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Mehr Speicher von Micron: Übernahme der PSMC-Fab komplett, Verdoppelung geplant

Micron hat die Übernahme der Chipfabrik von PSMC wie geplant abgeschlossen. Nun beginnt direkt die Ausrüstung, um möglichst schnell Nutzen aus der Übernahme ziehen zu können. Am Standort soll zudem ein zweites Werk entstehen; oft machen Synergien aus mehreren Module die Produktion viel wirtschaftlicher.
Auch mit hohem Tempo wird es dauern
Ein Halbleiterfabrik mit einem bestehenden großen Reinraum zu übernehmen, heißt jedoch nicht, dass binnen weniger Wochen Chips produziert werden können. Micron erklärt, dass die Um- und dabei vollzogene Aufrüstung viel Zeit in Anspruch nehmen wird und erst ab dem Fiskaljahr 2028 Produkte aus dem Bereich leading-edge DRAM inklusive HBM erwartet werden. Zur zeitlichen Einordnung: Micron wird am 18. März die Zahlen für das zweite Quartal des Fiskaljahr 2026 bekanntgeben, dementsprechend sind Produkte aus der neuen Anlage frühestens in eineinhalb Jahre zu erwarten.
Neubau startet schon im August
Im Fiskaljahr 2026, das im August dieses Jahres endet, will Micron auch schon den Startschuss für die Erweiterung legen. Diese soll einen Reinraum bieten, der zusätzliche 270.000 Quadratfuß groß ist (25.083 m²). Der in der ersten Fabrik übernommene Reinraum bringt es bereits auf die Fläche von 300.000 Quadratfuß (27.870 m²). Zusammen stehen dann also für die moderne Speicherfertigung über 50.000 Quadratmeter Reinraumfläche zusätzlich in Taiwan zur Verfügung.
Bisherige Schätzungen gingen von 40.000 bis 50.000 Wafer im Monat für eine Anlage am Standort aus, zusammen könnte die Fabrik in der finalen Ausbaustufe möglicherweise also bis zu 100.000 Wafer im Monat mit Speicherchips belichten.
Für PSMC ist die Übernahme der Fabrik durch Micron ein Geldsegen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar, aber auch der notwendige Anschub um konkurrenzfähig zu bleiben. Denn so richtig Anschluss an die größeren Chiphersteller hatte PSMC zuletzt nicht geschafft, nun eröffnet sich jedoch dafür die Chance.
Denn PSMC wird die Ausrüstung aus der Fabrik P5 mitnehmen und die Fabrik P3, ebenfalls in Taiwan, aufrüsten und weiter ausbauen. In dieser Fabrik soll zusammen mit Micron dann DRAM vorangebracht werden. Für PSMC heißt dies auch erstmals, mehr in das Thema Packaging zu investieren. Die Anlage soll einen technischen Stand erreichen, um auch Microns Chips dort zu Ende packen zu können.
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Elon Musk vs. OpenAI: Musk kämpft in den ersten Prozesstagen mit seiner Version der Geschichte
Elon Musk hat im Prozess gegen OpenAI ausgesagt. Seine Version der Geschichte ist weiterhin, dass Sam Altman und Greg Brockman eine gemeinnützige Organisation gestohlen hätten. Bei der Befragung musste er allerdings einräumen, während seiner Zeit bei OpenAI selbst Pläne für ein gewinnorientiertes Unternehmen gehabt zu haben.
Teile der Klagepunkte hatte die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers bereits vor dem Start des Prozesses zurückgewiesen. So sind etwa die Betrugsvorwürfe gegen OpenAI vom Tisch, ursprünglich wollte Musk bis zu 150 Milliarden US-Dollar Schadensersatz. In dem Verfahren geht es nun um die Verletzung von gemeinnützigen Treuhandpflichten sowie einer ungerechtfertigten Bereicherung.
Von Betrug und Eitelkeiten
Musk beschuldigt OpenAI und Microsoft, eine gemeinwohlorientierte Organisation in ein Profit-Unternehmen verwandelt zu haben. Den Vorwurf wiederholte er auch im Gericht, dort schilderte er am Dienstag und Mittwoch seine Sichtweise. „Die Klage ist sehr einfach: Es ist nicht in Ordnung, eine Wohltätigkeitsorganisation zu stehlen“, sagte er im Gerichtssaal. Er wollte ein Gegengewicht und einen Gegenentwurf zu Google aufbauen. Die Tochter DeepMind hatte rund um das Jahr 2015 eine Vormachtstellung im KI-Sektor.
Laut seiner Aussage habe Musk bei der Gründung von OpenAI im Jahr 2015 den Namen beigetragen, zentrale Personen angeworben und die erste Finanzierung gestellt. 2018 verließ er das Unternehmen dann.
Das KI-Startup wandelte sich in der Folge zu einer Capped-Profit-Struktur, die den Einstieg von Investoren ermöglichte. Microsoft war ab 2019 der Premiumpartner, der Konzern hatte anfangs 1 Milliarde US-Dollar investiert. Diesen Schritt wertet Musk heute als Verrat an den ursprünglichen Idealen.
OpenAI macht hingegen Musks Anspruch auf volle Kontrolle für den Bruch im Jahr 2018 verantwortlich. Er wollte demnach ebenfalls den Wandel zu einem gewinnorientierten Unternehmen und verlangte den CEO-Posten. Vor Gericht erklärte OpenAIs federführender Anwalt William Savitt, Musk habe nach 2018 kein Interesse mehr an dem Unternehmen gezeigt. Das änderte sich erst mit der Veröffentlichung von ChatGPT und dem Start des KI-Hypes im November 2022. Nun gehe es ihm darum, einen Konkurrenten für sein 2023 gegründetes KI-Unternehmen xAI zu schädigen. „Wir sind hier, weil Musk bei OpenAI nicht seinen Willen durchsetzen konnte“, sagte Savitt laut dem Bericht der New York Times.
Musks Auftritt laut Prozessbeobachtern wenig souverän
Dass Musk OpenAIs Unternehmensform umwandeln wollte, legen interne Mails nah, das musste er ßauch bei der Anhörung einräumen. Seiner Aussage nach wollte er aber nur, dass ein kleinerer Teil der Firma gewinnorientiert arbeitet. Diese wäre in Ordnung gewesen, solange der „Schwanz nicht mit dem Hund wedeln“ würde. Weil die anderen Gründer zu viel Anteile an dieser gewinnorientierten Abteilung verlangt hätten, habe er OpenAI seiner Aussage nach damals verlassen.
Wie The Verge berichtet, machte Musk bei dem Prozess keine gute Figur. Teils verweigerte er Antworten auf Ja- und Nein-Fragen, teils äußerte er sich widersprüchlich. The-Verge-Autorin Elizabeth Lopatto beschreibt eine langwierige und nervenzerrende Befragung. Entsprechend wertet sie auch den Eindruck, den er bei der Jury hinterlassen hat.
Weitere prominente Personen im Zeugenstand erwartet
Das Verfahren wird mehrere Wochen laufen. Als Nächstes werden Musks enger Berater Jared Birchall, OpenAI-Präsident und -Gründer Greg Brockman und der KI-Sicherheitsexperte Stuart Russell im Zeugenstand erwartet.
Speziell die Aussage von Brockman dürfte interessant werden. Von den über 1000 Seiten interner Dokumente, die bei dem Fall ausgewertet werden, könnten am Ende nur einige wenige ausschlaggebend sein, heißt es in einem Bericht von Reuters. Die Nachrichtenagentur zitiert eine Mail von Brockman aus dem Jahr 2017. In diesem Schreiben schildert er die internen Konflikte, mögliche Optionen und spricht von der einzigen Chance, die man habe, um „Elon loszuwerden“. Diese internen Auseinandersetzungen dürften in dem Verfahren also noch detailliert beschrieben werden.
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Cities: Skylines II: Spring-Cleaning-Patch mit Benchmark-Tool & Optimierungen
Cities: Skylines II (Test) hat seit dem Launch vor rund zweieinhalb Jahren mit vielen Problemen zu kämpfen. Das Entwicklerstudio Colossal Order hat die Fehler nicht abstellen können, entsprechend hat mit Iceflake ein anderer Entwickler übernommen. Seither hat es mehrere Updates gegeben – und nun folgt das nächste.
Ein integrierter Benchmark als erster Schritt
Eine der größten Probleme von Cities: Skylines II ist die Performance, die vor allem in größeren Städten einbricht. Iceflake hat bereits vor einigen Wochen bestätigt, dass daran gearbeitet wird. Der neue „Spring Cleaning“ genannte Patch mit der Versionsnummer 1.5.7f1 hat daran bislang jedoch nichts geändert. Aktuell bestehen „Leistungsoptimierungen“ schlicht daraus, die Grafikoptionen herunterzudrehen. Richtige Performanceoptimierungen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Nun gibt es einen ersten Schritt in diese Richtung: So haben die Entwickler einen integrierten Benchmark in das Spiel eingebaut, der sowohl für Spieler als auch für Entwickler hilfreich sein soll. Damit sollen die Entwickler lernen können, in welchen Spielgebieten es Leistungsprobleme gibt, während die Spieler nicht nur ihre eigenen Systeme testen, sondern darüber hinaus die Performance der aktuellen und zukünftigen Spielversionen miteinander vergleichen können.
Die Flyby-Sequenz dauert rund eine Minute
Der Benchmark findet sich im Optionsmenü unter dem offensichtlichen Punkt „Benchmark“. Auf dieser Seite muss dann auf „Benchmark ausführen“ geklickt werden, worauf eine Flyby-Sequenz startet, die eine Spielstadt teils aus kurzer, teils aus großer Kameraentfernung zeigt. Nach etwa einer Minute öffnet sich der Ergebnisbildschirm, der unter anderem die AVG-FPS anzeigt. Die genaue Sequenz des Benchmarks ist im Video zu sehen.
Darüber hinaus fügt das „Spring Cleaning“-Update neue Features hinzu und behebt Bugs. So lassen sich nun Gebäude als „historische Gebäude“ kennzeichnen, die daraufhin nicht mehr aufsteigen und genauso wenig verlassen werden können. Stadtbewohner sollen nun nicht mehr mittels Taxi in die Stadt ziehen beziehungsweise diese verlassen, um den massiven „Einzugsverkehr“ zu reduzieren. Zudem wurde das Schulwesen überarbeitet, sodass nun nicht mehr nur die Grundschule stark frequentiert wird, sondern auch die weiterführende High School.
Die genauen Änderungen des Updates 1.5.7f1 zu Cities: Skylines II lassen sich in den offiziellen Patch Notes der Entwickler nachlesen.
Update
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Global Rescue im Early Access: Notrufsimulation nutzt Karten aus der echten Welt
Das dreiköpfige Entwicklerteam des „City Bus Managers“ aus Deutschland entlässt ihren neuen Titel in die Early-Access-Phase. Das besondere daran: Spieler können die Map durch Eingabe einer Postleitzahl erstellen lassen – und so auch „bei sich Zuhause“ die Verantwortung über Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und SWAT übernehmen.
Neue Notrufsimulation von den Machern von „City Bus Manager“
Das dreiköpfige Entwicklerteam PeDePe GbR aus Deutschland hat sein jüngstes Werk veröffentlicht. Am 27. April startete Global Rescue
in den Early Access auf Steam. Im Spiel können Interessierte die Kontrolle über Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte übernehmen, Einsatzbasen bauen und die Hilfskräfte koordinieren – so weit, so normal. Der Clou ist die Spielumgebung: Auf Basis von Kartendaten erstellt das Spiel jeden beliebigen Ort auf dem Planeten als spielbare Map, inklusive Bahnhöfen, Bushaltestellen, Geschäften und weiteren bekannten Punkten der Umgebung.
„Zuhause“ spielen – oder überall auf der Welt
Einmal die Leitstelle im Heimatort übernehmen: Mittels prozedural generierten Maps, die auf Basis echter Kartendaten aus OpenStreetMaps und zum Beispiel Overture generiert werden, können Spieler mittels Eingabe der Postleitzahl diesen Kindheitstraum zumindest virtuell und in bekannter „Tycoon-Manier“ verwirklichen. Dabei wurden laut den Entwicklern auch die verschiedenen Verkehrssysteme der einzelnen Länder bedacht. Hierfür werden die Kartendaten auf dem Server des Entwicklers repliziert und in „Tiles“ aufgeteilt, welche dann wiederum beim Spielstart auf den Rechner des Spielers heruntergeladen werden. Updates an den zugrundeliegenden Kartendaten landen so dann auch im Spiel selbst. Dort werden Texturen, Assets und befahrbare Straßen platziert. Auf Basis der Kartendaten und deren Metainformationen (Art des Gebäudes, Straßentyp) werden die Missionen zusammengestellt, sodass auch der lokale Dönerladen eben dieser ist und sich auch in den Missionen wiederfindet.
Handgemachte Assets und Texturen, Funk mittels KI-Sprachmodell
Für die Implementierung von Funksprüchen nutzen die Entwickler KI-Sprachmodelle, um beispielsweise die sich auf der Map befindenden Points-of-Interest, Geschäftsnamen und benutzerdefinierte Fahrzeugnamen passend in die Funksprüche integrieren zu können. Die 3D-Modelle, Texturen und Charaktere hingegen sind alle von Hand erstellt.
Das Spiel bietet außerdem Mod-Support über den Steam Workshop sowie die Möglichkeit, Spieler eigene Missionen erstellen zu lassen.
Kostenlose Demo und Feedback
Das Spiel steht zu Beginn der Early-Access-Phase für 19,99 Euro auf Steam zum Download bereit. Außerdem gibt es eine kostenlose Demo, die das Testen in zwei vorgegebenen Städten bei rund 2 Stunden Spielzeit ermöglicht.
Zum aktuellen Zeitpunkt steht die Steam-Bewertung bei „sehr positiv“ (86%) mit rund 430 Bewertungen. Feedback kann über die Steam-Seite des Spiels, den Discord Server oder die Website des Entwicklers abgegeben werden.
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