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Mission Mondnacht: Startup plant günstige Energieerzeugung auf dem Erdtrabanten
In der Dunkelheit des Weltraums ist Energie die wertvollste Währung. In der Nähe der Sonne ist Photovoltaik der Standard. Solarpanele stoßen bei Langzeitmissionen im tiefen All oder während der zweiwöchigen Mondnacht aber an ihre physikalischen Grenzen. Das lettische Startup Deep Space Energy schickt sich nun an, diese Lücke durch einen alternative Energiequelle zu schließen und die europäische Raumfahrt unabhängiger und effizienter zu machen: Mit dem Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 350.000 Euro sowie weiteren 580.000 Euro aus öffentlichen Aufträgen und Zuschüssen der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der NATO und der lettischen Regierung rückt die Kommerzialisierung neuartiger Radionuklidbatterien in greifbare Nähe.
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Herzstück der Innovation ist ein Generator, der auf dem natürlichen Zerfall von Radioisotopen basiert. Das sind Materialien, die als Nebenprodukt in zivilen Kernreaktoren anfallen und durch ihren Zerfall Wärme abgeben. Herkömmliche thermoelektrische Radioisotopengeneratoren (RTGs) werden schon seit Jahrzehnten in der Raumfahrt eingesetzt. Die Lösung von Deep Space Energy verspricht hier eine hohe Effizienzsteigerung. Laut Firmengründer Mihails Ščepanskis benötigt ihr System für die gleiche elektrische Leistung fünfmal weniger Brennstoff als aktuelle Standardmodelle.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Für den Betrieb eines Mondrovers würden lediglich zwei Kilogramm Americium-241 ausreichen, einem künstlichen und hochradioaktiven Aktinoid, das primär durch den Zerfall von Plutonium-241 in Kernbrennstoffen entsteht. Klassische Systeme verschlingen rund zehn Kilogramm der kostbaren Substanz.
Schlüssel für europäische Souveränität
Diese Effizienz ist mehr als eine technische Spielerei. Deep Space Energy sieht sie als Schlüssel zur europäischen Souveränität im All. Die weltweiten Produktionskapazitäten für Americium-241 sind stark begrenzt und werden erst Mitte der 2030er Jahre ein Niveau erreichen, das großflächige Missionen erlaubt. Durch den reduzierten Bedarf könnten europäische Missionen zum Mond oder in den tiefen Weltraum fünf Jahre früher starten als bisher geplant. Angesichts der Transportkosten von bis zu einer Million Euro pro Kilogramm Nutzlast auf die Mondoberfläche verspricht die Gewichtsreduzierung zudem Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe.
Über die wissenschaftliche Exploration hinaus zielt Deep Space Energy auf den strategisch wichtigen Verteidigungssektor ab. Das Startup betont zwar, dass seine Generatoren nicht für Waffensysteme konzipiert sind. Doch ihre Rolle als Backup-Energiequelle für militärische Satelliten ist bedeutsam. In hohen Umlaufbahnen wie dem Geostationären Orbit (GEO) sichern solche Batterien die Redundanz kritischer Aufklärungs- und Frühwarnsysteme. Sie machen Satelliten immun gegen Angriffe, die auf die Zerstörung von Solarpaneelen abzielen. Zudem gewährleisten sie den Betrieb auch in Phasen ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Geopolitische Resilienz und Run auf den Mond
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Ščepanskis verweist auf die geopolitischen Lehren der jüngeren Vergangenheit: Der Ukraine-Krieg habe verdeutlicht, wie fatal die Abhängigkeit von US-Satellitennetzwerken wie Starlink sein könne, wenn der Informationsfluss unterbrochen würde. Eine eigene, robuste Energieversorgung für europäische Aufklärungssatelliten sei daher eine Grundvoraussetzung für eine eigenständige Sicherheitsarchitektur. Das Baltikum positioniert sich dabei zunehmend als Innovationshub für solche kritischen Technologien. Deep Space Energy etwa nimmt als erstes lettisches Unternehmen im NATO-Diana-Programm für Wirtschaftskooperationen eine Vorreiterrolle ein.
Langfristig sieht das Unternehmen sein Hauptfeld in der aufstrebenden Mondökonomie. Für Programme wie Artemis oder das Moon Village ist das Überleben der Technik während der extremen Mondnacht – mit Temperaturen von minus 150 Grad Celsius und einer Dauer von über 350 Stunden – die größte Hürde. Die Technologie aus Lettland könnte Rovern und Stationen erlauben, über mehrere Tag-Nacht-Zyklen hinweg aktiv zu bleiben und so die Erforschung permanent beschatteter Krater ermöglichen.
(nie)
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Passwortlose Authentifizierung mit Passkeys, FIDO, SSO und mehr
Täglich werden Millionen Accounts durch unsichere, veraltete Passwörter kompromittiert. Sicherheitsexperten setzen daher auf sichere Alternativen wie Passkeys.
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In unserem praxisorientierten iX-Workshop Moderne Authentifizierung in der Praxis: 2FA für Windows & Web lernen Administratoren, Entwickler und DevOps-Engineers aktuelle Verfahren zur sicheren Authentifizierung kennen. Sie erfahren, wie Public Key Infrastructures (PKI), Zwei-Faktor-Authentifizierung und passwortlose Anmeldeverfahren funktionieren und wie sie diese sicher einsetzen können. Der Fokus liegt auf der sicheren und praxisnahen Anwendung dieser Technologien.
Der Online-Workshop vermittelt Ihnen moderne Alternativen zur klassischen Authentifizierung und zeigt, welche Bedeutung PKI-Zertifikate, FIDO und Passkeys dabei haben. Sie lernen, Zertifikate zu verwalten, zertifikatsbasierte Authentifizierung einzusetzen und Sicherheitskonzepte praxisnah umzusetzen. Dazu zählen unter anderem die Einrichtung von SSH- und Smartcard-Authentifizierung sowie die Absicherung von Webanwendungen und VPNs. Zudem beleuchtet der Workshop Stärken und Schwächen aktueller Verfahren wie OTP und Post-Quantum-Kryptografie.
Lernen in einer Übungsumgebung
Ihr neu erworbenes Wissen wenden Sie bei Übungen in einer sicheren virtuellen Umgebung an, die mit OpenSSL und Active Directory Certificate Services ausgestattet ist. Durch den Workshop führt der Sicherheitsexperte Tim Schmidt. Als Security Researcher bei der Neodyme AG ist er Experte für Code-Audits, Penetrationstests und Reverse Engineering von IoT-Geräten.
Dieser zweitägige Workshop richtet sich an Administratoren und DevOps-Engineers, die ihre IT-Infrastruktur durch moderne Authentifizierung jenseits von Passwörtern besser absichern und sich vor wachsenden Bedrohungen schützen wollen. Auch Entwickler, die zum Beispiel FIDO-Authentifizierungsprotokolle in eigener Software verwenden möchten, profitieren von dieser Schulung.
Die Teilnahme an diesem praxisorientierten Workshop ist auf zwölf Personen begrenzt, um einen regen Austausch mit dem Trainer und den anderen Teilnehmern zu ermöglichen.
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(ilk)
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Lego-Bauraum für Erwachsene in München eröffnet
So manche Kindheitsträume erwachsener Lego-Fans können in München jetzt wahr werden. Deutschlands erster Lego-Bauraum für Erwachsene „Out of the Blox“ lädt zum Bauen und Abschalten ein – ohne kaufen zu müssen. Der Spaß kostet allerdings Geld: Laut Webseite werden pro Stunde 15 Euro fällig – oder für einen Tagespass 90 Euro.
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Es gehe hier um das gemeinsame Bauen, sagt Mitgründer Moritz Janke, der den Bauraum mit seiner Freundin Melanie Sotouky eröffnete. Viele Fans liebten die Modelle, hätten aber zu wenig Platz oder scheuten die Anschaffungskosten. In dem neuen Konzept könnten Gäste „genau das Set bauen, auf das man immer schon Lust hatte“.
Die Auswahl ist groß. In der Sammlung finden sich etwa Sets aus den “Star Wars“- und „Harry Potter“-Reihen, aber auch berühmte Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der riesige Burj Khalifa in Dubai können nachgebaut werden.
Am Eröffnungstag war der Laden mit vielen Besuchern gefüllt, die mal wie in Kindheitszeiten auf dem Boden und mal an einem der vielen Tische bauten. Ständig war das ganz spezielle Geräusch zu hören, das entsteht, wenn man in einer Kiste nach dem nächsten Lego-Stein wühlt.
Zeit vergessen ohne Smartphone
„Ich kann hier total die Zeit vergessen“, schwärmen Besucher am Eröffnungstag. Sogar das Smartphone bleibe mal unangetastet, sagt ein Gast. „Beim Bauen passiert etwas Schönes: Gedanken sortieren sich, Stress fällt ab – und plötzlich sind ein paar Stunden vergangen“, fasst Melanie Sotouky zusammen.
Harry Potter zum Start besonders gefragt
In dem Lego-Bauraum gingen „Harry Potter“-Sets am Eröffnungstag besonders gut. „Davon haben wir aber auch viele“, sagt Moritz Janke. Auch die großen Sets seien beliebt. „Da muss man aber aufpassen, auch wenn ich schnell bauen kann, mache ich den Todesstern nicht in zwei Stunden fertig.“ Aber kein Problem: Nicht beendete Sets könnten gelagert und später zu Ende gebaut werden.
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Sollte ein Set so gut gefallen, dass es ins heimische Wohnzimmer wandern soll, kann es – mit wenigen Ausnahmen – auch gekauft werden. Perspektivisch möchte das Gründer-Paar auch einen Secondhand-Handel mit den Sets anbieten. Das Angebot richtet sich speziell an Erwachsene, aber, so Melanie Sotouky: „Natürlich sind Familien mit Kindern auch mehr als willkommen“.
Spielwaren für Erwachsene insgesamt ein Trend
Erwachsene haben sich bei Spielwaren insgesamt längst zu einer wichtigen Zielgruppe entwickelt. In vielen Märkten generierten erwachsene Spielzeugfans 30 Prozent der Umsätze, berichtete Ende Januar der Vorstandssprecher der Spielwarenmesse in Nürnberg, Christian Ulrich.
(olb)
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Tempolimits und mehr Homeoffice: Brüssel appelliert an die Mitgliedstaaten
EU-Bürgerinnen und -Bürger sollen mehr im Homeoffice arbeiten und häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dazu rief die EU-Kommission am Dienstag auf. Zudem appellierte sie an die Mitgliedstaaten, den eigenen Energieverbrauch zu senken und erneuerbare Energien auszubauen.
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Unter dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ verwies Dan Jørgensen, der EU-Kommissar für Energie und Wohnen, in einer entsprechenden Pressekonferenz auf einen Zehn-Punkte-Plan der Internationalen Energieagentur (IEA). Dieser soll dabei helfen, den europäischen Energiebedarf angesichts steigender Öl- und Gaspreise durch den Krieg im Iran zu reduzieren. Die Kommission arbeite unterdessen auch an einem eigenen Maßnahmenpaket, das sie demnächst vorstellen will.
„Wir schlagen den Mitgliedstaaten vor, sich den Zehn-Punkte-Plan der IEA anzuschauen und sich davon inspirieren zu lassen“, so Jørgensen. Neben vermehrter Arbeit im Homeoffice und der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sieht die IEA auch den Verzicht auf Flugreisen vor. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen würde sie gern um 10 km/h senken; Carsharing und effiziente Fahrweisen fördern.
Erst am Montag soll Jørgensen einen Brief an die verantwortlichen Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten gesendet haben, wie Euronews berichtet. Darin habe er die Regierungen darum gebeten, Maßnahmen zur Senkung des Gas- und Ölverbrauchs zu entwerfen. Am Dienstag folgte ein informelles virtuelles Treffen mit den Ministerinnen und Ministern.
Vorerst keine Ölknappheit
Dem Kommissar zufolge müssten sich die Mitgliedstaaten nicht um einen unmittelbaren Öl- oder Gasmangel sorgen. Die EU-Kommission arbeite daran, die Versorgung zu sichern und die Speicher zu füllen. Allerdings seien höhere Strompreise und Verknappungen auf den Märkten – besonders im Hinblick auf Diesel und Flugzeugtreibstoff – zu erwarten. Die Auswirkungen des Krieges auf den Energiemarkt seien vermutlich noch lange zu spüren, so Jørgensen. Ein Ende sei aktuell nicht absehbar.
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Um hingegen die „grundlegende Anfälligkeit gegenüber externen Energieschocks“ der EU anzugehen, müsse die Abhängigkeit von fossilen Energien überwunden und stattdessen in „saubere Energie aus eigener Produktion“ investiert werden.
Erst vor einigen Wochen hat sich die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür ausgesprochen, den europäischen Energiebedarf durch eine Mischung aus erneuerbaren Energien und Atomkraft zu decken. Ein Vorschlag, der in dieser Form viel Kritik erntete.
Blockade lässt Preise steigen
Seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist die Lage auf dem Energiemarkt weltweit angespannt. Der Luftraum über dem Land ist gesperrt und die iranischen Streitkräfte blockieren die Straße von Hormus.
Normalerweise passiert etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem offenen Ozean verbindet. Sie gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Die IEA rechnet mit einem Verlust der Produktion von knapp elf Millionen Barrel Öl pro Tag (etwa 1,7 Milliarden Liter). Die Preise für Öl sind nach Informationen der EU seit Beginn des Krieges um etwa 50 Prozent gestiegen, die Gaspreise sogar um 70 Prozent. Brent-Rohöl kostete zuletzt rund 119 US-Dollar je Barrel – vor Kriegsbeginn lag der Preis bei etwa 70 US-Dollar.
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(mho)
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