Künstliche Intelligenz
KI-Wettrüsten: Techriesen investieren dieses Jahr 650 Milliarden US-Dollar
Das Wettrüsten um KI-Vorherrschaft nimmt epochale Ausmaße an: Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft planen für dieses Jahr Ausgaben von insgesamt 650 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur. Diese Investitionsausgaben vermerken die Konzerne als Capital Expenditures (Capex) aufsummiert in ihren Jahresgeschäftsberichten.
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Das Niveau der Kapitaloffensive ist so hoch, dass Bloomberg Parallelen zu historischen Ereignissen wie dem Ausbau des US-Eisenbahnnetzes im 19. Jahrhundert oder den Hilfsprogrammen der New-Deal-Ära zieht. Das Wirtschaftsmagazin prognostiziert, dass die Konzerne in diesem Jahr allein so viel in KI investieren könnten wie in den letzten drei Jahren insgesamt – oder sogar noch mehr.
Auf Microsoft und Meta entfallen rund 105 Milliarden beziehungsweise 135 Milliarden US-Dollar, während Googles Muttergesellschaft Alphabet Investitionen in Höhe von bis zu 185 Milliarden US-Dollar plant. Rekordhalter ist Amazon mit angekündigten 200 Milliarden US-Dollar an prognostizierten Ausgaben. Bei den Zahlen handelt es sich um die jeweiligen Maximalangaben.
Zwischen Goldrausch und Börsenbeben
Angesichts der Investitionsspirale und der Sorge vor einer KI-Blase sind die Kurse der Techriesen eingesackt. Zusammengenommen ist ihr Börsenwert nach den Ankündigungen laut Bloomberg um 640 Milliarden US-Dollar gefallen. Eine Summe, die fast exakt den geplanten Aufwendungen entspricht.
Der Großteil dieser Mittel fließt in Rechenzentren, die KI-Dienste der nächsten Generation antreiben sollen. Hinter der Kapitaloffensive steht die Hoffnung, dass große Sprachmodelle künftig eine zentrale Rolle im Alltag und Berufsleben einnehmen werden. Die Nervosität an der Börse offenbart jedoch erhebliche Zweifel: Viele Beobachter sind skeptisch, ob und in welchem Zeitraum die immensen Investitionen der Konzerne rentable Realität werden.
Die gewaltigen Infrastrukturprojekte wirken sich derweil negativ auf andere Branchen aus: Da die Tech-Giganten essenzielle Hardware-Komponenten für ihre Rechenzentren aufkaufen oder lieber KI-Beschleuniger statt Grafikkarten produzieren, führt diese Entwicklung zu Engpässen, die sich in höheren Speicherpreisen und Produktverschiebungen von Unterhaltungselektronik niederschlagen.
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(tobe)
Künstliche Intelligenz
Antec Flux Pro Noctua Edition: Walnussholz trifft auf High-End-Lüfter
Das Antec-Gehäuse Flux Pro ist in einer Noctua Edition erschienen. Die beiden Partner stellen dabei das Noctua-typische Dunkelbraun in den Vordergrund: Der Deckel und das untere linke Seitenteil sind in diesem Farbton gehalten, ebenso die Gummidurchführungen für die Kabel. Den Frontrahmen aus Walnussholz übernimmt das Gehäuse von der normalen Version.
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Im Inneren sitzen insgesamt sechs High-End-Lüfter von Noctua: Drei NF-A14x25 G2 pusten in der Front Frischluft ins Gehäuse. Zwei NF-A12x25 G2 an der Netzteilblende unten blasen Luft nach oben. Ein einzelner NF-A14x25 G2 pustet die Abwärme nach draußen. Käufer können die Lüfter nach Belieben anordnen. Unter dem Deckel ist etwa Platz für drei 140- oder 120-mm-Lüfter vorhanden. Analog passen Radiatoren mit einer Länge von bis zu 420 mm.
Ein Noctua-Hub vom Typ NA-FH1 übernimmt die Steuerung der Lüfter per PWM-Signal. Nutzer müssen diesen Hub mit dem Mainboard verbinden statt alle Lüfter einzeln. Das Mainboard übernimmt dann die Ansteuerung der Lüfter. Zwei Anschlüsse für weitere Lüfter sind am Hub frei. Ein kleines Display an der Gehäuseseite zeigt CPU- und GPU-Temperaturen an, wenn Antecs Software installiert ist.

Noctua
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Identische Basis
Der restliche Aufbau bleibt unverändert. Die Front, der Deckel und das untere linke Seitenteil bestehen aus Mesh-Gittern, die einen gesunden Luftstrom ermöglichen sollen. Ein Seitenfenster über die gesamte Tiefe gibt den Blick auf die Hardware frei. Ein vertikaler Grafikkarteneinbau ist grundsätzlich möglich, allerdings ist das dafür notwendige Kit mit Riser-Kabel derzeit nicht in Deutschland erhältlich. Das Netzteil und die Kabel sind in einer getrennten Kammer unten versteckt.
Das Antec Flux Pro Noctua Edition (ab 399,90 €) ist bereits erhältlich. Es kostet mit 400 Euro mehr als doppelt so viel wie die normale Variante (ab 179,90 €). Noctuas Lüfter und der Lüfter-Hub würden im Einzelhandel rund 250 Euro kosten. Antec legt die Kosten für das Upgrade somit praktisch eins zu eins auf Käufer um.
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(mma)
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Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten
Bereits im Februar 2025 kam eine Liste unerwünschter Wörter aus der National Science Foundation ans Tageslicht. Die US-Behörde versuchte anhand dieser Begriffe anscheinend, Forschungsprojekte herauszufiltern, die im Sinne der Trump-Regierung in Zukunft keine Fördermittel erhalten sollten. Demnach konnte ein Projekt schon in Gefahr geraten, wenn die Forscher in der Projektbeschreibung oder in ihrem Förderantrag zum Beispiel von Hassrede (hate speech) oder Polarisierung (polarization) schrieben, von Vielfalt, Teilhabe und Inklusion (Diversity, Equity and Inclusion, DEI), von Klimawandel (climate change), von Transgender oder auch nur von Geschlecht (gender), von LGBTQ sowieso, von männlich dominiert (male dominated) oder selbst nur von weiblich (female) oder irgendetwas mit Frauen (women).
Gleichzeitig wurden ähnliche Listen kritischer Wörter bekannt, die Websites öffentlicher Stellen gefährden konnten, wenn sie dort Erwähnung fanden. Beispielsweise wurde von der Website der US-Streitkräfte ein historischer Verweis auf die Enola Gay entfernt. Es handelt sich dabei um das Flugzeug, mit dem die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde. Der Bomber war nach der Mutter des Piloten benannt worden, doch der Namensbestandteil Gay (zu Deutsch: schwul) könnte auf der Liste unerwünschter Wörter gestanden haben.
- US-Forschung leidet nicht nur unter ideologisch vergebenen Fördermitteln, sondern Studienergebnisse und Datensätze drohen auch von Servern zu verschwinden.
- Deutsche Institutionen kopieren in konzertierten Aktionen Datensätze von US-Kooperationspartnern.
- Aktivisten der Initiative Safeguarding Research & Culture koordinieren Privatleute, die gefährdete Datensätze von US-Webseiten spiegeln.
Nicht wenige Forscher sind nun besorgt, dass sich US-Universitäten und Forschungsinstitute genötigt sehen könnten, zahlreiche Forschungs-Paper und Studienergebnisse von ihren Servern zu löschen. Mehrere Institutsverbunde, aber auch Initiativen und private Aktivisten versuchen seitdem, gefährdete Forschungsdaten aus den USA zu retten und auf eigenen Servern und Festplatten zu sichern.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten“.
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Alphabet-Tochter Wing startet Lieferungen per Drohne im Großraum San Francisco
Die Alphabet-Tochter Wing plant, ihren Drohnenlieferdienst für Privathaushalte in den kommenden Monaten auf die San Francisco Bay Area auszuweiten. Das kündigte das Start-up am Montag an. Man habe eine Drohnentechnologie entwickelt, die kleine Pakete sicher direkt zu den Häusern in dicht besiedelten Wohngebieten fliegen kann, so das Unternehmen, und damit eine Lösung für ein Problem gefunden, vor dem alle Lieferdienste stehen. „Die traditionelle Zustellung auf der letzten Meile ist für kleine, dringende und lokale Bestellungen nach wie vor langsam, teuer und ineffizient.“
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Die leichten, hochautomatisierten Drohnen von Wing nutzen eine VTOL-Technik (Vertical Take-Off and Landing). Sie können also senkrecht starten und landen wie ein Helikopter; in der Luft gehen sie dann in einen energieeffizienten Gleitflug über, vergleichbar mit Kleinflugzeugen.
Pilotprojekt auf dem Google-Campus
Nach eigenen Angaben hat Wing seinen Drohnenlieferdienst in der Bay Area zunächst auf dem Google-Campus in Mountain View eingeführt. In einem Pilotversuch wurden dort beispielsweise Büromaterialen in Echtzeit an verschiedene Büros auf dem Campusgelände geliefert. Das positive Feedback habe Wing bestärkt, seinen Service auf weitere Stadtteile im Großraum San Francisco auszuweiten, erklärte das Unternehmen.
Der Großraum San Francisco hat dabei für Wing eine besondere Bedeutung, „da das Unternehmen 2012 über Googles ‚X‘, die Moonshot Factory, in der Bay Area gegründet wurde“. Moonshot Factory ist eine Forschungseinheit, die Alphabet-Start-ups wie das Robotertaxi-Unternehmen Waymo betreut und sie bei der Ausgründung in unabhängige Unternehmen unterstützt.
Hunderttausende Lieferungen
Wing liefert bereits in einigen der größten Metropolregionen der USA Lebensmittel und Haushaltswaren für Großkunden wie die US-Supermarktkette Walmart oder den On-Demand-Lieferservice DoorDash per Drohne aus, darunter in Houston, Atlanta und Dallas. Das Drohnen-Start-up hat demnach bereits über 750.000 Lieferungen zugestellt und beliefert mehr als zwei Millionen Kunden.
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Im Oktober 2024 startete Wing zudem ein Pilotprojekt in Dallas mit dem Roboterlieferunternehmen Serve Robotics, um den Lieferradius der Lieferroboter mithilfe von Drohnen zu erweitern. Dabei holen Roboter von Serve Robotics Essenslieferungen in Restaurants ab und übergeben sie an Wing-Drohnen zur Auslieferung aus der Luft.
(akn)
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