Künstliche Intelligenz
Nach dm: Rossmann kündigt eigene Online-Apotheke an
Die Drogeriekette Rossmann bereitet den Aufbau einer eigenen Online-Apotheke vor. Das bestätigte das Unternehmen aus Burgwedel bei Hannover auf Anfrage. „Wir beschäftigen uns so intensiv damit, dass ich Ihnen sagen kann: Die Online-Apotheke wird kommen“, kündigte Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung, an. Zuvor hatte die Lebensmittel Zeitung berichtet.
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Das Apothekenangebot soll demnach aus den Niederlanden heraus gesteuert werden. Zudem soll die Rossmann-App eine zentrale Rolle bei dem Vorhaben spielen. Zu Zeitpunkt, Umfang und konkreter Ausgestaltung der Online-Apotheke äußerte sich Rossmann zunächst nicht weiter.
„dm hat die Erwartungshaltung erhöht“
Erst im Dezember startete Wettbewerber dm mit einer eigenen Online-Apotheke. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Angebot rezeptfreie Arzneimittel sowie apotheken-exklusive Produkte wie Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik und Medizinprodukte.
„dm hat die Erwartungshaltung erhöht. Rossmann kann sich diesem Trend kaum entziehen, wenn man relevant bleiben will“, sagt Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn. Er rechnet damit, dass auch Lebensmitteleinzelhändler noch in den Markt einsteigen.
Medikamente per Mausklick
Medikamente werden immer häufiger im Internet gekauft. Online-Apotheken wie Redcare Pharmacy (früher Shop Apotheke) und DocMorris verzeichnen eine steigende Nachfrage. Die Kategorie Medikament zählte im vergangenen Jahr zu den Gewinnern im Onlinehandel. Der Umsatz stieg in Deutschland um sechs Prozent, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (Bevh) mitteilte.
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Ein wichtiger Grund für den Zuwachs ist das 2024 eingeführte E-Rezept. Die Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente sei dadurch erheblich einfacher geworden, sagt Handelsexperte Kortum. „Früher mussten Rezepte teils per Post an Versandapotheken geschickt werden, heute können Kunden sie digital einlösen.“ Vor allem für Ältere und chronisch Kranke sei die Lieferung deutlich bequemer.
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Laut Bevh-Sprecher Frank Düssler punkten Online-Apotheken auch mit digitalen Beratungsangeboten per Video und oft günstigeren Preisen. Zudem sei es möglich, Menschen im ländlichen Raum besser zu erreichen, wo die Versorgung häufig nicht mehr flächendeckend gesichert ist.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Neue Netzkennung: Telekom-Kunden sehen „Im besten Netz“ statt „Telekom“
Mobilfunk-Kunden der Deutschen Telekom sehen seit Kurzem eine neue, sich bewegende Netzkennung mit der Nachricht „Im besten Netz“ in der linken Ecke ihres Smartphone-Bildschirms. Laut der Telekom ist das Absicht.
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Die geänderte Netzkennzeichnung ist Teil einer 360-Grad-Werbekampagne „für ihre leistungsfähigen Netze“, erklärt der Telekommunikationskonzern. Neben der Werbung auf dem Smartphone bewirbt die Telekom ihr Netz mit einem neuen Werbespot mit dem Song „What The World Needs Now Is Love“ und verschiedenen Motiven.
Kundenbeschwerden
Die Werbeaktion direkt auf den Geräten der Mobilfunknutzer kommt aber offenbar nicht gut an. „Hallo, diese Smartphone-Anzeige ‚Im besten Netz‘ statt ‚Telekom‘ hat mich heute früh extrem verunsichert, dachte an einen Hackerangriff, der alle Daten abgegriffen hat und dann diesen Hinweis hinterlassen hat,“ schreibt ein verwunderter Telekom-Kunde unter der Ankündigung zur Änderung der Netzkennung der Telekom.
Ein weiterer Kunde beschwert sich zudem über den „Fail“, dass sein iPhone keine Werbe-Fläche für die Marketing-Abteilung sei und hätte sich über eine Vorankündigung, zum Beispiel „per SMS oder in der MeinMagenta-App“, gefreut. Auch auf Reddit beschweren sich einige Nutzer über die neue Anzeige: „Ich bezahle ja schon das Produkt, da brauch ich nicht ungewollte Werbung.“
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Unter einem Ankündigungsbeitrag zur Änderung auf Instagram fragen sich Kundinnen und Kunden, wann die alte Anzeige wieder zurückkommt, da sie sich von der rollenden Anzeige gestört fühlen. Die neue Anzeige lässt sich jedoch nicht abstellen. Laut der Telekom soll die geänderte Netzkennung zunächst für vier Wochen bleiben, dann soll über eine Verlängerung entschieden werden. Unter anderem auf Instagram freuen sie sich, „Im besten Netz“ unterwegs zu sein.
Nicht auf allen Geräten
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Die temporäre Anzeige ist der Telekom zufolge über ein Over-the-Air-Update (OTA) auf Smartphones verteilt worden. Aus „technischen und konzeptionellen Gründen“ könne die Anzeige nicht auf allen Geräten ausgespielt werden. Die technische Umsetzung erforderte ein Update des SIM-Profils, „das nicht alle Tarife, Gerätetypen oder Marken unterstützt“, so die Telekom.
Die Deutsche Telekom erreicht laut aktuellen Zahlen eine 5G-Flächenabdeckung von knapp 90 Prozent. Vodafone lag Ende 2025 bei 75 Prozent und Telefónica bei 76,1 Prozent. Die beiden Unternehmen konnten ihre Abdeckung deutlich verbessern. Insgesamt ist die mobile Breitbandversorgung, also die Abdeckung durch mindestens 4G oder 5G, mittlerweile auf circa 98 Prozent des Landes angewachsen.
(afl)
Künstliche Intelligenz
heise+ Update vom 22. Januar 2026: Lesetipps fürs Wochenende
Liebe Leserinnen und Leser,
ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich die vergangenen Tage schon wieder zu viel gegessen habe. Meine guten Vorsätze kann ich also auch wieder getrost aufgeben – oder nicht? Kurz meinen Frust in Gemini eingetippt, bekomme ich folgende Antwort: „Tief durchatmen! Die Antwort ist ‚nein, es ist nicht alles verloren‘“. Und direkt danach erhalte ich auch schon einen Notfallplan, um gegen meinen Frust gegenzusteuern. Krass. Und ehrlicherweise: Das motiviert mich.
Mein Kollege Alexander Spier hat auch ausprobiert, wie KI beim Abnehmen und einer gesünderen Ernährung unterstützen kann. Ob per Fotoanalyse in einer App oder im geduldigen Zwiegespräch mit einem Chatbot – die Möglichkeiten, die eigenen Essgewohnheiten zu verstehen und zu verbessern, sind inzwischen ziemlich verblüffend. Lesen Sie rein.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „heise+ Update vom 22. Januar 2026: Lesetipps fürs Wochenende „.
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Berichtspflichten: 62 Milliarden Euro Bürokratiekosten für Unternehmen
Die Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen wegen Berichtspflichten sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts gesunken – doch liegen sie immer noch bei 62,5 Milliarden Euro pro Jahr. Vor einem Jahr wies die amtliche Statistik Kosten von 66,6 Milliarden Euro aus. Die Zahl der Informationspflichten ging von 12.390 im Januar 2025 auf 12.364 zurück. Abgefragt hat die Zahlen das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).
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Von Informationspflichten spricht das Statistische Bundesamt, wenn aufgrund bundesrechtlicher Regelungen Daten oder sonstige Informationen beschafft, übermittelt oder verfügbar gehalten werden müssen. Dabei geht es zum Beispiel um Auswirkungen auf die Umwelt oder Informationen zum Arbeitsschutz. Die Kosten entstehen unter anderem für die Arbeitszeit der Beschäftigten, die diese Informationen zusammentragen. Die genannten Milliardensummen in der Statistik sind auf ein Jahr bezogene Hochrechnungen auf Grundlage der bestehenden Regeln.
325.000 zusätzliche Angestellte
Eine Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im ersten Quartal 2025 beziffert den Aufwand auch personell. Demnach hätten deutsche Betriebe seit 2022 rund 325.000 Arbeitskräfte zusätzlich eingestellt, um die gestiegene Bürokratie zu bewältigen. Als größte Belastung nannten die befragten Unternehmen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Darauf folgten EU-IT-Sicherheitsverordnungen und das Lieferkettengesetz, das die Bundesregierung im September 2025 inzwischen aber teilweise entschärft hat. Insgesamt sei in der Wahrnehmung der Unternehmen die Bürokratielast massiv gewachsen.
Die schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, die Bürokratiekosten deutlich zu senken und die Unternehmen von Berichtspflichten zu entlasten. Im Dezember haben Bund und Länder auch eine Modernisierungsagenda verabschiedet, die Bürokratiekosten um 25 Prozent senken soll. Erst Anfang Januar räumte Bundeskanzler Friedrich Merz allerdings ein, dass die Bürokratiekosten unverändert zu hoch seien.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht nannte die Summe von 62,5 Milliarden Euro einen „Konjunkturkiller“. „Die Bundesregierung hatte versprochen, den Bürokratie-Dschungel zu lichten. Tatsächlich sind die Berichtspflichten weiter auf Rekordniveau.“ Deutschland brauche einen „echten Bürokratie-Schredder“, meinte Wagenknecht.
(axk)
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