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Künstliche Intelligenz

Metas größtes KI-Rechenzentrum soll mehr als 250 Milliarden Dollar verschlingen


Meta treibt sein bislang größtes KI-Rechenzentrumsprojekt voran. Das bereits bekannte Ziel, den Hyperion-Campus im US-Bundesstaat Louisiana auf 5 Gigawatt Rechenleistung auszubauen, hat das Unternehmen nun konkretisiert und mit einer Investition von mehr als 50 Milliarden US-Dollar unterlegt. Damit steigt die offiziell angekündigte Investitionssumme gegenüber den zuvor genannten 10 Milliarden US-Dollar um mehr als 40 Milliarden.

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Das Projekt dürfte jedoch deutlich teurer werden: Bloomberg berichtet unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person, dass Meta inzwischen mehr als 250 Milliarden US-Dollar für den Standort einplane. Damit würde das Gesamtvolumen eine Viertelbillion US-Dollar übersteigen. Von den zusätzlich eingeplanten rund 200 Milliarden US-Dollar soll der Großteil auf KI-Beschleuniger entfallen. Offiziell bestätigt hat Meta bislang lediglich Investitionen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar.

Die für den KI-Campus vorgesehene Fläche umfasst knapp 16 Quadratkilometer. Damit zählt Hyperion zu den flächenmäßig größten Rechenzentrumsprojekten der Welt.

Gebaut wird der Campus in Richland Parish, das rund 20.000 Einwohner zählt und mit einer Armutsquote von etwa 26 Prozent zu den wirtschaftlich schwächeren Regionen Louisianas zählt. Nach der Inbetriebnahme soll Hyperion dort laut Meta mehr als 1.000 Arbeitsplätze schaffen.

Seit dem Baubeginn hat Meta nach eigenen Angaben Aufträge in Milliardenhöhe an Unternehmen aus Louisiana vergeben und will zudem in die lokale Infrastruktur investieren. Für die Stromversorgung des Standorts soll ein regionaler Energieversorger zehn neue Gaskraftwerke errichten. Zusätzlich zu den für die Rechenleistung vorgesehenen 5 Gigawatt werden laut Bloomberg mehr als 2 Gigawatt für den übrigen Strombedarf des Campus benötigt.

Die Investitionen haben aber auch Schattenseiten: Bloomberg berichtete im Mai von steigenden Mieten, einem angespannten Wohnungsmarkt und zunehmenden Verkehrsproblemen infolge des Zustroms Tausender Bauarbeiter. Kritik gibt es zudem am enormen Energiebedarf und an der vergleichsweise geringen Zahl dauerhafter Arbeitsplätze.

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Meta zählt nach eigenen Angaben weltweit 33 Rechenzentrumsstandorte. Der jüngste geplante Standort liegt im kanadischen Alberta und wurde vergangene Woche angekündigt. Nach Bloomberg prüft Meta den Einstieg in das Cloudgeschäft, indem künftig überschüssige Rechenkapazitäten der neuen KI-Rechenzentren an externe Kunden vermietet werden. Der Ausbau könnte damit langfristig auch als Grundlage für ein neues Geschäftsfeld dienen.


(tobe)



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Künstliche Intelligenz

Thunderbird will Schluss mit Einstellungschaos machen


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Thunderbird will die Einstellungen des E-Mail-Clients grundlegend überarbeiten. Anlass sind ausführliche Interviews – mit zehn Nutzern. Sie sollten den Entwicklern zeigen, wie sie als Anwender ihre Konfiguration verwalten und an welchen Stellen sie auf Hürden stoßen. Im Mittelpunkt der geplanten Änderungen stehen eine verständlichere Sprache, eine neue Struktur der Einstellungsmenüs, mehr Kontext für Datenschutz- und Sicherheitsoptionen sowie Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Bedienoberfläche. Langfristig sollen sich die Einstellungen auf Desktop und Mobilgeräten zudem stärker angleichen.

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Nach Angaben des Thunderbird-Teams schätzen Nutzer zwar den großen Funktionsumfang und die weitreichenden Anpassungsmöglichkeiten. Die meisten richten Thunderbird jedoch einmalig ein und ändern anschließend nur noch ausgewählte Optionen. Entsprechend wünschen sie sich eine moderne, übersichtliche Oberfläche, in der sich Einstellungen schnell finden und ohne unnötigen Fachjargon verstehen lassen.

Aus den Gesprächen leitete das Entwicklerteam mehrere Schwerpunkte für die weitere Entwicklung ab. So wollen sie technische Begriffe durch allgemein verständliche Bezeichnungen ersetzen. Außerdem will Thunderbird die Einstellungen künftig stärker nach Aufgaben statt nach technischen Kategorien gliedern. Das soll die Navigation vereinfachen und die Abhängigkeit von tief verschachtelten Menüs verringern.

Die Entwickler beobachteten außerdem, dass viele Anwender die integrierte Suche bereits heute als bevorzugten Weg nutzen, um bestimmte Optionen aufzurufen. Gleichzeitig empfinden viele die bisherigen Konfigurationsdialoge als überladen. Ziel der Überarbeitung ist daher, die Informationsdichte zu reduzieren und Einstellungen leichter auffindbar zu machen.

Auch Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen sollen verständlicher werden. Statt einer langen Liste einzelner Kontrollkästchen plant Thunderbird zusätzliche Erläuterungen zu den jeweiligen Funktionen sowie zu Voreinstellungen. Anwender sollen dadurch sicher und informiert entscheiden können, welche Auswirkungen eine Änderung hat. Zudem soll die Oberfläche moderner wirken, damit der Funktionsumfang von Thunderbird auch neue Nutzer nicht abschreckt.

Auch beim alltäglichen Umgang mit dem E-Mail-Client lieferten die Interviews ein interessantes Ergebnis. Viele Anwender nutzen ihren Posteingang nicht nur zum Lesen von E-Mails, sondern zugleich als persönliche Aufgabenliste – ungelesene Nachrichten markieren dabei noch zu erledigende Aufgaben. Aus dieser Arbeitsweise leitet Thunderbird zwar aktuell keine konkreten Änderungen ab, die Entwickler bezeichnen sie jedoch als relevantes Muster für künftige Untersuchungen.

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Parallel zur Überarbeitung der Einstellungen soll auch die Barrierefreiheit verbessert werden. Anlass ist unter anderem ein Audit eines Community-Mitglieds, dessen Ergebnisse in die Neugestaltung einfließen sollen.

Derzeit arbeitet das Thunderbird-Team nach eigenen Angaben daran, den Umfang des Projekts festzulegen, eine neue Informationsarchitektur für die Einstellungen auszuarbeiten und die Gestaltung von Desktop- und Mobilversion aufeinander abzustimmen.

Teile der Community sehen jedoch die Aussagekraft der Untersuchung kritisch. Das Thunderbird-Team betonte daraufhin, dass die zehn einstündigen Interviews ausdrücklich keine repräsentative Umfrage unter Millionen Nutzern ersetzen sollten. Sie dienten vielmehr als qualitative Vorstudie, um typische Probleme und Nutzungsmuster zu identifizieren. Künftige Untersuchungen sollen auch Nutzer erreichen, die weniger technikaffin sind.

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(fo)



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Künstliche Intelligenz

Open-Source-Hardware: DIY-Saugroboter mit LiDAR und ROS 2


Bisherige DIY-Saugroboter navigieren primitiv: Sie fahren blind durch den Raum und prallen dabei wie Betrunkene von Wand zu Wand. Das Open-Source-Projekt Oomwoo will das ändern, indem die gleichen Navigations-Frameworks zum Einsatz kommen, die auch teure kommerzielle Saugroboter verwenden: Mit 2D-LiDAR und dem Nav2-Stack des Open-Source-Frameworks ROS 2 (Robot Operating System) soll der Roboter geplante Pfade abfahren.

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Statt alle Komponenten selbst zu entwickeln, setzt das Projekt auf den florierenden Ersatzteilmarkt für chinesische Saugroboter: Motoren, Sensoren und Saugmodule werden etwa über AliExpress bezogen, lediglich Gehäuse, Bumper, Halterungen und Ladestation kommen aus dem eigenen 3D-Drucker.

Sämtliche Projektbestandteile – von den CAD-Dateien über die Firmware bis zur Steuerungssoftware – sind unter der Apache-2.0-Lizenz frei verfügbar. Cloud-Anbindung soll es nicht geben. Der Roboter soll komplett lokal arbeiten und über Home Assistant gesteuert werden.

Hinter Oomwoo steht Entwickler Ilia O., der unter anderem einfache Roboterbausätze für Unterricht und DIY verkauft. Bislang gibt es ein Chassis-Design und einige Simulationen der Steuerungssoftware, dazu viel Zuspruch in den Kommentaren auf der Projektseite. Fertige Nachbauanleitungen fehlen noch, und auch grundlegende Entscheidungen stehen noch aus – etwa welcher Rechner die Navigation übernehmen soll. Sowohl ein Raspberry Pi 5 als auch ein ESP32 mit micro-ROS als auch eine Kombination werden erwogen.

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Eine Teileliste ist für Mitte Juli angekündigt. Das Materialbudget soll bei 100 bis 200 US-Dollar plus Raspberry Pi liegen – für einen Roboter, der laut Entwickler mit kommerziellen Geräten der 500- bis 600-Dollar-Klasse mithalten soll.

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Der modulare Aufbau soll es Mitwirkenden ermöglichen, unabhängig voneinander an einzelnen Baugruppen zu arbeiten. Ein Bausatz ist angedacht, zwingend nötig soll er aber nicht sein.

Ilia O. nennt die wiederkehrenden Sicherheitsprobleme kommerzieller Saugroboter als Motivation und verweist auf den amerikanischen Sicherheitsforscher Dennis Giese, der seit Jahren die Hardware proprietärer Saugroboter in seinem Projekt robotinfo.dev dokumentiert und dabei regelmäßig Schwachstellen aufdeckt. Bereits auf dem 37C3 Ende 2023 zeigte er unter dem Titel „Sucking Dust and Cutting Grass“, wie sich Saugroboter und Mähroboter übernehmen lassen. Oomwoo umgeht das Problem, indem es weder Kamera noch Internetverbindung mitbringt.

An Maker-Saugrobotern herrscht kein Mangel: Der 3D-gedruckte Robot Vacuum Cleaner MARK II auf Arduino-Nano-Basis oder diverse Raspberry-Pi-Zero-Bauten auf GitHub zeigen, dass die Szene das Thema seit Jahren bearbeitet. Das schwedische Projekt Wolley verfolgte einen ähnlich ambitionierten Ansatz, scheint aber seit 2024 eingeschlafen zu sein.



(Bild: www.wolley.se)

Oomwoo ist damit nach aktuellem Stand das erste Projekt, das einen komplett selbst gebauten Saugroboter mit professioneller SLAM-Navigation verbindet. SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) bedeutet, dass der Roboter während der Fahrt gleichzeitig eine Karte seiner Umgebung erstellt und seine eigene Position darin bestimmt. Genau so navigieren auch die meisten kommerziellen Saugroboter.


(mch)



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TUM: Drohne und Laser messen verräterische Gase über Vulkanen


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Vulkanausbrüche vorherzusagen, ist schwierig. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) will mithilfe von einem Laser und einer Drohne verräterische Gaskonzentrationen erfassen, die auf einen bevorstehenden Ausbruch hinweisen können.

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Das Messsystem besteht aus einem Laser und einem Quadrocopter, unter dem ein halbkugelförmiger Reflektor montiert ist. Während die Drohne eine vorgegebene Route durch den Krater abfliegt, schickt der Laser Lichtpulse im Infrarot-Bereich in Richtung der Drohne.

Das Licht trifft auf den Reflektor und wird zum Lasergerät zurückgeworfen. Auf seinem Weg wird das Licht durch das Kohlendioxid, das der Lichtstrahl durchquert, abgeschwächt. Aus der Intensität des zurückgeworfenen Laserlichts lässt sich die Kohlendioxidkonzentration bestimmen.

Das Team um den TUM-Forscher Marius Schaab hat das System in der Praxis erstmals auf der Insel Vulcano getestet, die zu den Liparischen Inseln vor der Nordküste Siziliens gehört. Die Drohne flog in einer knappen Viertelstunde eine Route in einer Entfernung von bis zu 60 Metern zum Laser ab. In der Zeit führte das System etwa 3.000 Messungen durch. Ein Algorithmus erzeugte aus den Messdaten dann eine Karte, auf der die Kohlendioxidkonzentration in einer bestimmten Höhe dargestellt ist.

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Vulkanausbrüche besser vorhersagen: Wie die TUM Gase präzise misst

Dabei wird auch der aktuell herrschende Wind berücksichtigt. Die Abweichung bei dieser Methode beträgt etwa fünf Prozent. Das testete das Team zuvor in einem Windkanal.

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Wenn Lava aus dem Untergrund an die Oberfläche drückt, treten Gase aus, vor allem Kohlenstoff- und Schwefelverbindungen. Je stärker die Lava drückt, desto größer wird die Konzentration der Gase. Sie ist also ein guter Indikator für die Aktivität in einem Vulkanfeld.

Bisher wurden die Werte am Boden erfasst. Allerdings emittieren auch Pflanzen Kohlendioxid, weshalb die Messungen ungenau ausfielen. Der Drohneneinsatz mache die Messungen „präziser und sicherer“, sagte Achim Lilienthal, stellvertretender Direktor des Robotikinstituts TUM MIRMI und Leiter des Lehrstuhls für Perzeption für intelligente Systeme der TUM School of Computation, Information and Technology. „Unser Ziel ist, das Messen und Kartieren zu automatisieren und einer künstlichen Intelligenz die Interpretation der Daten zu übergeben.“


(wpl)



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