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Rosa zieht! Weil Snask weiß, wie man es einsetzt! › PAGE online


Das Rebranding, das Snask für den Beauty- und Lifestyle-Brand Vivantis entwickelt hat, wird erst seit kurzem ausgerollt – und der Umsatz ist bereits um 30 Prozent gestiegen. Und das mit einem Redesign, das in Rosa und Gelb leuchtet, das camp und kitschy ist. Und zwar auf beste Art.

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Vivantis aus Tschechien gehört zu Europas größten E-Commerce Beauty- und Lifestyle Brands. Heißt, dass er sehr erfolgreich ist.

Der Schönheitsfehler allerdings war, dass sich immer stärker herauskristallisierte, dass die Kundschaft, die zu einem großen Teil aus jungen Frauen besteht, in erster Linie wegen der Preise und der Produkte bei Vivantis einkauften. Nicht wegen Vivantis selbst, nicht wegen dessen Style, nicht, weil sie sich darin wiederfinden oder gar Loyalität verspüren.

Das Design mit seinen braven Illustrationen und Animationen, mit seinem Gold und dezenten Farben und einem eher biederen Look, passte überhaupt nicht mehr in das Jetzt.

Und da kam die gefeierte Stockholmer Agentur Snask ins Spiel, bekannt ihre überbordenden Ideen, ihren Humor – und ihre Vorliebe für Pink, auf dessen Klaviatur sie gekonnt spielen.

Wie gekonnt, das zeigen sie jetzt erneut in ihrem Redesign für Vivantis, das sie in Rosa und Gelb tauchen, mit der Typografie spielen, mit Rahmen, einer direkten Ansprache und mit der Aussprache von Vivantis selbst. Und das so gekonnt wie umwerfend erfolgreich.

Ausgelassen – und neu betont

Weil Vivantis sich in der Aussprache ein wenig wie »We want this« anhört, hat Snask das Wortlogo mit dynamischen Buchstaben versehen, die die Phonetik visuell nachbilden.

Gleichzeitig wird der Brandname durch leichte Abstände in unterschiedliche Silben unterteilt und dazu legt ein aus der Reihe tanzendes, kursives I ein zusätzliches Schlaglicht auf dessen Betonung.

Ergänzt wird die neue Identity durch eine ausdrucksstarke und leicht verschnörkelte Rahmung von Bildern und Inhalten, die das Dargestellte gerade auch im Digitalen stärker hervorheben.

Alles das ist in Rosa und Gelb getaucht, die Tonalität, die das gesamte Design bestimmt, ist ausgelassen, positiv und fröhlich – und dazu setzen Icons zusätzliche, verspielte Akzente.

Kirschen, Sonnen, Sternchen und Herzen in Emoji-Ästhetik zitieren ganz direkt junge Lebenswelten und ziehen sich durch das Erscheinungsbild.

Beste Freundin

Ein besonderes Augenmerk wird aber auch auf die jungen Frauen selbst gelegt.

»Hey Gorgeous« heißt der Claim, der sich durch die Identity zieht, junge Käuferinnen direkt anspricht. Unterstrichen wird das zusätzlich in Clips, in denen die Kamera direkt in den Spiegel moniert ist, in den die Frauen blicken und Vivantis auf diese Weise die Perspektive der besten Freundin einnimmt.

Und zwar einer, die einen ermuntert, unterstützt und aufbaut und einem sagt, wie großartig man ist.

Begleitet wurde der digitale Auftritt zudem von einer Plakatkampagne und dem Design eines neuen Flagship Stores, der die leuchtenden Elemente und den übermütigen und gut gelaunten Style aufnimmt.

Und das, analog und digital so erfolgreich, dass der Umsatz von Vivantis in nur drei Monaten um 30 Prozent angestiegen ist.

Vorher/Nachher:



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Vitakraft vollzieht Marken-Relaunch – Design Tagebuch


Vitakraft, ein Hersteller von Heimtierfutter und -bedarf, überarbeitet nach zweijähriger Entwicklungsarbeit und globaler Marktforschung seinen Markenauftritt. Ziel des Bremer Traditionsunternehmens ist der Wandel von einer rein produktgetriebenen Herstellermarke hin zu einer emotional positionierten Konsumentenmarke mit geschärftem Profil.

Vitakraft ist ein international tätiges Unternehmen der Heimtierbranche mit Sitz in Bremen. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1837 zurück, als Heinrich Wührmann in Heiligenrode bei Bremen eine Futtermittelhandlung gründete. Die Marke Vitakraft wurde 1929 eingeführt. Heute entwickelt und vertreibt das Unternehmen Tiernahrung, Snacks und Zubehör für verschiedene Heimtierarten und ist mit Niederlassungen in rund 20 Ländern vertreten.

Im Zuge der Neustrukturierung des Produktportfolios wurde der Markenauftritt modifiziert. Im Zentrum des Relaunches steht ein neues Markenversprechen: „Die entspannteste Art, dein Tier gut zu versorgen.“

Auszug der Pressemeldung

„Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass viele Tierbesitzer:innen unsere Produkte zwar kennen und kaufen – Vitakraft als Marke aber nicht bewusst wahrnehmen. Mit dem Relaunch werden wir das grundlegend ändern“, erklärt Sarina Hamann, Geschäftsführerin & CMO Vitakraft. „Tierhalterinnen und Tierhalter sind heute mit einer Flut an Produkten, Meinungen und Empfehlungen konfrontiert – das kann schnell überfordern. Ein Thema, das die Heimtierbranche bislang kaum aufgreift. Mit unserem Relaunch wollen wir uns als Marke positionieren, die keinen zusätzlichen Druck aufbaut, sondern Orientierung gibt, Leichtigkeit ausstrahlt und Verlässlichkeit einfach erlebbar macht“, so Hamann.

Vitakraft Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Vitakraft pet care, Bildmontage: dt
Vitakraft Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Vitakraft pet care, Bildmontage: dt

Um Konsumenten am Point of Sale eine leichtere Orientierung zu bieten, folgt das Verpackungsdesign dem Prinzip visueller Reduktion, so das Unternehmen. Der weiterhin blau hinterlegte Markenschriftzug beansprucht in vergrößerter Darstellung nun rund ein Viertel der Front. Die bisher verwendete weiße Welle verschwindet ebenso wie das Herzsymbol. Der Vitakraft-Markenschriftzug wurde subtil modifiziert, siehe Detailansicht. So verfügt das „f“ jetzt über eine Unterlänge.

Die Kernfarben Blau und Weiß bleiben erhalten, werden jedoch flächiger eingesetzt und durch neue Akzentfarben ergänzt. Alle Bezeichnungen und Texte verlaufen nun senkrecht in vertikaler Achse, statt leicht geneigt. Scriptuale Fonts wurden dabei in vielen Fällen durch Groteskschriften ersetzt.

Der neue Marken-Claim „Gut gemacht.“ soll das veränderte Markenversprechen sprachlich untermauern. Ein bewusst einfacher Satz, der laut Vitakraft auf drei Ebenen funktioniert: „als Lob ans Tier, als Qualitätsaussage über die Vitakraft-Produkte und als Bestätigung der Kaufentscheidung des Tierbesitzers oder der Tierbesitzerin“.

Der Rollout beginnt nach Unternehmensangaben ab Spätsommer 2026 am Standort Bremen, erste Produktlinien im neuen Design sollen im September in den Handel kommen. Die digitale Präsenz wurde bislang nicht umgestellt.

Entstanden ist der neue Markenauftritt in Zusammenarbeit mit der Agentur Pahnke (Hamburg).

Mediengalerie

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»Das kann nur gut werden«: So startet Mother für Canva! › PAGE online


Mother hat für Canva eine Kampagne speziell für den deutschen Markt entwickelt, die sich in drei Spots ganz auf einen Moment konzentriert, den jeder kennt, der etwas gestalten möchte, ob Eisverkäufer, Fußballerin, Architektin – und auch Kreative(r).

»Das kann nur gut werden«: So startet Mother für Canva! › PAGE online

Mehr als 265 Millionen Menschen nutzen Canva weltweit. Ein Schlüsselmarkt für die KI-basierte Plattform für Gestaltung ist Deutschland und hier startet heute eine Kampagne, die Mother Berlin entwickelt und produziert hat.

Doch wie verbindet man die diverse Canva-Zielgruppe, die einmal quer durch die Bevölkerung bis hin zu den umsatzstärksten Unternehmen reicht?

Die Kreativen von Mother konzentrieren sich dafür auf einen Moment, der für jeden gleich ist: Wenn man vor dem leeren Bildschirm sitzt und nicht wirklich weiß, wie man anfangen soll, und verunsichert ist, ob auch etwas Gutes entsteht.

Screenshot aus »Feedback im Vereinsheim«

Design für alle

Dem setzt die Kampagne ein positives »Das kann nur gut werden« entgegen – und führt dafür ins Vereinsheim, in einen Eiswagen und einen Zug, der wegen einer Oberleitungsstörung reichlich Verspätung hat.

Mit Titeln wie »Feedback im Vereinsheim«, »Likes am Stiel« oder »Endstation Abgabe«, die auf Filme anspielen, werden Stimmen wie in einem Drama laut: »Das schaffst du nicht« tönt es, »Ich habe sowieso nie an ihn geglaubt« oder es hallt ein »na ja, ich weiß nicht« herüber.

Mit einem Augenzwinkern inszeniert und mit inneren Zweifeln, die sich in Menschen (oder Kaffeebecher) verwandeln, zeigen die Spots, dass die Ergebnisse mit Canva nur gut werden können – und unterstreichen damit das Versprechen von Canva, Design für alle zugänglich zu machen.

Die Idee der Kampagne spreche drei Zielgruppen an, heißt es von Mother selbst: kleine Unternehmen, Fachexpert:innen und Vereine/Clubs – und zeigt, wie man mithilfe von KI schnell und hochwertig gestalten kann und Social Content erstellen.

Die Kampagne »Das kann nur gut werden« wird im TV, auf Streaming-Plattformen und Paid Social ausgespielt.

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Unser Beruf verändert sich gerade schneller als meine Lesebrille › PAGE online


Beides hat mich ehrlich gesagt überrascht. Daniel Weiss ist Founder, Designer und AI-Artist – und gratuliert PAGE zum 40. mit einem klaren Gedanken: Gute Gestaltung fängt nie bei der Software an, sondern immer bei der Idee.

Unser Beruf verändert sich gerade schneller als meine Lesebrille › PAGE onlineBild: Daniel WeissSeit fast 30 Jahren gestalte ich Marken. Und ich glaube, ich habe noch nie erlebt, dass sich unser Beruf so radikal verändert wie gerade jetzt.

Das Faszinierende daran: Ausgerechnet KI erinnert mich jeden Tag daran, dass gute Gestaltung nie mit Software begonnen hat. Sondern immer mit einer Idee.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich der PAGE so gerne zum 40. Geburtstag gratuliere. Sie begleitet seit vier Jahrzehnten nicht nur Design, sondern vor allem die Menschen, die Design voranbringen. Denn gute Gestaltung verändert schließlich nicht nur Oberflächen. Sie verändert Perspektiven.

Genau dafür möchte auch ich stehen: für eine Kreativität, die nicht fragt, womit etwas entstanden ist, sondern ob sie Menschen berührt.

Und genau das gibt mir Zuversicht für 2026. Dass Originalität wieder zum eigentlichen Luxus wird. Denn wenn jeder Bilder erzeugen kann, wird die Idee dahinter plötzlich zum wertvollsten Teil der Arbeit.

Mein Wunsch an die PAGE ist deshalb ganz einfach: dass sie weiterhin genau dorthin schaut, wo noch niemand hinschaut. Denn die spannendsten Geschichten beginnen meist lange bevor es Antworten gibt.

Daniel Weiss
FOUNDER  / DESIGNER / AI ARTIST

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