Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: OpenStreetMap, OpenAI vs. Bots, Pinterest, Hubble-Fotos
Tausende KI-Bots erfassen Daten von OpenStreetMap
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OpenStreetMap kämpft gegen eine Bot-Flut. Binnen 24 Stunden blockierte der Dienst Bots von über 400 000 IP-Adressen. Die Zugriffe gleichen fast einem DDoS-Angriff und belasten die Infrastruktur massiv. Woher die Bots stammen, bleibt unklar. Vermutlich handelt es sich um KI-Crawler, die Trainingsdaten sammeln.
Seit dem KI-Boom leiden viele offene Projekte unter ähnlichen Problemen, darunter Wikimedia und verschiedene Linux-Initiativen. Denkbar ist auch, dass KI-Unternehmen eigene Kartendienste aufbauen wollen. OpenAI plant bereits einen Browser und ein soziales Netzwerk, ein Kartendienst wäre der nächste logische Schritt. Besonders rätselhaft: Die OpenStreetMap-Daten stehen ohnehin unter offener Lizenz zum Download bereit. Anbieter wie Cloudflare und Akamai arbeiten bereits an Lösungen, um Bots abzufangen, bevor sie die Server erreichen.

Zuckerberg kündigt neue KI-Modelle und Shopping-Agenten an
Meta will KI-gestützte Shopping-Funktionen einführen, sogenanntes „Agentic Commerce“. Mark Zuckerberg verspricht, die KI verstehe den Kontext und kenne die Menschen. Deshalb könne sie genau die richtigen Produkte auswählen. Welche persönlichen Daten die Shopping-Agenten einsehen dürfen, bleibt offen.
Zuckerberg kündigte bei der Vorstellung der Quartalszahlen ein „großes Jahr für persönliche Superintelligenz“ an. Geplant sind neue, größere Modelle, deren Trainingsdaten mehr Komplexität abbilden sollen. Die neuen KI-Modelle sollen mit den bestehenden Algorithmen von Metas Plattformen verbunden werden.
Vivaldi 7.8 lehnt KI-first-Ansätze ab
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Vivaldi, ein europäischer Browserhersteller, distanziert sich vom KI-Hype. CEO Jon von Tetzchner schreibt, die Browser-Branche löse das falsche Problem. Sie entwickle Assistenten, die filtern, was Nutzer sehen, und letztlich deren Urteilsvermögen auslagern. Vivaldi wolle stattdessen Tools bauen, die die Fähigkeit zum Erkunden, Vergleichen und Denken erweitern.
Mit Vivaldi 7.8 kommt ein neues Tab-System mit Drag-and-drop-Tab-Tiling für Split-Screen-Darstellungen. Das soll beim Preisvergleich oder bei der Arbeit mit Referenzdokumenten helfen. Der Browser ist ab sofort für Windows, Mac und Linux verfügbar. Vivaldi betont, ohne Tracking zu arbeiten und keine Nutzerdaten zu verkaufen.
OpenAI plant soziales Netzwerk mit biometrischer Verifizierung
OpenAI plant laut einem Forbes-Bericht angeblich ein soziales Netzwerk, in dem sich Nutzer biometrisch verifizieren müssen, um Bots fernzuhalten. Zur Auswahl stehen Face ID vom iPhone oder der umstrittene Iris-Scanner von World Network. Letzterer stammt von Tools for Humanity, einem Unternehmen hinter der Kryptowährung WLD-Token.
Spanien und Portugal haben den Iris-Scan zeitweise verboten, das Bayerische Landesamt für Datenschutz stellte grundlegende Datenschutzrisiken fest. Anders als ein Passwort lassen sich biometrische Daten nicht ändern. OpenAI-Chef Sam Altman ist gleichzeitig Vorsitzender von Tools for Humanity. Der wahre Grund für das Netzwerk dürfte sein: Soziale Medien sind eine gigantische Datenquelle für das Training von KI-Modellen in Echtzeit. X nutzt Grok, Meta integriert KI in Facebook, Instagram und WhatsApp.
Microsoft investiert Milliarden in KI, Anleger reagieren skeptisch
Microsoft übertraf die Erwartungen und verzeichnete erstmals über 50 Milliarden Dollar Cloud-Umsatz in einem Quartal, ein Plus von 26 Prozent. Das KI-Geschäft sei größer als einige jahrzehntealte Kernprodukte. Trotzdem brach die Aktie am folgenden Handelstag im zweistelligen Bereich ein.
Anleger zweifeln, ob die massiven Ausgaben im Verhältnis zu den Einnahmen stehen. Microsoft investierte im Quartal 37,5 Milliarden Dollar, zwei Drittel davon in Grafikprozessoren und Hauptprozessoren. Die Bruttomarge im Cloud-Geschäft sinkt auf 67 Prozent, ein weiterer Rückgang ist prognostiziert. Beunruhigend: 45 Prozent von Microsofts kommerziellem Auftragsbestand stammen von einem einzigen Kunden, OpenAI. Finanzchefin Amy Hood wich Nachfragen zu dieser Abhängigkeit aus.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
Pinterest entlässt 15 Prozent der Belegschaft für KI-Investitionen
Pinterest will 15 Prozent seiner Belegschaft entlassen, etwa 750 Mitarbeitende. Bis Ende September 2026 sollen die Kündigungen abgeschlossen sein. Anders als Amazon begründet Pinterest die Entlassungen nicht mit bereits erfolgten Effizienzsteigerungen durch KI. Das Unternehmen will vielmehr erst die Grundlagen dafür schaffen.
Mit den freigesetzten personellen Ressourcen beabsichtigt Pinterest die Implementierung von KI in die Unternehmensabläufe voranzubringen und mehr KI-gestützte Funktionen in die Plattform integrieren. Was genau geplant ist, bleibt unklar. Im Herbst häuften sich Beschwerden über KI-Müll auf der Plattform. Pinterest führte daraufhin Funktionen ein, mit denen Nutzer steuern können, wie viele KI-Inhalte sie sehen. Ganz vertreiben lässt sich der KI-Müll nicht, dafür müsste die Plattform ihn erst zuverlässig erkennen.
Neue Rechenzentren gefährden deutsche Klimaziele
Der KI-Boom treibt den Bau von Rechenzentren voran, doch der Preis wird zunehmend in Treibhausgas-Emissionen gemessen. Der Global Energy Monitor zeigt in seiner jüngsten Ausgabe des „Global Oil and Gas Plant Tracker“, dass der Ausbau von Gaskraftwerken weltweit untrennbar mit dem Wachstum der digitalen Infrastruktur verknüpft ist.
In Deutschland sieht Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) neue Gaskraftwerke an Standorten wie Mainz, Frankfurt, Birstein, Leipheim und Großkrotzenburg vor, primär zur Versorgung von Rechenzentren. Was als notwendige Brückentechnologie wirkt, entpuppt sich als potenzieller Stolperstein für die nationalen Klimaziele. Ohne Kopplung von Netzausbau, zusätzlichem Grünstrom und strengen stündlichen Nachweisen für Rechenzentren droht der digitale Fortschritt zum Klimarisiko zu werden.
KI findet in Hubble-Fotos über 800 neue Anomalien
Ein neuronales Netz hat in alten Hubble-Aufnahmen über 800 bisher unbekannte Anomalien entdeckt, vorwiegend ungewöhnliche Galaxien. Ein Forschungsteam der Europäischen Weltraumagentur ESA trainierte die KI, gezielt im Hubble-Archiv nach solchen Anomalien zu suchen. Binnen zweieinhalb Tagen fand sie 1400 Anomalien, 800 davon waren bisher unbekannt.
Von den Funden können einige Dutzend nicht klassifiziert werden. Bei vielen Galaxien bleibt unklar, ob sie gerade kollidieren oder warum unerwartete Strukturen zu sehen sind.
Storage-Aktien profitieren vom KI-Boom
Während Software-Champions wie Microsoft, Adobe oder Salesforce unter Disruptionsängsten leiden, schießen die Aktien amerikanischer Speicherfirmen in die Höhe. Seit vergangenem Spätsommer erleben klassische Storage-Anbieter einen massiven Aufschwung. KI lebt von Daten: Modelle müssen abgelegt, geladen, trainiert und ständig gefüttert werden.
GPUs ohne ausreichend Speicher sind kaum mehr als teure Rechenhüllen. Je größer die Modelle, desto exponentieller steigt der Bedarf an hochdichten, zuverlässigen Enterprise-Speicherlösungen. Micron, Western Digital, Seagate und SanDisk sind die großen, bislang unterschätzten Profiteure der KI-Ökonomie. Allein seit Jahresbeginn haben die Aktienkurse der vier Unternehmen zwischen 52 Prozent und 122 Prozent zugelegt.
KI-Boom beschert Samsung historischen Rekordgewinn
Samsung Electronics hat im vierten Quartal 2025 einen historischen Rekordgewinn eingefahren. Der südkoreanische Konzern weist einen Betriebsgewinn von umgerechnet knapp 12 Milliarden Euro aus, eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es ist der größte Quartalsgewinn in der Unternehmensgeschichte.
Die positive Entwicklung fußt hauptsächlich auf dem anhaltenden KI-Boom, der die Nachfrage und die Preise für Speicherchips rasant in die Höhe getrieben hat. Samsung Electronics ist einer der weltweit führenden Produzenten für Halbleiter.
KI analysiert Essensfotos für Kalorienzählung
Kalorienzählen ist umständlich: Man muss Lebensmittel abwiegen und manuell eintragen. Ein Test zeigt, dass KI-Modelle Essensfotos analysieren und Kalorien schätzen können. Google Gemini lieferte dabei die genauesten Ergebnisse, besser als spezialisierte Kalorienzähl-Apps.
Gemini erkannte Zutaten präzise und schätzte das Gewicht genau ein. Auf Nachfrage bewertete der Chatbot auch die Ernährungsqualität und gab hilfreiche Antworten. Kalorienzähl-Apps erkannten zwar ebenfalls Zutaten, verschätzten sich aber beim Gewicht und waren insgesamt vager. Beide Ansätze haben Einschränkungen, aber die Ergebnisse zeigen das Potenzial von KI-Tools für die Ernährungsplanung.
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(igr)
Künstliche Intelligenz
Notruf-Vereinigung fordert Abschaltmoratorium für GSM-Netze
Das Ende ist nah: 2028 beginnen die ersten deutschen Mobilfunker, ihr GSM-Netz abzuschalten. Neben meist älteren IoT- und M2M-Anwendungen betrifft das vor allem das Notrufsystem. Seitdem das UMTS-Netz in Deutschland 2021 in den Ruhestand geschickt wurde, konnte bislang im Notfall immer eine Verbindung über GSM hergestellt werden.
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Das GSM-Netz wird noch genutzt, von älteren Autos und ihrem E-Call-System über Aufzüge bis hin zum klassischen, alten Mobiltelefon. Doch die anstehende Abschaltung von GSM droht hier Löcher zu reißen. Nun warnt die Europäische Vereinigung für Notrufnummern (EENA) vor Problemen – und fordert eine Abschaltpause.
Probleme in Schweden
In Schweden hatten die meisten Netzbetreiber im Dezember 2025 ihre GSM- und UMTS-Netze abgeschaltet. Handys sollen für Notrufe dann automatisch das einzig verbliebene GSM-Netz von Telia nutzen. Allerdings klappt das offenbar häufig nicht, sondern nur, wenn die SIM-Karte zuvor aus dem Gerät entfernt wurde.
In Australien war es zu einem Todesfall gekommen, nachdem Angehörige mit einem älteren Samsung-Telefon keine Verbindung zur Notrufzentrale herstellen konnten. Auch gab es auf dem Kontinent Probleme mit älteren iPhones.
Die EENA hält ein Abschaltmoratorium angesichts dieser Erfahrungen für zwingend. Zu schnelles Abschalten könne Menschen in Gefahr bringen, wenn sie den Notruf am dringendsten benötigen, so die Sorge. Alle Beteiligten müssten nun daran arbeiten, dass die bekannten Probleme adressiert würden, erst anschließend solle die Abschaltung weitergehen.
Deutschland schaltet ab
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Am drängendsten ist das Abschaltproblem in Deutschland bei der Deutschen Telekom, die 2G im Sommer 2028 in Rente schicken will, Vodafone lässt sich noch etwas mehr Zeit – 2030 ist mit GSM dort Schluss. Telefónica hat für das O2-Netz bislang kein Abschaltdatum bekanntgegeben. 1&1 hat kein eigenes GSM-Netz, nutzt hier jedoch derzeit das Vodafone-Netz mit, weshalb auch hier wohl 2030 das Enddatum sein wird.
Erst vor einer Woche haben die Netzbetreiber zusammen das neue eCall-NG-System für Notrufe in 4G- und 5G-Funknetzen von den Betreibern in Deutschland gestartet, das nun der neue Standard für automatische Notrufe aus Neuwagen werden soll.
(vbr)
Künstliche Intelligenz
Tesla-Wächter als Kronzeuge: Gericht lässt Videoaufnahme zur Unfallaufklärung zu
Wer im Straßenverkehr in einen Unfall verwickelt wird, steht oft vor einem Dilemma: Aussage steht gegen Aussage. Auch die physikalischen Spuren lassen nicht immer einen eindeutigen Rückschluss auf die Schuldfrage zu. In einem Streit vor dem Landgericht Frankenthal brachte nun die Technik Licht ins Dunkel – allerdings in einer Form, die Datenschützer regelmäßig auf den Plan ruft.
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Die Richter der 5. Zivilkammer entschieden in dem jetzt bekannt gemachten Urteil vom 7. Juli (Az.: 5 O 4/25): Videoaufnahmen der Rundum-Kameras eines Tesla sind als Beweismittel zulässig, um den Hergang eines Parkunfalls lückenlos zu rekonstruieren. Damit setzt das Gericht einen Akzent in der Diskussion über die Verwertbarkeit von Dashcam-Material und die automatisierte Überwachung des öffentlichen Raums.
Der zugrunde liegende Vorfall ereignete sich in Maxdorf, wo ein Tesla-Fahrer sein Fahrzeug in einer Parkbucht am Straßenrand abgestellt hatte. Als er die hintere Tür der Fahrerseite öffnete, um seine zweijährige Tochter aus dem Kindersitz zu heben, kam es zur Kollision. Ein vorbeifahrender Opel erfasste die geöffnete Tür, was zu einem beträchtlichen Sachschaden von über 8000 Euro führte.
In der anschließenden juristischen Auseinandersetzung behauptete der Opelfahrer, die Tür sei plötzlich und vollkommen unvermittelt vor ihm aufgeschwenkt worden, sodass eine Reaktion unmöglich gewesen sei. Diese Darstellung wurde jedoch durch das digitale Gedächtnis des Teslas widerlegt, dessen Kamerasystem das Geschehen dokumentiert hatte.
Videoaufnahmen widerlegen Unfallgegner
In ihrem Urteil stellte die Kammer klar, dass das vorliegende Videomaterial eine eindeutige Klärung der Schuldfrage ermöglichte. Entgegen der Behauptung des Unfallgegners zeigte die Aufnahme, dass die Tür bereits geraume Zeit offen stand. Der herannahende Opelfahrer hätte das Hindernis also rechtzeitig erkennen und den Unfall durch einen ausreichenden Seitenabstand oder promptes Bremsen vermeiden können.
Die Richterin schenkte den bewegten Bildern Glauben und verurteilte den Opelfahrer sowie dessen Versicherung dazu, 70 Prozent des entstandenen Schadens zu übernehmen. Dass der Tesla-Besitzer die restlichen 30 Prozent selbst tragen muss, liegt an der „Betriebsgefahr“ und der Tatsache, dass er die Tür über einen längeren Zeitraum weit in den Verkehrsraum hinein offen stehen ließ.
Bedeutsam ist die juristische Bewertung der Privatsphäre der Betroffenen. Das Gericht ließ die Frage, ob der Betrieb der Kameras gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstieß, offen. Selbst wenn ein Verstoß vorläge, führe dies nicht automatisch zu einem Beweisverwertungsverbot im Zivilprozess, heißt es. In einer Abwägung der Rechtsgüter könne das Interesse des Geschädigten an der Durchsetzung seiner Ansprüche schwerer wiegen als das Recht des Unfallgegners auf informationelle Selbstbestimmung. Dies gelte gerade dann, wenn lediglich neutrale Verkehrsvorgänge im öffentlichen Raum dokumentiert werden, die eh für jedermann sichtbar sind.
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Experten kritisieren Zulassung von Teslas
Die Entscheidung des Landgerichts lässt grundsätzliche Bedenken an der Konformität der US-Elektroautos außen vor. Bereits 2020 kam das Netzwerk Datenschutzexpertise in einer Studie zum Schluss, dass Tesla-Fahrzeuge in der EU aufgrund ihrer Überwachungskapazitäten gar nicht zugelassen werden dürften. Die Forscher bemängelten, dass die Art und Weise, wie Tesla personenbezogene Informationen verarbeitet, vielfach gegen Vorgaben des Daten- und Verbraucherschutzes verstoße. Als zentrales Beispiel nannten sie die Video- und Ultraschallüberwachung im Fahr- und Parkmodus.
Die technische Ausstattung, die dem Gericht als Beweismittel diente, ist genau der Punkt, den Kritiker als problematisch erachten. Acht Kameras gewähren eine 360-Grad-Rundum-Überwachung der Fahrzeugumgebung in bis zu 250 Meter Entfernung und erfassen so permanent Unbeteiligte.
Das Urteil stärkt zunächst die Position von Fahrzeughaltern, die diese Systeme zur Beweissicherung nutzen. Da der Opelfahrer gegen das Urteil Berufung eingelegt hat, befasst sich als nächste Instanz das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken mit dem Fall. So bleibt die rechtliche Einordnung von Tesla-Aufnahmen ein dynamisches Feld, in dem die Grenzen zwischen privater Beweissicherung und kollektivem Datenschutz weiter ausgeleuchtet werden.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Ryzen 7 9850X3D verfügbar, Ryzen 9 9950X3D2 könnte noch folgen
Zahlreiche deutsche Händler verkaufen pünktlich zu AMDs Marktstart den Achtkern-Prozessor Ryzen 7 9850X3D. Die Shops halten sich bislang weitgehend an AMDs Preisempfehlung von 499 Euro. Die CPU stellt eine beschleunigte Version des bisherigen Ryzen 7 9800X3D dar, die bis zu 5,6 statt 5,2 GHz schafft. Das entspricht einem Plus von knapp acht Prozent.
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Der Ryzen 7 9850X3D ist für alle, die den allerschnellsten Gaming-Prozessor haben wollen. Aus Preis-Leistungs-Sicht ist der bisherige Ryzen 7 9800X3D die sinnvollere Wahl: Er ist gut zehn Prozent günstiger und arbeitet sparsamer. Das wiederum erleichtert die Kühlung. Das gesparte Geld können Interessierte in DDR5-Speicher stecken, dessen Preise aufgrund einer Verfügbarkeitskrise hochschießen.
Ryzen 9 9950X3D2 möglich
Schon seit Ende 2025 geistert ein Ryzen 9 9950X3D2 durch die Gerüchteküche. Anders als beim bisherigen Ryzen 9 9950X3D sollen statt nur einem beide Compute-Chiplets ein zusätzliches Cache-Die aufweisen. Damit hätte 16-Kerner 64 MByte mehr Level-3-Cache.
AMD sagte im Rahmen der Technikmesse CES „stay tuned“ zu einem Prozessor mit zwei Cache-Dies. Die Firma führt den Ryzen 9 9950X3D2 selbst in einer Meldung an die Eurasische Wirtschaftskommission (EWK) an. Alienware nannte den Prozessor zwischendurch in einem Weibo-Video zu einem neuen Area-51-PC, entfernte den Hinweis dann aber wieder. In einer Stellungnahme teilte der Hersteller Dell mit, dass das System mit dem Ryzen 7 9850X3D erscheint und „nicht mit einem gemunkelten Ryzen 9 9950X3D2“. Auch der britische Workstation-Anbieter Sytronix hat Hinweise auf den Ryzen 9 9950X3D2 wieder entfernt.
Asus veröffentlichte in China kürzlich noch ein Video zum Ryzen 7 9850X3D, in dem ein Mitarbeiter unter anderem Ergebnisse einer Übertaktung mit Flüssigstickstoff zeigte. Das Video sorgte für Aufsehen, weil auf dem abgefilmten Desktop auch ein Ordner mit dem Namen „Ryzen 9 9950X3DV2“ zu sehen ist. Asus selbst hob diesen Ordner hervor.
(mma)
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