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Netflix zeigt Aufstieg, Fall und Comeback der Boygroup


Kreischende Fans, Poster an den Wänden und Hits, die eine Ära definierten: Die 90er waren das Jahrzehnt von Take That. Eine neue Netflix-Doku enthüllt nun die tiefere, emotionalere Geschichte hinter dem makellosen Lächeln der Teenie-Idole.

Diese Doku ist weit mehr als eine bloße Rückschau auf irgendeine Boygroup. Sie ist eine unter die Haut gehende Aufarbeitung. Eine, die die komplexe und manchmal schmerzhafte Realität hinter dem Pop-Phänomen Take That beleuchtet. Die Veröffentlichung ist Teil einer bewährten Netflix-Strategie: Popkultur-Dokus, die sowohl Hardcore-Fans mit exklusivem Material als auch Gelegenheitszuschauer mit einer fesselnden Geschichte ansprechen sollen. Die mit Spannung erwartete, dreiteilige Dokumentation mit dem Titel „Take That“ ist seit dem 27. Januar 2026 exklusiv auf Netflix verfügbar.

Insgesamt rund drei Stunden beleuchtet die Doku über 35 Jahre Bandgeschichte. Angereichert wird sie mit exklusivem Archivmaterial, bislang unveröffentlichten Aufnahmen und brandneuen Interviews. Im besten Fall soll sie zudem auch einen Hype für die bevorstehende Tour der Band im Jahr 2026 lostreten.

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Mehr als nur Nostalgie: Eine Reise hinter die Kulissen

Die Besonderheit des Formats liegt in seiner Erzählperspektive. Es versteht sich als eine Art Gegenentwurf zu jüngsten Projekten wie dem Kinofilm „Better Man“ oder der Robbie-Williams-Doku, die sich stark auf den berühmt-berüchtigten Aussteiger der Band konzentrierten. Hier hingegen setzt Netflix bewusst auf mehr Gruppenmechanik statt auf eine Solo-Perspektive. Die Doku erzählt die komplette Geschichte der Fünfergruppe und integriert die Sichtweisen aller ursprünglichen Mitglieder – Gary Barlow, Mark Owen, Howard Donald, Jason Orange und Robbie Williams.

Gleichzeitig präsentiert man den Fans aber auch neue Interviews, die vorwiegend mit dem aktuellen Trio (Barlow, Owen und Donald) geführt wurden. Auf diese Weise reflektiert man die Geschichte der Band aus gereifter Warte. Es ist die ultimative Bandstory, die die emotionalen Abgründe hinter dem perfekten Pop-Image schonungslos offenlegt. Wie schon bei der Robbie-Doku bekommen wir auch hier Einblicke in die düstere Welt hinter der fancy Popstar-Fassade. Einblicke, die wir uns damals in den Neunzigern so nicht vorstellen konnten.

Die Kehrseite des Ruhms: Zwischen Welthits und persönlichen Krisen

Die Stärke moderner Musikdokumentationen liegt in ihrer Authentizität. Das Publikum verlangt nicht mehr nur nach Hochglanz-Rückblicken, sondern nach der ungeschminkten Wahrheit. Genau diesen Wert liefert die Netflix-Serie, indem sie die persönlichen Kämpfe der Bandmitglieder in den Mittelpunkt rückt. Sie zeigt, welch hohen Preis die jungen Männer für ihren kometenhaften Aufstieg zahlten.

Die Doku destilliert die zentralen Konflikte, die die Band beinahe zerstört hätten, zu einer bewegenden Erzählung: Garys Kampf, der – obwohl Mastermind und Songschreiber der Band – immer irgendwie im Schatten von Robbies Ruhm stand. Die Doku verschweigt auch nicht, wie Robbie Williams unter dem Druck und den Regeln der Boyband zerbrach, zum absoluten Alki wurde und schließlich ausstieg, um eine beispiellose, aber auch von Exzessen gezeichnete Solokarriere zu starten.

Nicht weniger schonungslos berichten die anderen Mitglieder, wie tief sie nach der Trennung vom „Popstar-Himmel ins Nichts“ fielen. Ihr plötzlicher Absturz aus dem Rampenlicht in ein normales Leben wird als ebenso harter Kampf dargestellt.

Unser Watch-Tipp: Nicht nur für Fans!

Die „Take That“-Doku ist keine gewöhnliche Popstar-Verehrung. Sie reiht sich in einen modernen Trend ein, bei dem Authentizität und die ungeschminkte Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des Ruhms für das Publikum wertvoller geworden sind als polierte Heldengeschichten. Sie ist ein mutiger, ehrlicher und zutiefst bewegender Einblick in die Mechanismen der Musikindustrie und den menschlichen Preis des Erfolgs. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Verrat, Absturz und die Kraft der Versöhnung.

Egal, ob Ihr damals mit Postern an der Wand zu „Back for Good“ mitgesungen habt oder einfach nur an einer starken, menschlichen Geschichte interessiert seid: Lasst Euch auf diese emotionale Zeitreise ein. Es lohnt sich!



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Metas KI-Ambitionen: 115 bis 135 Milliarden US-Dollar Investitionen im Jahr 2026


Metas KI-Ambitionen: 115 bis 135 Milliarden US-Dollar Investitionen im Jahr 2026

Bild: Dennis Krause

Nach einem sehr guten vierten Quartal, in dem Meta die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertreffen konnten, lassen sich Investoren auch von Plänen, im Jahr 2026 sage und schreibe zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar in KI zu investieren, nicht beunruhigen. Die Aktie stieg am Tag nach der Bekanntgabe der Zahlen deutlich.

Stabile Zahlen überzeugen Investoren

 
Meta hat im vierten Quartal 2025 den Umsatz um 24 Prozent von 48,4 Milliarden US-Dollar auf 59,9 Milliarden US-Dollar steigern können, der Gewinn stieg um 9 Prozent von 8,02 Milliarden US-Dollar auf 8,88 Milliarden US-Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Mit diesen Zahlen im Rücken konnte Mark Zuckerberg die Investoren beruhigen und die Bedenken gegenüber den geplanten Investitionen im KI-Sektor mildern.

Meta plant 2026 zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar für den Bereich Künstliche Intelligenz aufzuwenden und wird damit die Investitionen gegenüber 2025 fast verdoppeln. Meta holt damit zu Microsoft auf, die im vierten Quartal 2025 37,5 Milliarden US-Dollar investiert haben.

Umsatz durch Rechenleistung

Mit den geplanten enormen Investitionen bläst Meta ins selbe Horn wie zuletzt OpenAI. Der Konzern hatte erklärt, der Umsatz werde in Zukunft einzig und allein durch zu wenig Rechenkapazität gebremst werden können. Oder anders gesagt: Soll viel Geld umgesetzt werden, muss viel Rechenleistung vorhanden sein. Also investiert auch Meta gigantische Summen.

Mark Zuckerberg hatte dabei bereits im Jahr 2024 mögliche Einnahmequellen für KI-Tools aufgeführt, darunter auch Werbeeinnahmen, die die primäre Einnahmequelle für Meta sind.

Die umfangreichen Investitionen sollen dazu dienen, das Werbegeschäft zu verbessern und den KI-Entwicklern entsprechende Ressourcen zur Verfügung stellen. Den Investoren wird dabei versichert, dass im Lauf des Jahres neue KI-Produkte auf den Markt zu bringen, was für Mark Zuckerberg eine gewisse Wichtigkeit besitzt. Mark Zuckerberg betont dabei auch die Wichtigkeit der Investition in den KI-Sektor und dass man die Zukunft mitgestalten möchte.



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Dieses Smart Lock demütigt die Konkurrenz


Nuki, SwitchBot, Aqara oder auch Yale. Es gibt zahlreiche bekannte Hersteller, die digitale Türschlösser in unterschiedlichen Preissegmenten anbieten. Doch wer bietet das beste elketronische Türschloss?

Wer an die besten Smart Locks denkt, stößt immer wieder auf Modelle von Nuki, Aqara oder auch Switchbot. Mittlerweile haben sich zahlreiche weitere Hersteller in die engere Auswahl hochgearbeitet. Doch wer bietet das beste elektronische Türschloss?

Die besten Smart Locks mit Fingerabdruckerkennung im Test

Testsieger: Nuki Smart Lock Pro

Nuki Smart Lock Pro (5. Gen) an einer Tür angeschaltet
Das Nuki Smart Lock Pro Bildquelle: nextpit

Das Nuki Smart Lock Pro ist das beste Smart Lock, das nextpit zum jetzigen Stand im Test hatte. So schnell wie das Smart Lock Pro öffnet kein anderes elektronisches Türschloss. Es gibt drei Geschwindigkeitsmodi, zwischen denen Nutzer wählen können.

Ein Zylindertausch ist bei diesem Türschloss nicht notwendig. Das Nuki-Schloss lässt sich nahtlos in Apple HomeKit integrieren. Es ist mit bestehendem Nuki-Zubehör kompatibel. Das Nuki Smart Lock Pro kostet nach unverbindlicher Preisempfehlung 269 Euro.

Beste Testsieger-Alternative: SwitchBot Smart Lock Ultra

Eine Person hält ein SwitchBot Ultra Touch-Tastatur-Schloss und ein Smart-Lock-Gerät in den Händen.
SwitchBot Smart Lock Ultra mit Gesichtserkennung Bildquelle: nextpit

Die beste Testsieger-Alternative bietet SwitchBot mit dem Smart Lock Ultra. Das Einzige, indem es dem Nuki-Schloss nachsteht, ist die Entsperr-Geschwindigkeit. Dafür bietet das Modell viele Entsperrmöglichkeiten. Darunter sind ein Keypad mit Fingerabdruckerkennung und eine Gesichtserkennung. Die Montage ist ohne Zylindertausch möglich.

Es ist Matter-kompatibel, jedoch nur mit einem Matter-Hub, der im Lieferumfang enthalten ist. Das SwitchBot Smart Lock Ultra ist bei Amazon erhältlich und kostet nach unverbindlicher Preisempfehlung 249,99 Euro. Das Keypad Vision mit Gesichtserkennung kostet weitere 149,99 Euro. 

Preistipp: Yale Linus L2 Lite

Yale Linus L2 Lite
Yale Linus L2 Lite Bildquelle: nextpit / Ezequiel Exstein

Wer nicht viel zahlen möchte, ist mit dem Yale Linus L2 Lite gut bedient. Es sieht aus wie Nuki und bietet auch viele praktische Features für das Türschloss. Die Montage ist kinderleicht und geht schnell. Besonders ist hierbei, dass Yale auf Batterien und nicht auf einen Akku setzt.

Was die Smart-Home-Integration angeht, so bietet Yale im Prinzip das Gesamtpaket rund um Matter und Thread an Bord. Somit seid Ihr gut aufgestellt, um das Türschloss via Automationen mit anderen intelligenten Geräten zu koppeln. Das Yale Linus L2 Lite gibt es bei Tink für 139 Euro.

Kaufberatung: So findet Ihr das beste smarte Türschloss

Egal, ob als Komfortaspekt oder für erhöhte Sicherheit: Smarte Türschlösser machen in jedem Einsatzfeld Sinn. Das sind die Gründe.

Montage und Installation

Alle Modelle, die wir Euch in dieser Liste beschrieben haben, können ohne zu bohren installiert werden. In der Regel umfassen die Lieferumfänge mindestens zwei Fixierplatten. Hier könnt Ihr selbst entscheiden, ob Ihr das Smart Lock klebend anbringen oder mit Schrauben befestigen möchtet. Die nötigen Inbusschlüssel sind im Verpackungsinhalt enthalten.

Kompatibilität

Außerdem solltet Ihr Euch Gedanken machen, ob Ihr das Smart Lock mit weiteren Geräten in Eurem Smart Home „verbinden“ wollt. Habt Ihr eventuell einen Saugroboter (Bestenliste), der immer saugen soll, wenn Ihr das Haus verlasst, oder sollen Philips-Hue-Lampen (Übersicht) im Hausflur automatisch angehen, sobald das smarte Schloss die Tür geöffnet hat? Schaut also, mit welchen Smart-Home-Standards Eure bestehenden Geräte kompatibel sind.

Ausstattung eines smarten Türschlosses

Nicht jedes Türschloss hat die gleiche Ausstattung. Bei einigen Modellen gibt es ein Keypad samt Fingerabdruckscanner im Lieferumfang, bei anderen müssen Bridges, Türsensoren oder Battery-Packs zusätzlich gekauft werden. Wir empfehlen Euch immer einen genauen Blick in die Shops der jeweiligen Hersteller, da diese zahlreiche Bundles mit allen möglichen Lieferumfängen anbieten.

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Nvidia GeForce Now App für Linux im Test


Nach einer nativen App für das Steam Deck mit Linux (SteamOS) steht ab sofort auch für Desktop-Linux eine native GeForce Now App bereit. Sie bietet mit dem richtigen Tarif alle RTX-5000-Features und macht, sofern per Cloud-Streaming verfügbar, bis dato ausgesperrte Anti-Cheat-Titel unter Linux spielbar. Ein Erfahrungsbericht.

GeForce Now als native App für Linux

Über ein Jahrzehnt steht Spielern der Game-Cloud-Streaming-Dienst GeForce Now bereits zur Verfügung. Mit dedizierten Apps für verschiedene Endgeräte macht Nvidia das Spielen (fast) unabhängig von der Hardware des Clients möglich – auch auf immer mehr Fernsehern von LG und Samsung. Was lange fehlte, war eine native App für Linux.

Zwar war es auch ohne App bislang unter Linux möglich mit einem kompatiblen Browser GeForce Now zu nutzen. Doch eine native App verspricht mehr Funktionen und vor allem einen einfacheren Umgang – gerade dann, wenn das System mit der App im Autostart zum Spielen am TV genutzt werden soll.

Der Linux-Client startet als Beta

Vor einem Jahr kam dann endlich Bewegung in Nvidias Linux-Anstrengungen: Zur CES 2025 wurde eine App für das Steam Deck angekündigt und im Sommer auch geliefert. Auf der CES 2026 folgte dann die Ankündigung für den nativen Linux-Client. Heute startet er in die Beta.

Die native GeForce Now App unter Linux.
Die native GeForce Now App unter Linux.

Fast alle bekannten Features mit an Bord

Dabei werden Auflösungen bis 5K mit 120 FPS oder 1080p mit 360 FPS für unterstützte Spiele möglich. Nutzer von RTX-5000-Grafikkarten erhalten dabei auch die Möglichkeit für einen noch hochwertigeren Stream mit 4:4:4-Chroma-Subsampling, AV1-Streaming gibt es hingegen unter Linux noch nicht.

Die Auflösung des Streams lässt sich bis 5K einstellen.
Die Auflösung des Streams lässt sich bis 5K einstellen.
Auch 360 FPS sind möglich, eine entsprechend gute Internetverbindung vorausgesetzt.
Auch 360 FPS sind möglich, eine entsprechend gute Internetverbindung vorausgesetzt.
Mit Nvidia-Grafikkarten ist auch die Auswahl besseren Chroma-Subsamplings möglich.
Mit Nvidia-Grafikkarten ist auch die Auswahl besseren Chroma-Subsamplings möglich.

Circa 2.300 Titel bietet Nvidia über GeForce Now sofort spielbar an. Nutzen können Spieler davon diejenigen, die sie in den bekannten Game-Launchern (Steam, Ubisoft, EA etc.) selbst besitzen – die Launcher werden dafür mit GeForce Now verknüpft. Circa 2.000 weitere Spiele lassen sich mit dem neuen Install-to-Play-Feature spielen, auch hier vorausgesetzt, der Nutzer besitzt den Titel. Ohne Mehrkosten stehen dafür 100 GB Speicher zur Verfügung. Alle Informationen zum aktuellen Stand bei GeForce Now (unter Windows) liefern die folgenden Artikel:

  • Nvidia: GeForce Now erhält RTX 5080, höhere Bildqualität und mehr
  • GeForce Now App: Native Unterstützung für Desktop-Linux und Fire TV in Kürze

Sicher sein, dass ein Titel über GeForce Now spielbar ist, dürfen sich Nutzer allerdings nie. Denn der Katalog kann wechseln und Publishern steht es frei, ihre Titel von Cloud-Streaming per se auszuschließen. Das ist und bleibt eine Einschränkung. Aber es gibt auch sehr viele Vorteile – auch ganz explizit für Linux.

Mit GeForce Now gegen Linux-Schwächen

Während Linux-Gaming mit Windows-Spielen immer besser läuft (Test), bleiben Kompatibilitätsprobleme je nach eingesetzter Hardware, aber auch Schwierigkeiten mit Anti-Cheat – Fortnite als prominentes Beispiel ist deshalb zum Beispiel raus.

Insbesondere ältere Hardware ohne Vulkan-Unterstützung und damit ohne Möglichkeit moderne Spiele von DirectX in Vulkan zu übersetzen („Proton“), wie es bei vielen Windows-10-Rechnern ohne Windows-11-Upgrade der Fall sein dürfte, ist betroffen. Doch auch Spieler, die zwar von Windows auf Linux wechseln, allerdings nicht auf bestimmte Spiele verzichten möchten, scheuen sich weiterhin. Für beide Probleme verspricht Game-Streaming aus der Cloud eine Lösung zu sein.

Die Systemanforderungen

Da die Last des Renderns bei GeForce Now auf Nvidias Serverfarmen liegt, obliegt es dem Client nur noch die vom Server gelieferten Videodaten zu dekodieren. Entsprechend ist weniger die Leistung des eigenen Systems entscheidend, sondern dessen Feature-Unterstützung:

So verlangt die GeForce Now App für Linux die Fähigkeit H.264- und H.265-Vulkan-Video-Codecs zu verarbeiten. Die Unterstützung sollte in der Regel schon seit Jahren gegeben sein. Nvidia selbst nennt die GeForce-10-Serie als Einstieg an.

In der aktuellen Version ist die GeForce Now App zudem nur für x86-Systeme verfügbar. Sie begnügt sich dabei mit zwei CPU-Kernen (ab 2,0 GHz) und 4 GB RAM. Doch auch die Software ist entscheidend. Für Intel- und AMD-Systeme gibt Nvidia Mesa ab Version 24.2.8 an. GeForce-Grafikkarten benötigen hingegen den Treiber 580.126.09 oder neuer.

Dank Flatpak nicht nur für Ubuntu

Offiziell verlangt Nvidias Linux-Client nach Ubuntu 24.04 LTS. Dennoch sollte die App auf den gängigsten Linux-Distributionen laufen – denn sie basiert auf Flatpak. Wenn also die restlichen Systemanforderungen erfüllt sind und Flatpak aktiv ist bzw. nachinstalliert wurde, lässt sich GeForce Now durch einfaches Ausführen auf dem System installieren. Auch mögliche Abhängigkeiten werden dabei während des Installationsprozesses von Flathub bezogen.

Der Installer kümmert sich auch um die Deinstallation bzw. Neuinstallation von GeForce Now.
Der Installer kümmert sich auch um die Deinstallation bzw. Neuinstallation von GeForce Now.

Anschließend muss lediglich der Login mit den eigenen Daten erfolgen, wofür die App allerdings den Standard-Browser aufruft.

Erfahrungsbericht unter Linux

ComputerBase hatte bereits früher über GeForce Now berichtet und sich auch die native GeForce Now App für das Valve Steam Deck angeschaut. Durch sie konnten entscheidende Schwächen des Steam Deck ausgeglichen werden, denn die Leistung des Handhelds spielte keine Rolle mehr und auch die Laufzeit vergrößerte sich deutlich. Neben der besseren Bildqualität und dem modernen Upscaling (DLSS 4.5) sowie Frame Generation konnte GeForce Now auf dem Handheld auch durch die Anti-Cheat-Kompatibilität mehr aus Valves mobiler Linux-Konsole holen.

Keine Probleme mit CachyOS und Wayland

Als Basis für die ersten Gehversuche mit der neuen Linux-App diente CachyOS mit installierter Flatpak-Unterstützung. Auch wenn es sich nicht um die aktuelle Empfehlung für die Verwendung von GeForce Now handelt, verliefen sowohl die Installation als auch die Nutzung problemlos. Auch hat die Redaktion sowohl mit einer Radeon- als auch einer GeForce-Karte die App betrieben. Dabei gab es, wie von Nvidia versprochen, auf der eigenen Karte das bessere Chroma-Subsampling zur Auswahl.

Nvidias Empfehlung für die eigenen Grafikkarten nennt einen 580er-Treiber und X11 als Fenstermanager. Dennoch gelang es im Test auch mit Wayland und einem 590er-Treiber das Spielestreaming zu nutzen. Mehr dazu in einem späteren Abschnitt.

AAA, Raytracing und Anti-Cheat läuft (meist)

Angespielt wurden mehrere Titel, darunter Claire Obscure, Oblivion Remastered, Hogwarts Legacy, Cyberpunk 2077, Final Fantasy XVI und Kingdom Come: Deliverance 2; also alles Spiele, die entweder starke Hardware oder kurze Reaktionszeiten abverlangen. Probleme gab es keine, was direkt Gedankengänge um Windows-freie „Konsolen“-Alternativen auf Mini-PCs wachsen ließ.

Doch zurück zu den getesteten Spielen: Insbesondere das leistungshungrige Raytracing, das beim Spielen von Windows-Spielen unter Linux mit einer GeForce oft 20 bis 30 Prozent Leistung im Vergleich zu Windows kostet, läuft über GeForce Now deutlich schneller. Und aus bis dato unspielbaren Anti-Cheat-Titeln wie Fortnite oder auch F1 25 wird über GeForce Now ein Spielerlebnis. Immer vorausgesetzt, das Spiel ist im Katalog verfügbar.

Oblivion Remastered via GeForce Now.
Oblivion Remastered via GeForce Now.

Anpassung an zu wenig Bandbreite

Während des Testens trat auch ein Problem mit der eigenen Internetanbindung auf, sodass unfreiwillig auch getestet wurde, wie sich GeForce Now mit reduzierten Downstream-Kapazitäten schlägt: GeForce Now versucht die verfügbare Bandbreite bestmöglich zu nutzen und überlässt es dabei dem Spieler vorzugeben, ob diese für Bildqualität oder Latenz genutzt werden soll. Wer auf Grafikqualität verzichtet, kann selbst mit schwacher Internetleitung mit kaum merklicher Latenz spielen.

Auch mit eingeschränkter Internetverbindung, wie hier in Hogwarts Legacy, ist Spielen möglich.
Auch mit eingeschränkter Internetverbindung, wie hier in Hogwarts Legacy, ist Spielen möglich.

Noch fehlt etwas Feinschliff

Insgesamt funktioniert GeForce Now für Linux mit der nativen App als Beta bereits gut. Dennoch gibt es einige Punkte, welche die Entwickler noch angehen sollten.

Das fängt bei der Zweiklassengesellschaft im Bereich der Fenstermanager an. Während für AMD- und Intel-Grafikkarten Wayland empfohlen wird, empfiehlt Nvidia für die eigenen GeForce-Grafikkarten noch X11.

Auch von anderen Versionen der App bekannte Features fehlen noch. So gibt es aktuell keine Unterstützung für den AV1-Codec. Auch HDR bereitet noch Probleme und Cloud-GSync fehlt ebenfalls. Insgesamt dürften die Einschränkungen allerdings nur bei den wenigsten Spielern zum Problem werden.

Drei Tarife zur Auswahl

Wer in GeForce Now einsteigen möchte, hat die Wahl zwischen drei Tarifen, der Zugang ist an keine Plattform gebunden.
Free, Performance und Ultimate stehen zur Verfügung, wobei Free – wie der Name bereits suggeriert – kostenlos mit Werbung zur Verfügung steht. Dafür ist die Spielzeit und Auflösung begrenzt und auch der Spielkatalog umfasst nur etwa die Hälfte der Titel (kein Install-to-Play). Ebenfalls begrenzt ist die Leistung der zur Verfügung stehenden Hardware.

Monatliche Preise bei GeForce Now.
Monatliche Preise bei GeForce Now. (Bild: Nvidia)

Mehr Spiele, Leistung, RTX und Auflösung gibt es mit dem Performance-Modell für 10,99 Euro im Monat. Dabei entfällt nicht nur die Werbung, auch steigt die Auflösung von 1080p auf 1440p. Spielsitzungen können ganze 6 Stunden andauern – im Gegensatz zu einer Stunde im Free-Modell.

Für 21,99 Euro steigt die Leistung und damit die Grafikqualität des Streams deutlich an. Gerendert wird nämlich mit der Leistung einer RTX 4080. 4K-Auflösung und 240 FPS sind möglich. Auch lässt sich zwei Stunden mehr am Stück spielen als mit Performance. Als Besonderheit gibt es in ausgewählten Spielen auch RTX-5080-Performance, wobei dadurch bis zu 5K-Auflösung, 360 FPS und DLSS 4 inklusive Multi-Frame-Generation möglich sind.

Neu seit 1. Januar ist, dass fast alle Nutzer von GeForce Now und damit erstmals auch Bestandskunden ein monatliches Stundenlimit für den Streaming-Service haben.

Bis jetzt galt dies nur für Registrierungen nach dem 1. Januar 2025. 100 Stunden können maximal im Monat gespielt werden. Sowohl für das Ultimate- als auch für das Performance-Abo gilt dieser Wert, gegen einen Aufpreis kann die Stundenanzahl auch erweitert werden. Mitglieder mit dem „Founders Status“, also die ersten Nutzer der Plattform überhaupt, sind von dieser Änderung nicht betroffen, sofern sie dauerhaft aktiv waren.

Fazit

Eine GeForce Now App für Linux ist nur konsequent, nachdem Nvidia im vergangenen Jahr das Steam Deck versorgt hatte. Auf dem Linux-Handheld kann Game-Streaming auch anspruchsvolle Spiele, oder längere Sessions im WLAN ohne Ladekabel möglich machen. Auf dem Linux-Desktop dürften Nutzer eher aufgrund von Kompatibilitätsproblemen oder Anti-Cheat-Inkompatibilitäten auf den Dienst schielen.

Denn wer zwar zur Linux wechseln möchte, aber Aufgrund von Anti-Cheat- oder anderer Kompatibilitätsprobleme nicht wechseln kann, findet in GeForce Now – gegen Gebühr – eine potenzielle Lösung – sofern das Spiel im Katalog ist. Ebenfalls profitieren Windows-10-Umsteiger, deren Rechner nicht mehr für Windows 11 geeignet sind – und dabei oft auch nicht mehr genug Leistung für moderne AAA-Spiele haben.

Insgesamt ist die Umsetzung der App schon zum Start der Beta gelungen. Die Installation der App ist dank Flatpak einfach möglich und mit fast jeder Linux-Distribution kompatibel – wenn die anderen Systemvoraussetzungen erfüllt sind. Wenn jetzt noch die fehlenden Features nachgereicht werden, könnte für viele Spieler eine weitere Hürde auf dem Weg hin zu Linux genommen sein. Die Abo-Pille muss man dafür allerdings schlucken.

ComputerBase hat die GeForce Now App für Linux vorab von Nvidia unter NDA zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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