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Datenschutz & Sicherheit

Notepad++: Updater-Übernahme durch staatliche Akteure


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Nachdem im Dezember ein Update für Notepad++ eine bereits zuvor attackierte Sicherheitslücke im Updatemechanismus geschlossen hat, liegen nun Untersuchungsergebnisse zu den Vorfällen vor. Demnach stecken wohl staatliche Akteure hinter den Angriffen.

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In einem Blog-Beitrag berichtet der Notepad++-Entwickler Don Ho über die Untersuchungsergebnisse. Demnach hat Ho gemeinsam mit externen IT-Experten und dem jetzt ehemaligen Hosting-Provider den Vorfall untersucht. „Der Analyse der Sicherheitsexperten zufolge umfasste die Attacke eine Kompromittierung auf Infrastruktur-Ebene, die den bösartigen Akteuren das Abfangen und Umleiten von Update-Traffic für Notepad++ ermöglichte“, erklärt Ho. „Der genaue technische Mechanismus ist Gegenstand weiterer Untersuchungen, wobei klar ist, dass die Kompromittierung auf Ebene des Hosting-Providers auftrat anstatt durch Schwachstellen im Notepad++-Code selbst“, erörtert er weiter. Dadurch wurde Traffic bestimmter und gezielt ausgewählter Nutzer selektiv auf von den Angreifern kontrollierten Servern umgeleitet, die bösartige Update-Manifeste ausgeliefert haben.

Der Vorfall nahm seinen Anfang im Juno 2025. „Mehrere unabhängige IT-Sicherheitsforscher kommen zu dem Schluss, dass die bösartigen Akteure einer von China kontrollierten Gruppierung angehören. Das würde höchst selektive Auswahl der Ziele erklären, die bei der Kampagne zu beobachten war“, schreibt Ho weiter. Der IT-Sicherheitsexperte hat einen Notfallplan vorgeschlagen, den er zusammen mit dem Hosting-Provider verfolgt hat. Dieser hat dann eine eigene Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben.

Dem Provider zufolge war der Shared-Hosting-Server bis zum 2. September 2025 kompromittiert. An dem Tag hat der Provider die Maschine gewartet und in diesem Zuge Firmware und Kernel aktualisiert, im Anschluss daran konnten keine weiteren Angriffsmuster mehr festgestellt werden. „Obwohl die bösartigen Akteure den Zugriff auf den Server am 2. September 2025 verloren haben, hatten sie Zugangsdaten der internen Dienste auf dem Server, bis zum 2. Dezember 2025. Die hätten ihnen die Umleitung von Traffic zu ‚ auf ihre eigenen Server ermöglichen und die Auslieferung einer Update-Download-URL mit kompromittierten Updates ermöglichen können“, führt der Hosting-Provider aus. Die Angreifer haben den Logs zufolge gezielt nach Notepad++ gesucht und nach keinen anderen Projekten. Am 2. Dezember konnten die Systeme etwa durch Schließen von Schwachstellen und Passwortwechsel gesichert werden.

Zwar scheinen die Angriffe laut den Untersuchungsergebnissen des IT-Sicherheitsexperten am 10. November 2025 aufgehört zu haben, jedoch schätzt Dan Ho, dass bis zum 2. Dezember weitere Attacken zumindest möglich waren. Er entschuldigt bei allen Betroffenen. Um dieses gewichtige Sicherheitsproblem anzugehen, hat Ho die Notepad++-Webseite zu einem neuen Hosting-Provider umgezogen, der signifikant stärkere Sicherheitspraxis umsetzt. Innerhalb von Notepad++ hat er den WinGup-Updater in Version 8.8.9 erweitert, sodass er Zertifikate und Signaturen des heruntergeladenen Installers prüft. Auch das von der Update-URL zurückgelieferte XML ist nun signiert. Deren Prüfung forciert Notepad++ ab der kommenden Version 8.9.2, die im kommenden Monat erwartet wird. „Mit diesen Änderungen und Verstärkungen glaube ich, dass die Situation vollständig gelöst ist. Ich kreuze die Finger“, schließt Ho die Analyse.

Im vergangenen Dezember wurde bekannt, dass der Notepad++-Updater Malware auf einigen PCs installiert hatte. Die Aufräumarbeiten dauerten etwas an. Ende Dezember hat Dan Ho dann etwa Reste der zuvor genutzten Self-Signed-Zertifikate entrümpelt.

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(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Dell Unity: Angreifer können Schadcode mit Root-Rechten ausführen


Dells Speicherarray-Software für die EMC-Serie Unity, UnityVSA und Unity XT sind verwundbar. Angreifer können an vier Sicherheitslücken ansetzen. Eine dagegen gerüstete Version steht zum Download bereit.

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In einer Warnmeldung führen die Entwickler aus, dass zwei Schwachstellen (CVE-2026-21418 „hoch“, CVE-2026-22277 „hoch“) die Software direkt betreffen. An beiden Lücken kann ein lokaler Angreifer mit niedrigen Nutzerrechten ansetzen. Weil Eingaben nicht ausreichend geprüft werden, können präparierte OS-Befehle Angreifer zum Root machen. In dieser Position kann er dann Schadcode ausführen und Systeme so kompromittieren.

Zwei weitere Schwachstellen betreffen die Drittanbieter-Komponenten DOMPurify (CVE-2024-47875 „mittel“) und Urlparse, urllib.parse.urlsplit (CVE-2025-0938 „mittel“). Hier kann es unter anderem zu XSS-Attacken kommen.

Dells Entwickler versichern, die Schwachstellen in Dell Unity Operating Environment (OE) 5.5.3 geschlossen zu haben. Alle vorigen Ausgaben sollen angreifbar sein. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen.

Zuletzt hat Dell Data Protection Advisor repariert.


(des)



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Sicherheitspatches: Root-Attacken auf IBM Db2 möglich


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Angreifer können Computer mit IBM Db2 attackieren, sich im schlimmsten Fall Root-Rechte verschaffen und Systeme im Anschluss kompromittieren. Sicherheitspatches lösen dieses Sicherheitsproblem und einige weitere. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen.

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Das Datenbankmanagementsystem ist insgesamt über 17 Softwareschwachstellen angreifbar. Zwei Lücken (CVE-2025-36384, CVE-2025-36184) sind mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. Im ersten Fall können sich Angreifer mit Dateisystemzugriff höhere Rechte verschaffen. Im zweiten Fall ist das sogar bis zum Root-Nutzer möglich. In so einer Position ist davon auszugehen, dass Angreifer die volle Kontrolle über Systeme erlangen.

In diesen Fällen schaffen die Sicherheitsupdates Special Build #66394 für IBM Db2 11.5.9, Special Build #71609 für 12.1.3 und Special Build für 12.1.2 Abhilfe. IBMs Entwickler weisen darauf hin, dass davon wahrscheinlich auch Versionen bedroht sind, die sich nicht mehr im Support befinden. Diese Ausgaben bekommen keine Sicherheitsupdates mehr, sie bleiben deshalb verwundbar. Hier müssen Admins auf eine noch unterstützte Version upgraden.

Die verbleibenden Lücken sind mit „mittel“ eingestuft. An diesen Stellen können Angreifer etwa mit manipulierten Anfragen ansetzen, um DoS-Zustände auszulösen. Weitere Informationen zu den Lücken und Sicherheitsupdates finden sich unterhalb dieser Meldung in den verlinkten Warnmeldungen.

Erst kürzlich haben die Entwickler eine kritische Lücke in IBM Db2 Big SQL geschlossen.

Liste nach Bedrohungsgrad absteigend sortiert:

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(des)



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OpenSSL: 12 Sicherheitslecks, eines erlaubt Schadcodeausführung und ist kritisch


In der quelloffenen Verschlüsselungsbibliothek OpenSSL haben IT-Forscher 12 Sicherheitslücken entdeckt, eine davon gilt als kritisch. Angreifer können dadurch etwa Schadcode einschleusen. Bemerkenswert ist auch, dass die IT-Sicherheitsforscher die Schwachstellen mit KI-Systemen aufgespürt haben.

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Das berichten die Mitarbeiter von Aisle in einem Blog-Beitrag. Ein Stack-basierter Pufferüberlauf kann beim Verarbeiten von „CMS AuthEnvelopeData“-Nachrichten mit bösartig manipulierten AEAD-Parametern durch verwundbare OpenSSL-Versionen auftreten. Das führt unter Umständen zu einem Absturz und dadurch zu einem Denial-of-Service; alkternativ kann jedoch auch Schadcode aus dem Netz zur Ausführung gelangen, erklärt das OpenSSL-Projekt in der Schwachstellenbeschreibung. Der Überlauf tritt vor einer Authentifizierung auf, es sind daher keine gültigen Keys oder Bestandteile davon nötig (CVE-2025-15467, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA kommt zu der höheren Risikoeinschätzung – das OpenSSL-Projekt selbst stuft das Sicherheitsleck lediglich als Risiko „hoch“ ein.

Eine zweite Sicherheitslücke besteht in der fehlenden Überprüfung einiger Parameter in PKCS#12-Zertifikatsdateien. Sorgsam präparierte Einträge können einen Stack-basierten Pufferüberlauf oder eine Null-Pointer-Dereferenz mit anschließendem Absturz der Software auslösen oder möglicherweise eingeschleusten Schadcode ausführen. Da es unüblich ist, nicht vertrauenswürdigen PKCS#12-Dateien in Apps zu vertrauen, da sie in der Regel private Schlüssel beherbergen, stufen die OpenSSL-Entwickler die Lücke als moderat ein (CVE-2025-11187, CVSS 6.1, Risiko „mittel“).

Die restlichen zehn Schwachstellen wurden lediglich als niedriges Sicherheitsrisiko eingestuft: Die Sicherheitslecks mit den Schwachstelleneinträgen CVE-2025-15468, CVE-2025-15469, CVE-2025-66199, CVE-2025-68160, CVE-2025-69418, CVE-2025-69419, CVE-2025-69420, CVE-2025-69421, CVE-2026-22795 und CVE-2026-22796 können Angreifer im Wesentlichen für Denial-of-Service-Angriffe missbrauchen.

Die Sicherheitslücken stopfen die OpenSSL-Versionen 3.6.1, 3.5.5, 3.4.4, 3.3.6 und 3.0.19. Einige der als niedriges Risiko eingestuften Lücken betreffen auch ältere Versionen, dort sollen OpenSSL 1.1.1ze und OpenSSL 1.0.2zn für Premium-Support-Kunden bereitstehen. IT-Verantwortliche sollten aufgrund der kritischen Sicherheitslücke die Updates zügig installieren.

Dass die Schwachstellen mittels KI-Tools von Aisle entdeckt wurden, überrascht ein wenig. Das curl-Projekt hat etwa sein Bug-Bounty-Programm eingestellt, da es von unbrauchbaren KI-Schwachstellenmeldungen überflutet wurde. Der Aufwand, die teils plausibel klingenden Meldungen zu untersuchen und am Ende herauszufinden, dass es sich um Halluzinationen oder einfach erschwindelte Lücken handelte, uferte zu sehr aus.

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(dmk)



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