtung einer Mondbasis sein. „Die Uhr tickt in diesem Wettstreit der Großmächte. Erfolg oder Scheitern werden in Monaten und nicht in Jahren gemessen“, sagte Isaacman im März.
(wpl)
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Top 10: Die beste Kompressor-Kühlbox im Test – echte Kühlung bis minus 20 Grad
Eiskalt unterwegs: Wir zeigen die besten Kompressor-Kühlboxen im Test und erklären, worauf es beim Kauf ankommt.
Ob beim Campen im Urlaub, auf dem Festival, bei der Gartenparty oder am Strand: An heißen Tagen sind kalte Getränke die Rettung. Auch Grillgut und andere Lebensmittel müssen unterwegs zuverlässig gekühlt werden. Der Markt bietet dafür eine breite Auswahl an elektrischen Kühlboxen, die sich neben Größe und Aufteilung vor allem in der eingesetzten Kühltechnik unterscheiden – und gerade hier lohnt der genaue Blick, denn nicht jede Technik eignet sich für jeden Einsatzzweck.
Passive Kühlboxen halten vorgekühlte Lebensmittel lediglich auf Temperatur. Thermoelektrische Modelle kühlen zwar aktiv, ihre Leistung hängt jedoch stark von der Umgebungstemperatur ab und reicht für ein echtes Herunterkühlen meist nicht aus. Anders als thermoelektrische Modelle erreichen Kompressor-Kühlboxen zuverlässig Temperaturen bis in den Minusbereich und können so Getränke, Lebensmittel oder Eis nicht nur kühl halten, sondern auch aktiv herunterkühlen oder einfrieren.
Diese Top 10 zeigt die besten Kompressor-Kühlboxen aus unseren Tests. Außerdem klären wir, ob sich Extras wie App-Anbindung, Akku oder Eiswürfelbereiter in der Praxis lohnen.
Welche ist die beste Kompressor-Kühlbox?
Testsieger bleibt die Anker Solix Everfrost 2 40L für 599 Euro. Ihr praktisches Design, die lange Akkulaufzeit mit optional erweiterbaren Akkus und eine starke Kühlleistung machen sie trotz des stolzen Preises zur besten Wahl für mehrtägige Festivalaufenthalte, Camping-Ausflüge oder Wochenendtrips.
Als Technologiesieger geht die ähnlich teure Ecoflow Glacier Classic 35L für 549 Euro hervor. Sie bietet eine sehr hohe Kühlleistung, eine präzise Steuerung per Display und App sowie das Aufladen per Solarpanel.
Unser neuer Preis-Leistungs-Sieger ist die Mobicool MCF32 ab 160 Euro. Sie eignet sich perfekt für alle, die eine kompakte und auch bezahlbare Kühllösung suchen. Mit einem Volumen von 31 l bietet sie ausreichend Platz für Wochenendausflüge, Campingtrips oder lange Abende mit Freunden.
Wie funktioniert eine Kompressor-Kühlbox?
Kompressor-Kühlboxen arbeiten nach demselben Prinzip wie ein Haushaltskühlschrank. Als Kältemittel kommen meist natürliche Stoffe wie Propan (R290) oder synthetische FKW-Gemische zum Einsatz. Der Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, das anschließend im Kondensator verflüssigt wird und dabei Wärme nach außen abgibt. Im Verdampfer im Inneren der Box expandiert das Kältemittel wieder, geht in den gasförmigen Zustand über und entzieht dem Innenraum dabei die Wärme. So entsteht die eigentliche Kühlleistung.
In den vergangenen Jahren haben Kompressor-Kühlboxen deutliche Fortschritte bei Energieverbrauch und Kühlleistung gemacht. Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius sind als Ergebnis möglich, sodass sich viele Modelle auch als mobile Gefriertruhe nutzen lassen. Anders als Absorberkühlboxen kühlen sie weitgehend unabhängig von der Außentemperatur. Erst ab einer Umgebungstemperatur von über 40 Grad Celsius lässt hier die Kühlleistung nach.
Zur Stromversorgung dienen üblicherweise 12 oder 24 Volt (Bordnetz) sowie 230 Volt (Steckdose). Zunehmend gibt es auch Modelle mit integriertem oder optionalem Akku. Ein Gasbetrieb wie bei Absorbergeräten ist nicht möglich. Nachteile gegenüber Absorbern: Kompressor-Kühlboxen sind deutlich hörbar und schwerer.
Stromverbrauch und Lautstärke im Test
Wir haben mittlerweile zehn Kompressor-Kühlboxen einzeln im Praxiseinsatz getestet. Bei Stromverbrauch und Lautstärke unterscheiden sich die Modelle nur geringfügig. Sind Box und Inhalt einmal heruntergekühlt, liegt die Leistungsaufnahme im Eco-Modus bei durchschnittlich 30 bis 50 Watt, bei voller Leistung bei rund 55 bis 70 Watt.
Über das 230-Volt-Netzteil fällt der Verbrauch wegen der Wandlungsverluste höher aus – im Test waren es je nach Gerät bis zu 140 Watt. Der Betrieb über den 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) ist daher oft effizienter. Einige Modelle, etwa von Plug-in Festivals oder Dometic, kamen an der Steckdose aber auch mit 50 Watt oder weniger aus. Wer die Kühlbox an einer Powerstation oder im Wohnmobil betreibt, sollte den tatsächlichen Verbrauch im Auge behalten – er entscheidet maßgeblich über die mögliche Laufzeit.
Die Lautstärke beträgt in einem Meter Entfernung je nach Betriebsmodus zwischen 38 und knapp über 50 dB(A) – wie oft der Kompressor anläuft, um zu kühlen, ist hier wichtiger als die reine Lautstärke. Wer eine Kühlbox für Camping sucht, sollte zu einem Modell mit möglichst geringer Lautstärke greifen oder darauf achten, dass das Gerät nicht unmittelbar in der Nähe des Schlafbereichs ist. Einige Modelle sind zudem mit einem Eco-Modus ausgestattet, der weniger lautstark arbeitet. Nachts empfiehlt sich der Wechsel in diesen Modus, damit weder man selbst noch die benachbarten Camper im Schlaf gestört werden.
Wie funktionieren Kühlboxen ohne Kompressor?
Neben Kompressor-Kühlboxen gibt es noch andere technische Alternativen – allerdings haben alle Systeme ihre Einschränkungen, weshalb wir eine Kompressor-Kühlbox trotz der lauten Betriebsgeräusche als besten Kompromiss bevorzugen würden.
Passive Kühlboxen besitzen gar kein aktives Kühlaggregat, sondern schützen das Kühlgut nur durch dicke, isolierte Wände und den Einsatz von vorgekühlten Kühlakkus. Wie lange die vorgekühlten Lebensmittel oder Getränke in der passiven Kühlbox kühl bleiben, ist stark von der Außentemperatur abhängig. Passive Kühlboxen eignen sich also nur zum Kühlhalten, nicht aber zum Herunterkühlen – ideal etwa für gekühlte Drinks und Snacks beim Picknick am See oder den Transport im Pkw, nicht aber für mehrtägige Roadtrips. Die bunten Kunststoffbehälter gibt es dafür schon ab etwa 10 Euro.
Nur etwas teurer als eine passive Box ist eine thermoelektrische Kühlbox – letztlich handelt es sich dabei um eine passive Box mit integrierter Kühlung. Die dick isolierten Boxen haben dazu in der Regel einen kleinen Lüfter im Deckel integriert. Zur Versorgung dient der 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) im Pkw. Soll das Gerät auch an einer Schuko-Steckdose funktionieren, benötigt man ein Modell mit zusätzlichem 230-Volt-Netzteil.
Die Kühlleistung solcher thermoelektrischen Kühlboxen ist allerdings sehr gering und noch dazu von der Außentemperatur abhängig. Letztlich sind solche Systeme nur in Kombination mit vorgekühlter Ware und Kühlpads sinnvoll nutzbar. Um etwa Lebensmittel auf einer langen Fahrt oder einen Tag am See frisch zu halten, ist diese Lösung ab rund 30 Euro geeignet. Zum Herunterkühlen oder für längere Zeiträume fehlt es aber an Leistung.
Weiter geht es mit den Absorberkühlboxen, deren Technik auch etwa in Campingkühlschränken zu finden ist. Hier wird ein Wasser-Ammoniak-Gemisch elektrisch erhitzt und das Ammoniak verdampft und entzieht der Kühlbox dabei Wärme. Anschließend wird das Ammoniak wieder absorbiert und der Kreislauf beginnt von vorn.
Sehr positiv ist die ausgesprochen geringe Geräuschentwicklung der Absorberkühlboxen. In der Praxis sind sie kaum bis gar nicht zu hören. Die Anschaffungskosten liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei Geräten mit Kompressor. Allerdings arbeiten die Geräte weniger effektiv und benötigen vergleichsweise viel Strom oder Gas.
Die Absorber-Kühlung ist außerdem stark von der Außentemperatur abhängig. Ab einer Außentemperatur von 30 bis 35 Grad Celsius nimmt die Kühlleistung ab und schwankt stark. Deshalb sind sie nicht für sensible Lebensmittel oder Medikamente geeignet. Im besten Fall erreichen solche Systeme Temperaturen von 25 Grad Celsius unter der Umgebungstemperatur.
Welche Extras bei Kühlboxen sind sinnvoll?
Abgesehen von den verschiedenen Technologien, gibt es auch Unterschiede in der Ausstattung. So bieten mittlerweile viele Hersteller Kühlboxen mit App-Anbindung ans Smartphone an. Wer besonders empfindliche Lebensmittel oder gar Medikamente lagern will, hat so die Temperatur immer im Blick und kann diese per App regulieren – ein seltener Anwendungsfall. Letztlich sind die Geräte mit smarter Anbindung aber häufig etwas teurer und bieten aus unserer Sicht kaum praktischen Mehrwert – im Zweifel tut es hier auch ein einfaches Funkthermometer.
Praktisch finden wir einen teilbaren Kühlraum, da so etwa Lebensmittel und Eis gelagert werden können. Bei großen Kühlboxen lohnt es sich auch auf Extras wie die Troll-Funktion zu achten. Die integrierten Rollen und ein ausziehbarer Handgriff erleichtern den Transport erheblich – zumindest auf ebenem Untergrund. Für eine einfache Reinigung sollte der Innenraum möglichst einen Abfluss und abgerundete Kanten haben.
Relativ neu am Markt sind Kühlboxen mit integriertem Akku für den netzunabhängigen Betrieb. Neben einfachen thermoelektrischen Geräten gibt es mittlerweile auch Kompressor-Kühlboxen mit integriertem Stromspeicher. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: permanente Kühlung auch fernab einer Steckdose. Unser Testsieger, die Anker Solix Everfrost 2, schafft so mit einer Akkuladung etwa 50 Stunden Kühlbetrieb. Besonders Campingurlauber und Festivalbesucher profitieren hier von den internen Akkus. Wer seine Kühlbox nur daheim verwendet, benötigt nicht zwangsläufig ein Gerät mit Akku-Option. Für die mobile Nutzung eignen sich alternativ auch Powerstations (Bestenliste).
Fazit
Vor dem Kauf einer Kühlbox sollte klar sein, ob sie Getränke und Lebensmittel lediglich kühl halten oder auch aktiv herunterkühlen soll. Wer nur vorgekühlte Getränke vor schnellem Erwärmen schützen will, kommt mit einer günstigen passiven Kühlbox samt Kühlakkus gut zurecht.
Für aktives Herunterkühlen führt dagegen kein Weg an einer Kompressor-Kühlbox vorbei – und damit an einer deutlich höheren Investition. Unser Favorit ist hier die zugegeben hochpreisige Anker Solix Everfrost 2. Wer beim Stromverbrauch und beim Service Abstriche akzeptiert, fährt aber auch mit den anderen getesteten Modellen gut. Entscheidend für den Kauf sind aus unserer Sicht vor allem die passende Größe, der geplante Einsatzort und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Soll die Kühlbox fernab einer Steckdose oder eines Kfz zum Einsatz kommen, empfiehlt sich ein Modell mit integriertem oder nachrüstbarem Akku. Eine Alternative ist die Kombination aus einer günstigeren Kompressor-Kühlbox und einer ausreichend dimensionierten Powerstation. Der Vorteil: Die Powerstation lässt sich parallel auch für andere Verbraucher nutzen.
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SK Hynix: US-Börsengang mit düsterer Prognose
Das Läuten der Glocke war das Startsignal für eine Kursjagd, die nur einen Tag dauern sollte. SK Hynix, südkoreanischer Chiphersteller und seit dem Verteilungskampf um DRAM, insbesondere HBM, für künstliche Intelligenz hoch im (Aktien)kurs, debütierte am Freitag an der US-Börse in New York. Der Chef von SK Hynix, Kwak Noh-jung, prophezeite der Presse, dass die Speicherkrise noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. Doch das heizte das Geschäft mit den SK-Hynix-Anteilsscheinen auch nicht bemerkenswert an, die Aktie schloss am Ende mit einem kleinen Kursverlust.
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An den US-Börsengang des Unternehmens, das bisher nur an der südkoreanischen Börse war, dürften einige große Erwartungen gerichtet haben. Noch Ende Juni hatte SK Hynix Samsung vom Thron des wertvollsten börsennotierten Unternehmens gestoßen. Der Chiphersteller hatte zwischenzeitlich eine Marktkapitalisierung von umgerechnet knapp 1,19 Billionen Euro erreicht – leicht über dem Wert des Konkurrenten Samsung Electronics, der seit der Jahrtausendwende die Rangliste der wertvollsten Unternehmen des Landes angeführt hatte. Hintergrund: Der massive Wettbewerb von KI-Herstellern um das knappe Angebot auf dem Markt für DRAM und Flash-Bausteine. Seit dem Allzeithoch bei der Marktkapitalisierung ging es wieder etwas bergab.
Mega-Börsengang – Aktienkurs nicht so mega
Am Freitag erlebte die US-Börse dann den für ihre Verhältnisse echten Mega-Börsengang der Südkoreaner: 26,5 Milliarden US-Dollar sammelten sie mit ihren American Depository Receipts (ADR) ein, die mit 168, 01 US-Dollar pro Stück auch in etwa beim Eröffnungspreis von 170 US-Dollar lagen. Damit war es der größte Börsengang, den je ein ausländisches Unternehmen in den USA vorgenommen hat. An der US-Börse kann man für ausländische Aktien nur ADRs kaufen – 10 ADRs entsprechen dabei einer SK-Hynix-Stammaktie. Der Aktienkurs kletterte im Verlauf des Tages um 13 Prozent nach oben – schloss aber mit einem kleinen Minus von 0,8 Prozent. Die Marktkapitalisierung lag am Freitag nach Börsenschluss bei 941,8 Milliarden Dollar. Blickt man auf die vergangenen zwölf Monate, ist die Aktie von SK Hynix zwar nach wie vor auf einem allgemeinen Höhenflug. Aussicht, in Richtung der absoluten Kursspitzen im Juni zu kommen, hatte SK Hynix nach Börsenschluss am Freitag aber nicht.
Mit dem Schritt an die US-Börse will sich der Chiphersteller vor allem eine weitere Quelle für dringend benötigtes Kapital schaffen, das er für den Bau weiterer Chipfabriken benötigt. SK Hynix genießt eine hochbrisante Stellung in der Produktion im Wettlauf um die beste KI: Das Unternehmen ist führend bei der Entwicklung von HBMs für KI-Beschleuniger, beliefert hier unter anderem Weltmarktführer Nvidia. Doch auch mit zusätzlichem Geld aus Aktienverkäufen wird SK Hynix die enorme Nachfrage nicht decken können, glaubt CEO Kwak Noh-jung. Längst befindet sich der Weltmarkt in einer Chipkrise und die werde erst noch ihren Höhepunkt erreichen, war seine düstere Prognose gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters beim Börsengang am Freitag. „Wir gehen davon aus, dass das nächste Jahr aus Sicht der Versorgung das schlimmste Jahr in der Geschichte der Branche sein wird“, erklärte er. Die Nachfrage der Kunden steige weiter an, während die Produktionskapazitäten begrenzt seien, sagte er. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Kundennachfrage auch über das Jahr 2030 hinaus höher sein wird als unsere Angebotskapazitäten. Aber wir tun unser Bestes, um das Problem zu lösen“, sagte er.
Er sprach auch über mögliche neue Produktionsstandorte. USA, Japan und Südostasien seien alle in Erwägung, doch man wolle sich noch nicht entscheiden. SK Hynix schaue auf die Kombination aus Platz, Strom, Wasser und qualifiziertes Personal bei wettbewerbsfähigen Produktionskosten. Im eigenen Land investiert SK Hynix bereits massiv: Die Pläne kündigten vorigen Monat der Samsung-Vorsitzende Lee Jae-yong und Chey Tae-won, Ex-Chef und Großaktionär der SK Group, zusammen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung an. Das Ziel: Bis 2031 soll sich die DRAM-Produktion in Südkorea verdoppeln. SK Hynix und Samsung investieren 800 Billionen Won in den Bau neuer Werke, was aktuell etwa 455 Milliarden Euro entspricht. Auch US-Hersteller Micron baut bestehende Kapazitäten aus.
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Nicht jeder glaubt an den Speicherboom
Dennoch gibt es Zweifel, dass der extreme Bedarf nach bestimmten Chips für KI wirklich von Dauer sein wird. Grund sind zum Beispiel Apples Bemühungen um Speicher des chinesischen Herstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT). Dieser kann mittlerweile konkurrenzfähige DDR5-Bausteine herstellen. Weitere Zulieferer, mit dann günstigeren Preisen, könnten die Situation auch für Apple wieder lindern. Könnten andere Unternehmen sich daran ein Beispiel nehmen? Ein Gedanke, der vielleicht auch am Freitag dafür gesorgt hat, dass der Aktienkurs von SK Hynix ohne Plus in den US-Börsenschluss ging.
Chey Tae-won schaute am Freitag lieber auf die mittelfristige Zukunft: Es gehe vor allem darum, mehr Umsatz einzufahren und damit den Aktienkurs weiter anzufachen, sagte er dem Nachrichtensender Bloomberg in New York. Dann könnte SK Hynix in Zukunft vielleicht weitere ADRs auf den US-Kapitalmarkt werfen.
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Werbeunterbrechungen in Youtube-Videos nerven ihre Zuschauer jeden Tag aufs neue – mit dem DuckDuckGo-Browser sollen sie jetzt der Vergangenheit angehören. Wie die Entwickler mitteilen, gibt es in der neuen Version ein Feature, das die Werbungen zum ganz großen Teil herausfiltern soll.
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Die Funktion ist demnach bereits standardmäßig in der neuen Version für iPhone, Windows und macOS aktiviert, teilt DuckDuckGo mit. In Android muss sie noch manuell angeschaltet werden, bald soll sie aber auch hier voreingestellt sein. Bis dahin geht das in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Ad Blocking“. Die Option lässt sich beliebig an- und ausschalten. Laut DuckDuckGo können sich durch den neuen Blocker die Buffering-Zeiten vor dem Abspielen eines Videos geringfügig verlängern, dafür soll jedoch der größte Teil der Werbeunterbrechungen vor und während eines Videos entfallen.
uBlock-Filter als Basis
Die Funktion ist nicht Teil des browserintegrierten Duck Players, der darauf ausgelegt ist, Ablenkungen durch andere Apps beim Ansehen eines Videos zu minimieren. Es handelt sich laut DuckDuckGo um ein eigenständiges Feature, welches aber gemeinsam mit dem Duck Player verwendet werden kann.
Um YouTube-Werbung zu erkennen und zu blockieren, setzt der Browser auf Filterlisten, die von der uBlock-Origin-Community stammen. uBlock Origin ist eine Open-Source-Browsererweiterung, die ebenfalls zum Blockieren von Werbung dient. Diese Listen werden laufend gepflegt und regelmäßig aktualisiert, um mit den Änderungen bei der Auslieferung von Werbung Schritt zu halten. DuckDuckGo will eventuell aber auch eigene Regeln anwenden, um die Kompatibilität zu verbessern und Fehlfunktionen zu reduzieren.
Die Schattenseite solcher Funktionen betrifft die Creator auf Youtube, die an den Werbeeinnahmen ihrer Youtube-Videos beteiligt werden. Ihnen entgeht damit Geld, das besonders für kleine Kanäle wichtig ist.
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