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Künstliche Intelligenz

Mehr Wafer, höhere Preise: TSMC liefert neue Rekorde ab


Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) legt einen weiteren Wachstumsschub hin. Im ersten Quartal 2026 hat der Chipauftragsfertiger 35,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 6,4 Prozent mehr als im vierten Quartal 2025. Im Jahresvergleich wächst der Umsatz um stolze 41 Prozent.

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Auch der Nettogewinn kann sich mit 18,1 Milliarden US-Dollar sehen lassen. Er wächst gegenüber dem vorherigen Quartal um gut 11 Prozent und verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 65 Prozent.

TSMC belichtet immer mehr Silizium-Wafer. Zuletzt waren es knapp 4,2 Millionen binnen dreier Monate. Der Hersteller rechnet dabei auch alte Produktionslinien mit 200-mm-Wafern in 300-mm-Äquivalente um. Ende 2025 kam TSMC noch auf knapp vier Millionen, Anfang 2025 auf knapp 3,3 Millionen Wafer.

Zum einen fährt die Firma ihr Halbleiterwerk im US-Bundesstaat Arizona hoch, zum anderen lastet sie alle bestehenden Werke weitestmöglich aus. Jede Kapazitätserweiterung saugen Kunden wie AMD, Apple und Nvidia auf.

Gleichzeitig steigt aber auch die Marge signifikant, was Gerüchte um steigende Preise untermauert. Die Bruttomarge liegt inzwischen bei 66,2 Prozent. Drei Monate vorher nannte TSMC noch 62,3 Prozent und ein Jahr zuvor 58,8 Prozent.

Den kontinuierlich höchsten Umsatzanteil hat die 5-Nanometer-Generation mit 36 Prozent, zu der Abwandlungen wie 4NP gehören. Unter anderem AMD und Nvidia lassen mit solcher Technik ihre aktuellen GPUs und KI-Beschleuniger produzieren. Die 3-nm-Generation stagniert bei 25 Prozent – zu ihr gehören vor allem Apples, Qualcomms und Mediateks Mobilprozessoren.

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TSMCs Umsatz nach Fertigungsgenerationen. Die 5-nm-Klasse hat den größten Anteil; dazu gehören auch „4-nm“-Prozesse.

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

Rund 31 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 86 Prozent seines Gesamtumsatzes nimmt TSMC mit der Chipfertigung ein. Der Rest kommt maßgeblich vom sogenannten Advanced Packaging, bei dem TSMC unter anderem Prozessoren und KI-Beschleuniger aus mehreren Chiplets auf einem gemeinsamen Träger zusammensetzt.

Auch TSMC-Chef C.C. Wei hält die hohe Chipnachfrage für nachhaltig. „Die Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz ist weiterhin äußerst robust“, sagt er. „Unsere Kunden und deren Kunden, bei denen es sich hauptsächlich um Cloud-Dienstleister handelt, signalisieren uns weiterhin ihre sehr starke Zuversicht und einen positiven Ausblick. Daher bleibt unsere Überzeugung hinsichtlich des mehrjährigen KI-Megatrends hoch.“

In Bezug auf den Iran-Krieg gibt Finanzchef Wendell Huang vorerst Entwarnung. Sowohl Rohstoffe wie Helium (unter anderem für die Kühlung in der Chipfertigung) als auch Flüssigerdgas (LNG) zur Energiegewinnung seien bis auf Weiteres genügend vorhanden. „Wir haben Sicherheitsbestände vorrätig. […] Wir erwarten keine kurzfristigen Störungen oder Auswirkungen auf unseren Betrieb.“

Im angelaufenen zweiten Quartal erwartet TSMC 39 Milliarden bis 40,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine Bruttomarge zwischen 65,5 und 67,5 Prozent. Die Aktie zeigt sich seit der Verkündung stabil: In Taiwan ist sie minimal gestiegen. Die im Westen gehandelten American Depositary Receipts (ADR) sind nur leicht im Minus.


(mma)



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Künstliche Intelligenz

„Power Off“: BKA geht gegen DDoS-Angebote vor


Die „Power Off“ genannte Operation sollte Betreiber von Stresserdiensten, mit denen auch technisch weitgehend ahnungslose Nutzer verteilte Überlastungsangriffe buchen konnten, unter Druck setzen. So ein Distributed-Denial-of-Service (DDoS) legt durch viele gleichzeitige Zugriffe Dienste lahm. Bei der Operation gingen das Bundeskriminalamt, die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität und internationale Partner koordiniert vor, um Angebote auszuschalten und Tatbeteiligte zu erreichen. Die Zentralstelle ist Teil der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und bei solchen Verfahren in Deutschland oft federführend.

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Die „Stressoren“ werden dabei aus ganz unterschiedlichen Gründen gebucht. „Haktivistische Gruppierungen versuchen unsere Gesellschaft unter Druck zu setzen, Online-Gamer versprechen sich Wettbewerbsvorteile“, erklärt Carsten Meywirth, der beim BKA die Abteilung Cybercrime leitet. Der Leiter der ZIT Benjamin Krause sieht hier ein Muster: „Gerade jüngere Beschuldigte, unter anderem in der Gaming-Szene, nutzen häufig Stresserdienste als vermeintlich harmlosen Spaß oder um sich Vorteile in Spielen zu verschaffen.“ Das Stören fremder Systeme sei jedoch kein Spiel, sondern eine Straftat, betonen die Behörden.

Ein Verfahren in dem Zusammenhang richtet sich laut den deutschen Behörden gegen einen deutschen Staatsbürger, der im Ausland lebt und mit „Fluxstress“ sowie „Netdowner“ zwei der größten Angebote betrieben haben soll. Der Deutsche wurde in Thailand festgenommen, die deutschen Strafverfolger werfen ihm gewerbs- und bandenmäßiges Betreiben einer kriminellen Handelsplattform vor. Bei insgesamt 150 Maßnahmen und 16 Durchsuchungen in 21 Ländern seien in Polen nun zudem zwei mutmaßliche Administratoren und ein weiterer Tatbeteiligter festgenommen worden.

Seit 2019 versuchen die Strafverfolgungsbehörden den Verfolgungsdruck auf derartige „Crime-as-a-Service“-Angebote im Rahmen internationaler Aktionen zu erhöhen und setzen auch auf Abschreckung: Warnhinweise und direkter Kontakt zu Kunden der kriminellen Dienste gehören zum Instrumentarium der Ermittler. Vier Verhaftungen und 53 Domain-Takedowns listet die Website der Operation Power Off derzeit auf – die Behörden gehen davon aus, dass diese Zahlen nach dem heutigen Tag weiter steigen werden. Das Projekt besteht seit Jahren und richtet sich gegen verschiedene Cybercrime-Angebote, immer wieder auch gegen DDoS-Anbieter.


(cku)



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Künstliche Intelligenz

Apple schickt Siri-Entwickler ins KI-Bootcamp


Apple schickt angeblich eine größere Zahl von Entwicklern seiner Sprachassistenz Siri in einen mehrwöchigen KI-Lehrgang, damit diese lernen, wie sie KI-Coding-Tools für die Programmierung einsetzen können. Laut einem neuen Bericht will Apple dafür sorgen, dass das Team zu anderen Abteilungen im Hause aufschließt. Gerade die Arbeit des Siri-Teams steht in diesem Jahr besonders im Fokus der Öffentlichkeit, ist es doch bislang die im Jahr 2024 versprochene Weiterentwicklung des Sprachassistenten schuldig geblieben.

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Es gehe um weniger als 200 Personen aus einer Gruppe von insgesamt mehreren hundert Entwicklern. Nach dem Bootcamp sollen noch rund 60 Entwickler im Kern-Siri-Team verbleiben. Weitere 60 sollen für Qualitätssicherung und Sicherheits-Evaluierung verbleiben. Apple plant offenbar, ein kleineres, schlagkräftigeres Team zu bilden, das mithilfe von KI-Coding-Tools eine höhere Effizienz erreicht.

Der Bericht von The Information, der sich auf namentlich nicht genannte Quellen im Unternehmen stützt, knüpft an frühere Veröffentlichungen an, die ein eher betrübliches Bild der Siri-Abteilung zeichneten. So soll das Siri-Team bei Apple intern seit Jahren als Nachzügler („laggard“) gelten. Es ist von aufgeblähten Strukturen und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit die Rede.

Offiziell lassen sich die durchgesickerten Informationen nicht bestätigen, weil Apple zu solchen Interna schweigt. Allerdings deuten die Ergebnisse und personelle Umwälzungen der vergangenen Monate und Jahre darauf hin, dass es in der Siri-Abteilung Apples nicht rund läuft. Die im Jahr 2011 erstmals veröffentlichte Sprachassistenz ließ schon vor dem Hype signifikante Weiterentwicklungen vermissen. Spätestens seit der Konkurrenz durch Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini sieht Apples Siri aber richtig alt aus.

Das sollte sich mit der Einführung der Apple Intelligence, die auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Jahr 2024 vorgestellt wurde, signifikant ändern – tat es aber nicht. Stattdessen musste Apple die Veröffentlichung der angekündigten KI-Siri öffentlich verschieben. KI-Chef John Giannandrea nahm seinen Hut. An seiner Stelle hat Softwarechef Craig Federighi das Zepter übernommen. Er hat Mike Rockwell, der für die Vision Pro verantwortlich zeichnete, mit der Verantwortung für die Weiterentwicklung von Siri betraut.

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Mit der Bekanntgabe, dass Google mit seinem KI-Modell Gemini künftig die Grundlage für die KI-Siri bildet, schien der erhoffte Neuanfang erreicht. Der jetzige Bericht von The Information deutet aber darauf hin, dass die zu bewältigende Arbeit für die Modernisierung offenbar doch viel umfangreicher ausfällt. Beobachter wundern sich, dass Apple Teile seines Siri-Teams zwei Monate vor der WWDC auf einen Lehrgang schickt. Es könnte aber darauf hindeuten, dass die für iOS 27 erforderlichen Arbeiten größtenteils abgeschlossen sind und sich der Blick des Teams teilweise schon auf die kommenden Schritte richtet.

Auf der Weltentwicklerkonferenz Apples, die am 8. Juni beginnt, werden mit iOS 27 erste konkrete Ergebnisse des Siri-Neustarts erwartet. Die neue Siri soll besser mit natürlicher Sprache zurechtkommen, gesprächiger sein und auch komplexe Aufgaben übernehmen können. Dazu gehört laut Brancheninsidern auch ein echter Chatbot-Betrieb mit eigener App, der längere Konversationen und eine Suchfunktion ermöglichen soll.

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(mki)



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EU-Vorschlag: Google soll Such- und Gemini-Daten rausrücken


Die EU-Kommission hat der Alphabet-Tochter Google mitgeteilt, wie das Suchmaschinenangebot besser den Vorgaben des Gesetzes über Digitale Märkte (DMA) entsprechen kann. Damit soll der US-Konzern dazu gebracht werden, Hindernisse für Wettbewerber auszuräumen. „Daten sind ein wichtiger Input für die Online-Suche und für das Entwickeln neuer Dienste, einschließlich KI“, sagt Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.

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Welche Maßnahmen genau die Kommission nun vorschlägt, verriet die Aufsichtsbehörde der Öffentlichkeit bislang nicht. Nur so viel: Dritte sollen konkrete Daten zu herkömmlichen Suchen und KI-Suchen erhalten, der Umfang der mit anderen zu teilenden Suchdaten soll erweitert und auch die Häufigkeit und der Weg dafür sollen neu geregelt werden. Da Google diese Daten Dritten nicht kostenfrei zur Verfügung stellen muss, will die EU-Kommission jedoch Parameter festschreiben, wie dabei ein angemessener, aber nicht wettbewerbsbehindernder Preis gebildet werden kann.

Die konkreten Vorschläge will die EU-Kommission ab Freitag der interessierten Öffentlichkeit zur Diskussion bereitstellen. „Mit der öffentlichen Konsultation möchten wir vom Markt wissen, wie Google am effektivsten Suchdaten mit konkurrierenden Suchmaschinenanbietern teilen kann“, sagt die für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen. Der heutige Schritt der Kommission war für April erwartet worden, nachdem die EU am 27. Januar ein entsprechendes Verfahren eingeleitet hatte. Binnen sechs Monaten sollen im Rahmen eines „Spezifizierungsverfahrens“ Lösungen gefunden werden, um mögliche Marktverzerrungen zeitnah anzugehen, statt Jahre vergehen zu lassen.

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Die Diskussion um ein möglicherweise unzulässig wettbewerbsbeschränkendes Verhalten des Anbieters ist dabei bereits seit mehreren Jahren in vollem Gange, seit dem Inkrafttreten des Digital Markets Act umso intensiver. Google hatte vor zwei Monaten bereits Änderungen in Aussicht gestellt.

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(afl)



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