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Sony WF-1000XM6 im Test – ComputerBase


Im Test überzeugen die Sony WF-1000XM6 mit dem besten ANC auf dem Markt und können auch klanglich im Vergleich zum Vorgänger noch einmal zulegen. Das neue Ladecase und das neue Design der Ohrhörer wird hingegen nicht jeden überzeugen.

Die WF-1000XM6 sind Sonys neue Flaggschiff-In-Ear-Kopfhörer, die die 2023 erschienenen WF-1000XM5 (Test) beerben. Mit neuem Prozessor, mehr Mikrofonen und neuem Design verspricht der Hersteller den Klang, das Noise Cancelling und die Sprachqualität abermals verbessert zu haben. Extrem viele Funktionen und Extras bietet auch das neue Modell. Auch die Sony WF-1000XM6 sichern sich deshalb erneut eine Spitzenbewertung im Test.

In Schwarz und Platin-Silber sind die Sony WF-1000XM6 inzwischen im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 299 Euro. Der Handel unterbietet diese UVP bisher nur vereinzelt, derzeit startet der günstigste Preis ab 288 Euro.

Lieferumfang der WF-1000XM6
Lieferumfang der WF-1000XM6

Die Neuerungen des Sony WF-1000XM6

Nach dem umfangreichen Test des Vorgängers wird in diesem Test abseits der Messungen und des subjektiven Eindrucks vor allem auf die Unterschiede des neuen Modells zu diesem eingegangen.

Neuer Prozessor und mehr Mikrofone für besseres ANC

Ein wichtiger Aspekt des WF-1000XM6, der viele der Änderungen und Verbesserungen ermöglicht, ist der neue QN3e-Prozessor, der auf den QN2e in den XM5 folgt und deutlich mehr Rechenleistung bieten soll. Er wird mit dem V2-Prozessor für die Signalverarbeitung und nunmehr acht statt bisher sechs Mikrofonen in den Ohrhörern kombiniert. Bei den WF-1000XM6 sind nun nämlich je Ohrhörer zwei Mikrofone nach außen und zwei nach innen gerichtet, was die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verbessern soll. Für das Noise Cancelling hat Sony auch einen neuen Algorithmus entwickelt, der die Ohrform und Umgebung besser berücksichtigen soll. Auch der Transparenzmodus (Ambient Sound) soll von diesen Neuerungen profitieren und passt die Lautstärke der Umgebung nun adaptiv der Umgebung an. In lauten Umgebungen sollen störende Hintergrundgeräusche so weiter herausgefiltert werden, während Ansagen und Gespräche klarer hervortreten sollen.

Vergleich der WF-1000XM6, WF-1000XM5 und WF-1000XM4
Treiberausgang der WF-1000XM6
Treiberausgang der WF-1000XM6

Neuer Treiber für besseren Klang

Für einen besseren Klang setzt Sony neben dem neuen QN3e mit besserer Signal-to-Noise-Ratio und der 32-Bit-Verarbeitung des V2 anstelle der 24 Bit beim Vorgänger auch auf einen neu entwickelten Audio-Treiber in den Ohrhörern. Dieser misst 8,4 mm im Durchmesser. Auch auf LDAC und LE Audio mit LC3 als Alternative zum klassischen Bluetooth muss in den WF-1000XM6 für Hi-Res Audio nicht verzichtet werden, sofern man kein iPhone nutzt. Wenn in der Sound-Connect-App die Funktion „Priorität auf Klangqualität“ aktiviert wird, wird der je nach Gerät bestmögliche Codec genutzt. „Priorität auf stabile Verbindung“ aktiviert hingegen SBC/AAC statt LDAC zwingend auch unter Android. Den Frequenzgang gibt Sony mit 20-20.000 Hz bei SBC/AAC und 20-40.000 Hz bei LDAC an.

LE Audio unter Android

Für die Funkverbindung nutzt Sony wieder Bluetooth 5.3, wobei eine vergrößerte Antenne in den Ohrhörern den Empfang verbessern soll. Die WF-1000XM6 unterstützen zudem Bluetooth Multipoint, um mit zwei Endgeräten gleichzeitig verbunden sein zu können, was einen nahtlosen Wechsel zwischen diesen ermöglicht. Auch Auracast wird unterstützt, was sich derzeit aber nur unter Android nutzen lässt, da man verfügbare Streams über das Smartphone suchen muss und diese nicht von den WF-1000XM6 direkt erkannt werden.

Equalizer zum Anpassen des Klangs der WF-1000XM6

Wer selbst Hand an den Klang anlegen möchte, dem steht ein 10-Band-Equalizer zur Verfügung. Und minderwertige Audioquellen lassen sich wieder mit DSEE Extreme um zusätzliche Informationen anreichern. Ob dies einen Unterschied macht, der über einen Equalizer hinausgeht, wird jeder anders empfinden und hängt auch stark von der Qualität des Ausgangsmaterials ab. Im Alltag benötigt man die Information heutzutage aber nicht.

Die WF-1000XM6 sind ausladender im Design
Die WF-1000XM6 sind ausladender im Design
Sony WF-1000XM6 mit dünnen Memory-Foam-Aufsätzen
Sony WF-1000XM6 mit dünnen Memory-Foam-Aufsätzen

Zum ersten Mal verfügt zudem ein Modell der WF-1000X-Serie auch über einen Gaming-Equalizer für Spieler. Nicht gänzlich neu, aber auch bei den WF-1000XM6 vertreten, ist der Background-Music-Effekt, mit dem man Musik so wiedergeben kann, als würde sie leise im Hintergrund wiedergegeben. Ein nettes Extra, das sich je nach Situation anbietet, wenn man eben nicht bewusst Musik hören, sondern sich nur etwas berieseln lassen möchte. Auch Spatial Audio alias 360 Reality Audio mit Head-Tracking fehlt dem neuen Modell wie dem Vorgänger nicht. Auf Wunsch wird der Klang also nicht nur räumlicher, sondern passt sich auch entsprechend der Kopfbewegungen des Trägers an. Änderungen an der funktionierenden Umsetzung gibt es dabei jedoch nicht.

AI-Beamforming für bessere Telefonie

Für eine bessere Sprachqualität bei der Telefonie setzt Sony nicht nur auf mehr Mikrofone, sondern auch auf AI Beamforming Noise Reduction, das zwischen Stimme und Umgebungsgeräuschen unterscheiden kann. Dabei unterstützt auch ein Knochenschallsensor in den Ohrhörern, der auch zwischen eigener und fremder Stimmen zu unterscheiden hilft. Windgeräusche sollen sich durch das Mesh über die äußeren Mikrofone möglichst wenig übertragen.

Sony WF-1000XM6
Sony WF-1000XM6

Darüber hinaus kann man während eines Telefonats die Mikrofone auch jederzeit über ein doppeltes Antippen der Ohrhörer deaktivieren, etwa um einen Gruppenanruf in lauter Umgebung nicht fortwährend zu stören.

Kleineres Design für bessere Passform

Auch das Design der WF-1000XM6 hat Sony im Vergleich zu den WF-1000XM5 noch einmal deutlich überarbeitet. Die neuen In-Ear-Kopfhörer sind 11 Prozent schmaler als der Vorgänger, so dass sie besser in die Ohren passen. Allerdings ragen sie dafür auch weiter heraus, tragen also optisch mehr auf als der Vorgänger. Sony liefert Ohrstöpsel in vier Größen mit, wobei es sich erneut um dünne Memory-Foam-Aufsätze handelt. Auf diese Weise versucht Sony erneut die Vorzüge der Memory-Foam-Aufsätze mit weniger drückenden Silikonaufsätzen zu vereinen. Wie viel Druck sie erzeugen, hängt auch von der Wahl der Größe ab. Im Test tragen sich kleinere Exemplare deutlich angenehmer, dichten das Ohr aber ebenfalls hervorragend ab.

Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (rechts) und WF-1000XM5 (links)
Sony WF-1000XM6 (rechts) und WF-1000XM5 (links)

Im Test halten die WF-1000XM6 im Alltag zwar gut in den Ohren, sitzen aber nicht so fest, dass sie uneingeschränkt für Sport genutzt werden können. Bei schnellen Kopfbewegungen muss der Sitz nachjustiert werden – ein Umstand, der aber bei jedem unterschiedlich sein kann.

Mitgelieferte Aufsätze für die WF-1000XM6
Mitgelieferte Aufsätze für die WF-1000XM6

Zudem hat Sony eine neue Belüftungsstruktur umgesetzt, die dafür sorgen soll, dass sich Körpergeräusche weniger auf die Kopfhörer übertragen und man sich unter den Kopfhörern weniger isoliert fühlt. Im Test werden Schrittgeräusche nicht gänzlich vermieden und sind wahrnehmbar, wenn gerade keine Musik wiedergegeben wird. Die Isolation unter den Kopfhörern ist zudem hoch, einfach da sie die Umgebung selbst ohne aktiviertes ANC bereits weitgehend ausblenden. Es ist aber mehr ein Gefühl der Stille als ein ausgeprägter Tauchglockeneffekt.

Sony WF-1000XM6 (rechts) und WF-1000XM5 (links)

Die WF-1000XM6 sind nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt, können also bei leichtem Regen getragen werden, dürfen aber beim Joggen nicht in eine Pfütze fallen oder gar bewusst zur Reinigung untergetaucht werden.

Kantiges Ladecase

Auch das Design des Ladecases wurde überarbeitet und fällt entgegen dem allgemeinen Trend deutlich kantiger aus. Das sorgt dafür, dass man es nicht so gern in der Hosentasche verstaut, sondern lieber in Jackentasche oder Rucksack. Die weit aus dem Case ragenden Ohrhörer lassen sich gut aus diesem entnehmen, ohne dass sie hinterher aus den Fingern gleiten.

USB-C und Pairing-Button an der Rückseite des Ladecases der WF-1000XM6
USB-C und Pairing-Button an der Rückseite des Ladecases der WF-1000XM6
Das neue Ladecase der WF-1000XM6 fällt kantig aus
Das neue Ladecase der WF-1000XM6 fällt kantig aus

Geladen wird das Case wahlweise per Wireless Charging über die schmale Unterseite oder über USB-C neben dem Pairing-Button an der Rückseite. Eine LED an der Vorderseite gibt Aufschluss über den Ladestand.

Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)

8 Stunden Akkulaufzeit mit einer Ladung

Die Akkulaufzeit der Ohrhörer gibt Sony mit bis zu 8 Stunden mit einer Akkuladung an. In Verbindung mit dem Ladecase soll diese auf bis zu 24 Stunden steigen. Das ist allerdings nicht mehr als auch beim Vorgänger, den WF-1000XM5, und deren Vorgängern, den WF-1000XM4, bereits angepriesen wurde. Ein Schnellladen sorgt dafür, dass nach 5 Minuten am Strom, Energie für eine Stunde Musikwiedergabe bereitsteht.

ComputerBase hat die Akkulaufzeit wie üblich bei mittlerer Lautstärke, aktiviertem ANC und mit einem bunten Musikmix getestet und kommt auf 8 Stunden und 33 Minuten mit einer Akkuladung – das entspricht in etwa dem Vorgänger. Wird ANC deaktiviert, halten die Ohrhörer im Test 12 Stunden und 44 Minuten durch. Für derart leistungsfähige Kopfhörer wie die WF-1000XM6 kann die Akkulaufzeit weiterhin als überdurchschnittlich angesehen werden.

WF-1000XM6 mit neuem Ladecase
WF-1000XM6 mit neuem Ladecase

Für die zahlreichen anderen Funktionen, die auch die Sony WF1000XM6 erneut bieten, sei auf den Test der WF-1000XM5 verwiesen, da sich in dieser Hinsicht nichts Grundlegendes geändert hat. Dies umfasst Funktionen wie Speak-to-Chat, das die Musikwiedergabe pausiert und auf Transparenz schaltet, sobald der Träger anfängt zu reden, die adaptive Geräuschsteuerung, die erkennt, wo sich der Nutzer gerade befindet, und passend den Transparenzmodus oder das ANC ein und ausschaltet.

Bedienung und Einzelnutzung

Bei der Bedienung der WF-1000XM6 vertraut Sony erneut sowohl auf Touch als auch Sensoren, die eine automatische Steuerung wie etwa Auto-Play/Pause und Speak-to-Chat ermöglichen. Die Touchbedienung unterscheidet zwischen ein- und mehrfachem Drücken und Halten. Wischgesten nach oben und unten oder rechts und links, etwa für die Lautstärke oder Vor/Zurück unterstützen Sonys Kopfhörer jedoch nicht, weshalb mehrfaches Tippen notwendig ist.

WF-1000XM6 mit neuem Ladecase
WF-1000XM6 mit neuem Ladecase

Ab Werk ist der rechte Ohrhörer für die Wiedergabe- und der linke für die Umgebungsgeräuschsteuerung konfiguriert – also wie beim Vorgänger. Diese Konfiguration lässt sich in der Sound-Connect-App anpassen, wobei Sony nun auch eine komplett eigene Belegung ohne Vorauswahl ermöglicht. Ein Vorteil gegenüber dem Vorgänger, der zum Start ausschließlich über Profile angepasst werden konnte.

Optionen zur Anpassung der Bedienung der WF-1000XM6

Sony hat dabei bis zu vierfaches Tippen vergeben, um die Lautstärke steuern zu können. Das ist im Alltag umständlich und führt zu Fehleingaben, wenn man nicht konzentriert tippt. Aber über die Anpassungsmöglichkeiten kann dies jeder so einstellen, wie er möchte.

In der App lassen sich zudem wieder Kopfgesten aktivieren. Neben dem Annehmen und Ablehnen von Anrufen kann nun auch die Wiedergabe von Scene-based Listening und Text-to-Speech abgebrochen werden.

Kopfgesten zur Steuerung der WF-1000XM6
Kopfgesten zur Steuerung der WF-1000XM6

Auto-Pause und Auto-Play über Sensoren

Die WF-1000XM6 verfügen über kapazitive Sensoren an der Innenseite, die erkennen, wenn ein Ohrhörer eingesetzt oder aus dem Ohr genommen wird. Der Vorgänger nutzte hierfür noch IR-Sensoren. Sobald man einen Ohrhörer aus dem Ohr nimmt, pausiert so die Wiedergabe. Setzt man ihn wieder ein, startet auch die Wiedergabe wieder. Möchte man diese Funktion nicht verwenden, lässt sie sich in der App deaktivieren. Im Test funktioniert die Erkennung über die neuen Sensoren schnell und zuverlässig.

Sony WF-1000XM6 (rechts) und WF-1000XM5 (links)
Sony WF-1000XM6 (rechts) und WF-1000XM5 (links)

Sehr gute Einzelnutzung

Beide Ohrhörer lassen sich problemlos auch einzeln nutzen. Der Wechsel von Mono auf Stereo und andersherum erfolgt völlig unterbrechungsfrei und wird nicht durch Signaltöne gestört, sofern Auto-Pause in der App deaktiviert ist. Ist es aktiviert, pausiert auch die Wiedergabe, wenn von zwei auf einen Ohrhörer gewechselt wird.

Viele Funktionen in altmodischer App

Die Sound-Connect-App ist Schaltzentrale all dieser Funktionen. Ihre Optik mit einer langen Liste der Geräteeinstellungen wirkt zu altmodisch, aber immerhin ist sie funktional. Auch wenn man manche Einstellungen, auf die man auch im Startbildschirm der App zugreifen kann, dann doppelt vorfindet. Auf alle Funktionen soll an dieser Stelle nicht noch einmal eingegangen werden, nur auf ausgewählte.

Optionen der WF-1000XM6 in der Sound-Connect-App

Während man das ANC in der App nicht manuell steuern kann, lässt sich die Stärke des Transparenzmodus hingegen manuell auswählen, wenn gewünscht. Der Klang kann über einen 10-Band-Equalizer entweder selbst oder über Profile angepasst werden. Die richtige Wahl der Ohreinsätze lässt sich mit einem Passtest prüfen.

Im Test kommt Firmware 1.5.0 der WF-1000XM6 zum Einsatz.

Tragekomfort und Verarbeitung

Wie bereits erwähnt sind die WF-1000XM6 kleiner geworden, ragen dafür aber weiter aus dem Ohr heraus. Mit den richtigen Memory-Foam-Aufsätzen tragen sie sich angenehm, dichten aber trotzdem auch ohne ANC schon enorm ab. Hier fragt man sich zunächst tatsächlich, ob nicht bereits ANC aktiviert ist. Beim Tester halten die WF-1000XM6 zwar bei leichter körperlicher Aktivität gut, bei stärkerer jedoch nicht. Zudem trägt sich der Vorgänger bei diesem individuellen Test angenehmer als der Nachfolger. Welche Form mehr zusagt, hängt aber schlussendlich vom eigenen Ohr ab.

Die Verarbeitung der WF-1000XM6 ist erneut sehr gut und gibt keinen Grund zur Kritik.

Hervorragender Klang

Klanglich enttäuschen die Sony WF-1000XM6 nicht, ganz im Gegenteil. Beim Bass gehen sie tief hinab und spielen auch untere Frequenzen noch gut aus. Gleichsam dröhnt der Bass nicht, sondern wird klar und sauber ausgespielt. Klanglich wird der Bass betont, aber nicht ausschließlich. Denn auch die Höhen klingen etwas verstärkt, bleiben dabei aber warm und sind nicht zu hart. Im direkten Vergleich kitzelt Sennheiser die Höhen noch etwas stärker und klarer heraus als Sony – was auch nicht jedem gefällt.

Sony WF-1000XM6

Die Sony WF-1000XM6 erweisen sich im Test auch wieder als echter Allrounder, der jede Musikrichtung problemlos meistert. Feinheiten werden sehr gut ausgespielt, die erzeugte Bühne klingt breit, die Dynamik ist hervorragend, Stimmen sind klar und prägnant und auch bei der Präsenz und Tonalität überzeugt das neue Modell.

Analyse des Frequenzverlaufs

Auch bei den kabellosen In-Ear-Kopfhörern führt ComputerBase Messungen zum Frequenzverlauf durch. Hierfür wird auf das miniDSP Headphone & Earphone Audio Response System (H.E.A.R.S.) in Verbindung mit der Software REW zurückgegriffen. Hierbei handelt es sich nicht um eine IEEE-standardisierte Messstation. Sie liefert jedoch gute Vergleichswerte, die insbesondere eine Vergleichbarkeit der betrachteten Kopfhörer untereinander ermöglicht. Die Mikrofone im rechten und linken Ohr des miniDSP H.E.A.R.S. sind kalibriert. Da das miniDSP H.E.A.R.S. kein Innenohr modelliert, sondern über einen geraden Gehörgang verfügt, sind die Messungen allein kein ausreichendes Kriterium, den Klang abschließend zu beurteilen, sondern können nur als Ergänzungen zu den Schilderungen gesehen werden. Auch Klarheit und Dynamik lassen sich nicht bewerten.

Der Schalldruck ist bei allen Kopfhörern bei 300 Hz auf circa 84 dB kalibriert – nicht alle In-Ears lassen sich hier auf genau 84 dB einstellen, so dass eine Abweichung von 1 dB nach oben und unten in Kauf genommen werden muss. Alle Messungen werden nach Herstellervorgaben von 20 Hz bis 20 kHz mehrfach und mit unterschiedlichen Ohrhörerpositionen durchgeführt, um diese Einflüsse zu berücksichtigen und einen schlechten Sitz zu erkennen. Bei In-Ears zeigt sich dieser schnell in starken Ausreißern, einem unsauberen Frequenzverlauf oder völlig fehlendem Bass bei schlechter Abdichtung. Die Ergebnisse sind aus fünf Messungen je Seite bei bestem festgestellten Sitz gemittelt und geglättet. Eine gerade Linie bei 84 dB entspräche messtechnisch einer neutralen Präsentation der Frequenzen, die in der Realität aber nie erreicht wird.

Der Frequenzverlauf der WF-1000XM6 zeigt wie beim Vorgänger eine leichte Anhebung beim Tiefbass und eine etwas stärkere im Präsenzbereich. Dadurch wirkt der Klang transparent und definierter. Die Absenkung bei circa 8 kHz sorgt hingegen dafür, dass es nicht sofort zu störenden Zischlauten kommt. Die generelle Abstimmung der Kopfhörer hat sich mit dem neuen Modell somit nicht geändert.

Das ANC filtert hohe Frequenzen besser

Bei der aktiven Geräuschunterdrückung, dem ANC, legen die WF-1000XM6 tatsächlich im Vergleich zum bereits hervorragenden Vorgänger noch eins drauf. Wie erwähnt ist schon die passive Isolierung der kabellosen In-Ear-Kopfhörer mit ihren Memory-Foam-Aufsätzen hervorragend. Mit ANC wird es dann aber richtig stumm um den Träger.

Tiefe Frequenzen filtern die WF-1000XM6 fast vollständig heraus. Aber das kann auch die Konkurrenz inzwischen sehr gut und hier werden die Unterschiede selbst zu deutlich günstigeren Kopfhörern inzwischen immer geringer. Doch Sony vermag es mit den WF-1000XM6 erneut, auch hohe Frequenzen besser zu dämpfen als die Konkurrenz – und als mit den WF-1000XM5. In vielen Situationen hört man seine Umgebung unter den WF-1000XM6 so tatsächlich gar nicht mehr oder nur noch sehr leise im Hintergrund. Ein störendes Grundrauschen bei aktiviertem ANC weisen die WF-1000XM6 nicht auf.

Wer insbesondere Wert auf ein möglichst effektives ANC legt, ist mit den Sony WF-1000XM6 bestens beraten.

Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)

Windgeräusche werden übertragen

Windgeräusche werden bei aktiviertem ANC auf die Ohren des Trägers übertragen. Zwar gedämpft, aber hörbar. Mit den außenliegenden Mikrofonen ist es dabei quasi auch gleichgültig, aus welcher Richtung der Wind kommt. Eine spezielle Funktion, um Windgeräusche stärker zu reduzieren, die es bei den WF-1000XM4 noch gab, weisen die XM6 wie die XM5 nicht auf.

Sehr guter Transparenzmodus

Der Transparenzmodus der WF-1000XM6 lässt sich in der Intensität anpassen und überzeugt im Alltag mit einem äußerst natürlichen Klang der Umgebung. Auf höchster Stufe wird zwar erneut auch das Grundrauschen verstärkt, aber die Umgebung klingt in der Tat wie ohne Kopfhörer.

In der App kann für den Transparenzmodus zudem wieder die Option „Fokus auf Stimme“ aktiviert werden, was mittlere Frequenzen verstärkt. Aber dann nicht nur von Stimmen, sondern auch von der restlichen Umgebung, was je nach Umgebung wie vorbeifahrenden Autos unerwünscht sein kann.

An öffentlichen Orten, an denen man seine Umgebung wahrnehmen möchte, ist der Transparenzmodus der WF-1000XM6 im Alltag sehr gut nutzbar.

Auch für den Transparenzmodus gilt jedoch, dass direkter, schneller Wind auf die Ohren übertragen wird. Etwa auf dem Fahrrad nützt dann auch das Mesh-Gitter über den Mikrofonen wenig. Am wenigsten Probleme mit Wind haben die WF-1000XM6, wenn man sowohl den Transparenzmodus als auch das ANC deaktiviert. Die Umgebung ist dann aber kaum noch wahrnehmbar.

Bessere Telefonie

Beim Vorgänger, den WF-1000XM5, musste ComputerBase noch die Telefonie kritisieren, die erst mit einem Firmware-Update gute Ergebnisse erzielte. Die Sprachqualität konnte für ein Flaggschiff nicht überzeugen und Sony blieb hier hinter der Konkurrenz zurück. Mit mehr Mikrofonen will Sony auch die Qualität der Telefonie deutlich verbessert haben – die Erwartungen sind also hoch.

Die WF-1000XM6 bieten nun vom Start weg eine gute, wenn auch keine perfekte Telefonie. Die Umgebung wird stark gefiltert und dringt kaum ans andere Ende zum Hörer durch. Darunter leidet mitunter die Sprachqualität des Sprechers, da die Stimme in ihrem Klang und der Lautstärke je nach Hintergrundgeräuschen etwas variiert. Der Träger ist bei Anrufen dafür jedoch auch in lauterer Umgebung gut zu verstehen.

Sony WF-1000XM6 – Mikrofonqualität

Sony WF-1000XM5 (FW 2.0.1) – Mikrofonqualität

Huawei FreeClip 2 – Mikrofonqualität

Huawei FreeClip – Mikrofonqualität

Apple AirPods Pro 3 – Mikrofonqualität

Apple AirPods Pro 2 – Mikrofonqualität

Nothing Ear (3) Super-Mic – Mikrofonqualität

Nothing Ear (3) Ohrhörer – Mikrofonqualität

Huawei FreeArc – Mikrofonqualität

Huawei FreeBuds Pro 4 – Mikrofonqualität mit Audio-Rekorder

Google Pixel Buds Pro 2 – Mikrofonqualität

Samsung Galaxy Buds 3 Pro – Mikrofonqualität

Sennheiser Momentum True Wireless 4 – Mikrofonqualität

Bose QuietComfort Ultra Earbuds – Mikrofonqualität

Jabra Elite 10 – Mikrofonqualität

Weitere Testaufnahmen anderer In-Ear-Kopfhörer

Latenz der WF-1000XM6

Mit SBC, AAC, LDAC und LC3 bieten die WF-1000XM6 viele Codecs zur Auswahl. Mit LE Audio und LC3 steht potenziell auch eine niedrigere Latenz auf dem Datenblatt, denn dieses kann nun mit allen Geräten, die LE Audio unterstützen, genutzt werden.

Mit LE Audio und LC3 werden im Test Latenzen von 80 bis 100 ms gemessen. Das ist zwar schneller als mit den anderen Codecs, ein leichter Versatz bleibt aber zu erkennen, wenn die Software ihrerseits keine Synchronisation zwischen Bild und Ton vornimmt.

Latenz zwischen Bild und Ton im Vergleich
Die Latenz weiterer In-Ear-Kopfhörer im Vergleich

Fazit

Sony verbessert sein In-Ear-Flaggschiff mit den WF-1000XM6 weiter und liefert erneut eine der besten, wenn nicht die beste aktive Geräuschunterdrückung (ANC) auf dem Markt. Gleichzeitig ist auch der Klang etwas besser, da der Bass klarer und sauberer klingt als beim Vorgänger. Weder klanglich, noch beim ANC, dem Transparenzmodus oder den zahlreichen Funktionen gibt es somit etwas zu bemängeln. Auch die Akkulaufzeit fällt mit fast 9 Stunden bei aktiviertem ANC sehr gut aus, auch wenn es hier keine Verbesserungen zu vermelden gibt. Mit LE Audio mit LC3 und Auracast unterstützt Sony zudem die neuen Audiostandards und bietet mit LDAC abseits vom iPhone auch einen HD-Codec.

WF-1000XM6 mit neuem Ladecase
WF-1000XM6 mit neuem Ladecase

Ein Aspekt, der im Test nicht gänzlich positiv auffiel, ist jedoch das neue Design. Auch wenn die Ohrhörer der WF-1000XM6 schmaler als bei den WF-1000XM5 sind, ragen sie dafür nun weiter aus dem Ohr heraus und sitzen – zumindest beim Tester – nicht mehr so stabil im Ohr wie der Vorgänger. Und auch das kantige Ladecase, das zwar Wiedererkennungswert besitzt, ist im Alltag weniger für die Hosentasche geeignet als beim Vorgänger.

Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
Sony WF-1000XM6 (links) und WF-1000XM5 (rechts)
WF-1000XM6 mit neuem Ladecase
WF-1000XM6 mit neuem Ladecase

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro sind die WF-1000XM6 günstiger als der Vorgänger zum Start, dessen UVP bei 319 Euro lag. Im Handel sind die Sony WF-1000XM6 derzeit ab 288 Euro erhältlich. Weiterhin empfehlenswert sind aber auch die Vorgänger und der Sony WF-1000XM5 ist derzeit bereits ab 169 Euro erhältlich, was ihn durchaus zu einer günstigeren Option macht.

  • Ausgezeichneter Klang
  • Hervorragendes ANC
  • Sehr guter Transparenzmodus
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Auto-Play und Auto-Pause
  • Wireless Charging & Schnellladen
  • LE Audio mit LC3 und Auracast
  • Multipoint
  • Fast Pair und Swift Pair
  • Anpassbare Bedienung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Einzelnutzung
  • Angenehmes Tragegefühl
  • Viele Optionen in der App
  • Kantiges Ladecase
  • Kein fester Halt beim Sport
  • Unübersichtliche App
ComputerBase-Empfehlung für Sony WF-1000XM6

ComputerBase hat die WF-1000XM6 leihweise von Sony zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Kostet GTA 6 100 US-Dollar?: Take Two drückt sich um Festlegung


Kostet GTA 6 100 US-Dollar?: Take Two drückt sich um Festlegung

Bild: Rockstar Games

100 US-Dollar soll GTA 6 kosten, fliegt durch das Netz. Take Two könnte dem rasch ein Ende setzen, tritt den Gerüchten nur mit ausweichenden Äußerungen entgegen. Der Preis solle einer sein, den Käufer für „angemessen“ halten.

Ein „fairer Preis für ein unglaubliches Produkt“

Take-Two-CEO Strauss Zelnick wich einer Festlegung auf der iicon, einer Veranstaltung für Videospiel-Manager, damit letztlich aus. „Konsumenten zahlen für den Gegenwert, den wir liefern, und unser Job ist es, viel, viel, viel weniger von diesem Gegenwert in Rechnung zu stellen“, erklärte Zelnick. Es müsse der Eindruck entstehen, dass „der Gegenstand selbst unglaublich und der Preis dafür fair ist“.

Man kann das interpretieren, als würde es beim „normalen“ AAA-Preis von rund 70 Euro in der Basis bleiben, ergänzt um teurere Editionen und Vorabzugängen. Genauso lässt sich daraus ableiten, dass Take Two zumindest erwägt, einen höheren Basispreis anzusetzen, weil das Produkt das einfach rechtfertigt. Wie hoch der sein wird, ist unklar, wären 100 US-Dollar gänzlich ausgeschlossen, hätte Zelnick dies aber einfach mitteilen können.

Der Preis dürfte höher ausfallen

Häufige Verweise auf viel Gegenwert und höchste Qualität, so wie etwa bei Ubisofts Versuch, Skull and Bones zum „AAAA“-Spiel zu deklarieren, deuten ansonsten aber grundsätzlich auf einen angehobenen Verkaufspreis hin. Und das tut Zelnick deutlich: „Wir denken nur darüber nach das weltweit spektakulärste Unterhaltungsprodukt der Geschichte zu produzieren“. Alles andere erledige sich dann von selbst. Dazu gehört dann auch die Diskussion um den Preis.

Das nächste 80-Euro-Spiel?

Take Two läge mit höheren Preisen im Trend. Schon The Outer Worlds 2 sollte für 80 US-Dollar in den Handel gelangen, bis Microsoft nach Kritik zurückruderte, Mario Kart World auf der Nintendo Switch kostet bereits 80 Euro. Auf dem PC ist Metal Gear Solid Delta der Vorreiter. Der Die Erkenntnis daraus: Aktuell können zumindest einzelne Titel sehr bekannter Marken und mit fester Fanbasis mehr Geld verlangen.

Zumindest diese Summe erscheint insofern als ein realistisches Szenario. Mit GTA hat Take Two eine gigantische Marke an der Hand, deren Zug- und Strahlkraft dank des Online-Modus ungebrochen erscheint – denn der generiert noch immer Umsätze von etwa einer Million Euro pro Tag. Leisten könnte sich Take Two damit zumindest einen angehobenen Verkaufspreis – es ist schließlich nicht nur irgendein Spiel, sondern das heiß erwartete GTA 6.



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Die Speicherkeule kommt: Qualcomms Snapdragon-Absatz soll massiv einbrechen


Die Speicherkeule kommt: Qualcomms Snapdragon-Absatz soll massiv einbrechen

Bild: Qualcomm

Qualcomms Quartalsbericht sah halbwegs gut aus, doch der Ausblick vor allem bei SoCs für Smartphones ist kein rosiger: Es geht abwärts. Schuld daran ist natürlich der Speichermarkt, denn Smartphone-Hersteller haben aufgrund der extrem hohen Preise für DRAM und NAND ihre Mengen nun massiv reduziert. Der erwartete Einbruch kommt.

In diesem Quartal soll vor allem im Markt in China der Absatz mit SoCs für Smartphones deutlich einbrechen, dann aber irgendwann den Tiefpunkt erreichen. Die Lager leeren sich, aber die Kundschaft bestellt noch nicht nach, erklärt Qualcomm und hofft, dass es in der zweiten Jahreshälfte wieder zunimmt. Die Ursache hierfür ist auch bereits bei anderen Produkten erkennbar: Die neue Produktion muss nämlich auch die neuen Speicherpreise zahlen. Zwischen am Ende eigentlich gleichen Produkten entsteht so eine massive preisliche Differenz, sichtbar beispielsweise auch bei Grafikkarten und im Vergleich zum Vorjahr ganz ähnlich ausgestatteten Notebooks.

Speicherpreise lassen Snapdragon-Verkäufe einbrechen
Speicherpreise lassen Snapdragon-Verkäufe einbrechen (Bild: Qualcomm)

Die Prognose für das zweite Quartal 2026 sieht im Bereich der SoCs nur noch einen Umsatz von 4,9 Milliarden US-Dollar vor. Das ist der geringste Wert für ein Quartal seit über 20 Quartalen und damit aus dem Jahr 2021. Im letzten Quartal wurden mit SoCs aus dem Bereich noch 6 Milliarden US-Dollar umgesetzt, davor sogar 7,8 Milliarden US-Dollar.

Qualcomms Umsatz und Gewinn
Qualcomms Umsatz und Gewinn (Bild: Qualcomm)
Die Prognose zeigt erstmal weiter nach unten
Die Prognose zeigt erstmal weiter nach unten (Bild: Qualcomm)

Die Schwäche in diesem Bereich wirkt sich umfassend auf Qualcomms Gesamtergebnis aus. Zwar legt das Unternehmen bei Automotive und in anderen Sparten zu, diese können aber das Snapdragon-Geschäft noch lange nicht auffangen. Nachdem der Umsatz im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahr schon um zwei Prozent leicht auf 10,6 Milliarden US-Dollar zurückging, liegt die Prognose für das aktuelle Quartal nur noch bei 9,2 bis 10 Milliarden US-Dollar Umsatz.

AI-Beschleuniger als Hoffnungsträger für die Börse

Nach Bekanntgabe des Quartalsberichts ging Qualcomms Aktie erst sieben Prozent ins Minus. Als im Conference Call bekannt wurde, dass Qualcomm im Dezember-Quartal die ersten AI-Beschleuniger ausliefern wird, ging die Aktie dann 12 Prozent ins Plus. Bisher ist Qualcomm im AI-Markt für Datacenter nicht existent, auch ist die erste Generation auf Basis sechs Jahre alter Technik kein direkter Konkurrent für Nvidia & Co. Aber jedes ausgelieferte System befeuert aktuell diese Welt – und damit auch die Aktie. Echte weitere Fakten dazu wird aber wohl erst ein Investor Day im Juni bieten.

Qualcomm Investor Day 2026 am 24. Juni
Qualcomm Investor Day 2026 am 24. Juni (Bild: Qualcomm)



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Radeon RX 7600 XT vs. 9060 XT, GeForce RTX 4060, 5060 & Arc A/B580


Auf den Generationenvergleich in Nvidias 70er-Klasse und den Generationen-Vergleich in AMDs 70(0)er Klasse folgt jetzt der Vergleich eine Klasse darunter: Mit Grafikkarten der 60er Klasse von Nvidia, der 600(er) Klasse von AMD und Intel Arc: Radeon RX 7600 XT, 9060 XT, GeForce RTX 4060, 5060, Arc A580 und B580 im Vergleich!

Die Grafikkarten im Überblick

Statt wie in den letzten beiden Generationenvergleichen zur Radeon RX der 700er/70er-Klasse und Nvidias GeForce RTX 70er-Klasse vier Generationen miteinander zu vergleichen, sind es dieses Mal nur zwei Generationen, jedoch von drei Anbietern: AMD, Intel und Nvidia sind vertreten.

Die letzten Vergleiche dieser Art
  • Nvidia-Generationenvergleich: GeForce RTX 2070, 3070, 4070 und 5070 im Duell
  • AMD-Generationen­vergleich: Radeon RX 9070 XT, 7800 XT, 6700 XT und 5700 XT im Duell

Alle drei Anbieter bewerben ihre Grafikkarten entsprechend offensiv und stellen die Eignung für Gaming in Full HD sowie eSports in den Vordergrund. Nvidia gibt so für die GeForce RTX 5060 die bis zu 6,3-fache Leistung gegenüber der RTX 3060 an. Auch AMD hält sich beim Marketing mit markanten Sprüchen nicht zurück: „AMD Radeon™ RX 9060 XT Grafikkarten wurden entwickelt, um alles bereitzustellen, was man für ultraschnelles Gaming mit Grafik der nächsten Dimension und zukunftsfähigen, mit KI optimierten Funktionen braucht.“ Und Intel neigt zu ähnlich markigen Sprüchen – „Erlebe die neuesten Spiele mit der neuesten Technologie. Vom Raytracing bis zum Upscaling – hol dir die geeignete Leistung für die neuesten immersiven Gaming-Funktionen und visuellen Effekte.“ Und weiter: „Spiele viele der neuesten Spiele mit mehr als 60 FPS und 1440p-Auflösung.“ Aber liefern die Produkte auch ab?

Technische Daten im Überblick

Nachfolgend sind alle Testkandidaten mit ihren technischen Daten direkt gegenübergestellt worden. Von der Radeon RX 9060 XT wurde die 16-GB-Version getestet. Das muss mit Blick auf die aktuellen Bestpreise im Hinterkopf behalten werden: Sie kostet gut 50 Prozent mehr als RTX 5060 8 GB und Arc B580 12 GB, selbst die 8-GB-Version ist mit Preisen ab 320 Euro (alles Stand 30. April) noch teurer.

Lagerware verfügbar ab (Stand 30. April 2026)

Die Vorgänger spielen bei allen drei Herstellern preislich indes keine Rolle mehr: Sie sind vergriffen, Restposten nur noch zu horrenden Preisen verfügbar.

Alle sechs Grafikkarten werden bei TSMC gefertigt und alle aktuellen Grafikkarten im Test verwenden einen modernen Prozess der 5‑nm-Generation, während bei AMD und Intel die direkten Vorgängerinnen noch in einem Prozess der 7‑nm-Generation gefertigt wurden. Der Wechsel der Fertigung spielt für AMD und Intel – so viel sei vorweg schon erwähnt – eine wichtige Rolle in diesem Generationenvergleich.

Am wenigsten Shader – nach Angaben der Hersteller – haben dabei die Radeon RX 7600 XT und RX 9060, die meisten Shader haben die Grafikkarten von Nvidia. Beim Takt liegt AMD vorne, gefolgt von Intel in der neuesten Generation. Die größten Chips – mit Abstand – hat Intel mit 406 sowie 272 mm², Nvidia mit 146 und 181 mm² die kleinsten, während AMD sich mit 204 und 199 mm² dazwischen einsortiert. Bei den Transistoren wiederum ist AMD mit knapp 30 Milliarden an der Spitze, während Intel und Nvidia um die 20 Milliarden haben. AMD spendiert als einziger Hersteller der Radeon RX 9060 XT ein volles PCIe 5.0 ×16-Interface, während Intel und Nvidia es auf × 8 kürzen.

Testsystem und Testmethodik

Während die ersten Generationenvergleiche 2023 und 2024 noch auf unterschiedlichen Testsystemen stattgefunden haben, ist es in diesem Jahr seit dem ersten Generationenvergleich gleichgeblieben.

Ein Ryzen 7 9800X3D als Basis

Das Herz ist AMDs Ryzen 7 9800X3D auf einem B650E-Mainboard von Asus. Unterschiede gibt es zwischen den Tests jedoch bei den Patch-Ständen der Spiele sowie Windows selbst sowie den Treibern. In der Regel sind die Unterschiede zwar messbar, bewegen sich allerdings auch oft im Rahmen der Messungenauigkeit und gehen unter. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wie zuletzt im Juli der Blick auf die aktuellen Treiber von AMD und Nvidia zeigte. Ebenso können Treiberupdates andere Probleme wie ein CPU-Overhead angehen und mit der Zeit abmildern oder gar beheben, die in einer idealisierten Testumgebung jedoch nur eine kleinere Rolle spielen.

Auch in diesem Generationenvergleich muss jedoch hervorgehoben werden, dass es sich nicht um ein spezielles System zum Testen von Grafikkarten handelt, sondern ein Alltags-System genutzt wird, so dass auch bekannte und von Spielern durchaus gern genutzte Software aktiv ist.

Die Spiele im Vergleich

Die Auswahl der Spiele für einen Testparcours stellt die Redaktion immer wieder vor verschiedene Herausforderungen und je breiter das Bild werden soll, dass bei einem Test vermittelt werden soll, um so sorgfältiger muss eine Auswahl getroffen werden. ComputerBase aktualisiert entsprechend in regelmäßigen Abständen den Testparcours für aktuelle Grafikkarten, damit Spieler die Leistung für aktuelle Titel einschätzen können. Daneben gibt es immer wieder Tests aktueller Spiele, die dieses Bild vervollständigen sollen. Der Generationenvergleich stellt die Redaktion wiederum vor andere Herausforderungen, bietet jedoch auch mehr Freiheiten. Moderne Spiele sind für so einen Parcours ebenso wichtig wie ältere „Klassiker“ und so wird versucht bei der Spieleauswahl eine breite Palette an Spielen zu präsentieren. Jedes dieser Spiele hat dabei Eigenheiten, die sich unterschiedlich auswirken und die auch zwischen den einzelnen Generationenvergleichen zu kleineren Anpassungen zwingen.

Die Liste der Spiele hat sich zu den letzten beiden Generationenvergleichen nicht geändert und doch gibt es dieses Mal zwei Anpassungen, die sich aus den letzten Generationenvergleichen ergeben haben:

  1. In Diablo 2 wurde die Testszene verändert. Die bisher gewählte Testszene stellt einen Worstcase im Spiel dar und kann die FPS stark fallen lassen, wenn das Effektgewitter los geht. Es gibt mit der Szene jedoch ein Problem: Das Effektgewitter fällt mal stärker oder eben schwächer aus und kann sich daher unterschiedlich auf die Frametimes auswirken. Ab jetzt wird der Akt 4 genutzt. Sowohl die durchschnittlichen FPS und ebenso die Frametimes fallen jedoch dadurch höher aus und ein Vergleich zu den anderen beiden Tests ist nicht mehr gegeben.
  2. Ein Bug in Oblivion: Remastered verhindert es aktuell, dass auf dem Testsystem Lumen RT auf die epischen Einstellungen vorgenommen werden kann. Statt den Test auszulassen, wurden mit den niedrigen Einstellungen getestet.

Ansonsten hat sich der Testablauf nicht geändert, wie bisher wird in jedem Spiel die Testszene dreimal getestet und aus allen drei Tests der Mittelwert genommen. Da sich alle Grafikkarten an FullHD-Spieler richten, wird auf einen Test in UHD verzichtet. In keinem der Spiele wird ein Upscaleing-Algorithmus verwendet und damit alle Pixel nativ berechnet.

Die Ergebnisse im Überblick

Während in den vorherigen Generationsvergleichen vier Grafikkarten eines Herstellers vorgekommen sind, sind es im Einsteigerduell nur zwei Grafikkarten, dafür jedoch aller drei aktuellen Hersteller für dedizierte Grafikkarten, die in Europa ohne Umwege erworben werden können. Aus diesem Duell geht bei einem nackten Blick auf die Framerate die Radeon RX 9060 XT als Siegerin hervor, sie ist knapp 9 Prozent schneller als die GeForce RTX 5060 und sogar 36 Prozent schneller als die Intel Xe Arc B580. Die B580 ist knapp schneller – 5 Prozent – als die Radeon RX 7600 XT und die RTX 4060, legt im direkten Vergleich jedoch den größten relativen Sprung mit 47 Prozent zur Vorgängerin Arc A580 hin, während AMD immer noch gut 43 Prozent schafft und Nvidia doch respektable 31 Prozent. Bei den Frametimes zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, RDNA 4 vor Blackwell, Battlemage schafft es endlich mit den alten Einsteigerkarten gleichzuziehen.

Eines muss an dieser Stelle allerdings bereits geschrieben werden: Sowohl die Karten von Intel und ebenso Nvidia werden in diesem Vergleich auch bei Full HD durch ihre 8 GB VRAM ein Stück in ihrer Leistung limitiert und könnten schneller sein. Sowohl die Radeon RX 9060 XT sowie RX 7600 XT haben dieses Problem nicht.

Dass bei Battlemage wiederum der Umbau ein Teil der Auslastungsprobleme von Alchemist entschärft hat, bleibt es bei Intel ein Hit-and-Miss im Wechsel, wie die Detailauswertung der Spiele noch zeigen wird.

Bei den vier Raytracing-Titeln zeichnet sich erneut die Radeon RX 9060 XT als Siegerin ab, Blackwell liegt 14 Prozent dahinter, während sich die B580 15 Prozent hinter der RTX 4060 einordnet und 16 Prozent schneller als die Radeon RX 7600 XT ist. Während bei nicht Raytracing-Titeln die RTX 4060 und RX 7600 XT 45 Prozent schneller sind, fehlt der A580 zur Radeon RX 7600 XT nur 19 Prozent, was auf eine gute Raytracing-Implementierung hindeutet. AMD hat jedoch bei RDNA 4 sehr stark an dieser gearbeitet und schafft so beeindruckende 87 Prozent mehr Bilder, Blackwell 21 Prozent und Battlemage gute 38 Prozent. Jedoch ist das gute Abschneiden von RDNA 4 auch auf die 16 GB VRAM zurückzuführen.



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