Künstliche Intelligenz
Neue OnlyOffice-Version: Über 30 Features für Dokumente und Tabellen
Die Entwickler von OnlyOffice haben Version 9.3 ihrer Office-Suite veröffentlicht. Das Update umfasst mehr als 30 neue Features, zahlreiche Performance-Verbesserungen und über 500 Bugfixes. Die Open-Source-Software umfasst Programme zum Bearbeiten von Dokumenten, Tabellen, Präsentationen und PDFs.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im Zentrum der Neuerungen steht der PDF-Editor, der nun erweiterte Signatur-Optionen bietet. Nutzer können Signaturen per Image-Upload einfügen, wobei die Anwendung weiße Hintergründe automatisch entfernt. Alternativ lassen sich Signaturen mit professionellen Schriftarten tippen oder direkt mit Maus oder Touchscreen zeichnen. Enterprise-Kunden können im Admin-Panel Signatur-Zertifikate hochladen, um vertrauenswürdige digitale Signaturen zu erstellen, die vor unbefugten Änderungen schützen. Eine weitere praktische Neuerung: Geschützte PDFs lassen sich nun direkt bearbeiten, nachdem sie per Passwort entsperrt wurden.
Der PDF-Editor erhält zudem einen Versionsverlauf für PDF-Dateien, die Bearbeitung eingebauter PDF-Schriftarten und erweiterte Makro-Funktionen zum Hinzufügen, Löschen und Bearbeiten von Seiten, Formularen, Annotationen und Tabellen. Über die Registerkarte „Einfügen“ können Nutzer Links zu externen und internen Ressourcen erstellen, die auch im Kommentarmodus aktiv bleiben.
Beschleunigtes Rendering und neue Formelfunktionen
Beim Tabellen-Editor haben die Entwickler das initiale Rendering großer Dokumente über 3 MByte deutlich beschleunigt. Das neue Solver-Tool löst lineare Optimierungsprobleme mithilfe der Simplex-Methode. Für komplexe Textverarbeitung stehen drei neue Regex-Funktionen bereit: REGEXTEST, REGEXREPLACE und REGEXEXTRACT. Dynamic Array Support ermöglicht es Formeln, mehrere Ergebnisse zurückzugeben, die automatisch in Nachbarzellen überlaufen.
Die COUNTIF-Funktion wurde überarbeitet und behebt Memory-Errors sowie Fehler bei gemischten Datentypen. Ein neuer Format-Button in der Registerkarte „Startseite“ bietet zentralen Zugriff auf Formatierungen für Sheets, Zeilen und Spalten. Beim Aufteilen und Einfügen von Daten können nun mehrere Trennzeichen verwendet werden.
Multipage-Ansicht und GIF-Unterstützung
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Textverarbeitung erhält eine Multipage-Ansicht, die mehrere Seiten nebeneinander anzeigt und die Layout-Überprüfung erleichtert. Das Kommentarsystem wurde verbessert: Kommentare erhalten eindeutige Benutzerfarben und zeigen präzise Start- und Endpunkte des kommentierten Texts an. Alle Optionen für Kopf- und Fußzeilen wurden in der entsprechenden Registerkarte zentral zusammengeführt. Die Mausauswahl wurde erweitert, sodass Doppel- und Dreifachklicks mehrere Wörter oder ganze Absätze markieren.
Der Präsentationseditor unterstützt nun GIF-Animationen im Slideshow-Modus, sodass dynamische Bewegungen ohne Video-Player oder externe Links möglich sind. Weitere Neuerungen umfassen Hyperlinks zu Bildern, Shapes und Gruppen sowie erweiterte Makro-Aufzeichnung und die Option, Dokumente als Markdown zu speichern.
Enterprise-Features für Server-Verwaltung
Enterprise-Kunden erhalten erweiterte Admin-Panel-Features, welche die Server-Verwaltung vereinfachen sollen. Dazu gehören ein HTTPS-Zertifikat-Skript, schneller Server-Shutdown, Font-Management zum Hochladen eigener Schriftarten und detaillierte Tenant-Statistiken. Das Hochladen von Lizenzdateien erleichtert die Lizenzverwaltung.
Viele der neuen Kernfeatures wie PDF-Editing, Solver, Regex-Funktionen, Dynamic Arrays, Multipage-View und GIF-Support stehen auch in der Community-Edition zur Verfügung. Enterprise-exklusiv bleiben Signatur-Zertifikate und die erweiterten Admin-Panel-Funktionen. Alle Informationen zum neuen Release finden sich in der Ankündigung bei OnlyOffice.
Lesen Sie auch
(fo)
Künstliche Intelligenz
Sony World Photography Awards 2026: Mexikanerin gewinnt Hauptpreis
Die Sony World Photography Awards 2026 haben ihre Gewinner bekannt gegeben. Den Titel „Photographer of the Year 2026“ erhält die mexikanische Fotografin Citlali Fabián. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Serie „Bilha, Stories of my Sisters“ und gewann damit in der Kategorie „Creative“.
Weiterlesen nach der Anzeige
Fabián gehört einer indigenen Gemeinschaft aus dem Süden Mexikos an und lebt heute in Großbritannien. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Fragen von Identität, Herkunft und Gemeinschaft auseinander. Ihre Bildserie zeigt Aktivistinnen und Künstlerinnen aus indigenen Regionen Mexikos.
Die Jury hebt hervor, dass die porträtierten Frauen aktiv an der Darstellung ihrer Geschichten mitwirken. Die Fotografin arbeitet eng mit ihnen zusammen. So entstehen Bilder, die nicht nur dokumentieren, sondern gemeinsam entwickelt werden. Das Ziel besteht darin, Frauen sichtbar zu machen, die oft wenig Beachtung finden.
Fabián erhält ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar sowie eine Kameraausrüstung. Zudem wird ihre Arbeit im kommenden Jahr in einer Einzelausstellung präsentiert.

Citlali Fabián
)
Wettbewerb mit globaler Beteiligung
Die Sony World Photography Awards zählen zu den weltweit wichtigsten Fotowettbewerben. In diesem Jahr reichten die Teilnehmer mehr als 430.000 Bilder ein. Die Beiträge kamen aus über 200 Ländern und Regionen.
Neben dem Hauptpreis vergab die Jury Auszeichnungen in mehreren Kategorien. Dazu zählen die Kategorien Architektur, Dokumentation, Umwelt, Sport und Porträt. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Joy Saha im Bereich Architektur, Santiago Mesa für Dokumentarprojekte und Isadora Romero in der Kategorie Umwelt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weitere Auszeichnungen für Nachwuchs und Einzelbilder
Auch Nachwuchsfotografen wurden ausgezeichnet. Den Titel „Jugendfotograf des Jahres“ sicherte sich der 16-jährige Philip Kangas aus Schweden. Auf seinem Bild sind Feuerwehrleute zu sehen, die Kunstwerke aus einem brennenden Gebäude retten.
Jubair Ahmed Arnob wurde als „Studentenfotograf des Jahres“ ausgezeichnet. In seiner Serie dokumentiert er den Wandel einer Wohngegend in Bangladesch.
In der offenen Kategorie für Einzelbilder gewann die Australierin Elle Leontiev. Ihr Foto zeigt einen Vulkanforscher vor einer aktiven Vulkanlandschaft.
Ausstellung in London gestartet
Die prämierten Arbeiten sind ab dem 17. April 2026 im Somerset House in London zu sehen. Die bis zum 4. Mai laufende Ausstellung zeigt mehrere Hundert Fotografien.
Zusätzlich würdigt der Wettbewerb den Fotografen Joel Meyerowitz für sein Lebenswerk. Auch seine Arbeiten sind Teil der Ausstellung.
(vat)
Künstliche Intelligenz
Vorfall bei Vision-Pro-Filmproduktion: Tödlicher Crash in Jordanien
Apples sogenannte Immersive-Videos sind bekannt für spektakuläre Aufnahmen: Da geht es dann beispielsweise aufs Hochseil, in den Dschungel zu wilden Tieren, über die Dächer von Paris oder zu Events des Funsport- und Brausekonzerns Red Bull. Beim Versuch, eines dieser mit Spezialkameras gefilmten Videos aufzuzeichnen, kam es nun allerdings zu einem tragischen Unglück: In der jordanischen Wüste stürzte die Pilotin in einem Kleinflugzeug ab.
Weiterlesen nach der Anzeige
Bericht: Millionen für kurze Videos
Der Vorfall mit dem Microlight, an dem eine 3D-Kamera montiert war, ereignete sich bereits im Sommer 2024, also zu einem Zeitpunkt, als die Vision Pro nur wenige Monate auf dem Markt war. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg konnte jetzt im Rahmen einer Untersuchung durch britische Regierungsstellen erste Informationen zu dem Unglück veröffentlichen.
Opfer war Claire Lomas, eine britische Frau mit Querschnittslähmung, die mit Hilfe eines Exoskeletts den Londoner Marathon absolviert hatte. Sie war auch professionell ausgebildete Pilotin. Das Video war Teil einer Apple-Immersive-Video-Serie namens „Adventure“. Die Idee war dabei, mit dem Kleinflugzeug über die Wüste Jordaniens zu fliegen und dabei 3D-Naturaufnahmen zu filmen. Lomas hatte ihre Fluglizenz seit zwei Jahren und war schon vorher mit den Microlights unterwegs gewesen. Die 44-jährige war bei dem Absturz zwar nicht sofort tot, starb aber mehrere Wochen später an den Verletzungen, so die britischen Behörden. Laut Bloomberg hatte Apple für „Adventure“ die britische Produktionsfirma Atlantic Studios engagiert. Angeblich war Apple bereit, pro Folge Millionen US-Dollar auszugeben, obwohl die Immersive-Videos nicht abendfüllend sind, oft sind sie 10 bis 20 Minuten lang.
Apple schickte Sicherheitsbeauftragten
Weder Apple noch Atlantic Studios wollten sich zu Lomas‘ Unfall äußern. Apple kommentierte gegenüber Bloomberg gar nicht, Atlantic Studios teilte mit, aufgrund des aktuell laufenden Verfahrens könne man nicht antworten. Auch die Familienanwälte von Lomas gaben keine Informationen heraus. In den kommenden Wochen soll es aber ein Hearing des UK Coroner’s Office (Amt für Gerichtsmedizin) geben. Warum dies so lange dauerte, ist unklar. Laut Bloomberg gab es Kritik an der Durchführung der „Adventure“-Serie.
Mitarbeiter klagten über lange Arbeitszeiten, die sie als unsicher empfanden. Apple soll nach Beschwerden Beauftragte für Gesundheit und Sicherheit geschickt haben. Bis auf das Unglück mit Lomas soll es keine weiteren bekanntgewordenen Vorfälle gegeben haben. Das Video aus Jordanien sollte verschiedene bekannte Orte in dem Land zeigen. Bislang erschienen fünf Folgen der „Adventure“-Serie.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Bitwig Studio 6 im Test: Wenn Kurven elektronische Musik steuern
Automationsdaten steuern im Verlauf eines Stücks verschiedene Parameter: Sie können die Lautstärke bestimmter Klänge verändern, die Grenzfrequenz eines Filters öffnen oder Instrumente im Stereopanorama verschieben. Dazu zeichnet man sie gewöhnlich als Kurven zu den einzelnen Audio- und MIDI-Spuren einer Musikproduktion ein. In vielen Digital Audio Workstations (DAW) sind diese Automationskurven aber nur ein Anhängsel: Sie lassen sich nur mühsam editieren und bremsen oft den kreativen Fluss. Die Software Bitwig Studio 6 macht aus ihnen ein Gestaltungsmittel und behandelt Automationskurven erstmals als eigenständige musikalische Bausteine, die sich frei mit Audio- und MIDI-Spuren kombinieren lassen.
- Bitwig Studio 6 stellt das klassische DAW-Prinzip infrage und behandelt Automation als eigenständiges musikalisches Material.
- Der Test untersucht, wie sich Automation-Clips, Modulation und Workflow-Änderungen im Studio- und Live-Einsatz bewähren.
- Wir klären, ob der Fokus auf Verbesserungen am Workflow und der Bedienstruktur ohne weitere Instrumente und Effekte den großen Versionssprung rechtfertigt.
Mit seinen Automation-Clips bearbeitet Bitwig Steuerdaten wie Audio- oder MIDI-Clips. Anwender organisieren sie unabhängig von ihrer ursprünglichen Spur, loopen, kombinieren und setzen sie sogar als Modulatoren ein. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Variationen und Live-Performances, bei denen schnelle Eingriffe und flexible Strukturen entscheidend sind. Im Test klären wir, ob das den Workflow der DAW tatsächlich beschleunigt oder nur die Komplexität erhöht.
Bitwig Studio 6 verzichtet auf neue Instrumente oder Effekte und konzentriert sich stattdessen auf den Workflow. Entscheidend ist, wie weit Automation-Clips im Alltag tragen – im Arrangement, im Live-Set und im Zusammenspiel mit Hardware. Da Bitwig Studio noch nicht jedem geläufig ist, gehen wir zunächst auf die Eigenheiten dieser DAW ein, bevor wir die Neuerungen der Version 6 genauer beleuchten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bitwig Studio 6 im Test: Wenn Kurven elektronische Musik steuern“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
