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OpenAI plant Social-Plattform – mit krassem Identitäts-Check
OpenAI will dieses Problem offenbar an der Wurzel packen. Das geplante Netzwerk soll ausschließlich für verifizierte Menschen zugänglich sein. Keine einfache Registrierung über E-Mail oder Telefonnummer, sondern womöglich über biometrische Verfahren, die sicherstellen, dass hinter jedem Profil tatsächlich eine reale Person steht. Ein ähnliches Prüfverfahren sieht auch das europäische Social-Media-Projekt W Social vor. Noch soll das OpenAI-Projekt ganz am Anfang stehen. Laut des Forbes-Berichts besteht das Team derzeit aus weniger als zehn Menschen.
Face ID oder Iris-Scan als Zugang zum Netzwerk
Laut den mit dem Projekt vertrauten Quellen, auf die sich Forbes beruft, prüft OpenAI Verfahren wie Apples Face ID oder den World Orb Eyeball Scanner. Dabei handelt es sich um einen melonengroßen biometrischen Scanner, der über die Iris eine eindeutige digitale Identität erzeugt. Betrieben wird die Technologie von Tools for Humanity, einem Unternehmen, das von OpenAI CEO Sam Altman mitgegründet wurde und dessen Vorsitz er aktuell innehat.
Hinter jedem Account soll nachweislich ein Mensch stehen. Kein Bot, kein KI-generierter Fake User. In einer Zeit, in der Social Feeds zunehmend mit synthetischen Inhalten füllen, wäre das ein interessanter Gegenentwurf und mögliche Lösung des gegenwärtigen Problems.
„Proof of Human“ wird zum Projekt des KI-Players
Laut dem Digital 2026 Global Overview Report nutzen fast 70 Prozent der Weltbevölkerung Social Media und verbringen im Schnitt zwei Stunden und 23 Minuten pro Tag auf Instagram TikTok, YouTube und Co. Damit erreicht Social Media eine „Supermehrheit“: Doppelt so viele Menschen nutzen soziale Netzwerke wie jene, die es nicht tun. Doch in Zeiten von AI Slop, automatisierten Feeds und synthetischen Inhalten wird es schwieriger, echte Stimmen klar zu erkennen. Gleichzeitig ist Social Media längst mehr als Unterhaltung. Plattformen sind Infrastruktur für Information, Werbung und Meinungsbildung. Wer in diesem Feld ein Netzwerk anbieten kann, in dem nachweislich echte Menschen interagieren, schafft ein starkes Differenzierungsmerkmal.
Studien wie The Next Big Scroll von We Are Era und Social Match belegen das: Je automatisierter Feeds werden – auch durch KI –, desto stärker wächst der Anspruch an Authentizität, Haltung und menschliche Handschrift. Im Gastbeitrag von Lea Sindel heißt es ebenfalls:
‚Proof of Human‘ wird 2026 zum neuen Qualitätsmerkmal.
OpenAI zeigt mit dem neuen Vorhaben erneut, wie konsequent das Unternehmen technologische Strömungen aufgreift und in eigene Produkte übersetzt – teils auch mit radikalen Ansätzen. Mit Sora 2 und einer eigenen Social App im TikTok-Stil startete OpenAI bereits im Oktober vergangenen Jahres ein erstes erfolgreiches Social-Projekt, damals mit klarem Fokus auf KI-generierte Inhalte. Da die App beim iOS Launch auf Platz eins des US App Stores schoss und mit über 600.000 Downloads innerhalb eines Monats den erfolgreichsten Start seit ChatGPT hinlegte, sprachen Mitarbeiter:innen von einem „ChatGPT-Moment für Videos“.
Das neue Social-Media-Projekt wirkt in Teilen wie ein Gegenentwurf zu Sora und vielen anderen OpenAI-Initiativen, bei denen KI-generierter Content im Mittelpunkt steht. Diesmal rückt nicht nur die Technologie, sondern der Mensch selbst in den Fokus – als überprüfbare Identität und als zentrales Element der Plattform. Damit greift OpenAI den Zeitgeist auf, in dem Authentizität und „Proof of Human“ an Bedeutung gewinnen. Umso spannender ist diese Alternative, weil er von einem der prägendsten Unternehmen der KI-Ära ausgeht.
Ein Traum für Marken, ein Risiko für den Datenschutz
Mit einer only-human Plattform würden Interaktionen an Aussagekraft gewinnen, Reichweiten weniger künstlich verzerrt sein und Communities sich verlässlicher einschätzen lassen. In einer digitalen Werbewelt, die mit Fake Traffic und synthetischem Engagement ringt, klingt das nach einer echten Verbesserung
Doch so vielversprechend der Plan auch ist, könnte OpenAIs neues Projekt in puncto Datenschutz zum Albtraum werden. Biometrische Merkmale wie Iris-Scans lassen sich nicht zurücksetzen wie ein Passwort. Werden solche Daten missbraucht, bleibt der Schaden dauerhaft. Datenschützer:innen warnen deshalb seit Jahren vor Identitätsmodellen, die den Körper selbst zum Zugangsschlüssel machen.
Mit einer solchen Social-Media-Plattform würde OpenAI abermals in hochsensible Lebensbereiche vordringen. Kürzlich startete ChatGPT Health, wo Nutzer:innen medizinische Unterlagen und Apps wie Apple Health anbinden können. Zudem investiert OpenAI in das Neurotech-Startup Merge Labs, das an einer nicht-invasiven Schnittstelle zwischen Gehirn und KI arbeitet.
Je stärker Plattformen mit Technologien wie biometrischer Verifizierung in persönliche Sphären vordringen, desto wichtiger wird der Blick auf die eigene Verantwortung. Wenn Regulierung hinterherhinkt oder politische Rahmenbedingungen fehlen, verschiebt sich ein Teil der Entscheidungslast zu den Nutzer:innen selbst. Wer neue Funktionen nutzt, sollte bewusst abwägen, welche Daten preisgegeben werden, welche dauerhaft gespeichert bleiben und welche Risiken damit verbunden sind. Technologischer Fortschritt eröffnet Möglichkeiten – aber er verlangt auch informierte Entscheidungen.
Gedankenlesen mit KI:
OpenAI investiert in Neurotech-Startup Merge Labs

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Digitalkonferenz SXSW: Futuristin Amy Webb: „Der Trend ist tot“
Futuristin Amy Webb
Die Futuristin Amy Webb ist Dauergast bei der Digitalkonferenz South-by-South-West (SXSW). Am Wochenende begrub sie dort ihren Trend Report, mit dem sie seit 2008 alljährlich auf der Konferenz in Austin für Furore gesorgt hat. Was kommt stattdessen?
Die Professorin für Strategic Foresight an der NYU Stern School of Business hat einen neuen Report aus der Taufe gehoben: den Konvergenz Report.
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SXSW: Von Poeten und Klempnern: Wie der Unilever-CMO Marketing neu aufsetzt
Leandro Barreto, Unilever, und Ben Kay, WPP (v.l.)
Der neue Chief Marketing Officer von Unilever Beauty & Wellbeing trat in seinem ersten großen Panel auf der South-by-South-West in Austin mit einer bemerkenswert klaren Analyse der Gegenwart an. Marketing, so die Diagnose von Leandro Barreto, stehe in einem paradoxen Moment. Und Unilever hat dafür ein neues Konzept geschaffen.
Vor einem Jahr hat der Konsumgüterkonzern verkündet, er werde künftig die Hälfte des Werbebudgets in Social Media investieren. Das
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Werbedebüt des neuen Testimonials: Erdinger und Thomas Müller feiern legendäre Momente
Thomas Müller feiert sein Werbedebüt für Erdinger – und die Marke will auch im Ausland von der Bekanntheit des Fußballers profitieren
Mit dem 36-Jährigen, der inzwischen erfolgreich bei den Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen Profiliga MLS kickt, setzt Erdinger nach sechs gemeinsamen Jahren mit dem Schwaben Klopp nun wieder auf ein „bayerisches Original“ in der Werbung. In der ersten gemeinsamen Kampagne feiert die Marke das Gefühl eines tollen Abends mit Freunden, bei bester Stimmung und mit den Bieren von Erdinger.
Thomas Müller feiert sein Werbedebüt für Erdinger – und die Marke will auch im Ausland von der Bekanntheit des Fußballers profitieren
Zudem launcht Erdinger im Zuge der Kampagne ein limitiertes Weißbierglas mit dem Titel „The Legend“, das es im April exklusiv als Kastenzugabe bei teilnehmenden Rewe-Märkten zu ergattern gibt. Auch in Müllers neuer Wahlheimat Kanada sowie in weiteren Auslandsmärkten will Erdinger die Popularität des Ex-Bayern-Stars nutzen: So gibt es das Glas dort als Zugabe zu exklusiven 5+1-Packs sowie 2+1-Packs. Des weiteren ziert seine legendäre Jubelpose den 4er-Dosenpack, der in Nordamerika im Frühsommer im Handel erhältlich sein wird.
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