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Künstliche Intelligenz

Rover Perseverance bekommt eigenes Navigationssystem


Fünf Jahre nach der Landung hat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) ein Navigationssystem auf dem Rover Perseverance installiert. Damit kann dieser selbstständig seine Position auf dem Mars bestimmen. Vorher bekam der Marsroboter diese Angaben von der Erde.

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Mars Global Localization nennt die NASA das System, das den Standort auf optischer Basis ermittelt. Das System sei erstmals am 2. Februar eingesetzt worden, teilte die NASA mit, danach noch einmal am 16. Februar.

Die Basis sind die Panoramen, die die Navigationskamera von der Umgebung des Rovers aufnimmt. Der Algorithmus vergleicht diese Bilder mit einer Geländekarte. Diese ist aus den Bildern der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), die um den Mars kreist, erstellt worden und auf Perservances Bordcomputer gespeichert.

So kann die Position des Rovers auf etwa 25 Zentimeter genau bestimmt werden. Das dauert etwa zwei Minuten. Der Algorithmus läuft auf dem leistungsstarken Prozessor, den der Rover früher nutzte, um mit dem Mars-Hubschrauber Ingenuity zu kommunizieren.

Bisher nutzt Perseverance – wie auch seine Vorgänger – visuelle Odometrie (VO) zur Positionsbestimmung. Dabei wird alle paar Meter ein Bild der Umgebung aufgenommen. Anhand geologischer Merkmale auf den Bildern wird errechnet, welche Entfernung der Rover zurückgelegt hat.

Doch auch wenn dabei Faktoren wie durchdrehende Räder berücksichtigt werden, wird die Positionsbestimmung laut NASA auf größeren Etappen immer ungenauer. Bei langen Fahrten könne die Abweichung bis zu 35 Meter betragen. In schwierigem Gelände kann der Rover dadurch in Gefahr geraten.

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Das Mars-Global-Localization-System sei vor allem hilfreich, wenn der Rover autonom und ohne Anleitung von der Erde agiere. „Jetzt kann er selbst seinen Standort auf dem Mars bestimmen“, sagte Vandi Verma, der für die autonomen Operationen des Rovers zuständig ist. „Das bedeutet, der Rover kann viel längere Strecken autonom zurücklegen, sodass wir mehr von dem Planeten erkunden und mehr wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen können. Es könnte von beinahe jedem anderen Rover genutzt werden, um schnell und weit zu fahren.“

Perseverance, der weitgehend baugleich mit dem Rover Curiosity ist, ist seit fünf Jahren, seit dem 18. Februar 2021, auf dem Mars unterwegs. Seither hat er rund 40 Kilometer zurückgelegt und wird in absehbarer Zeit den Rekord des Rovers Opportunity einstellen, der in seiner knapp 15 Jahre dauernden Mission etwa 45 Kilometer schaffte.

Zu der Mission gehörte der autonome Hubschrauber, der zwischen April 2021 und Januar 2024 insgesamt 72 Mal geflogen ist – ursprünglich geplant waren lediglich fünf Flüge.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Hohe Energiekosten und Regularien: OpenAI pausiert Stargate UK


OpenAI legt sein Rechenzentrumsprojekt Stargate UK in Großbritannien vorerst auf Eis, da die Rahmenbedingungen für die Realisierung nicht gegeben seien. Als Gründe für den überraschenden Schritt nannte das Unternehmen regulatorische Hürden und hohe Energiekosten. Das US-amerikanische Nachrichtenportal Politico berichtete am Mittwoch zuerst darüber.

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Das Stargate UK-Projekt war von OpenAI erst im September vergangenen Jahre, zeitgleich mit dem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Großbritannien, angekündigt worden. Bereits zuvor hatte das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der britischen Regierung geschlossen.

Die Pläne für Stargate UK sahen laut Politico vor, im ersten Quartal 2026 bis zu 8.000 fortschrittliche Nvidia-Chips vom Londoner Rechenzentrumsbetreiber Nscale an verschiedenen Standorten in Großbritannien anzumieten. Gegenüber dem Nachrichtenportal gab OpenAI an, dass seine Investitionsentscheidungen auf verschiedenen Faktoren basierten, darunter vorhersehbare Regelungen zu Themen wie dem Urheberrecht. Politico verweist darauf, dass die britische Regierung im vergangenen Monat frühere Vorschläge verwarf, KI-Firmen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zu erlauben, sofern die Rechteinhaber nicht ausdrücklich widersprechen.

Nach Einschätzung von Politico ist der Schritt von OpenAI „ein schwerer Schlag für die KI-Ambitionen“ der britischen Regierung. Die Regierung in London hat gezielte Anstrengungen unternommen, um Investitionen von führenden Tech-Unternehmen und Infrastrukturanbietern anzuziehen und ausgewählte Gebiete des Landes zu „KI-Wachstumszonen“ erklärt. Gleichzeitig hat das Land mit die höchsten Energiepreise weltweit, was die Anziehung energieintensiver KI-Rechenzentren erschwert.

„Unser Fokus liegt weiterhin darauf, die richtigen Rahmenbedingungen für Investitionen in die KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur Großbritanniens zu schaffen“, erklärte ein Sprecher des britischen Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wir arbeiten weiterhin mit OpenAI und anderen führenden KI-Unternehmen zusammen, um die Rechenkapazität in Großbritannien zu stärken.“

Auch OpenAI hat die Pläne für Stargate UK noch nicht endgültig begraben. „Wir sehen enormes Potenzial für die KI-Zukunft Großbritanniens“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einer E-Mail gegenüber Bloomberg. „KI-Rechenleistung ist die Grundlage für dieses Ziel. Wir prüfen Stargate UK weiterhin und werden die Entwicklung fortsetzen, sobald die Rahmenbedingungen – wie etwa regulatorische Vorgaben und Energiekosten – langfristige Infrastrukturinvestitionen ermöglichen.“

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OpenAI hat seine globalen Investitionen in die Rechenzentrumsinfrastruktur verstärkt. Um die stark steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung zu decken, arbeitet das Unternehmen mit Partnern wie Microsoft, Oracle und Nvidia zusammen. Stargate UK ist der britische Ableger des internationalen Infrastrukturprojekts „Stargate Project“, in dessen Rahmen OpenAI und Partner in den kommenden Jahren mindestens 500 Milliarden US-Dollar in neue KI-Rechenzentren stecken wollen, darunter in Standorte im US-Bundesstaat Texas, in Norwegen oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.


(akn)



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Künstliche Intelligenz

KI-Wettlauf: Meta und CoreWeave mit 21-Milliarden-Dollar-Deal


Meta investiert weitere Milliarden, um im hart umkämpften KI-Wettbewerb aufzuholen. Der US-Social-Media-Konzern baut seine Partnerschaft mit dem Rechenzentrumsbetreiber CoreWeave aus. Der Deal sieht die Bereitstellung von KI-Cloud-Kapazität bis Dezember 2032 im Wert von rund 21 Milliarden US-Dollar vor. Das teilte CoreWeave am Donnerstag mit. Die neue Vereinbarung ergänzt eine ähnliche Übereinkunft vom September über 14,2 Milliarden US-Dollar.

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CoreWeave stellt seinen Kunden Hardware- und Cloud-Ressourcen bereit und ist spezialisiert auf das Training und Ausführen (Inferenz) von KI-Modellen. Dabei setzt das Unternehmen primär auf GPU-Beschleuniger von Nvidia. Das macht CoreWeave für die großen Tech-Konzerne zu einem interessanten Partner bei der Suche nach leistungsstarker Infrastruktur, die komplexe und umfangreiche KI-Workloads unterstützt.

Die Partnerschaft mit CoreWeave verschafft Meta Zugang zu den ersten Implementierungen der Vera-Rubin-Chips der nächsten Generation von Nvidia, die doppelt so schnell sind wie die aktuellen Blackwell-Chips. „Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass führende Unternehmen die KI-Cloud von CoreWeave für ihre anspruchsvollsten Workloads nutzen“, sagte CoreWeave-CEO Michael Intrator in der Erklärung.

Im Mai vergangenen Jahres schloss CoreWeave bereits einen Deal über die Bereitstellung von Cloud-Computing-Kapazitäten im Wert von bis zu vier Milliarden US-Dollar über vier Jahre mit ChatGPT-Entwickler OpenAI. Dem war bereits eine Vereinbarung mit OpenAI über 11,9 Milliarden US-Dollar vorausgegangen.

Meta verstärkt durch die Zusammenarbeit mit CoreWeave seine KI-Entwicklung und -Implementierung. Der US-Konzern investierte zuletzt bereits Milliardensummen in den Ausbau seiner KI-Kapazitäten. Zentraler Baustein von Metas Strategie ist die im Sommer 2025 gegründete Einheit Meta Superintelligence Labs. Metas Chief AI Officer, der 29-jährige ehemalige CEO von Scale AI, Alex Wang, wechselte im Rahmen eines 14,3 Milliarden US-Dollar schweren Deals zu Meta.

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Mitte Februar vereinbarte der Facebook-Konzern bereits eine Partnerschaft mit Nvidia, in deren Zuge er GPUs und CPUs verschiedener Generationen für dutzende Milliarden US-Dollar einkauft. Zudem kündigte der Konzern-Chef Mark Zuckerberg an, Hunderte Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren zu investieren. Am gestrigen Mittwoch präsentierte Meta sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark, das erste Modell der neu aufgebauten KI-Abteilung Meta Superintelligence Labs.


(akn)



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Top 10: Der beste E-Scooter im Test – Ninebot Max G3 ist Testsieger


Ninebot, Xiaomi, Navee oder Egret? Wir haben fast 100 E-Scooter getestet und zeigen die zehn besten elektrischen Tretroller mit Straßenzulassung.

Waren E-Scooter mit Straßenzulassung vor wenigen Jahren noch unbequem, fehleranfällig und lahm, hat sich bezüglich Reichweite, Akku, Motor, Bremse und Verarbeitung viel getan. Doch unsere Elektroroller-Tests zeigen: Längst nicht alle Modelle sind gut. Da es um die Sicherheit im Straßenverkehr geht, sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Trotzdem bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein entscheidender Faktor bei unserer Bewertung. Wir zeigen die 10 besten E-Scooter mit Straßenzulassung im Vergleich.

Wir aktualisieren diese Top 10 regelmäßig. Die Verfügbarkeit kann sich dennoch tagesaktuell ändern.

Welcher ist der beste E-Scooter?

Der Ninebot Max G3 D ist unser Testsieger. Hier gibt es den stärksten Motor, eine geniale Federung mit Top-Verarbeitung, eine sehr nützliche App und viele nützliche Features zum vernünftigen Preis von derzeit 879 Euro.

Hervorragend und mit 499 Euro deutlich günstiger ist der Navee ST3 Pro. Auch er bietet einen richtig starken Motor und eine fantastische Federung, wirkt insgesamt aber nicht ganz so perfekt wie der Max G3 D.

Unser Preis-Leistungs-Tipp ist der Segway Ninebot E3 Pro und E3. Er ist besonders leicht und klappt nahezu perfekt. Damit ist er der vielleicht beste E-Scooter für Pendler am Markt. Er kostet nur 399 Euro.

KURZÜBERSICHT

Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.

Bei Händlern wie Expert ist er bereits ab 879 Euro zu haben. Nicht billig, aber angesichts der Ausstattung ein faires Angebot.

VORTEILE

  • Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung
  • sehr gute Federung
  • viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz
  • sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät
  • Verarbeitung auf bestem Niveau

NACHTEILE

  • hohes Gewicht von 24,6 kg
  • Akku fest eingebaut
  • Registrierungszwang

Der Navee ST3 Pro ist ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Seine Stärken – die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung – machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen.

Für 499 Euro bekommt man mit dem Navee ST3 Pro einen E-Scooter, der im Hinblick auf Fahrkomfort und Verarbeitung in der oberen Liga mitspielt

VORTEILE

  • exzellente Federung
  • kraftvoller Motor mit 1350 W Peak
  • Verarbeitung & elegante Optik
  • helle Blinker
  • Apple Find My

NACHTEILE

  • Gewicht von 25,3 kg
  • Ladezeit von 10 Stunden
  • App-Registrierungszwang
  • keine Blinker am Heck

Der Segway Ninebot E3 Pro überzeugt als Pendler-E-Scooter mit solider Verarbeitung, genialem Klappmechanismus, guter Federung, Blinker und ausreichender Leistung. Für 400 Euro ein faires Angebot trotz kleinerer Schwächen. Wer weiter sparen will, greift zum Segway Ninebot E3 mit etwas kleinerem 276-Wh-Akku für 360 Euro.

VORTEILE

  • Klappmechanismus
  • Verarbeitung
  • Blinker
  • gute Federung
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • wackeliger Lenker
  • nur 100 kg Zuladung
  • Registrierungszwang
  • Display spiegelt

Ratgeber

Was ist ein E-Scooter?

E-Scooter sind Tretroller mit einem Elektroantrieb. Sie sind wendig, klein und dank eines Klappmechanismus leicht zu transportieren. In Deutschland regelt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) die Zulassung und Nutzung dieser Elektrokleinstfahrzeuge. Nur Modelle mit einer gültigen Betriebserlaubnis und einer Straßenzulassung dürfen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.

Die Begriffe E-Scooter, Elektroscooter, Elektro-Tretroller und E-Roller oder Elektroroller werden oft synonym verwendet. Gemeint sind damit stets elektrisch angetriebene Tretroller, die unter die Kategorie der Elektrokleinstfahrzeuge fallen.

E-Scooter bieten eine flexible Lösung für die sogenannte „letzte Meile“ – also den Weg zwischen Haltestelle und Ziel. In der Stadt sind sie teilweise schneller als Autos, da man mit ihnen Staus bequem ausweichen kann. Gleichzeitig sind sie leicht, wendig und meist klappbar, was die Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert.

Segway Ninebot E3 Pro

Welche Marken und Modelle gibt es?

Der Markt für E-Scooter mit Straßenzulassung wird von einigen etablierten Marken dominiert. Segway Ninebot gehört zu den bekanntesten Herstellern und bietet Modelle in verschiedenen Preisklassen an. Xiaomi hat sich mit seinen Elektroscootern ebenfalls einen Namen gemacht – vor allem im mittleren Preissegment. Navee überzeugt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, während Egret im Premiumbereich positioniert ist.

Daneben gibt es Marken wie Epowerfun mit dem EPF Pulse, Niu, Vmax und Metz. Die Unterschiede zwischen den Marken liegen unter anderem bei Verarbeitung, Fahrkomfort, Akku-Kapazität und Radgröße. Günstige Modelle starten bei 200 Euro, hochwertige Produkte kosten bis zu 2000 Euro.

Motor und maximale Geschwindigkeit

Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines E-Scooters ist die Leistung des Motors. Bezüglich der Beschleunigung macht dem iScooter IX7 Pro (Testbericht) mit seinem zwei Motoren kaum ein anderer etwas vor.

Aber auch der Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) ist extrem stark. Sein Motor schafft als einziger im Testfeld eine Spitzenleistung von 2000 Watt, was in einer brachialen Beschleunigung mündet. Wem das nicht genug ist, der kann sogar einen Boost-Modus aktivieren, der auf ein sanftes Beschleunigen verzichtet und stattdessen sofort Vollgas gibt. Aber Achtung: Ein ungewollter Wheelie kann zum Sturz führen.

Iscooter IX7 Pro

Wie schnell darf ein E-Scooter fahren?

Schneller als 20 km/h darf ein E-Scooter in Deutschland nicht fahren, wenn er über eine Straßenzulassung verfügen soll. Die Höchstgeschwindigkeit für zugelassene E-Scooter beträgt 20 km/h, wobei eine Toleranz von 10 Prozent auf 22 km/h erlaubt ist. Einige E-Roller nutzen das aus und fahren legal 22 km/h. Gefühlt macht das tatsächlich einen Unterschied. Wir empfehlen, beim Kauf darauf zu achten.

Dem Eleglide D1 Master ist das genauso egal wie dem Kugoo Kirin G3 (Testbericht). Beide fahren locker über 50 Kilometer pro Stunde. Erlaubt ist das in Deutschland nur auf privatem Gelände. Wer mit einem solchen E-Scooter auf öffentlichen Straßen fährt, riskiert Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes.

Daumenhebel oder Zeigefingergriff?

Fast alle E-Scooter haben für die Beschleunigung am rechten Griff einen Daumenhebel. Bei einigen Modellen sitzt dieser relativ straff, was gerade bei längeren Fahrten unangenehm werden kann. Das passiert bei Modellen mit Zeigefingergriff nicht. Trotzdem bevorzugen wir einen leichtgängigen Daumengriff. Denn der Zeigefingergriff hat den Nachteil, dass der Fahrer zum Betätigen des Bremshebels zunächst umgreifen muss. Das kann wertvolle Zeit kosten.

In seltenen Fällen kommen die elektrischen Tretroller auch mit einem Gasring. Der hier im Bild gezeigte Xiaomi E-Scooter 6 Ultra (Testbericht) kombiniert einen Daumenhebel mit einem Gasring.

Xiaomi E-Scooter 6 Ultra

Reifen, Radgröße und Federung

Man merkt beim E-Scooterfahren sofort, ob ein Elektroscooter über Luft-, über Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen verfügt. Luftreifen fangen die meisten kleineren Unebenheiten ab. Vollgummireifen geben alle Unebenheiten direkt an den E-Scooter und seinen Fahrer weiter. Das ist auch der Grund, warum die meisten elektrischen Tretroller ohne Luftreifen über eine zusätzliche Federung verfügen. Vorteil von Vollgummi und Honeycomb: Sie sind pannensicher und Nachpumpen entfällt. Modelle mit Honeycomb-Reifen sind zudem günstiger.

Mittlerweile gibt es selbst bei den sehr günstigen E-Scootern kaum noch Modelle ohne Luft. Der aktuelle Trend geht zu schlauchlosen Reifen, die sich dank eines Gels bei einer Panne selbst wieder verschließen.

Welche Radgröße ist die richtige?

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Radgröße. So fahren sich 8-Zoll-Reifen härter als 10-Zoll-Varianten, die wiederum von 12-Zoll-Reifen wie beim Egret X Ultra (Testbericht) geschlagen werden. Faustregel: je größer die Radgröße, desto angenehmer der Fahrkomfort.

Doch auch Modelle mit großen Luftreifen profitieren von einer guten Federung. So gestaltet sich etwa die Fahrt mit dem Joyor Y8-S (Testbericht) dank 10-Zoll-Bereifung und Vollfederung besonders komfortabel. Eine gute Federung an Vorder- und Hinterrad erhöht den Fahrspaß spürbar – vor allem auf unebenen Straßen in der Stadt.

Joyor Y8-S

Bremsen

Die Bremsen sollten zu den wichtigsten Faktoren beim Kauf eines E-Scooters gehören. In einer Gefahrensituation rechtzeitig anhalten zu können, ist für die Sicherheit entscheidend. Die Bremskraft sollte sich immer ordentlich dosieren lassen. Auch die Reifen spielen beim Bremsen eine Rolle: Vollgummi- und Honeycomb-Reifen bieten bei Feuchtigkeit weniger Grip als Luftgummireifen.

Welche Bremssysteme gibt es?

Der Gesetzgeber verlangt für straßenzugelassene E-Scooter zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen. Die Hersteller nutzen unter anderem die folgenden vier Varianten in unterschiedlichen Kombinationen:

  • Scheiben-/Trommelbremse vorn (super)
  • Scheiben-/Trommelbremse hinten (super)
  • Motorbremse vorn oder hinten (mittel)
  • Schutzblechbremse hinten (schlecht)

Eine Trommelbremse am Vorderrad bietet bei Nässe oft mehr Sicherheit als eine offene Scheibenbremse. Im Vergleich der verschiedenen Bremssysteme schneiden Scheiben- und Trommelbremsen deutlich besser ab als Motor- oder Schutzblechbremsen.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Akku und Reichweite

Die Akku-Kapazität variiert zwischen etwa 200 und 1200 Wattstunden (Wh). Als Faustregel gilt: Je größer der Akku, desto teurer, schwerer und reichweitenstärker ist der E-Scooter. Trotzdem lässt sich die Akkukapazität nicht 1:1 auf die maximale Reichweite übertragen.

Die meisten E-Scooter bieten eine realistische Reichweite von 20 bis 50 Kilometern. Doch die tatsächliche Reichweite hängt von der Akku-Kapazität, dem Gewicht des Fahrers, dem Streckenprofil und der Geschwindigkeit ab. Wer täglich längere Strecken als Pendler zurücklegt, sollte auf eine Akkukapazität von mindestens 400 Wh achten.

Die meisten E-Scooter sind mit einem Energierückgewinnungssystem ausgestattet. Dieses gewinnt während der Fahrt beim Bremsen Energie zurück und erhöht so die Effizienz.

Klappmechanismus und Ergonomie

Praktisch alle E-Scooter können zusammengeklappt werden. Der Klappmechanismus ist primär für Pendler wichtig, die ihren E-Scooter in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen oder in den Kofferraum packen. Selten, aber praktisch: Lenkergriffe, die vom Nutzer angelegt werden können. Das bietet etwa der Joyor Y8-S.

Damit sich ein E-Scooter für größere Personen eignet, benötigt er eine ausreichend hohe, am besten höhenverstellbare Lenkstange, wie der Egret One (Testbericht), ein langes Trittbrett und eventuell eine hohe maximale Zuladung. Die kürzesten Trittbretter sind nur etwas länger als 40 Zentimeter.

Das Gewicht spielt ebenfalls eine Rolle. Leichte Elektro-Tretroller wiegen um die 12 Kilogramm, schwere Modelle bringen über 33 Kilogramm auf die Waage. Wer seinen E-Scooter regelmäßig Treppen hochtragen muss, sollte auf ein geringes Gewicht achten.

Licht und Blinker

Das Licht des E-Scooters ist eigentlich eine Kleinigkeit, mag man denken. In der Praxis sieht das anders aus. Dabei geht es in erster Linie nicht um die tatsächliche Leistung des Lichts, die im urbanen Umfeld, in dem E-Scooter hauptsächlich fahren, wenig entscheidend ist. Es geht vielmehr darum, dass bei einigen älteren oder günstigeren Modellen nicht beide gesetzlich vorgeschriebenen Lichter am Stromkreislauf angeschlossen sind. Sie müssen dann direkt an der Leuchte ein- und wieder ausgeschaltet werden. Das ist nicht schlimm, nervt aber.

Immer mehr E-Scooter bieten einen Blinker. Dieser ist bei Elektroscootern besonders praktisch. Es kann gefährlich sein, die Hand zum Ankündigen eines Abbiegevorgangs vom Lenker zu nehmen. Hier sollten Käufer darauf achten, dass ihr E-Scooter nicht nur wie üblich an den Lenkerenden blinkt, sondern im besten Fall auch am hinteren Ende des Rollers. Das erhöht die Sichtbarkeit deutlich.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

E-Scooter-Versicherung

Für E-Scooter gibt es eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, die durch eine sichtbare Versicherungsplakette nachgewiesen werden muss. Aber auch andere Versicherungen können wichtig sein. Selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Unfälle mit E-Scootern haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen und Schäden abzumildern.

Die E-Scooter-Versicherung – also die Haftpflichtversicherung – kostet ab etwa 25 Euro pro Jahr. Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

Metz Moover mit Nummernschild

E-Scooter günstig aufladen

Wer sich nicht selbst um günstige Preise und Anbieterwechsel kümmern will, kann zu Wechselservices wie Remind.me gehen. Der Anbieter bietet kostenlose Wechsel zwischen Stromanbietern an. Dabei erhält der Kunde vorab eine Empfehlung und kann sich dann für oder gegen das jeweilige Angebot entscheiden. Vorteil: Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, wenn man einen Vertrag wechseln kann.

Benötige ich einen Führerschein für E-Scooter?

Nein, für E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ist in Deutschland kein Führerschein erforderlich. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Einen Mofa-Führerschein oder eine andere Fahrerlaubnis braucht man nicht.

Allerdings gelten für E-Scooter-Fahrer dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer. Eine Promillegrenze von 0,5 bis 1,09 gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern belegt werden. Für Fahranfänger unter 21 Jahren und in der Probezeit gilt die 0,0-Promille-Grenze.

Wo darf ich mit einem E-Scooter fahren?

Falls vorhanden, müssen E-Scooter auf Radwegen, Radstreifen oder Fahrradstraßen fahren. Gibt es diese nicht, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Verboten sind E-Scooter auf Gehwegen, in Fußgängerzonen und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung. Das gilt nicht für Einbahnstraßen, die mit „Radfahrer frei“ gekennzeichnet sind. Grundsätzlich dürfen die Elektroscooter überall fahren, wo die Zusatzkennzeichnung „Elektrokleinfahrzeuge frei“ gilt.

Wer seinen E-Scooter auf Gehwegen fährt, riskiert Bußgelder. Diese liegen zwischen 15 und 180 Euro, abhängig von der Schwere des Verstoßes. Auch die Nutzung des Smartphones während der Fahrt ist untersagt und kann mit Bußgeldern von circa 55 Euro belegt werden.

Falsch abgestellte E-Scooter können Passanten gefährden. Wer seinen Roller achtlos auf Gehwegen abstellt, riskiert Schäden bei anderen und Gebühren durch den Anbieter.

Elmoto Kick im Test – Dieser E-Scooter fährt mit Einhell-Akkus

Benötige ich für E-Scooter einen Helm?

Nein, es gibt bei E-Tretrollern mit Straßenzulassung bis 20 km/h keine Helmpflicht. Es gibt keine gesetzliche Helmpflicht für E-Scooter, aber das Tragen eines Fahrradhelms wird dringend empfohlen. Eine Unfallgefahr etwa durch andere Verkehrsteilnehmer oder nassen Untergrund besteht immer. Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern steigt. Ein Helm kann schwere Kopfverletzungen verhindern.

Was kostet ein E-Scooter?

Die Kosten für E-Scooter variieren stark. Günstige Modelle sind bereits unter 200 Euro erhältlich. Hochwertige Elektroroller kosten bis zu 2000 Euro. Der Preis hängt vor allem von Motor-Leistung, Akku-Kapazität, Marke und Verarbeitung ab. In der Preisklasse unter 400 Euro finden sich E-Scooter wie der Niu KQi 100F für 229 Euro.

Diese Fahrzeuge bieten solide Grundausstattung, aber Abstriche bei Reichweite und Federung. Zwischen 400 und 600 Euro liegt der Sweetspot: Hier gibt es Modelle wie den Segway Ninebot E3 Pro oder den Navee ST3 Pro mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ab 700 Euro aufwärts bieten Marken wie Egret, Xiaomi und Segway-Ninebot-Premiummodelle mit starkem Motor, großem Akku und erstklassiger Verarbeitung.

Neben dem Kaufpreis fallen laufende Kosten an: Die E-Scooter-Versicherung kostet ab etwa 25 Euro pro Jahr, Strom zum Laden nur wenige Euro im Monat

E-Scooter und Umwelt

E-Scooter bieten eine umweltfreundliche Alternative zu Autos, da sie keine direkten CO₂-Emissionen verursachen und zur Reduzierung der Luftverschmutzung beitragen. Die Nutzung von E-Scootern kann den Verkehr in Städten entlasten. Sie bieten eine flexible und platzsparende Transportmöglichkeit, die weniger Platz als Autos benötigt.

Allerdings ist die Herstellung der Akkus für E-Scooter energieintensiv. Die Umweltbilanz fällt vor allem dann positiv aus, wenn der E-Scooter tatsächlich Autofahrten ersetzt – und nicht nur Fußwege oder Fahrradstrecken.

Wo kann ich E-Scooter kaufen?

Sehr viele Elektronikfachverkäufer und lokale Fahrradhändler bieten E-Scooter an. Auch online gibt es so gut wie jeden Elektroscooter zu kaufen. Häufig erzielt man beim Online-Kauf sogar bessere Preise. Wir empfehlen, die Preise zu vergleichen (Preisvergleich).

Beim Online-Kauf sollten Kunden auf die Angaben zu Versand und Lieferung achten. Viele Händler bieten kostenlosen Versand ab einem bestimmten Bestellwert. Die Lieferung erfolgt meist innerhalb weniger Werktage. Bei Nichtgefallen ist eine Rücksendung innerhalb von 14 Tagen möglich.

Einige Hersteller wie Epowerfun verkaufen ihre Produkte direkt über den eigenen Online-Shop und bieten dort gelegentlich Rabatt-Aktionen an. Auch auf großen Marktplatz-Seiten wie Amazon finden sich regelmäßig Angebote mit Rabatt. Vor dem Kauf lohnt es sich, den Artikel in den Warenkorb zu legen und die Preise über mehrere Tage zu beobachten.

Rechtliche Grundlagen: Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) bildet die rechtliche Grundlage für E-Scooter in Deutschland. Sie schreibt unter anderem vor:

  • Höchstgeschwindigkeit: maximal 20 km/h
  • Mindestalter: 14 Jahre
  • Versicherungspflicht mit Versicherungsplakette
  • Zwei unabhängige Bremsen
  • Beleuchtung vorn und hinten
  • Seitliche Reflektoren und eine Klingel

Ein Führerschein ist nicht erforderlich. Kinder unter 14 Jahren dürfen keine E-Scooter im Straßenverkehr fahren. E-Scooter ohne Zulassung dürfen nicht auf öffentlichen Straßen, Radwegen oder Gehwegen genutzt werden. Wer ohne gültige Straßenzulassung fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert Bußgelder.

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung gilt für alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die bauartbedingt nicht schneller als 20 km/h fahren. Dazu zählen neben E-Scootern auch andere Elektrokleinstfahrzeuge wie elektrische Skateboards – sofern sie eine Zulassung haben.

Fazit: Die besten E-Scooter im Vergleich

Der Markt für E-Scooter ist stets in Bewegung. Wir empfehlen, unsere Bestenliste im Blick zu behalten. Dort sammeln wir weiterhin alle Einzeltests, Kaufberatungen und Ratgeber. Der Segway Ninebot Max G3 D bleibt unser Testsieger unter den E-Scootern mit Straßenzulassung. Für Pendler mit kleinerem Budget ist der Navee ST3 Pro eine starke Wahl.

BESTENLISTE

E-Scooter Segway Ninebot Max G3 D im Test

Der Segway Ninebot Max G3 D ist ein würdiger Nachfolger des G2 D und setzt im Test neue Maßstäbe mit starkem Motor, toller Federung und smarten Funktionen.

VORTEILE

  • Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung
  • sehr gute Federung
  • viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz
  • sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät
  • Verarbeitung auf bestem Niveau

NACHTEILE

  • hohes Gewicht von 24,6 kg
  • Akku fest eingebaut
  • Registrierungszwang

Der Segway Ninebot Max G3 D ist ein würdiger Nachfolger des G2 D und setzt im Test neue Maßstäbe mit starkem Motor, toller Federung und smarten Funktionen.

Segway dominiert den E-Scooter-Markt seit Jahren mit hochwertigen Modellen. Der Ninebot Max G2 D führte lange unsere Bestenliste an und überzeugte mit seiner Reichweite, dem integrierten Ladegerät und dem ausgezeichneten Fahrverhalten. Mit dem neuen G3 D legt Segway die Messlatte noch höher.

Im Vergleich zum Vorgänger G2 D bietet der G3 D zahlreiche Verbesserungen: Statt einer einfachen Federung kommt nun eine vollständige hydraulische Federung zum Einsatz. Der Motor wurde von 900 Watt Spitzenleistung auf beeindruckende 2000 Watt aufgerüstet. Neu ist auch das integrierte Navigationssystem, das den Fahrer sicher ans Ziel führt. Zudem wurde die Akkulaufzeit optimiert.

Gegenüber dem ZT3 Pro (Testbericht), der mit seiner hochwertigen Verarbeitung, dem 1600-Watt-Motor und der Vollfederung punktet, kann der G3 D in fast allen Bereichen mithalten oder ihn sogar übertreffen. Der G3 D bietet einen noch stärkeren 2000-Watt-Motor und ist mit 24,6 kg etwas leichter als der fast 30 kg schwere ZT3 Pro. Beide E-Scooter verfügen über große Reifen (11 Zoll), umfangreiche App-Funktionen und Apple-Find-My-Integration.

Der Registrierungszwang für die App bleibt bei Segway bestehen – ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten hervorragenden Gesamtpaket. Für 879 Euro (Expert) bekommt man ein Kraftpaket, das kaum Wünsche offenlässt.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Segway Ninebot Max G3 D gestaltet sich erfreulich einfach: Vier Schrauben fixieren den Lenker, zwei weitere das Nummernschild – fertig! Danach empfiehlt es sich, alle Schrauben und den Luftdruck zu prüfen. Wir raten außerdem dringend zum Helmtragen beim Fahren. Im Standardlieferumfang enthalten sind der E-Scooter selbst und ein Kabel für das integrierte Schnellladegerät. Wer auf zusätzliches Zubehör wie den optionalen 460-Wh-Akku oder das DC-Ladegerät hofft, muss sich bis Q3 2025 gedulden.

Optisch zeigt sich der G3 D in einem professionellen, funktionalen Design mit klaren Linien und mattschwarzer Oberfläche. Der E-Scooter wirkt massiv und haltbar, wenig filigran, aber dafür umso solider. Das silberne Segway-Logo auf der Lenkstange setzt einen dezenten Kontrast zur dunklen Grundfarbe. Rote Akzente wie das Bremskabel, die roten Bremsen und dezente rote Striche auf dem Trittbrett lockern das ansonsten schlichte Design etwas auf. Der Look ist professionell und wenig verspielt – eben ein E-Scooter für Erwachsene, nicht für Kinder.

Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig und übertrifft sogar den bereits gut verarbeiteten G2 D. Hier wackelt nichts, knarzt nichts – alles wirkt wie aus einem Guss. Die Materialqualität ist durchweg hoch, jedes Detail sorgfältig ausgeführt. Mit einer Wasserbeständigkeit von IPX6 für das Gehäuse und IPX7 für den Akku ist der E-Scooter gut gegen Spritzwasser und kurzes Eintauchen geschützt – perfekt für Fahrten bei leichtem Regen. Die maximale Tragfähigkeit beträgt beeindruckende 130 kg, was den E-Scooter auch für schwerere Fahrer attraktiv macht.

Besonders praktisch im Alltag: An der Lenkstange befindet sich ein Haken für Beutel oder Tüten – ideal für den schnellen Einkauf auf dem Heimweg. Die 11-Zoll großen, schlauchlosen Luftreifen kommen mit einer selbstabdichtenden Gelschicht, die Löcher bis zu 4 mm eigenständig repariert. Diese Technologie reduziert das Risiko von Reifenpannen erheblich.

Mit knapp 25 kg ist der G3 D allerdings kein Leichtgewicht. Wer den E-Scooter regelmäßig in den Kofferraum heben, Treppen hinauftragen oder zum Laden in die Wohnung bringen muss, sollte diesen Punkt bedenken. Zum Vergleich: Der ZT3 Pro wiegt mit fast 30 kg noch mehr, was den G3 D im direkten Vergleich fast schon schlank erscheinen lässt – alles eine Frage der Perspektive.

Lenker & Display

Der Lenker des Segway Ninebot Max G3 D ist ergonomisch geformt und bietet eine angenehme Griffposition. Obwohl er nicht in der Höhe verstellbar ist, passt er gut für mittlere bis große Personen. Die Bedienelemente sind durchdacht platziert und auch blind erreichbar – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, der es ermöglicht, den Blick stets auf die Straße gerichtet zu halten. Clever: Eine der Tasten kann frei belegt werden, was eine individuelle Anpassung an die eigenen Bedürfnisse erlaubt. So kann man etwa den Boost-Modus, die Lichtsteuerung oder andere häufig genutzte Funktionen auf Knopfdruck aktivieren.

Das 2,4-Zoll-Smart-TFT-Farbdisplay ist ein echtes Highlight und gehört zu den schönsten Displays, die wir je an einem E-Scooter gesehen haben. Es ist elegant in den Lenker integriert und zeigt alle wichtigen Informationen auf einen Blick: aktuelle Geschwindigkeit, Akkustand in Prozent (nicht nur als Balkenanzeige), gewählter Fahrmodus und zurückgelegte Strecke. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es zwar nicht perfekt ablesbar, aber immer noch ausreichend gut zu erkennen. Die Darstellung ist klar strukturiert und auch während der Fahrt gut zu erfassen.

Segway Ninebot Max G3 D

Der absolute Clou des Displays ist die integrierte Navigation mit dem Kartendienst Here. Im Test funktionierte diese Funktion tadellos und zeigte zuverlässig Richtungspfeile, Entfernungsanzeigen und sogar Straßennamen an. Dies ist ein echter Mehrwert gegenüber vielen Konkurrenzmodellen, bei denen man für die Navigation zusätzlich ein Smartphone benötigt. Schade ist allerdings, dass kein USB-A- oder USB-C-Port zum Laden von Endgeräten vorhanden ist – das wäre die perfekte Ergänzung zum Navigationssystem gewesen.

Die Beleuchtung des G3 D wirkt durchdacht. Das 6-Watt-LED-Frontlicht ist beeindruckend hell und bietet auch bei Dunkelheit eine gute Sicht. Es kann in der Höhe variiert werden, um den Abstrahlwinkel optimal einzustellen, und schaltet sich bei Dunkelheit automatisch ein. Das rote Rücklicht dient gleichzeitig als Bremslicht.

Die integrierten Blinker an den Enden des Lenkers erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Ein akustisches Signal beim Blinken erinnert daran, den Blinker nach dem Abbiegen wieder auszuschalten – diese Funktion lässt sich bei Bedarf über die App deaktivieren. Schade ist allerdings, dass keine zusätzlichen Blinker am Heck verbaut wurden, was die Sichtbarkeit für nachfolgende Verkehrsteilnehmer noch weiter verbessert hätte.

App

Die Segway Mobility App ist richtig gut, allerdings ist ihre Installation, wie bei anderen Segway-E-Scootern auch, Pflicht. Verfügbar für iOS und Android bietet sie ein übersichtliches Interface mit logisch strukturierten Menüs. Die Ersteinrichtung erfolgt schnell – alle Funktionen sind sinnvoll angeordnet und leicht zu finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Hersteller-Apps, die oft unausgereift oder überladen wirken, hat Segway hier eine Lösung geschaffen, die das Nutzererlebnis tatsächlich verbessert und nicht verkompliziert.

Die Kernfunktionen der App umfassen die umfassende Überwachung des Fahrstatus. Neben Geschwindigkeit, Akkustand und zurückgelegter Strecke werden auch detaillierte Statistiken zu Fahrten angezeigt. Die App erlaubt die Anpassung der Fahrmodi an persönliche Vorlieben. Das Ladelimit kann eingestellt werden, um die Akkulebensdauer zu verlängern. Auch die Stärke der Energierückgewinnung beim Bremsen lässt sich individuell anpassen.

Das Sicherheitspaket der App ist beeindruckend umfangreich. Die Bluetooth-basierte Sperrtechnologie erkennt, wenn sich der Besitzer nähert, und entsperrt den Scooter automatisch – eine Art „Keyless Go“ für den E-Scooter. Alternativ funktioniert auch ein Code direkt am E-Scooter zur Entsperrung. Bei unerlaubter Bewegung kann die App einen Alarm auslösen und den Fahrer benachrichtigen. Apple-Nutzer profitieren zudem von der Integration mit „Find My“ – so lässt sich der Scooter bei Verlust oder Diebstahl orten. Die Toneffekte des E-Scooters, wie das akustische Signal beim Blinken, können über die App ein- oder ausgeschaltet werden.

Ein herausragendes Feature ist die integrierte Navigation mit dem Kartendienst Here. Nach Eingabe des Ziels werden die Anweisungen direkt auf dem Display des E-Scooters angezeigt – mit Pfeilen, Entfernungsanzeigen und Straßennamen. Im Test funktionierte diese Funktion tadellos und führte zuverlässig ans Ziel.

Einziger Wermutstropfen bleibt der Registrierungszwang bei der ersten Nutzung – ein kleines Ärgernis in einer ansonsten hervorragenden App, die in puncto Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit neue Maßstäbe setzt.

Fahren

Der Fahrspaß mit dem Segway Ninebot Max G3 D beginnt bereits beim ersten Tritt auf das großzügig dimensionierte Trittbrett. Es bietet ausreichend Platz für verschiedene Standpositionen und vermittelt sofort ein sicheres Gefühl. Das hintere Schutzblech macht einen robusten Eindruck und hält auch versehentlichen Tritten stand. Mit einer maximalen Zuladung von 130 kg ist der E-Scooter für ein breites Spektrum an Fahrern geeignet.

Ein Highlight ist die doppelte hydraulische Federung an Vorder- und Hinterrad. Sie nimmt holprigen Pflastersteinen den Schrecken und macht Fahrten auf unebenem Terrain zum Kinderspiel. Die Federung kann an das Fahrergewicht angepasst werden.

Segway Ninebot Max G3 D

Die 11-Zoll-Luftreifen tragen zusätzlich zum Fahrkomfort bei. Das Reifenprofil ist für Straßenfahrten optimiert, bietet aber auch auf leichteren Offroad-Strecken ausreichend Grip. Die Reifen rollen ruhig und schlucken viele Unebenheiten weg, was besonders bei längeren Fahrten den Komfort deutlich erhöht.

Trotz des stattlichen Eigengewichts zeigt sich der G3 D erstaunlich wendig und agil. Kurven lassen sich präzise nehmen, und auch bei engen Wendemanövern behält man stets die volle Kontrolle. Das Trittbrett sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, was die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten verbessert. Gleichzeitig bietet der E-Scooter genug Bodenfreiheit, um problemlos über kleinere Hindernisse wie abgesenkte Bordsteinkanten zu rollen.

Motor & Bremsen

Der Motor ist ein echtes Biest! 500 Watt Nennleistung (Deutschland-konform) und 2000 Watt Spitzenleistung katapultieren jeden Fahrer in kürzerester Zeit auf 20 km/h. Steigungen meistert er ohne zu schnaufen. Der Heckantrieb läuft angenehm ruhig.

Der Boost-Modus ist brutal: Per App freischaltbar und auf die programmierbare Taste legbar, liefert er volle Power auf Knopfdruck. Achtung: Nach vorne lehnen und festhalten, sonst droht ein unfreiwilliger Wheelie-Stunt! Im Test erweist sich dieser Motor als der stärkste, den wir bisher getestet haben.

Das Bremssystem mit doppelten Scheibenbremsen vorne und hinten plus elektronischer Hinterradbremse verzögert zuverlässig. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten steht man schnell und sicher.

Akku

Mit 597 Wh Kapazität verspricht der Akku laut Hersteller bis zu 80 km Reichweite (bei 75 kg, 15 km/h, 25 °C) oder 75 km bei Vollgas. Im echten Leben mit mehr Gewicht, kälterem Wetter, Hügeln und häufigem Stop-&-Go rechnet man besser konservativer.

Ab Q3 2025 soll ein zusätzlicher 460-Wh-Akku die Reichweite auf bis zu 135 km steigern. Das integrierte Netzteil braucht nur ein Kabel – ideal für Reisen und ein Feature, das wir schon beim Vorgänger liebten. Ladezeit: 3,5 Stunden, mit optionalem DC-Ladegerät nur 2,5 Stunden. Das intelligente Batteriemanagement schützt vor Überladung und Tiefentladung.

Preis

Bei Händlern wie Expert ist er bereits ab 879 Euro zu haben. Nicht billig, aber angesichts der Ausstattung ein faires Angebot.

Fazit

Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.

Das hohe Gewicht von 24,6 kg ist ein nennenswerter Kritikpunkt. Dass der Blinker nicht auch am Heck sitzt, der Zusatzakku erst ab Q3 2025 erhältlich ist und es keinen USB-Anschluss zum Laden von Endgeräten gibt, lässt sich leicht verschmerzen. Der Preis von 949 Euro erscheint angesichts des Gebotenen mehr als fair.

Wer einen hochwertigen, leistungsstarken E-Scooter für den täglichen Gebrauch sucht, kann die Suche beenden. Der G3 D ist die eierlegende Wollmilchsau unter den E-Scootern – nur ohne Eier und Milch, dafür mit jeder Menge Fahrspaß!

E-Scooter Navee ST3 Pro im Test

Der Navee ST3 Pro überzeugt uns im Test mit seinem edlen Design, exzellenter Federung und einem kraftvollen Motor. Für seinen Preis gibt es kaum bessere E-Scooter.

VORTEILE

  • exzellente Federung
  • kraftvoller Motor mit 1350 W Peak
  • Verarbeitung & elegante Optik
  • helle Blinker
  • Apple Find My

NACHTEILE

  • Gewicht von 25,3 kg
  • Ladezeit von 10 Stunden
  • App-Registrierungszwang
  • keine Blinker am Heck

Der Navee ST3 Pro überzeugt uns im Test mit seinem edlen Design, exzellenter Federung und einem kraftvollen Motor. Für seinen Preis gibt es kaum bessere E-Scooter.

Wenn man mit dem E-Scooter über eine Bordsteinkante fährt, spürt man häufig jeden Knochen im Körper. Genau hier kommt der Navee ST3 Pro ins Spiel. Mit seiner Vollausstattung verspricht er, den holprigen Alltag sanft zu versüßen.

Dafür kombiniert er eine vollwertige Federung an beiden Rädern mit einem starken Motor, selbstreparierenden Gelreifen und einer TÜV-zertifizierten Verarbeitung. Ob er tatsächlich das Zeug hat, mit Premium-Modellen wie dem Segway Ninebot Max G3 D mitzuhalten, verrät unser Härtetest.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Navee ST3 Pro ist schnell erledigt: Mit vier Schrauben den Lenker fixieren, fertig. Stolperstein: Der E-Scooter verlangt vor der ersten Fahrt eine Registrierung über die App.

Optisch ist der ST3 Pro ein echter Hingucker. Die mattgraue Oberfläche wirkt edel, die matt goldenen Elemente an der Federung, dem Logo und der Lenkstange verleihen ihm einen Hauch von Luxus. Hier wurde nicht am Design gespart – dieser E-Scooter sieht aus, als könnte er vor einer Boutique in Monaco parken.

Die robuste Konstruktion hält auch kritischen Blicken stand. Mit IPX5-Zertifizierung trotzt der ST3 Pro Regenschauern. Die TÜV-Rheinland-Zertifizierung gibt zusätzliche Sicherheit, dass hier nichts zusammenbricht, wenn man über eine Wurzel fährt.

An der Lenkstange befindet sich ein praktischer Haken für Einkaufstüten – endlich keine Plastiktüten mehr am Handgelenk. Die Klingel wirkt allerdings etwas aufgesetzt.

Mit gut 25 kg ist der Navee ST3 Pro kein Leichtgewicht. Niemand will ihn regelmäßig Treppenstufen hochtragen müssen. Dafür trägt er aber auch bis zu 120 kg Fahrergewicht.

Klappmechanismus

Ausgeklappt misst der E-Scooter stattliche 120 × 60 × 130 cm. Zusammengeklappt schrumpft er auf eine Höhe von 60 cm – kompakt genug für den Kofferraum, aber kein Raumwunder.

Der Schnellverschlusshebel zum Falten sitzt sicher, lässt sich aber trotzdem mit einer Hand bedienen. Der Verriegelungsmechanismus, bei dem die Lenkstange am hinteren Teil des Trittbretts einhakt, erfordert dagegen etwas Fingerspitzengefühl. Es ist zwar etwas umständlich, den Haken einzurasten, aber wenn er sitzt, hält er bombenfest. Tragen kann man den zusammengeklappten E-Scooter – vorausgesetzt, man hat vorher trainiert.

Lenker & Display

Die Lenkstange des Navee ST3 Pro ist ergonomisch gestaltet und leicht geneigt. Die Höhe des Lenkers ist perfekt für den Testfahrer mit 186 cm Körpergröße. Auch kleinere oder größere Fahrer dürften hier gut zurechtkommen, ohne sich zu verrenken.

Das LED-Display ist ein Schmuckstück: schick in den Lenker integriert, zeigt es Fahrmodus, Geschwindigkeit, Akkustand und Bluetooth-Status. Selbst bei strahlendem Sonnenschein bleibt es lesbar. Die Bedienung ist minimalistisch: Abgesehen vom Blinker gibt es nur eine einzige Taste für alle Funktionen.

Der Blinker des Navee ST3 Pro ist ausgesprochen hell.

An den Lenkerenden sitzen helle Blinker. Sie werden über zwei Knöpfe auf der linken Seite aktiviert und geben ein per App abschaltbares akustisches Signal von sich. Kleiner Wermutstropfen: am Heck fehlen sie komplett.

Der Daumengriff für die Beschleunigung verdient besonderes Lob: Er ist perfekt platziert und leichtgängig genug, um auch nach stundenlanger Fahrt keine schmerzenden Daumen zu verursachen.

Licht

Das Frontlicht sitzt direkt unter dem Lenker – höher als bei vielen Konkurrenzmodellen, was die Sichtbarkeit im Straßenverkehr verbessert. Der LED-Scheinwerfer ist angenehm hell und in der Höhe verstellbar. Per App lässt sich ein Dämmerungssensor aktivieren, der das Licht bei Dunkelheit automatisch einschaltet. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.

App

Die Navee-App für iOS und Android ist nicht nur ein nettes Extra, sondern leider zwingend erforderlich für die Aktivierung des E-Scooters.

Hat man diese Hürde genommen, bietet die App jedoch einige nützliche Funktionen: Sperren und Entsperren des E-Scooters, detaillierte Fahrstatistiken und die Einstellung der Rückspeisungsstärke. Updates werden ebenfalls über die App eingespielt.

Der Turbomodus sorgt für schnelleres Anfahren. Die Sicherheitsfunktionen sind umfangreich: Per Bluetooth lässt sich der E-Scooter entsperren, alternativ kann ein Code festgelegt werden, der direkt am Scooter über Blinker und Bremse eingegeben wird.

Insgesamt zeigt sich die App in schickem Design, ist selbsterklärend und funktional – wenn man den Registrierungszwang verschmerzen kann.

Fahren

Das Fahrgefühl auf dem Navee ST3 Pro ist schlichtweg fantastisch. Die Federung an Vorder- und Hinterrad ist für einen Fahrer mit 80 kg optimal eingestellt – etwas weich, aber genau richtig, um Unebenheiten wegzubügeln. Ob Asphalt, Kies, Pflaster oder Feldwege – dieser E-Scooter verwandelt holprige Strecken in eine Fahrt auf Wolken. Die 10-Zoll-Gelreifen sind selbstreparierend. Der E-Scooter ist dabei erstaunlich wendig und lässt sich präzise steuern.

Das Trittbrett ist mit 190 mm zwar etwas schmal, aber dank der gummierten, rutschfesten Oberfläche und der Erhöhung nach hinten bietet es dennoch guten Halt. Der Fuß findet hier seinen Platz.

Motor & Leistung

Der Motor mit 450 Watt Nennleistung (DE) entpuppt sich als kleines Kraftpaket. Mit einer Spitzenleistung von 1350 Watt beschleunigt er zügig und bringt den Fahrer auch steilere Hügel hinauf – wenn auch nicht ganz so mühelos wie der Segway Ninebot Max G3 D, der hier noch eine Schippe drauflegt.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt regulär bei 20 km/h, wobei der Bildschirm bis zu 22 km/h anzeigt. Die drei Fahrmodi (Fußgänger: 6 km/h, Standard: 15 km/h, Sport: 20 km/h) lassen sich einfach durchschalten und passen sich verschiedenen Situationen an.

Navee ST3 Pro

Bremsen

Das Bremssystem des Navee ST3 Pro ist durchdacht und effektiv. Vorn arbeitet eine Trommelbremse, hinten kombiniert eine Scheibenbremse mit E-ABS. Das sorgt für zuverlässige Verzögerung in jeder Situation.

Die regenerative Bremsung lässt sich in drei Stufen einstellen (schwach, mittel, stark) – je nach Vorliebe kann man mehr Energie zurückgewinnen oder ein natürlicheres Ausrollen bevorzugen. Das E-ABS verhindert zuverlässig ein Blockieren der Räder – selbst bei Vollbremsungen bleibt der E-Scooter kontrollierbar wie ein gut erzogener Hund an der Leine.

Akku

Mit einer Kapazität von 48V 12,75Ah (596,7Wh) ist der Akku des Navee ST3 Pro großzügig dimensioniert. Theoretisch soll er für 65 km bei 20 km/h oder sogar 75 km bei 15 km/h reichen – Zahlen, die unter Idealbedingungen ermittelt wurden.

In der Realität messen wir bei einem 80 kg schweren Fahrer, voller Leistung, typischem Stop-and-Go im Stadtverkehr und wenigen Hügeln eine Reichweite von 30 bis 40 Kilometern. Das ist immer noch beachtlich und reicht für die meisten täglichen Pendelstrecken.

Der Akku ist fest eingebaut – so ist kein werkzeugfreier Wechsel möglich, wenn der Saft ausgeht. Die Ladezeit von 10 Stunden ist ein echter Geduldstest – hier könnte man locker einen Arbeitstag plus Mittagspause unterbringen. Eine Schnellladefunktion hätte dem ST3 Pro gut zu Gesicht gestanden.

Navee ST3 Pro

Preis

Der Navee ST3 Pro kostete günstige 499 Euro.

Fazit

Der Navee ST3 Pro ist ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Seine Stärken – die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung – machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen.

Die goldenen Akzente verleihen dem E-Scooter sein edles Äußeres. Die selbstreparierenden Gelreifen, die hellen Blinker und die durchdachten Sicherheitsfunktionen runden das Paket ab.

Zu den wenigen Schwachpunkten zählen das hohe Gewicht von 25,3 kg, die lange Ladezeit von 10 Stunden und der Registrierungszwang über die App. Auch das Fehlen von hinteren Blinkern ist ein kleiner Schönheitsfehler.

Für 499 Euro bekommt man mit dem Navee ST3 Pro einen E-Scooter, der im Hinblick auf Fahrkomfort und Verarbeitung in der oberen Liga mitspielt – ohne dabei preislich durch die Decke zu gehen. Wer über das Gewicht hinwegsehen kann und keine Eile beim Laden hat, findet hier einen treuen Begleiter.

Segway Ninebot E3 Pro Test: E-Scooter mit Blinker & Vollfederung für unter 400 €

Der Segway Ninebot E3 Pro ist ein guter Einsteiger-E-Scooter mit 368 Wh Akku, 55 km Reichweite und einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis.

VORTEILE

  • Klappmechanismus
  • Verarbeitung
  • Blinker
  • gute Federung
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • wackeliger Lenker
  • nur 100 kg Zuladung
  • Registrierungszwang
  • Display spiegelt

Der Segway Ninebot E3 Pro ist ein guter Einsteiger-E-Scooter mit 368 Wh Akku, 55 km Reichweite und einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Segway dominiert den deutschen E-Scooter-Markt seit Jahren. Mit der E-Serie zielt der Hersteller auf Pendler ab, die einen günstigen Begleiter für den täglichen Arbeitsweg suchen. Der Ninebot E3 Pro positioniert sich als Einsteiger-E-Scooter und übertrifft seinen kleinen Bruder E3 durch einen größeren 368-Wh-Akku gegenüber 276 Wh. Außerdem steigt die angegebene Reichweite auf 55 km, während das Gewicht mit 17,9 kg nur minimal höher liegt.

Gegenüber der Vorgänger-E2-Serie bringt der E3 Pro einen Hauch mehr Leistung mit: 800 Watt Peak-Power statt 750 Watt sorgen für zügigere Beschleunigung. Unser Testsieger Segway Ninebot Max G3 (Testbericht) bietet mit einem 2000-Watt-Motor deutlich mehr – kostet aber auch mehr als doppelt so viel. Für 400 Euro bei Amazon richtet sich der E3 Pro an preisbewusste Einsteiger und Pendler. Ob das Gesamtpaket überzeugt, zeigt unser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Segway Ninebot E3 Pro gestaltet sich erfreulich einfach. Der E-Scooter kommt vormontiert, nur vier Schrauben müssen den Lenker fixieren. Das Auspacken und die Montage dauern unter zehn Minuten. Danach muss das Gerät ans Netz, erst dann schaltet es sich ein. Wie bei Ninebot üblich, folgt der Registrierungszwang über die App, bevor Firmware-Updates installiert werden.

Optisch zeigt sich der überwiegend matt-graue E3 Pro minimalistisch und modern. Rote, spacige Ringelemente an den Federn setzen Akzente, das rote Bremskabel verschwindet elegant in der Lenkstange und tritt weiter unten wieder aus. Der rote Segway-Schriftzug auf dem Trittbrett komplettiert das Design. Die Optik wirkt premium für diese Preisklasse.

Die Verarbeitung übertrifft die meisten günstigeren Modelle. Schweißnähte sind nicht sichtbar, das IPX5-Chassis und der IPX7-geschützte Akku trotzen Regen. Die 10-Zoll-Reifen mit 2,5 Zoll Profilbreite sehen robust aus. Aufgeklappt misst der E3 Pro etwa 117 × 56 × 124 cm.

Ein Schwachpunkt zeigt sich beim Lenker: Er wackelt etwas, was sich auch durch Anziehen der Schrauben nicht beheben lässt. Das beeinträchtigt das Fahrgefühl, ist aber kein Sicherheitsrisiko.

Lenker & Display

Der Klappmechanismus des E3 Pro verdient Lob. Er ist robust, einfach und lässt sich praktischerweise nur mit dem Fuß bedienen – ohne Bücken oder Handeinsatz. Der Hebel rastet sicher ein und hält fest. Das Falten dauert nur wenige Sekunden. Im gefalteten Zustand schrumpft der E-Scooter auf kompakte 124 × 56 × 45 cm.

Das 3-Zoll-TFT-Display zeigt Geschwindigkeit, Akkustand und Fahrmodi klar an. Bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt das Displayglas jedoch stark. Die Bedienung am E-Scooter ist selbsterklärend.

Die Beleuchtung umfasst helle vordere und hintere LED-Lichter. Das Frontlicht lässt sich aber nicht in der Höhe anpassen. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. Ein Dämmerungssensor fehlt – die Beleuchtung muss manuell geschaltet werden. Helle Blinker an den Lenkerenden erhöhen die Sicherheit, zusätzliche Heckblinker gibt es nicht.

Segway Ninebot E3 Pro

Fahren

Das Fahren mit dem Segway Ninebot E3 Pro ist auf Asphalt smooth und agil. Die duale Elastomerfederung dämpft Vibrationen effektiv und macht auch Feldwege gut befahrbar. Die Beschleunigung ist für diese Preisklasse zügig, die Reifen greifen gut. Das Handling ist präzise, wird aber durch den etwas wackeligen Lenker leicht schwammig.

Das breite, rutschfeste Trittbrett bietet sicheren Stand. Der Lenker liegt gut in der Hand, die Höhe passt für Fahrer zwischen 1,70 und 1,90 Meter. Die maximale Belastung von nur 100 kg schließt schwerere Fahrer aus – hier bieten Konkurrenzmodelle oft mehr.

Der Motor leistet nominal 400 Watt, in der Spitze 800 Watt. Er sitzt im Hinterrad, beschleunigt schnell auf 20 km/h und arbeitet leise. Für die Preisklasse ist er recht stark, schwächelt aber bei Hügeln. Modelle wie der F2 Pro bieten deutlich mehr Kraft.

Die Bremskombination aus vorderer Trommelbremse und hinterem E-ABS greift gut dosierbar zu. Bei Vollbremsungen blockiert nichts, auch auf Schotter nicht. Aus 20 km/h stoppt der E3 Pro sicher, Scheibenbremsen würden aber direkter und beherzter zugreifen.

Segway Ninebot E3 Pro

App

Die Segway-Ninebot-App ist zwingend erforderlich und will vor der ersten Nutzung eine Registrierung. Gegenüber der umfangreichen App des G3 Max ist sie deutlich eingeschränkt. Die vier Fahrmodi Eco, Standard, Sport und Gehmodus lassen sich über die App steuern. Nutzer können die Startgeschwindigkeit zwischen 3, 4 und 5 km/h wählen und Rekuperationsoptionen anpassen.

Die App zeigt Reichweite und Fahrstatistiken an, kann einen Code zum Entsperren aktivieren und spielt Firmware-Updates over-the-air ein. Apple Find My trackt den E-Scooter. Die Segride-Stabilitätsfunktion verbessert das Handling. Premium-Features wie Navigation gibt es nicht.

Akku

Der 36-Volt-Akku bietet 368 Wh Kapazität und ist IPX7-geschützt. Segway verspricht theoretisch 55 km Reichweite. Realistisch sind bei 80 kg Fahrergewicht und gemischtem Gelände etwa 35 km möglich. Der Akku ist fest eingebaut, ein geplanter Range-Extender ist bisher nicht verfügbar.

Preis

Der Segway Ninebot E3 Pro kostet knapp 400 Euro bei Amazon. Wer weiter sparen will, greift zum Segway Ninebot E3 mit etwas kleinerem 276-Wh-Akku für 360 Euro.

Fazit

Der Segway Ninebot E3 Pro ist ein solider Einsteiger-E-Scooter, der seine Zielgruppe der Pendler gut bedient. Die Verarbeitung überzeugt, der einfache Klappmechanismus und das geringe Gewicht von 17,9 kg bieten ihn für den Transport in S-Bahn oder Auto an. Die duale Federung sorgt für Komfort auch abseits perfekter Straßen.

Der 800-Watt-Motor bietet für die Preisklasse angemessene Leistung, schwächelt aber bei steilen Anstiegen. Die realistische Reichweite von 35 km reicht für viele Pendlerstrecken. Die Blinker erhöhen die Sicherheit.

Kritikpunkte sind der wackelige Lenker, die niedrige Gewichtsgrenze von 100 kg und der Registrierungszwang. Für 400 Euro erhält man dennoch ein stimmiges Gesamtpaket in typischer Segway-Qualität.

E-Scooter Egret Ey! 1 im Test: Vollfederung, starker Motor, hohe Reichweite

Der E-Scooter Egret Ey! 1 gefällt im Test dank toller Verarbeitung, starkem Motor, sehr guter Federung und einem großen Akku. Dafür ist er auch recht schwer und teuer.

VORTEILE

  • Verarbeitung, Optik, Blinker
  • hervorragende Vollfederung, gute Bremsen
  • starker Motor, großer Akku

NACHTEILE

  • hohes Gewicht von fast 30 kg 
  • kein Blinker hinten

Der E-Scooter Egret Ey! 1 gefällt im Test dank toller Verarbeitung, starkem Motor, sehr guter Federung und einem großen Akku. Dafür ist er auch recht schwer und teuer.

Egret gehört zu den beliebtesten Premium-Herstellern deutscher Elektroscooter. Bereits der Egret Pro, der Egret X und der Egret One beeindruckten uns in unserem Test. Wir lobten die hohe Verarbeitungsqualität, die guten Fahreigenschaften, die starken Bremsen und den großen Akku. Teuer sind sie alle.

Dank einer Kooperation mit Yadea geht Egret mit der Ey!-Serie nun den Mittelklasse-Markt an. Deren günstigstes Modell, der Ey! 3, schnitt bei uns im Test schon hervorragend ab. Nun will der Vollausgestattete Ey! 1 zeigen, was er kann. Er kostet 699 Euro. Wir haben ihn getestet.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau geht wie bei den meisten E-Scootern leicht von der Hand. Es müssen nur sechs Schrauben am Lenker fixiert werden. Danach sollte man noch die schlauchlosen Reifen aufpumpen und los geht’s. Wir empfehlen, einen Helm (Bestenliste) zu tragen.

Die Verarbeitung des Egret Ey! 1 macht einen rundum gelungenen Eindruck. Der E-Scooter ist insgesamt recht groß und damit perfekt für größere Personen geeignet. Aufgeklappt misst er stolze 131 cm in der Höhe, 63,8 cm in der Breite (Lenker) und 122 cm in der Länge. Die Standfläche des Trittbretts ist mit 18,5 x 55 cm ebenfalls über dem Durchschnitt. Die Lenkstange ist nicht in der Höhe verstellbar und könnte somit für kleine Fahrer etwas zu hoch sein.

Vorbildlich gelöst ist die Kabelführung. Es sind lediglich zwei Bremskabel zu sehen, die sauber in der Lenkstange verschwinden. Nichts wackelt oder knarzt am Egret Ey! 1. Er wirkt robust gebaut und scheint eine Menge auszuhalten.

Auch die Optik des edlen E-Scooters gefällt uns. Er ist größtenteils in elegantem Grau gehalten, unterbrochen von türkisfarbenen Elementen. Dazu zählen etwa das Logo an der Lenkstange, das dezente Logo auf dem Trittbrett und die türkisfarbene Bremse am Hinterrad. Die graue Farbgebung zieht sich konsequent durch das ganze Design. Sogar die Handgriffe, die Klingel und der Gasgriff sind grau.

Gut gelöst ist der Klappmechanismus. Wie üblich legt man im unteren Bereich der Lenkstange einen Sicherungshebel um, klappt die Lenkstange nach hinten und lässt sie an einer Öse am Ende des Trittbretts einrasten. So kann man den E-Scooter tragen. Allerdings ist das kein Kinderspiel, denn mit satten 29,8 kg bringt der Egret ordentlich Gewicht auf die Waage.

Lenker & Display

Der Lenker des Egret Ey! 1 ist schön aufgeräumt. Auf der linken Seite sitzen zwei Taster für die zertifizierten Lenkerendenblinker. Diese sind hell und von anderen Verkehrsteilnehmern gut zu sehen. Einen zweiten Blinker am Heck des E-Scooters gibt es nicht. Eine schick integrierte, kleine Glocke rundet die linke Seite ab. Rechts befindet sich der Daumengriff für die Motorsteuerung. Er geht etwas straff.

In der Mitte thront das Display mit einem einzigen Knopf. Dieser dient zum Ein- und Ausschalten sowie zur Steuerung des Lichts und der Unterstützungsstufe. Die Anzeige ist ausreichend hell.

Das 425 Lumen starke, integrierte Frontlicht strahlt ausgesprochen hell. Leider lässt sich der Abstrahlwinkel nicht in der Höhe anpassen, was aber bei der guten Voreinstellung zu verschmerzen ist. Gegenverkehr wird so nicht geblendet. Das Rücklicht leuchtet dauerhaft und beim Bremsen zusätzlich auf. Darunter sitzt der Kennzeichenhalter.

Der E-Scooter kommt außerdem mit einer App. Diese benötigt für die Registrierung eine E-Mail-Adresse. Die App zeigt die insgesamt gefahrenen Kilometer sowie die restliche Reichweite an. Zudem kann man mit ihr den E-Scooter sperren. Das aktiviert die Motorbremse und lässt ein zu leises Warnsignal ertönen, wenn er weggeschoben wird. Potenzielle Diebe können ihn jedoch dennoch einfach wegtragen. Wir empfehlen dringend anzuschließen. Eine Öse für Schlösser hat der E-Scooter nicht.

Fahren

Der Egret Ey! 1 ist ein echter Offroad-Spezialist. Das liegt vor allem an der hervorragenden Vollfederung. Die Federwege sind mit 61 mm großzügig ausgelegt und haben eine perfekte Härte.

Auch bei höheren Geschwindigkeiten werden so Unebenheiten, kleine Schlaglöcher und Steine fantastisch weggeschluckt. Mit diesem E-Scooter macht es richtig Laune, über Feldwege zu brettern. Die breiten Schutzbleche bieten zudem einen effektiven Spritzschutz, selbst bei Fahrten durch Pfützen bleiben die Füße trocken.

Der starke Heckmotor kommt auf eine Spitzenleistung von 1512 Watt. Damit beschleunigt der Egret auch schwere Fahrer bis zur zugelassenen Personenlast von 120 kg zügig. Vier unterschiedliche Fahrstufen stehen zur Auswahl. Im Sportmodus greift die Motorunterstützung besonders dynamisch zu und lässt den E-Scooter in Sekundenschnelle auf die maximale Geschwindigkeit. Laut Tacho sind das 22 km/h. Per GPS-App nachgemessen sind das jedoch eher 21 km/h. Damit ist der Ey! 1 am obersten Limit dessen, was der Gesetzgeber erlaubt – aber immer noch absolut legal.

Egret Ey! 1

Die Bremsen sind schlicht hervorragend. Hinten verrichtet eine hydraulische Scheibenbremse gemeinsam mit der E-Bremse ihren Dienst. Vorne kommt eine Trommelbremse zum Einsatz. Der schwere E-Scooter lässt sich damit jederzeit sicher und schnell zum Stillstand bringen.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku hat eine üppige Kapazität von 678,6 Wattstunden. Das Datenblatt verspricht eine maximale Reichweite von bis zu 65 Kilometern. Unter Idealbedingungen ist das durchaus erreichbar. Dazu zählen ein niedriges Fahrergewicht von rund 70 kg, eine gemäßigte Geschwindigkeit von maximal 15-18 km/h, eine ebene Strecke, sommerliche Temperaturen über 20 Grad sowie ein defensiver Fahrstil ohne viel Bremsen und Anfahren.

Im Praxistest mit einem 85 kg schweren Fahrer, vielen Hügeln, kühlem Wetter und zügiger Gangart mit regelmäßigem Anhalten kommen wir immer noch auf gute 40 Kilometer Reichweite. Damit gehört der Egret Ey! 1 zur Spitzengruppe, was die Ausdauer angeht.

Preis

Der Egret Ey! 1 kostet in der von uns getesteten Variante mit 678,6 Wh Akku 699 Euro.

Fazit

Der Egret Ey! 1 ist ein fantastischer E-Scooter für alle, die Wert auf allerhöchste Qualität und maximalen Fahrkomfort legen. Er verfügt über alles, was das Elektrorollerherz begehrt: Eine hochwertige Verarbeitung, eine starke Vollfederung, einen kraftvollen Antrieb, einen riesigen Akku für hohe Reichweiten, eine helle Beleuchtung inklusive Blinker und vieles mehr. Auf der Habenseite stehen zudem die guten Bremsen, die App-Anbindung und der gute Spritzschutz.

Zu den Kritikpunkten zählen das hohe Gewicht von fast 30 kg und die fehlende Höhenverstellung des Lenkers. Auch gibt es keinen Blinker am Heck.

Der Egret Ey! 1 gehört zu den besten Elektrorollern auf dem Markt, besonders für Vielfahrer und Offroad-Fans.

E-Scooter Vmax VX2 Hub im Test: brachiale Power, hohe Zuladung & großer Akku

Der Vmax VX2 Hub kombiniert extreme Motorleistung mit robuster Offroad-Tauglichkeit und einer hohen Zuladung von 130 kg. Mit 1900 W Spitzenleistung, Vollfederung und durchdachten Features setzt er neue Maßstäbe für Geländefahrten.

VORTEILE

  • explosive Power
  • USB-C-Port
  • 130 kg Zuladung
  • Blinker vorn und hinten

NACHTEILE

  • 25 kg Eigengewicht
  • straffe Federung nicht einstellbar
  • kein Taschenhaken

Der Vmax VX2 Hub kombiniert extreme Motorleistung mit robuster Offroad-Tauglichkeit und einer hohen Zuladung von 130 kg. Mit 1900 W Spitzenleistung, Vollfederung und durchdachten Features setzt er neue Maßstäbe für Geländefahrten.

Nach dem VX2 Pro bringt Vmax mit dem VX2 Hub einen für Offroad-Einsätze konzipierten E-Scooter mit hoher Reichweite auf den Markt. Dabei tritt der VX2 Hub gegen etablierte Offroad-Spezialisten wie den Segway Ninebot Max G3 (Testbericht) an, der mit 2000 W Spitzenleistung und hydraulischer Federung punktet.

Mit einem Preis von 1199 Euro (642 Wh) positioniert sich der VX2 Hub im Premium-Segment – bietet dafür aber auch Features, die man sonst selten findet: Turn-by-Turn-Navigation direkt auf dem Display, USB-C-Ladeport und eine der stärksten Beschleunigungen, die wir je bei einem legalen E-Scooter erlebt haben.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Optisch gibt sich der VX2 Hub bewusst unauffällig. Das matt-schwarze Finish dominiert, unterbrochen nur vom weißen Vmax-Logo auf der Lenkstange und den vorgeschriebenen Reflektoren. Die sichtbare Schwingfeder am Heck verleiht dem E-Scooter einen futuristischen Touch. Alle Kabel verschwinden sauber im Rahmen – keine herumbaumelnden Strippen stören das cleane Design.

Die Verarbeitung bewegt sich auf Premium-Niveau. Gleichmäßige Schweißnähte, IPX6-Schutz gegen Starkregen und eine maximale Belastbarkeit von beeindruckenden 130 kg sprechen für sich. Diese hohe Zuladung erreichen nur wenige Konkurrenten – der Segway Ninebot Max G3 schafft ebenfalls 130 kg, während der Navee ST3 Pro bei 120 kg sein Limit erreicht. Mit 25 kg Eigengewicht fühlt sich der VX2 Hub massiv an. Das erschwert den Transport, vermittelt aber auch Vertrauen in die Robustheit.

Lenker & Display

Der 54 cm breite Lenker bietet sicheren Halt und gute Kontrolle. Die Griffe liegen angenehm in der Hand, auch wenn sie nicht ergonomisch geformt sind. Links sitzen die Kippschalter für die Blinker, die sowohl an den Lenkerenden als auch am Heck montiert sind. Ein leises akustisches Signal begleitet das Blinken.

Das 3,5-Zoll-TFT-LC-Display gefällt mit seiner Farbdarstellung und bleibt selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Es zeigt alle wichtigen Informationen auf einen Blick und kann sogar Turn-by-Turn-Navigation darstellen – ein Feature, das auch der Segway Ninebot Max G3 bietet. Der 12-W-USB-C-Port mit Gummischutz lädt auf Wunsch unterwegs mobile Endgeräte. Das 60-Lux-Frontlicht leuchtet die Fahrbahn hervorragend aus und lässt sich im Winkel anpassen. Ein Lichtsensor aktiviert bei Dämmerung die Beleuchtung automatisch. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen auf.

Vmax VX2 Hub

Fahren

Die Fahrt mit dem VX2 Hub beginnt mit einem Adrenalinstoß. Die Beschleunigung von 0 auf 20 km/h erfolgt derart explosiv, dass man sich besser nach vorn lehnt und gut festhält – sonst droht ein unfreiwilliger Wheelie. Diese brutale Power kennen wir sonst nur vom Segway Ninebot Max G3 mit seinem Boost-Modus. Der Motor arbeitet dabei erstaunlich leise, nur ein dezentes Surren begleitet die Fahrt.

Die hydraulische Federgabel vorn und die Elastomer-Federung hinten sind straff abgestimmt – perfekt für schwere Fahrer, bei leichteren Personen dürfte die Federung gerne weicher sein. Einstellen kann man sie jedoch nicht. Trotzdem glättet sie in Kombination mit den schlauchlosen 10-Zoll-Luftreifen Unebenheiten souverän. Kopfsteinpflaster, Wurzeln und Schlaglöcher verlieren ihren Schrecken.

Das große Trittbrett bietet trotz kompakter Bauweise viel Platz. Die Erhöhung am Heck schützt das Schutzblech und dient als Ablage für den hinteren Fuß. Bei 22 km/h läuft der VX2 Hub stabil, in Kurven zeigt er sich agil. Steigungen? Kein Problem! Selbst extreme Anstiege meistert der Nabenmotor mit einer Dauerleistung von 500 W (48V) und Spitzenleistung von 1900 W sowie 35-A-Controller mühelos. Die angegebene Steigfähigkeit von 35 Prozent wird in der Praxis bestätigt.

Die Bremskombination aus vorderer Trommelbremse und hinterer Scheibenbremse plus Rekuperation verzögert zuverlässig. Das Bremsgefühl lässt sich gut modulieren, die Sensibilität ist hoch. Selbst aus voller Fahrt steht man schnell und sicher.

Vmax VX2 Hub

Akku

Käufer haben die Wahl zwischen zwei Akkuvarianten: 13 Ah/642 Wh für bis zu 70 km oder 18,2 Ah/874 Wh für bis zu 90 km Reichweite. Diese Werte gelten nur unter Idealbedingungen: 75 kg Fahrergewicht, konstant 15 km/h, ebene Strecke, 25 °C Außentemperatur.

In der Praxis muss man mit 25 bis 30 Prozent weniger rechnen. Wir kommen mit der kleinen Variante auf rund 55 km Reichweite – mit 85 kg Zuladung, häufigen Stop‑and‑Go-Situationen und hügeligem Gelände. Für die meisten Pendler ist das vollkommen ausreichend. Nur Vielfahrer profitieren vom Aufpreis von 300 Euro für die große Version.

Der Lithium-Ionen-Akku ist fest eingebaut. Die Ladezeit beträgt 6,5 Stunden für die 13Ah-Version, die größere Variante lädt dank 4A-Lader in nur 4 Stunden – ungewöhnlich schnell für diese Kapazität.

Preis

Der Vmax VX2 Hub kostet in der Basisversion mit 13 Ah/642-Wh-Akku 1199 Euro.

Fazit

Der Vmax VX2 Hub ist ein Kraftpaket für Offroad-Enthusiasten. Die explosive Beschleunigung sucht ihresgleichen, die Verarbeitung bewegt sich auf Premium-Niveau. USB-C-Port und Blinker vorn und hinten sind praktische Extras, die man bei der Konkurrenz häufig vergeblich sucht. Die straffe Federung meistert Feldwege souverän, könnte für leichte Fahrer aber weicher sein.

Das hohe Gewicht von 25 kg macht den Transport zur Herausforderung. Ein Haken für Taschen fehlt. Die nicht einstellbare Federung limitiert die Anpassungsmöglichkeiten. Trotzdem: Wer einen robusten Offroad-Scooter mit brachialer Power sucht, findet im VX2 Hub einen der besten legalen E-Scooter am Markt.

Xiaomi 6 Ultra im Test: Offroad-E-Scooter mit toller Federung und 12-Zoll-Reifen

Der Xiaomi Electric Scooter 6 Ultra gefällt im Test mit Vollfederung, breiten 12-Zoll-Offroad-Reifen, kräftigem Motor und auffälligem Knallgelb-Design.

VORTEILE

  • hervorragende Dual-Federung
  • breite 12-Zoll-Reifen
  • Zuladung von 140 kg
  • Knallgelb-Design

NACHTEILE

  • hohes Gewicht (33,7 kg)
  • 10 Stunden Ladezeit
  • Frontlicht
  • E-ABS/TCS ab Werk deaktiviert
  • Fast Charger separat erhältlich

Der Xiaomi Electric Scooter 6 Ultra gefällt im Test mit Vollfederung, breiten 12-Zoll-Offroad-Reifen, kräftigem Motor und auffälligem Knallgelb-Design.

Xiaomi war einer der ersten E-Scooter-Hersteller auf dem deutschen Markt und liefert seitdem zuverlässig gute E-Scooter ab. Schon der Xiaomi Mi 4 Ultra (Testbericht) begeisterte uns mit seiner butterweichen Federung und dem stimmigen Gesamtpaket. Nun schickt Xiaomi mit dem Electric Scooter 6 Ultra das Flaggschiff der 6er-Serie ins Rennen – und zielt damit klar auf Offroad-Fans und Vielfahrer.

Im Vergleich zu seinen Geschwistern legt der Ultra in fast allen Bereichen nach. Der 6 Pro bringt 400 Watt Nennleistung und 1000 Watt Spitzenleistung mit, der 6 Max kommt auf 450 und 1100 Watt. Der Ultra setzt mit 500 Watt Nenn- und 1200 Watt Spitzenleistung abermals einen drauf. Auch bei der Reichweite führt er: bis zu 75 km statt 70 km beim Max.

Dazu kommen Dual-Scheibenbremsen statt Trommel- oder Einzel-Scheibenbremsen, eine Dual-Swing-Arm-Federung, 3 Zoll breite 12-Zoll-Reifen und eine Traglast von 140 kg – beim 6 Pro sind es nur rund 120 kg, beim 6 Max etwa 130 kg. Erkauft wird das mit stolzen 33,7 kg Eigengewicht. Zum Vergleich: Der 6 Pro wiegt 27,3 kg, der 6 Max 29,7 kg.

Damit positioniert sich der 6 Ultra als Gelände-Spezialist, während seine kleineren Geschwister leichter und stadttauglicher bleiben. Ab 799 Euro (Amazon) ist er im Handel erhältlich.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Scooter kommt weitgehend vormontiert. Lediglich der Lenker muss mit dem mitgelieferten T-Bar-Inbusschlüssel und sechs Schrauben am Vorbau befestigt werden. Zusätzliches Werkzeug braucht man nicht. Der Vorgang dauert wenige Minuten. Danach Reifen aufpumpen, alle Schrauben prüfen, Helm aufsetzen – los geht’s.

Optisch fällt der 6 Ultra sofort auf. Das knallgelbe Design hebt sich wohltuend von der ewigen Schwarz-Grau-Tristesse der Konkurrenz ab. Uns gefällt das. Nebenbei sorgt die Signalfarbe für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Die Verarbeitung bewegt sich auf hohem Niveau. Der Carbon-Stahl-Rahmen wirkt massiv. Präzise Schweißnähte, robustes Finish, nichts knarzt oder wackelt. Das breite Trittbrett misst 19 cm und bietet dank Kicktail am hinteren Ende guten Halt und Komfort. Die Bodenfreiheit von 17 cm ermöglicht das Überfahren größerer Hindernisse – ein Vorteil im Gelände.

Die robuste Bauweise führt aber zu einem ziemlich hohen Gewicht von 33,7 kg. Treppen werden zum Kraftakt. Zum Vergleich: Der Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) bringt 24,6 kg auf die Waage und fühlt sich dagegen fast leichtfüßig an. Die maximale Zuladung beträgt dafür beeindruckende 140 kg – mehr als die der meisten Konkurrenten.

Der einhändig bedienbare Klappmechanismus rastet beim Tragen sicher ein. Gut gelöst, aber nicht perfekt. Im zusammengeklappten Zustand passt der E-Scooter in die meisten Kofferräume.

Lenker & Display

Der Lenker bietet dank seiner Breite gute Kontrolle und sicheren Halt. Die runden, gummierten Griffe liegen angenehm in der Hand, sind allerdings nicht ergonomisch geformt. Fahrer zwischen 165 und 200 cm finden eine bequeme Stehposition mit natürlicher Haltung. Die Gewichtsverteilung stimmt, auch auf längeren Fahrten ermüdet man kaum.

Xiaomi E-Scooter 6 Ultra

Mittig sitzt das 3-Zoll-Farb-TFT-Display, das sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen lässt. Es zeigt unter anderem Geschwindigkeit, Restreichweite, Akkustand in Prozent und den gewählten Fahrmodus. Die Bedienung erfolgt über eine Vier-Richtungs-Bedieneinheit an der linken Seite des Lenkers. Drei Fahrmodi stehen zur Wahl, der Wechsel gelingt schnell und unkompliziert.

Der Gasgriff arbeitet im Dual-Mode: Er ist sowohl als Daumen- als auch als Drehgriff nutzbar. Er steuert den Motor präzise und feinfühlig an. Hier hat Xiaomi mitgedacht.

An den Lenkerenden sitzen die Blinker mit separaten Bedientasten – gut sichtbar und leicht zu bedienen. Der akustische Signalton fällt allerdings recht laut aus, und eine automatische Abschaltung nach dem Abbiegen fehlt.

Das LED-Frontlicht ist hell genug, um gesehen zu werden. Auf unbeleuchteten Wegen stößt es an seine Grenzen. Leider ist es nicht in der Höhe verstellbar. Das Rücklicht fungiert gleichzeitig als Bremslicht und leuchtet bei Verzögerung heller auf.

Die Xiaomi Home App für iOS und Android bietet Passcode-Sperre, einstellbare Energierückgewinnung, Fahrtprotokolle, Ladeplanung, Startgeschwindigkeits-Anpassung und Batterie-Monitoring. Die Apple-Find-My-Integration ermöglicht die Ortung des E-Scooters ab iOS 14.5 – praktisch bei Verlust oder Diebstahl. Insgesamt ist die App funktional und übersichtlich, reicht im Umfang aber nicht ganz an die Segway-App heran.

Fahren

Der Xiaomi Electric Scooter 6 Ultra fährt sich wie auf Schienen. Stabil, satt, souverän. Die Kombination aus 3 Zoll breiten 12-Zoll-Reifen, breitem Trittbrett mit Kicktail und Dual-Swing-Arm-Federung ergibt ein Fahrgefühl, das in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht.

Xiaomi E-Scooter 6 Ultra

Die vollwertige Federung an Vorder- und Hinterrad arbeitet mit Elastomer-Elementen. Sie absorbiert Stöße hervorragend. Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, Feldwege, unebener Asphalt – der 6 Ultra bügelt alles weg. Sogar Waldtrails mit Wurzeln sind bedingt möglich. Die Kombination aus Federung und großen Reifen funktioniert dabei so gut, dass die meisten City-Scooter alt aussehen. Wer bisher mit einem ungefederten E-Scooter über Feldwege gerumpelt ist, wird den Unterschied sofort spüren.

Ein kleiner Haken zeigt sich bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die erhöhte Stehposition und die große Bodenfreiheit erschweren dann die Balance etwas. Hier braucht man ein paar Kilometer Eingewöhnung, bis man sich sicher fühlt. Bei höherem Tempo verschwindet das Problem vollständig.

Motor

Der Heckmotor leistet 500 Watt Nennleistung und 1200 Watt in der Spitze. 45 Nm Drehmoment sorgen für kräftige Beschleunigung. Steigungen meistert der 6 Ultra souverän, auch wenn Dual-Motor-Systeme wie beim iScooter iX7 Pro (Testbericht) hier noch eine Schippe drauflegen. Auch im Vergleich zum Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) mit seinen 2000 Watt Spitzenleistung ist der 6 Ultra zurückhaltender. Für den Alltag reicht die Power aber allemal.

Xiaomi E-Scooter 6 Ultra

Bremsen

Dual-Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad verzögern präzise und dosierbar. Auch bei höheren Geschwindigkeiten steht man schnell und sicher. Das E-ABS verhindert zuverlässig ein Blockieren der Räder.

Wichtiger Hinweis: E-ABS und Traktionskontrolle (TCS) sind ab Werk deaktiviert. Beides muss erst über die App aktiviert werden. Das sollte Xiaomi besser kommunizieren – oder die Funktionen gleich standardmäßig einschalten.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku fasst 585 Wh (12,5 Ah). Xiaomi gibt eine Reichweite von bis zu 75 km bei 15 km/h oder 55 km bei 20 km/h an. Diese Werte gelten unter Idealbedingungen. In der Praxis reduzieren Fahrergewicht, Steigungen, Temperatur und Stop-and-Go die Reichweite deutlich. Realistische 30 bis 40 km sind bei einem 85 kg schweren Fahrer und zügiger Fahrweise zu erwarten.

Die Ladezeit sorgt für gemischte Gefühle. Mit dem separat erhältlichen Fast Charger dauert eine Vollladung nur 3,5 Stunden. Mit dem Standard-Ladegerät vergehen hingegen über 10 Stunden – ein echter Geduldstest, der im Alltag schnell nervt. Wer den 6 Ultra täglich nutzt, sollte den Fast Charger gleich mitbestellen.

Preis

Der Xiaomi Electric Scooter 6 Ultra kostet ab 799 Euro (Amazon).

Fazit

Der Xiaomi Electric Scooter 6 Ultra ist ein beeindruckendes Offroad-Flaggschiff. Die Dual-Swing-Arm-Federung und die breiten 12-Zoll-Reifen meistern Feldwege, Kopfsteinpflaster und sogar Waldtrails. Der Motor liefert genug Power für Steigungen. Die Dual-Scheibenbremsen mit E-ABS verzögern zuverlässig. Das knallgelbe Design sorgt für Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit, die hohe Zuladung von 140 kg macht den E-Scooter auch für schwere Fahrer attraktiv.

Die Schwachstellen wiegen allerdings schwer – im wahrsten Sinne des Wortes. 33,7 kg machen das Tragen des E-Scooters zur Tortur. Das Frontlicht könnte heller und verstellbar sein. Ohne den separat erhältlichen Fast Charger dauert das Laden quälende 10 Stunden. Und die ab Werk deaktivierten Sicherheitsfunktionen E-ABS und TCS sind ein unnötiger Stolperstein.

Für 799 Euro bekommt man dennoch einen der am besten ausgestatteten Offroad-E-Scooter am Markt. Wer über das Gewicht hinwegsehen kann und einen Fast Charger dazukauft, erhält einen treuen Begleiter für Stadt und Gelände. In einer Farbe, die garantiert niemand übersieht.

Navee GT3 Max im Test: Starker und günstiger E-Scooter mit hoher Reichweite

Der Navee GT3 Max punktet im Test mit starkem 1000-Watt-Motor, hoher Reichweite und guter Federung. Für 449 Euro bietet er viel E-Scooter fürs Geld.

VORTEILE

  • starker 1000-Watt-Motor
  • 45 km reale Reichweite
  • gute Vollfederung
  • attraktiver Preis
  • schickes Design

NACHTEILE

  • langer Bremsweg
  • 10 Stunden Ladezeit
  • Display bei Sonne
  • großer Wendekreis
  • keine hinteren Blinker

Der Navee GT3 Max punktet im Test mit starkem 1000-Watt-Motor, hoher Reichweite und guter Federung. Für 449 Euro bietet er viel E-Scooter fürs Geld.

Navee etabliert sich zunehmend als Alternative zu den Platzhirschen Xiaomi und Segwayund bringt jetzt mit dem GT3 Max einen günstigen, vollgefederten E-Scooter mit ABE-Zertifizierung auf dem Markt.

Im Vergleich zum regulären Navee GT3 bietet das Max-Modell mit 100 W Peak-Leistung deutlich mehr Power. Mit 23 kg ist er zwar schwerer als der Grundtyp, schafft dafür aber laut Navee Steigungen bis 22 Prozent. Gegenüber dem teureren Navee ST3 Pro (Testbericht) mit 1350-Watt-Spitzenleistung positioniert sich der GT3 Max als günstigere Alternative.

Der ST3 Pro bietet zwar eine bessere Schwingenfederung, mechanische Hinterradbremse und einen kleineren Wendekreis, kostet aber deutlich mehr. Der GT3 Max hat eine schwächere Bremsleistung, bietet aber für den normalen Stadtverkehr ausreichend Performance.

Für 449 Euro bekommt man einen E-Scooter mit bis zu 75 km Reichweite und Vollfederung. Im Vergleich zu Xiaomi oder Segway ist er günstig positioniert und verspricht viel E-Scooter fürs Geld. Wir haben ihn getestet.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau gestaltet sich denkbar einfach: Der Navee GT3 Max kommt fast vollständig vormontiert, nur der Lenkkopf erfordert eine Fixierung mit vier Schrauben. Das dauert keine zwei Minuten. Ein T-Griff-Inbusschlüssel liegt bei. Navee setzt bei der Verpackung auf Styropor statt auf Pappe – das ist weniger weltfreundlicher und umständlicher zu entsorgen als die bei anderen Herstellern, die ausschließlich Pappe einsetzen.

Optisch hebt sich der GT3 Max positiv von der Masse ab. Das überwiegend mattgraue Design wird geschickt von bronzefarbenen Akzenten an Felgen, hinterer Federung und dem Schriftzug auf dem Trittbrett aufgelockert. Das bronzefarbene Bremskabel verschwindet oben in der Lenkstange und tritt weiter unten wieder aus. Das Gesamtbild wirkt futuristisch und elegant – eine willkommene Abwechslung zu den oft eintönigen Designs der Konkurrenz.

Die Verarbeitung macht einen stabilen Eindruck. Mit IPX5-Schutz trotzt der E-Scooter Spritzwasser aus allen Richtungen – Regenfahrten sind also kein Problem. Die 10-Zoll-Luftreifen sind schlauchlos ausgeführt und kommen mit einer Pannenschutzschicht, die kleinere Einstiche selbstständig abdichtet. Das Nettogewicht von 23 kg liegt im oberen Mittelfeld der E-Scooter-Klasse.

Der Klappmechanismus funktioniert gut und ist leicht zu bedienen: Die Maße reduzieren sich von 1180 × 590 × 1260 mm auf kompakte 1180 × 590 × 540 mm. So passt der E-Scooter problemlos in die meisten Kofferräume. An der Lenkstange lässt er sich hochheben und hält dabei stabil fest. Die Lenker können allerdings nicht zusätzlich angeklappt werden.

Lenker & Display

Der Lenker bietet runde Haltegriffe ohne Handballenauflage – bei längeren Fahrten kann das unangenehm werden und zu Ermüdungserscheinungen in den Händen führen. Die Bedienung erfolgt über gut erreichbare Schalter: Links sitzen die Blinker-Taster, rechts der Ein/Aus-Schalter, der zusätzlich Modi und Licht steuert. Alle Bedienelemente sind auch während der Fahrt gut erreichbar.

Ein echtes Sicherheitsplus sind die integrierten Blinker in den Lenkergriffen, die die Sichtbarkeit im Straßenverkehr erhöhen. Das Blinkergeräusch lässt sich per App ausschalten, falls es stört. Schade: Hinten fehlen zusätzliche Blinker.

Navee GT3 Max

Das Frontlicht schaltet sich bei Dämmerung selbstständig ein – allerdings muss diese praktische Automatik zuvor in der App aktiviert werden. Das Licht selbst ist angenehm hell und lässt sich in der Höhe verstellen, um den optimalen Abstrahlwinkel einzustellen. Rücklicht und Bremslicht sind in der Dunkelheit gut sichtbar.

Das Display zeigt alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Akkustand, aktuelle Geschwindigkeit und gewählten Fahrmodus. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es jedoch schwer lesbar.

App

Die Navee-App verbindet sich anstandslos mit dem E-Scooter. Sie erlaubt unter anderem Einstellungen wie die Anpassung der Rekuperationsstärke und die Aktivierung einer Code-Sperre. Zusätzlich zeigt sie detaillierte Informationen wie Akkustand, gefahrene Strecke und geschätzte Restreichweite an.

Ein vierstelliger Code zum Entsperren und eine Bluetooth-Entriegelung stehen zur Verfügung. Auf Wunsch verriegelt sich der E-Scooter automatisch bei Entfernung des Smartphones. Ein Alarmsignal beim Wegschieben im gesperrten Modus ist jedoch nicht aktivierbar – schade.

Fahren

Das Trittbrett ist ausreichend groß dimensioniert und mit einer angenehmen Gummierung versehen, die auch bei Nässe guten Halt bietet. Die vierfache Stoßdämpfung mit Gabelfederung vorne und Zylinderfederung hinten absorbiert Vibrationen auf unebenen Wegen erstaunlich gut. Für Feldwege und leichtes Gelände ist der GT3 Max geeignet, große Schlaglöcher sollte man aber weiterhin vermeiden. Der teurere ST3 Pro federt besser und ist für anspruchsvolleres Terrain die bessere Wahl.

Der 400-Watt-Motor mit 1000-Watt-Spitzenleistung im Hinterrad sorgt für kräftige Beschleunigung und zügiges Vorankommen. Er ist kraftvoll genug für den Alltag und bewältigt normale Steigungen problemlos, stößt aber bei extremen Anstiegen an seine Grenzen. Die Maximalgeschwindigkeit liegt real per GPS bei fast 22 km/h – ein sehr guter Wert, der das gesetzlich erlaubte Maximum voll ausschöpft.

Navee GT3 Max

Das TCS-System (Traktionskontrolle) verhindert zuverlässig ein Durchdrehen des Hinterrads auf rutschigem Untergrund wie nassem Laub oder Schotter. Die hohe Bodenfreiheit hilft bei unebenem Gelände und kleinen Hindernissen, trotzdem bleibt der E-Scooter bei höheren Bordsteinen hängen.

Der Wendekreis fällt recht groß aus, was beim Rangieren und Schieben in engen Bereichen unpraktisch ist. Die Bremsen kombinieren vorne eine Trommelbremse mit hinten elektronischem EABS (Electronic Anti-lock Braking System). Ein gefährliches Blockieren der Räder wird dadurch verhindert, allerdings ist der Bremsweg etwas länger als bei Modellen mit zusätzlicher mechanischer Hinterradbremse. Die Rekuperation gewinnt beim Bremsen Energie zurück und verlängert so die Reichweite etwas.

Akku

Der 48V-Akku mit 12,75 Ah liefert eine Gesamtkapazität von 596,7 Wh – ein ordentlicher Wert in dieser Preisklasse. Navee verspricht theoretisch 75 km Reichweite bei gemäßigten 15 km/h oder 65 km bei flotter Fahrt mit 20 km/h. Diese Werte gelten jedoch unter Idealbedingungen: 75 kg Fahrergewicht, konstante 25 °C Außentemperatur, ebene Strecke ohne Steigungen, konstante Geschwindigkeit ohne Stop-and-Go-Verkehr und optimaler Reifendruck.

In der Realität sehen die Werte anders aus: Wir erreichen solide 45 km bei zügigen 22 km/h, flachem Gelände, 20 °C Außentemperatur und 85 kg Zuladung – immer noch ein sehr guter Wert. Die tatsächliche Reichweite hängt stark von zahlreichen Faktoren ab: Fahrergewicht, Wetter, Gelände und Fahrweise. Gegenwind, Steigungen, häufiges Anfahren an Ampeln, niedrige Temperaturen und aggressiver Fahrstil reduzieren die Reichweite erheblich. Im Winter kann die Reichweite um bis zu 30 Prozent sinken.

Die Ladezeit von 10 Stunden mit dem mitgelieferten 70-Watt-Ladegerät ist lang – hier hätte ein stärkeres Ladegerät für mehr Komfort gesorgt. Ein optionales Schnellladegerät bietet Navee nicht an.

Preis

Der Navee GT3 Max kostet faire 449 Euro und positioniert sich damit im unteren Mittelfeld der vollgefederten E-Scooter. Für diesen Preis bietet er beeindruckende Features wie Vollfederung, hohe Reichweite und einen starken Motor. Im direkten Vergleich zu etablierten Marken wie Xiaomi oder Segway ist er günstig positioniert und bietet deutlich mehr E-Scooter fürs Geld als viele Konkurrenzmodelle.

Fazit

Der Navee GT3 Max ist ein solider E-Scooter für Alltagsfahrer mit begrenztem Budget, die trotzdem nicht auf Komfort und Leistung verzichten wollen. Seine größten Stärken liegen in der beeindruckenden Reichweite von real 45 km, der funktionalen Vollfederung und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die 1000-Watt-Spitzenleistung sorgt für ausreichend Power im Stadtverkehr und bei normalen Steigungen.

Schwächen zeigen sich bei den Bremsen mit etwas zu langem Bremsweg und der langen Ladezeit von 10 Stunden. Auch das bei Sonneneinstrahlung schwer ablesbare Display und der große Wendekreis trüben das ansonsten positive Bild leicht. Das Fehlen hinterer Blinker ist ein Sicherheitsmanko, das Navee in zukünftigen Modellen beheben sollte.

Trotz dieser Kritikpunkte bekommt man für 449 Euro einen empfehlenswerten E-Scooter, der sich keineswegs vor deutlich teurerer Konkurrenz verstecken muss. Wer einen zuverlässigen Alltagsbegleiter mit guter Reichweite und Komfort sucht, macht mit dem GT3 Max alles richtig.

Epowerfun EPF-2 Pro im Test: Überraschend viel E-Scooter ab 569 Euro

Der preiswerte Epowerfun EPF-2 Pro gefällt im Test mit Wechselakku, einstellbarer Vollfederung und hellem Blinker vorne und hinten.

VORTEILE

  • Wechselakku
  • Blinker vorn und hinten
  • einstellbare Vollfederung
  • 80-Lux-Frontlicht
  • gute App

NACHTEILE

  • Trittbrett etwas kurz
  • Federung knallt zurück
  • Motor bei 120 kg grenzwertig

Der preiswerte Epowerfun EPF-2 Pro gefällt im Test mit Wechselakku, einstellbarer Vollfederung und hellem Blinker vorne und hinten.

Nun zeigt Epowerfun mit dem EPF-2 Pro ein seltenes Feature: einen herausnehmbaren Wechselakku, etwa zum Laden in der Wohnung oder im Büro. Ein optionaler Zweitakku verlängert die Gesamtreichweite.

Epowerfun bietet den EPF-2 Pro in zwei Grundvarianten an. Die Wechselakku-Modelle kommen mit 490 Wh oder 653 Wh und starten bei 689 Euro, im Bundle mit Zusatzakku ab 889 Euro. Wer auf den Wechselakku verzichten kann, greift zu den drei Festakku-Modellen mit 490, 612 oder 816 Wh ab 569 Euro. Wer will, kann zum gleichen Preis auch direkt beim Hersteller Epowerfun kaufen. Wir haben die Wechselakku-Variante getestet.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Die Lieferung erfolgt in einer rein kartonbasierten Verpackung. Kein Styropor, kein Plastikmüll. Das ist umweltfreundlich und einfach zu entsorgen.

Der E-Scooter kommt weitgehend vormontiert. Lenker mit beiliegendem Inbus-Werkzeug befestigen, Reifendruck prüfen, bei Bedarf die Heckfederung mit dem mitgelieferten Spezialschlüssel auf das eigene Körpergewicht einstellen – fertig. Dass ein solcher Spezialschlüssel beiliegt, ist selten und gern gesehen. Auspacken und Montage dauern unter zehn Minuten. Wir empfehlen bei jeder Fahrt das Tragen eines Helms (Bestenliste).

Optisch gibt sich der EPF-2 Pro clean und minimalistisch. Die gleichmäßige Lackierung wirkt hochwertig. Nur ein einziges Kabel bleibt sichtbar: das Kabel des Bremshebels, das sauber in der Lenkstange verschwindet.

Die Verarbeitung überzeugt auf ganzer Linie: Ein stabiler Rahmen und präzise Passungen sorgen dafür, dass absolut nichts wackelt oder klappert. Zudem hält die IP65-Zertifizierung Staub und Strahlwasser zuverlässig fern.

Ein kleines Manko ist jedoch die starre Lenkstange, die sich nicht in der Höhe verstellen lässt – ein klarer Nachteil für besonders große oder kleine Fahrer. Mit einem Gewicht von 22 bis 24 Kilogramm, je nach gewählter Akku-Variante, macht sich der E-Scooter zudem beim Tragen über Treppen deutlich bemerkbar.

Ein wichtiger Pluspunkt: Epowerfun ist ein deutscher Hersteller mit gutem Service. Ersatzteile sind einzeln verfügbar.

Lenker & Display

Der Lenker liegt angenehm in der Hand. Bequeme, wenn auch keine ergonomischen Griffe, stabile Standposition, angenehme Breite. Rechts sitzt der gummierte Daumenregler für das Gas, links der Bremshebel – ebenfalls als Daumenhebel mit gummierter Oberfläche. Beide sind gut erreichbar, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Die kompakte Bedieneinheit am Lenker schützt ihre Schalter mit Gummikappen vor Feuchtigkeit. Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: S für sportlich, D für normal und Eco mit Schiebehilfe bei 5 km/h.

Das Display misst 78 × 56 mm und gehört zu den größeren am Markt. Es zeigt unter anderem Geschwindigkeit, Akkustand, Fahrmodus und aktuelle Leistung. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt es gut ablesbar. Optisch wirkt es eher funktional als modern – die Informationsdichte stimmt aber.

Das Frontlicht strahlt mit 80 Lux ausgesprochen hell. Es lässt sich im Winkel und in der Höhe verstellen. Ein seitliches Leuchtelement verbessert die Sichtbarkeit. Das Rücklicht leuchtet dauerhaft und beim Bremsen zusätzlich als helles, automatisches Bremslicht auf. Ein Reflektor ergänzt die Sichtbarkeit nach hinten.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Blinker finden sich beim EPF-2 Pro sowohl vorne an den Lenkerenden als auch hinten am Heck – eine echte Seltenheit in dieser Preisklasse. Während die meisten Konkurrenten wie der Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) oder der Navee ST3 Pro (Testbericht) auf hintere Signalleuchten verzichten, leuchten diese hier angenehm hell. Zudem geben sie ein akustisches Signal ab, das sich bei Bedarf über die App deaktivieren lässt. Gesteuert wird das Ganze bequem mit der linken Hand, sodass der Griff am Lenker jederzeit sicher bleibt.

Fahren

Das Fahrgefühl des EPF-2 Pro ist stabil und vorhersagbar. Gute Geometrie und Heckantrieb sorgen für ein ruhiges Fahrverhalten, auch bei höheren Geschwindigkeiten. In Kurven liegt der E-Scooter sicher. Die Lenkung reagiert direkt und der Wendekreis ist klein.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Das Trittbrett misst etwa 45,5 × 16,5 cm. Es fühlt sich etwas kurz an. Hinten ist es hochgezogen, da darunter die hintere Federung sitzt – eine gute Platzierung, die aber Fahrer mit großen Füßen einschränken kann. Die Standfläche selbst bietet guten Grip. Die maximale Zuladung beträgt 120 kg – da hätten wir uns mehr erhofft.

Die Gasdosierung gelingt feinfühlig. Gas- und Bremsreaktionen lassen sich in der App abstimmen – von sanft bis direkt.

Motor

Der 48-Volt-Heckantrieb leistet 500 Watt nominal und 1200 Watt in der Spitze. Gegenüber dem Standard-EPF-2 bietet er rund 20 Prozent mehr Drehmoment. Das Anfahren erfolgt gemütlich, aber konstant. Kein Beschleunigungsmonster, aber für Stadt und leichte Touren absolut ausreichend.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Der Motor läuft nahezu geräuschlos. Auch bei niedrigem Akkustand bleibt die Leistung konstant. Moderate Steigungen meistert er problemlos. Bei sehr hohem Fahrergewicht nahe 120 kg ist die Leistung allerdings grenzwertig. Die Höchstgeschwindigkeit nutzt das gesetzlich erlaubte Maximum von 22 km/h voll aus.

Bremsen

Vorne arbeitet eine wartungsarme Trommelbremse. Sie steuert gleichzeitig auch die hintere Bremse an. Dort bremst eine dosierbare, verschleißfreie E-Bremse mit Rekuperation über einen eigenen Daumenhebel links. Der kombinierte Bremsweg ist gut, die Verzögerung zuverlässig und sicher.

Ein Punkt fällt auf: Anfangs greift die E-Bremse etwas zu hart zu und lässt sich schwer dosieren. Über die App kann die Bremsempfindlichkeit jedoch weicher eingestellt werden. Danach funktioniert das System gut.

Federung

Die Vollfederung ist eines der Highlights des EPF-2 Pro. Vorne kommt die bewährte Federgabel zum Einsatz. Hinten sitzt eine Stahlfeder, die mit dem beiliegenden Spezialschlüssel auf das Fahrergewicht eingestellt werden kann.

Bordsteine, Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster absorbiert die Federung gut. Feldwege verlieren ihren Schrecken. Allerdings knallt sie etwas hart in die Ursprungsposition zurück. Das ist besonders bei höherem Fahrergewicht spürbar. Trotzdem: Der Unterschied zu einem ungefederten E-Scooter ist enorm.

Die 10-Zoll-Luftreifen ergänzen die Federung und schlucken zusätzlich kleinere Unebenheiten. Das Zusammenspiel ergibt ein komfortables Fahrgefühl auf fast allen Untergründen.

App

Die Epowerfun-App verbindet sich per Bluetooth schnell und stabil. Das Pairing erfolgt unkompliziert mit dem Start-Code 888888. Eine aufwendige Registrierung verlangt die App nicht – ein klarer Pluspunkt gegenüber Segway und Navee, die den Nutzer vor der ersten Fahrt zur Kontoerstellung zwingen.

Die Einstellmöglichkeiten sind umfangreich. Die Maximalgeschwindigkeit lässt sich zwischen 6 und 22 km/h begrenzen. Gas- und Bremsempfindlichkeit können stufenlos angepasst werden. Der Blinker-Ton lässt sich ein- oder ausschalten. Eine Wegfahrsperre schützt vor unbefugter Nutzung. Display-Helligkeit und Software-Updates steuert der Nutzer ebenfalls über die App.

Für Technikinteressierte zeigt die App Live-Daten zu Spannung, Temperatur, Stromstärke und Tour-Distanz. Das Interface ist schlicht und funktional. Navigation oder Kartenfunktionen gibt es nicht.

Akku

Der Wechselakku ist das zentrale Feature des EPF-2 Pro. Mit einem Schlüssel lässt sich der 48-Volt-Lithium-Ionen-Akku aus dem Trittbrett entnehmen. Er wiegt je nach Variante 3,4 bis 4 kg. Separat laden in der Wohnung, im Büro oder unterwegs – kein Problem. Das Trittbrett bleibt bei entnommenem Akku offen.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Zwei Kapazitäten stehen zur Wahl: 490 Wh (ca. 10,2 Ah) und 653 Wh (ca. 13,6 Ah). Laut Hersteller reicht der kleine Akku für bis zu 60 km, der große für bis zu 80 km. Diese Werte gelten unter Idealbedingungen: 75 kg Fahrergewicht, 20 km/h, ebene Strecke, 25 °C.

In der Realität erreichen wir mit dem 490-Wh-Akku bei 85 kg Fahrergewicht, gemischtem Gelände und zügiger Fahrt rund 35 km. Mit dem 653-Wh-Akku sind bis zu 50 km realistisch. Bei Kälte sinkt die Reichweite deutlich – im Winter um bis zu 30 Prozent. Wer einen Zweitakku mitführt, verdoppelt die Reichweite. In der Praxis sind dann 70 bis 100 km möglich. Die Ladezeit beträgt etwa 4,5 Stunden pro Akku.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Der Vorteil liegt auf der Hand: kein schweres Scooter-Schleppen, schneller Tausch unterwegs. Allerdings kosten Wechselakku-Varianten mehr als Festakku-Modelle gleicher Kapazität.

Preis

Fazit

Der Epowerfun EPF-2 Pro löst mit seinem Wechselakku ein echtes Alltagsproblem. Akku raus, nach oben tragen, laden – fertig. Kein Schleppen des gesamten E-Scooters mehr. Mit optionalem Zweitakku verdoppelt sich die Reichweite. Das bietet in dieser Preisklasse kein anderer Hersteller.

Der 1200-Watt-Motor beschleunigt kraftvoll und leise auf die vollen 22 km/h. Die einstellbare Vollfederung sorgt für hohen Komfort auf fast allen Untergründen. Der Doppel-Blinker vorn und hinten sowie das 80-Lux-Frontlicht mit seitlichem Leuchtelement erhöhen die Sicherheit spürbar. Die App bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten ohne Registrierungszwang. Und als deutscher Hersteller liefert Epowerfun einzeln verfügbare Ersatzteile und guten Service.

Schwächen zeigen sich beim etwas kurzen Trittbrett, der bei harten Schlägen zurückknallenden Federung und dem nicht höhenverstellbaren Lenker. Bei sehr hohem Fahrergewicht nahe 120 kg stößt der Motor an seine Grenzen. Für den Preis bekommt man dennoch einen durchdachten E-Scooter mit Wechselakku, der die Konkurrenz in puncto Alltagstauglichkeit alt aussehen lässt.

E-Scooter Niu KQi 100F für 229 Euro im Test: Keiner klappt besser!

Der Niu KQi 100F überzeugt im Test mit seinem exzellenten Faltmechanismus, einer soliden Verarbeitung und tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit ist er ideal für den täglichen Pendlerverkehr.

VORTEILE

  • exzellenter Faltmechanismus
  • anklappbare Lenkergriffe
  • Gewicht von nur 17,6 kg
  • Blinker
  • gute App

NACHTEILE

  • kleiner Akku
  • spiegelndes Display
  • Lenker nah am Körper
  • Motor

Der Niu KQi 100F überzeugt im Test mit seinem exzellenten Faltmechanismus, einer soliden Verarbeitung und tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit ist er ideal für den täglichen Pendlerverkehr.

Der Markt für E-Scooter ist mittlerweile so vielfältig, dass es für jeden Anwendungsfall das passende Modell gibt. Der Niu KQi 100F positioniert sich in der Kategorie Pendler-E-Scooter, da er besonders leicht und kompakt zusammenfaltbar ist. So passt er auch in kleine Kofferräume. Im Zug oder in der S-Bahn muss man für ihn kein Fahrradticket lösen. Mit einem Preis von 379 Euro bewegt er sich im unteren Mittelfeld. Wie gut er wirklich ist, zeigt der Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau gestaltet sich denkbar einfach: Da der Lenker anklappbar ist, ist kein Schrauben nötig. Dadurch passt der E-Scooter auch in den vergleichsweise kleinen Versandkarton. Wichtig: Vor der ersten Fahrt sollte unbedingt der Reifendruck überprüft werden. Wir empfehlen bei jeder Fahrt das Tragen eines Helms.

Der Niu KQi 100F ist optisch dank viel Schwarz und Grau ohne farbliche Highlights eher zurückhaltend gestaltet. Mit den Maßen von 115 × 59 × 123 cm ist er zudem recht kompakt. Das Trittbrett mit 44 × 13 cm fällt ebenfalls recht klein aus.

Trotz seiner schmalen Bauweise kann der KQi 100F 120 kg tragen – ein sehr guter Wert für einen E-Scooter dieser Größenklasse. Mit der IPX5-Zertifizierung sind auch Fahrten bei Regen kein Problem. Die Verarbeitung ist insgesamt solide, wobei die Lenkstange minimal wackelt. Das hintere Schutzblech besteht aus Kunststoff und sollte nicht zu stark belastet werden. Das Kabelmanagement ist im unteren Bereich gut gelöst, am Lenker sind jedoch einige Kabel sichtbar, die dann in der Lenkstange verschwinden.

Der große Pluspunkt des KQi 100F ist sein hervorragender Faltmechanismus. Der Sicherungshebel ist leichtgängig und die Öse am oberen Teil der Lenkstange rasten sicher auf dem hinteren Schutzblech ein. Eine Besonderheit: Auch die Lenker lassen sich anklappen, was bei E-Scootern selten zu finden ist. Der gesamte Klappmechanismus ist mit einer Hand bedienbar und hält dennoch zuverlässig. Mit nur 17,6 kg Gewicht und den kompakten Faltmaßen von 115 × 18 × 50 cm ist der E-Scooter ideal für Pendler, die ihn in Zug, S-Bahn oder im Kofferraum transportieren.

Lenker & Display

Der Lenker des KQi 100F könnte gerne etwas breiter sein. An den Enden sitzt jeweils ein Blinker, allerdings gibt es keinen zusätzlichen Blinker am hinteren Teil des E-Scooters. Das Display ist nicht mittig, sondern auf der rechten Seite platziert und wirkt etwas aufgesetzt. Bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt es stark und ist dann nur schwer ablesbar.

Am Display befinden sich drei Taster für die Funktionen Ein/Aus, Stufenwechsel, Blinker und Licht. Der Bremsgriff auf der linken Seite kombiniert die elektrische Motorbremse hinten mit der Trommelbremse vorn. Diese Kombination funktioniert gut, auch wenn wir schon E-Scooter im Test hatten, die schneller zum Stillstand kamen. Ein sanftes Abbremsen ist problemlos möglich. Die Klingel auf der linken Seite wirkt etwas klobig und ist wenig elegant integriert. Der Gasring auf der rechten Seite ist angenehm leichtgängig.

Mittig am Lenker kann eine optionale Handyhalterung direkt von Niu angebracht werden – ein praktisches Zubehör für alle, die ihr Smartphone während der Fahrt im Blick behalten wollen.

Das Frontlicht sitzt weit oben, was die Sichtbarkeit im Straßenverkehr erhöht. Es ist recht hell, kann im Abstrahlwinkel allerdings nicht angepasst werden. Die Voreinstellung ist jedoch gut gewählt. Das Rücklicht ist permanent eingeschaltet und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.

Der KQi 100F kommt mit einer App, die einige Anpassungen ermöglicht. Dazu gehören die Startgeschwindigkeit (zwischen 3 und 6 km/h), die Stärke der Rekuperation und ein maximales Ladelimit (80, 90 oder 100 Prozent), um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern. Auch die Fahreigenschaften können angepasst werden – von chill bis wild bei der Beschleunigung und einer einstellbaren Höchstgeschwindigkeit zwischen 5 und 20 km/h.

Fahren

Der KQi 100F ist ein recht kleiner E-Scooter, was für größere Personen auf Dauer unbequem sein kann. Der Lenker befindet sich aufgrund des gekippten Winkels der Lenkstange nahe am Körper, was längere Fahrten unangenehm machen kann.

Die Luftreifen mit 9,5 Zoll Durchmesser und 2,3 Zoll Breite sorgen zusammen mit der 36-mm-Doppelkolbenfederung vorne für ein passables Fahrgefühl auch auf holprigen Strecken. Dennoch ist der Unterschied zu 10-Zoll-Luftreifen deutlich spürbar. Eine zusätzliche Federung am Hinterrad wäre wünschenswert gewesen. Für regelmäßige Fahrten in der Stadt und gelegentliche Abstecher auf Feldwegen ist die Kombination jedoch ausreichend.

Der Motor sitzt am Hinterrad und arbeitet mit einer Spannung von 48 Volt. Mit einer Nennleistung von 300 Watt (600 Watt Peak) und Drehmoment von 18 Nm ist er nicht besonders stark. Niu gibt eine maximale Steigung von 15 Prozent an. Dennoch beschleunigt er uns in angemessener Zeit auf die Maximalgeschwindigkeit. Das Display zeigt 21 km/h an, was wir per GPS-Messung bestätigen konnten. Damit bewegt sich der KQi 100F nahe am gesetzlich erlaubten Maximum.

Akku

Mit 243 Wh ist der Akku des KQi 100F relativ klein. Laut Niu soll er für eine Reichweite von 29 km ausreichen, was jedoch unter Idealbedingungen gemessen wurde. In der Realität kommen wir bei 80 kg Zuladung, kühlem Wetter, schneller Fahrt und viel Stop-and-Go auf knapp 20 km. Danach muss der E-Scooter wieder ans Netz.

Der Akku ist nicht entnehmbar. Das mitgelieferte Netzteil wird an den gut erreichbaren Ladestecker mittig am vorderen Ende des Trittbretts angeschlossen. Die Ladezeit beträgt 5 – 6 Stunden.

Preis

Der Niu KQi 100F kostet 229 Euro und positioniert sich damit im unteren Mittelfeld der E-Scooter mit Straßenzulassung.

Fazit

Der E-Scooter Niu KQi 100F bietet sich vorrangig für Pendler an, die Wert auf geringes Gewicht und kompakte Maße legen. Mit seinem durchdachten Faltmechanismus, der auch die Lenker einschließt, und dem geringen Gewicht von nur 17,6 kg eignet er sich hervorragend für den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kofferraum.

Die Verarbeitung ist insgesamt solide, auch wenn es kleinere Schwächen wie das leicht wackelnde Lenkrohr gibt. Der Motor bietet ausreichend Leistung für den Stadtverkehr und bringt den Fahrer zuverlässig auf die maximale Geschwindigkeit von 21 km/h. Die Kombination aus Luftreifen und vorderer Federung sorgt für ein ordentliches Fahrgefühl auch auf unebenen Strecken.

Kritik gibt es für den kleinen Akku, der mit realistischen 20 km Reichweite für längere Pendlerstrecken knapp bemessen ist. Auch das seitlich platzierte Display, das bei Sonneneinstrahlung stark spiegelt, und der zu nahe am Körper platzierte Lenker sind Schwachpunkte.

Insgesamt bietet der Niu KQi 100F für seinen Preis von 380 Euro ein gutes Gesamtpaket für Pendler, die einen leichten, kompakten und zuverlässigen E-Scooter suchen.

Ninebot Segway Max G2D im Test

Der Ninebot by Segway Max G2D hat einen starken Motor, einen großen Akku, eine hochwertige Verarbeitung und Extras wie Blinker, App & Federung. Dazu ist er vergleichsweise günstig.

VORTEILE

  • starker Motor, großer Akku
  • sehr gute Bremse, tolle Federung
  • Blinker, App, Verarbeitung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Ninebot by Segway Max G2D hat einen starken Motor, einen großen Akku, eine hochwertige Verarbeitung und Extras wie Blinker, App & Federung. Dazu ist er vergleichsweise günstig.

Der Ninebot by Segway G30D II (Testbericht) führte vor Jahren souverän unsere Bestenliste an. Für ihn sprechen seine hohe Reichweite, das flexible Laden, die tolle Verarbeitung, der gute Motor, das sehr gute Fahrverhalten und natürlich sein Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir bemängeln im Test den Wegfall des Bremshebels für die elektrische Bremse sowie die mit 100 Kilogramm recht knapp bemessene maximale Zuladung.

Sein Nachfolger ist der Ninebot by Segway Max G2D. Er kostet bei Amazon 599 Euro. Er bessert an vielen Stellen nach und schickt sich an, die neue Nummer Eins zu werden. Wir sind ihn gefahren und zeigen hier im Test, wo seine Stärken liegen und in welchen Bereichen der elektrische Scooter keine Bestnoten einfährt.

Optik & Verarbeitung

Wie bei E-Scootern üblich gestaltet sich auch beim Ninebot by Segway Max G2D der Aufbau kinderleicht. Auspacken, aufstellen, Lenker einsetzen, sechs Schrauben fixieren – fertig. Sofort vermittelt der E-Scooter ein wertiges Gefühl. Die Lenkstange ist hoch genug, um auch größeren Fahrern eine angenehme Fahrt zu ermöglichen. Die Griffe sind bequem, der Daumengriff geht nicht zu straff. Das Trittbrett ist gummiert sowie länger und breiter, als man es von vielen anderen E-Scootern gewohnt ist. Das hintere Schutzblech sitzt fest, sodass es auch den ein oder anderen Tritt schadlos überstehen sollte. Nun trägt der gut 24 Kilogramm schwere E-Scooter auch Personen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 120 Kilogramm.

Ninebot by Segway Max G2D

Optisch macht der Ninebot by Segway Max G2D dank seiner stabilen Bauweise einen massiven Eindruck. Er ist überwiegend in dezentem Matt-Schwarz gehalten, unterbrochen von schicken gelb-orangenen Elementen. Eine Version in peppigeren Farben gibt es nicht. Das Kabelmanagement ist gut gelöst, die wenigen sichtbaren Kabel sind grau und fallen kaum auf.

Der durchdachte Klappmechanismus reduziert seine Maße von 120 × 57 × 126 Zentimeter auf 120 × 57 × 60 Zentimeter. Damit sollte er in die meisten Kofferräume passen. Zusammengeklappt kann er an der Lenkstange hochgehoben werden.

Lenker

Der Ninebot by Segway Max G2D hat nur einen Bremsgriff. Dieser sitzt an der linken Seite des Lenkers. Dort finden sich auch die Bedienelemente für die elektrische Hupe und den Blinker. Die Lichter des Blinkers sitzen an den Enden der Griffe. Sie sind hell und auch von Fahrer deutlich zu sehen. Das ist wichtig, denn der Blinker schaltet sich nicht selbstständig ab. Darauf sollte der Fahrer stets ein Auge haben, um andere Verkehrsteilnehmer nicht mit falschen Blinkmanövern zu verwirren. Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt neben der Klemme für den Klappmechanismus der leichtgängige Gasgriff.

Das Display in der Mitte zeigt die aktuelle Geschwindigkeit ohne Nachkommastelle, eine Status-Anzeige von Licht und Bluetooth sowie die Restkapazität des Akkus mit fünf Balken an. Der Taster unterhalb des Displays schaltet den E-Scooter ein oder aus, wechselt die Unterstützungsstufe und regelt das Licht.

Ninebot by Segway Max G2D

Das Frontlicht ist fix im Lenker integriert und in seiner Höhe nicht variabel. Allerdings passt die Voreinstellung gut, um noch einiges vom Weg zu sehen, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Das Rücklicht am hinteren Schutzblech sitzt über der Stelle für das Versicherungskennzeichen. Es ist hell, wenn auch nicht so hell wie das Rücklicht des Egret One (Testbericht). Beim Bremsen leuchtet es zusätzlich auf. Was wir vermissen, ist ein Haken an der Lenkstange für Taschen und Tüten.

App

Ninebot zwingt den Nutzer vor der ersten Fahrt zur Installation der App und einer dortigen Registrierung. Diesen App-Zwang haben wir bereits beim Ninebot G30D II bemängelt. Bevor es losgeht, will die App drei Firmware-Aktualisierungen installieren. Das dauert bei uns etwa fünf Minuten.

In der App selbst können Käufer unter anderem die Energierückgewinnung anpassen, das Ladelimit beschränken, um den Akku zu schonen und eine Verriegelung aktivieren. Bewegt nun jemand den E-Scooter im ausgeschalteten Zustand, geht ein (zu leiser) Alarm und der Blinker los. Jemanden, der ernsthaft den E-Scooter stehen will, wird das nicht abschrecken. Wir empfehlen unsere Kaufberatung Diebstahlschutz: Schlösser und GPS-Tracker für E-Scooter, E-Bikes und Fahrräder.

Zusätzlich gibt es eine optionale Verriegelungsoption. So kann der Ninebot by Segway Max G2D nur noch über einen Passcode oder der App entsperrt werden. Unter Ninebot-Laboratory findet sich die Option Traktionskontrolle (Beta). Beim Fahren konnten wir keinen Unterschied feststellen.

Fahren

Das Fahrgefühl des Ninebot by Segway Max G2D ist trotz seines hohen Gewichts vorbildlich. Auch die Federung vorne und hinten schadet der Direktheit kaum. Allerdings ist sein Wendekreis geringer als der vieler anderer E-Scooter, was ihn etwas weniger wendig macht.

Ninebot by Segway Max G2D

Die 10 Zoll großen Luftreifen sind ähnlich wie man es vom Auto gewohnt ist schlauchlos. Eine Schicht soll kleinere Punktionen selbstständig wieder verschließen. Das Zusammenspiel aus den großen Reifen und der guten Federung gefällt uns hervorragend. So ist es kein Problem, einen Feldweg entlangzurasen, die ein oder anderen Wurzel mitzunehmen oder einen kleineren Bordstein hinaufzufahren. Die Fahrt fühlt sich in gewissermaßen allen Situationen sanft und smooth an.

Der 42-Volt-Motor hat eine Nennleistung von 450 Watt und kommt in der Spitze auf 900 Watt. Eine Angabe zu den Newtonmetern finden wir nicht. Unseren Testhügel beschleunigt uns der Ninebot by Segway Max G2D ausgesprochen schnell hinauf. Damit gehört der Motor des E-Scooters zu den stärksten, die wir bisher im Test hatten. Das Display gibt die maximale Geschwindigkeit mit 22 Kilometern pro Stunde an. Per GPS nachgemessen ermitteln wir 21 Kilometer pro Stunde. Damit ist er etwas schneller als sein Vorgänger.

Die Bremsen des Ninebot by Segway Max G2D sind richtig gut. Zum einen ist es mit ihnen möglich, auch sehr sanft, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Zum anderen greifen sie bei einer Vollbremsung beherzt zu. Dabei nutzt der elektrische Scooter am Hinterrad ein Anti-Rutsch-Traktionssystem.

Ninebot by Segway Max G2D

Akku

Der Akku hat eine Kapazität von 551 Wattstunden und ist damit gleich groß wie im Vorgänger. Für einen Platz in unserer Bestenliste der E-Scooter mit dem größten Akku reicht es dennoch nicht ganz. Ninebot schreibt unter Idealbedingungen von einer maximalen Reichweite von 70 Kilometern. Wir gehen bei einem Fahrergewicht von 85 Kilogramm, flotter Fahrt im urbanen Umfeld mit viel Stopp-&-Go von etwa 40 Kilometern aus. Das ist noch immer ein Spitzenwert!

Ein weiteres von Fans geliebtes Feature des Vorgängers hat es in den Ninebot by Segway Max G2D geschafft: Das Netzteil ist im E-Scooter integriert und muss etwa bei Ausflügen nicht extra mitgenommen werden. Für eine volle Ladung benötigt das integrierte Netzteil etwa sieben Stunden. Alternativ kann auch ein externes Netzteil zusätzlich bei Ninebot gekauft werden. Dieses ist beim Laden etwas schneller.

Preis

Fazit

Ninebot hat es mal wieder geschafft, einen E-Scooter abzuliefern, der die meisten anderen alt aussehen lässt. Dabei hält Ninebot an den Tugenden des Ninebot by Segway G30D II (Testbericht) fest. Wieder ist der Akku riesig, der Motor stark, das Fahrverhalten vorbildlich, das Laden dank integriertem Netzteil flexibel und die Verarbeitung hochwertig.

Der Max G2D macht jedoch sogar so einiges besser als der G30D II. Besonders wissen wir den Blinker zu schätzen, der ein zusätzliches Plus an Fahrsicherheit mitbringt. Aber auch die Bremsen sind fantastisch und dank ABS für Anfänger in jeder Situation gut nutzbar. Sehr angetan sind wir von der Federung. Dieses funktioniert im Zusammenspiel mit den 10-Zoll-Luftreifen so gut, dass wir mit voller Geschwindigkeit über einen holprigen Feldweg gleiten können. Das ganz krönt ein kompetitiver Preis von unter 800 Euro. Damit bietet der Ninebot by Segway Max G2D ein Gesamtpaket, an dem die Konkurrenz vorerst zu knabbern hat. Da können wir auch gut über kleinere Schwächen wie der etwas biederen Optik, dem Registrierungszwang oder dem fehlenden Lenkerhaken hinwegsehen.

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