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KI-Infrastruktur in Deutschland: Mehr Gewerbesteuer soll Akzeptanz für Rechenzentren erkaufen

Proteste gegen neue Rechenzentren-Projekte sind Teil des KI-Widerstands, auch in Deutschland wehren sich Anwohner gegen solche Bauvorhaben. Die Bundesregierung will nun den Ausbau beschleunigen und vor Ort für mehr Akzeptanz werben. Der Hebel: Kommunen sollen stärker bei der Gewerbesteuer profitieren.
Das geht aus den Reformplänen hervor, auf die sich CDU/CSU und SPD Anfang Juli verständigt hatten. Im Papier heißt es unter Abschnitt 12:
Rechenzentren-Projekte müssen interessant für Kommunen vor Ort sein. Aufgrund der Gewerbesteuer-Systematik profitieren sie kaum von der Ansiedlung eines Rechenzentrums. Es bedarf deshalb einer Regelung, die den Zerlegungsmaßstab für den Gewerbesteuer-Messbetrag bei Rechenzentren alternativ zum Standardfall regelt.
Was heißt das in der Praxis? ComputerBase hat bei der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen nachgefragt. Diese arbeitet unter dem Dach des Internetwirtschaftsverbands Eco.
Arbeitslöhne entscheiden über Verteilung der Gewerbesteuer
Hat ein Unternehmen Standorte in mehreren Kommunen, teilt sich die Gewerbesteuer nach den jeweils vor Ort gezahlten Arbeitslöhnen – das ist der von der Bundesregierung genannte Zerlegungsmaßstab. Das Problem bei Rechenzentren: Dort arbeiten wenige Menschen. „Befinden sich personalintensive Unternehmensbereiche an anderen Standorten, kann deshalb trotz hoher lokaler Investitionen nur ein geringer Anteil der Gewerbesteuer am Rechenzentrumsstandort verbleiben“, heißt es in der Mitteilung der Allianz.
Kommunen profitieren trotz hohen Aufwands nur wenig. Wenig überraschend also, dass es vergleichsweise einfach ist, lokalen Protest zu mobilisieren.
Wer Infrastruktur ermöglicht, soll als Standort profitieren
Die Allianz begrüßt daher die Maßnahmen der Bundesregierung. „Wer Digitalisierung, KI, moderne Verwaltung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit will, muss auch die Standorte stärken, an denen diese Infrastruktur entsteht“, sagt Volker Ludwig, Sprecher der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen. Wichtig ist nach Ansicht der Allianz aber, dass vorhandenes Steueraufkommen zugunsten der jeweiligen Kommunen umverteilt wird.
„Kommunen stellen für Rechenzentren Flächen, Energieanschlüsse, Genehmigungsprozesse und Akzeptanz bereit“, sagt Ludwig. Daher sollten sie auch besonders profitieren, wenn Unternehmen sich ansiedeln.
Zusätzliche Steuern für Rechenzentrenbetreiber lehnt die Allianz ab. Standortkosten sollen sich durch eine Reform bei der Gewerbesteueraufteilung nicht verändern. Wie die Allianz bei der Glasfasermesse Fiberdays im März erklärte, sind hohe Energiekosten in Deutschland ohnehin ein Aspekt, der den Ausbau erschwert. Weitere Probleme sind demnach der Strommangel und komplexe Regulierungen.
Windkraftregeln als Vorbild
Als Vorbild taugen die Regeln für Windenergieanlagen. Dort ist nicht allein das Personal am Standort entscheidend, sondern die installierte Leistung der Anlage, heißt es in der Mitteilung der Allianz. Das Verhältnis von Arbeitslöhnen zur Standortleistung liegt dem Gesetz zufolge bei 1 zu 9. Ein vergleichbares Prinzip sollte laut Allianz auch für Rechenzentren geprüft werden.
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Warhammer 40K: Dawn of War 4: Entwickler zeigen klassischen RTS-Multiplayer

Im Herbst geht die düstere Echtzeit-Strategie in die nächste Runde. Deep Silver zeigt jetzt, was vom Multiplayer zu erwarten ist. Der war in noch keinem Dawn of War identisch. Teil 4 knüpft wieder an den ersten Teil an und orientiert sich an klassischer Echtzeit-Strategie mit Basisbau.
In zwei Videos präsentieren die Entwickler von King Art Games (Iron Harvest) alle vier zum Start im Spiel enthaltenen Fraktionen und ihre Besonderheiten. Der erste Blick verrät: Partien können auf kleineren Karten in einer Viertelstunde vorüber sein und versprechen schnelles Hin und Her. Der Fokus bleibt auf der taktischen Ebene. Das unterstreicht das Forschungssystem. Upgrades kosten keine Ressourcen, sondern nur Zeit.
Was in der Kampagne, dem Kreuzzug-Modus und für die ersten DLCs geplant ist, hatte das Studio bereits enthüllt.
Necrons & Adeptus Mechanicus
Im ersten Match treten Necrons gegen den Adeptus Mechanicus an. Necrons bewegen sich wie in den Vorgängern sehr langsam, können durch eine Wiederbelebungs-Mechanik aber Angriffe lange aufrechterhalten. Um die Geschwindigkeit ein Stück zu kompensieren, dürfen sie Truppen in eine strategische Reserve versetzen, die sich zu jedem auf dem Schlachtfeld gebauten Pylon oder der Über-Einheit, dem Monolithen, teleportiert. Zusätzlich verstärken sie sich durch den Ausbau ihrer „Power Matrix“. Spielerisch funktioniert sie wie der Schleim, mit dem Zerg in StarCraft den Boden bedecken, und erlaubt den Bau neuer Gebäude sowie deren Teleportation.
Truppen des Adeptus Mechanicus profitieren von der Vernetzung ihrer Gebäude, um starke Defensivpositionen aufzubauen. Vernetzte Gebäude bekommen Boni auf ihre Schlagkraft und können günstiger oder schneller produzieren. Darüber hinaus setzt die Fraktion auf Auspex, eine Art Radar, das selbst im Nebel des Krieges Truppenkonzentrationen (zeitverzögert) anzeigt. Ihre Schlagkraft liegt im Fernkampf.
Space Marines & Orks
Space Marines und Orks spielen sich klassischer. Orks sind die Masse-statt-Klasse-Partei, die auf Ausbreitung setzt. Jede Einheit kann Gebäude konstruieren, die Feinde mit Waffen aufs Korn nehmen. Space Marines sind das Gegenteil. Sie setzen auf kleine, aber sehr starke Trupps, die sich individuell mit Upgrades versehen lassen. Verstärkungen können bei Bedarf zurückgestellt und aus dem Orbit auf dem Schlachtfeld abgeworfen werden.
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Speicherkrise: iPhone 18 Pro Max soll im Schnitt 200 US-Dollar mehr kosten

Nach den Preiserhöhungen für MacBook, iPad, HomePod und Apple TV stehen höhere Preise aufgrund der Speicherkrise auch dem iPhone 18 Pro Max bevor, dessen Vorstellung für Anfang September erwartet wird. Im Schnitt sollen die Preise des Topmodells um 200 US-Dollar steigen, mit 1 TB Speicher sogar um 300 US-Dollar.
Das geht aus einer Analyse von Counterpoint Research hervor, die eine prognostizierte Bill of Materials (BOM), also eine vollständige Stückliste aller Bauteile, Materialien und Komponenten, die benötigt werden, um ein Produkt herzustellen, für das iPhone 18 Pro Max mit 1 TB Speicher veröffentlicht haben. Der Übeltäter auch diesmal: der Speicher.
Fünffache Kosten für den Speicher
Die massive Kostensteigerung ergibt sich beinahe ausschließlich über Preissteigerungen für DRAM und NAND. Dem Balkendiagramm zufolge soll der Preis für 12 GB DRAM von bislang 30 US-Dollar im iPhone 17 Pro Max auf 140 US-Dollar im iPhone 18 Pro Max steigen. Für 1 TB NAND rechnet Counterpoint Research mit einer Kostensteigerung von 60 auf 290 US-Dollar. Die Gesamtkosten allein für den Speicher würden demnach von zuvor 90 US-Dollar auf künftig 430 US-Dollar steigen – fast das Fünffache.
Die Bill of Materials beschreibt die Kosten für Apple, nicht für den Verbraucher. Die Marktforscher gehen davon aus, dass das iPhone 18 Pro Max den Endkunden im Schnitt 200 US-Dollar mehr kosten wird, für das 1-TB-Modell wird mit einem Preisaufschlag von 300 US-Dollar gerechnet. Zur Erinnerung: Apple bietet ausschließlich für das iPhone Pro Max zusätzlich eine Konfiguration mit 2 TB an.
Erster Apple-Prozessor aus 2-nm-Fertigung
Teurer soll allerdings auch der erstmals in 2 nm bei TSMC gefertigte Prozessor ausfallen. Für den A20 Pro sei mit Kosten von 135 anstelle von 100 US-Dollar zu rechnen. Auch die Kamera könnte laut Counterpoint Research marginal teurer werden, doch sei hier nur mit rund 5 US-Dollar Differenz zu rechnen. Gerüchten zufolge soll die neue Hauptkamera auf einen 1/1,12 Zoll großen Sensor mit entsprechend angepasster Optik und variabler Blende wechseln, was zu der genannten Kostensteigerung führe.
70 Prozent höhere Bill of Materials
Für Display und weitere Bauteile könnten hingegen etwas niedrigere Preise angesetzt werden, auch hier können kleinere Unterschiede von 5 US-Dollar aber nicht die gigantischen Sprünge aufseiten des Speichers abfedern. Insgesamt belaufe sich die Bill of Materials des iPhone 18 Pro Max mit 12 GB/1 TB deshalb auf circa 915 US-Dollar gegenüber 540 US-Dollar, die noch für das iPhone 17 Pro Max zusammenkamen – ein Plus von 70 Prozent.
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MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT): Günstiger (?) Mini-PC im Test
Wenn eine Art Komplettsystem die letzten Jahre einen Lauf hatte, dann Mini-PCs. Doch hohe Preise für RAM, SSDs und neue CPUs machen es auch ihnen im Jahr 2026 schwer. Also lieber alte Ware kaufen? Nach dem GMKtec K17 mit Core Ultra 200V (Test) haben wir mit dem MSI Cubi NUC AI mit Core Ultra 100 ein noch älteres System im Test.
Ein alter Mini-PC von MSI im Test?
Eigentlich wollten wir in diesem Jahr vorrangig Panther-Lake-Mini-PCs testen, denn Intel Core Ultra 300 bietet sich insbesondere in der X-Klasse sehr für diese Produktkategorie an. Doch als wir uns direkt nach dem Test des GMKtec EVO-T2 auf die Suche nach weiteren Core-Ultra-300-Mini-PCs machten, waren die Rückmeldungen einhellig: Sie kommen, aber aktuell haben wir noch nichts.
MSI bot uns stattdessen den MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) an – direkt ab Lager verfügbar, wenn auch mit Core Ultra 100, also der Vor-Vorgänger-Generation. Danke, aber nein danke? Aus zwei Gründen haben wir uns dagegen entschieden und zugesagt:
- Wir hatten über 10 Jahre keinen Mini-PC von MSI mehr im Test
- Ältere Mini-PCs versprechen, als „Lagerware“ noch halbwegs preislich attraktiv zu sein
Beim MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) sah es beim 2. Punkt zum Zeitpunkt der Zusage zwar nicht so rosig aus, der Preis lag vergleichsweise hoch, aber wir gingen davon aus, dass sich das ändern wird.
Doch entgegen der Erwartungen hat sich das Bild nicht gebessert: Der Preis ist unverändert geblieben, im Handel sind Preise ab 999 Euro zu zahlen. Auf der anderen Seite geht es beim inzwischen verfügbaren Asus NUC Pro 16 mit Core Ultra 300 inklusive RAM, SSD und Windows 11 erst bei 1.525 Euro los – das sind noch einmal 53 Prozent mehr.
Erste Erkenntnis: Der Mini-PC steckt wie alles, was am Speicher und aktuellen Chip-Fertigungsverfahren hängt, in der Klemme. Doch endlich haben wir mit dem MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) zwar kein Schnäppchen, aber immerhin den ersten Mini-PC von MSI im Test.
Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) im Überblick
Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT, Datenblatt) ist eine „Next Unit of Compute“ (NUC), setzt also auf das von Intel definierte Mainboard-Maß von 101,6 × 101,6 mm.
Im Karton finden sich neben dem Mini-PC ein VESA-Mounting-Kit (100 × 100 mm), ein optionaler externer An-/Ausschalter und ein 120-Watt-Netzteil (Hohlstecker).
Das Gehäuse fällt mit 37,5 mm nicht nur durch den Verzicht auf ein internes Netzteil flach aus; auch Platz für eine 2,5-Zoll-SATA-SSD gibt es nicht. Es können aber zwei NVMe-SSDs in M.2-Slots (2280 ab Werk installiert, 2242 optional, beide mit PCIe 4.0 x4) verbaut werden.
Als CPU nutzt das System den Intel Core Ultra 7 155H „Meteor Lake“, Intels erste in Großserie gefertigte Chiplet-Architektur. Der Prozessor bietet bei 28 Watt TDP 16 Kerne (6 Performance, 8 Efficiency und 2 Low-Power-Efficiency) und eine iGPU vom Typ Intel Arc Graphics mit 8 Xe-Cores.
Die integrierte NPU der ersten Generation ist mit 11 TOPS noch deutlich langsamer als das, was mit mindestens 40 TOPS seit Lunar Lake alias Core Ultra 200V geboten wird.
Im Vergleich zum Meteor-Lake-Topmodell Core Ultra 9 185H sowie dem Core Ultra 7 165H darunter fehlt es dem 155H nur etwas an Takt, die größte Ausführung kommt offiziell zudem mit 45 Watt statt 28 Watt TDP. Ökonomisch ist der kleine Core Ultra 7 die beste Wahl.
Der RAM ist als SODIMM ausgeführt. Im Testmuster stecken zwei Mal 8 GB DDR5-5600 von Samsung und eine 1 TB große SSD von WD, es gibt den MSI Cubi NUC AI theoretisch aber auch als Barebone (praktisch aber nicht, Stand Juli 2026).
Anschlüsse bietet das System reichlich, darunter Dual-2,5-Gbit/s-Ethernet, zweimal Thunderbolt 4 und zweimal HDMI 2.1. Die reinen USB-Ports sind alle 10 Gbit/s schnell, es gibt an der Front sowohl USB-A als auch USB-C.
Ein Kensington-Lock, eine VESA-Halterung und die Möglichkeit, eine Ein-/Ausschalter-Verlängerung zu installieren, um das System problemlos hinter dem Display zu verstauen, dürften vor allem Business-Kunden freuen.
Ganz ohne „Bloatware“ geht es beim System von MSI nicht: Norton Security ist vorinstalliert und das MSI Center bietet nach der Deinstallation ein paar Tage später an, die Software erneut zu installieren.
Testergebnisse
Leistung nach Profilen
Der MSI Cubi NUC AI bietet über das MSI Center drei Profile an: Still, Ausgewogen und Extreme Leistung. Welches Profil gewählt wird, wirkt sich unmittelbar auf die maximal nutzbare TDP der CPU und die Lüftersteuerung aus.
Der Cinebench 2025 (Multiple Threads) verdeutlicht die Unterschiede bei der TDP: Mit „Extreme Leistung“ darf der Prozessor dauerhaft bis zu 45 Watt aufnehmen, mit „Ausgewogen“ ist das nur für circa 30 Sekunden der Fall. Danach wird der Verbrauch auf knapp unter 30 Watt gedeckelt.
Im Profil „Still“ geht es anfangs bis maximal 35 Watt, nach circa 60 Sekunden fällt das Limit auf das Niveau von „Ausgewogen“. Analog verhält es sich mit dem Takt (Durchschnitt über alle Kerne). Die Erwartungshaltung ist klar: Bei der Leistung liegt Extreme Leistung deutlich vor Ausgewogen, Still wiederum dann nicht weit davon entfernt.
Leistung in Anwendungen
Gedacht, falsch gedacht, zumindest in Teilen: Denn im Cinebench 2026 sieht es im Multi-Core-Test erst noch wie erwartet aus: Extrem setzt sich ab, Ausgewogen und Still folgen dicht an dicht.
In den Single-Core- und Single-Thread-Tests fällt „Still“ hingegen deutlich zurück. Auch nach dem x. Durchlauf und System-Neustarts. Wie kann das sein?
Der Blick auf die TDP und den maximalen CPU-Takt zeigt es: Im Still-Profil läuft der Benchmark auf den E-Cores. Die P-Cores werden zwar zwischenzeitig aufgeweckt (Phasen mit über 20 Watt Verbrauch), aber auch dann bleibt die Last auf dem E-Core (maximal 3,7 GHz Takt). Dass die im Single-Core-Test weitestgehend anliegenden weniger als 7 Watt TDP nicht die Hürde sind, zeigt sich im Multi-Core-Test, in dem das Still-Profil mit über 20 Watt dauerhaft agieren kann.
Das auf dem System installierte BIOS ist mit Version 1A30 das aktuelle; an dem Verhalten etwas ändern kann man nicht.
Leistung in Spielen
Auch in der Spieleleistung (hier wieder Multi-Core-Last) gibt es auf den ersten Blick eine Überraschung, in diesem Fall ist das Verhalten allerdings durchaus bekannt: „Still“ liegt vor den anderen beiden Profilen, mutmaßlich deshalb, weil die CPU nicht mehr so aggressiv zum Hochtakten bewegt wird, was der GPU mehr vom Power-Budget zustehen lässt – und die ist in diesem Szenario der eigentliche Flaschenhals.
Lautstärke
Im Extreme-Leistung-Profil wird der MSI Cubi NUC AI laut, aber nicht brüllend laut. Das Ausgewogen-Profil ist mit Blick auf das Verhältnis aus Lautstärke und Leistung aber deutlich besser aufgestellt. „Still“ sorgt wirklich für Stille, aber man muss dafür die beobachteten Leistungseinbußen in Single-Core-Lasten in Kauf nehmen.
Support
MSI gewährt auf den Mini-PC drei Jahre Garantie, es gibt einen deutschen Support. Das ist etwas, was der Hersteller vielen kleineren Anbietern günstigerer Systeme aus Asien voraus hat. Auch auf den Support-Bereich online trifft das zu. Treiber, BIOS-Updates etc. pp. finden sich dort, eine Suche in Hersteller-Foren (wie bei so manch anderem Hersteller) ist nicht erforderlich.
Dass es für die Leistungseinbußen im Still-Profil kein neues BIOS gibt, gilt es MSI am Ende allerdings anzukreiden. Die deutschen Support-Seiten sprechen zwar von einem Update von Februar 2026, doch dahinter verbirgt sich lediglich die Version 1A30, die auf dem System bereits installiert war – mit Datum Sommer 2025.
Fazit
Aktuelle Mini-PCs können sehr teuer sein. Der Griff zu älteren Modellen, die optimalerweise noch als Lagerware aus besseren Zeiten mit günstigerem RAM und SSD-Speicher verfügbar sind, könnte daher die bessere Alternative sein.
Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) mit Core Ultra 100 („Meteor Lake“) ist derzeit aber kein solches System. Mit einem Preis ab 999 Euro ist das System sehr kostspielig, die Hoffnung, im Testzeitraum könnte sich ein Schnäppchen ergeben, hat sich nicht erfüllt (Überblick: Mini-PCs mit 16 GB RAM + 1 TB großer SSD, ab Lager verfügbar).
Per se kann der sehr kompakte Mini-PC überzeugen, es gibt Anschlüsse satt, ein nicht nervendes Kühlsystem und drei Leistungsprofile, die bei Leistung und Lautstärke einen Unterschied machen. Im Lieferumfang finden sich neben dem externen Netzteil zudem eine VESA-Halterung sowie ein externer Power-Button, um das System problemlos an- und ausschalten zu können, wenn es hinter dem Display hängt.
Das und der lokale Support sind starke Argumente für den Cubi NUC AI, wenn der Blick auf vergleichbare Hardware zum kleineren Preis fällt. Da schmerzt es besonders, dass MSI ausgerechnet beim BIOS beziehungsweise dem Support patzt, denn das Verhalten des Cubi NUC AI im Still-Profil unter Single-Core-Last sollte längst behoben sein.
Die Hoffnung, dass der schon etwas ältere Mini-PC von MSI im Sommer 2026 einen besonders attraktiven Preis setzen können wird, hat sich am Ende des Tests Anfang Juli damit leider nicht bewahrheitet. Auch technisch makellos hat sich das System nicht präsentiert.
Als erster Mini-PC von MSI im Test seit über zehn Jahren hat der Cubi NUC AI dennoch beim Gehäuse, dessen Zugänglichkeit, den Anschlüssen, dem Kühlsystem und grundsätzlich den Profilen positive Ersteindrücke gesetzt. Das BIOS-Thema sollte der Hersteller noch beheben, das Preisproblem am Markt heilen kann indes auch MSI nicht.
Der nächste Mini-PC-Test steht schon an: Der Asus NUC Pro 16 mit Intel Core Ultra 300 ist endlich verfügbar. Die Hardware ist zwei Generationen neuer, aber ein Thema bleibt gleich: Das Muster mit Core Ultra X7 358H (65 W), 32 GB LPDDR5X-8533 und 1 TB großer SSD kostet über 2.400 Euro …
ComputerBase hat den MSI Cubi NUC AI leihweise vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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