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LaCie 8big Pro5: Neuer RAID-Speicher mit Thunderbolt 5 und bis zu 256 TB

Unter der Markentochter LaCie bringt Seagate ein neues RAID-Speichersystem für professionelle Anwender auf den Markt. Das LaCie 8big Pro5 ist eine „Multi-Bay-RAID-Speicherlösung für Kreativprofis“, erklärt Seagate.
Dreimal Thunderbolt 5
Die „8“ im Produktnamen bedeutet 8 HDD-Einschübe, während die „5“ für Thunderbolt 5 steht; gleich dreifach ist die Universalschnittstelle auf der Rückseite des Gehäuses vertreten. Hinzu kommt ein USB-C-Port mit 20 Gbit/s, ein Kensington Lock und der Anschluss für das beiliegende Netzteil.
Von diesem müssen immerhin acht HDDs mit Strom versorgt werden. Außerdem liefert ein Thunderbolt-Port bis zu 140 Watt für ein Notebook, die anderen beiden liefern nur jeweils 30 Watt. Im RAID-0-Verbund sollen die HDDs eine kombinierte Leistung von bis zu 2.800 MB/s erreichen, im RAID 5 seien noch 2.500 MB/s möglich.
Leistungsangaben erklärt
Da die Redaktion in eigenen HDD-Tests nicht einmal die Marke von 300 MB/s erreicht hat und dies bei perfekter Skalierung von 8 HDDs im RAID 0 eben weniger als 2.400 MB/s wären, hat ComputerBase diesbezüglich noch einmal nachgehakt. Die Erklärung von Seagate: Die genannte Spitzenleistung werde kurzfristig unter optimalen Bedingungen mit großen sequenziellen Workloads bei hoher Warteschlangenlänge (Queue Depth) in synthetischen Benchmarks wie AJA, ATTO und Blackmagic erreicht.
Für sehr große und langwierige Transfers muss in der Praxis aber mit einer geringeren Dauerleistung gerechnet werden, die dann eher bei etwa 250 MB/s pro Laufwerk (2.000 MB/s im RAID 0) liege. Letztlich hängt der Durchsatz aber wie immer vom jeweiligen Workload und letztlich auch der Dateigröße ab. Bei vielen kleinen Dateien gehen HDDs wegen der im Vergleich zu SSDs viel höheren Zugriffszeiten ohnehin schnell in die Knie.
In den 8 Einschüben mit Hot-Swap-Tauglichkeit stecken HDDs der Serie IronWolf Pro. In der kleinsten Ausführung arbeiten 4-TB-HDDs für insgesamt 32 TB Speicherplatz, während in der größten Variante 8 × 32 TB für insgesamt 256 TB Speichervolumen stecken. Letzteres spricht für die Seagate IronWolf Pro mit 32 TB (Test), die auf HAMR-Technik setzt.
Konfiguriert werden kann der Speicher als Hardware-RAID 0/1/5/6/10/50/60 sowie als JBOD und Multi-RAID. Der LaCIe RAID Manager dient zur Einrichtung und Laufwerksüberwachung. Das 29,7 × 23,2 × 21,5 cm messende und mit Inhalt rund 14,3 kg schwere Aluminiumgehäuse besitzt einen Tragegriff. Zwei Monate Adobe Creative Cloud Pro sowie Zugang zu Seagates Rescue Data Recovery Service gibt es hier ebenfalls.
Ab sofort ist das LaCie 8big Pro5 zu folgenden UVP im Seagate-Store und bei autorisierten
Partnern erhältlich:
- 32 TB: 6.359,99 Euro
- 64 TB: 7.625,99 Euro
- 128 TB: 9.403,99 Euro
- 192 TB: 11.821,99 Euro
- 256 TB: 15.007,99 Euro
Die Redaktion hat Informationen in diesem Artikel von Seagate vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.
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Unautorisierter Zugriff: Discord-Gruppe verschaffte sich Zugang zu Claude Mythos
Eine Gruppe unautorisierter Nutzer hatte Zugang zu Anthropics Spitzenmodell Claude Mythos, berichtet Bloomberg. Vor allem für Anthropic ist der Vorfall heikel. Weil das Modell zu leistungsfähig sei beim Entdecken und Ausnutzen von Sicherheitslücken, wollte man es eigentlich nicht für die Allgemeinheit freigeben.
Verantwortlich für den Zugriff war dem Bloomberg-Bericht zufolge unter anderem eine Person, die bei einem Dienstleister von Anthropic tätig war. Er war in einem privaten Discord-Kanal aktiv, in dem sich Nutzer organisieren, die sich Zugang zu bis dato nicht veröffentlichten Modellen verschaffen wollen.
Laut einer Person, die mit den Vorgängen vertraut ist, wertete die Gruppe Informationen aus, die im Rahmen des Mecor-Datenlecks durchgesickert sind. Bei Anthropic konnte man so etwa erfahren, wie Modelle im Ökosystem abgelegt werden. Durch Erraten war es dann möglich, den Online-Standort von Claude Mythos Preview zu identifizieren. Nutzen ließ sich das Modell dann mit den Zugangsdaten, die die Person durch die Tätigkeit bei dem Anthropic-Dienstleister hatte.
Angreifer hatten scheinbar keine böswilligen Absichten
Mitglieder der Gruppe erklärten laut dem Bloomberg-Bericht, mit dem Zugang keinen Schaden anrichten zu wollen. Man habe vor allem spielerisches Interesse gehabt und das Modell etwa getestet, indem man simple Webseiten gebaut hat. Für die IT-Sicherheit relevante Abfragen wurden nicht gestartet, allein schon um von Anthropic nicht entdeckt zu werden.
Anthropic selbst erklärt in einer Stellungnahme, dass man den Bericht untersucht. Derzeit gebe es aber keine Hinweise, dass der Zugang zu Claude Mythos über diese Gruppe hinaus stattfand und weitere Systeme von Anthropic betroffen sind.
Die Gruppe selbst erklärte, noch Zugang zu weiteren Modellen zu haben, die Anthropic bislang nicht veröffentlicht hat.
Durch Mecor-Datenleck können noch weitere Sicherheitsvorfälle drohen
Entscheidend für den Zugang durch die Discord-Gruppe war also das Datenleck bei dem KI-Dienstleister Mercor. Das Unternehmen erstellt Trainingsdaten, die die Top-KI-Firmen wie OpenAI, Anthropic und Meta nutzen.
Zu dem Sicherheitsvorfall kam es laut einem Bericht von Wired, indem Angreifer die API des KI-Tools LiteLLM kompromittiert haben. LiteLLM standardisiert im Prinzip den Zugang zu mehr als 100 Modellen von diversen Anbietern. Man kann diese damit also ansprechen, ohne den Code umbauen zu müssen. Weil neben Mercor noch weitere LiteLLM-Firmen betroffen sind, könnte dieses Sicherheitsleck noch größere Kreise ziehen.
Zu den Daten, die die Angreifer bei Mercor erbeutet haben, zählen laut Wired eine über 200 GB Datenbank, fast 1 TB Quellcode sowie 3 TB an Videos und anderen Informationen.
Zweiter Sicherheitsvorfall bei Anthropic in kurzer Zeit
Es ist der zweite Sicherheitsvorfall bei Anthropic in kurzer Zeit. Ende März kam es direkt bei Anthropic zu einem Datenleck, durch das der Quellcode des KI-Agenten Claude Code publik wurde. Nun also der unautorisierte Zugriff auf die Preview-Version von Claude Mythos.
Brisant ist das für Anthropic, weil eigentlich nur eine ausgewählte Gruppe an Organisationen auf das Modell zugreifen soll. Zu den Partnern zählen Betreiber von IT-Infrastruktur wie Amazon, Google und Microsoft, hinzu kommen noch Open-Source-Anbieter wie die Linux Foundation. Diesen sollen frühzeitig die Gelegenheit haben, ihre Systeme abzusichern, bis Modelle wie Claude Mythos publik werden. Interessant ist aber: Die in den USA für IT-Sicherheit zuständige Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat bislang noch keinen Zugang zum Modell.
Erst am Dienstag meldete die Mozilla Foundation, dass es möglich war, mit Claude Mythos 271 Schwachstellen im Firefox-Browser zu beheben. Die Entwickler bei Mozilla erklärten aber auch, dass Anthropics Modell keine Wunderdinge leistet. Wie viel Hype und Marketing hinter Anthropics Entscheidung stecken, das Modell zurückzuhalten, ist ohnehin strittig.
Eine ausführliche Bewertung von Claude Mythos erscheint auf ComputerBase am Samstag. IT-Sicherheitsexperten Manuel „HonkHase“ Atug erklärt in einem Interview, welche Auswirkungen die modernen KI-Modelle auf die IT-Sicherheitslandschaft haben.
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Corsair Frame Zubehör im Test
Corsairs modulare Gehäuseserie „Frame“ umfasst inzwischen zahlreiche Modelle: Frame 4000D, 4000X, 4500X, 5000D – und Air 5400. Das von Beginn an angekündigte Zubehör ließ bisher aber auf sich warten. Jetzt ist es endlich so weit. Ein Blick auf die Individualisierungsmöglichkeiten, die sich dadurch vor und nach dem Kauf ergeben.
Corsairs Frame-Serie im Überblick
Ihre Premiere feierte Corsairs Frame-Serie auf der CES 2025. Das erste Modell war das Corsair Frame 4000D (Test). Zwei wesentliche Neuerungen sollten diese Serie auszeichnen:
- Die Lüfterschienen namens „Infinirail“ in der Front und im Deckel. Während herkömmliche Lüfteraufnahmen, die für verschiedene Lüfter-Rahmenbreiten ausgelegt sind, bei größeren Lüftern deren Querschnitt mit den Halteschienen für kleinere Überdecken, ist das mit Infinirail in der Frame-Serie nicht der Fall: Die Bohrungen für die Lüfter sind auf Schienen angebracht, deren Abstand zueinander verstellt werden kann. Während am Deckel nur eine Schiene verstellt werden muss, sind es in der Front zwei. Die Umsetzung der „Infinirail“ ist in der Praxis sehr gut gelungen.
Corsair Frame 5000D im Test: Variable Lüfterschienen „Infinirail“ - Die modulare Bauweise der Frame-Gehäuse: Zahlreiche Bauteile können ersetzt und gegen andere Konfigurationen getauscht werden. Soweit die Theorie, die Corsair bei allen weiteren Vorstellungen der Serie auch mit Teaser-Bildern und Prototypen untermauerte, doch mangelte es bis dato an der Verfügbarkeit jener Bauteile. Einzig das Display Corsair Xeneon Edge (Test), das mittels Bracket an die Gehäuse angebracht werden kann, schaffte es bisher in die Läden.
Das ändert sich jetzt, wobei zum Start die 4000er-Serie bedacht wird, für das 5000D (und etwaige weitere Vertreter der 5000er Serie) dauert es noch etwas. Obwohl kein „echtes Frame“, können einige Zubehörteile auch mit dem Corsair Air 5400 (Test) kombiniert werden.
Das neue Frame-Zubehör im Überblick
Den Auftakt macht die Zubehörpalette zur Frame-4000-Serie. Insgesamt können 18 Bauteile nachgeordert werden, die teils modellübergreifend neben dem Frame 4000D und 4000X auch für die Gehäuse Frame 4500X und Air 5400 (Test) verwendet werden können.
Dieses Zubehör gibt es
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick. Alle Bauteile sind ab sofort in einer weißen und schwarzen, bei den Holzteilen jeweils in einer hellen (Eiche) oder dunklen (Walnuss) Holzart im Hersteller-Shop verfügbar*.
Der neue Frame Configurator
Neben dem Einzelkauf der Zubehörteile bietet Corsair auch einen Frame-Konfigurator* an, mit dem das Frame 4000D schon vor dem Kauf nach den eigenen Wünschen individualisiert werden kann.
Der Konfigurator erleichtert das Zusammenstellen ungemein und zeigt das Gehäuse aus mehreren Blickwinkeln. Etwas verwunderlich ist jedoch, dass manche Bauteile, die im Zubehör-Shop einzeln als „lagernd“ gelistet sind, im Konfigurator nicht zur Verfügung stehen. Und einige Bauteile, die ausgewählt werden können, sind nicht lagerbar, weswegen die Bestellung am Ende nicht abgegeben werden kann.
Das neue Frame-Zubehör im Praxistest
Um die verschiedenen Zubehörteile der Frame-Serie zu erproben, stand ComputerBase ein Corsair Frame 4000D Wood zur Verfügung, das gegenüber dem herkömmlichen Frame 4000D direkt ab Werk mit Holzpaneelfront, vollflächigem Glasseitenteil und einer kurzen PSU-Shroud daherkommt.
Das seitens Corsair bereitgestellte Zubehörpaket umfasst mit Ausnahme der „einfachen“ Glasfront und der langen Netzteilabdeckung alle Bauteile der Serie.
Schicke Holz-Front-Optik
Front- und Seitenelemente lassen sich ohne Werkzeug wechseln, sodass selbst ungeübte Nutzer die Montage meistern können.
Die Gehäusefronten erweisen sich im Test alle als passgenau und sehr gut verarbeitet. Vor allem die vollhölzerne Elitefront ist eine gelungene Abwechslung zu Alternativen am Markt. Die einzelnen Holzpaneele sind gewellt. Nebeneinander ergibt die Wellenoptik zugleich ein zentrales Kreismuster.
I/O-Panel mit dreimal USB-C
Beim Wechsel des I/O-Panels muss hingegen ein wenig getüftelt werden. Um das Panel zu wechseln, müssen zwei Schrauben am Gehäuseboden gelöst und der nach innen geführte Kabelstrang entnommen werden. Während das herkömmliche Panel mit zwei USB-A- und nur einem USB-C-Anschlüssen ausgestattet ist, kommt das Elite-Panel mit drei USB-C-Anschlüssen, von denen einer auch eine Übertragungsrate von 20 Gbit/s unterstützt, daher. Zudem sitzt hinter dem Power-Button ein wechselbarer MX-Taster (Green).
Verschiedene Gehäuse-Seiten
Bei den Seitenelementen stehen insgesamt fünf Optionen zur Wahl. Das ab Werk verbaute, zweigeteilte Glas-Lochgitterelement des normalen Frame 4000D kann gegen vollflächiges Glas, ein Display- oder Lüfter-Bracket oder eine geschlossene Seitenwand getauscht werden. Obacht gilt jedoch bei der Verwendung der kompakten Netzteilblende in Verbindung mit dem seitlichen „Air Intake Kit“: Die Lüfteraufnahmen stoßen an den Blendenrahmen an, sodass sich die Seitenwand nicht schließen lässt.
Ein Highlight: der Elite-Mainboard-Tray
Sind wechselbare Front- und Seitenelemente längst kein Novum, liefert Corsair genau das mit wechselbaren Mainboard-Trays. Die drei Trägerbleche lassen sich einfach montieren und vor allem das Elite-Tray entpuppt sich als kleiner Star der Zubehörpalette.
Das mit rund 80 Euro teuerste Bauteil der Zubehörserie überzeugt mit einer äußerst massiven Bauweise und ist aus einem rund drei Millimeter starken Aluminiumblock gefräst. Ergänzt wird die Optik von polierten Metallelementen und einem zentral platzierten Logo. Bei der Verwendung muss dem Nutzer jedoch bewusst sein, dass sämtliche Zierelemente in Richtung rechte Gehäusewand zeigen und direkt einsehbar sind. Zudem muss auf die Festplatten-Brackets verzichtet werden.
Der zweite optionale Mainboard-Träger kommt wiederum mit RapidRoute 2.0 daher, das bereits beim Frame 5000D verwendet wird. Der Mainboard-Träger besteht dabei aus einer Lochplatte, in der die beigelegten Kabelführungen frei gesteckt angeordnet werden können. Die Trägerplatten können zudem in der Breite verstellt werden. Die Umsetzung begeisterte im Test des Gehäuses.
Fazit
Über ein Jahr hat es gedauert, bis eines der Hauptmerkmale der Frame-Serie nachgeliefert wurde: modulares Zubehör. Was lange währt, wird dafür auch gut? Ja, bis auf einen Aspekt trifft das zu.
Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass Corsair beinahe jedes Bauteil separat anbietet. Allein mit dem Blick auf etwaige Defekte kann der Nutzer ohne Umstände Ersatz ordern. Selbiges gilt auch mit Blick auf die Individualisierungsmöglichkeiten.
Nutzer müssen nicht mehr auf improvisierte Lösungen, sei es selbstgebastelt oder via eBay oder Etsy, zurückgreifen um ihrem Gehäuse mit einfachen Mitteln eine neue Optik zu spendieren. Das Konzept hat großes Potenzial: Für viele muss es nicht immer in Gänze ein neues Gehäuse sein, eine neue Front oder ein anderes Zubehörteil können für einen Tapetenwechsel ausreichend sein.
Sowohl die Qualität als auch die Umsetzung sind Corsair dem Testkit zufolge sehr gut gelungen, sodass auch ungeübte PC-Schrauber sämtliche Wechsel ohne Anleitung bewerkstelligt kriegen.
Selbst die ausgerufenen Preisempfehlungen bewegen sich mit Ausnahme des Elite-Mainboard-Trays weitestgehend im Rahmen.
Einziger Knackpunkt ist jedoch nach wie vor die Verfügbarkeit. Nicht nur, dass sich diese zwischen Konfigurator und Einzelverkauf unterscheidet, alle Komponenten gibt es auch zwei Wochen nach dem offiziellen Start der Plattform nicht. Hier muss Corsair schnellstmöglich nachbessern.
ComputerBase wurde das Frame 4000D Wood mitsamt des Frame-Zubehörs leihweise unter NDA von Corsair zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Seagate FireCuda X Vault & One Touch: Externe 3,5″-Festplatten brauchen kein Netzteil mehr
Bisher war für externe Festplatten des Kalibers 3,5″ stets ein Netzteil erforderlich. Bei den neuen externen HDDs von Seagate ist das anders: Diese beziehen ihren Strom allein vom USB-C-Anschluss. Die FireCuda X Vault ist mit RGB für Spieler konzipiert, die One Touch für andere private Daten gedacht.
FireCuda X Vault
In den Bereich der „Gaming“-Festplatten fällt die FireCuda X Vault, die sich laut Seagate an Spieler und Streamer richtet. Im Grunde handelt es sich um eine ganz normale externe Festplatte. In diesem Fall ist eine 3,5″-HDD in einem Gehäuse verbaut, das via USB an Computer oder Spielkonsole angeschlossen wird. Speicherkapazitäten von 8 TB oder 20 TB stehen zur Wahl.
Eine echte Neuerung ist der Umstand, dass die Stromversorgung der 3,5″-Festplatte gänzlich über den USB-C-Anschluss erfolgt. Das war zuvor nur bei kompakteren 2,5″-Modellen der Fall, während die großen Laufwerke zusätzlich ein Netzteil benötigten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der USB-C-Port am Host-System mindestens 15 Watt bereitstellen kann. Zum Anschluss liegt ein 50 cm langes USB-C-Kabel bei.
Mit einem markant gestalteten Gehäuse samt RGB-Beleuchtung, die sich per Software steuern lässt, kommt der „Gaming“-Charakter zum Vorschein. Über das Seagate Toolkit können Farben und Effekte der RGB-Beleuchtung individuell angepasst werden. Es ist auch möglich, Windows Dynamic Lighting (WDL) für den Datenträger zu aktivieren. Über dieselbe Software lassen sich noch diverse weitere Funktionen nutzen:
- Inkrementelle Backups
- Geplante Backups oder „Backup Now“
- Mirroring (Real Time Sync) aktiver Ordner
- Seagate Secure (Passwortschutz)
- Vereinfachter Import von Fotos und Videos via USB oder Speicherkarte
- RGB-Einstellungen
Die FireCuda X Vault misst 19,8 × 13,2 × 5,3 cm und bringt 1,29 kg auf die Waage. Zur verbauten HDD liegen keine näheren Informationen vor. Auch zu den möglichen Transferraten macht Seagate keine Angaben.
Die externe Festplatte ist für Xbox auf dem PC zertifiziert. Beim Kauf gibt es einen Monat Zugang zum Xbox Ultimate Game Pass für PC sowie zwei Monate Adobe Creative Cloud Pro dazu. Zudem gibt es für den Fall der Fälle Zugang zu Seagates Rescue Data Recovery Service.
Die FireCuda X Vault soll ab sofort im Seagate-Store und bei autorisierten
Partnern erhältlich sein. Die UVP lauten wie folgt:
- 8 TB: 333,99 Euro
- 20 TB: 575,99 Euro
One Touch
Praktisch der schlichte Bruder für den privaten Einsatz abseits von Spielen ist die Seagate One Touch. Auch hierbei handelt es sich um eine externe 3,5″-Festplatte mit Stromversorgung via USB-C ohne ein sonst nötiges Netzteil. Die Speicherkapazitäten reichen von 8 TB bis 24 TB. Hier gilt ebenso, dass der USB-C-Anschluss mindestens 15 Watt bereitstellen muss. Das Seagate Toolkit ergänzt auch dieses Produkt mit diversen Funktionen für Backups, Synchronisierung und Sicherheit, allerdings entfallen hier die RGB-Optionen, denn eine Beleuchtung gibt es nicht.
Die Einrichtung wie auch die Dateiübertragung soll dank „Drag-and-Drop“ einfach sein. Ab Werk ist das Laufwerk zu Windows und Mac kompatibel. Beim Kauf gibt es keinen Game-Pass-Zugang, dafür aber ebenso zwei Monate Adobe Creative Cloud Pro sowie Zugang zu Seagates Rescue Data Recovery Service.
Mit 18,7 × 13,2 × 4,0 cm ist die Seagate One Touch etwas kompakter als der Gaming-Ableger und mit 1,124 kg auch leichter.
Zu den nachfolgend aufgelisteten UVP ist die Seagate One Touch im Seagate-Store und bei autorisierten Partnern ab sofort erhältlich:
- 8 TB: 249,99 Euro
- 16 TB: 464,99 Euro
- 20 TB: 619,99 Euro
- 24 TB: 679,99 Euro
Die Redaktion hat Informationen in diesem Artikel von Seagate vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.
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