Künstliche Intelligenz
Salesforce: Vertrauen in KI-Agenten ist gut, Kontrolle ist besser
Salesforce hat seine Sicherheitsarchitektur für KI-Agenten konkretisiert. Der sogenannte Einstein Trust Layer entfernt personenbezogene Daten vor der Übergabe an externe Sprachmodelle, prüft deren Antworten auf Toxizität und Prompt-Injection-Versuche und protokolliert sämtliche Verarbeitungsschritte revisionsfähig. Parallel zeigte das Unternehmen Agentforce Voice erstmals in deutscher Sprache.
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Im Zentrum der Salesforce-Architektur steht der Einstein Trust Layer. Verarbeitet ein KI-Agent eine Anfrage, erzeugt das System im Hintergrund einen strukturierten Prompt mit Rolleninformationen, definierten Guardrails und kontextbezogenen Unternehmensdaten.
Platzhalter für personenbezogene Daten
Per Dynamic Grounding ergänzt die Plattform zur Laufzeit strukturierte Daten aus der Data Cloud. Bevor der Prompt an ein externes Sprachmodell übergeben wird, entfernt der Trust Layer personenbezogene Informationen und ersetzt sie durch Platzhalter. Das Modell soll somit die semantische Struktur der Anfrage verarbeiten, ohne Zugriff auf Klardaten zu erhalten.
Nach der Modellantwort folgen weitere Prüfschritte: Eine Reasoning Engine analysiert das Ergebnis auf Toxizität, mögliche Prompt-Injection-Versuche und inhaltliche Konsistenz. Erst wenn diese Prüfungen bestanden sind, werden die Platzhalter wieder durch die ursprünglichen Daten ersetzt. Gegenüber Modellpartnern gilt laut Salesforce eine Zero-Retention-Policy; übermittelte Inhalte sollen nicht gespeichert werden. Ein Audit-Trail dokumentiert sämtliche Schritte und macht nachvollziehbar, welcher Agent auf welche Datengrundlage zugegriffen und welche Aktion ausgelöst hat.
Modellagnostik und Testumgebung
Die Plattform ist modellagnostisch ausgelegt. Unternehmen können zwischen Modellen von OpenAI und Anthropic wählen oder eigene Modelle einbinden (Bring Your Own Model). Für eng umrissene Aufgaben wie die Zusammenfassung von Servicefällen nutzt Salesforce zusätzlich Small Language Models, die auf CRM-Domänen zugeschnitten sind.
Über einen Prompt Builder lassen sich Modelle pro Anwendungsfall auswählen und mit synthetischen Testdaten prüfen. Damit verlagert Salesforce einen Teil der Verantwortung für Qualität und Sicherheit auf Administratoren, die Modellwahl und Guardrails definieren.
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Slack und Voice als Anwendungsebene
Der seit Januar verfügbare Slackbot dient als konversationelle Oberfläche für diese Agentenarchitektur. Neu ist Canvas: Ein Dokument bündelt Inhalte aus Konversationen und angebundenen Systemen. Bei komplexeren Anfragen delegiert der Slackbot an spezialisierte Agenten mit definierten Zuständigkeitsbereichen. Externe Systeme werden über Integrationsschnittstellen angebunden. Im Test antwortete der Bot auf deutschsprachige Eingaben teilweise auf Englisch.
Mit Agentforce Voice erweitert Salesforce die bestehende Agentenarchitektur um eine Sprachschnittstelle. Wie Slack dient auch Voice als Zugriffsebene auf dieselben Daten- und Prozessschichten. Neben dem Einsatz im Telefonkanal soll sich die Sprachschnittstelle auch in Anwendungen oder in physischen Systemen wie Servicerobotern einbinden lassen.
Anfragen werden dabei in Teilaufgaben zerlegt, relevante Kunden- und Prozessdaten abgefragt und definierte Aktionen angestoßen. Da sämtliche Interaktionen in der Data Cloud zusammengeführt werden, hat der Agent kanalübergreifend auch Zugriff auf frühere Kontakte.
Neue Abrechnung über Agentic Work Units
Parallel führt Salesforce mit den sogenannten Agentic Work Units (AWU) eine neue Abrechnungseinheit ein. Statt verbrauchter Tokens misst das Unternehmen abgeschlossene Aufgaben, etwa eine vollständige Reasoning-Kette oder einen erfolgreichen Systemaufruf.
Nach Unternehmensangaben wurden bislang 2,4 Milliarden AWUs verarbeitet, mit deutlichem Wachstum gegenüber dem Vorquartal. Wie transparent diese Einheiten im Vergleich zu tokenbasierten Modellen sind, hängt von der Definition und Messbarkeit der zugrunde liegenden Prozesse ab.
Architektur statt Modellleistung
Mit dem Einstein Trust Layer verlagert Salesforce den Schwerpunkt von der reinen Modellleistung hin zur Kontrollarchitektur. Maskierung, Prüfmechanismen und Auditierbarkeit sollen den Einsatz autonomer Agenten in regulierten Unternehmensumgebungen ermöglichen.
Ob die mehrstufigen Prüfprozesse in der Praxis zuverlässig greifen, bleibt abzuwarten. Halluzinationsprüfungen basieren ebenfalls auf probabilistischen Modellen; auch die Maskierung setzt voraus, dass sensible Informationen vollständig erkannt werden. Je komplexer angebundene Systeme und Prozesse sind, desto anspruchsvoller wird die konsistente Durchsetzung dieser Kontrollmechanismen. Der produktive Einsatz agentischer Systeme dürfte daher weniger von einzelnen Sprachmodellen abhängen als von der Stabilität und Transparenz der Governance-Schicht.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Megadeal in Hollywood: US-Bundesstaaten planen Kartellklage gegen Paramount
In der US-Unterhaltungsindustrie droht ein juristischer Showdown, der die Machtverhältnisse in Hollywood erschüttern könnte. Auf der föderalen Ebene formiert sich Widerstand gegen die geplante Megafusion der Medienriesen Paramount Skydance und Warner Bros. Insidern zufolge bereiten mehrere US-Bundesstaaten eine gemeinsame Kartellklage vor, um die rund 110 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme in letzter Sekunde zu stoppen. Der offizielle juristische Vorstoß wird bereits für die kommenden Wochen erwartet, wie die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg melden.
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An der Spitze der Allianz gegen den entstehenden Unterhaltungsgiganten stehen demnach mit Kalifornien und New York die beiden wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren der USA. Das Büro des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta betonte zwar, dass die laufenden Untersuchungen andauerten und eine endgültige Entscheidung über eine Klage noch nicht gefallen sei. Doch die Zeichen stehen auf eine neue Konfrontation vor allem zwischen Staaten, die von den oppositionellen Demokraten regiert werden, und der republikanischen Administration unter Donald Trump im Bund.
An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht für Nervosität. Die drohende Klage schickte die Aktienkurse beider Konzerne auf Talfahrt: Die Papiere von Warner Bros. gaben um 3,6 Prozent nach. Paramount-Aktien mussten sogar einen Einbruch von 6,7 Prozent verkraften.
Medienriesen warnen vor Netflix
Die betroffenen Unternehmen reagierten scharf auf die sich abzeichnende Blockade. Paramount führte ins Feld, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem hart umkämpften Streaming-Markt nicht schwächen, sondern stärken werde. Ein staatliches Einschreiten gegen die Fusion würde etablierten Plattformen wie dem Marktführer Netflix einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen, hieß es. Dazu kam die Ankündigung, sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen jeden Versuch zu wehren, das Vorhaben zu Fall zu bringen. Der Deal komme am Ende den Verbrauchern, den Kulturschaffenden und der ganzen Branche zugute.
An dieser Darstellung gibt es an der Westküste erhebliche Zweifel. In Hollywood stößt die Elefantenhochzeit der zwei Traditionsstudios auf erbitterten Widerstand der Kreativbranche. Schauspiel- und Autorengewerkschaften äußern seit Wochen laut Kritik und sorgen sich um die Zukunft von Arbeitsplätzen. Die Angst geht um, dass durch die Konsolidierung der Produktionslandschaft der Rotstift angesetzt wird, Formate gestrichen werden und die Verhandlungsmacht der Filmschaffenden schwindet.
Politisches Tauziehen im Wirtschaftskrimi
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Mit der potenziellen Klage wählen die Bundesstaaten einen politisch heiklen Weg. Es ist der bislang weitreichendste Schritt von Regionalregierungen, eine Vorreiterrolle bei der Durchsetzung des US-Kartellrechts einzunehmen und ein Vakuum zu füllen, das die Politik in Washington hinterlässt. Unter der Trump-Regierung gilt eine Intervention der Wettbewerbshüter des Bundes gegen solche Fusionen als äußerst unwahrscheinlich.
Analysten weisen auch auf das Geflecht politischer Verbindungen hin: Der Vater von Paramount-Chef David Ellison, der Oracle-Mitgründer und Milliardär Larry Ellison, gilt als Großspender und pflegt exzellente Beziehungen zu Trump. Der Widerstand und der damit verknüpfte Wirtschaftskrimi haben so auch eine kräftige parteipolitische Note.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
EU-Ombudsfrau rügt Brüssel: Von der Leyen darf Chats nicht automatisch löschen
Nach der Pfizergate-Affäre um geheime Impfstoffdeals per SMS sieht sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erneut scharfer Kritik wegen ihres Umgangs mit digitaler Kommunikation ausgesetzt. Die Europäische Bürgerbeauftragte Teresa Anjinho hat eine offizielle Rüge gegen die Brüsseler Regierungsinstitution ausgesprochen und einen gravierenden „Missstand in der Verwaltungstätigkeit“ festgestellt. Grund: Von der Leyen und weitere hochrangige Kommissionsmitglieder nutzen systematisch Funktionen zur automatischen Löschung von Nachrichten auf verschlüsselten Messengern wie Signal. Politisch brisante Absprachen verschwinden so – offenbar bewusst – im digitalen Nirwana.
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Auslöser der Untersuchung war der Antrag eines Journalisten Anfang 2024, der Einsicht in eine Handy-Nachricht verlangte. Es drehte sich um eine Mitteilung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an von der Leyen, in der es um das umstrittene Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ging. Als die Kommission mit Verzögerung endlich antwortete, lautete die lapidare Begründung für die Verweigerung: Die Message existiere nicht mehr, da auf dem Smartphone der Präsidentin Auto-Delete („Disappearing Messages“) standardmäßig aktiviert sei. Das automatische Löschen erfolge, um Speicherplatz auf dem Gerät zu sparen.
Für Anjinho ist dieses Vorgehen inakzeptabel und demokratiefeindlich. Ihre Prüfung förderte ein bürokratisches Chaos und mutmaßliche Verschleppungstaktiken zutage. Ihr Team konnte nicht einmal feststellen, ob Macrons Nachricht vor oder nach dem offiziellen Antrag auf Akteneinsicht gelöscht wurde. Ebenso blieb im Dunkeln, ob die Kommission nach Eingang der Anfrage sofort nach der Message suchte oder dies erst über ein Jahr später tat, als sie die Antwort formulierte. Dass solche elementaren zeitlichen Abläufe nicht mehr rekonstruiert werden könnten, sei an sich schon ein schwerwiegendes Problem, moniert die Ombudsfrau.
Kommission muss wichtige Messages speichern
Schwer wiegt ihr Vorwurf der bewussten Verzögerung: Ganze 15 Monate lang lag der Antrag unberührt im Kabinett von der Leyens. Das Generalsekretariat der Kommission unternahm in dieser Zeit nichts, um die Bearbeitung anzumahnen oder zu überwachen. Erst als der Beschwerdeführer im Juli 2025 formell nachhakte, kam Bewegung in die Sache. Die Argumentation der Kommission, sie habe das Verfahren als „ruhend“ betrachten dürfen, weil der Journalist nach Ablauf der ersten Frist nicht sofort noch einmal auf der Matte gestanden habe, wies Anjinho unter Berufung auf die europäische Rechtsprechung und die EU-Transparenzverordnung zurück.
Die Bürgerbeauftragte fordert Reformen in der Brüsseler Verwaltung. In ihren Empfehlungen verlangt sie, dass alle Textnachrichten zwischen Staats- und Regierungschefs sowie Kommissionsmitgliedern für einen angemessenen Zeitraum verpflichtend aufbewahrt werden, um eine öffentliche Kontrolle zu ermöglichen. Sobald ein Informationsfreiheitsersuchen eingehe, müssten die betroffenen Dokumente so lange gesperrt und gesichert werden, bis das Verfahren vollständig abgeschlossen ist. Nur so können unabhängige Kontrollinstanzen wie die Bürgerbeauftragte oder der Europäische Gerichtshof prüfen, ob eine Geheimhaltung rechtmäßig ist. Kurzlebige Chats dürften im Zentrum der europäischen Macht kein Schlupfloch sein, um sich der Rechenschaftspflicht zu entziehen.
(jow)
Künstliche Intelligenz
Günstiger Saugroboter Bosch Spotless+ im Test: Starkes Saugen, schwaches Wischen
Der Saugroboter Bosch Spotless+ saugt stark, navigiert ordentlich und leert Staub automatisch. Beim Wischen bleibt er aber klar limitiert.
Der Bosch Spotless+ ist ein Saugroboter mit einfacher Wischfunktion und beutelloser Absaugstation. Er setzt auf Lidar und Infrarotsensoren zur Navigation, die Saugleistung gibt Bosch allerdings nur mit 11.000 Pa an. Das Wischen übernimmt kein rotierender oder vibrierender Mopp, sondern eine starre Wischplatte. Damit ist klar: Der Spotless+ soll vor allem günstig und wartungsarm sein – und beim Saugen überzeugen. Tut er das? Wir haben ihn getestet.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Bosch Spotless+?
Der Bosch Spotless+ ist ein runder, weißer Saugroboter mit klassischem Laserturm auf der Oberseite. Mit 9,6 cm Höhe ist er nicht ultraflach, passt aber noch unter viele Möbel. Außer dem feststehenden Laserturm gibt es auf der Oberseite drei Tasten für Start, Rückkehr zur Station und punktuelle Reinigung.
Bosch Spotless+ – Bilderstrecke
Die Verarbeitung ist trotz der ausschließlichen Verwendung von Kunststoff solide. Unter dem nur aufgelegten Deckel sitzt der interne Staubbehälter des Roboters. Er fasst 400 ml Staub, der entnehmbare Wassertank 220 ml. Die Hauptbürste mit ihren Borstenreihen lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen. Die starre Wischplatte unter dem Sauger kann nicht angehoben oder zum Rand ausgefahren werden und muss vom Nutzer manuell an- oder abgebaut werden.
Die Station ist ausschließlich zum Laden und Absaugen des Schmutzes aus dem Behälter des Roboters zuständig. Der Staubbehälter in der Station fasst 1,5 l und kommt ohne Staubbeutel aus. Stattdessen arbeitet er mit Zyklontechnologie, ähnlich wie ein Akkusauger. Das spart Folgekosten, im Gegenzug kommt man beim Leeren aber auch eher mit dem Staub in Berührung als bei einem geschlossenen Beutelsystem. Moppwäsche, Wassertankbefüllung oder Heißlufttrocknung bietet diese Station nicht.
Einrichtung: Wie schnell ist der Bosch Spotless+ betriebsbereit?
Die Steuerung erfolgt am Gerät oder über die Home-Connect-App. Darin lassen sich nach der ersten automatischen Kartenerstellung etwa Räume trennen, zusammenfügen und benennen. Reinigungen lassen sich für die ganze Wohnung, einzelne Räume oder Zonen starten.
Hinzu kommen Anpassungsmöglichkeiten für Saugleistung, Wassermenge und Reinigungszyklen, außerdem gibt es Teppich-Boost, Kindersicherung, Ruhezeiten und Energieeinstellungen. Der Funktionsumfang reicht für eine bequeme Grundsteuerung aus, ist aber klar weniger umfänglich als bei vielen höherpreisigen Modellen. So werden Teppiche nicht automatisch in die Karten eingezeichnet und manuell gibt es dafür auch keine Möglichkeit. Das ist ärgerlich, weil gerade bei Saugrobotern mit Wischplatte eine präzise Teppichverwaltung nützlich wäre.
Positiv: Bosch dokumentiert, dass Sicherheitsupdates mindestens bis September 2030 angeboten werden. Außerdem sind mehrere Karten speicherbar, etwa für verschiedene Etagen.
Navigation: Wie gut erkennt der Bosch Spotless+ Hindernisse?
Für die Navigation nutzt der Bosch Spotless+ einen 360-Grad-Lidar oben, Infrarot vorn, einen Stoßfänger, Teppicherkennung und einen Wand-Sensor. Im Alltag fährt er Räume damit logisch ab, arbeitet in Randbereichen sauber und findet sich zuverlässig zurecht. Auch unter ausreichend hohen Möbeln behält er den Überblick. Für einen günstigen Saugroboter ist das ein solider Eindruck.
Bei Teppichen verhält sich der Bosch sinnvoll, bietet dem Nutzer allerdings keinerlei Optionen. Mit montierter Wischplatte meidet er Teppiche, ohne Wischplatte wechselt er in den reinen Saugmodus und erhöht auf Teppich automatisch die Saugkraft – das war’s. Auf hochflorigen Teppichen fährt sich der Bosch-Roboter schnell fest, denn Technik zum Anheben des Chassis gibt es nicht. Entsprechend erklimmt der Spotless+ auch keine Hindernisse über 2 cm Höhe.
Auch bei der Hindernisvermeidung sollten Interessenten nicht zu viel erwarten. Bosch spricht dabei von Smart-Vision mit Infrarotlicht, in der Praxis ersetzt das aber keine echte Objekterkennung per Kamera und KI. Die meisten kleinen Gegenstände unterhalb der Rumpfhöhe des Roboters werden nicht zuverlässig erkannt. Entsprechend fuhr sich der Saugroboter im Test auch immer wieder an Kabeln fest.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Bosch Spotless+?
Beim Saugen überzeugt der Bosch Spotless+ mehr, als seine Ausstattung vermuten lässt – dabei gibt Bosch die Saugleistung mit nur 11.000 Pa an. Auf Hartboden nimmt der Roboter im Test fast alles an Schmutz auf, nur in Ecken hat er mangels ausfahrbarer Seitenbürste Probleme. Selbst auf kurzflorigem Teppich erreicht er ordentliche Ergebnisse. Erst auf höherer Auslegeware macht sich die vergleichsweise schwache Saugkraft zunehmend bemerkbar und selbst Haare erwischt er meist erstaunlich gut. Auf Teppich wickeln sich jedoch einzelne Haare um die Bürste und haften vermehrt an den Borstenreihen. Insgesamt ist das Saugergebnis für diese Preisklasse aber ordentlich.
Die Wischfunktion ist bestenfalls zum Staubwischen geeignet und entfernt Flecken kaum. Wer eine ordentliche Wischfunktion sucht, sollte zu einem anderen Modell mit aktiver Wischfunktion greifen.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Bosch Spotless+?
Die maximale Laufzeit liegt im Alltag mit gelegentlichem Teppich-Boost etwa bei 2 Stunden, die Ladezeit liegt in etwa bei langen 6 Stunden. Im Test schaffte er je nach Einstellung rund 80 bis 100 m² am Stück, bevor er zum Zwischenladen wieder zurück zur Station musste. Das reicht für mittelgroße Wohnungen.
Preis
Die UVP für Deutschland liegt bei 629 Euro. Das wäre für das Einstiegsgerät viel zu hoch; Konkurrenten bieten hier bereits auf dem Datenblatt erheblich mehr. Der Straßenpreis allerdings liegt mit aktuell 259 Euro (Amazon) aktuell deutlich geringer und darf für das Gesamtpaket als fair betrachtet werden.
Fazit
Der Bosch Spotless+ ist kein Alleskönner. Seine Stärken liegen klar beim Saugen, der ordentlichen Lidar-Navigation und bei der beutellosen Absaugstation. Auf Hartboden und nicht zu hohem Teppich liefert er für seine Preisklasse gute Ergebnisse. Die App bietet die wichtigsten Funktionen, ist aber eher aufs Wesentliche beschränkt.
Echte Hinderniserkennung gibt es hier im Gegenzug nur in eingeschränkter Form und die Wischfunktion ist eher feuchtes Staubwischen als echte Bodenreinigung. Dank des inzwischen recht niedrigen Straßenpreises ist der Bosch Spotless+ dennoch für Sparfüchse interessant, sofern er zum geplanten Einsatzort passt und man die Abstriche bei der Ausstattung hinnehmen kann. Fürs Geld ein faires Gesamtpaket, gemessen an Fähigkeiten aktueller Topmodelle aber klar ein Einstiegsmodell, das rein aufs Saugen reduziert ist.
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