Apps & Mobile Entwicklung
Partnerschaft wird erweitert: Google will bis zu 40 Mrd. US-Dollar in Anthropic investieren

Google und Anthropic haben die Vertiefung ihrer bestehenden Partnerschaft bekannt gegeben, die unter anderem eine Investition von bis zu 40 Milliarden US-Dollar umfasst. Ziel ist es, dass sich Anthropic den Zugang zu dringend benötigter Rechenleistung in Googles Rechenzentren sichert.
10 Milliarden sofort, der Rest später
Wie aus einem Bericht von CNBC hervorgeht, bauen die neuen Vereinbarungen auf der seit Jahren bestehenden Zusammenarbeit beider Unternehmen auf. Google plant demnach, insgesamt bis zu 40 Milliarden US-Dollar zu investieren, wobei zunächst 10 Milliarden fließen sollen. Die verbleibenden 30 Milliarden US-Dollar sind an das Erreichen bestimmter, nicht näher spezifizierter Leistungsziele geknüpft und sollen erst bei Erreichen ausgezahlt werden.
Anthropic benötigt Rechenleistung
Bereits Anfang des Monats hatte sich Anthropic im Zuge einer Ankündigung gemeinsam mit Google und Broadcom Rechenkapazitäten im Umfang von 5 Gigawatt gesichert, die allerdings erst ab dem kommenden Jahr zur Verfügung stehen werden. Zudem besteht offenbar eine Option auf die Sicherung weitere Kapazitäten. Parallel dazu ermöglicht Google über seinen Cloud-Zweig den Zugriff auf die KI-Modelle von Anthropic. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem die hauseigenen Tensor Processing Units (TPUs), die als Alternative zu Grafikprozessoren von Nvidia positioniert werden. OpenAI hatte den Konkurrenten zuvor öffentlich dafür kritisiert, sich nicht ausreichend Rechenleistung für seine Dienste gesichert zu haben.
Konkurrenten investieren in die Konkurrenz
Die aktuellen Investitionen sind nicht ohne Vorgeschichte: Bereits 2023 investierte Google 300 Millionen US-Dollar in das KI-Labor von Anthropic und sicherte sich dabei einen Anteil von 10 Prozent. Wenige Monate später folgten weitere zwei Milliarden US-Dollar. Parallel dazu kündigte Amazon an, bis zu vier Milliarden US-Dollar in das damals erst zwei Jahre alte Startup investieren zu wollen. Bestandteil dieser Vereinbarung war unter anderem, dass Anthropic künftig Amazon Web Services (AWS) als primären Cloud-Anbieter nutzt.
Dass Google seine Investitionen nun deutlich ausweitet, könnte auch im Zusammenhang mit jüngsten Schritten von Amazon stehen: Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen weitere fünf Milliarden US-Dollar in Anthropic investiert, wobei sich die Gesamtinvestitionen in den kommenden Jahren um weitere 20 Milliarden erhöhen könnten. Im Gegenzug plant Anthropic, innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 100 Milliarden US-Dollar in den Bezug von Amazons Trainium-Chips und Graviton-CPUs zu investieren, die für das Training und den Betrieb von Claude sowie künftigen KI-Modellen vorgesehen sind. Gleichzeitig soll Claude weiterhin direkt über AWS verfügbar bleiben, sodass Kunden auf die KI-Entwicklungsumgebung von Anthropic zentral zugreifen können, ohne zusätzliche Verträge abschließen zu müssen.
Anthropic unter Zugzwang
Die nun getroffene Vereinbarung dürfte die angespannte Versorgungslage bei den Rechenressourcen für Anthropic zumindest mittelfristig entschärfen. Erst Anfang des Monats sah sich das Unternehmen gezwungen, aufgrund begrenzter Kapazitäten zu Spitzenzeiten Agenten von Drittanbietern wie OpenClaw zu blockieren.
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Google Gemini: Neues Punktesystem und Bilder-Tool sollen kommen

Google steht offenbar kurz vor der Einführung eines neuen Punktesystems für die Gemini-App, das unter anderem auch Nutzungsbeschränkungen umfassen soll. Parallel arbeitet das Unternehmen dem Vernehmen nach an neuen Werkzeugen zur Bildbearbeitung.
Auch Google wird sein Bezahlsystem anpassen müssen
Die aktuelle Knappheit bei der für KI-Modelle benötigten Rechenleistung macht auch vor Google nicht halt. Nachdem bereits Anthropic bei Claude neue Ansätze erprobt hatte, um insbesondere bei Entwicklern die zunehmend knappen Ressourcen besser zu monetarisieren, scheint nun auch Google unter Zugzwang zu geraten.
Erste Hinweise auf ein System mit Credits
Wie die in solchen Fällen gut informierte Plattform TestingCatalog berichtet, soll das Unternehmen grundlegende Änderungen daran vorbereiten, wie Anwender die Gemini-App nutzen. So will diese in der neuen Version Hinweise dafür gefunden haben, dass Google die Nutzung künftig stärker einschränken will. Dem Bericht zufolge ist ein kreditbasiertes System geplant, bei dem Nutzer ein monatliches Guthaben erwerben, das sich flexibel für verschiedene Modelle und Funktionen einsetzen lässt. Google würde sich damit von einem pauschalen Abonnement lösen und hin zu einem Guthabenmodell entwickeln, bei dem Anwender nur das bezahlen, was sie tatsächlich nutzen.
Situation dürfte sich für Anwender nicht wirklich verbessern
Diese Pläne lassen sich sowohl positiv als auch negativ bewerten: Wenignutzer könnten theoretisch profitieren und Kosten sparen, während intensive Anwender ihr Budget vermutlich schneller aufstocken müssen. Erfahrungsgemäß ist es jedoch wahrscheinlich, dass Google das neue System als besonders „fair“ positionieren wird, die Gesamtkosten für alle Nutzer am Ende aber steigen. Aktuell basiert Gemini noch auf festen Prompt-Kontingenten und zeitabhängigen Obergrenzen, die an die jeweilige Abonnementstufe gebunden sind. Ausgenommen davon sind Flow, Whisk und Antigravity sowie Aufladungen für AI-Pro- und AI-Ultra-Nutzer, bei denen bereits ein Kreditsystem zum Einsatz kommt. Gleichzeitig könnte ein solches Modell die Einführung neuer Funktionen erleichtern, ohne direkt die Preise bestehender Abonnements zu erhöhen oder Nutzer in höhere Tarife zu drängen.
Hinweise auf Neuerungen bei den Bildern
Zusätzlich deutet ein eigener Bilderbereich mit der Kennzeichnung „New“ in der Programmoberfläche auf Veränderungen bei den Bildfunktionen hin. Ob sich dahinter neue Modelle zur Bildgenerierung verbergen oder es sich lediglich um einen direkt in Gemini integrierter Bild-Editor handelt, bleibt bislang offen. Denkbar wäre hier etwa ein In-App-Editor, der Nano Banana 2 (Pro) mit Canvas-ähnlichen Werkzeugen kombiniert.
Bekanntgabe auf der kommenden Google I/O wahrscheinlich
Es erscheint durchaus plausibel, dass die entdeckten Hinweise Vorboten der am 19. und 20. Mai stattfindenden Hausmesse Google I/O sind und das Unternehmen im Rahmen der Veranstaltung darüber weitere Details bekannt geben wird. Erwartet werden zudem ein Redesign von Stitch, Jitro, eine Erweiterung von AI Studio Build sowie die breitere Einführung von Skills.
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Sharkoon Skiller SGK55W im Test
Sharkoon-Tastaturen haben recht zuverlässig das geliefert, was man eigentlich will. Statt Ausstattungs-Extravaganzen lag der Fokus auf dezente Alltagstauglichkeit und Kernfeatures. Was gibt es dazu zu sagen? Bei der neuen SGK55W doch einiges, denn die Tastatur entspricht den Erwartungen nicht ganz.
Auf dem Papier gibt die SGK55W eine unaufgeregt vielversprechende Figur ab. Kompaktes Layout, kabellose Anbindung und optimierte Akustik klingen nach einem spannenden Paket für rund 70 Euro. Gerade in der Akustik überrascht Sharkoon – mit Augenmaß. Alle Details im Test.
- Prinzipiell gutes Layout
- Solide Taster
- Saubere, aber prägnante Akustik
- Quelloffene Firmware
- Status-LEDs sehr hell
- Halb zusammengeschobene Funktionstasten
Die Skiller SGK55W im Überblick
Das Layout der SGK55W folgt weitgehend dem „normalen“ 75%-Format, indem es die meisten Tastengruppen voneinander trennt, Pfeiltasten werden jedoch in vertikaler Richtung direkt an das Tastenfeld angedockt. Ergänzend setzt Sharkoon einen Metall-Drehregler auf die Tastatur. Sie liegt damit im Sweet Spot zwischen geringen Abmessungen und kompromissfreier Nutzung.
Zur Datenübertragung kommt ein USB-Kabel oder ein Funkdongle zum Einsatz, auf Bluetooth verzichtet die Tastatur. Ein 4.000-mAh-Akku soll Laufzeiten von bis zu 200 Stunden ermöglichen, was sich auf deaktivierte Hintergrundbeleuchtung beziehen wird.
Damit ist eine Basics-Tastatur umrissen, die das hat, was man am PC in der Regel braucht. Wesentliches steckt im Inneren: Aufwändigere Geräuschdämpfung, vielversprechende Materialien und quelloffene Firmware mit Web-App sind unsichtbar, haben aber spürbare Auswirkungen.
Taster: Erstmals eigene Taster
In aktuellen Tastaturen verbaut Sharkoon erstmals Taster unter eigenem Label. Die in der SGK55W verwendeten Sharkoon Black sind entgegen ihrer farblichen Codierung lineare Taster, die laut Datenblatt mit einem Widerstand von 41 Gramm sogar noch etwas leichter als normale rote Modelle zu betätigen sein sollten.
So fühlen sich Sharkoon-Taster an
Die schwarzen Taster sind qualitativ ein Schritt nach vorne gegenüber Budget-Modellen. Sie zeichnen sich durch sauberes Eingleiten und ordentliche Rückmeldung aus. Das Ausfedern sortiert sich subjektiv auf der etwas behäbigeren Seite ein. Kontrolliertem Betätigen steht dies nicht im Weg, die Taster vermitteln einen recht guten Eindruck von der Position des Stempels.
Akustisch sind sie, salopp formuliert, das Pendant zu White Monster Energy: Auffällig und krawallig per Design. Ihre Materialwahl gewährleistet ploppende Rückmeldungen bei Betätigung, die durch die Bühne, das Chassis der Tastatur, lediglich moderiert werden kann.
Beleuchtung für das Tastenbett
Tasten baut Sharkoon lichtundurchlässig, darin gleicht die SGK55W anderen Sharkoon-Tastaturen. Dafür gibt es höhere Wandstärken, PBT-Kunststoff und eine sehr haltbare, große und durch hohen Kontrast lesbare Beschriftung. Da die gesamte FN-Ebene frei programmiert werden kann, finden sich FN-Funktionen nur in einer Kurzübersicht, nicht aber auf den Tasten wieder. LEDs sitzen unterhalb der Tasten („South Facing“). Stören kann je nach Blickwinkel die Helligkeit der weißen Status-LED.
Alltag & Akustik
Die Skiller SGK55W setzt auf Bewährtes statt Experimente. Stumpfe Funktionalität mag langweilig wirken, dafür funktioniert sie genau wie erwartet. Akustisch überrascht die Tastatur hingegen sowohl qualitativ als auch klanglich.
Akustik:
Zwei Lagen Schaumstoff und eine weitere Silikonschicht sollen „gedämpfte Akustik“ und „runde“ Anschläge produzieren, verspricht die Produktseite. Die Erwartung einer besonders leisen Tastatur erfüllt die SGK55W jedoch nicht. Die Silikonmatte bringt zwar eine grundsätzliche Ruhe in die Klangkulisse, die Abstimmung produziert aber einen „thocky“-Sound mit ploppenden Geräuschen schon beim Antippen der Taster. Damit ist die Tastatur grundsätzlich präsent.
Damit wählt Sharkoon anders als bei der universell verträglichen OfficePal KB70W mit Augenmaß einen spezielleren Weg. Denn störend wird die Tastatur nicht, sie klingt bei aller Gaming-Kulisse wohltuend dezenter als die durchdringendere, spitzere Endorfy Thock V2 (Test) ohne dadurch zu wenig markant zu sein. Sharkoon produziert einen satteren, volleren Thock, der trockener klingt. In der „Gaming“-Sparte ist sie das verträglichere Produkt mit Allround-Tendenzen. In Spielen kann die Tastatur zudem auch ruhig sein: Einzelne Eingaben bleiben ruhig, wenn man den Kraftaufwand moderiert.
Ob eine Tastatur überhaupt prägnant klingen sollte, ist zum Teil eine Frage der Kategorie „Präferenz“. Persönlich erscheint die SGK50 als das angenehmere Eingabegerät, weil es besser im Hintergrund verschwindet und sich auch gänzlich zurückhalten kann. Der Preis des ploppenden Thocks: Es entsteht ein Klangteppich, bei dem sich einzelne Anschläge nur schwer individuell wahrnehmen lassen. In diesem Punkt präsentiert sich der „Vorgänger“, die SGK50 (Test), im Bereich der Haupttasten besser, wenngleich dort größere Tasten akustisch deutlich abweichend klingen. Diesen Punkt macht die SGK55 erheblich besser.
Eine Hator Skyfall 80 mit Silent-Switches (Test) schafft in der Preisklasse weiterhin mehr Ruhe. Diese gibt es auch bei Sharkoon: Den Plopp-Klang produzieren die Taster, denn die OfficePal KB70 ist bis auf die Taster und den Formfaktor fast das identische, aber „stumme“ Produkt, das Anschläge weitgehend wegdämpft.
Alltag: Unaufgeregt
Abseits der Akustik zeigt Sharkoon erneut, dass vermeintlich langweiliger Standardkram am Ende die spannendste Lösung ist. Die SGK55W fokussiert sich wie die KB70W (Test) im Vollformat auf praktisch relevante Kernbereiche. Man kann deshalb wenig über exotische Extras schreiben und einfach festhalten, dass das, was da ist, funktioniert – und mehr Platz um den Drehregler eine elegantere Betätigung ermöglichen würde. Diesen Punkt teilt sich die Tastatur mit prinzipiell Regler-Modellen.
Auch mit dem reduzierten Abstand zwischen Tastengruppen kann man sich arrangieren. Er dürfte die Fertigung vereinfachen, bietet aber noch genug Orientierungspunkte um blinde und weitgehend fehlerfreie Bedienung zu ermöglichen. Etwas nach oben abgesetzte Pfeiltasten würden die Nutzung noch etwas vereinfachen, gegenüber ganz zusammengeschobenen Layouts wie bei der SGK50 kann auf Funktionstasten aber wesentlich leichter zugegriffen werden.
Software: quelloffene Flexibilität
Die SGK55W wird wie fast alle jüngeren Sharkoon-Tastaturen mit quelloffener QMK-Firmware betrieben. Sie kann deshalb mit der VIA-App im Browser programmiert werden. Darüber lassen sich LEDs, Tasten und drei FN-Ebenen programmieren. Arrangieren muss man sich nur mit der teils technischen Bezeichnung erweiterter Tastenfunktionen, die sich nicht von selbst erschließen. Eine Dokumentation zumindest von Sharkoon würde einen deutlichen Mehrwert schaffen.
Fazit
Auf dem Papier gibt die SGK55W eine unaufgeregt vielversprechende Figur ab. Kompaktes Layout, kabellose Anbindung und optimierte Akustik klingen nach einem spannenden Paket für rund 70 Euro. Gerade in der Akustik überrascht Sharkoon – mit Augenmaß.
Ploppende Klänge sind wie RGB-LEDs und Displays eher „Gaming-Folklore“ als universell nützliches Feature. Sharkoon hält die Tastatur allerdings ordentlich im Zaum, sie kann, anders als die aufdringlichere Thock V2 von Endorfy, auch dezent. Plopp, aber alltagstauglicher, das ist die Devise.
Klare, dezentere Klicks wären zumindest nach persönlichem Geschmack die universellere schönere Variante gewesen. Hörbare Tastaturen bleiben speziell und in der Nische. Ein ordentliches Chassis lässt immerhin die Option, die – im haptischen Feedback absolut angemessenen – Taster auszutauschen um auch die Akustik in gänzlich ruhige Bahnen zu lenken.
Das Grundpaket von Geräuschdämpfung über leicht ablesbare, aber lichtundurchlässige Tastenkappen bis hin zur quelloffenen Firmware bleibt, es gleicht der leisen OfficePal KB70W (Test) im Vollformat. Einlassen muss man sich damit prinzipiell auf die Akustik, ein Layout, das Tastengruppe gerne noch stärker separieren dürfte, und auf etwas zu helle Status-LEDs.
Für 70 Euro ist das trotzdem ein solides Paket. Garniert mit völliger Freiheit bei der Programmierung von Tasten und FN-Ebene sowie kabellosem Betrieb bietet die Tastatur eine Menge Dinge, die man wirklich möchte. Insgesamt lohnt sich damit der Mehrpreis zur Redragon UCAL KB673 (Test) – wenn man mit der Akustik warm wird.
- Prinzipiell gutes Layout
- Solide Taster
- Saubere, aber prägnante Akustik
- Quelloffene Firmware
- Status-LEDs sehr hell
- Halb zusammengeschobene Funktionstasten
ComputerBase hat die Skiller SGK55W von Sharkoon leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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Im Test vor 15 Jahren: Portal 2 als perfektes Sci-Fi-Puzzlespiel

Nachdem Valves Mini-Rätselspiel Portal Spieler begeisterte, folgte im Jahr 2011 mit Portal 2 (Test) eine deutlich umfassendere Vollversion des Titels mit einer elfstündigen Einzelspielerkampagne. Im Test überzeugte Portal 2 für alle, die Rätselspiele liebten, auf ganzer Linie.
Gelungenes Spielkonzept für Rätselfreunde
Der Kern von Portal 2 waren die vielen interessanten Rätsel, die der Spieler lösen muss. Valve verpackte diese Rätsel in einer humoristischen Story, in der der Spieler in einer postapokalyptischen Zukunft innerhalb einer Forschungseinrichtung der Firma Aperture Science aufwachte. Innerhalb dieser zerstörten Forschungseinrichtung musste der Spieler mehrere Testreihen durchlaufen.
Das zentrale Spielelement war die Portalkanone, die es dem Spieler erlaubt, gekoppelte Ein- und Ausgänge zu den namensgebenden Portalen an den Wänden und Böden der Spielwelt zu platzieren. Die Level waren generell so ausgelegt, dass sich der Spieler von einem Ende eines Testraums zum anderen gelangen sollte. Interessant wurde das durch die vielen verschiedenen Interaktionsgegenstände und den spielerischen Gebrauch von Physik. Neben Würfeln, Schaltern, Katapulten, Prismen, Selbstschussanlagen und Traktorstrahlen gab es auch Laser, die sowohl als Werkzeug genutzt werden konnten als auch eine Gefahr darstellten. Um das Ganze zusätzlich zu verkomplizieren, gab es drei Gel-Sorten, die die Eigenschaft ihrer Umgebung in unterschiedlicher Weise verändern.
Die Schwierigkeit der Level war dabei so ausgelegt, dass sie inkrementell anstieg und vor allem im späteren Spiellauf viel über den richtigen Lösungsweg nachgedacht werden musste. Während das für erfahrenere Fans des Genres kein Problem darstellen sollte, bestand für Quereinsteiger die Gefahr, aufgrund von Frustration angesichts der hohen Schwierigkeit aufzugeben – Portal 2 stellte Spielern keinerlei Hilfe an die Seite. Der Wiederspielwert des Titels war sehr gering, da es keine unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade oder andere Variationen gab. Dafür gab es einen Koop-Modus, in dem entsprechend ausgelegte Rätsel zu zweit bestritten werden konnten.
Mäßige Systemanforderungen und Grafik
Bei den Systemanforderungen gab sich Portal 2 mit wenig zufrieden. Bereits ein Pentium 4 war ausreichend, bei der Grafikkarte gab es keine spezifische Empfehlung abseits von mindestens 128 MByte Grafikspeicher. Grafisch machte das Spiel einen soliden Eindruck, setzte aber nicht auf einen bombastischen Look wie beispielsweise Crysis. Auf dem Testsystem lief das Spiel bei maximalen Details, 4 × AA und einer Auflösung von 1.680 × 1.050 weitgehend stabil bei 60 Bildern pro Sekunde.
Fazit
Portal 2 war nicht für jeden geeignet, vor allem aufgrund der zu Ende relativ hohen Schwierigkeit und des generellen Spielkonzepts nicht. Wer gerne Rätsel löste und sich in dem Genre wohl fühlte, für den war Portal 2 nahezu ein Pflichtkauf. Die sehr gelungene Umsetzung der Spielmechanik, die humoristische Kampagne und die immer neuen Interaktionsgegenstände sorgten dafür, dass das Spiel nie langweilig wurde.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
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