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Sharkoon Skiller SGK55W im Test


Sharkoon-Tastaturen haben recht zuverlässig das geliefert, was man eigentlich will. Statt Ausstattungs-Extravaganzen lag der Fokus auf dezente Alltagstauglichkeit und Kernfeatures. Was gibt es dazu zu sagen? Bei der neuen SGK55W doch einiges, denn die Tastatur entspricht den Erwartungen nicht ganz.

Auf dem Papier gibt die SGK55W eine unaufgeregt vielversprechende Figur ab. Kompaktes Layout, kabellose Anbindung und optimierte Akustik klingen nach einem spannenden Paket für rund 70 Euro. Gerade in der Akustik überrascht Sharkoon – mit Augenmaß. Alle Details im Test.

  • Prinzipiell gutes Layout
  • Solide Taster
  • Saubere, aber prägnante Akustik
  • Quelloffene Firmware
  • Status-LEDs sehr hell
  • Halb zusammengeschobene Funktionstasten

Die Skiller SGK55W im Überblick

Das Layout der SGK55W folgt weitgehend dem „normalen“ 75%-Format, indem es die meisten Tastengruppen voneinander trennt, Pfeiltasten werden jedoch in vertikaler Richtung direkt an das Tastenfeld angedockt. Ergänzend setzt Sharkoon einen Metall-Drehregler auf die Tastatur. Sie liegt damit im Sweet Spot zwischen geringen Abmessungen und kompromissfreier Nutzung.

Zur Datenübertragung kommt ein USB-Kabel oder ein Funkdongle zum Einsatz, auf Bluetooth verzichtet die Tastatur. Ein 4.000-mAh-Akku soll Laufzeiten von bis zu 200 Stunden ermöglichen, was sich auf deaktivierte Hintergrundbeleuchtung beziehen wird.

Tastengruppen sind zumindest in einer Richtung mit Abstand versehen
Tastengruppen sind zumindest in einer Richtung mit Abstand versehen
Status-LEDs sitzen neben „Escape“
Status-LEDs sitzen neben „Escape“
Den Funkempfänger verstaut Sharkoon vor dem Stellfuß
Den Funkempfänger verstaut Sharkoon vor dem Stellfuß
Lieferumfang: Kurzanleitung, Kabel, Werkzeug
Lieferumfang: Kurzanleitung, Kabel, Werkzeug

Damit ist eine Basics-Tastatur umrissen, die das hat, was man am PC in der Regel braucht. Wesentliches steckt im Inneren: Aufwändigere Geräuschdämpfung, vielversprechende Materialien und quelloffene Firmware mit Web-App sind unsichtbar, haben aber spürbare Auswirkungen.

Taster: Erstmals eigene Taster

In aktuellen Tastaturen verbaut Sharkoon erstmals Taster unter eigenem Label. Die in der SGK55W verwendeten Sharkoon Black sind entgegen ihrer farblichen Codierung lineare Taster, die laut Datenblatt mit einem Widerstand von 41 Gramm sogar noch etwas leichter als normale rote Modelle zu betätigen sein sollten.

Hot-Swap-Sockel sind mittlerweile Standardausstattung
Hot-Swap-Sockel sind mittlerweile Standardausstattung

So fühlen sich Sharkoon-Taster an

Die schwarzen Taster sind qualitativ ein Schritt nach vorne gegenüber Budget-Modellen. Sie zeichnen sich durch sauberes Eingleiten und ordentliche Rückmeldung aus. Das Ausfedern sortiert sich subjektiv auf der etwas behäbigeren Seite ein. Kontrolliertem Betätigen steht dies nicht im Weg, die Taster vermitteln einen recht guten Eindruck von der Position des Stempels.

Akustisch sind sie, salopp formuliert, das Pendant zu White Monster Energy: Auffällig und krawallig per Design. Ihre Materialwahl gewährleistet ploppende Rückmeldungen bei Betätigung, die durch die Bühne, das Chassis der Tastatur, lediglich moderiert werden kann.

Beleuchtung für das Tastenbett

Tasten baut Sharkoon lichtundurchlässig, darin gleicht die SGK55W anderen Sharkoon-Tastaturen. Dafür gibt es höhere Wandstärken, PBT-Kunststoff und eine sehr haltbare, große und durch hohen Kontrast lesbare Beschriftung. Da die gesamte FN-Ebene frei programmiert werden kann, finden sich FN-Funktionen nur in einer Kurzübersicht, nicht aber auf den Tasten wieder. LEDs sitzen unterhalb der Tasten („South Facing“). Stören kann je nach Blickwinkel die Helligkeit der weißen Status-LED.

Tasten selbst sind nicht lichtdurchlässig
Tasten selbst sind nicht lichtdurchlässig
Beleuchtet wird so nur das Tastenbett
Beleuchtet wird so nur das Tastenbett

Alltag & Akustik

Die Skiller SGK55W setzt auf Bewährtes statt Experimente. Stumpfe Funktionalität mag langweilig wirken, dafür funktioniert sie genau wie erwartet. Akustisch überrascht die Tastatur hingegen sowohl qualitativ als auch klanglich.

Akustik:

Zwei Lagen Schaumstoff und eine weitere Silikonschicht sollen „gedämpfte Akustik“ und „runde“ Anschläge produzieren, verspricht die Produktseite. Die Erwartung einer besonders leisen Tastatur erfüllt die SGK55W jedoch nicht. Die Silikonmatte bringt zwar eine grundsätzliche Ruhe in die Klangkulisse, die Abstimmung produziert aber einen „thocky“-Sound mit ploppenden Geräuschen schon beim Antippen der Taster. Damit ist die Tastatur grundsätzlich präsent.

Sharkoon Skiller SGK55W (Sharkoon Black)

Damit wählt Sharkoon anders als bei der universell verträglichen OfficePal KB70W mit Augenmaß einen spezielleren Weg. Denn störend wird die Tastatur nicht, sie klingt bei aller Gaming-Kulisse wohltuend dezenter als die durchdringendere, spitzere Endorfy Thock V2 (Test) ohne dadurch zu wenig markant zu sein. Sharkoon produziert einen satteren, volleren Thock, der trockener klingt. In der „Gaming“-Sparte ist sie das verträglichere Produkt mit Allround-Tendenzen. In Spielen kann die Tastatur zudem auch ruhig sein: Einzelne Eingaben bleiben ruhig, wenn man den Kraftaufwand moderiert.

Silikon, zwei Schichten Schaumstoff und PET-Folie dämpfen Schall
Silikon, zwei Schichten Schaumstoff und PET-Folie dämpfen Schall
Bis auf die Dicke einer Schaumstoff-Schicht sind SGK55 (links) und OfficePal (rechts) identisch
Bis auf die Dicke einer Schaumstoff-Schicht sind SGK55 (links) und OfficePal (rechts) identisch
Der Ausschnitt für einen zweiten Akku wird mit Hartschaumstoff  gefüllt
Der Ausschnitt für einen zweiten Akku wird mit Hartschaumstoff gefüllt

Ob eine Tastatur überhaupt prägnant klingen sollte, ist zum Teil eine Frage der Kategorie „Präferenz“. Persönlich erscheint die SGK50 als das angenehmere Eingabegerät, weil es besser im Hintergrund verschwindet und sich auch gänzlich zurückhalten kann. Der Preis des ploppenden Thocks: Es entsteht ein Klangteppich, bei dem sich einzelne Anschläge nur schwer individuell wahrnehmen lassen. In diesem Punkt präsentiert sich der „Vorgänger“, die SGK50 (Test), im Bereich der Haupttasten besser, wenngleich dort größere Tasten akustisch deutlich abweichend klingen. Diesen Punkt macht die SGK55 erheblich besser.

Eine Hator Skyfall 80 mit Silent-Switches (Test) schafft in der Preisklasse weiterhin mehr Ruhe. Diese gibt es auch bei Sharkoon: Den Plopp-Klang produzieren die Taster, denn die OfficePal KB70 ist bis auf die Taster und den Formfaktor fast das identische, aber „stumme“ Produkt, das Anschläge weitgehend wegdämpft.

Alltag: Unaufgeregt

Abseits der Akustik zeigt Sharkoon erneut, dass vermeintlich langweiliger Standardkram am Ende die spannendste Lösung ist. Die SGK55W fokussiert sich wie die KB70W (Test) im Vollformat auf praktisch relevante Kernbereiche. Man kann deshalb wenig über exotische Extras schreiben und einfach festhalten, dass das, was da ist, funktioniert – und mehr Platz um den Drehregler eine elegantere Betätigung ermöglichen würde. Diesen Punkt teilt sich die Tastatur mit prinzipiell Regler-Modellen.

Auch mit dem reduzierten Abstand zwischen Tastengruppen kann man sich arrangieren. Er dürfte die Fertigung vereinfachen, bietet aber noch genug Orientierungspunkte um blinde und weitgehend fehlerfreie Bedienung zu ermöglichen. Etwas nach oben abgesetzte Pfeiltasten würden die Nutzung noch etwas vereinfachen, gegenüber ganz zusammengeschobenen Layouts wie bei der SGK50 kann auf Funktionstasten aber wesentlich leichter zugegriffen werden.

Klassentypisch: Der Drehregler aus Metall
Klassentypisch: Der Drehregler aus Metall
Modus-Schalter und USB-Anschluss liegen auf der Rückseite
Modus-Schalter und USB-Anschluss liegen auf der Rückseite

Software: quelloffene Flexibilität

Die SGK55W wird wie fast alle jüngeren Sharkoon-Tastaturen mit quelloffener QMK-Firmware betrieben. Sie kann deshalb mit der VIA-App im Browser programmiert werden. Darüber lassen sich LEDs, Tasten und drei FN-Ebenen programmieren. Arrangieren muss man sich nur mit der teils technischen Bezeichnung erweiterter Tastenfunktionen, die sich nicht von selbst erschließen. Eine Dokumentation zumindest von Sharkoon würde einen deutlichen Mehrwert schaffen.

Manche Funktionsbezeichnungen sind recht unverständlich
Manche Funktionsbezeichnungen sind recht unverständlich
Kurz & funktional: Einstellen von Effekten, Farben und Helligkeit
Kurz & funktional: Einstellen von Effekten, Farben und Helligkeit
Makro-Editor
Makro-Editor

Fazit

Auf dem Papier gibt die SGK55W eine unaufgeregt vielversprechende Figur ab. Kompaktes Layout, kabellose Anbindung und optimierte Akustik klingen nach einem spannenden Paket für rund 70 Euro. Gerade in der Akustik überrascht Sharkoon – mit Augenmaß.

Ploppende Klänge sind wie RGB-LEDs und Displays eher „Gaming-Folklore“ als universell nützliches Feature. Sharkoon hält die Tastatur allerdings ordentlich im Zaum, sie kann, anders als die aufdringlichere Thock V2 von Endorfy, auch dezent. Plopp, aber alltagstauglicher, das ist die Devise.

Klare, dezentere Klicks wären zumindest nach persönlichem Geschmack die universellere schönere Variante gewesen. Hörbare Tastaturen bleiben speziell und in der Nische. Ein ordentliches Chassis lässt immerhin die Option, die – im haptischen Feedback absolut angemessenen – Taster auszutauschen um auch die Akustik in gänzlich ruhige Bahnen zu lenken.

Sharkoon Skiller SGK55W
Sharkoon Skiller SGK55W

Das Grundpaket von Geräuschdämpfung über leicht ablesbare, aber lichtundurchlässige Tastenkappen bis hin zur quelloffenen Firmware bleibt, es gleicht der leisen OfficePal KB70W (Test) im Vollformat. Einlassen muss man sich damit prinzipiell auf die Akustik, ein Layout, das Tastengruppe gerne noch stärker separieren dürfte, und auf etwas zu helle Status-LEDs.

Für 70 Euro ist das trotzdem ein solides Paket. Garniert mit völliger Freiheit bei der Programmierung von Tasten und FN-Ebene sowie kabellosem Betrieb bietet die Tastatur eine Menge Dinge, die man wirklich möchte. Insgesamt lohnt sich damit der Mehrpreis zur Redragon UCAL KB673 (Test) – wenn man mit der Akustik warm wird.

  • Prinzipiell gutes Layout
  • Solide Taster
  • Saubere, aber prägnante Akustik
  • Quelloffene Firmware
  • Status-LEDs sehr hell
  • Halb zusammengeschobene Funktionstasten

ComputerBase hat die Skiller SGK55W von Sharkoon leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Community-Benchmark 2.0: Wie schnell ist dein System im 3DMark?


Wie schnell sind dein Prozessor und deine Grafikkarte im Gaming-Benchmark 3DMark? Miss nach und teile deine Ergebnisse im Community-Benchmark. Nanu, das gab es hier doch schon mal? Ja, richtig – allerdings noch im alten Setup. Mit den deutlich ausgebauten Community-Benchmarks 2.0 geht es jetzt in die zweite Runde.

Wie schnell unterschiedliche Prozessoren und Grafikkarten auf unterschiedlichen Betriebssystemen in verschiedenen Benchmarks der 3DMark-Suite sind? Vor zwei Jahren wollten wir das zum Steel Nomad schon einmal wissen, allerdings noch im alten Community-Benchmark-Setup. Mit dem neuen Setup, das vor wenigen Wochen mit Community-Benchmarks zu Forza Horizon 6 und Cinebench 2026 Premiere gefeiert hat, wagen wir daher einen zweiten Anlauf. Erstmals mit:

  1. automatischer Ergebnisübernahme und
  2. aussagekräftigen Ranglisten für CPUs und GPUs.

Wir hoffen daher erneut auf rege Teilnahme – vielleicht zum zweiten, möglicherweise auch zum ersten Mal? Mitmachen können in diesem Fall Nutzer mit verschiedenen 3DMark-Benchmarks, DirectX-12-fähigen GPUs und unter Microsoft Windows sowie in zwei Fällen auch unter macOS mit Apple Silicon.

3DMark: Diese Benchmarks werden getestet

Die grundsätzlich kostenlose Benchmark-Suite 3DMark (Download) enthält unterschiedliche Benchmark-Tests, die verschiedene Szenarien eines Gaming-PCs testen. Einige dieser Tests sind im Rahmen einer Demo-Version kostenlos zugänglich, andere müssen hingegen gekauft werden. Für diesen Community-Benchmark hat sich die Redaktion für fünf Benchmarks entschieden: Den nach wie vor neuesten Test Steel Nomad in der normalen Version für High-End-Rechner sowie in der Light-Variante, die beide sowohl auf Windows als auch auf macOS zur Verfügung stehen. Hinzu kommen die beiden Raytracing-Benchmarks Speed Way und Port Royal sowie der altbekannte und nach wie vor populäre Time Spy.

Drei dieser Tests sind in der Demo-Version der 3DMark-Suite enthalten und können daher von allen Lesern kostenlos genutzt werden. Bei Speed Way und Port Royal hingegen handelt es sich um kostenpflichtige Benchmarks, die per DLC ergänzt werden können. Für die Teilnahme am Community-Benchmark ist es aber keineswegs nötig, Geld auszugeben: Das Benchmark-Formular kann auch mit lediglich einem oder zwei Ergebnissen abgeschickt werden. Genauso ist es möglich, zusätzliche Ergebnisse mit weiteren Systemen oder Benchmark-Tests nachzutragen.

Alle Details zum neuen Benchmark-Verfahren

Alle Details zum neuen Setup und eine Anlaufstelle für den Fall, dass es Fragen oder Wünsche nach bisher nicht abgedeckten System-Komponenten, Treibern etc. gibt, liefern hingegen der nachfolgende Artikel und Jans kurzer Überblick im Video – jeweils am Beispiel Forza Horizon 6, aber das Gesagte kann auf den 3DMark übertragen werden.

  • Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!

Ergebnisse hier einreichen

Im 3DMark ermittelte Messwerte müssen über das nachfolgende Formular eingesendet werden. Es geht ausschließlich um die Gesamt-Punktzahl für das gesamte System; einzelne CPU- oder GPU-Scores, wie sie in älteren 3DMark-Tests zusätzlich ausgegeben werden, sind nicht von Relevanz. Informationen zum eigenen System werden dabei nicht länger als Fließtext, sondern per Dropdown und Checkboxen angegeben. Alle Details dazu liefert der folgende Artikel:

  • Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!

Was für die Teilnahme vorausgesetzt wird, ist ein Account bei ComputerBase. Zu dessen Registrierung reicht die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse aus:

  • Jetzt einen Account bei ComputerBase anlegen

Wird eines der Formulare abgeschickt, erstellt das CMS automatisch einen Beitrag im Kommentar-Thread dieses Artikels, parallel dazu werden die übermittelten Ergebnisse direkt in die Datenbank eingetragen. Vor dem Absenden also bitte noch einmal alles auf seine Richtigkeit hin prüfen!

Teilnehmer können in dem Beitrag im Forum durch das Editieren weitere Informationen ergänzen, darunter optional einen Screenshot mit den Ergebnissen oder auch Details zu den gewählten OC-Taktraten oder cTDP-Einstellungen. Das Formular muss nicht vollständig ausgefüllt werden, auch einzelne Ergebnisse können gemeldet werden. Weitere Messwerte können durch ein erneutes Absenden des Formulars später noch hinzugefügt werden – aber bitte jedes Ergebnis nur einmal melden!

Happy Benchmarking!

Fehlt eine CPU, eine Grafikkarte oder ein Treiber? Bitte einfach in diesem oder im nachfolgend verlinkten Artikel darauf hinweisen und wir kümmern uns kurzfristig uns darum! Bitte nicht einfach eine falsche Alternative auswählen.

  • Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!



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Regulatorische Offensive: US-Bundesstaaten nehmen Ermittlungen gegen OpenAI auf


Eine Koalition mehrerer US-Bundesstaaten hat Ermittlungen gegen OpenAI eingeleitet und umfangreiche Unterlagen zu Geschäftspraktiken, Datennutzung, Nutzerwirkungen und Sicherheitsfragen angefordert. Die Untersuchung ist Teil einer breiter angelegten regulatorischen Offensive gegen führende KI-Unternehmen in den USA.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatten 42 Generalstaatsanwälte führende KI-Unternehmen, darunter OpenAI, Meta, Anthropic, Google und xAI, aufgefordert, stärkere Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Nutzergruppen einzuführen. In einem Schreiben an die Unternehmen warnten sie ausdrücklich davor, dass Entwickler für problematische oder schädliche KI-Ausgaben rechtlich verantwortlich gemacht werden könnten, wenn sie „eine Person zur Begehung einer Straftat ermutigen“ würden.

Umfassende Unterlagen eingefordert

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge erhielt OpenAI am vergangenen Freitag eine von der Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates New York im Namen mehrerer Bundesstaaten versandte Vorladung. Darin fordern die Ermittlungsbehörden Unterlagen zu zahlreichen Bereichen der Unternehmenspraxis an. Dazu zählen unter anderem Werbung, Nutzerbindung, der Umgang mit Verbraucher- und Gesundheitsdaten, mögliche Auswirkungen auf Minderjährige und ältere Menschen, die Entwicklung von KI-Modellen sowie interne Richtlinien und Sicherheitsmechanismen.

Die Ermittlungen erfolgen vor dem Hintergrund weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen. Anfang Juni reichte Florida als erster US-Bundesstaat Klage gegen OpenAI und Unternehmenschef Sam Altman ein. Die Behörden werfen dem Unternehmen vor, ein potenziell gefährliches Produkt wissentlich auf den Markt gebracht und Warnungen vor möglichen Schäden ignoriert zu haben. Auslöser war unter anderem die Rolle von ChatGPT bei einem tödlichen Angriff an der Florida State University. Nach Darstellung des Generalstaatsanwalts James Uthmeier, der die Ermittlungen bereits im April dieses Jahres aufgenommen hatte, soll der mutmaßliche Täter den Chatbot als Vertrauten und Gesprächspartner bei der Planung der Tat genutzt haben.

Unterwürfige KI besonders im Blick der Ermittler

Besonders in den Fokus der Ermittler rückte das Thema „Model Sycophancy“ – die Frage, inwieweit KI-Systeme dazu neigen, Nutzern übermäßig zuzustimmen oder deren Ansichten unkritisch zu bestätigen. Dieses Phänomen wird zunehmend als mögliches Risiko für die psychische Gesundheit und die Qualität von KI-Interaktionen diskutiert und soll bereits zu mehreren Suiziden beigetragen haben. Zuletzt wurde ein Fall bekannt, der vor dem Obersten Gerichtshof des Bezirks San Francisco eingereicht wurde. Demnach soll das inzwischen nicht mehr verfügbare und für dieses Verhalten massiv kritisierte ChatGPT-Modell 4o zum Freitod einer 24-Jährigen beigetragen haben.

Auch andere KI-Unternehmen geraten zunehmend ins Visier der Aufsichtsbehörden. So leitete Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta Anfang des Jahres Ermittlungen gegen xAI ein. Anlass waren Berichte über die massenhafte Erstellung sexualisierter Darstellungen von Frauen und Kindern mithilfe des Chatbots Grok. Diese sollen anschließend auf der Plattform X zur Belästigung der Betroffenen eingesetzt worden sein.

OpenAI will konstruktiv kooperieren

OpenAI erklärte, die Anliegen der Generalstaatsanwälte ernst zu nehmen und konstruktiv mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, kontinuierlich daran zu arbeiten, die Vorteile künstlicher Intelligenz verantwortungsvoll und sicher seinen Nutzern bereitzustellen. Die Untersuchungen könnten für den Konzern jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen: Erst am vergangenen Montag hatte OpenAI vertraulich Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. Ermittlungen mehrerer Staatsanwaltschaften könnten nun potenzielle Investoren verunsichern oder sich negativ auf die Unternehmensbewertung auswirken.



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Donald-Trump-Handy: T1 Phone ist nur ein goldenes HTC U24 Pro mit leichten Anpassungen


Donald-Trump-Handy: T1 Phone ist nur ein goldenes HTC U24 Pro mit leichten Anpassungen

Bild: Trump Mobile

Das T1 Phone von Trump Mobile ist nur ein HTC U24 Pro mit kleineren Modifikationen bei Akku, Speicher und dem Gehäuse. Dies bestätigt eine Analyse der Reparaturexperten von iFixit, wodurch das einstige Werbeversprechen „Made in USA“ äußerst fragwürdig erscheint.

Bereits im Vorfeld der Ankündigung des T1 Phone gab es Gerüchte, dass das Trump-Smartphone ein HTC U24 Pro mit goldenem Anstrich ist. Ein Teardown der amerikanischen Reparaturplattform iFixit, die das T1 von NBC News erhalten hat, erhärtet nun diesen Verdacht. Demnach läuft das Trump-Phone ohne Einschränkungen, wenn das Mainboard eines HTC U24 Pro eingebaut wird.

T1 Pro nur noch „in den USA zusammengesetzt“

So wurde aus dem Marketing-Slogan „Made in USA“ schließlich nur noch, dass das T1 Pro „ein Design mit amerikanischen Werten“ habe. Auf der Verpackung des Trump-Smartphones findet sich laut NBC News zudem der Hinweis, dass das T1 Pro „mit Stolz in den USA zusammengesetzt“ wurde. Und der Teardown von iFixit zeigt nun, dass das T1 Pro größtenteils aus chinesischen Komponenten besteht.

Die Experten von iFixit nutzten zunächst einen CT-Scanner von Lumafield, um einen ersten Blick auf die Interna des Trump-Smartphones werfen zu können. Schon hier zeigt sich die frappierende Ähnlichkeit zum HTC U24 Pro. Ferner zeigte die Entfernung der Rückseite des T1 Pro, dass auch die Änderungen am Kamerasystem an der Außenseite rein kosmetischer Natur sind, was auch für das leicht unterschiedliche Aussehen des Lautsprechergitters gilt.

Das T1 Pro von Trump Mobile und das HTC U24 Pro sind im iFixit-Teardown nahezu identisch.
Das T1 Pro von Trump Mobile und das HTC U24 Pro sind im iFixit-Teardown nahezu identisch. (Bild: iFixit/HTC/Trump Mobile)

Das sind die Unterschiede zwischen T1 Pro und HTC U24 Pro

Während das T1 Pro und das HTC U24 Pro einen Snapdragon 7 Gen 3-Chip auf dem gleichen Mainboard mit ebenfalls 512 GB Speicher und 12 GB Arbeitsspeicher verwenden, gibt es im Detail doch einige leichte Unterschiede. Demnach stammen Arbeits- und Massenspeicher des HTC-Smartphones von SK Hynix, wohingegen das Trump-Handy hier auf Komponenten von Micron setzt.

Abgesehen von den kosmetischen Änderungen inklusive Goldlackierung ist der größte Unterschied der beiden Android-Smartphones der verbaute Akku. So verwendet das HTC U24 Pro eine Batterie mit einer Kapazität von 4.450 mAh (17,81 Wh), die aus China stammt, während das T1 Pro einen auf den Philippinen hergestellten Akku mit 5.000 mAh (19,35 Wh) besitzt. Zudem lädt das Trump-Handy mit 30 Watt auf, das U24 Pro hingegen mit bis zu 60 Watt.

Model: T1 Phone (gold version): 6.78-inch AMOLED screen, 120 Hz refresh rate, 50 MP Main + 8MP Wide + 50MP (2X Tele) Camera + 50MP Front Camera, 5000 mAh battery/30W quick charge, Fingerprint sensor and AI Face Unlock, Snapdragon® Mobile Platform, Android Operating System

Technische Spezifikationen des T1 Phone gemäß Herstellerwebsite

Preis und Reparierbarkeit auch vergleichbar

Der Preis des T1 Pro von Trump Mobile liegt bei einem Angebotspreis von 499 US-Dollar laut Hersteller und entspricht somit dem, was ein HTC U24 Pro mit gleicher Ausstattung kosten würde. Auch beim iFixit-Score für die Reparierbarkeit gibt es erwartungsgemäß bei diesen Smartphones keine Unterschiede, der für beide Android-Smartphones bei niedrigen 3 von 10 Punkten liegt.



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